Donnerstag, 20. Juli 2017

Wie fit sind Sie im Umgang mit digitalen Medien?

Ohne Regeln geht es nicht

Aus 20 Min:

Hand aufs Herz: Wie fit sind Sie rund um digitale Medien? Wissen Sie, was Ihre Kinder alles am Smartphone und Tablet machen? Hier ein paar konkrete Tipps, wie Sie mit Ihren Kindern Medien verantwortungsvoll nutzen können. 

Zusammengestellt von Michael In Albon, Jugendmedienschutzexperte von Swisscom:


1) Tasten Sie sich gemeinsam mit den Kindern ans Internet ran. Hier ein paar Hinweise zu sinnvollen Inhalten, die sich für jüngere Kinder eignen: ZDFtivi, Einstein, news4kids.de, neuneinhalb.wdr.de, wdrmaus.de, fragfinn.ch, helles-koepfchen.ch, wissen.de, lilibiggs.ch/wissen, grundschulwiki.zum.de


2) Schaffen Sie einen geschützten Einstieg zur Nutzung von neuen Medien, etwa durch einen Familienchat oder Fotobücher – hier kann getestet werden, ohne dass vertrauliche Daten gleich im Internet landen.


3) Legen Sie mit Ihrem Kind klare Regeln fürs Gamen fest, und bieten Sie Alternativen an – auch Grosse spielen gerne mal ein Brettspiel, oft mangelt es jedoch an der Lust der Eltern.


4) Verteilen Sie pro Woche Medienmurmeln an kleinere Kinder. Eine Murmel steht etwa für 10 Minuten iPad-Nutzung mit den Eltern.


5) Stellen Sie eine Medienbox auf. Während des Essens etwa kommen hier alle ausgeschalteten Devices hinein.


6) Sensibilisieren Sie Ihr Kind frühzeitig für Privatsphäre im Internet, indem Sie etwa einen lustigen Nickname suchen und zusammen ein Profilfoto machen, das ihr Kind nicht sofort eindeutig zu erkennen gibt. Kontaktlisten freigeben ist tabu. Gehen Sie jede genutzte App durch, und schalten Sie bewusst den Privatmodus ein, etwa bei Instagram «Beiträge sind privat».


7) Fake News: Welche News über Stars und Sternchen sind wohl erfunden? Machen Sie eine Fotosession, bei der Sie mal in gutem, mal in schlechtem Licht abgebildet sind, sprechen Sie dabei über verzerrte Darstellungen und bewusste Falschaussagen.


8) Offline-Modus: Vereinbaren Sie dedizierte Offline-Zeiten, und seien Sie selbst Vorbild. Legen Sie Ihr eigenes Smartphone zur Seite, und machen Sie Digital Detox. Nicht vergessen: An uns hängt nicht das Wohl der gesamten Welt. Wohl aber unser eigenes. 
Mehr über Medienkompetenz erfahren Sie hier.

KOMMENTAR:
In den Lehrerweiterbildungskursen habe ich während der letzten Jahre von Lehrkräften verschiedene Massnahmen kennen gelernt, die sich in der Praxis bewährt hatten, um den Konsum digitaler Medien zu reduzieren.

Beispielsweise:

- Im Schulhaus werden die Handys in einer individuellen Box deponiert.

- Vielerorts hat sich das Handyverbot während der Pausen bewährt.
Die Kinder reden dadurch viel merh miteinander, spielen und sind während des Unterrichts nachher auch viel konzentrierter.

- Ich bin überzeugt, dass Erwachsene sich der Vorbildfunktion viel bewusster sein müssten.

- Als Medienpädagoge hatte ich schon vor Jahren geraten, den Jugendliche aufzuzeigen, wie man mit den Medien umgeht.

Das war schon bei den alten VHS  Videos der Fall.

- Wir vergessen gerne, dass der Mensch bei jedem neuen Medium lernen musste, es situationsgerecht zu nutzen.

= Das SCHREIBEN wurde nach der Phase des Auswendiglernens kritisiert.
Es wurde damals behauptet, mit dem Schreiben werde die Gedächtnisleistung verringert.

Nach der Erfindung des Buchdrucker hiess es, BUECHER könnten die Kinder lesesüchtig machen und sie negativ beeinflussen (Ich verweise auf den Index bei der katholischen Kirche und die Zensur in Diktaturen oder die Bücherverbrennungen im Dritten Reich)

= Dem FILM wurde vorgeworfen, er beeinträchtige die Lesekompetenz

= Beim FERNSEHEN wurde befürchtet, es schade den Kindern

= Die VIDEOS: Sie würden die Gewalt fördern (Brutalovideos)

= Die I-PHONs würden die  Isolation fördern  und  persönliche Dialoge beeinträchtigen

Alle Bedenken hatten und haben sicherlich eine gewisse Berechtigung.
Aber die Menschen mussten stets lernen, mit den jeweiligen neuen Medien umzugehen und sie erkannten, wie sie diese sinnvoll  nutzen können.
Eine wichtige Erkenntnis: Die neuen Medien konnten die  alten Medien nicht völlig ersetzen. 
Jedes Medium hat bekanntlich Vor- und Nachteile.
Wir müssen deshalb immer wieder neu lernen, Medien situationsgerecht einzusetzen und entsprechend zu nutzen.
Zur Ausbildung gehört es aus meiner  Sicht zwingend, die  Medienkompetenz der Kinder zu fördern.


  

Zu viel Sport?

Vernünftig Sport treiben ist gesund.
Es gibt auch das "Zu viel des Guten"


Mittwoch, 19. Juli 2017

Wieder sexuelle Uebergriffe und Asylsuchende

Immer wieder wird versucht, die Nennung krimineller Flüchtlinge zu verschweigen

Die offene Information kam einmal mehr bei jenen Gruppen nicht gut an, die darauf bedacht sind, alles, was den Fremdenhass schüren könnte, zu verschweigen.
Wir haben erstmals in Kön erlebt, wie man die Tatsachen 
nicht wahr haben wollte und die Fakten verschweigen worden sind. Deshalb kursierte in Deutschland der Begriff "Lügenpresse"
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Bildergebnis für Schorndorfer Stadtfest "SchoWo"

Stellungnahme des Oberbürgermeisters Matthias Klopfer zu den Ereignissen auf dem Schorndorfer Stadtfest "SchoWo"


Liebe Schorndorferinnen und Schorndorfer, liebe Besucherinnen und Besucher unseres Stadtfestes,

heute Vormittag haben wir gemeinsam mit der Polizei bei einer Pressekonferenz über den aktuellen Sachstand zu den Vorkommnissen während und am Rande der Schorndorfer Woche (SchoWo) informiert.

Die Fakten stellen sich folgendermaßen dar:

• Es hat bislang drei Anzeigen von jungen Frauen wegen sexueller Belästigung gegeben. Bislang konnte die Polizei einen irakischen Tatverdächtigen sowie drei afghanische Tatverdächtige ermitteln. Die Kriminalpolizei setzt ihre Ermittlungen fort.

• In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben sich laut Polizei - wie in den vergangenen Jahren während der SchoWo auch - rund 1.000 junge Menschen im Schlosspark versammelt, der weitaus größte Teil hat friedlich gefeiert. Es waren Menschen aus vielen Nationen – darunter auch viele Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten. Aber vor allem Schülerinnen und Schüler aus Schorndorf und Umgebung. Einzelne Gruppierungen haben die Gelegenheit genutzt, in der Anonymität dieser Menschenansammlung zu randalieren und Flaschen auf Mitmenschen und auf die Polizei zu werfen. Randalierer widersetzten sich dem Zugriff der Polizei, es wurden Einsatzfahrzeuge beschädigt. Die Polizei bekam die Lage mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei in den Griff. Zum Glück wurde niemand verletzt. Ein solches Ausmaß an Ausschreitungen und aggressivem Verhalten gab es bislang bei Feierlichkeiten im Schlosspark nicht. Ich sage zu, dass wir dies künftig besser lösen und in Abstimmung mit der Polizei den Schlosspark gegebenenfalls früher räumen.

• Es sind keine kleineren Gruppierungen randalierend durch die Innenstadt gezogen. Die Polizei ermittelt aber, inwieweit einzelne Menschen Messer bei sich trugen. Dazu gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Zudem haben wir in Schorndorf seit einigen Wochen eine Gruppe von 20-30 arabischstämmigen Personen, die nicht aus Schorndorf kommen, sich allerdings immer wieder versammeln. So auch am Samstagabend. Die Polizei hat diese Gruppe ganz konkret im Fokus.

Ich stelle klar, wir dulden keine Übergriffe gegen wen auch immer. Und ich habe immer gesagt: Asylsuchende, die straffällig werden, müssen sofort abgeschoben werden. Wir unterstützen die Polizei weiterhin bei ihrer Aufklärungsarbeit und der Verfolgung der Straftaten – mit allen Möglichkeiten, die wir als Stadt haben. Ich stelle auch klar, dass ich als Matthias Klopfer und als Oberbürgermeister dieser Stadt keine Tatsachen vertusche oder schönrede. Wenn es Probleme, Missstände oder beängstigende Vorkommisse gibt, dann benennen wir diese, nehmen sie ernst und versuchen, Lösungen zu finden. Mir geht es um die Menschen in dieser Stadt und ich bin jederzeit bereit, mir ihre Sorgen und Ängste anzuhören.

Ich bin nicht bereit, mich in den sozialen Medien auf hetzerische Art anfeinden zu lassen – auch durch Verbreitung falscher Tatsachen. Auch die Polizei, die SchoWo-Macher und die vielen Menschen, die sich für das gute Zusammenleben in unserer Stadt einsetzen, werden massiv angegangen. Ich kenne unsere Stadt anders. Ich kenne sie als offen und tolerant, eine Stadt, in der man sich gegenseitig unterstützt, auch wenn es Kritik und Meinungsverschiedenheiten in der Sache gibt. Daher appelliere ich nochmals mit Nachdruck, hetzerische, diskriminierende und beleidigende Kommentare zu unterlassen. Gerne lade ich zur sachlichen Diskussion ein. Mit mir persönlich und in den sozialen Netzwerken.

Matthias Klopfer
Oberbürgermeister


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KOMMENTAR:
Der Oberbürgermeister spricht Klartext. Er musste dafür Kritik einstecken.
Wenn junge kräftige Asylanten unbeschäftigt sich die Tage in den Städten totschlagen müssen, ist es nachvollziehbar, dass diese Männer auch ihre sexuellen Bedürfnisse haben und es  zu Uebergriffen kommen kann. Es kamen ja keine Eunuchen.
Europa muss sich bewusst bleiben, dass es mit der Aufnahme von Migranten auch diese menschlichen Problem meistern muss.
Bei allem Verständnis dürfen wir  sexuelle Uebergriffe von Asylsuchenden nicht tolerieren.
Bei kriminellen Handlungen darf es keine Willkommkultur mehr geben. Diese Taten dürfen beim Namen genannt werden. 

Dienstag, 18. Juli 2017

Taugt das 10 Punkte Programm des Kanzlerdanditaten Martin Schulz?

Ich hoffe, Martin Schulz habe dieses Programm nicht selbst geschrieben.
Sonst müsste er diesen schwammigen Erguss auf die eigene Kappe nehmen.

Bildergebnis für Kanzlerkandidat Schulz
(Quelle SAD)
Der SPD-Kanzlerkandidat will eine Investitionsverpflichtung für den Staat einführen, damit in den nächsten Jahren mehr Geld in schnelle Internetverbindungen, Strassen und Schienen, den Ausbau erneuerbarer Energien und Bildung fliesst. «Neben der Schuldenbremse brauchen wir eine Mindestdrehzahl für Investitionen», sagte Schulz bei der Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus.

Fragen: Was heisst das konkret? Anteil der Verpflichtung- welcher Anteil? Mindestdrehzahl tönt gut.
Welche minimale Drehzahl ist noch möglich?



Ein Aktionsprogramm soll für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland sorgen, vor allem über Fördermittel für strukturschwache Regionen. Mit Industrie und Handwerk will Schulz eine Investitionsallianz schmieden, damit diese die Herausforderungen der Digitalisierung besser meistern können.

Fragen: Alle wollen die Digitalisierung besser meistern  - aber wie? 
 Gleichwertige Lebensverhältnisse, Investitititionsallianz sind zwar schöne Wunschziele. Wie sieht Schulz jedoch den konkreten Weg auf dem er zu diesen Traumzielen kommen könnte?


Auch der Staat soll sich nach den Plänen des SPD-Kanzlerkandidaten auf den digitalen Wandel einstellen: Über ein so genanntes Deutschlandportal sollen Formalitäten über Onlineformulare «leicht und unbürokratisch» abgewickelt werden können.

Kommentar:
Erstmals wird Schulz ein konkret "Deutschlandportal" wird als Instument genannt  Schulz will damit die Bürokratie mit Onlineformularen verschlanken.



Mehr Gerechtigkeit will Schulz mit einem Pakt für anständige Löhne, der Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen und weniger prekären Beschäftigungsverhältnissen schaffen.

Fragen:
Wer ist dem erwähnten Pakt beteiligt?
Was versteht der Bürger von Abschaffung sachgrundloser Befristungen?
Mir fehlt ein Beispiel  von einem  prekären Beschäftigungsverhältnis. Wahrscheinlich versteht jeder etwas anderes darunter.


In seinen Kernforderungen bekräftigte der SPD-Kanzlerkandidat auch sein Versprechen, Bildung in Deutschland von der Kita bis zur Hochschule und zum Meisterabschluss kostenfrei zu machen.
Eine nationale Bildungsallianz zwischen Bund und Ländern soll für eine bessere finanzielle Ausstattung von Schulen und bundesweit vergleichbare Standards sorgen. Diese wolle er «in den ersten 50 Tagen nach meinem Amtsantritt» schmieden, sagte Schulz.


Kommentar: Niemand wird bestreiten, dass Bildung wichtig ist.
Es ist aber zu einfach, den grosszügigen Spender zu spielen und die Bildung bis zur Hochschule kostenfrei anzubieten ohne zu sagen, wer die berappen soll.
Frage:  Wie und wo sieht Schulz die vergleichbaren Standards?
 
Ausserdem verweist er in dem Kernprogramm auf das Rentenkonzept seiner Partei, das eine Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2030 auf dem jetzigen Stand von etwa 48 Prozent vorsieht. 

Kommentar: Das ist immerhin ein konkrete Zahl. Weiss damit der Bürger, was das für finanzielle Auswirkungen hat?



Bei den Steuern sollen vor allem Familien entlastet werden; der Bau oder Kauf eines Eigenheims soll durch ein Familienbaugeld finanziell unterstützt werden.

Fragen: Welche Familie wird wie entlastet?
Wie wird das Familienbaugeld entlastet?
Es ist aber erstaunlich, dass ein SPD Kanzler das Anliegen bürgerlicher Parteien unterstützt.



In der Europapolitik bereitet Schulz die Wähler darauf vor, dass Deutschland finanziell mehr leisten müsse. Die Eurozone soll ein eigenes Investitionsbudget bekommen und sich ohne ein Veto von EU-Staaten, die nicht dem gemeinsamen Währungsraum angehören, weiterentwickeln können.

Kommentar: Erstaunlich. Die Deutschen müssen für die EU mehr zahlen. Dafür darf der Staat beim Investionsbudget kein Veto mehr einlegen.
Wird damit nicht die Balance zwischen RECHTEN und PRFLICHTEN gestört?



Mit Blick auf die Verweigerungshaltung osteuropäischer Staaten bei der Verteilung von Flüchtlingen strebt der SPD-Kanzlerkandidat an, die europäische Finanzplanung als Solidarpakt zu gestalten. EU-Länder, die in wichtigen Fragen keine Solidarität zeigen, müssten demnach finanzielle Nachteile in Kauf nehmen.

Kommentar: Schulz kann unsoldarische Länder  finanziell nicht an die Kandare nehmen. Dieser Punkt bleibt somit nur ein frommer Wunsch.



Schulz bekräftigte seine Ablehnung des NATO-Ziels, den Militäretat bis 2024 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Dabei werden die Bundeskanzlerin und der US-Präsident in einem Atemzug genannt: Die SPD werde nicht zulassen, «dass mehr Wirtschaftswachstum zu mehr Ausgaben für Waffen führt, wie es Angela Merkel und Donald Trump wollen», heisst es in dem Kernprogramm.

Kommentar: Schade, dass die anderen Punkte der Kanzlerkandidat nicht konkret forumliert sind, wie in dieser Schlussforderung.

FAZIT: Es darf bezweifelt werden, dass Martin Schulz mit diesen 10 Punkten viele Stimmberechtige überzeugen kann.


Montag, 17. Juli 2017

Kinder und Narren sprechen die Wahrheit



Dann mussten die Sport-Moderatoren Steffi Buchli und Reto Müller erraten, 
was damit gemeint ist. Was dabei herauskam, ist ziemlich lustig.
Quelle 20 Min.

Sonntag, 16. Juli 2017

Wirkung von Bildern

Medienexperte Marcus Knill: Wieso Medien solidarisch über ...

https://lifechannel.ch/.../Medienexperte-Marcus-Knill-Wieso-Medien-solidarisch-uebe...
Medienexperte Marcus Knill: Wieso Medien solidarisch über #Flüchtlinge berichten. 10. Sep 2015 Seit Tagen sind Flüchtlingen in den Medien ein Thema.

Aus Distanz:
Bildergebnis für Flüchtlingsstrom


Detail: Einzelschicksal (Kind):

Bildergebnis für flüchtlingskind am Strand

Lästige Sitznachbarn im Flugzeug

WAS TUN? 
VORSCHLAEGE BITTE MAILEN: k-k@bluewin.ch

Antworten folgen später.

  1. 1

    Der Unfähige

    "Wo haben Sie die Kopfhörer eingesteckt?", "Wie funktioniert das mit der Armlehne?", "Wo ist denn die Fernbedienung für den Bildschirm?" Mit dem Unfähigen neben dir brauchst du Nerven aus Stahl und Babysitter-Skills für Fortgeschrittene: Er ist ein lernresistenter Technik-Legastheniker. Weil er sich ausserdem weder anschnallen kann noch alleine das Gepäckfach aufkriegt, denkst du darüber nach, für den Rückflug die Identität eines Dschungelbewohners anzunehmen, um im Ernstfall den Ahnungslosen zu mimen.

  1. 2

    Der Säufer

    Er sitzt in Reihe 21D, seine Fahne steigt dir aber schon beim Einsteigen in die Nase. Landest du neben dem Säufer, verlässt du das Flugzeug mit Kater und Schnupfen. Die Gin-Tonics bestellt er sich im 5-Minuten-Takt und seinen hochroten Kopf versucht er mit voll aufgedrehter Lüftung zu kühlen. Weil er schon vor dem Abflug Knülle ist, kriegt er nicht mit, dass dir wegen der Lüftung kalt und – dank seiner Ausdünstungen – auch kotzübel ist. 

  1. 3

    Der penetrante Flirter

    Seine Blicke: tief. Sein Abstand zu dir: zu gering. Der penetrante Flirter sucht jede Möglichkeit, dir seine billigen Sprüche um die Ohren zu hauen. Dass du null darauf eingehst, ignoriert er selbstbewusst – er mags, wenn Girls etwas schüchtern sind. Wenn seine Hand dann auf deinem Schoss landet, um dir augenzwinkernd seine Handynummer zuzustecken, hilft nur noch eines: Platz wechseln.

  1. 4

    Der Sockenträger

    "Home is where my Sitzplatz is", lautet das Motto des Sockenträgers. Kaum hat er in der Reihe hinter dir Platz genommen, befreit er sich von den Qualen, die ihm seine unbequemen Schuhe bereitet haben und hängt dir auf Halbmast seine besockten Füsse ins Gesicht. Sein grosser Zeh wippt dabei im Takt des Songs in seinen Ohren, das Loch am rechten Fuss versuchst du zu ignorieren - bis du angewidert aufsteht und die restliche Flugzeit auf der Toilette verbringst.

  1. 5

    Der Hysterische

    Mit drei Ladungen Valium und einer notariell beglaubigten Patientenverfügung bewaffnet betritt er das Flugzeug. Fest davon überzeugt, dass dieser Flug das Letzte ist, was er erleben wird, und dass jede Statistik über Flugsicherheit gefälscht wurde, krallt er sich bei jedem Ruckeln kreischend in deinen Arm. Bis zur Landung kennst du 56 seiner Verschwörungstheorien und verlässt das Flugzeug mit blauen Flecken sowie einem lädierten Trommelfell.

  1. 6

    Der Inkontinente

    Seine Blase fasst das Volumen eines Schnapsglases. Im Abstand von 15 Minuten stupst er dich deshalb mit beschämtem Blick an, um sich ungeduldig an dir vorbei zu quetschen. Dass er sich jedesmal den Fensterplatz schnappt, ist genau so verwunderlich wie die Tatsache, dass er sich trotz Mini-Blase ständig einen neuen Orangensaft bestellt.

  1. 7

    Der Sitz-nach-hinten-Klapper

    Kaum hat er Platz genommen, hängt sein Sitz in deinem Gesicht. Während er schnarchend auf dir drauf liegt, kriegt er nicht mit, dass der untere Teil deiner Beine zum Wohl seines Nickerchens abgeklemmt werden. Zur Landung reisst er wie von der Tarantel gestochen seinen Sitz in die aufrechte Position. Dass dir dabei der Kaffee, den du auf dem Tablett abgestellt hast, über die eingeschlafenen Beine läuft, interessiert ihn nicht.

  1. 8

    Das Kind

    Nein, wir sprechen hier nicht von einem Vierjährigen. Dieser Passagier benimmt sich auch mit Mitte 30 noch wie ein Kleinkind auf dem Spielplatz: Er quengelt, rutscht nervös auf seinem Sitz rum und fällt bei seiner Imitation der Sicherheitshinweise der Stewardess fast vom Stuhl. Bei ihm hilft nur eins: Ohropax rein und warten, bis er vor Erschöpfung in seinem Sitzchen einschläft.
  2. LINK:
  3. ... Schweigen können · Schwierige Typen · Moderieren · Diskussion. Literturhinweis: Knill/Kunert: Team und Kommunikation (Kapitel: Umgang mit schwierigen ...
    www.rhetorik.ch/Nervensaegen/Nervensaegen.html