Sonntag, 14. Oktober 2018

Christian Amsler will gegen KKS antreten

KKS empfahl ihm zu kandidieren

Sie weiss, dass er keine Chance hat. (Ihm fehlt die Erfahrung im Parlament und er ist keine Frau)
Amsler weiss anderseits, dass er sich mit der Kandidatur auf nationaler Ebene profilieren kann.

Bildergebnis für Christian Amsler


Christian Amsler (54), Schaffhauser Regierungsrat, will es zwar noch nicht offiziell bestätigen, doch ihm nahe stehende Parteimitglieder wissen laut «Sonntagszeitung»: Er will. Er habe sich definitiv entschieden, gegen Karin Keller-Sutter in den Bundesrats-Wahlkampf zu steigen. Selbst Karin Keller-Sutter habe ihn ausdrücklich aufgefordert, zu kandidieren. Ob er sich für eine Bundesratskandidatur zur Verfügung stelle, werde er an der kantonalen Parteiversammlung am kommenden Donnerstag bekannt geben. (Quelle Blick)

Samstag, 13. Oktober 2018

Salamitaktik als Brandbeschleuniger

Krisenkommunikation - 

Salami-Taktik geht immer in die Hose

 

Weshalb machen Chefs immer wieder die selben Fehler?
In Krisensituationen 
- beschönigen sie
- beschwichtigen
- schweigen
- ignorieren das Problem
- tauchen ab
- wiegeln ab
- wählen die Salamikommnikationstaktik. D.h., sie geben scheibchenweise nur soviel preis, als man muss
- die Krise wird nicht ernst genommen
- man wehrt sich mit Selbstschutzbehauptungen
- und macht Schuldzuweisungen
- Selbstkritik ist ein Fremdwort
- man verzichtet auf einen Hofnarren (Berater), der sagt: "Stopp, so nicht"
- agieren kopflos, unbedacht, unvorbereitet

An ähnlichen schlechten Beispielen mangelt es nicht:
- Susanne Ruoff
- PierinVincenz
- Patrik Gisel
- Pierre Maudet
- Philipp Hildebrand

Die Verhaltensmuster sind vielfach ähnlich.

Die Gründe:
Die Betroffenen sind durch die Machtbefugnisse, durch Geld blind geworden.
Macht macht blind. Sie ist wie eine Droge mit der Nebenwirkung: Man verliert die Bodenhaftigkeit.
Es tritt gleichsam ein Realitätsverlust ein (mir kann nichts geschehen).
Man wird immun auf Kritik.
Wenn die Gier dazu kommt, wird der Mix gefährlich.


(Aus Business-netz):
In einer Krise müssen Chefs kommunizieren. Nur so können sie den Schaden begrenzen, die Glaubwürdigkeit erhalten und das Vertrauen der Öffentlichkeit wiedergewinnen.

Krisenkommunikation
Lernen wir aus den Kommunikationsfehlern von Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg: Vermeiden wirjegliche Salami-Taktik. Es lohnt sich meist alles offen zu legen – und zwar alles. Obeschon Juristen davon abhalten ist Mea culpa ein bewährter Befreiungsschlag

Verbannen Sie die Salami-Taktik in Ihr Zeitmanagement

Die Kommunikationsstrategie Guttenbergs war katastrophal. Erst bezichtigte er die Plagiatsvorwürfe als „abstrus“ und „ich verzichte vorübergehend, ich betone, vorübergehend auf seinen Doktortitel“, um dann im Zuge der Nachforschungen der Medien und vor allem der Internet Community immer häppchenweise eine neue Stellung zu beziehen, die seine vergangenen Äußerungen ad absurdem führten. Im Klartext: Guttenberg wandte eine Salami-Taktik an, die durch den Druck von außen diktiert wurde. Nicht Guttenberg legte alles offen, sondern die Internet Community. Für ein Krisenmanagement die erdenklich schlechteste Taktik, die Sie nur wählen können.

In Krisen gilt vor allem eins: 

Kommunizieren Sie offen, ehrlich und offenbaren Sie alles

Versuchen Sie nichts zu verbergen. Sie werden wie Guttenberg über diese Geheimnisse stolpern. In der heutigen vernetzten Welt bedeutet der Austausch über Wissen und Information Macht – und zwar die Macht aller. Diese Macht sollten Sie nie unterschätzen. Deshalb:

  • zeigen Sie gerade in Krisenzeiten eine erhöhte Transparenz.
  • legen Sie alles offen. Nur so bleiben Sie glaubwürdig. Denn wer nur unter Druck Fehler eingesteht, dem wird später nicht mehr geglaubt.
  • stehen Sie zu gesetzten Standards, die die Unternehmenspolitik bestimmt. Gerade in Krisenzeiten müssen Sie zeigen, dass diese Standards umgesetzt werden.
  • ziehen Sie die richtigen Konsequenzen – und zwar so früh wie möglich. Lassen Sie sich nicht von außen Ihre Handlungsfreiheit nehmen. Zeigen Sie, dass Sie verantwortungsvoll und aktiv (nicht re-aktiv) mit der Krise umgehen.

Freitag, 12. Oktober 2018

Warmer Oktober

Warm wie im Juni

Warm wie im Juni

Im Flachland ist es aktuell sehr warm. (SRF)
Wir baden fast jeden Tag im Pool (22 Grad)
Es ist unsere längste Badesaison.

Hund wie Herrchen

Fotoblog

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die "ENTE" feiert Geburtstag

Die "Ente" war auch unser erstes Auto

(aus Spiegel)

70 Jahre Citroën 2CV 

Sie war die wackligste Erfindung, seit es Autos gibt: Als der erste 2CV von Citroën 1948 erschien, sollte er vor allem billig sein - und wurde unerwartet Kult.


Vier Räder, neun PS, maximal 70 Stundenkilometer - und tausend Abenteuer: Nichts weniger als eine Automobilrevolution stellte der französische Hersteller Citroën am 7. Oktober 1948 auf dem Pariser Autosalon der staunenden Öffentlichkeit vor. Und das sicher nicht, weil ihr neues Modell 2CV raffinierter, stärker oder schneller als die Konkurrenz gewesen wäre. Sondern, weil es so spartanisch war.
Die Grundvorgabe für die Konstruktion lautete: "Ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln (...) bietet, mindestens 60 Kilometer pro Stunde fährt und nur drei Liter auf 100 Kilometer verbraucht". Heraus gekommen war eine Blechdose auf Rädern mit aufrollbarem Dach und dem Kurvenverhalten eines betrunkenen Dromedars. Aber billig war sie - und sparsam. Das reichte.
Bei der Presse stieß das Mobil auf durchwachsene Reaktionen: "Eine Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen", ätzte das französische Satireblatt "Le Canard enchainé" über den 2CV. Und ein niederländischer Journalist schuf ausgerechnet mit dem Ausdruck seiner Verachtung den Kosenamen, unter dem der Wagen für die nächsten Jahrzehnte die Herzen tausender Fahrer erobern würde: "Ein hässliches Entlein".
Nicht, dass je ein Entenfahrer seinen Schatz als "hässlich" bezeichnet hätte. Seiner Ente gab man einen Namen wie einem eigenen Kind. Montierte kleine Gummienten als Galionsfigur auf die geschwungene Motorhaube. Oder verschönerte die hochklappbaren Fenster mit selbstgehäkelten Gardinen. Die "Ente" war nicht einfach ein Auto, sie war ein Statement gegen den Konsumwahn, das erste bisschen Freiheit, dass man sich auch als Bettelstudent leisten konnte, und vor allem: ein Stück blechgewordene Liebe.



Autolegende Citroën 2CV: Die Ente feiert Geburtstag

Mein Endlichen-erwachsen-Vehikel
Katja Iken, einestages-Redakteurin
Welche Farbe hat die Freiheit? Feuerwehrrot. Leuchtend stand sie vor mir, im Juni 1995, meine erste und einzige Liebe auf vier Rädern. Mein Endlich-erwachsen-Vehikel - und erstes großes Finanz-Desaster.
Hunderte Stunden Inventur bei OBI ermöglichten mir im Juli 1995 den Kauf einer Ente in einem Schwarzwälder Kaff. Baujahr? Mängel? Alles egal. Geblendet von ihrer Schönheit, vergaß ich, Geschichtsstudentin im vierten Semester, sogar zu handeln.
Für 1800 Mark gehörte sie mir, dem Landei, das nie zuvor ein Auto besessen hatte, ja nicht einmal einen Freund mit Auto. Vorbei das Trampen, vorbei der Mitfahrgelegenheits-Horror in verrauchten Rostschüsseln: Ab sofort war ich mobil, unabhängig. Überglücklich.
Wie stark ich mich fühlte, als ich das erste Mal mit ihr umzog. Mein gesamtes Eigentum passte in den 2CV, inklusive Sitzsack und Yucca-Palme. Nach Frankreich bin ich geschaukelt, um ein Jahr lang an einer Schule zu unterrichten. Mit 105 Stundenkilometern Spitze - bergab, mit Rückenwind - flogen wir unserem Ziel entgegen.
Nichts konnte meine Enten-Euphorie erschüttern, weder der Kolbenfresser noch die Eiseskälte im Winter. Ein paar Mal haben meine Schüler versucht, das Wackelmobil umzuwerfen, mit mir am Steuer. Ich tat ihnen den Gefallen und simulierte Todesangst. Dabei wusste ich: Die kippt nie um.
Katja Iken neben ihrem Citroën 2CV Club
Katja Iken
Katja Iken neben ihrem Citroën 2CV Club
Ein Jahr später kehrte ich zurück aus Frankreich, deutlich ärmer als zuvor. Als die Bank meine Karte einzog, entschied ich schweren Herzens, meinen geliebten 2CV zu verkaufen. Hätte ich es doch nie getan. Wäre ich doch nie zu diesem Entenhändler ins Darmstädter Industriegebiet gefahren.
Der Automechaniker, schwarzer Zopf, Blaumann, legte sich unter den Wagen. Und spuckte 15 Sekunden später die vernichtende Diagnose aus: Chassis durch, Totalschaden, Unfallwagen, nur notdürftig geschweißt. "Parken Sie da hinten, dann sparen Sie sich die Verschrottungsgebühr."
Jetzt nur nicht heulen, dachte ich. Und tat wie mir befohlen. Dann stieg ich aus, streichelte meine Ente ein letztes Mal, wankte vom Hof. Wie benommen lief ich durch die Straßen. An einer Bude spülte ich meine Verzweiflung mit dem ersten Jägermeister meines Lebens runter. Und tat, was ich stets tat in allergrößter Not: meine drei Brüder anrufen.
Einer rettete mich schließlich aus der Darmstädter Vorstadthölle. Wir fuhren zum Griechen, wo ich einen großen Gyros-Teller aß und beschloss: Das Leben muss auch ohne Ente weitergehen, irgendwie. Ist es ja dann auch.
Trotzdem: Auch nach 22 Jahren gibt es eine mindestens erbsengroße Region in meinem Herzen, die für immer meiner feuerwehrroten Ente gehört.

Montag, 8. Oktober 2018

Herbst

Die wilden Reben verfärben 
sich am Haus

Bildergebnis für wilde Reben im Herbst