Samstag, 23. Februar 2013
Freitag, 22. Februar 2013
Hans Erni ist mit 104 Jahren
immer noch kein Rentner
Kommentar: Wer Berufung und Leben trennt,
macht einen Fehler. Der Beruf - sofern er uns erfüllt - ist
auch LEBEN.
Viele arbeiten nur, damit sie am Feierabend,
am Wochenende oder in den Ferien erst LEBEN
können. Die Arbeit zählt bei ihnen nicht
zum Leben.
Sie sprechen dann von einer "work-life balance".
Ich finde: Hans Erni ist im Lot, weil er
sein Leben (d.h. seine Berufung) lebt -
und nicht unterscheidet zwischen LEBEN und ARBEIT.
Musiker, Denker, Künstler, Schriftsteller, Philosophen
haben das Glück, dass sie ihrer Berufung weiter
nachgehen dürfen,
trotz des fortgeschrittenen Alters.
Notiert von
marcus knill
um
10:33
Donnerstag, 21. Februar 2013
Die heile Landschaft bewahren oder....?
Ortsfremden wurde der Zugang zu Gütern wie zum Beispiel die Nutzung von Alpenweiden in den vorangehenden Jahrhunderten erschwert.
Bild: Alessandro della Valle/Keystone
Kommentar: Es war auch unser Traum. Der Besitz eines "Heidihäuschens" auf einer Maiensäss. Wir konnten diesen Traum vor vielen Jahren verwirklichen (auf der Alp SALMENFEE).
Dass die Besitzer von solchen Häuschen keine zusätzliche Nutzung wünschen, ist verständlich.
Dass aber auch die Bergbauern ihr Land nutzen möchten, kann gut nachvollzogen werden,
Am 3. März kommt es im Wallis zu einer Zerreissprobe.
Notiert von
marcus knill
um
10:53
Zustimmung der Familieninitiative bricht ein.
Das JA wird immer fraglicher.
Beim
Familienartikel hat mit dem Abstimmungskampf eine Erosion der
frühen Zustimmung in erheblichem Masse eingesetzt.
Kommentar: Ausschlaggebend könnte die SVP Zeitung gewesen sein.
Sie wurde an alle Haushalte verteilt und erläuterte der Bevölkerung, dass das Wort Familieninitiative eine Mogelpackung sei. Denn die eigentlichen Familien würden gar nicht gestützt , weil angeblich nur die Fremdbetreuung gefördert werde und die Eltern, welche die Kinder selbst betreuen, die Geprellten blieben. Die Befürworter dominieren noch. Doch sie können noch nicht jubeln, weil auch das Ständemehr erreicht werden muss. Ohne die SVP Zeitung wäre die Initiative wahrscheinlich sang- und klanglos durchgewunken worden.
Nachtrag:
Nachdem SP Bundesrat Berset erkannt hat, dass der Familienartikel gefährdet ist, greift er zu einem ungewöhnlichen Schachzug:
«Berset nutzt moderne Kommunikationsmittel»
Die Mail-Aktion sorgte erwartungsgemäss bereits für Aufregung bei den Gegnern des Familienartikels.Bersets Sprecher Peter Lauener sagt: «Bundesrat Berset nutzt die modernen Kommunikationsmittel. Er war beispielsweise der erste Bundesrat, der twitterte. Jetzt nutzt er den Email-Kanal. Ihm ist klar, die Vorlage ist noch nicht gewonnen. Diese soll eine bessere Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben bringen. Deshalb nutzt er verschiedenste Kanäle, um über die Bundesratsposition zu informieren»
Berset steht nicht alleine da als Bundesrat, der sich vehement für ein bundesrätliches Anliegen einsetzt.
Schlagzeilen machte zuletzt SVP-Bundesrat Ueli Maurer, der sich auf allen Kanälen und mit grossem Engagement für die Olympia-Kandidatur Graubündens 2022 einsetzt. Dabei geht es sogar nur um eine kantonale Abstimmung, die eigentlich gar nicht Sache des Bundesrats ist.
Kommentar: Ob diese Aktion der Fremdbetreuung von Kindern zum Durchbruch verhelfen kann. Das Abstimmungsresultat ist nach wie vor spannend: Emotionale Bilder gegen sachliche Argumente. Was überzeugt mehr? Was ich bei seiner Argumentation stets vermisste: Bei den zu erwartenden Kosten wich er immer aus und findet: Alles was notwenig ist - auch die Schule - kostet. Zahlen nannte er nie.
Notiert von
marcus knill
um
10:52
Sitzenbleiben in der Schule soll es nicht mehr geben
Die Debatte über die Abschaffung des Sitzenbleibens ist in Deuschland einmal mehr eingeläutet.
Ich vermute, dass diese Diskussion auch über die Grenze in der Schweiz schwappt. Das Argument "Die Angst von dem Sitzenbleiben ist keine Lernmotivation!" kommt gut an und scheint in der Schule Druck weg zu nehmen. Das Ansinnen der rot-grünen Koalition in Niedersachsen hat jedoch für heftige Reaktionen gesorgt. In der Gemeinschaftsschule kann dort schon heute niemand mehr durchfallen. Nun soll das Verbot des Nachsitzens auch Schritt für Schritt den anderen Schulen durchgesetzt werden.
Dank individueller Förderung soll aufs Sitzenbleiben generell verzichtet werden! Das tönt progressiv. Bis jetzt betraf es zwar nur ungefähr zwei Prozent der Schüler, die eine Klasse wiederholen mussten.
Für die angeblich fortschrittlichen Politiker soll es keine Deklassierung mehr geben.
Die Vorstellung der EINKLASSENgesellschaft ist gar nicht neu. Scham und Angst soll aus der Schule verbannt werden. Schule muss den Kindern Mut machen. Auch das ist keine neues Anliegen. Die Verfechter der These, dass alle Kinder nur in einer selektionsfreien Schule mutiger, selbstsicherer und freudiger lernen ist leider ideologisch gefärbt.
Das Menschenbild basiert auf der These, dass im Grunde genommen alle gleich sind und sich ohne Druck, ohne Leistungsmessung, besser entfalten.
Diese Annahme ist ein frommer Wunsch. Wer Kinder fürs Leben vorbereitet, muss sie auch befähigen, sich mit der eigenen Leistung auseinander zu setzen und die eigene Leistung zu messen. Zudem ist unbestritten:
Wenn alle Schüler- auch die Schwachen - mitgezogen werden müssen, wird die Klasse zwangsläufig langsamer. Wortzeugnisse sagen immer weniger aus. Defizite werden mit "pädagogischem Bla Bla" (subjektiven Umschreibungen) verkleistert. Aussenstehende erfahren lediglich, dass der Schüler anwesend war. Schulabschlüsse sind nichts mehr wert.
Da in Firmen und im realen Leben überall Leistungen bewertet werden, müssten Personalchefs und Handwerker nachträglich eine eigene Selektion vornehmen. Da die Lehrkräfte nicht mehr selektionieren dürfen, wird dies die Arbeitswelt - nur zeitlich verschoben - mit marktüblicher Brutalität nachholen. Weil man sich schon heute nicht mehr auf die Beurteilungen zahlreicher öffentlichen Schulen verlassen kann, gibt es bereits Prüfzentren, die Schulabgänger testen und beurteilen. Dann fliegt der Schwindel auf und die Rückversetzung erfolgt doch noch.
Notiert von
marcus knill
um
06:40
Mittwoch, 20. Februar 2013
HEUTE besuche ich diese Lesung in Rapperswil
Rapperswiler Autor lässt Elvis Presley auf Adolf Hitler treffen
DEINEN FREUNDEN GEFÄLLT
Rapperswil-Jona. – Matthias Ackeret sitzt entspannt in seinem Büro am Rapperswiler Hauptplatz. In seiner Hand hält er seinen jüngsten Roman mit dem Titel «Elvis». Darin bringt er eine der schillerndsten mit einer der dunkelsten Gestalten des 20. Jahrhunderts in Verbindung, wie Schriftsteller Martin Walser sagte. Lässt Elvis Presley auf Adolf Hitler treffen.
Lob von «Spiegel» und Walser
Ein wenig stolz ist Ackeret schon, auf seinen «Elvis». Landauf, landab und über die Landesgrenzen hinaus wird der Roman in den höchsten Tönen gelobt. «Gute Arbeit. Matthias Ackeret!», schreibt die Wochenzeitung «Der Spiegel». «Gnadenlos unterhaltend und symphatisch frech», lobt Martin Walser den Roman in einem Youtube-Beitrag.
«Mit einer so grossen und so positiven Resonanz habe ich nicht gerechnet», sagt Ackeret. Er betreibe die Schriftstellerei ja nur nebenbei. Veröffentliche alle sieben Jahre ein Buch, wenn man vom Sachbuch «Das Blocher-Prinzip» einmal absehe. Hauptberuflich ist Ackeret seit 2002 Chefredaktor der Kommunikationszeitschrift «Persönlich». Seit elf Jahren arbeitet er am Rapperswiler Hauptplatz.
Elvis auf dem Obersalzberg
Die Idee zu «Elvis» kam Ackeret nach einer glücklichen Verkettung von Zufällen. 2006 besuchte Ackeret Elvis Villa «Graceland» in Memphis, Tennessee. Zwei Monate später war er auf einem Interviewtermin auf dem bayrischen Obersalzberg.
«Auf einmal hatte ich die Idee, was wohl wäre, wenn Elvis als amerikanischer Soldat auf dem Obersalzberg gewesen wäre», erzählt Ackeret. Im Zentrum seines Romans stehe daher die Frage, ob Verschwörungstheorien auch wahr sein können. Im Vordergrund steht dagegen die Geschichte einer Männerfreundschaft zwischen Jurist und Boulevardreporter. (hob)
Quelle: suedostschweiz.ch
Notiert von
marcus knill
um
13:49
Stellen Sie sich vor, dies hätte Brüderle oder sonst ein Politiker gesagt.
Erstaunlich: Belusconi wird wohl kaum an den Pranger gestellt.
Berlusconi macht Managerin an «Wie oft kommen Sie»?
(ZVG)
Doch aus dem lockeren Gespräch über umweltfreundliche Energien wurde eine Sexismus-Debatte.
Dabei begann es für Berlusconis Verhältnisse harmlos: «Um mich zu überzeugen schicke man mir einen Vertreter der Firma auf die Bühne, oder noch besser, eine Vertreterin. Man kennt mich ja...».
Kurze Zeit später wurde der Politiker dann schlüpfrig. Auf eine Antwort von Angela Bruno sagte er: «Sie kommen? Ja und wie oft kommen sie? Und in welchen zeitlichen Abständen? Können sie sich nochmals umdrehen»?
Grosses Gelächter im Publikum, Berlusconi aufgedreht und in seinem Element, die angesprochene Frau peinlich berührt um Worte ringend, berichtet der «Corriere della Sera».
«Ich fühlte mich elend»
Mit einem hilflosen Lachen und ein paar unbeholfenen Gesten versuchte die Geschäftsfrau, die Situation zu retten. Das ging aber in der Berlusconi-Sause unter. Dieser genoss seine Lacher auf Kosten der verheirateten Frau und Mutter.Angela Bruno beschwerte sich zuerst auf ihrem Facebook-Profil und anschliessend in der TV-Sendung «Piazza Pulita».
Dort gab sie sich erschüttert: «Ich fühlte mich elend, aber ich konnte nicht reagieren. Ich hätte die Männer im Publikum, die gelacht haben, sehen wollen, wenn an meiner Stelle ihre Tochter oder Frau gestanden hätte.»
Aber auch auf ihre eigene Firma «Green Power» ist Angela Bruno ziemlich sauer. Diese liess verlauten, dass sich Bruno «geehrt und geschmeichelt fühlte», und die Mitarbeiterin sich über den von Berlusconi unterzeichneten Vertrag sehr gefreut habe.
Berlusconis halbe Entschuldigung
Darauf hin verlangte die streitbare Managerin eine öffentliche Entschuldigung Berlusconis.Diese kam jetzt auch, aber nur halbherzig: «Liebes Fräulein», so der Cavaliere auf «Radio 105» «ich entschuldige mich, aber hören sie auf, gewisse Zeitungen zu lesen» denn «es ist nicht wahr, dass es üble Zoten waren. Das Publikum hat gelacht und deshalb habe ich ein bisschen gescherzt».
Kommentar: Unglaublicher Verhältnisblödsinn. Brüderles Bemerkung führte zu einem Aufschrei der Empörung. Es gab einen Medien- Hype.
Für Berlusconi ist diese eindeutige Bunga-Bunga Rhetorik kein Hindernis, gewählt zu werden. Wo bleibt der berechtigte Protest?
Notiert von
marcus knill
um
10:23