Mittwoch, 9. Oktober 2019

Bieridee

Diese Bieridee wird  der SP Stimmen kosten








Es ist ein Tabubruch: Zwei Wochen vor den Wahlen verlangt 
SP-Fraktionschef Roger Nordmann, dass es mit der Freiheit 
beim Fliegen vorbei sein soll.








Zahl 
der Flüge pro Kopf soll limitiert werden

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der Flüge pro Kopf soll limitiert werden

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der Flüge pro Kopf soll limitiert werden

Dienstag, 8. Oktober 2019

Prognosen und Analysen bei Wahlen

Beeinflussen Prognosen die Stimmbürger?


Politikwissenschafter Claude Longchamp, bekannt als der Mann mit der Fliege, war viele Jahre das Gesicht für Wahlprognosen und Analysen (gfs.bern).
Ich war an einer Veranstaltung der SRG im Fernsehstudio Leutschenbach, weil ich mich zur Zeit recht internsiv mit Beeinflussungsprozessen beschäftige.

Dieses Bild haben wir Claude Longchamp in Erinnerung. 


Bildergebnis für claude longchamp

Ich bewunderte stets seine medienrhetorischen Stärken. Vor Mikrofon und Kamera konnte er stets seine Gedanken präzis und verständlich auf den Punkt bringen.
Deshalb war ich gespannt, wie er  in einem Seminar die Thematik "Einfluss der Prognosen" behandelt.
Viele Teilnehmer erkannten Longchamp zuerst kaum noch. Denn er befreite sich äusserlich vom Klischee "Mann mit derr Fliege" und kam im individuellen Outfit.

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Erstaunt war ich, dass er leider vor dem Publikum die Lautstärke nicht dem Raum anpasste. Er sprach im Kammerton, so als trage er Mikrophon. Jedenfalls hatte das Publikum Probleme, die spannenden Ausführungen akustisch zu verstehen. Weshalb keine Verstärkeranlage?
Viel hatten bei der Präsentation von Tabellen und Zahlen Zahlen und Texte zu lesen. Sie konnten nicht einmal ganz vorne gelesen werden. Leider kennen  viele Dozenten das ABC des Präsentierens immer noch nicht. Schaubilder sollten von den Teilnehmern gelesen werden können.
Doch inhaltlich konnten die Anwesenden viele gut Erkenntnisse aus der Praxis erfahren, wie Wahlprognosen und Analysen entstehen. Dass beispielsweise  Wahlprognosen viel einfacher sind als Abstimmungprognosen. Letztere sind schwierigen, komplizierter.
Zur Beeinflussung der Stimmbürger durch Prognosen gibt es unterschiedliche Effekte.
Verspricht die Prognose einen knappen Ausgang, so kann dies zu einer erhöhten Beteiligung führen.
Es gibt die Defaitismusthese: Ist die Prognose eindeutig, kann dies zu einer Demobilisierung der Verlierer kommen (Da hilft meine Stimme ohnehin nichts mehr)
Zur Bequemlichkeitsthese: Scheint die Ausgangslage klar, bleibt der Stimmbürger zu Hause.
Auch der Bandwagoneffekt (Mitläufereffekt) kann mitspielen:  Unentschlossene gehen zur Urne, damit sie auch bei den Siegern sind.
Anderseits können bei den prognostizierten Zahlen die Verlierern angestachelt werden, zu stimmen oder zu wählen.
Bei den Prognosen spielen Phänomene der Psychologei eine grosse Rolle:
Menschen wollen bei den Siegern sein. Das sehen wir bei offenen Abstimmungen: Wenn sich abzeichnet, dass sich an einer Landsgemeinde eine Mehrheit bildet, gehen zusätzlich vielen Hände der Unentschlossenen in die Höhe. Sie lassen sich von der Masse beeinflussen.
Bei Telephonumfragen wird nicht immer ehrlich das gesagt, was tatsächlich auf den Stimmzettel geschrieben wird. Das kann zu Verfälschungen führen.
Wie bei Wetterprognosen bleibt bei Abstimmungsprognosen immer das Risiko von Fehleinschätzungen.

Aus Blick Newsletter;

Wahlprognosen? Können Ihnen gestohlen bleiben. Weil: Beeinflussung. Wäre Trump gewählt worden, wenn die Voraussagen nicht so klar gegen ihn gesprochen hätten? Gäbe es einen Brexit ohne die klar gegenteiligen Prognosen? Eben. Prognosen irren, selbst wenn sie richtig liegen: weil nämlich die Meinungsforschung ihren eigenen Anteil an der Meinungsmache nicht in Betracht ziehen kann.
Oder würden Sie etwa eine Partei wählen, von der es in den Umfragen heisst, sie habe null Chancen auf einen Sitz? So bescheuert, Ihre Stimme einfach zu verschenken, sind Sie nicht. Eher würden Sie auf eine Kandidatin setzen, die es ganz knapp schaffen könnte. Oder etwa nicht? Ihr Votum könnte immerhin einen Unterschied machen. Doch würden Sie weder für die Grünen stimmen noch für Frauen, würden Sie die Prognosen kennen: Die Frauen und die Grünen werden gewinnen. Und zwar haushoch. Sagen die Umfragen.
Was also würden Sie tun? Am Ende vielleicht gar nichts. Denn Greta und Konsorten haben Hochkonjunktur. Mit Ihnen oder ohne Sie, so oder so. Da kann man ja gleich zu Hause bleiben.
Nur eben: Umfragen irren.
Ignorieren Sie die Umfragen. Oder lesen Sie sie, wie Sie ein Fussballspiel oder einen Tennismatch schauen: zum Zeitvertreib. Auch ein FC Thun nimmt den Young Boys mal gegen jede Wahrscheinlichkeit einen Punkt ab. Und auch Roger Federer hat erst gewonnen, wenn er gewonnen hat. Und nicht schon, wenn er von den Experten zum klaren Favoriten erklärt wird.










Montag, 7. Oktober 2019

Genderwahn und kein Ende

Lächerliche gendergerechte Sprache

(SRF)

Echo eines Lesers:
Urs Petermann  (Rhf)
Maitlibei, Spitzbueb, Grättimaa, Schnägg, Schwööbli usw. Wird Frau Barmettler-Sutter jetzt alle alten Ausdrücke aus dem SutterBegg-Repertoire verbannen? Ich hoffe, die anderen Bäckereien machen diesen Unsinn nicht mit!

Sonntag, 6. Oktober 2019

Weshalb einfach, wenn es kompliziert geht

D-englisch

Ich besuchte dieses Jahr verschiedene Veranstaltungen mit Fachreferaten vor gemischtem Publikum.
Wesahlb versuchen so viele Redner ihre Präsentation mit englischen Fachbegriffen zu toppen?
Wollen Sie damit Kompetenz vorzuspiegeln? Ist es Bequemlichkeit, die Sprache einem gemischten Publikum anzupassen oder gehen die Referenten davon aus, dass alle Hörer Spezialisten sind?
Es gibt Dozenten, die vertreten die Meinung,  Ausführungen, die von allen verstanden werden, sei  zu wenig wissenschaftlich und versuchen deshalb bewusst  Fachwwörter nicht zu übersetzen.
Jüngst war ich an einer Marketingveranstaltung und habe bei einem Referenten folgende Fachbegriffe notiert, die er während zehn Minuten verwendete. Begriffe die mir aber nachher von den wenigsten Zuhörer richtig übersetzt werden konnten.
Hier meine Ausbeute:
- Awareness
- Conversion
- Audience reach
- Sales Increase
- Website Traffiv
- Follower Growth
- Subscribtions
- Vettet
- Scalable
- Reporting
- Deep insights
- Payments
- New Onboardings
- Non-Binding
- Requetts
- Postings
- Full service prozess
- Money struggles
Es ist erstaunlich, dass sich Zuhörer zu wenig gegen das bewusste Erschweren des verständlichen  wehren.
Ich habe das Gefühl. Viele Referenten gehen davon aus, die Präsentation werde  aufgewertet, wenn sie unverständlich ist. Es gibt Hochschulen, da sind leicht verständliche Arbeiten und Präsentationen suspekt.
Ein Professor an der Harvard Universität sagte mir, wenn jemand an einem Kongress so vereinfacht, dass es alle den Inhalt leicht verstehen, sei die Präsentation wertlos. Wer hingegegen kompliziert rede - mit möglichst vielen Fachbegriffen -  ernte grossen Applaus. Wenn der Inhalt schwer verständlich ist, gehen viele Zuhörer davon aus, dass der Redner eine Kapazität sein müsse.
Eigentlich völlig falsch: Gute Kommunikation zeichnet sich immer durch Verständlichkeit und Ueberzeugungskraft aus.
Texte zu vereinfachen - ohne sie zu verfälschen - ist und bleibt eine Kunst. Die Vereinfachung mit mit Aufwand verbunden


Links:

www.rhetorik.ch/Aktuell/15/11_23/index.html
23. Nov. 2015 ... Science Slam ist ein Kurzvortragstournier. Die wissenschaftliche Präsentation von 10 Minuten Länge wird dann vom Publikum bewertet.
www.rhetorik.ch/Aktuell/17/02_01/index.html
1. Febr. 2017 ... An der ETH nahm ich an den Veranstaltungen "science slam" teil. Bei diesen wissenschaftlichen Präsentationen gab es klare Zeitvorgaben.
www.rhetorik.ch/Aktuell/18/07_18/sn.pdf
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
18. Juli 2018 ... wissenschaftlich anspruchsvollen Themen an Hochschulen trainiert werden. Solche. Science-Slam-Veranstaltungen sind auf- schlussreich.


Samstag, 5. Oktober 2019

Streik kontroproduktiv?

Wer die Schweiz mit einem Streik lahmlegt, 
holt keine Punkte

Streiks sind ein starkes Mittel. Doch wenn die Bevölkerung in der Bewegungfreiheit eingeschränkt wird, versteht sie  keinen Spass. 

Klima-Streikende wollen ganze Schweiz stilllegen

Die Klima-Jugend will noch einen Schritt weitergehen. Sie plant einen Zusammenschluss mit den Gewerkschaften. (Quelle 20 Min)

Kommentar: Bis jetzt punktete die Klima - Jugend mit Ihren Aktionen. Es besteht nun die Gefahr, dass sie  mit dem landesweiten Streik einen Schritt zu weit geht und damit Sympathien einbüsst.
Der grosse Streik könnte sich sogar negativ auf die Wahlen auswirken. Die Bevölkerung will nämlich nicht in ihrer Bewegungsfreiheit beschnitten werden. Die gewonnen Sympathiepunkte sind schnell verspielt. Die Grossaktion würde zu einem Eigencoal mutieren. 

Freitag, 4. Oktober 2019

Weshalb sinkt der IQ der Europäer?

Verschiedene Faktoren sind schuld

Die NZZ am Sonntag machte darauf aufmerksam, dass die Ergebnisse der Intelligenztest in den letzten Jahren kontinuierlich sinken.

Die Migration hat einen kurzfristigen Einfluss.Wenn sich jedoch in Schulklassen die Lehrkräfte  vor allem den Schwachen, Analphabeten widmen müssen, geht dies auf Kosten des Gros einer Klasse.

Schädliche Reformen.
Auch umstrittene Reformen wirken sich negativ auf die Ergebnisse aus. Heute überlässt man es dem Schüler, wo er lernen will. Wenn Jugendliche nur das trainieren, wo sie Lust haben, geht dies auf Kosten der Allgemeinbildung. Wenn ein Zehnkämpfer nur das Laufen trainiert, so steigt zwar die Leistung in dieser Disziplin, doch andere Muskeln werden vernachlässigt.
Die Schule müsste wieder alle Grunddisziplinen fördern. Der Weg, unliebsame Disziplinen schon in der Volksschule abwählen zu können, ist ein Holzweg.

Neuropsychologe Lutz Jäncke (Universität Zürich) hat festgestellt, dass die kognitiven Leistungen besonders zurückgehen, weil die Aufmerksamkeitsspanne abnimmt. Ihn wundert das nicht.
"Gerade viele junge Leute chatten heute gleichzeitig auf Whatsapp, schauen Youtube und hören Musik" sagt der Wissenschaftter. Dies fördert Konzentrationsschwierigkeiten. Jäncke befürchtet, dass sich dieses Verhalten auf die IQ  Tests negativ auswirkt. Dann wird die Menscheit bald viel dümmer sein als vor 100 Jahren.

Links:

www.rhetorik.ch/Selbstmanagement/Selbstmanagement.html
Die Konzentration aufs Wesentliche. Zielentwicklung; Selbstreflexion; Persönliche Weiterentwicklung; Selbstorganisation; Zeitmanagement · Stressmanagement ...

www.rhetorik.ch/Aktuell/13/10_11/sn.pdf
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
11. Okt. 2013 ... nügte es, – wenn die Gedanken ab schweifen wollten – sich die Wolke nur vorzustellen, und die Konzentration stellte sich sofort wieder ein.
www.rhetorik.ch/Antizipieren/Antizipieren.html
Auch bei unserer Disziplin will man sehen, ob eine Sportlerin nach dem anspruchsvollen Langlaufen noch fähig ist, ruhig zu zielen und mit voller Konzentration ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/03_09/index.html
9. März 2015 ... Ein Beispiel ist die Lawinenforschung: Es gibt unzählige Faktoren, welche eine Lawine auslösen können, aber mit der Konzentration auf die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/03_15/index.html
15. März 2015 ... Yoga oder Medititation kann helfen, auch bei der Arbeit die Konzentration aufrecht zu erhalten. Modekomimunikationsmnittel wie Instant ...



Mittwoch, 2. Oktober 2019

Wortklauberei ist lehrreich

Zeit können wir nicht verlieren

Das  hören wir bei den Verkehrinformationen immer wieder oder lesen es in Medienmittelungen:

Töfffahrer stürzt auf A1 – 

Über 1 Stunde Zeitverlust

 (Quelle 20 Min)

Wenn wir im Stau warten müssen, verlieren wir keine Zeit. Die Zeit läuft weiter. Nur wir müssen uns zu unserem Leidwesen gedulden. Selbstverständlich empfinden wir dann das Warten als sehr lange, so als gehe sie uns verlustig.

Wer präzis sein möchte, sollte deshalb besser sagen oder schreiben:

 Ueber eine Stunde Wartezeit.

oder 

Rechnen Sie eine Stunde Wartezeit ein. 

Dienstag, 1. Oktober 2019

Altweibersommer (Leserphoto Tagi)

Forscher kritisiert Greta

Forscher kritisiert Greta Thunberg und äußert düstere Vermutung

Update vom 30. September 2019, 8.22 Uhr: Bedeutet Klimawandel automatisch, dass Menschen sterben? Diese Behauptung sei irregeleitet, schreibt Björn Lomborg in einem Gastbeitrag auf Bild.de. Der Politikwissenschaftler und Autor kritisiert Klimaaktivistin Greta Thunberg teilweise hart. „Gretas Vision allerdings, dass der Klimawandel das Ende der Welt bedeute, ist unbegründet.“ Insgesamt schwächt er die Aussagen Gretas ab - beziehungsweise hält diese für überzogen. Ein Leugner des Klimawandels sei er allerdings nicht, so Bild.de. Laut Lomborg würden heute weniger Menschen durch Wetter-Katastrophen sterben - im Vergleich zu von vor 100 Jahren. Greta dagegen glaube, dass der Klimawandel zu Todesfällen führen würde, schreibt Lomborg weiter. 
Eine Forderung von Greta, die Nutzung fossiler Brennstoffe bis 2028 zu stoppen, bezeichnet er als „schlicht eine alberne Forderung“. Grüne Energie würde eine „echte, globale Katastrophe herbeiführen und viele von uns in die Armut zurückwerfen“, schreibt der Wissenschaftler. Stattdessen fordert er emissionsarme Energie. Indes empörte VW die schwedische "Fridays for Future"-Aktivistin Greta Thunberg mit einem Foto, wie nordbuzz.de* berichtet.

Sonntag, 29. September 2019

Einmaliger Prachtssonntag


Bildergebnis für prächtiger herbsttag in den Bergen

Freitag, 27. September 2019

Heikle Gesprächstaktiken abwehren- aber wie?


Wie Sie unfaire Gesprächstaktiken souverän abwehren

Die nachfolgenden Beispiele für unfaire Gesprächstaktiken sollen zeigen, wie Sie auch in harten Diskussionssituationen unzimperlichen Taktiken gegenüber gewappnet sein können.
Unfaire Dialektik – Unfaire Taktiken: Wir müssen sie erkennen, sonst können wir sie nicht entlarven.
In der Praxis können unfaire Taktiken von anderen eingesetzt werden. Was sollen wir tun? Gilt es nicht, mit gleicher Münze zurückzuzahlen?
Selbstverständlich bleiben wir in derartigen Situationen auf dem Boden der “Angewandten Rhetorik”. Die Taktiken dürfen wir entlarven und sollen sie beim Namen nennen. Jeder, der ehrlich und natürlich redet, sollte deshalb die Taktiken und Techniken der unfairen Dialektik erkennen können, damit er weniger manipuliert werden kann.
Die denkbaren Reaktionen, als Reaktion auf unfaire Verhaltensweisen, sind
selbstverständlich nur als Anregung, Gedankenstütze gedacht. Die treffenden fairen Antworten sind situationsabhängig.
Bei allen unfairen Taktiken und Angriffen gilt zunächst – ruhig bleiben! Oftmals ist es vom Gegenüber nur ein Manöver, um zu sehen, wie Sie darauf reagieren.
Zu den unfairen Taktiken gehören (Quelle Momentum) TIPPS K+K gelb:


  • Den Gesprächspartner unter Druck setzen


    Dieses Mittel soll dem Sprecher Vorteile verschaffen. Wer unter Druck gesetzt wird, sollte sich eine Pause gönnen, um die Gedanken neu zu ordnen. Gehen Sie auf die Toilette oder vertagen Sie das Gespräch. Eine Entscheidung, die unter Druck gefällt wurde, ist riskanter als der Abbruch des Gespräches. Besser Sie gehen erhobenen Hauptes, als dass Sie unter den Folgen des Gesprächs noch lange leiden.
    Machen Sie sich den Satz zu eigen: „Das überlege ich mir gerne.“ – bevor Sie vorschnell etwas zu- oder absagen, weil Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
    Wichtig:

  • Das Gespräch stören


    Wenn Sie versuchen, einen Störer gewaltsam aus dem Gespräch zu drängen („verlassen Sie jetzt bitte den Saal”), werden die Fronten verhärtet und Ihre Autorität geschwächt. Gestehen Sie Störern das Rederecht zu. Lassen Sie sie ungerührt reden, entwaffnen Sie sie mit Freundlichkeit und versuchen Sie, den Konflikt notfalls durch ein Zweiergespräch zu lösen. Gezieltes Nachfragen hilft herauszufinden, welches Motiv hinter der Störung steckt.
    K+K: Antizyklisch verhalten. "Taxisfahrer fahr langsam es eilt". Zeit gewinnen.

  • Den Gesprächspartner verletzen


    Menschen, die andere verletzen müssen, haben ein Selbstwertproblem. Das Problem liegt bei dem Angreifer, nicht bei dem Angegriffenen. Ein verletzendes Gespräch sollte so schnell und diplomatisch beendet werden, wie es geht. Sie sind schließlich kein Psychotherapeut. Zählen Sie bis zwanzig und hören Sie weg. Hauptsache ist, Sie bleiben ruhig. Jede Form der emotionalen Reaktion nützt dem Gegner und die Gefahr ist groß, dass Sie sich nicht unter Kontrolle haben. Schließlich verletzt der andere Sie bewusst. Das bedeutet, dass er sich unter Kontrolle hat und für Metakommunikation nicht zugänglich sein wird.
    K+K: Auf Beleidigung nicht eingehen. Ruhe bewahren.

  • Andere ‘totreden’


    Viele Menschen denken, dass diese Strategie den Sieg zu sichern vermag. Dies ist nicht der Fall, denn ‚totreden‘ macht die Zuhörer aggressiv. Menschen, die diese Strategie bewusst einsetzen, sollten höflich behandelt werden: Viel Geduld, Verständnis und die Ohren auf Durchzug.
    K+K: Stoppen! "Frau XY (Bewusst Name sagen) Moment. Dazu muss ich etwas sagen:......."

  • Provozieren


    Provokateuren kann durch konsequente Sachlichkeit und Freundlichkeit der Wind aus den Segeln genommen werden. Vorsichtig allerdings bei Cholerikern. Sie reagieren auf Sachstrategien explosiv. Hier hilft Verständnis zeigen, ohne Schuld anzunehmen bzw. Schuld zuzugeben („Reklamationsgespräch”).
    K+K: Harvard Prinzip anwenden. Ich verstehe Deine Sicht, aber mit.... bin ich nicht einverstanden. Freundlich hart reagieren. Nett mit der Person. Hart in der Sache.

  • Drohungen


    Drohungen verlieren ihren Schrecken, wenn man sich angewöhnt, die Umsetzung der Drohung einzufordern. Nur wenige Menschen machen Drohungen wirklich wahr. Die meisten Drohungen sind Bluffs, die zurückgewiesen werden können. Umgekehrt sollte man sich immer zweimal überlegen, ob und womit man droht. Schon mancher Politiker musste zurücktreten, weil er leichtfertig gedroht hatte („Wenn ich nicht die Mehrheit bekommen, trete ich zurück”).

  • Belügen


    Lügen sind schwer zu erkennen. Lässt sich eine Lüge nachweisen, kann eine Gegenargumentation das Gespräch versachlichen. Stellt man erst nach dem Gespräch fest, belogen worden zu sein, kommt es auf den Einzelfall an. Entweder man wehrt sich und reklamiert seine Ansprüche oder man hakt die Situation unter „das passiert mir nie wieder“ ab und ist in Zukunft misstrauischer. Gegen Belogen werden kann man sich nicht wehren.

  • Unterbrechen


    Gegen Unterbrechen gibt es verschiedene Strategien:
    1) Man redet einfach weiter. Diese Strategie ist in geordneten Gespräch erfolgreich. Die Hörer können weiterhin aufmerksam folgen. In Kampf-gesprächen kann diese Strategie jedoch zu „Überschreien” führen. 2) Man hört auf und versucht es später noch einmal. In emotionalen Gesprächen ist diese Strategie empfehlenswert. Sie kostet keine Kraft und der Unterbrochene kann reden, wenn ihm wieder ungeteilte Aufmerksamkeit sicher ist.
    3) Man sagt: „Bitte lassen Sie mich ausreden, ich bin noch nicht fertig.” Diese Strategie ist wenig erfolgsversprechend.
    Die Formulierung des Satzes dauert lange, sodass die Höreraufmerksamkeit sinkt. Geeignet ist die Strategie nur in Gesprächen mit werte-orientierten Gesprächspartnern. Unhöfliche Gesprächspartner ignorieren dieses Signal und reden in die Pause nach dem Satz hinein. Bedenken Sie bitte aber auch, dass Sie vielleicht nur deshalb unterbrochen werden, weil andere Menschen auch einmal reden möchten! Könnte das etwa bei Ihnen der Fall sein?
    (Siehe www.rhetorik.ch Stichwort Unterbrechen. Navigation über das Suchfenster.

Mittwoch, 25. September 2019

Weshalb ignoriert der Mensch Tatsachen?

Weshalb ignoriert der Mensch Tatsachen?

von Marcus Knill

Der Kognitionspsychologe Stefan Schulreich gibt im Bento Erklärungen: wie Menschen Informationen verarbeiten und bewusst oder unbewusst Information auch ignorieren. Psychologische Faktoren wie Emotion, Stress und Wahrnehmung spielen dabei eine Rolle. Ein paar beachtenswerte Punkte aus diesem Interview:

  • Wir machen beim Datenverarbeiten Fehler. So kommt es, dass wir Fakten nicht als solche anerkennen können oder wollen. Das kann passieren, wenn wir unter Zeitdruck stehen oder wenn Informationen mehrdeutig sind.
  • Es gibt das Phänomen des Confirmation Bias, was "Bestätigungsfehler" heisst. Wir nehmen Information selektiv wahr, immer genau so, wie sie zu unserem Weltbild passen.
  • Man kennt in der Sozialpsychologie den "Dunning-Kruger-Effekt": wer inkompetent in einem Gebiet ist, überschätzt die Kompetenz systematisch. Wer kompetent ist, weiss, was man nicht weiss und unterschätzt, wie kompetent man ist.
  • Der Dunning-Kruger Effekt kann zu Kommunikationsproblemen führen: allzu vorsichtigen Aussagen setzen sich weniger durch. Das Publikum bekommt den Eindruck, man habe keine Ahnung.
  • Emotionale und motivationale Faktoren spielen beim Datenverarbeiten  eine grosse Rolle. Emotionen steuern unser Denken und Verhalten.
  • Auch Stress beeinflusst kognitiven Fähigkeiten. Motivationale Faktoren hingegen wirken eher langfristig.
  • Bedürfnisse, Werte und Vorstellungen haben einen Einfluss über Bewertungen.
  •  
  • KOMMENTAR:
  •  
  • Wie kann man sich trotzdem durchsetzen?
  •  
  • Mit Fakten. Und mit Vertrauen.
  • Es ist wichtig, Fakten so zu vermitteln, dass sie einfach verarbeitet werden können und dadurch akzeptiert werden. Dies ist möglich, dank ehrlichem Interesse am Gegenüber und wenn wir auf seine Werte und Sichtweise ernsthaft eingehen.




Wir können etwas gegen Vorurteile tun:

- Wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass wir Informationen selektiv verarbeiten.
- Setzen wir uns deshalb  mit anderen Meinungen  auseinander. Es lohnt sich stets, die Perspektive zu wechseln.
- Berücksichtigen wir, dass vor allem Emotionen unser Denken und Verhalten steuern.
- Argumentieren wir  mit konkreten Beispielen, konkreten Erlebnissen,  Bildern, die mit den Fakten gekoppelt werden.
- Bleiben wir uns bewusst:  Emotionen schaffen den Nährboden für Fakten.
- Erst wenn Dialoge nichts bringen ist NICHT-REDEN eine Option. Bei Sektierern, Extremisten wissen wir, dass  sie niemand überzeugen kann. Auch Fakten perlen an ihnen ab. Ein Vegetarier wird man nie überzeugen können, Fleisch zu essen. In solchen Fällen bringen uns Auseinandersetzungen nicht weiter.
Leider brechen wir  Diskussion  zu oft vorschnell  ab; mit der Begründung, das Gegenüber sei mit den  unliebsamen Argumenten ein Sektierer, ein Extremer. Die Verweigerung von Dialogen soll jedoch immer eine Ausnahmesituation bleiben. Gesprächsverweigerung signalisiert nach aussen: Kapitulation.
 

Dämpfer für E Zigaretten

Schlagzeilen

Dienstag, 24. September 2019

Persönlich Blog

Marcus Knill

23.09.2019

Der Dunning-Kruger-Effekt kann zu Kommunikationsproblemen führen: Allzu vorsichtige Aussagen setzen sich weniger durch.

Montag, 23. September 2019

Kommentar zu folgenden Gegenfragen am Bewerbungsgespräch

  1.  Warum ist die Stelle frei? Finden Sie heraus, ob die Stelle neu geschaffen wurde oder schwer zu besetzen ist. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Sie den neuen Job wieder verlassen wollen. Besser also, wenn Sie sich da also vorher schon herantasten. Oder aber Ihr Vorgänger wurde befördert – dann hätten Sie also gute Aussichten. 
  2. Wie lange arbeitete die letzte Person auf dieser Stelle? So wird Ihnen bewusst, wie schnell es Personenwechsel im Unternehmen gibt. Sind Angestellte länger beschäftigt oder räumen diese schnell wieder ihren Tisch? Werden Sie sich klar, welche zeitlichen Aussichten Sie haben. 
  3. Was sind für Sie gute, was exzellente Mitarbeiter? Mit dieser Nachfrage möchten Sie wissen, wie Talent und Leistung im Unternehmen definiert werden. Zusätzlich wird für Sie deutlich, welche Anforderungen Sie künftig erwarten würden. 
  4. Welches sind die grössten Herausforderungen, denen sich Ihr Unternehmen in Zukunft stellen muss? Durch diese Nachfrage werden Erwartungen, die mit dem neuen Job verknüpft sind, deutlicher.
  5. Welchen Herausforderungen muss sich Ihr Unternehmen aktuell stellen? Dieselbe Frage, nur ein anderes Zeitfenster. Man wird Ihnen sicherlich nicht mitteilen, ob das Unternehmen vor dem Bankrott steht, aber Sie lernen mehr darüber, wo sich die Firma positioniert. Fühlen Sie heraus, wo diese im Markt gerade steht und wo sie in Zukunft stehen will. Vielleicht erkennen Sie auch, ob das Unternehmen im Wachstum oder am Schrumpfen ist.
  6. Welche Herausforderungen erwarten mich in den ersten 90 Tagen? Meist werden Leistungskontrollen von Neueinsteigern nicht angesprochen. Doch eigentlich ist es ein wichtiges Thema, das Sie als potenzieller Angestellter interessieren sollte. Wenn Sie es von sich aus ansprechen, zeigt das wahres Interesse an einem Einstieg im Unternehmen.
  7. Wie fördern Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter? Fragen Sie nach Weiterbildungsmöglichkeiten. Das zeigt, dass Sie den Job nicht nur des Geldes wegen ausüben wollen, sondern langfristig denken und gerne wachsen wollen. Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter fördert und diesen in ihren Entwicklungen hilft, verspricht Gutes.
  8. Warum arbeiten Sie in diesem Unternehmen? Hier ist Vorsicht geboten! Passen Sie auf Ihre Betonung auf. Sie können schnell abrutschen und die Frage kann leicht abfällig klingen. Setzen Sie ein Lächeln auf und vermitteln Sie aufrichtiges Interesse. Nicht jeder Personaler erzählt gerne Persönliches, läuft das Gespräch aber gut, können Sie ohne Bedenken nachfragen. So erhalten Sie einen persönlichen Einblick ins Unternehmen und wenn beim Gegenüber nicht sofort Begeisterung aufkommt, sollten Sie wohl besser noch einmal über Ihre Bewerbung nachdenken.
  9. Woran kann man Ihre Wertschätzung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt erkennen? Beweisen Sie, dass Sie noch mehr interessiert, als nur die nahe liegenden Dinge. Wenn Sie nach Mitarbeiterpartizipation, Umwelt- oder Sozialengagements fragen, verdeutlicht das, dass Sie einen Weitblick haben. Wissen Sie bereits mehr über solche Aktivitäten des Unternehmens, zeigt das zudem, dass Sie sich bereits gut informiert haben. 
  10. Welche finanziellen oder sonstigen Anreize bieten Sie Mitarbeitern? Die Diskussion über das Gehalt ist eine Sache, die Nachfrage nach Altersvorsorge, vermögenswirksamen Leistungen, Fahrkostenzuschüssen, Versicherungen oder Extrazahlungen eine andere. Diese Themen dürfen Sie ohne Bedenken jederzeit anschneiden.
  11. Wie wird man in Ihrem Unternehmen erfolgreich? Gleich beim ersten Gespräch nach Aufstiegsmöglichkeiten zu fragen, finden Sie etwas plump? Es kommt aber gut an, wenn Sie sich nach den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen erkundigen. Es zeugt von Engagement und Zielorientierung. (Quelle Blick)
Weshalb helfen Ihnen diese Fragen weiter?
1. Wenn Sie wissen, weshalb die Stelle frei geworden ist, erfahren Sie, ob die Stelle ein Schleudersitz ist.
2. Die Kenntnis über den Rhythmus des Stellenwechsels verdeutlicht, wie rasch der Stellenwechsel gehandhabt wird.
3. Ich muss wissen, was mich an der angebotenen Stelle erwartet.
4. Das gilt auch bei den Erwartungen an den Bewerber.
5. Wie das Unternehmen aufgestellt ist, können Sie auch im Internet herausfinden.
6. Leistungskontrollen für Neueinsteiger verdeutlichen, was von Ihnen verlangt wird.
7. Wer zeigt, dass ihm die Weiterbildung wichtig ist, zeigt, dass er nicht nur des Geldes wegen arbeitet.
8. Diese Frage würde ich nicht stellen.
10. Finanzielle Fragen würde ich nicht von mir aus ansprechen.
Wird das Finanzielle thematisiert, weise ich darauf hin, dass bei dieser Frage zahlreiche Aspekte mitberücksichtigt werden müssen: Dienstwagen, Boni, Spesenentschädigung usw.
Wir dennnoch eine Zahl verlangt, sagen Sie Folgendes:
"Als Richtline stelle ich mir folgende Grössenordnung vor. Dann nennen sie die Summe (alter Salair plus 10%)."