Freitag, 30. April 2021

10 kleine Negerlein

Volkslieder sind historische Kulturgut und sollten nicht verändert werden

Original:


Politisch korrekt:

Zehn kleine Kinderlein

Volkslied (Anfang 20. Jh.)

Volksweise (Anfang 20. Jh.)

Musiknoten zum Lied Zehn kleine Kinderlein

Liedtext

Zehn kleine Kinderlein,
Die fuhren übern Rhein;
Das eine ist in's Wasser gefall'n,
Da waren's nur noch neun.
Ein klein, zwei klein, drei klein,
Vier klein, fünf klein Kinderlein,
Sechs klein, sieb'n klein, acht klein,
Neun klein, zehn klein Kinderlein.

Neun kleine Kinderlein,
Die gingen auf die Jagd,
Das eine wurde totgeschoss'n,
Da waren's nur noch acht.
Ein klein…

Acht kleine Kinderlein,
Die gingen in die Rüb'n,
Das eine hat sich totgegess'n,
Da waren's nur noch sieb'n.
Ein klein…

Sieben kleine Kinderlein,
Die gingen zu 'ner Hex',
Das eine hat sie totgehext,
Da waren's nur noch sechs.
Ein klein…

Sechs kleine Kinderlein,
Gerieten in die Sümf,
Das eine ist d'rin stecken geblieb'n,
Da waren's nur noch fünf.
Ein klein…

Fünf kleine Kinderlein,
Die gingen mal zum Bier,
Das eine hat sich totgetrunk'n,
Da waren's nur noch vier.
Ein klein…

Vier kleine Kinderlein,
Die aßen heißen Brei,
Das eine hat zuviel gegess'n,
Da waren's nur noch drei.
Ein klein…

Drei kleine Kinderlein,
Die fuhr'n in die Türkei,
Den einen traf der Sonnenstich,
Da waren's nur noch zwei.
Ein klein…

Zwei kleine Kinderlein,
Die fingen an zu weinen,
Der eine hat sich totgeweint,
Da gab es nur noch einen.
Ein klein…

Ein kleines Kinderlein,
Das fuhr mal in der Kutsch,
Da ist es unten durchgerutscht,
Da war'n sie alle futsch.
Ein klein…

Mittwoch, 28. April 2021

Leuenbergers Aussage, die Schweiz habe Lösegeld bezahlt, hat keine Folgen.

 

 Bundesratslexikon: Moritz Leuenberger ärgert sich über Fehler - Gesellschaft

Die Bundesanwaltschaft wurde nach einem Artikel mit Leuenberger aktiv, der am 7. Februar publiziert wurde. Im Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte das frühere Bundesratsmitglied, dass die Schweiz für Geiseln Lösegeld bezahle. Die Bundesanwaltschaft erwog daraufhin, gegen den SP-Politiker, der von 1995 bis 2010 dem Bundesrat angehörte, eine Untersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung einzuleiten. Sie reichte beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) einen Antrag zum Entscheid über die Erteilung oder Verweigerung der Ermächtigung zur Strafverfolgung ein. Bund: «Schweiz zahlt kein Lösegeld» Dieses Gesuch hat der Bundesrat nun abgelehnt. Eine Strafuntersuchung sei «nicht mit den Interessen des Landes vereinbar», schreibt er. Die Durchführung eines Strafverfahrens in dieser Angelegenheit würde eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Strategie des Bundesrats in Entführungsfällen nach sich ziehen. Der Bundesrat vertrete aber ausdrücklich die Politik, dass die Schweiz in Entführungsfällen kein Lösegeld bezahle. Das frühere Bundesratsmitglied Leuenberger hatte wörtlich in dem Interview gesagt: «Kommt eine Geisel frei, ist wohl meist bezahlt worden.» Auf die Frage, wann er nicht die Wahrheit gesagt habe, antwortete Leuenberger: «Wir haben stets verneint, für die Befreiung von Geiseln Lösegelder bezahlt zu haben.» Dies sei aus gutem Grund geschehen, weil die Schweiz damit Nachahmer und weitere Geiselnahmen habe verhindern wollen. Gerüchte um Geldzahlungen Offiziell hiess es bislang beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), dass die Schweiz kein Lösegeld zahle, um Geiseln freizubekommen. Gerüchte um Geldzahlungen gab es allerdings immer wieder, unter anderem 2009 im Fall der Befreiung zweier Schweizer Touristen, die von der Terrorgruppe «al-Qaida im islamischen Maghreb» zwischen Mali und Niger entführt worden waren, oder bei der Freilassung eines in den Philippinen entführten Schweizer IKRK-Mitarbeiters im selben Jahr

Donnerstag, 8. April 2021

Rüpelhaftes Verhalten

This video frame grab taken from footage released by The Turkish Presidency on April 6, 2021, shows Turkish President Recep Tayyip Erdogan (R) receiving EU Council President Charles Michel (C) and President of EU Commission Ursula von der Leyen (L) at the Presidential Complex in Ankara. - The European Commission hit out April 7, 2021, at a diplomatic snub that left its head Ursula von der Leyen without a chair as male counterparts sat down at a meeting with Turkish President Recep Tayyip Erdogan. Video from the April 6, 2021, encounter in Ankara showed von der Leyen flummoxed as the Turkish leader and European Council president Charles Michel took the only two chairs in front of their flags. (Photo by - / various sources / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO /TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE " - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Bei Erdogan-Besuch

Von der Leyen ohne Sessel in der Männerrunde - Empörung ist riesig

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan brüskierte die EU-Kommissionspräsidentin am Dienstag, indem er ihr bei einem offiziellen Besuch keinen Sitzplatz anbot. Nun solidarisieren sich Politiker und Politikerinnen unter dem Hashtag #GiveHerASeat mit ihr.

 

Kommentar: Ich ärgere ich auch, wenn in einem Restaurant der  Mann den besten Platz einnimmt und die Frau stehen lässt. Das hat  nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern mit Anstand.

 

 

Mittwoch, 7. April 2021

Es fällt schwer, Fehler einzugestehen.

 

Blog

Marcus Knill

07.04.2021

Bei Fehlentscheidungen ist Herumeiern und Heuchelei immer eine schlechte Taktik.

Blogeintrag lesen

Samstag, 3. April 2021

Kommt es doch noch zum Duell?

 

Laschet oder Söder?


Kanzlerkandidat: Wie die Union zwischen Söder und Laschet entscheidet · Dlf  Nova

Wenn es um die Kandidatenfrage geht, fragen wir uns, ob Laschet der Union CDU/CSU mehr Stimmen bringt, als der mediengewandte Söder. Gemäss aktuellen Umfragen hat Söder immer noch die Nase vorn. Doch der Vorsprung schwindet.

Die Oeffentlichkeit rechnete mit einem Fernduell zwischen dem neuen CDU- und dem CSU-Chef. Aber es wird wohl kaum zu einem Hahnenkampf kommen.

Doch ist nach wie vor mit einem Wettbewerb zwischen Düsseldorf und München zu rechnen, ohne hartes Duell.

Laschet wies die Vermutung der Medien - es komme zu einem Schlagabtausch - zurück:

„Wir liefern uns kein Duell. Das wäre auch angesichts der Lage völlig unangemessen.“

(Quelle: Interview im Spiegel)

 

Söder wies früher seinerseits eigene Ambitionen auf das höchste  Regierungsamt zurück.

„Die Frage, wie es im nächsten Jahr weiter geht, spielt für mich überhaupt keine Rolle.“ (Quelle: Interview der Deutschen Presse-Agentur)

 

 

Laschet konnte im WRD-Trend anfangs Februar deutlich zulegen.

Acht Punkte mehr als bei der vorangegangenen WDR- Erhebung vom September.

Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union ist immer noch offen. Es kann aber nur einen Kandidaten geben. Spannend, denn:

 

Der Führungsstil  von Laschet und Söder ist ähnlich.

Armin Laschet führt nach der Formel:

„Führen und Zusammenführen“. Es gelang ihm auch die zerstrittene Landes-CDU zu befrieden.

Markus Söder kann integrieren. Er führt die CSU ruhig. Dass er mit anderen zusammenarbeiten kann, zeigte sich in der Koalition in Bayern mit den nicht immer einfachen Freien Wählern.

Auch bei der Wirtschaft- und Klimapolitik fehlen zwischen den Kontrahenten grosse Differenzen.

Söder steht der Unternehmerseite nahe.

„Wirtschaft ist für ihn nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts.“

Er hat gesehen, dass man wirtschaftliche Interessen und Klimaschutz nicht gegeneinander ausspielen sollte. Für Söder muss der Klimawandel nicht durch Verzicht aufgehalten werden, sondern durch Fortschritt und Forschung.

Laschets schwarz-gelbe  Koalition machte sich für den Mittelstand und Familienunternehmen stark, mit dem Credo: „Wir müssen alles tun, dass wir Industrieland bleiben und gleichzeitig die oekologischen  Nachhaltigkeitsziele erreichen.“

Die Kandidaten zur Frauenförderung:

Söder weiss, dass es gegen die Frauen viel zu verlieren, mit ihnen viel zu gewinnen gibt. Er setzt sich heute für eine erweiterte Frauenquote ein.

Laschet  war unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers Integrations- und Frauenminister. Seither betreibt er ebenfalls gezielte Frauenförderung.

Bei der Asylpolitik machte Söder noch vor 2018 mit Seehofer im Asylstreit Stimmung und Front gegen die Kanzlerin. Heute hält er sich zurück, weil er eingesehen hat, dass er sich damit enorm schadet.

Bei der Flüchtlingsfrage stand Laschet auch in schwierigsten Tagen  stets voll und ganz an Merkels Seite.

Um die Akzeptanz bei der Bevölkerung zu sichern, demonstriert er auch Härte im Umgang mit Personen ohne Bleiberecht, Straftätern oder Gefährdern.

Beide Kandidaten unterstützen den Merkel-Kurs.  

Wer hat nun die besseren Karten, bei einer so grossen Uebereinstimmung?

Die Situation ist nach wie vor offen.

Söder hat angeblich  mehr Sympathiepunkte. Die Stimmberechtigten könnten sich aber noch Sorge machen, dass mit Markus Söder die Bayern dominieren.

Den  Merz-Fans wird wahrscheinlich Söder näher liegen, weil sei von ihm mehr Aufbruch und neue Ideen erwarten. Armin Laschet wird anderseits noch viele Punkte holen, weil er es wagte, Klartext zu sprechen im Zusammenhang mit der „Alternativlosigkeit“ beim Endlos-Dauer-Lockdown.

Quelle „Bild“ zitiert Laschet:

„Immer neue Inzidenzen, Verbote, Warnungen und Mahnungen verfangen bei den Menschen nicht mehr.“

Viele haben genug davon, dass eine Ministerpräsidenten-Konferenz ihnen z. B. weiterhin verbieten will, ihre Verwandten zu besuchen („… ist zu unterlassen“), während gleichzeitig jeden Tag Urlaubs-Flieger nach Dubai und Südafrika starten.

Sie können es nicht länger ertragen, dass die Kinder unter dem Lockdown so dramatisch leiden. Sie können nicht mehr hören, dass es zu all diesen Verboten auch mehr als ein Jahr nach dem ersten Corona-Fall keine Alternative geben soll. Und dass diejenigen, die über Alternativen reden (z. B. besserer Schutz der Altenheime) nicht gehört werden.

Armin Laschet hat das ausgesprochen, was viele in der Bevölkerung denken. Er geht damit ins Risiko, hat sich klar gegen den harten Corona-Kurs von Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Markus Söder gestellt. Diese Differenz ist offensichtlich.

Laschets Mut kann ihm möglicherweise zu einem unerwarteten Schub verhelfen.

Am Aschermittwoch holte sich anderseits Söder  mit einer rhetorisch gekonnten Rede Punkte und stahl Laschet die Show. Er stichelte gegen den Rivalen mit folgendem Satz:

“Armin Laschet, der den Lockdown schnell lockern will, handelt nicht im Sinne der Kanzlerin und kann ihre Stimmen nicht holen – ICH schon.”

Diese aktuellen Aussagen verdeutlichen:

Das Rennen bleibt immer noch offen. Für wen?

Wir dürfen nicht vergessen:

Schon F.J. Strauss musste erleben, dass er für einen Bayern und CSU-Chef nahezu unmöglich ist, Bundeskanzler zu werden. Denn „nördlich des Maines wohnen die Preussen und andere wilde Völker“ (aus einem alten Schüleraufsatz).

Und ausserdem ist die CDU ein Mehrfaches grösser, als die CSU, sie wird sich also die Kanzlerschaft nicht nehmen lassen. Doch wäre Bundesaussen- oder Bundesfinanzminister ja auch etwas Schönes für den Herrn Söder, falls dies Posten nicht an die Grünen gehen würde.

Da es nur einen Sieger geben wird und ich mich schon heute festlegen müsste, wird für mich Laschet das Rennen machen. Ich hatte ihn deshalb bereits eingehender analysiert.  Er verfolgt seine Ziele nie verbissen. Mit seiner nonchalanten Art und seiner Fähigkeit, Rückschläge hinzunehmen hat er mich überzeugt.

Sein Ziel erreichte er oft über Umwege.

On verra.

Mittwoch, 24. März 2021

Angela Merkel verliert das Vertrauen

 

Seit fast einem halben Jahr ist Deutschland im Lockdown

(Quelle Blick) Die Stimmung im Land ist mies, die Reaktionen sind harsch. Mit dem «Lockdown Light» im Herbst leben die Deutschen nun seit rund sechs Monaten mit massiven Einschränkungen. Zwar waren die Spitäler dafür nie kurz vor dem Kollaps, doch als Langzeitstrategie überzeugt das nicht.

Der Ministerpräsidenten-Kompromiss beinhaltet zudem Massnahmen wie aus Absurdistan. Wer aus einem deutschen Hotspot kommt, darf Ostern nicht mit Oma und Opa feiern – dafür aber auf Mallorca. Zwar mit Testpflicht, aber ohne Quarantäne-Zwang. Und dass die Supermarkttüren am Gründonnerstag geschlossen bleiben, könnte den Lebensmitteleinkauf am Mittwoch und Karsamstag zum Super-Spreader-Event machen.

«Der Weil-es-die-Bundesregierung-vergeigt-hat-Lockdown», ätzte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch (62) über die neuen Corona-Massnahmen. Auch aus der FDP, die neben der AfD als einzige der grossen Parteien keinen Ministerpräsidenten stellt, gab es heftige Kritik. Als «zu scharf» und «zu wenig innovativ» kritisierte Parteichef Christian Lindner (42) das Ergebnis des Verhandlungsmarathons.

Die Kanzlerin konnte sich wieder nicht durchsetzen

Hätte Bundeskanzlerin Angela Merkel (65) alleine entscheiden dürfen, wären die Corona-Massnahmen härter ausgefallen. Selbst über Ausgangssperren dachte die deutsche Kanzlerin und Physikerin nach, die die Corona-Dynamik wohl besser versteht als die meisten ihrer Amtskollegen.

Doch die Kanzlerin konnte sich nicht durchsetzen. «Merkel unzufrieden mit den Ministerpräsidenten», sickerte als Wasserstandsmeldung aus den Beratungen durch. Bereits im vergangenen Herbst hatte die Kanzlerin ihren Unmut ausgedrückt. «Dann sitzen wir in zwei Wochen eben wieder hier», soll sie den Regierungschefs damals zu ihrem mauen Kompromiss gesagt haben. Am 12. April wird neu verhandelt. Ein grosser Wurf oder Lichtblick ist auch dann nicht zu erwarten.

Zu kleiner Impffortschritt

Nach der kurzzeitigen Aussetzung von Astrazeneca hinkt Deutschland beim Impffortschritt noch weiter hinterher als ohnehin schon. Erst 13 Dosen wurden pro 100 Einwohner verteilt – erst vier Prozent sind vollständig geimpft. In der Schweiz ist es zwar nur minimal besser, doch für Deutschland und die Signalwirkung in Europa ist das Versagen verheerend.

Das Vertrauen in Angela Merkel, die das Land souverän durch die erste und zumindest ordentlich durch die zweite Welle geführt hat, sinkt. Laut dem «Spiegel»-Regierungsmonitor sind 50 Prozent der Bevölkerung mit der Kanzlerin «unzufrieden» oder sogar «sehr unzufrieden».

Angela Merkel aktuell: News von heute zur Bundeskanzlerin

 

Sonntag, 21. März 2021

Wir brauchen keine Sprachpolizei

Weil eine grüne Politikerin das Wort Indianer verwendete, das zu ihrer Jugendzeit noch nicht als dikriminierend empfunden worden ist, wurde sie an den Pranger gestellt.


Unruhe auf dem Landesparteitag der Grünen in Berlin – wegen einer harmlosen Kindheitserinnerung.

Bettina Jarasch (52), Spitzenkandidatin für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September, wurde im Gespräch mit Landesparteichef Werner Graf (41) gefragt, was sie denn als Kind gern geworden wäre.

Ihre Antwort: „Indianerhäuptling.“ Beide lachten. 

Es kam zu einen Medienwirbel.

 

Kommentar: Begriffe, die früher verwendet worden sind und in diesem Kontext zitiert werden, sind zulässig, sonst müssten wir alle Kinderbücher und historischen Quellen umschreiben und korrigieren.  Wollen wir ein Volk von Rotstifttypen werden? Die Auswüchse der Sprachpolizistinnen in den USA will sicherlich niemand in Europa.


Indianerhäuptling Lizenzfreie Fotos, Bilder Und Stock Fotografie. Image  60825561.