Freitag, 8. November 2013

Für die Nazis war das entartete Kunst

Die Bilder:

Quelle NZZ:

Feuilleton
Mehr als 21 000 Kunstwerke wurden in der Zeit des Nationalsozialismus aus deutschen Museen beschlagnahmt, weitere 600 000 in diversen Ländern Europas geraubt. Nur ein Teil davon wurde an die rechtmässigen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben. Der Münchner Kunstfund macht Hoffnung. Zu Recht?Mehr

Gouache von Franz Marc, die eine Landschaft mit Pferden darstellt. Die Herkunft dieses Werke ist gesichert, es soll aus dem Kunst- und Gewerbemuseum in Moritzburg stammen.


Ein Gemälde des Malers Otto Dix aus dem Münchner Kunstfund

Kunstfund in MünchenStaatsanwaltschaft will 590 Bilder veröffentlichen

Der massive Druck aus dem In- und Ausland nach dem Münchner Kunstfund zeigt Wirkung: Alle Bilder aus möglichem NS-Raubgut sollen in Kürze veröffentlicht werden. 

Donnerstag, 7. November 2013

Die Zukunft der neuen Kommunikationsmittel

Vorteile und Nachteile  der alten und neuen Kommunikationsmittel


Früher dominierte die mündliche Kommunikation, das Briefeschreiben,
das Lexikonwissen.
Die Beschaffung der Informationen war aufwändiger, brauchte mehr Zeit und die Menschheit litt noch nicht unter der Informationslawine.

Heute ist Wissen global abrufbar. Der Computer, das Netz, Handy, Mails erleichtern den Austausch und die Suche nach Informationen.
Chatten, Bloggen, Twitter, Facebook sind Kunstwörter, die in der Kommunikationslandschaft dominieren.
Wir sind rund um die Uhr erreichbar. Wir werden mit Informationen überhäuft.



 

Jugendliche "plaudern" sich den Finger wund.

Die Gefahren: Wir kommen nicht mehr zur Ruhe. Heute sind unendliche viele Menschen bereits ständig online. Wir können sogar Internet-süchtig werden. Die ständige Nutzung kann unsere Gesundheit negativ beeinflussen (Augen- zu wenig Bewegung- Haltungsschäden).
Der negative Einfluss der Handystahlung (auf das Gehirn) ist zur Zeit noch nicht richtig erforscht.

Wir werden zu gläserne Menschen. Was ins Netz gestellt wird, ist irreversibel. Die Jugend setzt sich heute von der älteren Generation mit Akronymen (Kunstwörtern) ab.
Die Kurzform der Sprache beeinflusst aber auch die Sprachkompetenz beim Formulieren negativ und hat auch einen schlechten Einfluss auf die Rechtschreibung.
Mails ersetzen immer mehr das Briefeschreiben. Mails und SMS sind nicht mehr weg zu denken. Sie erleichtern die Alltagsgeschäfte.
Die "tete à tete" Kommunikation hat sich enorm verändert. Wir unterliegen aber dem Stress, ständig auf Empfang sein zu müssen. Der Besitz eines Handys oder Smartphones wird zum Zwang.
Vielen Jugendlichen werden die Kosten für die Nutzung ihrer Handys, Smartphones und die ständigen SMS Rechnungen zu einem grossen Problem.
Viele kennen  die Gefahren der modernen Kommunikationsmittel  zu wenig.
Der Missbrauch von Texten und Photos bringt immer wieder zusätzliche Probleme (Cyber Mobbing/ Internet Mobbing).
Bösartige Programme schaffen es heute in den Google Play-Store. Trotz Sicherheitsmassnahmen. Man kann zwar zusätzliche Antiviren App installieren - zur Zeit noch.
Bleiben wir uns bewusst: Wir können ständig überwacht werden. Einige legitime Apps haben  eine ungesunde Neugier entwickelt und werden zu Schnüffel-Apps. Informationen, private Bilder und Texte sind für alle abrufbar und lassen sich missbrauchen und bleiben im Netz. Mit allfälligen gravienden Schäden - vielleicht erst später bei der Stellensuche.
Jugendliche müssten im Gebrauch der neuen Kommunikationsmittel professionell ausgebildet werden (sie müssten die Gefahren kennen und die korrekte Handhabung neu erwerben).


Meine Prognose:

Die Entwicklung in Richtung neuer Technologieen wird im rasanten Tempo weitergehen. Gesprochene Worte werden demnächst mit einem Stimmerkennungsprogramm geschrieben werden können - auf Wunsch wird der Text sogar übersetzt.
Die Spuren, die wir im Netz hinterlassen, können beliebig ausgewertet werden.  Die Orwellsche Prognose ist wahrscheinlich nur der Summton der tatsächlichen Weiterentwicklung - bis hin zum völlig gläsernen Menschen.
Der Wunsch nach echten persönlichen Kontakten wird anderseits wachsen. Stammtischforen - ohne Kommunikationsinstrumente - sind ein Urbedürfnis des Menschen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man künftig für persönliche Diskussionsrunden etwas zahlen muss.
Ein SMS kann die emotionalen Elemente nie dermassen übermitteln, wie es eine persönliche Begegnung tun kann (Stimmfarbe, Mimik, Gestik usw.)

D.h. Die zwischenmenschliche Kommunikation wird nicht aussterben.
Behörden und Führungsgremien werden sogar wichtige Meetings ohne elektronische Geräte abhalten. Denn: Jedes Protokoll ist knackbar.
Telefonate können überall abgehört werden.

Briefe sind im Gegensatz zu Mails zwar ineffizient. Ein handgeschriebener Brief kann nicht an 100 Personen weitergesandt werden. Doch erhalten Briefe künftig einen besonderen Wert, weil das Gegenüber die Handschrift und den Sonderaufwand zu schätzen weiss.

FAZIT: Die Meisterung der Informationsfülle, der Informationsschwemme, - lawine wird wohl zum Hauptproblem. Damit müssen wir umgehen lernen. Die Menschen müssen aus der immensen Fülle von Informationen das Wichtige, das Wesentliche herausschälen können. Das ist die neue Herausforderung


LINKS:

Nachdem bis zum heutigen Tage die Information lawinenartig zu einer Informationsflut angewachsen ist, ist der Umgang mit der Informationsfülle zu einem ...
www.rhetorik.ch/Information/Information.html


13. Nov. 2010 ... Am 10. November referierte Christian Doelker an der Kantonsschule Schaffhausen über die Auswirkungen der Medienflut. Der Organisator der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/11_13/

9. Apr. 2007 ... Barbara Hans schreibt im Spiegel in einem Artikel "Cyber mobbing gegen ... Cyber-Bullying heisst dieser neue Trend aus Grossbritannien: ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/04_09/index.html

12 Nov. 2011
Sexting hat seinen Ursprung im angelsächsischen Raum und ist dort weit verbreitet: Gemäss einer aktuellen amerikanischen Studie der «American Public Health Association» geben 13 Prozent der High School-Schüler an, ...
17. Aug. 2007... Artikel zum Thema: Cyber Mobbing ... Eine neue Form des Mobbing beklagt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Sie findet, die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/08_17/index.html

Mittwoch, 6. November 2013

Streitkultur

Wann soll man öffentlich streiten?

Vor wenigen Tagen habe ich einen Workshop moderiert zum  Thema: Konflik- Kritik- und Streitgespräche.
Dabei haben wir ein paar grundsätzliche Erkenntnisse zusammengetragen. Das Wichtigste ist das Austragen der Differenz unter vier Augen und zwar möglichst rasch. Es gibt bei der Streitkultur bewährte Spielregeln. Wäsche soll beispielsweise nicht in der Oeffentlichkeit ausgetragen werden.


Zwischen Experten besteht  ein Konkurrenzverhalten und es besteht dabei - wie in der Politik - rasch die Gefahr, dass  gegenseitige Kritik eskaliert und über die Medien oder Facebook ausgetragen wird. Jüngstes Beispiel (Ich zitiere Blick-onlie):

Krach der Politik-Experten«Stämpfli verkommt zur Karikatur»

Gerne erklären Michael Hermann und Regula Stämpfli den Schweizern die Politik. Doch die beiden teilen noch eine weitere Leidenschaft: Streiten.

play Regt sich auf: Politologin Regula Stämpfli. (ZVG)
Die bekanntesten Schweizer Politexperten liegen sich wieder einmal in den Haaren. Nachdem Regula Stämpfli eine Auswertung von Michael Hermann zur der Erwerbsquote von Frauen auf Facebook lautstark kritisierte, schlägt letzterer heute in seiner Kolumne im «Tages-Anzeiger» zurück.
«Irgendwo hat auch meine Gutmütigkeit Grenzen», schreibt Hermann. Viele von Stämpflis Kritikpunkten, auch an seiner Arbeit, seien im Ansatz berechtigt, sagt er. «Leider sind sie dermassen überzogen, dass sie und ihre Absenderin immer mehr zur Karikatur verkommen.»

Auf ein Neues

Der Politgeograf der Uni Züri betont in seinem Artikel, dass Stämpfli zwar zu Recht männlichen Sexismus anprangere, zugleich aber selbst Männer nach Äusserlichkeiten bewerten würde.
Nicht das zum ersten Mal prallen die beiden prominenten Denker aufeinander: Als Hermann 2010 der SVP für das darauffolgende Jahr einen Wahlerfolg prophezeite, griff Stämpfli zum verbalen Zweihänder und unterstellte ihm den «politischen Reflexionsgrad eines Planktons». (mas)


KOMMENTAR: Ich habe verschiedentlich das Verhalten der bekannten Politologin Regula Stämpfli kommentiert und gesehen, dass sie mit ihren ungefilterten Aussagen immer wieder von sich reden machte:
LINKS:

29 Juli 2013
21.03.2012 - Ich habe einmal die bekannte Politologin einer Institution bewusst als Referentin empfohlen, weil ich wusste: Wenn Regula Stämpfli spricht, ... Sie haben diese Seite oft aufgerufen. Letzter Besuch: 06.06.13.
12 Juni 2013
Antworten von Regula Stämpfli, die zu denken geben (Aus einem Interview aus dem TAGI) «Gefallen ist nicht mein Ding»: Regula Stämpfli (Bild vom 8. Januar 2013). Es kümmert Sie kein bisschen, wenn Sie anecken?
21 März 2012
Ich habe einmal die bekannte Politologin einer Institution bewusst als Referentin empfohlen, weil ich wusste: Wenn Regula Stämpfli spricht, kommt es zwangsläufig zu Reaktionen. Tatsächlich war ein Teil der Anwesenden ...
08 Juni 2013
Als Ersatz für Stämpfli für die Sendung am Montag wird nun Journalist René Zeyer einspringen. Für den Talk-Profi steht aber fest: Mit Regula Stämpfli will er nichts mehr zu tun haben. Er wirft sie deshalb per sofort aus seinem ...
http://knill.blogspot.com/
11 Juli 2013
Des halb etwa errang aus der Kaste der immer häufiger ins TV-Studio gerufenen Politologen Regula Stämpfli die feminine Monopolstellung. Dies galt auch für Radio 1, wo sie über fünf Jahre lang mit ihrem Exklusivangebot ...
25 Okt. 2012
Kommentar: Regula Stämpfli hatte Glück. Der Presserat hat die Beschwerde gegen sie zurückgewiesen. Damit ist Stämpfli mit einem blauen Auge davongekommen. Ich vermute: Die Welle an harter Kritik in den Medien wird ...
24 Okt. 2013
Politikerinnen wie Anita Fetz, auch die Politologin Regula Stämpfli und viele Frauenrechtlerinnen wehrten sich in den Medien lautstark gegen die angeblich gezielte Ausklammerung von bekannten Frauenfiguren.
23 Okt. 2010
Politologin Regula Stämpfli ist ausser sich: Weil ihr Berufskollege Michael Hermann der SVP einen Wahlsieg voraussagt, beschimpft sie ihn als «Plankton», das von der Rechtspartei bezahlt werde. storybild. Greift an: Regula ...
http://knill.blogspot.com/

Auch 20 Min thematisiert den Streit:

Stämpfli vs. Hermann



Politologen geben sich wieder Saures

Ist Michael Hermann der Totengräber der Demokratie? Oder Regula Stämpfli eine Karikatur? Der Streit zwischen den beiden Kommentatoren geht in die nächste Runde.

storybildRegula Stämpfli hat sich einmal mehr auf den Politgeografen Michael Hermann eingeschossen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Eine Zeit lang herrschte Burgfrieden – doch im August setzte Stämpfli zu einer neuen Attacke an. Hermann hatte für den «Tages-Anzeiger» errechnet, welche Parteien Sieger und Verlierer der ersten Legislaturhälfte sind. «Lackierte Fliegenkacke», kommentierte Stämpfli in ihrem Blog auf news.ch. «Demokratie ist keine Zählpornografie. Demokratie lässt sich nicht vermessen, ebensowenig wie die Menschen.» Wer Politik nur als Wettbewerb mit Siegern und Verlieren verstehe, errichte eine Diktatur der Mehrheit, kritisierte die Politologin.

«Ich bin echt am Durchbeissen»

Und jetzt geht der Knatsch in eine neue Runde. Auslöser ist ein Artikel der «SonntagsZeitung», in dem Hermann mit Blick auf die Familieninitiative der SVP analysierte, wie hoch der Anteil der Hausfrauen in den einzelnen Regionen ist. Ein Ergebnis der Studie ist, dass 40 Prozent der Frauen von Männern, die in einer Unternehmensleitung sitzen, nicht berufstätig sind. «HILFEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE. Welch doofe Studien schneien denn heute noch rein?», schrieb Stämpfli daraufhin auf Facebook.
«Ich bin echt am Durchbeissen, grad», kommentierte sie. So ein irrdoofes Schuldzuweisungskarussell an Frauen: Klar doch stamme es von Michael Hermann. Stämpfli kündigte in aller Bescheidenheit eine «geniale» Kolumne im «Blick am Abend» an: «Es ist Zeit für mehr als Plankton.» Die Kolumne von gestern fiel dann nicht ganz so angriffig aus. Stämpfli machte sich lustig über «hochwissenschaftliche Erkenntnisse», wie jene, dass es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Übergewicht gibt. Und eben jene von Hermann über die Gattinnen von Bossen: «Damit ist dann auch das Rätsel gelöst, warum immer am helllichten Tag so viele edle Geländewagen vor dem Globus stehen.»
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Die zwei Ellen von Feministinnen

Der Angriffe überdrüssig schlägt Hermann in seiner Kolumne im «Tages-Anzeiger» zurück: «Irgendwo hat auch meine Gutmütigkeit Grenzen.» Er wehrt sich gegen den Vorwurf Stämpflis, die Vermessung der Demokratie führe zu deren Abschaffung. «Ich bin eher der Meinung, dass es ein Merkmal von Diktaturen ist, auf sorgfältiges Auszählen von Wählerstimmen zu verzichten.»
Hermann nimmt auch Feministinnen und Linke aufs Korn: Sie würden mit zwei Ellen messen. «Etwa bei Feministinnen, die bei männlichem Sexismus ‹Aufschrei› rufen, selber jedoch öffentlich und breitbeinig die Männer nach Äusserlichkeiten sortieren.» Oder bei überzeugten Linken, die gegen die Unmenschlichkeit rechter Politik ankämpften, jedoch nichts dabei fänden, auf den Tod einer rechten Politikerin – gemeint ist Margret Thatcher – ein «Gläschen zu trinken» oder den Absturz eines Kampfjets als sinnvolle Reduktion der Flottenstärke zu kommentierten.

«So wird sie zur Karikatur»
Der Politgeograf sieht seine Kontrahentin als klassischen Fall einer sich selbst verstärkenden Ausgrenzung. Das «Stämpfli-Prinzip» funktioniere so: Attacken lösten Gegenattacken aus. Statt zu mehr Einfluss verhelfe es zwar zu Aufmerksamkeit, mittelfristig führe es jedoch zu Ausgrenzung. «Dies wird von den Betroffenen als Bestätigung gesellschaftlicher Ungerechtigkeit gesehen, und dem wird nicht selten mit noch wütenderen Angriffen begegnet.» Durch ihre überzogene Kritik werde Stämpfli zu einer Karikatur, bedauert Hermann. Obwohl sie «durchaus etwas zu sagen hätte».
Auf Anfrage erklärte Stämpfli, sie wolle nicht auf die Vorwürfe von Hermann eingehen.
Abgehobene Politologin mit Allüren.
DIE LESERECHOS SPRECHEN FUER SICH:

  •  Egal zu welchen (politischen) Themen sich Frau Stämpfli äussert, sie wirkt dabei jeweils selbstverliebt, überheblich und arrogant. All das versucht sie nervös mit zynischen Sprüchen und erfolglosem Witz zu kaschieren, was sie noch hyperaktiver wirken lässt als eh schon zu ertragen ist. Erschallt ihre Stimme in einer Sendung, schaltet mein Radio bereits automatisch den Sender um. Schade eigentlich, denn mit etwas weniger Theater und Gehabe würde ihr auch zugehört!
  • Reto K

    Politologin oder Meinungsmacherin?

    Stämpfli wäre mit ihrer ultralinken, unvervrorenen und gehässigen art eine gute JUSO-Politikerin. Von einer Politologin erwarte ich allerdings einen etwas breiteren Horizont und einen niveauvolleren Umgang mit andersdenkenden.

  • Fritz

    Sieg nach Punkten...

    für Hermann.

  • Beide Seiten fragwürdig

    Ich finde die Art und Weise, wie Frau Stämpfli über Herrn Hermann herzieht, unmöglich. Als Politologin verstehe ich aber, dass sie sich über Herr Herrmanns Analysen aufregt. Diese werden dem Sachverhalt teilweise nicht gerecht. Zahlen müssen immer auch interpretiert und in einen Kontext gesetzt werden. Sonst bringen sie nichts. Warum Frauen von Wirtschaftsbossen weniger arbeiten und lieber zu Hause bleiben, kann viele Gründe haben. Es muss nicht unbedingt damit zu tun haben, dass das klassische Familienmodell vorgezogen wird, sobald genug Geld da ist. Was aber die Zahlen suggerieren wollen.
  • Matheproblem?

    Stämpfli leistet in ihren Aussagen keinerlei Beitrag zur politischen und politologischen Diskussion. Was sie tut, ist reine Polterei ohne Hand und Fuss. (Meine Theorie, die sich in ähnlichen Situationen schon als richtig erwiesen hat: Matheschwäche. Michael Hermann kann dank Zahlen und Mathematik sehr fundierte Politologie betreiben. Stämpfli kann da aber nicht mithalten und sieht nun ihre Position in Gefahr, die sich bloss auf Reden, nicht aber auf solide Mathematik begründet.)


  • Nur noch peinlich

    Die Stämpfli ist peinlich! Verbale Hektik ersetzt geistige Windstille!





  • Bruno G

    Kindergarten

    Und die beiden wollen auch nur ansatzweise etwas wissenschaftliches an ihrer Arbeit für sich in Anspruch nehmen? Das sind einfach zwei extreme politische Gegenpole, welche sich auf Kindergartenniveau gegenseitig niederschreien wollen. Nennt sich denn heute jede(r) Extremist(in) "Politolog(in)"? Am besten sollten die Medien die beiden einfach ignorieren und nichts mehr von den beiden abdrucken oder sonstwie veröffentlichen
  • Ungutes Gefühl

    Wenn ich Frau Stämpfli höre, dann kommt immer ein ungutes Gefühl auf. Das Wort "fremdschämen" trifft es am ehesten...

FAZIT: Zur Ehrenrettung des Politgeographen Michael Hermann, muss immerhin festgehalten werden, dass er mit dem Streit nicht angefangen hatte. Er wurde zuerst provoziert und als Plankton beschimpft. Ich bleibe bei der These, dass Streiten gelernt werden muss. Zuerst immer unter vier Augen, mündlich - nicht in der Oeffentlichkeit. Diese Meinung habe ich auch immer bei den Auseinandersetzungen im Bundeshaus vertreten und hat sich auch als Prinzip bei meiner Arbeit als Ombudsman gewährt. Es ist unbestrittenermassen schwierig, souverän,  ruhig und gelassen zu reagieren, wenn man provoziert wird.  Beim aktuellen Duell Stämpfli-Hermann wäre es spannend zu erfahren, welche Seite in der Oeffentlichkeit mehr Punkte verloren hat. Was denken Sie?
IN KLEIN REPORT habe ich folgende Fragestellung zum Verhalten der engagierten Politologin gefunden:

«Die einen nervt sie bis aufs Blut, andere sind von ihr begeistert. Die Berner Politologin Regula Stämpfli polarisiert extrem und scheint gerade daran grossen Spass zu haben. Regula Stämpfli wird lieber als Nervensäge bezeichnet, als dass man denken könnte, sie sei langweilig. Zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland pendelt die dreifache Mutter regelmässig hin und her und analysiert in verschiedenen Medien das Zeitgeschehen.
Diplomatie und Feinfühligkeit sucht man in ihren Kolumnen vergebens. Dafür stösst man umso mehr auf pointierte und immer wieder auch verletzende Aussagen über Politiker, Journalisten und Personen der Öffentlichkeit. So sagte sie über einen Berufskollegen, er habe die Intelligenz eines Planktons, beleidigte nach einem tragischen Carunfall mit belgischen Kindern deren Heimat und provozierte einen öffentlichen Streit mit einer prominenten Journalistin. Was treibt diese hochintelligente Frau an?
Ich zitiere swiss-lupe:



 Kommmentar:

Als Politologin würde ich mich nicht politisch so einseitig festlegen (parteipolitisch!). Jedenfalls ist es unklug, dies im Netz noch zu publizieren. Schade!

LINKS:
29. Juni 2002 ... Streiten, Argumentieren. ... Wer jedoch das "konstruktive Streiten" nicht gelernt hat, läuft Gefahr, normale Meinungsdifferenzen unverhofft zu ...
www.rhetorik.ch/Streiten/Streiten.html
10. März 2012 ... Streiten am Telefon ist auch problematisch, weil im Prinzip das Gespräch leicht aufgenommen werden kann. Das ist Mel Gibson passiert.
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/03_10a/

Dienstag, 5. November 2013

Die Frage ist die Königin der Rhetorik

Ich höre immer noch meinen Lehrer, der uns geraten hatte:
Passt besser auf! Stellt keine Fragen!

Wer im Unterricht gefragt hatte, war aus seiner Sicht  dumm.

Ich erteile heute Seminare mit dem Titel: FRAGEN statt SAGEN.
Ich zitiere:


Rolf Dobelli stellt nichts als Fragen

Schweizer Bestseller-Autor als neuen Kolumnisten gewonnen.

Zuletzt war Rolf Dobelli, Schweizer Erfolgsautor, mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Nun sorgt er wieder für positive Schlagzeilen. Neu wird der 47-jährige Luzerner allwöchentlich für die deutsche Zeitschrift "Stern" schreiben. In einer neuen Kolumne stellt er ausschliesslich Fragen. Den Anfang macht das Thema "Ehe": "Schlafen Sie noch getrennt, oder essen Sie schon getrennt?", "Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie Ihre schlafende Frau (Ihren schlafenden Mann) betrachten?" oder "Hat Ihre Ehe zu den erwarteten Synergien geführt?", fragt er beispielsweise. 
Im Editorial begründet "Stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann seine Wahl folgendermassen: "Ganz im aufklärerischen Geist regt uns Dobelli an, selbst zu denken. Folgt man seiner eleganten Feder, wird daraus niemals schweisstreibende Grübelei, sondern stets ein intellektuelles Vergnügen."
Zuvor war Dobelli Kolumnist der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (bis Ende 2011), der "SonntagsZeitung" (2010-2012) und der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" (bis Oktober 2012) gewesen. Die Bücher "Die Kunst des klaren Denkens" und "Die Kunst des klugen Handelns" stellen Zusammenstellungen dieser Kolumnentexte dar. Sie standen monatelang auf der "Spiegel"-Bestsellerliste und wurden in über 30 Sprachen übersetzt. (Stern/as)
Bild: Keystone

KOMMENTAR: Ich las mit grösstem Interesse Dobellis "Kunst des klaren Denkens".
Trotz Plagiatsvorwürfen schätzte ich stets Dobellis verständliche Darlegung komplexer Phänomene.
Ich werde sicherlich künftig auch seine neue Kolumne gerne lesen.
LINKS:

Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen.
www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Antworttechnik.html
7. Mai 2008 ... Die Frage ist das wichtigste Instrument der Dialektik. Dank Fragen kommt die Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen. Dank der Frage erhalte ...
www.rhetorik.ch/Fragen/Fragen.html
27. Apr. 2007 ... Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen.
www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Indiskret.html
Ein Interview ist mehr als nur das Stellen vorbereiteter Fragen. Gute Interviews zu führen ist eine Kunst, die erlernt werden kann. Nachfolgend werden Bausteine ...
www.rhetorik.ch/Interviewtechnik/Interviewtechnik.html
7. Okt. 2009 ... Vor Interviews, Präsentationen, Vorstellungsgesprächen oder Meetings haben viele grosse Angst vor Fragen. Die Furcht davor, keine ...
www.rhetorik.ch/Fragen/Frageangst.html

MZ Bürger-Reporter


OB Dr. Volkmar Kunzes Fehlverhalten im Spiegel der internationalen Presse

°Mea culpa hilft nicht immer!° Zeitz in einem Artikel der schweizer Zeitschrift "persönlich" (Foto: knill.blogspot.com)
Eine Reihe von Fragen, die Dr. Volkmar Kunze noch immer nicht beantwortet hat, könnte der Auslöser für weitere Kampagnen gegen ihn werden.
Das Schweizer Wirtschaftsmagazin der Kommunikation "persönlich" wird sich in seiner August/September-Nummer mit Vorgängen in Zeitz beschäftigen. Das Fazit des Beitrages "Mea culpa hilft nicht immer" von Marcus Knill, Experte für Medienrhetorik, klingt so: " Ein unglaubwürdiges Mea Culpa kann grobes Fehlverhalten nachträglich nicht mehr wettmachen! Die Welle der Empörung ebbte nicht ab. Im Gegenteil: Der Rücktritt ist vorprogrammiert, doch nur, wenn die Opposition die Gunst der Stunde zu nutzen und das Fehlverhalten auszunutzen versteht. Wobei unter Fehlverhalten nicht die Reise, sondern die Zeit danach gemeint ist."
Die Zeit danach, wie sie Marcus Knill nennt, ist gekennzeichnet durch Ignoranz und Arroganz. Oder wie sonst soll die Nichtbeantwortung von Bürgerfragen gewertet werden?
Die unqualifizierte Reaktion des Oberbürgermeisters auf die Kritik des Landesrechnungshofes soll an dieser Stelle unkommentiert bleiben.
Der vollständige Artikel von Marcus Knill ist  unter www.persoenlich.com zu lesen.

Montag, 4. November 2013

Unverständlicher Entscheid

Nicht die Universität - nur ein Dozent schoss den Vogel ab- mit dem Gratiszeitungverbot

Wenn ein Dozent glaubt,  sein Verbot der Gratiszeitungen an der Universität sei sinnvolle Medienerziehung, so mangeln ihm Kenntnisse über Journalismus, Medien und Wahrnehmungspsychologie.
Der Entscheid - die Gratisanzeiger zu verbieten - war mehr als unglücklich. Es ist ein Rohrkrepierer.

Ich zitiere BLICK:


Zensur an der Uni Zürich: Dozent verbietet Gratiszeitungen  

 Dozent verbietet Gratiszeitungen


Zensur an der Uni ZürichDozent verbietet Gratiszeitungen

ZÜRICH - Ein Dozent der Uni Zürich verbietet seinen Studenten, «Blick am Abend» und «20 Minuten» im Hörsaal zu lesen. «Lächerlich!», heissts sogar im Büro des Uni-Rektors.

 
Zeitungs-Verbot am Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft (kurz fög) an der Uni Zürich. In einem Interview im Medienmagazin «Edito» sagt Mark Eisenegger, Co-Leiter des fög, freimütig: «Wir verbieten, dass Studierende Pendlerzeitungen in den Vorlesungsraum mitnehmen. ‹20 Minuten› oder ‹Blick am Abend› gehören nicht in eine Universität oder Hochschule.»
Das am Professorenpult ausgesprochene Leseverbot soll die jungen Studierenden dazu bringen, sich mehr für Qualitätsfragen bei Medien zu interessieren. Ein Thema, das sich das Institut als Herausgeber des «Jahrbuchs Qualität der Medien» schon länger auf die Fahnen geschrieben hat.

«Es wäre lächerlich, Gratiszeitungen zu verbieten»

Auf Twitter empören sich Medienschaffende ob der zweifelhaften Qualitätsförderung. Und auch die Uni selbst distanziert sich von den Aussagen des fög. «Die Uni Zürich verbietet keine Zeitungen», sagt Thomas Tschümperlin, Leiter der Rektoratsdienste der UZH. «Ein Dozent kann zwar verbieten, dass man während der Vorlesung Zeitung liest, aber mit in den Hörsaal können die Studierenden nehmen, was sie wollen.»
Die Realität sehe denn auch ganz anders aus. «Im Umfeld des Universitätsgeländes stehen überall Boxen mit Gratiszeitungen. Es wäre lächerlich, wenn man diese verbieten würde», sagt Tschümperlin weiter. Und: «Es gibt auch niemanden, der die Mitnahme der Gratiszeitungen kontrollieren würde.»
Es stellt sich auch die Frage, welche Sanktionen bei einem Verstoss gegen das Gratiszeitungs-Verbot verhängt werden. Auspeitschen? Straflager? Das «Jahrbuch Qualität der Medien» lesen?

Die fög-Dozenten sind verstummt

«Nein, keine Barbareien, Diskussion!», twittert @foeguzh. Denn ganz verbannt sollen «20 Minuten» und Blick am Abend doch nicht werden. Sie seien erlaubt, sofern sie analysiert würden, sagt Eisenegger im Edito-Interview.
Blick am Abend versuchte heute, das fög ans Telefon zu kriegen. Doch weder Eisenegger noch Medienqualitäts-Guru Kurt Imhof waren für eine Stellungnahme erreichbar.

Kommentar: Mit Spannung erwarte ich Reaktionen der Mediengurus. Wetten, dass sie die Zensur nicht gutheissen werden.

Zum EINSTIEG

Lernen benötigt Stimulation

An der Weiterbildungsveranstaltung der Schulen VIVENTA in der Stadt Zürich (unter der Direktorin Pia Kasper) sprach vor einigen Tagen der renommierte  Neuropsychologe und Neurowissenschaftler  der Universität Zürich Lutz Jäncke über:


Interaktion zwischen VERTRAUEN, OFFENER KOMMUNIKATION und einer
MOTIVIERENDEN LEHR- und LERNKULTUR






Bei allen Präsentationen, Vorlesungen und Auftritten schätze ich bei Lutz Jäncke seine Präsenz, seine Begeisterungsfähigkeit, sein enormes Wissen, vor allem seine frei vorgetragenen, verständlichen, bildhaften Gedanken.



Was mir bei diesem Input vor über 200 Lehrkräften erwähnenswert geblieben ist:


EMOTIONEN - BILDER - GESCHICHTEN  verstärken das Lernen!

Unser Gehirn vernetzt und speichert das Wissen dank dieser Stimulanz schneller!

VERNETZUNG ist das Zauberwort!

Gefühle, Erfahrungen fördern das Lernen

Wissen muss verkoppelt werden!

Wir lernen, was stimuliert.

Es ist nicht in erster Linie die Begabung, die uns weiterbringt. Es ist die MOTIVATION, vor allem die interne SELBST MOTIVATION.

Wer lernen will, macht die Hausaufgaben früher, hat weniger Absenzen und lernt rascher.

Lernen benötigt ZEIT. Lernen benötigt Kraft und Power.

SELBSTDISZIPLIN - AUFMERKSAMKEIT/ACHTSAMKEIT - WIEDERHOLUNGEN sind keine Hohlformeln.

Lutz Jäncke bestätigte mir im persönlichen Gespräch, dass das Gehirn gefordert werden will.
Er bestätigte meine Beobachtung bei meiner Tätigkeit: Ich kenne viele ältere Personen, die das Gehirn auch im Alter fordern, die ständig NEUES lernen und das Gehirn nicht pensionieren lassen. Dass wir als gesunde Menschen bis 20 Minuten vor dem Tod immer noch lernen können ist für viele neu. Vor Jahren ging man davon aus, dass das Denken und Lernen ab 50 Jahren schrittweise nachlässt.

Etwas vom Wichtigsten ist für mich die BEGEISTERUNGsfähigkeit für eine Sache.

Das Publikum hat bei Lutz Jäncke erleben können, was es heisst, von einer Thematik selbst begeistert zu sein. Er hat es vorgelebt.

Fazit: Ich kann als Lehrender kein Feuer entfachen, wenn es in mir nicht brennt!