Dienstag, 21. November 2017

Uhwiesen - Zürich und zurück (Arbeitsweg von Matthias Knill)

Pendler

14. November 2017 (20 Min Print)

Er pendelt mit dem Velo täglich 4 Stunden

von B. Zanni - Er sei viel produktiver, wenn er mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, sagt ein Kommunikationsberater. Dafür nimmt er einen langen Weg in Kauf.

storybild
Geht Matthias Knill mit dem Velo zur Arbeit, 
steht er morgens um 5.30 Uhr auf.
(Symbolbild) (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Sie wohnen in Uhwiesen bei Schaffhausen und arbeiten in Zürich. Müssen Sie da nicht viel früher aufstehen, um mit dem Velo zur Arbeit zu fahren?
 
Ja, ich stehe um 5.30 Uhr auf, also eineinhalb Stunden früher, als wenn ich mit dem Zug nach Zürich reise. Um 6 Uhr fahre ich los. Um die gut 50 Kilometer nach Zürich zurückzulegen, brauche ich knapp zwei Stunden.

Was essen Sie vor diesem strengen Arbeitsweg?
 
Manchmal vielleicht ein Joghurt. Meist steige ich aber mit leerem Magen aufs Rad.

Dafür trinken Sie beim Radeln umso mehr.
 
Nein. Ich nehme zwar eine Trinkflasche mit. Im Büro stelle ich dann aber meist eine noch volle Flasche in den Kühlschrank. Frühmorgens schwitze ich kaum und habe daher auch nicht Durst. Wenn ich im Büro angekommen bin, gönne ich mir dann aber schon noch was: ein Sandwich und einen Kaffee. Vorher dusche ich natürlich noch im Büro und ziehe mich um. Es ist wichtig, dass Pendler, die mit dem Velo zur Arbeit gehen, im Büro duschen können. Besonders bewusst wurde mir dies, als wir einen Wasserschaden hatten und die Dusche während der Sommermonate nicht funktionierte.

Beklagten sich die Kollegen etwa über Schweissgeruch?
 
Nein. Duschen konnte ich zum Glück schon noch. Leider musste ich aber auf die Dusche im Fitnesscenter nebenan ausweichen und verlor deshalb viel Zeit, bis ich mit der Arbeit anfangen konnte.

Treten Sie auch nach Feierabend in die Pedale?
 
Ja. Meist mache ich dann noch einen Umweg, um noch etwas länger Velo auszufahren. Um den Abendverkehr in der Stadt zu umgehen, nehme ich aber manchmal auch den Zug, zum Beispiel vom Stadelhofen bis Dübendorf oder Uster, und fahre von dort mit dem Velo weiter. Auf dem Nachhauseweg bin ich selten allein. Meist treffe ich auf dem Weg Freunde, meine Frau oder unsere Töchter, die mir mit dem Rad entgegenfahren. Dann fahren wir alle gemeinsam nach Hause und plaudern.

Eine neue Kampagne hat Kurz auch zum Erfolg verholfen

Sebastian Kurz, der neue Kanzler, ist schon bei den Wahlen in Österreich ein erstaunlicher Sieg gelungen. Der Star der Kommunikationsszene Philipp Maderthaner hat als Macher des  ungewöhlichen Erfolges von Kurz grosse Verdienste. Was war das Geheimnis seines erfolgreichen Campaigning?
Er hatte einen Hoffnungsträger als Politiker, dem die Oeserreicher vertrauten.
Der Macher setzte auf schlichte Dinge, die leider im Politbetrieb nicht mehr selbstverstädnlich sind:
Eine klare Haltung.
Eine einfache verständliche Sprache.
Die Bescheidenheit.

Das Team der Kurz-Kampagne wusste, dass Kurz ins Kreuzfeuer der Kritik kommen wird, nach dem Motto "Alle gegen Kurz".
Es war damit zu rechnen, dass von verschiedensten Seiten versucht wird, den Politiker zu demontieren.
Maderthaner orientierte sich als Kampagnenleiter an den amerikansichen Wahlkampfmethoden.
Das heisst:
Die positive Einstellung des Kanditaten dominiert.
Auf Attacken wird verzichtet.
Es gibt kein  Dirty Campaigning ("Schmutzkübelkampagnen", die meist vor Gericht enden).
Dieser neue, offene Stil   führte zu einer Mitmach-Bewegung. Es gab laufend neue Unterstützer.
Der Spitzenkandidat blieb jedoch spielentscheidend.


Auch wenn’s mal unpopulär ist. Diese Integrität, diese Haltung ist aus meiner Sicht sein größtes Asset.




. Er hat oft genug in seinem politischen Wirken bewiesen, dass er nicht nur sagt, was Sache ist, sondern auch tut, was nötig und richtig ist. Auch wenn’s mal unpopulär ist. Diese Integrität, diese Haltung ist aus meiner Sicht sein größtes Asset.

Im Video: Sebastian Kurz über Verhältnis zur FPÖ: "Der Wählerwille muss akzeptiert werden"

FOCUS Online Sebastian Kurz über Verhältnis zur FPÖ: "Der Wählerwille muss akzeptiert werden"
Jäger: Denken Sie, dass die Zuspitzung auf Personen gerade besonders zeitgemäß ist? Und warum?
Maderthaner: Organisationen und Institutionen verlieren nicht nur an Vertrauen, das zeigen Forschungsergebnisse zunehmend, sie verlieren auch an Bedeutung. Die digitale Vernetzung, über soziale Netzwerke und das Internet generell, beschert uns als Individuen völlig neue Macht. Wir haben dadurch ein Ausmaß an Selbstorganisationskraft erlangt wie nie zuvor. Wir können uns zu jeder Zeit selbst rund um unsere Interessen, Anliegen, Wünsche, Träume oder Hoffnung digital und in der Folge auch offline organisieren. Die logische Konsequenz ist, dass jene, die diesen Job bisher hatten, nämlich Organisationen, an Bedeutung verlieren. Und die Folge daraus ist: Mobilisierungskraft, also die Fähigkeit Menschen zu bewegen, wird zu einer Art Schlüsselfähigkeit. Das ist die zentrale These des von mir entwickelten methodischen Kampagnenansatzes. Dafür braucht's natürlich auch Leader, die diese Bewegungen anführen.
Jäger: Wie wichtig war die thematische Ausrichtung? Wo lagen die Schwerpunkte?
Maderthaner: Thematisch gab es drei Schwerpunkte. Einerseits den Standort und das Thema der Steuersenkungen. Dazu die Frage der Sicherung unserer Sozialsysteme und letztlich auch die Herausforderungen der illegalen Migration. Über all diesen Themen stand permanent, als eine Art Meta-Thema, die Frage, welchen Stil wir in der Politik künftig haben wollen.
Wahlen in Österreich
dpa/Hans Klaus Techt Bundeskanzler Christian Kern (l,SPÖ) und ÖVP-Kanzlerkandidat und Außenminister Sebastian Kurz (r) in Wien.

Jäger: Es wurde ja häufig der Vergleich zur Bewegung von Macron gezogen. Team-Kurz lief aber parallel zur etablierten Parteiorganisation. Was das eine Bürde oder ein Vorteil?
Maderthaner: Ganz klar ein Vorteil. Die Kampagne konnte so auf das Beste aus beiden Welten bauen. Österreichs Parteien haben traditionell sehr starke Parteistrukturen und auch einen hohen Organisationsgrad im Bezug auf Mitgliederzahlen. Darauf zu verzichten wäre nicht nur falsch, sondern aus meiner Sicht auch dumm. Auch in der Volkspartei haben sich immerhin viele Menschen aus ehrlicher Überzeugung engagiert, teils über Jahre und Jahrzehnte, das kann man doch nicht einfach ignorieren. Aber was es schon auch brauchte, war die Öffnung. Die Öffnung und Verbreiterung mit dem Team Kurz. Eine offene Mitmach-Bewegung für alle Menschen, die diesen Weg mit uns gehen wollten.

Im Video: FPÖ-Anhänger verprügelt Puls4-Reporter auf Wahlparty

FOCUS Online/Glomex FPÖ-Anhänger verprügelt Puls4-Reporter auf Wahlparty
Jäger: Wie gelang die Abstimmung mit der ÖVP ganz praktisch?
Maderthaner: Das Team Kurz hatte einen eigenen Sprecher, der als Sprecher der Bewegung agierte. Die Volkspartei wiederum hat eine Generalsekretärin, die an der Spitze der Organisation steht. Beide Teile wurden in Form einer ganzheitlichen Kampagnen-Organisation miteinander verschränkt. Die Abstimmung war somit nahtlos.
Jäger: Die Wählerwanderung zeigt, dass die ÖVP von allen Parteien dazugewonnen hat. Gab es hierfür gezielte Kampagnen?
Maderthaner: Der neue Stil von Sebastian Kurz hat sicherlich auch viele Nichtwähler angesprochen und generell Anhänger in allen politischen Lagern gefunden. Das liegt vor allem an der Persönlichkeit von Sebastian Kurz. Gezielte Kampagnen für einzelne politische Lager gab es nicht.
Jäger: Bei dem Erfolg stellt sich die Frage: wird die Kampagne auch während der Regierungsarbeit weitergeführt? In welcher Form?
Maderthaner: Das Team Kurz entstand eigentlich 2013 rund um die Vorzugsstimmenkampagne von Sebastian Kurz. Damals war die Entscheidung: Natürlich bleiben wir mit den 50.000 Menschen in Kontakt und arbeiten weiter mit ihnen an echter Veränderung. Jetzt, nach 2017, würde ich meinen, dass das Gleiche gilt. Hier sind Hunderttausende Menschen mit großen Hoffnungen Teil einer Bewegung geworden. Jetzt gilt es, mit diesen Menschen gemeinsam jene Veränderung zu bewirken, die es braucht. Die Mobilisierungskraft des Team Kurz kann dabei sicher nicht schaden.
Sieger
dpa/Hans Klaus Techt Österreichs Wahlsieger Sebastian Kurz winkt in Wien Anhängern zu. Der ÖVP-Chef wird vermutlich in Kürze offiziell mit der Koalitionsbildung beauftragt.
 Jäger: Bei der Bundestagswahl in Deutschland haben beide Volksparteien stark verloren. Inwiefern wäre das Erfolgsrezept von Sebastian Kurz auch auf die Bundesrepublik übertragbar?
Maderthaner: Methodisch gesehen ist diese Form der Mobilisierung grundsätzlich übertragbar. Ich bin fest davon überzeugt, dass Parteien insgesamt ihre strukturelle Bedeutung zunehmend verlieren und künftig in der Lage sein müssen, Menschen stärker rund um Anliegen zu involvieren und diese auch zu kampagnisieren. So etwas kurz vor einer Wahl zu beginnen, wäre zum Scheitern verurteilt. Auch Kurz hat eben 2013 damit begonnen. Politik wird zunehmend zum offenen Mitmach-Prozess und Kampagnen zu einer Art Dauerzustand, ein permanentes Interagieren mit jenen Menschen, die bereit sind, meine Sache zu unterstützen. Das ist mit einer ‚weiter so’ Botschaft sicherlich schwieriger als mit einer, die auf ‚Veränderung’ setzt. Aber auch bei ‚weiter so’ gibt es ein Verlangen nach einer begeisterungsfähigen Zukunftsvision, das gestillt werden will. Hier denke ich liegt die Herausforderung für die etablierten Volksparteien.

Wenn Verhandlungen stocken

Montag, 20. November 2017

Verhandeln heisst: Einander entgegenkommen

Wir alle kennen in der Alltagskommunikation die
Schwierigkeit beim Verhandeln.



Wenn Jugendliche mit den Eltern die Handykosten ausmarchen oder Mitarbeiter mit dem Chef eine Lohnerhöhung aushandeln, wird rasch bewusst:

Ein tauglichers Resultat kann nur gefunden werden, wenn es zu einer "Win-win" Situation kommt,

Jede Seite muss gewinnen. Vereinbarungen auf Kosten nur einer Seite ist stets eine schlechte Basis.

In Deutschland   versuchten  alle Akteure bei den Jamaika—Verhandlungen,  sich auf ein gemeinsames solides Fundament zu einigen.

Nun sind diese Verhandlungen geplatzt. So wie das Amen in der Kirche , folgen nun wohl in den Medienechos die Schuldzuweisungen.

Politologen waren sich bis zum Sonntagabend einig: CDU/CSU und Grüne und FDP werden sich trotz harzigen Absprachen doch noch einigen, denn sie wollen auf die lukrativen Regierungssitze nicht verzichten.

Anderseits  war es offensichtlich, dass eine Regierung nur mit faulen Kompromissen möglich geworden wäre.

Wenn Parteien, die von den Stimmbürgern ihrer Kernanliegen wegen gewählt worden sind, plötzlich ihre wichtigsten Anliegen aufgeben müssen, sind Probleme vorprogrammiert.

Wenn beispielsweise Grüne plötzlich Kohlekraftwerke in Kauf nehmen müssen oder wenn die Steuerung der Einwanderung als Kernziel gestrichen werden muss, verliert eine Partei ihre Glaubwürdigkeit.

Dass die Jamaikalösung nur noch  auf faulen Kompromissen zustande gekommen wäre, zichnete sich am Schluss ab.

Wir müssen bei allen Parteien verstehen, dass es gewisse Schmerzgrenzen gibt, die nicht überschirtten werden dürfen. Die FDP hat als einzige Partei am Schluss die Notbremse gezogen und sich gesagt: Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.

FAZIT: Verhandlungen taugen nur, wenn alle mit den Kompromissen leben können.

Faule Kompromisse sind stets eine schlechte Basis für den politischen Alltag.

Es gibt Grenzen, die bei Verhandlungen nicht überschritten werden dürfen.

Wenngleich nun der FDP vorgeworfen werden kann, sie sei zu wenig kompromissbereit,

so hat diese Partei immerhin Grösse gezeigt, indem sie ihre Grundhaltung, ihre Philosophie


 nicht für lukrative Regierungssitze geopfert hat.


Live

+++ Liveblog +++: Lindner verteidigt Jamaika-Aus
FDP-Chef Christian Lindner hat den Abbruch der Sondierungsgespräche mit Union und Grünen verteidigt.

Der Eintritt in eine Regierung hätte den Wählerauftrag zu einem Politikwechsel verfälscht. 

Die Entwicklungen im Liveblog. Mit Max Holscher und Vanessa Steinmetz mehr... Forum ]

Drei Szenarien sind denkbar.

Minderheitsregierung, grosse Koalition oder Neuwahlen?

Die erste Option ist eine Minderheitsregierung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) würde den Abgeordneten in diesem Fall einen Regierungschef vorschlagen. Das könnte Bundeskanzlerin Angela Merkel oder jemand anders sein. Im letzten von drei möglichen Wahlgängen könnte diese Person dann statt mit einer absoluten auch mit einer nur relativen Mehrheit gewählt werden. Rechnerisch wären dann zwar alle möglichen Regierungsbündnisse denkbar, etwa auch mit der AfD, realistisch kämen aber wohl nur zwei infrage.
Unter Merkel könnte ein mögliches Bündnis aus CDU, CSU und FDP bestehen. Die drei Parteien kommen im Bundestag zusammen auf 326 von 709 Sitzen; für eine Mehrheit (355 Sitze) würden 29 Stimmen fehlen. Ein zweites Bündnis wäre zwischen CDU, FDP und den Grünen möglich, ohne die CSU. Hierbei käme die Regierung auf 347 Sitze. Allerdings würde eine solche Koalition das Ende der jahrzehntelangen Union aus CDU und CSU bedeuten. Deutschlands Parteienlandschaft stünde kopf. Dazu käme bei jeder Minderheitsregierung, dass sie sich wechselnde Mehrheiten suchen müsste. So etwas hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben.
Das zweite Szenario wäre eine erneute grosse Koalition aus Union und SPD. Die Sozialdemokraten haben das unter ihrem Parteichef Martin Schulz zwar ausgeschlossen, das letzte Mal an diesem Wochenende. Doch wer weiss, wie sich die Stimmung in den kommenden Tagen entwickelt. Womöglich werden in der SPD doch noch Stimmen laut, welche die Partei in der Pflicht sehen, dem Land zu einer stabilen Regierung zu verhelfen. Mit 399 Sitzen kämen Union und SPD zumindest auf eine komfortable Mehrheit.
Die letzte Möglichkeit wären Neuwahlen. Dazu könnte Bundespräsident Steinmeier beispielsweise dann aufrufen, wenn Merkel von sich aus das Handtuch werfen würde. In dem Fall wäre die Ära der kürzlich noch als mächtigste Frau der Welt gefeierten Pfarrerstochter doch schon nach 12 statt nach 16 Jahren beendet. Und der Bundesrepublik stünde der heisseste politische Winter ihrer Geschichte bevor.
opfert. 

   

FDP macht bei faulen Kompromissen nicht mit

DIE SENSATION:



  • Schluss! Aus! Vorbei!  

    Ich zitiere NZZ:
    Drei Szenarien sind nun denkbar:

    Minderheitsregierung, grosse Koalition oder Neuwahlen?

    Die erste Option ist eine Minderheitsregierung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) würde den Abgeordneten in diesem Fall einen Regierungschef vorschlagen. Das könnte Bundeskanzlerin Angela Merkel oder jemand anders sein. Im letzten von drei möglichen Wahlgängen könnte diese Person dann statt mit einer absoluten auch mit einer nur relativen Mehrheit gewählt werden. Rechnerisch wären dann zwar alle möglichen Regierungsbündnisse denkbar, etwa auch mit der AfD, realistisch kämen aber wohl nur zwei infrage.
    Unter Merkel könnte ein mögliches Bündnis aus CDU, CSU und FDP bestehen. Die drei Parteien kommen im Bundestag zusammen auf 326 von 709 Sitzen; für eine Mehrheit (355 Sitze) würden 29 Stimmen fehlen. Ein zweites Bündnis wäre zwischen CDU, FDP und den Grünen möglich, ohne die CSU. Hierbei käme die Regierung auf 347 Sitze. Allerdings würde eine solche Koalition das Ende der jahrzehntelangen Union aus CDU und CSU bedeuten. Deutschlands Parteienlandschaft stünde kopf. Dazu käme bei jeder Minderheitsregierung, dass sie sich wechselnde Mehrheiten suchen müsste. So etwas hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben.
    Das zweite Szenario wäre eine erneute grosse Koalition aus Union und SPD. Die Sozialdemokraten haben das unter ihrem Parteichef Martin Schulz zwar ausgeschlossen, das letzte Mal an diesem Wochenende. Doch wer weiss, wie sich die Stimmung in den kommenden Tagen entwickelt. Womöglich werden in der SPD doch noch Stimmen laut, welche die Partei in der Pflicht sehen, dem Land zu einer stabilen Regierung zu verhelfen. Mit 399 Sitzen kämen Union und SPD zumindest auf eine komfortable Mehrheit.
    Die letzte Möglichkeit wären Neuwahlen. Dazu könnte Bundespräsident Steinmeier beispielsweise dann aufrufen, wenn Merkel von sich aus das Handtuch werfen würde. In dem Fall wäre die Ära der kürzlich noch als mächtigste Frau der Welt gefeierten Pfarrerstochter doch schon nach 12 statt nach 16 Jahren beendet. Und der Bundesrepublik stünde der heisseste politische Winter ihrer Geschichte bevor.

Wo sind sie geblieben - Eltern, die Zeit haben für ihre Kinder?

Arbeit über alles! (aus SPIEGEL-online)



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