Montag, 27. September 2021

Zwei die Kanzler sein möchten und zwei Königsmacher

 
 


Die Bundestagswahl und ihre Folgen für Deutschland

Gewinner, Verlierer und die neuen Mächtigen

Scholz und Laschet wollen beide Kanzler werden. Laschet ist sich nicht bewusst, dass er verloren hat. Baerbock und Lindner entscheiden eigentlich, wer Kanzler wird.
Bearbock will mit den Sozialdemokraten und den FDP die Ampel Koaliation ROT GELB GRUEN. Lindner favorisiert mit der CDU und den Grünen die Jamaika Koalition SCHWARZ, GRUEN, GELB.
Das muss noch hart ausdiskutiert werden. Wer gibt nach? 

BEI AMPEL DOMINIEREN DIE LINKEN
BEI JAMAJKA DOMINIEREN DIE BUERGERLICHEN.

Weil Thierry Burkart polarisiert

  • Die FDP verliert kurz vor der Wahl ihrer neuen Parteileitung zwei Schlüsselfiguren.

  • Fanny Noghero und Damian Müller werden ihre internen Funktion abgeben.

  • Aktuell walten sie noch als Generalsekretärin und Wahlkampfchef.

Die FDP hat zwei wichtige Personen aus dem engen Parteikreis verloren: Zum einen die Generalsekretärin Fanny Noghero, zum anderen Damian Müller, den Wahlkampfchef für die eidgenössischen Wahlen 2023. Sie reichten beide ihre Demission ein. Noghero habe auf Ende März 2022 gekündet, und Müller werfe den Bettel nach nur vier Monaten als «Strategischer Wahlkampfleiter» hin, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Noghero trat ihr Amt erst im Juli 2020 an. Die 42-jährige Neuenburgerin begründe ihren Abgang mit dem Wechsel im Parteipräsidium: Am 2. Oktober werde die FDP-Delegiertenversammlung ihren neuen Parteichef bestimmen – und dieser werde höchstwahrscheinlich Thierry Burkart heissen. Dass Müller mit Burkart nicht gut zurecht komme, sei in der FDP kein Geheimnis, schreibt der «Tagi». Seine Demission begründe er allerdings damit, dass er zu wenig Zeit habe, um die Zusatzaufgabe als Wahlkampfleiter wahrzunehmen. 

Ende Woche analysiere ich den neuen Parteipräsidenten Thierry Burkart (in den Schaffhauser  Nachrichten)

 

 

Der Grund für die Abgänge sei wohl, dass sich die beiden nicht gut mit Thierry Burkhart vertragen, schreibt der «Tages-Anzeiger».

20min/Simon Glauser

Sonntag, 26. September 2021

Frank a, Meyer: Wir brauchen keine Weichzeichner mehr

In Deutschland fehlt die Debattenkultur

 

Im Wahlkampf wurden Themen wie Migration und innere Sicherheit einfach unter den Teppich gekehrt.

 

Freitag, 24. September 2021

Merkel im Vogelpark

 

Kuriose Bilder von Merkel im Vogelpark

Dienstag, 21. September 2021

Analyse 3. Triell in den Schaffhauser Nachrichten

 

Olaf Scholz überzeugt auch im dritten Triell die meisten Zuschauer -  Umfrage - DER SPIEGEL


Die Wahlen bleiben spannend.

 

Nachlese des dritten Dreikampfes ums Kanzleramt mit Vergleichen zum zweiten Streitgespräch.

 

Von Marcus Knill*

 

Vor dem dritten Triell sahen Umfragen die SPD im Aufwärts- und die Union im Abwärtstrend. Schon beim zweiten  Streitgespräch hat Schwarz / Grün aufgeholt.  Scholz bleibt in der Pole-Position. Ob es der SPD gelingt, den Erfolg am Wahltag umzusetzen? Trotz Aufholjagd ändert sich nicht viel. Das Rennen bleibt offen.

 

Im letzten Wettstreit haben sich alle drei Akteure rhetorisch deutlich verbessert. Sie wollen offensichtlich sympathisch wirken und nicht zu aggressiv. Es kommt zu mehr Duellen. Zoff gibt es um den Mindestlohn. Die Forsa- Blitzumfrage sieht Scholz vor Laschet und Baerbock.

 

Bereits im zweiten Streitgespräch waren die Kandidaten auffallend synchron gekleidet, gleichsam uniformiert. Alle im dunkelblauen Anzug. Dunkelblau wirkt stets neutral und seriös. Es ist die sachlichste aller Farben und unterstreicht Kompetenz.   Die Herren, beide mit weissem Hemd und dunkelroter Kravatte. Gab es da Vorgaben des Senders? Der Vorteil der gleichen Kleidung: Diskussionen über Muster und Kravattenfarben entfallen. Inhalte werden aufgewertet. Im dritten Dreikampf wechseln Scholz und Baerbock auf schwarz.Schwarz tragen Menschen, die etwas zu sagen haben, Priester, Künstler, Regisseure usw. Beide Herren tragen jetzt eine blaue Kravatte. Aeusserlichkeiten sind auch bei Fernsehauftritten keine Bagatelle.

Bearbocks lila Pumps im zweiten Triell lenkten zu stark ab. Alles was von der Botschaft oder dem Argument ablenkt, ist schlecht. Baerbocks Schuhe sind im dritten Auftritt nicht mehr gut zu sehen.

 

 

Zu den Akteuren:

 

Armin Laschet überraschte im zweiten Triell als Kämpfer. Er war sofort im Angriffsmodus. Im letzten Dreikampf bleibt er seiner Strategie treu, Emotionen zeigen, Unterschiede zu Mitbewerbern herausschälen. Er spricht nicht mehr ständig unter Hochdruck. Er wechselt vermehrt auf moderatere Register, ohne mit den schneidenden Handflächen zu gestikulieren  (wohl beeinflusst durch seine Berater). Laschet ist eher bieder, freundlich, gemütlich, ein deutscher Michel.

Wie schon bei seinem dämliche  Patzer im Katastrophengebiet (Lachszene) wusste Laschet im zweiten Triell immer noch nicht, dass man ständig gefilmt  werden kann, wenn Kameras anwesend sind. So hat er in seinen Unterlagen gelesen, während Baerbock gesprochen hat. Er vermittelte somit das Bild eines schlechten Zuhörers.

Beim letzten Auftritt steht er immer voll präsent da. Er greift beide Kontrahenten an, indem er  widersprüchliche Aussagen aufdeckt.

 

 

Im rhetorisch perfekten Schlussstatements  (zweites Triell) über das VERTRAUEN -   war Laschet unglaubwürdig. Worte und Fakten stimmten nicht überein.  Wer kann einem Politiker vertrauen, dem sogar seine Partei lange kein Vertrauen geschenkt hat.

In allen Triells hat Laschet bewiesen, dass er nicht so langweilig ist, wie es oft gesagt wird. Bei der Klimathematik machte er sogar eine der entscheidensten Aussagen für Deutschland.

Weil man 2022 zusätzlich zum Ausstieg aus der Kohle auch die Kernkraftwerke abstelle, sei dies nur zu verantworten, wenn wir verlässlich jede Minute Strom haben. „Das geht nicht mit dem bisherigen Verfahren.“ Da müssten eigentlich Angela Merkel die Ohren geklungen haben. Im letzten Triell nutzt Laschet die Fragetechnik, Beispiele und narrative Elemente. So schildert er bei der Problematik „Gerechtigkeit zwischen arm und reich“, wie sich seine Eltern auch nach der Decke strecken mussten.

Erneut wirft Laschet Baerbock vor, beim Klimaschutz eine Politik der Verbote zu verfolgen und erinnert an ihren dummen Spruch im zweiten Triell: „Verbote schaffen Innovation.“ Laschet betont: „Da bin ich fundamental anderer Meinung.“

 

Annalena Baerbock gibt sich beim dritten Streitgespräch noch lockerer, sogar angrifflustig. Die grüne Kandidatin weiss, dass sie  nicht mehr Kanzlerin werden kann. Das entlastet. Dank weniger Druck klingt ihre Stimme zwar etwas besser, aber sie ist immer noch kein Ohrenschmaus.  Sie spricht zu hastig und pausenlos. Das Einatmen ist gut hörbar. Eine Pausentechnik würde helfen. Bei diesem Defizit hat die Kandidatin leider nicht an sich gearbeitet. Obwohl bemüht, gelingt es ihr auch im letzten Triell nicht, normal, volkstümlich zu wirken. Die persönlichen Geschichten über ihre Mutterschaft und ihre Kinder wirken erneut gewollt. Das wird ihr dann auch im dritten Triell von Laschet vorgeworfen.

 

Olaf Scholz ist beliebt, obschon seine zurückhaltende Art trocken wirkt. Er muss ständig beweisen, dass er nicht nur stark ist, weil die Konkurrenten schwach sind. Sein Motto „Nie aufgeben“ hat sich ausgezahlt. Scholz ist ein Schaffer. Alles ist Arbeit. Er ist zwar spürbar lebendiger geworden, bleibt aber wiederum bei allen Angriffen gelassen. Dank dieser Ruhe wirkt er überlegen und punktet beim Publikum.  Die Nervosität von Scholz erkennen wir höchstens an Details. Beispielsweise, weil sich bei heiklen Fragen beim ersten Streitgespräch die Ohren röteten. Beim zweiten Triell konnten Stesssignale in der Mimik,  bei der der erhöhten Lidschlagzahl und den falschen  Genderformulierungen erkannt werden:

- Arbeitgeber und Arbeitgeber

- Experten und Experten

- Arbeitnehmer und Arbeitnehmer

 Erstaunlich dass er beim dritten Triell diesen Fehler nicht korrigiert hatte. Er sagt ständig: „Bürger und Bürger“ (sieben Mal),

„Arbeitnehmer und Arbeitnehmer“ (drei Mal)

„Kollegen und Kollegen“ (drei Mal)

Scholz kommt bei den Ermittlungen gegen die Geldwäsche-Zentralstelle des Zolls erneut unter Druck. Selbst als Mister Deflon gelingt es ihm nicht mehr, bei dieser heiklen Schwachstelle, alle Angriffe unbeschadet abperlen zu lassen. Er muss sich wehren und rechtfertigen.

Dennoch wirkt er staatsmännnisch, ist auch viel angriffiger. Seine Kernanliegen versteht er ständig zu wiederholen: „Mindestlohn, Renten sichern, klimaneutral wirtschaften.“

Scholz hat endlich ein Ziel gefunden: Deutschland soll das erste Industrieland werden, das CO2-neutral produziert.

 Scholz punktet vor allem, weil er nicht über gravierende Fehler stolpert.

 

 

 

Fazit: Im dritten Dreikampf beantworten die Spitzenkandidaten die meisten Fragen erneut zu vage. Bei den Ausweichtaktiken wurde  schon im zweiten Triell vom Moderatorenteam zu wenig hart nachgefragt. Wenn beispielsweise Laschet schwadroniert, er werde die Stellschrauben anpassen, müsste nachgehakt werden: Welche Stellschrauben? Wo und wie sollen sie angepasst werden?  Nach dem dritten Triell kommt Scholz erneut gut weg. Laschet und Baerbock gewinnen aber weiter an Terrain. Ist ihnen auch aufgefallen, dass die Moderatoren die  Einwanderungs- und Asylpolitik gemieden haben? Absichtlich? Die Aussen- und Sicherheitpolitik und wie sich Deutschland künftig  gegenüber Russland und China verhalten sollte, kamen nicht zur Sprache.

Im letzten Triell sind sogar die beiden Moderatorinnen parteiisch. Sie verschonen die grüne Kandidatin offensichtlich vor harten Fragen. Das Rennen bleibt nach wie vor offen und spannend.

Ich bin vorsichtig, wenn ein Kandidat wie Laschet schon heute abgeschrieben wird. Sei es, weil er kein Kanzlergesicht hat oder weil manches, was er tut, ins Lächerliche gezogen wird. Kohl, der als Birne und Trampel belächelt wurde, lässt grüssen. Entscheidend ist, ob ein Kandidat die Menschen in Deutschland ernst nimmt und versteht.

 

Wir dürfen nach dem letzten Dreikampf nicht vergessen:

Die Partei wird gewählt, nicht der Kandidat.

 

 

 

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* Marcus Knill, Kommunikationsexperte.


Montag, 20. September 2021

Laschet holt auf

 

ARD Deutschlandtrend: Welche Partei würden Sie wählen?


Mittwoch, 15. September 2021

Papst ist gegen EHE FUER ALLE

»Die Ehe ist die Ehe.«

Papst Franziskus



 

Montag, 13. September 2021

Laschet und seine acht Berater

 

Marcus Knill. Zwei bis drei Wochen vor der Bundestagswahl versucht Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit einem Expertenteam aus dem Umfragetief ...

Marcus Knill

Zwei bis drei Wochen vor der Bundestagswahl versucht Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit einem Expertenteam aus dem Umfragetief zu kommen. Ob der Support durch die vier Männer und vier Frauen geschickt ist, darf bezweifelt werden.

Laut Medienspiegel sehen zwar einige Journalisten das Beiziehen eines sogenannten «Zukunftsteams» als geschickte Handlung in der Not. Doch kann die Unterstützung dieser Experten auch als eine Schwäche ausgelegt werden. Das Aufgebot signalisiert: Es muss mit Laschet arg bestellt sein, wenn er sich nicht mehr selbst helfen kann. Dass Politiker sich beraten lassen, ist normal. Aber weshalb benötigt er acht Köpfe, die ihn unterstützen?

Laschets Begründung, es sei für ihn immer wichtig gewesen, dass die CDU als Team sichtbar werde, überzeugt nicht. Sich so kurz vor den Wahlen noch als Teamplayer zu präsentieren, ist zu spät. Er hatte genug Zeit, im Alltag seine Teamkompetenz zu zeigen. Ob acht Personen die CDU auf Erfolgskurs bringen können?  

In der ARD-«Tagesschau» wurde das Wahlkampfteam vorgestellt:

Ex-Fraktionschef Friedrich Merz soll für die Bereiche Wirtschaft und Finanzen zuständig sein, Dorothee Bär für das Thema Digitalisierung. Für die Bildungspolitik soll Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien stehen, für den Bereich «gleichwertige Lebensverhältnisse» die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch. CDU-Vize Silvia Breher soll das Thema Familienpolitik übernehmen. 

Als Kulturbeauftragter wurde der Musikmanager Joe Chialo präsentiert, der sich in Berlin-Spandau um ein Direktmandat im Bundestag bewirbt. Unionsfraktionsvize Andreas Jung soll die Klimaschutzpolitik verantworten, der Terrorismusexperte Peter Neumann vom Londoner King’s College wird für innere und äussere Sicherheit zuständig. Neumann sei «einer der Wissenschaftler, die Wissenschaft auch in praktische Politik übersetzen können», sagte Laschet bei der Vorstellung im Konrad-Adenauer-Haus in der ARD.

Zu viele Köche verderben den Brei! 

Ich habe bei Schweizer Politikern gesehen, dass zu viele Experten oder Berater kontraproduktiv sind. Selten ziehen alle am gleichen Ende des Strickes. Ich habe bei verschiedenen Politikern hinter die Kulisse geblickt und mehrmals gesehen, dass prominente Führungspersönlichkeiten durch viele Berater verunsichert wurden und sich der Aufwand nicht gelohnt hatte.

 

Donnerstag, 9. September 2021

Gut gebrüllt Frank A.Meyer

 

Frank A. Meyer über die Berichterstattung zur Bundestagswahl. Erfolg bringt Erfolg. Publiziert: 09.09.2021 um vor 1 Minute. frank & frei.

Mittwoch, 8. September 2021

Fall Spiess-Hegglin

Tamedia gewinnt vor dem Zuger Obergericht

Michèle Binswanger darf ein Buch über die Vorkommnisse an der Zuger Landammannfeier von 2014 schreiben.
 

Kommentar:

Der Entscheid  ist ein Signal, dass die Presse- und Meinungsfreiheit in der Schweiz keine Hohlformel ist.

Was ist, darf einfach nicht sein

 Auch wenn ganze Klassen angesteckt sind:

Corona-Chaos an Schulen EDK-Präsidentin: «Ziel ist, dass die Schulen offen bleiben»

Montag, 6. September 2021

Der verbale Patzer von Scholz

Jens Spahn empört  

Scholz nennt Geimpfte „Versuchskaninchen“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) sprechen im Kabinett miteinander (Archivbild vom 1. September 2021)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) sprechen im Kabinett miteinander (Archivbild vom 1. September 2021)Foto: Getty Images

Die 50 Millionen Geimpften in Deutschland sind „Versuchskaninchen“?

Mit dieser Aussage sorgt SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) für mächtig Wirbel und erntet harsche Kritik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) und dem Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet (60, CDU).

▶︎ Rückblick: Scholz hat auf Wahlkampfveranstaltungen beim Werben für das Impfen davon gesprochen, dass die mehr als 50 Millionen Geimpften in Deutschland „Versuchskaninchen“ für die noch nicht geimpfte Bevölkerung seien. (Quelle BILD)

 

Montag, 30. August 2021

Verzichten Sie im Büroalltag diese Wörter

Eine richtige Kommunikation im Beruf unverzichtbar. Welche Wörter Sie dabei weglassen sollten, wenn Sie in Ihrer Karriere vorankommen wollen, erfahren Sie hier. 

Die Macht der Worte - Gedankenwelt


Wer sich zu häufig entschuldigt, der wirkt unsicher. Besonders Frauen neigen dazu, sich öfters zu entschuldigen. Dabei ist nicht die Rede von Entschuldigungen, wenn man wirklich Mist gebaut hat. Diese sind angebracht und zeugen von Anstand.

Doch häufig entschuldigen sich Menschen für etwas, für das sie sich gar nicht entschuldigen müssen. So auch vielfach im Voraus einer Situation: «Sorry, dass ich dich störe …» zum Beispiel. Dadurch wird eine gute Absicht heruntergezogen. Unnötige Entschuldigungen sollte man besser aus seinem Wortschatz verbannen und nur darauf zurückgreifen, wenn es eine Situation auch wirklich verlangt.

Wer etwas tun «muss», der wirkt hektisch und vermittelt das Bild, dass er unter Strom steht. Ausserdem wirkt das Modalverb demotivierend. Besser ist es zu sagen, dass man etwas tun «möchte» oder «wird». Das lässt den Sprecher nicht so klein wirken und zeugt von mehr Motivation.

Hängt man hinter einen Satz einen zweiten an und beginnt diesen mit «aber», dann hat der Zuhörer sofort alles Vorangehende vergessen. Auch wenn das, was vorher gesagt wurde, positiv war, wirkt die ganze Unterhaltung plötzlich negativ und der Fokus liegt auf den hinten angehängten Einschränkungen.

Besser sollte man auf «noch» setzen. Wie beispielsweise in «Das habe ich noch nicht erledigt.». Das vermittelt, dass bei mehr Zeit das Gewünschte noch gemacht werden kann, es wird aber nicht komplett eingeschränkt.

Auf «egal» sollte nie zurückgegriffen werden. Denn mit diesem kurzen Wort raubt man sich das eigene Mitspracherecht. «Egal» dient meist dafür, sich aus schwierigen Entscheidungsprozessen herauszuziehen. Man sollte aber zu allem eine Meinung haben, nur das wirkt selbstbewusst und überzeugend. Wenn man sich nicht sicher darüber ist, was man von etwas hält, dann sollte man wenigstens eine gute Begründung auf den Tisch legen. Sonst wird man von den wichtigen Entscheidungsträgern im Büro nie wahrgenommen.

Wenn man etwas «versucht» zu tun, dann wirkt das unsicher. Dieses Wort impliziert, dass man sich etwas nicht zutraut. Schluss damit! Wenn man etwas versucht zu tun, dann tut man es auch. Also besser auf «Ich mache das» als auf «Ich versuche das» setzen.

«Irgendwann» oder «vielleicht» sind schwammige Begriffe und deuten auf einen unbestimmten Zeitraum hin. Besser ist, darüber nachzudenken, wann etwas erledigt werden kann: «Sobald ich das erledigt habe, kann ich mit dem andere beginnen.» Man sollte immer genau ausformulieren, was es zum Erreichen des Ziels braucht.

Wer etwas «gut» oder «nett» findet, der wirkt, als ob er keine eigene Meinung hat. Diese Wörter sind schwammig und können alles mögliche bedeuten. Besser auf prägnantere Adjektive zurückgreifen, die mehr über die Meinung des Sprechers preisgeben.

Verwendet ein Sprecher ununterbrochen Füllwörter, ist beim Zuhörer die Konzentration schnell im Keller. Es wirkt, als nehme das Gespräch kein Ende. Unsichere Wörter, wie «Halt», «äh» oder «tja», sollten daher besser nicht verwendet werden, weil so ellenlange Schachtelsätze gebildet werden, die es dem Gegenüber nicht einfach machen, gedanklich beim Gespräch zu bleiben. Quelle: VAYAMO