Sonntag, 31. Mai 2020

Das ist der Hostile-Media-Effekt

Argumente, die nicht unserer Meinung entsprechen, nehmen wir als Angriff wahr

Alle Seiten fühlen sich bestätigt, weil jeder herausliest, was seine Meinung stützt. Wie kann das sein?

«Den Medien glaube ich nicht mehr – die bevorzugen immer die anderen!» Diese Aussage hört man immer häufiger, nicht nur von US-Präsident Donald Trump (73). Der Vorwurf von «Fake News» ist verbreitet.
Faszinierend dabei ist: Oft haben beide Seiten in einem Streit das Gefühl, die Medien würden die andere Seite bevorzugen. Zum Beispiel in der Corona-Debatte: Wer für eine sofortige und totale Öffnung ist, sieht in der Zeitung lauter Argumente gegen die schnelle Öffnung. Wer aber für eine langsame Öffnung ist, sieht in denselben Artikeln vor allem Argumente, wieso es schneller gehen sollte. Warum ist das so?






«Das ist der Hostile-Media-Effekt», erklärt Kommunikationswissenschaftlerin Katharina Sommer von der Universität Zürich. «Wir nehmen Argumente, die nicht unserer Meinung entsprechen, als Angriff wahr und wehren uns dagegen.»
«Durchblick»-Hörer Bernhard wünscht sich eine Lösung für diesen Effekt. Er möchte weniger Misstrauen in der Bevölkerung. Auf der Suche nach dieser Lösung reisen Nico und Amila in der neunten Podcast-Episode bis in die Steinzeit zurück. (Quelle: Blick)

Lexikon der Psychologie:

Hostile-Media-Effekt

(= H.) [engl. hostile feinselig], [MD], bezeichnet das Phänomen, dass die Anhänger einer best. Position bzgl. eines Themas dazu tendieren, die mediale Berichterstattung zum betreffenden Gegenstand als unfair wahrzunehmen. Vallone et al. (1985) zeigten, dass zwar häufig eine Mehrheit der Mediennutzer die Berichterstattung als ausgewogen empfindet, diejenigen Rezipienten allerdings, die die mediale Darstellung als einseitig wahrnehmen, haben überwiegend den Eindruck, sie sei zu Ungunsten ihrer eigenen Meinung verzerrt. Auf diese Weise entsteht die Situation, dass sich die Anhänger unterschiedlicher Positionen gleichermaßen durch denselben Bericht als benachteiligt empfinden. Der H. tritt bei einer neutralen medialen Darstellung eines Themas auf, wenn es sich um einen strittigen Inhalt handelt und eine stark polarisierte Anhängerschaft involviert ist (Giner-Sorolla & Chaiken, 1994).

Autor/en

Joachim Kimmerle

Literatur

Krämer, N. C. (2008). Hostile Media Effect. In N. C. Krämer, S. Schwan, D. Unz & M. Suckfüll (Hrsg.), Medienpsychologie: Schlüsselbegriffe und Konzepte (S. 139–143). Stuttgart: Kohlhammer.
Vallone, R. P., Ross, L. & Lepper, M. R. (1985). The hostile media phenomenon: Biased perception and perceptions of media bias in coverage of the Beirut massacre. Journal of Personality and Social Psychology, 49, 577–585.
Giner-Sorolla, R. & Chaiken, S. (1994). The causes of hostile media judgments. Journal of Experimental Social Psychology, 30, 165–180.

Samstag, 30. Mai 2020

Absurde Gendersprache

Anne Will  verunstaltet die  Sprache und es wird toleriert





Gender-Sprache im Ersten:

Anne Will talkt jetzt
mit GästInnen!

… und Annalena Baerbock sorgte für eine besonders akrobatische Gender-Wortschöpfung






„Bund der Steuerzahler … innen“ – viele Zuschauer verstörte die gendergerechte Sprache bei „Anne Will“ am Sonntagabend
„Bund der Steuerzahler … innen“ – viele Zuschauer verstörte die gendergerechte Sprache bei „Anne Will“ am Sonntagabend (Quelle BILD)
Erstaunlich dass diese Wortzerstümmelung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesprochen werden darf? Sprachlich
Es klang seltsam. Als ARD-Moderatorin Anne Will am Sonntagabend ihre gleichnamige TV-Sendung anmoderierte, begrüßte sie einen ihrer Gäste wie folgt: „Der Präsident des Bundes der Steuerzahler – (Pause) – innen, Reiner Holznagel. Herzlich willkommen!“
Dabei negierte sie, den Verband n mit seinem richtigen Namen – Bund der Steuerzahler – anzusrpechen. Sie wiederholte die schräge Wortschöpfung gleich nochmal – wieder mit betonter Pause im Wort.
Will zu ihrem Gast: „Da staunen Sie, dass wir ‚Bund der Steuerzahler-Innen‘ sagen, ne?

Hintergrund: Mit dem sogenannten Gendern müssen Wörter die das weibliche Geschlecht mit meinen, auch mitzusprechen, und zwar nicht getrennt („Lehrerinnen und Lehrer“), sondern in einem einzigen Wort, das beide Formen werden künstlich zusammengebunden.
Zeugen verrieten BILD, dass die Moderatorin sogar im privaten Gespräch von „Zuschauerinnen und Zuschauern“ spricht. Im Fernsehen tut sie das allemal.

Gendern macht die Sprache holprig, unverständlicher und zerstümmelt sie.

▶ Dass das für Holprigkeiten sorgt, bewies sie schon einmal 2018, als sie in ihrer Sendung von „Mitgliedern und Mitgliederinnen“ sprach.

Das ist falsch. Da das Wort „Mitglied“ weder männlich noch weiblich, sondern neutral ist („das“ Mitglied), kann es selbst nach den Gender-Sprachregeln nicht „gegendert“ werden.

Manche Zuschauer ärgert's aber die militanten Feministinnen nehmen das in Kauf


Nun, da diese Praxis jedenfalls auffällt, ärgern sich einige Zuschauer darüber. „Gleich wegschalten“, schrieb ein User mit dem Namen Maximilian Fritz auf Twitter:
„Können wir aufhören, Namen von eingetragenen Vereinen zu gendern?“, fragte ein gewisser Alex:

Grünen-Chefin kommt ins genderakrobatische Stolpern

Für Spott sorgte eine besonders akrobatische Gender-Wortschöpfung von Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock. Als sie ebenfalls den „Bund der Steuerzahler“ politisch korrekt deklinieren wollte, kam dabei was anderes raus: „Bund der Steuer-Innen-Zahler“.
Und das war nicht einmal der einzige Patzer der Grünen.

Eine richtige Erklärung, warum Will die Sprachzerstümmelung nutzen darf, fehlt.
Ein Sendersprecher: „Anne Will will eine wichtige Diskussion anstoßen.“ Und: „Das eigentliche Sendungsthema soll allerdings nicht davon überlagert werden.“
Und wie findet die ARD die gendergerechte Sprache der Moderatorin? Der Sender will sich hier nicht festlegen. „Persönliche Meinungen tun hier nichts zur Sache", so der Sprecher.

Kommentar: Wir finden: Stoppt die Sprachzerstümmelung und Formulierungen die eindeutig falsch sind.
Es gibt keine "Gästin", "Menschin", "Christinnen", "Deutschinnen", "Reisendinnen", "Kinderinnen".
Wehren wir uns gegen sprachliche Verrenkungen. Inkompetenz und Gedankenlosigkeit dürfen beim Namen genannt werden. Erstaunlich, dass viele Redaktionen vor den Sprachsektiererinnen kapitulieren.

Siehe LINK:

www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html
Miniaturansicht
Feministische Sprache, Linguistik. ... Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich ...

Idee copieren strafbar?

Corona-Kampagne des BAG wird  kopiert










Politwerbung: Die Auns kopiert die BAG-Kampagne - Werbung
















22.05.2020 (Quelle Blick)
Die Kampagne des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zu den Corona-Massnahmen wird gern kopiert. Nach der SP vergreift sich nun auch die Auns an den Schutzregeln. Das BAG bittet darum, davon Abstand zu nehmen.


















    Mehr als Peinlich

    Sisscom= Pannencom

    Bereits eine Panne ist zu viel, wenn das Netz ausfällt.
    Wenn es  jedoch zu einer zweiten gravierenden Ausfall kommt, muss eine Institution über die Bücher.
    Swisscom hätte schon damals die Finanzen aus der Werbung abziehen können, um die Sicherheit zu gewährleisten. Doch kam unverständlicherweise zu einer dritten und dann noch zu einer vierten Panne.
    Die Marke Swisscom ist damit gravierend beschädigt und der Schaden kann nicht mehr nur  mit eine Entschuldigung abgetan werden. Es muss konkret gesagt werden, was getan wird, dass so etwas nie mehr geschehen kann.
    Quelle SRF:

    Die Swisscom hat sehr viel Vertrauen verspielt»

    Die Pannenserie reisst nicht ab. Gestern Dienstag ist zum vierten Mal innert fünf Monaten das Swisscomnetz in weiten Teilen der Schweiz ausgefallen. Man konnte weder über das Mobil-, noch über das Festnetz telefonieren. Vereinzelt waren auch Notrufnummern betroffen. Die Ursache für die gut drei Stunden dauernde Störung wurde bisher nicht kommuniziert. Jon Pult, der Vizepräsident der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats, erwartet von der Spitze des Unternehmens Antworten.

    SRF News: Schon vier Swisscompannen dieses Jahr – nervt Sie das?
    Jon Pult: Es ist mehr als Nerven, es ist Besorgnis. Telekommunikation ist entscheidend. Und wenn auch Notrufnummern betroffen sind, dann ist das ein inakzeptabler Zustand für ein Land wie die Schweiz.
    Der Bund ist Mehrheitsaktionär der Swisscom, mit einem 51-Prozent-Anteil. Könnte das Parlament etwas Druck machen?
    Ja, und das wird es auch. Wir haben in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen entschieden, dass wir zur nächsten Sitzung Ende Juni die Swisscomspitze zu einer Anhörung einladen. Wir erwarten, dass sie Red und Antwort steht, Transparenz schafft über die Ursachen der Pannenserie, und auch einen Weg in eine bessere Zukunft ohne solche Netzausfälle aufzeigt.
    Bei der SBB hat der Bund durchgegriffen. Wäre das auch hier vorstellbar?
    Es ist wichtig, dass die Politik die Verantwortung übernimmt. Die Swisscom ist nicht einfach eine Unternehmung, sondern Teil des schweizerischen Service public. Sie erbringt Grundversorgungsleistungen, bei denen es um Leben und Tod geht. Wenn ich beispielsweise an die Notrufnummern denke: Bei denen sind die Bürgerinnen und Bürger darauf angewiesen, dass sie funktionieren.
    Über den gestrigen Ausfall weiss man noch nichts. Das muss bis Ende Juni klar sein.
    Einmal eine Panne, das kann es geben. Zweimal, da kann man noch drüber hinwegsehen. Aber bei vier groben Pannen in einem Jahr muss die Politik dafür sorgen, dass sich die Dinge so entwickeln, dass das nicht mehr passiert.
    Die Verantwortlichen werden also antraben müssen. Was werden Sie fordern?
    Zuerst einmal muss Transparenz über die Ursachen dieser Pannen hergestellt werden. Die früheren Pannen hatten ja verschiedene Ursachen. Einmal wurde von einem Hardwarefehler, einmal von menschlichem Versagen gesprochen. Über den gestrigen Ausfall weiss man noch nichts. Das muss bis Ende Juni klar sein. Gibt es einen Zusammenhang? Gibt es strukturelle, betriebliche Probleme innerhalb der Swisscom? Gibt es technische Probleme, wurden gewisse Bereiche vernachlässigt? Wurde zu viel gespart? Hat man falsche Prioritäten gesetzt? Was muss man ändern, um ein stabileres Netz zu haben?
     In der Wahrnehmung der Menschen dieses Landes hat die Swisscom sehr viel Vertrauen verspielt. Wir sind es gewohnt, dass die staatsnahen Betriebe wie die Post, die SBB, aber eben auch die Swisscom sichere Werte sind, die uns in unserem Alltag begleiten und uns auch ein gutes Gefühl geben, dass die Dinge in diesem Land funktionieren. Und das Vertrauen muss jetzt schleunigst wieder aufgebaut werden.
    Quelle BLICK_

    «Lasse mich nicht mehr abspeisen»
    Quelle 20 Min:


    Swisscom

    Wegen Pannenserie

    Swisscom-Spitze muss vor Nationalratskommission antraben

    Das Bundesamt für Kommunikation will die Pannenserie untersuchen. Die Nationalratskommission zitiert nun die Swisscom-Spitze.


    Sonntag, 24. Mai 2020

    Isolation der Alten während der Coronakrise - als gutgemeinter Schutz der Betagten



    Was war wirklich der Grund des empfohlenen Hausarrestes der U65?



    Die ältere Generation gehorchte und verharrte einige Wochen während der Coronakrise in den eigenen vier Wänden.
    Auch bei schönstem Wetter. Wer keinen Balkon oder Garten hatte oder in einem Altenheim die Coronaisolation auf sich nahm, biss in den sauren  Apfel. Das BAG versicherte immer wieder:
    Die Massnahme erfolge im Interesse der Alten. So bleibe die Risikogruppe geschützt. Die Isolation erfolge zum Schutz der Menschen mit über 65 Jahre.
    Wer die  Massnahmen des BAG zu  kritisieren versuchte, wurde in die Ecke der Coronaleugner  an den Pranger gestellt oder als Verschwörungstheoretiker mundtot gemacht.
    Ein Pfleger, der nicht genannt werden will, liess folgende  These öffentlich  verlauten:
    Die Alten wurden nicht in erster Linie zu ihrem Schutz zur Isolation gezwungen. Es sei vor allem darum gegangen,  die Risikogruppe in Spitälern nicht behandeln zu müssen. Sie hätte unnötigerweise Betten und Geräte belegt, die den Jungen gefehlt hätten. In Wirklichkeit mangelte es jedoch am Anfang nicht nur an den erforderlichen Betten, sondern auch an genügend Masken, Medikamenten, Schutzkleidungen und Beatmungsgeräten. Heute wissen wir: Dies wurde von der Regierung und vom BAG lange  hinuntergespielt. Nicht verwunderlich, dass heute die Aussage des Pflegers  auf fruchtbaren Boden fällt, zumal auch während der Krise behauptet worden war, einzelne Spitäler würden Menschen mit über 85 Jahren nicht mehr behandeln.
    Es ist  nachvollziehbar, dass sich bei der allmählichen Oeffnungsphase die kritischen Stimmen immer deutlicher verlauten lassen. Auch die Medien übernehmen wieder  vermehrt die wichtige Rolle als Kontrollorgan. Sie wurden zu lange als Sprachrohr der Regierung wahrgenommen.
     


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    Vom Biss in den sauren Apfel

    Marcus Knill

    Die ältere Generation gehorchte und verharrte einige Wochen während der Coronakrise in den eigenen vier Wänden. Auch bei schönstem Wetter. Wer keinen Balkon oder Garten hatte oder in einem Altenheim die Corona-Isolation auf sich nahm, biss in den sauren Apfel. Das BAG versicherte immer wieder: Die Massnahme erfolge im Interesse der Alten. So bleibe die Risikogruppe geschützt. Die Isolation erfolge zum Schutz der Menschen über 65 Jahre.
    Wer die Massnahmen des BAG zu kritisieren versuchte, wurde in die Ecke der Corona-Leugner an den Pranger gestellt oder als Verschwörungstheoretiker mundtot gemacht. Ein Pfleger, der nicht genannt werden will, liess folgende These öffentlich verlauten: Die Alten wurden nicht in erster Linie zu ihrem Schutz zur Isolation gezwungen. Es sei vor allem darum gegangen, die Risikogruppe in Spitälern nicht behandeln zu müssen. Sie hätte unnötigerweise Betten und Geräte belegt, die den Jungen gefehlt hätten.
    In Wirklichkeit mangelte es jedoch am Anfang nicht nur an den erforderlichen Betten, sondern auch an genügend Masken, Medikamenten, Schutzkleidungen und Beatmungsgeräten. Heute wissen wir: Dies wurde von der Regierung und vom BAG lange heruntergespielt. Nicht verwunderlich, dass die Aussage des Pflegers auf fruchtbaren Boden fällt, zumal auch während der Krise behauptet worden war, einzelne Spitäler würden Menschen mit über 85 Jahren nicht mehr behandeln.
    Es ist nachvollziehbar, dass sich bei der allmählichen Öffnungsphase die kritischen Stimmen immer deutlicher verlauten lassen. Auch die Medien übernehmen wieder vermehrt die wichtige Rolle als Kontrollorgan. Sie wurden zu lange als Sprachrohr der Regierung wahrgenommen.


    Marcus Knill ist Experte für Medienrhetorik und Autor der virtuellen Navigationsplattform für Kommunikation und Medien rhetorik.ch.

    Unsere Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.

     

    Samstag, 23. Mai 2020

    Im Zoff um die Finanzen beim Lauberhornrennen hat Swiss- Ski den Lead übernommen

    Medienrhetorisch überzeugte Urs Lehmann

    Nachdem  das OK des Lauberhornrennens Swiss Ski öffentlich attackiert hatte, reagierte Urs Lehmann professionell.
    Auf den Vorwurf,  Swiss-Ski  verweigere den Dialog (Swiss-Ski packe den Zweihänder aus, um das OK Wengen einen Kopf kürzer zu machen. Sind wir im Mittelalter?),
    liessen sich der Präsident Swiss-Ski und der CEO Swiss-Ski nicht provozieren.
    Lehmann nutzte vor mit der kurzfristig anberaumten Medienkonferenz die Chance, um den Sachverhalt mit den Fakten ruhig,  überzeugend, verständlich und gut strukturiert vorzutragen. Lehmann sprach frei, natürlich. Die Argumente (Fakten), die Pausentechnik und die Stimme überzeugten. Die Struktur war gut nachvollziehbar. Dies zeigt auch der Medienspiegel. Die Antworten brachte er auf den Punkt. Lehmann flunkerte nicht, wenn er einen Sachverhalt nicht kannte. Gesamteindruck: Urs Lehmann punktete, weil er seine Kernbotschaft kannte. Nur schade, dass an der Konferenz die Technik in der Fragerunde versagt hatte.  Die Fragesteller waren nicht zu hören.
    Ich zitiere SRF:

    Wie weiter mit dem Lauberhorn? Lehmann: «Wir wollen eine Lösung, aber nicht um jeden Preis»

    Swiss-Ski strebt nach einer Einigung mit dem Wengen-OK und präsentiert dafür einen Drei-Punkte-Plan.



    An einem kurzfristig anberaumten Medientermin hat Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann Stellung zur «Causa Wengen» genommen. Gleich zu Beginn stellte er klar, welch immense Bedeutung die Weltcup-Rennen im Berner Oberland für die Schweiz haben. «Wengen ist wichtig für den Schweizer Sport und für den Tourismus. Wengen hat aber auch ein Problem, das es zu lösen gilt», sagte Lehmann einleitend.

    Drei Punkte für die Rettung?

    Streitpunkt sei die finanzielle Forderung des Lauberhorn-OKs, die Swiss-Ski so nicht akzeptieren könne. Gerichtlich werde vom Verband eine Million Franken eingefordert. «Das können und wollen wir langfristig nicht bezahlen», stellte Lehmann klar.
    Der Verbandspräsident präsentierte einen Drei-Punkte-Plan, damit die beliebten Weltcuprennen auch in Zukunft stattfinden können:
    • 1. Bessere Vermarktung: Es sei zentral, dass die «riesige Kiste Lauberhorn» – Budget zwischen 7 und 8 Millionen Franken – in Zukunft professioneller vermarktet wird. «Was die technische Organisation angeht, verfügt das Wengen-OK über die Besten der Welt. Auf der kommerziellen Seite gibt es aber Defizite. Das OK ist weder personell noch vom Gedankengut her stark genug aufgestellt, um diesen Herausforderungen alleine entgegentreten zu können. Hier möchte Swiss-Ski Hand bieten», so Lehmann.
    • 2. Defizitgarantie: Die Unterstützung der öffentlichen Hand sei unabdingbar, so der 51-Jährige. Er fordert eine Defizitgarantie im Umfang von 500'000 Franken. Gemeinsam mit dem OK gelte es nun, das Gespräch mit der Politik zu suchen, um die nachhaltige Durchführung der Rennen sichern zu können.
    • 3. Unterstützung durch Swiss-Ski: Werden die «Hausaufgaben» bei den Punkten 1 und 2 gemacht, sei die Basis gelegt. Sollte es dennoch einmal zu einem finanziellen Engpass kommen – weil beispielsweise ein Rennen ausfällt – dann möchte Swiss-Ski mit maximal 100'000 Franken Hand bieten.
    Grundlage für die weitere Verfolgung des gemeinsamen Ziels sei es, dass die vom Wengener OK platzierte finanzielle Forderung hinfällig wird.

    Treffen mit Bundesrätin Amherd

    Am kommenden Donnerstag trifft sich Lehmann mit dem OK, um das weitere Vorgehen zu erläutern. Am Nachmittag steht ein Besuch bei Bundesrätin Viola Amherd auf dem Programm. Spätestens dann dürfte bezüglich Zukunft der Lauberhorn-Rennen mehr Klarheit herrschen.
    Radio SRF 3, Nachrichten, 20.05.2020, 13:40 Uhr;