Dienstag, 19. Februar 2019

Traumwetter im Februar

Postkartenbild - Leserfoto


5|30


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Montag, 18. Februar 2019

Tipps gegen langweilige Meetings

Viele Sitzungen sind überflüssig

Bildergebnis für Meeting

Wie können wir die Situation verbessern?

Büroangestellte verbringen im Schnitt 25 Stunden pro Monat in Meetings.

Sie werden mehrheitlich als ineffektiv empfunden.

80% glauben am eigenen Arbeitplatz produktiver zu sein.

50 empfinden Meetings langweilig und sie würden zu keinen klaren Ergebnissen führen.

Verständlich, dass viele während einer Sitzung etwas anderes tun. Sie schreiben Mails oder surfen.

Tipps:

- Die Teilnehmer müssen vorinformiert werden: Um was es geht. Ziele.

- Stellen Sie konstruktive Fokussierungsfragen. (Welches ist der wichtigste Punkt?)

- Nur jene einladen, die es betrifft.

- Schlagen Sie eine Schnellfeuerrunde vor: Jeder sagt in einem Satz seinen Beitrag zum Diskussionsthema.

- Ersetzen Sie das Brainstorming durch ein Brainwriting. Zuerst Idee aufschreiben, dann kommentieren

- Fragestellung zuerst in Zweiergruppe besprechen - Resultate ins Plenum einbringen

- Thema auf Flipchart skizzieren dann von beteiligten ergänzen lassen

LINKS:
www.rhetorik.ch/Meetings/Zeitverschwendung.html
Meetings als Zeitverschwendung. von Marcus Knill. Der bösartige Spruch hängt bereits in vielen Sitzungszimmern: Sind Sie einsam? Arbeiten Sie allein?
www.rhetorik.ch/Meetings/Meetings.html
31. März 2002 ... Sitzungen sind notwendig, aber sie bleiben allzu oft eine Quelle der Unzufriedenheit. In der Praxis sind Meetings: zu häufig; zu chaotisch; die ...
www.rhetorik.ch/Wut/Wut.html
Ein unbedachtes Wort an einem Meeting und schon kocht in uns die Wut hoch. Alle kennen die körperlichen Reaktionen einer Wutattacke: Der Blutdruck steigt.
www.rhetorik.ch/Meetings/Sitzungen.pdf
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Sitzungen – zu neudeutsch Meetings genannt – verursachen oftmals. Ernüchterung: Wenig oder gar nichts wurde erreicht, trotz endlosem Monolog.
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/04_25/index.html
25. Apr. 2015 ... In der Washington Post wurden (mit einem Augenzwinkern) Tips gegeben, wie man in einem Meeting gut aussehen kann. In den USA gibt es ...



www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html
2. Juli 2004 ... ... die Zuhörer zuzuschneiden. Wer es vor dem Meeting schafft, ein Persönlichkeitsprofil seines Gegenübers zu zeichnen, der hat einen Vorteil.
www.rhetorik.ch/Aktuell/17/11_15a/sitzungen.pdf
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
15. Nov. 2017 ... Lösungen für er folgreiche Besprechungen. Bernd. Steffens bietet ein ganzheitliches und umfassendes Buch zum The ma Meetings. Books.ch.


Sonntag, 17. Februar 2019

Tätowierte nach wie vor benachteiligt


  • Tätowiert und gepierct = unprofessionell?

    Tätowiert und gepierct = unprofessionell?

    Tattoos und Piercings am Arbeitsplatz sind auch heute noch ein Problem, wie uns Tätowierte und Gepiercte erzählen.

    KOMMENTAR: Es wird zu leichtfertig tätowiert und gepierct. Wüssten dei Betroffenen mit welchen Schmerzen, Problemem und Kosten ein Tatoo weggelasert oder wegoperiert werden muss, würde niemand so leichtfertig seinen Körper wie Urbewohner verunstalten.
    Wenngleich an einigen Arbeitsplätzen Tatoos toleriert werden, merkrn dei Betroffenen auf Schritt und Tritt, dass Kunden, Mitarbeiter usw. ihre kritischen Gedanken zu der angeblichen "Verschönerung" der Hautoberfläche machen. Wenngleich nichts gesagt wird, die negativen Gedanken werden stäendig nonverbal wahrgenommen. Von akzeptanz keine Spur. Vor allem im Beruf handelt sich der Tätowierte mehr Nach- als Vorteile ein. Es lohnt sich, auf irreversible Aussagen auf der Haut zu verzichten. 

Samstag, 16. Februar 2019

Wichtige Mutationen in der TV Welt





Prominenter Zugang beim BLICK
Jonas Projer wechselt zur Blick-Gruppe

Bildergebnis für jonas Projer

 

Jonas Projer wechselt zur Blick-Gruppe. Der TV-Journalist wird dort die Leitung für das Projekt «Blick TV» im Range eines Chefredaktors übernehmen.
Jonas Projer wechselt zur Blick-Gruppe
SRF-Scherrer wird Nachfolger

 Markus Gilli (63) verlässt Tele Zürich



Markus Gilli (63) verlässt mit Eintritt des Pensionsalters den TV-Sender «Tele Züri», berichtet die «NZZ». Nachfolger des bekannten Journalisten soll mit Pascal Scherrer (45) der bisherige Programmleiter von «Radio SRF 3» werden.






Jonas Projer wechselt zur Blick-Gruppe
Jonas Projer wechselt zur Blick-Gruppe

Freitag, 15. Februar 2019

Niemand will schmutzige Hände haben beim Arbeiten

Deutschland in der  Klempner-Krise!  
Wenn alle studieren wollen und glauben, sie hätten ein Recht auf eine Matura, kommt es zwangslläufig soweit, dass ein Handwerker mehr verdient, als ein Akademiker.
Bei der Inflation von Akademikern kann es soweit kommen, dass eine Person mit Doktortitel den Lebensunterhalt als Taxichauffeur bestreiten muss. Ein Handwerker hingegen, sich eine goldene Existenz aufbauen kann. Wir sind alle auf Klempner, Automechaniker, Informatiker und Elektromonteure angewiesen. Es lebe das duale Bildungssystem in der Schweiz.
 

Samstag, 9. Februar 2019

Für Lokalmedien sehe ich nicht schwarz

Die Lokalmedien haben eine 
Chance zu überleben.

Aber nur, wenn Sie das LOKALE in den Mittelpunkt stellen.
Die grossen Blätter köönnen sich diesen Themen nicht annehmen.
Lokale Anlässe
Lokale Politik
Lokale Probleme
Lokale Vorkommnisse
Dies in Wort und Bild kauft die Bevölkerung immer noch.
und zwar auf Papier, nicht online.



Freitag, 8. Februar 2019

Redensarten sind Rosinen in der Mediensprache

Bewahren wir diesen Wortschatz

Wenn die Sprache s' Chalb macht

Mundart verstehen ist das eine – alte Redensarten zu begreifen, etwas ganz anderes.

«Dem chalberte na de Mälchschtuel» – einem solchen Landwirt ist das Glück hold. Foto: Keystone
«Dem chalberte na de Mälchschtuel»
 einem solchen Landwirt ist das Glück hold.














Si händ nüüt hei praacht ussert vier blutti Chnüü.
 
Nehmen wir zur Erklärung die EU. ­Unnachgiebig fordert sie, dass unser Bundesrat dem Rahmenabkommen ­zustimmt. Weil sonst die bestehenden bilateralen Verträge nicht mehr aktualisiert würden. Doch die Schweizer und Chefverhandler Roberto Balzaretti werden nicht müde, zu beteuern, wie hart sie Gegensteuer gäben, um Brüssel doch noch ein paar Zugeständnisse abzuringen. Und kommen doch jedes Mal nur mit blutten Knien zurück.

Dem chalberet na de Mälchschtuel.
 
So hiess es landläufig, wenn einer sehr viel Glück hatte im Leben. Der Schweizer Bauernverband wäre deshalb sicher entzückt davon gewesen, hätte Federer damals die beiden in Gstaad gewonnenen Kühe Juliette und Désirée selber gemolken. Er wäre heute wohl der erfolgreichste Bauer der Nation.

Er isch nöd hinder em Haag füregschloffe.
 
Damit meinte man, jemand komme aus gutem, reichem Haus. Zum Glück ist diese Redensart heute nicht mehr verbreitet, man könnte sonst meinen, alle nicht reich Geborenen seien Einschleicher und quasi illegal da, bei Nacht und Nebel «hinder em Haag füregschloffe».

D Wält isch en eewige Höiet.
 
... tatsächlich chaotisch, ein Gheu. Aber die alte Redensart ist viel präziser und teilt die Welt in zwei Lager: «Di äinte mached Schöchli, und die andere verzettleds wider.»

Bisig schlüüfft na mängi Muus in en anders Loch.
 
Könnte auch ein Leitspruch für EU-Verhandlungen sein. Relativieren, beruhigen und abwarten.

S isch em wider en Röiff aab. 
 
Während unsere Bäume mit den Jahren immer schöner werden und jedes Jahr einen Röiff zulegen, war es bei den Menschen in der Vor-Botox-Ära umgekehrt. Wie bei einem Holzfass: Wenn das Holz langsam austrocknet, fallen die Metallringe ab.

Mit diine Bäine rüer i na Nussen abe. 
 
Hat da jemand besonders lange Beine? Ist nicht etwa als Kompliment für die langen Beine gemeint, sondern ein fieser Spruch. Heisst nämlich: Dich werde ich noch überleben, sogar mit deinen Gebeinen die Nüsse vom Baum runterholen.

Dä ghöört s nächscht Jaar de Gugger nüme rüeffe.
 
Wenn Sie dieses Sprichwort einen Alten im ländlichen Wirtshaus sagen hören, dann ist damit nicht gemeint, dass Ihr Nachbar bald auszieht, sondern dass er nicht mehr lange lebt. Um solche eventuell peinlichen Missverständnisse zu vermeiden, empfehlen wir eine präzisere alte Ausdrucksweise: «Er isst kä Hampfle Salz me.»

D Zää tüend em nüme wee.
 
Eigentlich wäre dies eine gute Botschaft. Wenn der Satz aber nicht vom Zahnarzt kommt, ist Vorsicht geboten. Diese Redewendung bedeutet nämlich: Der Betreffende ist gestorben.

Da isch d Hebamm au nüme gschuld. 
 
Meint das natürliche Hinscheiden in hohem Alter. Heute wäre abzuklären, bis zu welchem Alter der Verstorbenen die Hebammen juristisch verantwortlich sind. Eine Aufgabe für Juristen: A: 100, B: 95 oder C: 90 Jahre? Wir brauchen ein neues Gesetz!

Dä rüert de Bängel hööch.
 
Kein Bluffsack, der zu viel will und grandios scheitert, sondern einer, der hohe Anforderungen stellt. Bängel heisst übrigens Stecken.

Er hät em s Mösch putzt.
 
Diese Redewendung führt einem aus heutiger Wahrnehmung eher ins Schlafzimmer. Tatsächlich hiess aber Mösch der Messingbeschlag am Pferdegeschirr. Was aber nicht heisst, dass derjenige, der jemandem das Mösch putzt, ein unterwürfiger Stallknecht ist. Im Gegenteil, er ist einer, der jemandem die Meinung sagt.

Er trait de Chopf über em Huet.
 
Eine wahrlich diplomatische Art, einen Hochmütigen zu bezeichnen. Apropos Hut: Dieser stünde manch Hochmütigem besser als eine gewagte Föhnfrisur.

Er hät Schpatze under em Huet.
 
Meint weder einen Idioten noch einen Zauberkünstler, sondern jemanden, der nicht den Anstand hat, zur Begrüssung den Hut zu ziehen, wie es früher zu einem höflichen Mann gehörte. Weil in Zürich die Spatzenpopulation seit Jahren dramatisch sinkt, hoffen die Ornithologen, der alte Brauch möge zurückkehren. Und die vielen jungen Hutträger, die sich in den letzten Jahren deutlich vermehrt haben, würden im nächsten Frühling vermehrt ihre Hüte ziehen und die Spatzen fliegen lassen.

Er schtellt de Chambe.
 
Meint den Gockel, der mit aufgestelltem Kamm von seinen Hühnern den ihm scheinbar gebührenden Respekt einfordert. Heute würde man einfach sagen: Er hängt wieder den Macho raus.

Sii verschniidt d Wääe.
 
Soziologisch interessant, zeigt die alte Redewendung, dass, wer für das leibliche Wohl zuständig war, im Haus das Sagen hatte und oft auch darüber hinaus. Heute teilt die emanzipierte Frau keine Wähe mehr, sondern sie hat die Hosen an.

Er laat sich nöd a de Zääne la töggele.
 
Wer da an den Zahnarzt denkt, der nach Karies sucht, liegt komplett falsch. Es ist auch kein Spruch unter Boxern, im Stil: Der wird mir schon nicht die Zähne ausschlagen! Gemeint ist schlicht ein Mann, vor dem man sich in Acht nehmen muss, weil er keinerlei Spass versteht. Hoffentlich nicht Ihr Zahnarzt.

Si sind i de sibete Suppe es Tünkli verwandt.
 
Das klingt nach Jeremias-Gotthelf-Zeit, nach Grossmutterspruch und wenig wissenschaftlich, zeugt aber in Wahrheit von tief verankertem altem Wissen. Erst vor kurzem hat die moderne Soziologie das sogenannte Kleine-Welt-Phänomen bewiesen: Jeder kennt jeden über genau 6,6 Ecken.

En Maa und en Hund chasch gwööne, aber e Frau und e Chatz nööd.
 
Einen Hund kann man zähmen, «der dressierte Mann» (Esther Vilar, Siebzigerjahre). Eine Frau nicht.

Es Chalb git na e Chue, aber en Esel bliibt en Esel.
 
Hier scheinen punkto Intelligenz ­tatsächlich Hopfen und Malz verloren zu sein.
(Tages-Anzeiger)

Die Schlammlawine gefilmt


Donnerstag, 7. Februar 2019

Gut gebrüllt René Hildbrand

Der Frauen Club über das Thema Mann fand grosses Interesse beim Publikum

Nach zwei Sendungen wissen wir nun: Als Gott den Mann schuf, hat sie nur geübt. Und wie sagte die Schauspielerin Iris Berben mal so treffend: «Alle Frauen warten auf den Mann ihres Lebens, aber in der Zwischenzeit heiraten sie.» Sind die Männer tatsächlich in der Krise? Oder ist es nur eine Themenkrise der «Club»-Redaktion? (Quelle: Persönlich.com)
 


René Hildbrand
René Hildbrand ist Journalist, langjähriger Fernsehkritiker und Buchautor. Während 27 Jahren war er für «Blick» tätig, danach Chefredaktor von «TV-Star».

Mittwoch, 6. Februar 2019

Gesunder Menschenverstand

Diesem Architekten müsste man einen Kaktus verleihen. IQ ?(Quelle 20 Min)
Bau-Fails

Dienstag, 5. Februar 2019

SRF hat Stecker gezogen

Christa Rigozzi ist ihren «Arena»-Job los

Auch bei der «Arena» muss das SRF sparen. Weil es im Wahljahr 2019 drei Wahl-«Arena»-Sendungen realisieren will, verzichtet es fortan auf das Format «Arena/Reporter» mit Rigozzi.




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SRF setzt das Format «Arena/Reporter» nach nur wenigen Sendungen wieder ab: 2017 wurden drei Ausgaben produziert, 2018 vier. Fürs Wahljahr 2019 werden drei Aussensendungen produziert – hier im Bild die Aufzeichnung der «Arena vor Ort» im Jahr 2015 in Luzern.

SRF setzt das Format «Arena/Reporter» nach nur wenigen Sendungen wieder ab: 2017 wurden drei Ausgaben produziert, 2018 vier. Fürs Wahljahr 2019 werden drei Aussensendungen produziert – hier im Bild die Aufzeichnung der «Arena vor Ort» im Jahr 2015 in Luzern. Damit verliert Christa Rigozzi den prestigeträchtigen Moderationsjob beim SRF wieder. «Ich bedaure sehr, dass die Sendung nicht weitergeführt wird, aber verstehe natürlich, dass im Wahljahr Prioritäten gesetzt werden», sagt die Tessinerin. «Arena»-Chef Jonas Projer betont, dass der Entscheid kein leichter war: «Besonders wegen der grossartigen Zusammenarbeit mit Christa Rigozzi. Mit ihrer Intelligenz, ihrem Charme und ihrer Professionalität wertete sie ein nicht nur einfaches Format massiv auf.» Im Juni 2017 gab die Ex-Miss Schweiz in der neuen SRF-Sendung «Arena/Reporter» live ihr Debüt als Polit-Moderatorin. In ebenso italienisch gefärbtem Hochdeutsch stellte sie den geladenen Gästen einige Fragen. Autorin Julia Onken liess sich gleich anstecken. «Jetzt rede ich schon Hochdeutsch aufgrund Ihrer Ansage», korrigierte sich Onken nach ihrer Antwort. Im Vorfeld war das Engagement der ehemaligen Schönheitskönigin kontrovers diskutiert worden. Kommunikationsberater Marcus Knill beurteilt, wie sich die Tessinerin mit Studienabschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Seite von Jonas Projer geschlagen hat: «Rigozzi ist gut vorbereitet und bringt über die Publikumsbeiträge wichtige Aspekte der Kesb- Problematik in die Diskussion ein. Die Fragestellungen sind klar und gut strukturiert.» «Eine wache Persönlichkeit, die das Lampenfieber, das bei jedem wichtigen Auftritt vermehrt vorhanden ist, sofort in positive Ausdruckskraft umsetzt. Der einmalige Medienwirbel im Vorfeld der Sendung ist zweifelsfrei belastend.» «Sie nahm die Rolle der Mutter ein, indem sie jemanden fragte, was man mit dem Kind hätte machen sollen. Das ist ein Kapitalfehler. Als Moderatorin darf man niemals persönlich Stellung nehmen.» «Beim Start der Sendung war Frau Rigozzi weniger locker als bei anderen Auftritten. Im Laufe der Sendung wurde sie immer schlechter und immer nervöser. Sie fingerte am Stift herum. Frau Rigozzi schien durch dieses Durcheinander im Gespräch und ihre gleichzeitige Arbeit in den sozialen Medien zusehends überfordert.»
UMFRAGE:

Was hältst du vom «Arena/Reporter»-Aus?

8 %

56 %

6 %

30 %
Insgesamt 2089 Teilnehmer

(20 Minuten)
Kommentar: Im Konzept von Jonas Projer war die Rolle Rigozzis klar definiert.
Sie moderiert nicht, sondern ist das Bindeglied zum Publikum (Brückenfunktion). Sie bringt die eingebrachten Kommentare in die Sendung ein. Leider konnte sie es nicht lassen und hat sich immer wieder  in die Moderatorenrolle begeben und den Dialog mit den Akteuren in der Runde gesucht. Das hat nicht nur mich gestört. Im November rügte auch der SRG-Publikumsrat die Doppelmoderation Jonas Projer und Frau Rigozzi. Sie funktioniere nicht befriedigend.

Montag, 4. Februar 2019

Männnlichkeit in der Krise?

Der Club hat es geschafft.

Die Zusammensetzung der Runde bestätigte das Vorurteil, dass die Männlichkeit in einer Krise stecke.
Das Wunschdenken der Redaktion sollte veranschaulicht werden. Dies gelang den Sendeverantworltichen sehr gut.
Es darf aber bezweifelt werden, dass solche einseitige Sendungen Quotenbolzer werden. Laut Kommentatoren haben viele nach kurzer Zeit weggezappt. 


KOMMENTAR: 
Wie soll der heutige Mann sein, lautete die Frage.
 Softie oder Macho?
Die Kritik am Mann ging so weit, dass ihm unterstellt wird, alles falsch zu machen, im Gegensatz zur edlen Frau.
Unterschiede am Frauen - und Männerbild sollten aufgehoben werden! Dieses Wunschbild stösst bei vielen Männern auf Widerstand. Es gibt zahlreiche  Männer, aber auch  Frauen , für die Unterschiede der Geschlechter etwas völlig Natürliches sind.
Barbara Lüthi gelang es, mit der Auswahl der Männerrunde, den Eindruck zu erwecken, dass tatsächlich die Männer hysterisch sind. Dies freute beispielsweise Sonja A. Buhholzer. Sie kommentierte:
"Wundervoll!"
Vor der Ausstrahlung beanstandeten Frauenrechtlerinnen, dass keine Frau eingeladen wurde. Nachträglich müssten sie eigentlich hoch zufrieden sein. Denn das Sendekonzept bestätigte ihnen ihr Vorurteil von der toxischen Männlichkeit. Uebigens würde es mich interessieren, wenn in einer Sendung von toxischer Weiblichkeit gesprochen würde. Der Aufschrei wäre vorprogrammiert.
Nach meinem Dafürhalten dürfen Frauen und Männer zu ihrem unterschiedlichen Rollenbild stehen. Es fehlt mir bei solchen Schwarz/weiss Sendungen die Toleranz und die Akzeptanz der gegebenen Unterschiede. Gleichmacherei ist meist ein schlechter Ratgeber. 

Sonntag, 3. Februar 2019

Schon wieder ein Holocoaust Vergleich

Schlimme Entgleisung bei der Diesel Debatte

NRW-Ministerpräsident Laschet: „Die Grünen scheinen jegliches Maß bei ihren Kampagnen zu verlieren“

Mit dem Rad zur Arbeit: Grünen-Politiker Michael Cramer im September 2018 vor dem Europaparlament 

 Grünen-Politiker Michael Cramer im September 2018 vor dem Europaparlament


Einmal in Fahrt, ließ sich der Grünen-Politiker zu folgender These hinreißen: „Es gibt Leute, die leugnen den Klimawandel. Es gibt Leute, die leugnen den Holocaust. Es gibt Leute, die leugnen, dass Feinstaub und Feinstaubpartikel und CO₂ und Stickoxide gesundheitsschädlich sind – das gehört dazu.“
▶︎ Das muss man erst mal hinkriegen: Holocaust- und Klimawandel-Leugner in ein Argument zu verpacken. Auf BILD-Anfrage ruderte Cramer weniger Stunden später zurück: „Selbstverständlich kann man das Leugnen des Holocausts nicht in einen Zusammenhang stellen mit dem Leugnen des Klimawandels. Das war dumm und falsch von mir.“
Angesprochen auf die Entgleisung sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (57, CDU) zu BILD: „Dieser Vergleich ist absolut indiskutabel und unerträglich. Am Sonntag war ich noch in Auschwitz. Das größte Menschheitsverbrechen in einem Atemzug mit Feinstaubpartikeln und der aktuellen Diesel-Diskussion zu bringen, überschreitet jede Grenze. Die Grünen scheinen jegliches Maß bei ihren Kampagnen zu verlieren.“ (Quelle Bild)

Kommentar: Unverständlich, dass es  immer wieder Politiker gibt, die nicht wissen, dass Nazi-, und Holocaust Vergleiche ein No-Go sind.

Samstag, 2. Februar 2019

Sprachsprechstunde aus TAGI

Das Interview mit der Königin

Dschungelkönigin Evelyn steht Red und Antwort

20 Min Print

«Ich habe noch immer einen Schwanz im Bauch»

 Die neue Dschungelkönigin heisst Evelyn Burdecki. Mit 20 Minuten spricht sie über die ersten Minuten zurück in der Zivilisation und wie es mit ihr und Domenico nun weitergeht.

Evelyn Burdecki hat das Dschungelcamp für sich entschieden. Foto: RTL
Sie war Favoriten, nun ist sie Königin: Evelyn Burdecki hat es auf den Dschungelthron geschafft.
Zum Thema
Seit Samstagabend steht fest: Evelyn Burdecki ist die 2019er Königin des australischen RTL-Dschungels. Mit ihrer herrlich lustigen Art hat sich die 30-Jährige während zwei Wochen in die Herzen der Zuschauer geplaudert und konnte sich im Finale gegen die Zweit- und Drittplatzierten Felix van Deventer (22) und Peter Orloff (74) durchsetzen.
Umfrage
Passt es dir, dass Evelyn Dschungelkönigin geworden ist?

71 %

17 %

12 %
Neben dem Titel, dem Krönchen und dem Zepter gab es für Evelyn auch (erstmals in der Geschichte von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!») eine Siegesprämie von 100'000 Euro. Die Summe möchte die neue Busch-Monarchin in ein Studium investieren.
20 Minuten hat wenige Stunden nach ihrem Camp-Auszug mit Evelyn gesprochen.
Evelyn, es ist überstanden. Wie fühlst du dich?
Mir geht es super, super gut. Ich bin immer noch komplett durch den Wind. Mein Körper ist zwar hier, aber meine Seele schwirrt noch über dem Dschungel. Ich werde es erst in drei, vier Tagen realisieren, was hier gerade los ist.
Was hast du als Erstes nach deinem Auszug gemacht?
Klares Wasser getrunken, mich auf den roten Teppich geschmissen, gelacht, geweint und geschrien. Ich habe an meine Familie gedacht und dass ich einen Schwanz und einen Skorpion in meinem Bauch habe – die übrigens noch immer in meinem Magen sind.
Wie ist es, wieder in der Zivilisation zu sein?
Ich geniesse die Freiheit sehr. Ich habe auch schon eine Pizza gegessen – mit Thunfisch, Mais, Zwiebeln, Knoblauch, scharf und lecker angebranntem Rand.
Wen hast du zuerst kontaktiert, als du dein Handy wieder bei dir hattest?
Mein Handy hatte ich noch gar nicht in der Hand. Ich werde aber meine Eltern anrufen, meine beste Freundin, einfach alle. Ich werde sogar Siri «Hallo» sagen.
Was bedeutet dir der Sieg?
Ich lebe meinen Traum. Im Dschungel war ich innerlich jeden Tag kurz davor, abzubrechen, habe aber gekämpft und bin jetzt Dschungelkönigin 2019. Es ist ein unfassbares Gefühl.
Viele Leute meinten, du spielst deine Naivität nur. Verletzt dich das?
Anfangs hat es mich sehr verletzt, da es ja mein Charakter ist. Ich wusste oft nicht, warum es Menschen gibt, die sowas zu mir sagen. Mittlerweile kann ich sehr gut damit umgehen und auch verteidigen, was ich bin. Ich werde mich für niemanden auf dieser Welt verändern. Die Menschen spüren es, wenn man real ist.
Im Camp hast du dich mit deinem Ex-Freund Domenico gestritten. Ist es für dich nun eine Genugtuung, dass du gewonnen hast?
Nein! Ich hätte ihm den Sieg auch gegönnt. Die Diskussion hatten, denke ich, nichts mit dem Sieg zu tun. Ich hätte es nur für mich und mein Herz gewünscht, dass da ein «Verzeih mir» oder eine Umarmung gekommen wäre.
Wirst du jetzt die Aussprache mit Domenico suchen?
Das Thema Domenico ist für mich mit dem Dschungel abgeschlossen. Ich hasse ihn nicht, aber werde ihn auch nicht mehr wiedersehen.
Deine letzten Worte an Domenico?
Ich wünsche ihm alles Gute mit seiner Familie und seinem Kind.
Wann bist du im Dschungel an deine Grenzen gestossen?
Schon in der ersten Sekunde dachte mir: «Okay Evelyn, du bist jetzt hier drin und kommst erst mal nicht raus.» Jeden Abend habe ich zu Gott gebetet, damit ich noch einen Tag schaffe.
Welcher Bewohner hat dich am meisten genervt?
Die Kakerlaken, Ratten und so. Die waren immer in meiner Kukun-Ecke (sie meint «Kokon»; die Redaktion). In der Nacht habe ich mich mit meiner Hängematte fest eingerollt, wie so eine Kukun vom Schmetterling. Ich dachte, dann kommen die Tiere nicht rein. Sie krabbelten aber alle drum herum, es war richtig schlimm.
Würdest du erneut in den Dschungel gehen?
Es war eine ganz krasse Zeit. Für eine Stunde würde ich nochmal reingehen, aber für einen Tag erst mal nicht. Wenn ich in die Richtung der Berge blicke, bekomme ich ein Angstgefühl. Frag mich aber in einem Jahr nochmals.
KOMMENTAR:
Die kindliche Art der Dschungelkönigin kam beim Publikum an. Sie wurde als echt empfunden. Es trifft zu:
Die Menschen merken, wenn jemand REAL ist.
Authentisches Auftreten ist auch bei der Medienrhetorik das Wichtigste. Doch muss vor Mikrofon und Kamera nicht alles gesagt werden, was einem in den Sinn kommt. Evelyn dürfte die Worte filtern. Sie lässt den Gedanken unbedacht sprudeln.

Freitag, 1. Februar 2019

Fragwürdige Forderung

Die Schule sollte allen Kindern gerecht werden

Wenn gefordert wird, dass sich der Lehrer vermehrt den Problemkindern widmet, kommen die "normalen"Kinder zu kurz.
Es gibt Klassen, da gibt es eine Vielzahl von Kindern, die kaum deutsch können. Dort müsste sich der Lehrer auch vermehrt diesen Kindern widmen. Dies auf Kosten der Kinder, die deutsch sprechen.
Dasselbe gilt für Kinder die ständig stören. Diese"verhaltensgestörten"Kindern merken schnell, dass sie nur stören müssen, um mehr Zuwendung zu bekommen.
Ich verstehe alle Lehrkräfte, die folgende fragwürdige Forderung ablehnen:
Ich zitiere 20 Min:


FAZIT: Wollen wir eine Schule, deren Niveau gesenkt wird? Veränderungen ja, aber sie müssen zu VERBESSERUNGEN führen, sonst begeben wir  uns auf einen Holzweg statt auf den Erfolgsweg.  Ich befürworte auch eine Aufwertung des Klassenlehrers. Dann muss er aber vom Papierkram entlastet werden und die Schule sollte wieder die Sonderfälle auch gesondert angehen.
Es war ein Fehler, die Sonderklassen abzuschaffen.
Bei der heutigen Lösung kommen die leistungswilligen Kinder zu kurz und der Lehrer wird auch den Sonderfällen nicht gerecht.

Ungeschminkte, harte Fragen - überlegte, geschickte Antworten

Gerhard Pfister weicht  Fragen nicht aus.

von Marcus Knill *


Der CVP Kapitän freut sich,  für das Wahljahr 2019 und kündigt an, dass er keinen Untergang für sich sieht, sollte die CVP unter die 10-Prozent-Marke fallen. Er glaubt an seine Strategie und lässt sich nicht von PR Managern vom Kurs abbringen.
Pfister antwortet  überlegt, geschickt auch auch ungeschminkte Fragen.

Ich zitiere aus einem Blick Interview:

Das Interview gab er in Oberägeri am Schiffsteg. Die Sonne über dem Ägerital drückt den Nebel nach oben in Richtung Morgarten-Sattel und nach unten ins Zugerland, als Gerhard Pfister  kurz nach 15 Uhr eintrifft. Wäre es nicht Winter, könnte der Kapitän der CVP Schweiz pünktlich mit dem Nachmittagsschiff ablegen. Doch das Motorboot dümpelt im Winter im Hafen, und Pfister, der auch die Ägerisee Schifffahrt AG präsidiert, klettert   über die Reling. Locker. Gut gelaunt. Pfister ist zu Hause und lädt zum Spaziergang dem Ufer entlang.

BLICK, Herr Pfister, wie oft können Sie solche Tage am Ägerisee geniessen?
 
Gerhard Pfister:

  
 Leider viel zu wenig. An den Wochentagen bin ich in Bern oder sonst irgendwo in der Schweiz unterwegs, und so ist Oberägeri für meine Frau Franziska und mich ein Rückzugsort an Wochenenden. Im Sommer lebt es sich hier wie in den Ferien: Zu unserer Wohnung gehört ein kleines privates Badeplätzchen, wo ich am liebsten täglich schwimmen ginge.
Sind Sie auch gerne am Ruder? Sie sagen ja nicht nur in der CVP, wo es lang geht, sondern auch in vielen Verwaltungsräten.
 
Ja, ich habe gerne Führungsaufgaben. Aber derjenige, der in einem Boot am Ruder sitzt, ist meist der Passivste. Ich bringe da lieber selber etwas in Bewegung.
Rudern Sie auch sportlich?
 
Ja, aber ich brachte es nie auf Skiff-Reife. Doch die frühere Privatschule meiner Familie war die erste Besitzerin von Ruderbooten auf dem Ägerisee. Daraus entstand ein Ruderclub, dem ich einige Jahre als Mitglied angehörte.
Pfister führt auf seiner Webseite Sport als Hobby auf. Nach Lesen und Kunst, aber vor Reisen und Schreiben. Dies nimmt man dem doktorierten Literaturwissenschaftler nicht so recht ab, wenn er gemächlich dem Seeufer entlang spaziert. Doch Pfister insistiert: An Neujahr werde er auf den Langlaufski stehen. Sein Arzt erlaube ihm dies nach einer Knieoperation wieder.
Fühlen Sie sich fit fürs Wahljahr 2019?
 
Obwohl die Wahlvorbereitungen längst begonnen haben und schon jetzt fast jeder Abend besetzt ist, geht es mir gut.
Auch Ihrem Rücken? Auf Ihrer Webseite steht ein Spruch der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher: «Das Rückgrat ist bei vielen Politikern unterentwickelt. Vielleicht weil es so wenig benutzt wird.»
 
Auf meiner Seite finden Sie noch andere Sprüche von schlauen Politikern! Aber Danke für die Nachfrage: Meinem Rücken geht es bestens.
Ist die eiserne Lady Thatcher ein Vorbild für Sie?
 
Ja. Übrigens auch für die neue FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter! Thatcher ist in meinen Augen ein Beispiel für Mut in der Politik. Sie hat als wirklich unabhängige Frau und Politikerin oft und gern unbequeme Positionen vertreten. Das hat mir immer sehr imponiert.
Sind Sie ein eiserner Lord? Man sagt Ihnen ein teils unbeherrschtes, ruppiges Verhalten nach. Während der Bundesratswahlen sollen Sie ein paar mal die Fassung verloren haben.

 Man kann sich nicht gegen Klischees wehren. Also lasse ich es.
Enthalten Klischees nicht immer einen Funken Wahrheit?
 
Ich bin fordernd, das ist mir bewusst. Ich bin ungeduldig. Und ich streite einfach gerne, wobei ich dies auf eine gute Art tun möchte. Streit gehört meiner Meinung nach zur Politik. Wir Parlamentarier sind für unsere Überzeugungen nach Bern gewählt und sollten diese mit Profil und Herzblut vertreten.


KOMMENTAR:
Das unbeherrschte ruppige Verhalten wird in ein neues Licht gerückt. Pfister zeigt sich selbstkritisch. Der unterschwellige Vorwurf, dass er bei den Verwaltungsräten nicht Nein sagen kann, begründet er geschickt: "Ich übernehme gerne Führungsaufgaben. Ich will etwas in Bewegung setzen.

Aber steht nicht gerade Ihre CVP für politisches Wischiwaschi?
 
Das zu verhindern, ist meine Aufgabe. Ich will der CVP mehr Ecken und Kanten geben, mehr Profil. Ich selber mag keine Politiker, von denen man nicht weiss, wofür sie stehen. Klare Meinungen sind mir viel lieber als solche, die hinter einer Pseudo-Sachlichkeit versteckt werden.


KOMMENTAR:
Mediengerecht wird das negativ besetzte Wort Wischiwaschi nicht wiederholt. Der CVP Präsident sieht es als seine Aufgabe, der Partei klare Konturen zu geben. Er übernimmt die Verantwortung. Das macht ihn glaubwürdig.

Wie klar darf es denn sein? Ist es okay, wenn SP-Chef Christian Levrat FDP-Bundesrat Ignazio Cassis vorwirft, er betreibe Aussenpolitik wie Viktor Orban, der rechtskonservative Ministerpräsident Ungarns, und verhalte sich wie ein dritter SVP-Bundesrat?
 
Cassis wurde innerhalb eines Jahres vom Resetknopf-Drücker zum Euroturbo. Das ist tatsächlich nicht glaubwürdig.  Aber auch ich frage mich, was Cassis denn wirklich will, und ob er die Position des Gesamtbundesrats vertritt, oder einfach seine eigene momentane Tagesansicht, die er wieder ändern kann. Der Orban-Vergleich von Levrat ist allerdings absurd. So kommen wir auch nicht weiter.
Pfister blinzelt in die Sonne. Er signalisiert, dass er lieber vorausschauen möchte. Er rühmt den Blick über den See und die spezielle zugerische Kombination von Tradition und Fortschritt, eidgenössischer Geschichtstradition und internationalem Flair. Und den wirtschaftlichen Erfolg seines Wohnortes, der sich am See ein modernes Hallenbad mit einem Wellnessbereich geleistet hat.
Im Ägerital engagiert sich Pfister auch für eine Klinik, eine Sprachheilschule und die Interessensgemeinschaft Morgarten. Er begründet dies mit Dankbarkeit gegenüber der Bevölkerung. Diese habe schon seinen Vater und Grossvater, beide ebenfalls Kantonsräte – zu ihrem öffentlichen Engagement bewogen.
Sehen Sie schwarz, dass die EU beim Rahmenabkommen der Schweiz noch entgegenkommt?
 
In der jetzigen Situation mit dem Brexit und vor den Wahlen in Europa stehen die Zeichen nicht so, dass sich die EU irgendwelche Konzessionen gegenüber der Schweiz erlauben könnte.
Aber dann hat der Vertrag innenpolitisch doch keine Chance?
 
Wir müssen uns einfach bewusst sein, dass wir einen Preis bezahlen, wenn wir das Rahmenabkommen nicht unterstützen. Wie hoch er ist, werden wir sehen. Es kommen sicher keine einfachen Zeiten auf uns zu: Wollen wir eigenständig bleiben, müssen wir auf die Zähne beissen. Aber das ist immer noch besser, als wenn wir im Frühjahr voreilig ein Rahmenabkommen unterzeichnen, das innenpolitisch null Chancen hat.


KOMMENTAR:
Pfister nimmt Stellung und weicht nicht aus. Die  Haltung von Cassis kann er nicht nachvollziehen und beim Rahmenabkommen ist er gegen eine vorschnelle Unterzeichnung. Jedenfalls nicht um jeden Preis. Er schliesste die Klammer zum ersten Teil des Interviews, wo er Wert darauf legt Rückgrat zu zeigen. Pfister will kein Widfähnchenpolitiker sein.

Das Wahljahr 2019 bringt Pfister nicht aus der Ruhe. Der Jahreswechsel ist für ihn kein politischer, sondern ein privater Termin, den er mit seiner Frau, der Familie seines Bruders und seinem Schwager im Engadin verbringt.
Bleiben Sie CVP-Kapitän, wenn Ihre Partei unter die Zehn-Prozent-Marke fällt?

 Soweit wird es nicht kommen, auch wenn die Wahlen kein Spaziergang sind. Ich gehe nicht von einem Wechsel aus. Ich gebe aber gerne zu, dass mich die Politik weiterhin extrem fasziniert.
Sie streben eine Wiederwahl als Nationalrat an. Würden Sie die ganze Legislatur im Amt bleiben – auch ohne CVP-Präsidium?
 
Ja, auch als Präsident. Ich kann mir gut vorstellen, die CVP bis in die Wahlen 2023 zu führen. Aber man kann es jetzt weder voraussagen noch ausschliessen. Im Übrigen ist mir in dieser Frage Toni Brunner ein Vorbild. Obwohl er sein halbes Leben in Bern verbrachte und SVP-Chef war, liess er sich nie zu sehr vom Politbetrieb beeindrucken. Er blieb bis zum Schluss sehr glaubwürdig darin, dass er Bern nicht vermissen wird. Als ich das gesehen habe, habe ich mir gedacht: Das muss ich dann auch mal hinkriegen.


KOMMENTAR:
Diese Sicht der persönlichen Situation nimmt man dem Parteipräsidenten ab. 
Ich habe Gerhard Pfister auch bei anderen Auftritten beobachtet.
So auch an der Dreikönigstagung 2019. Dort  hielt er eine vielbeachtete Rede und erntete von allen Seiten grosses Lob. Auch ich gab ihm
Als Beobachter an diesem Anlass gab ich ihm auch eine gute Note. Doch war diese Rede kein Medienauftritt, sondern vielmehr eine Vorlesung. Sehr gut formuliert, schnell gesprochen ohne Pausentechnik. Ohne Blickkontakt zum Publikum.
Die Rede war eigenhändig  geschieben, gut durchdacht, doch abgelesen. Es war eine VorLESUNG.
Der Literaturwissenschaftler, der sich auch im Literaturclub zeigen darf, beeindruckte die Anwesenden, die Medienleute, Journalisten und Verleger. Pfister war sich wohl nicht bewusst, dass er zwar mit der hervorragend formulierte Vorlesung die Adressaten beeindruckte, aber dass der Inhalt durch das Ablesen von den zuhörern schlecht "verdaut" werden konnte. Die perfekt formulierten Gedanken folgten zu dicht aufeinander, ohne Pausen. Ich fragte nachher in der Pause eine Handvoll Journalisten, was hängen geblieben ist. Resultat: Sehr wenig bis nichts. Das erinnerte mich an einen Geistlichen, der an einer Abdankung eine wohlklingende perfekt formlierte Rede abgelesen hatte. Alle fanden zwar auch diese Rede brilliant aber niemand konnte nachher den Inhalt wiedergeben. Auf die Frage, was die Kernbotschaft des Geistlichen gewesen sei, wiederholten man mir immer wieder: Aber es war aber eine schöne Abdankung. " Isch doch e schöne Liich gsii". Leider genügt das nicht.

FAZIT:

Eine Rede ist keine Schreibe. Gerhard Pfister hat dann aber  an der Dreikönigstagung vom 9. Januar in Zürich im Interview mit Matthias Ackert einmal mehr bewiesen, dass er mediengerecht und dialogisch sprechen kann. Mit Pausen, Blickkontakt und einfacher,"strassengängiger" Sprache.


* Marcus Knill, Experte für Medienrhetorik (www.knill.com) analysiert laufend Persönlichkeiten auf der virtuellen Navigationsplattform für Medien und Kommunikation www.rhetorik.ch


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Mittwoch, 30. Januar 2019

Der Traum vom eigenen Haus ist ungebrochen

Fast eine Million EF in der Schweiz
Zersiedelung als Konsequenz der Selbstverwirklichung? (Artikel enthält Audio)



Einfamilienhaussiedlung an einem Hang

Klassische Einfamilienhäuser sind beliebt

(Quelle SRF) Eine Umfrage des Bundesamts für Kultur aus dem letzten Jahr zeigt: Gut 60 Prozent von 1000 befragten Schweizerinnen und Schweizern möchten am liebsten in einem ländlich geprägten Dorf mit viel Grünem wohnen. Eine Mehrheit wünscht sich das klassische Einfamilienhaus mit Gibeldach.
Warum dies so ist, erklärt Felix Keller, Assistenzprofessor für Soziologie an der Universität St. Gallen. Er hat sich mit Siedlungsfragen und Utopien befasst. «Das Einfamilienhaus ist quasi die Mikro-Utopie eines autonomen Lebens. Soziologen sprechen auch vom Territorium des Selbst. Dahinter steckt die Idee, dass man sich ein selbstbestimmtes Leben einrichten kann und sich nicht in eine Abhängigkeit begibt.»
Das allerdings stimme dies nicht  ganz so, schränkt der Soziologe ein, es entstünden dafür andere Abhängigkeiten, zum Beispiel finanzielle, und man sei an die Wohngemeinde gebunden. Das Haus bestimme unter Umständen sogar, ob man einen bestimmten Arbeitsplatz wählen könne.

Ansprüche führen zu Landschaftsverbrauch

Aber auch davon lassen sich offenbar viele Leute nicht überzeugen. «Der Wunsch, sich zu verwirklichen, ein autonomes, selbständiges Leben zu führen, ist in einer hochkomplexen Welt sehr verständlich. Das Problem liegt daran, dass die individuelle Rationalität zu einer kollektiven Irrationalität und zu einem grösseren Verbrauch von Landschaft führt.»
Alternativen zum Einfamilienhaus gebe es, sagt Architekt Graf, zum Beispiel gestapelte Einfamilienhäuser. Dabei werde versucht, die Vorzüge des Einfamilienhauses nicht nur auf einer Parzelle zu realisierenm, sondern in einem grösseren linearen Gebäude.
Das klassische Einfamilienhaus hingegen bleibt für viele Menschen nach wie vor ein Traum. Vielfach scheitert  er nur an der Finanzierung.

KOMMENTAR: Ich bin in einem Einfamilienhaus aufgewachsen und erkannte erst in Zürich, als wir mit Kindern eine kleine Mietwohnung hatte, was es heisst, sich nach eigenem Gutdünken in einem Haus selbstbestimmt leben zu dürfen. Es gibt keine Konflikte mit dem Klavierspielen oder dem Grillieren auf dem Balkon. Selbst in Eigentumswohnungen kann es Differenzen geben hinsichtlich gemeinsamer Unterhaltkosten oder wenn plötzlich neue Besitzer sich nicht an Abmachungen halten. Schade, dass wir in der Schweiz den Besitz eines eigenen Heimes nicht erleichtern. Ich begreife jeden Mieter, wenn es sich nach einem Häuschen sehnt, vor allem Familien mit Kindern.
Die Beschaffung eines Hauses müsste erleichtert werden, damit Eltern in einem eigenen Heim leben können, solange die Kinder noch klein sind. Die Banken sind gefordert.