Mittwoch, 5. August 2020

Wer glaubt dem BAG jetzt noch?

20 Minuten - Zurich: 2020-08-05 - Pannenserie ... - PressReader

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vor 11 Stunden - Pannenserie: Wer glaubt dem BAG jetzt noch? ... Das BAG habe ein Glaubwürdigkeitsproblem, finden viele Politiker und Bürger: Für sie war ...
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«Die Leute nehmen Ansagen nicht mehr ernst»


«Leute könnten BAG-Ansagen
nicht mehr ernst nehmen»

Masken, Enkelkinder, Zahlensalat: Laut Kommunikationsexperten schwindet das Vertrauen der Bevölkerung ins BAG. Das sei in einer Pandemie gravierend.


Für Kommunikationsexperte Marcus Knill ist der Bock mit den falschen Daten nur einer in einer langen Serie von Kommunikationspannen: «Das Vertrauen in das BAG als Institution ist beschädigt. Das ist gravierend, weil es zu einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung führt. Die Folge ist, dass die Leute Ansagen und Massnahmen aus dem Bundesamt nicht mehr ernst nehmen.»

«In einer Pandemie ist das besonders gefährlich, weil es unmittelbar Auswirkungen auf die Ansteckungen haben kann.» Laut Knill ist es richtig, dass Alain Berset am Dienstag Stellung zur Panne genommen hat: «Ein Sorry allein reicht in einem solchen Fall nicht. Berset muss konkret aufzeigen, was er unternimmt, damit sich der Fehler nicht wiederholt.» Die Reputation sei viel schneller beschädigt als wiederhergestellt.


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20 Minuten
Pannenserie: «Leute könnten BAG-Ansagen nicht mehr
ernst nehmen»
Für Kommunikationsexperte Marcus Knill ist der Bock mit den falschen Daten nur einer in einer langen Serie von Kommunikationspannen: «Das Vertrauen in ...
vor 11 Stunden

Montag, 3. August 2020

Gravierende Datenpanne

So etwas dürfte nicht vorkommen


Darum gehts

  • Die FDP will, dass das BAG die Datenpanne aufklärt und Lehren daraus zieht.
  • Das Bundesamt hatte am Freitag falsche Zahlen zu Ansteckungsorten herausgegeben.

Die Mehrheit der rückverfolgbaren Ansteckungen passiere in einem Club, in einer Bar oder einem Restaurant: Diese Zahlen des Bundesamts für Gesundheit veröffentlichte SRF am Freitag. Am Sonntag entschuldigte sich das BAG für die falschen Zahlen: Diese seien fehlerhaft und «einem falschen Ansteckungsort zugeordnet worden». Demnach steckten sich nur noch knapp vier Prozent der Corona-Fälle in Clubs, Bars oder Restaurants an. Hauptansteckungsort war plötzlich die Familie. Wie es genau zum Fehler kommen konnte, blieb offen. (Quelle 20 min)

Kommentar: Für das BAG ist die Glaubwürdigkeit ein hohes gut. Wenn diese nationale Infomationsstelle völlig falsch informiert ist dies mehr als gravierend. Vor allem in Krisensituationen müssen FAKTEN stimmen. Wir müssen uns nach so einer FALSCHINFORMATION nicht wundern, wenn die Angaben des BAG nicht mehr ernst genommen werden. Schlimm ist, dass die Fehlerquelle nicht herausgefunden werden kann. Das verschlimmert die Stimmung in der Bevölkerung.


DIE PANNENSERIE DES BAG:


Kritik und Pannen

Das BAG steht in der Pandemie nicht zum ersten Mal in der Kritik. Die Chronologie:

• Im Juli berichtete der «Tages-Anzeiger», dass Airlines handschriftlich ausgefüllte Kontaktkarten mit Passagierdaten am Flughafen Zürich für 14 Tage einlagern. Kommt es zu einem Fall, müssten die Zettel eingescannt und nach Bern geschickt werden. Das BAG sagte damals, man prüfe ein elektronisches System.

• Im Mai vermeldete das BAG via Twitter 98 Neuinfektionen. Weil ein Labor falsche Zahlen durchgab, musste der Wert anschliessend auf 58 korrigiert werden.

• Im April musste das BAG die Todesfallstatistik korrigieren. Der vermeintliche Tod eines Mädchens (9) hatte für Schlagzeilen gesorgt. Das Opfer war in Tat und Wahrheit aber 109 Jahre alt. Ein anderer Toter war 87 statt 27.

• Schon ganz zu Beginn der Pandemie gab es «Anfangsschwierigkeiten»: Die neu lancierte Corona-Info-Hotline funktionierte in den ersten Stunden nicht.

• Inzwischen empfiehlt das BAG den Kantonen eine Maskenpflicht in Läden. Zu Beginn hiess es beim Bund stets, es bringe nichts, wenn die breite Bevölkerung Maske trägt.


CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister verurteilt diesen Fehler gegenüber SRF mit aller Härte: «Ich stelle fest, dass sich die Fehlleistungen im BAG häufen. Das ist das Schlimmste, was in einer Krise passieren kann. Denn das Vertrauen der Bevölkerung in die Massnahmen muss erhalten bleiben. Das wird jedoch mit solchen Fehlleistungen massiv untergraben.»

Wachsendes Unverständnis

Das Unverständnis gegenüber dem BAG wächst: Für die Prävention zur Corona-Pandemie wurden bislang Milliarden von Franken ausgegeben. Jetzt ginge es um die Finanzierung einer laufenden Impfstudie, für die rund acht Millionen Franken benötigt werden. Doch das Bundesamt für Gesundheit verweigert vorerst eine finanzielle Beteiligung.

Aus BLICK:


«Wie soll man Berset noch trauen?»

Noch schärfer geht SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi (41) mit dem BAG ins Gericht – und mit dessen Departementschef, Gesundheitsminister Alain Berset (48). «Bundesrat Berset ist ein Schönwetterpilot», wettert er. Statt seine Führungsverantwortung im BAG wahrzunehmen, übe sich der SP-Magistrat lieber in Selbstdarstellung.

Es sei ja nicht die erste Panne im BAG, fügt Aeschi an und verweist ebenfalls auf die Maskenfrage. «Wie die Bevölkerung da belogen wurde, ist eine Unverschämtheit.» Auch Berset habe monatelang behauptet, dass Masken nichts bringen. «Wie soll man Berset in dieser Krise noch trauen?», fragt Aeschi.


Samstag, 1. August 2020

1. August

Wir wünschen Euch allen einen schönen 1. August!

 



Mohrenköpfe

Dubler-«Mohrenköpfe»

Volg bezeichnet Süssigkeit als «Eiweissmasse mit Migrationshintergrund»

Shitstorm für Volg: Eine Filiale nannte Dubler-«Mohrenköpfe» auf einem Schild «mit Schoggi überzogni Eiwiissmassä mit Migrationshintergrund». Die Tafel wurde inzwischen entfernt.



«Mit Schoggi überzogni Eiwiissmassä mit Migrationshintergrund :-)», preist ein Schild in einer Volg-Filiale die Dubler-«Mohrenköpfe» an. Auf Twitter sorgt die Aktion für Wirbel.

76% der Leser fanden das Schild witzig!

Ein Mitarbeiter einer Filiale machte sich lustig über die "Sprachpolizisten"

Als MIGROS die Mohrenköpfe aus dem Sortiment nahm, war dies kontraproduktiv.

Die Firma Dubler porfitierte:

Warteschlange bei Dubler

«Für 50 ‹Mohrenköpfe› bin ich eine halbe Stunde angestanden»


Mittwoch, 29. Juli 2020

Was hilft gegen Wespen?

Was tun gegen Wespen?

So schützen Sie sich vor Wespen - Ratgeber - SRF

  1. Orange oder Zitrone in schmale Scheiben schneiden. Diese auf einen Teller legen und ein paar Gewürznelken einstecken. Diese Geruchskombination ist den Tieren ein Gräuel - einen Teller in der Nähe aufstellen und schon isst man wespenfrei.
  2. Frisch gemahlenes Kaffeepulver in geeignetem Gefäss anzünden. Auch diesen Geruch können die Plagegeister nicht ausstehen.
  3. Um den Tieren eine tödliche Falle zu stellen: In einem Glas oder einer Schüssel Bier mit ein wenig Sirup mischen. Ein paar Tropfen Spülmittel hinzugeben und in der Nähe stellen. Die Wespen werden vom Sirup und Bier angelockt.
  4. Ein paar Meter vom Aufenthaltsort den Wespen eine eigene Mahlzeit aufstellen, beispielsweise Schinken. Dann konzentrieren sich die Tiere auf diesen Leckerbissen und können vom eigenen Tisch weggelockt werden.
  5. Zu guter letzt: Auch während des Essens darauf achten, dass Lebensmittel immer abgedeckt bleiben. So wir weniger lockender Geruch verströmt.
  6. Extra-Tipp: auf keinen Fall einzelne Wespen töten. Das reizt nur die Artgenossen und lässt die noch aggressiver auftreten. (Aus Blick)
Wir haben die beste Erfahrung gemacht mit einem Wasserspray. Die Wespen glauben, es regne,
Sie müssen die Flügel trocknen und bleiben dem Essen fern.

Mittwoch, 22. Juli 2020

Bei der zu largen Ausschaffung könnte die SVP Erfolg haben

  • BUND VERSINKT IM ZAHLENCHAOS
  •  Die SVP verlangt, dass verurteilte ausländische Straftäter konsequent des Landes verwiesen werden.
  • Ebenso greift sie die Härtefallklausel an, die es ermöglicht, auf Landesverweise zu verzichten.
  • Am Mittwoch stellte sie ein Positionspapier dazu vor.
Bei der Umsetzung der SVP-Ausschaffungsinitiative hätten Vertreter der anderen Parteien die Härtefallklausel als «absolute Ausnahme» bezeichnet. Eine «pfefferscharfe Umsetzung» sei zugesichert, dieses Versprechen aber nicht eingelöst worden, kritisierte der frühere Berner Nationalrat Adrian Amstutz in Bern vor den Medien.

42 Prozent ohne Landesverweis

Das Bundesamt für Statistik (BFS) errechnete für das Jahr 2019, dass über das Ganze gesehen die obligatorische Landesverweisung in 58 Prozent der Fälle angewendet wurde. Bei 42 Prozent wurde darauf verzichtet. Die Zahlen waren Ende Juni veröffentlicht worden.
Gemäss BFS konnte 2019 zum ersten Mal vollständig erfasst werden, mit wie vielen Verurteilungen für im «Katalog» des Strafgesetzbuches aufgeführten Straftaten eine Landesverweisung ausgesprochen wurde. Zuvor konnten Urteile wegen Diebstahls mit Hausfriedensbruch oder Betrugs in Verbindung mit Sozialleistungen nicht einbezogen werden.

Korrektur von Härtefallklausel

Die SVP fordert gestützt auf die Zahlen, wegen Straftaten verurteilte Ausländerinnen und Ausländer «konsequent» wegzuweisen, wenn die Landesverweisung gemäss Strafgesetzbuch obligatorisch ist. Die Härtefallklausel für Ausnahmen von der nach gewissen Straftagen obligatorischen Landesverweisung will sie aus dem Gesetz streichen.

Schwere der Tat, Aufenthaltsstatus und Personenverkehr als Gründe


Weiter verlangt die Partei Aufschluss über die unterschiedliche Anwendung der Härtefallklausel in den Kantonen und eine Begründung für Ausnahmen gestützt auf die Klausel. Werde nicht Einhalt geboten und die Härtefallklausel weiterhin «übermässig» angewandt, behält sich die SVP eine neue Volksinitiative vor, wie sie schreibt.

Ein Urteil muss in einem Rechtsstaat immer verhältnismässig sein

Bei Richterinnen und Richtern kommt die Forderung der SVP nach einer Streichung der Härtefallklausel schlecht an. Stellvertretend sagt Felicitas Lenzinger, Präsidentin des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt und Mitglied der Richtervereinigung, die Härtefallklausel sei für die Gerichte ein sehr wichtiges Instrument. «Sie hat sich als tauglich erwiesen.» Die Ergebnisse würden durchaus dem Volkswillen entsprechen. Sie verweist dabei auf die Ausweisungsquote bei schweren Delikten: 100 Prozent bei Mord, fast 90 Prozent bei Diebstahl.
Und der Berner Staatsrechtsprofessor Markus Müller betont, dass eine automatische Landesverweisung gemäss einem Deliktekatalog in einem Rechtsstaat eine Illusion sei: Jeder einzelne Fall müsse geprüft werden. Zwar könne man den Ermessensspielraum weiter verengen. «Aber man kann ihn nicht eliminieren.» Das Prinzip, dass ein Urteil verhältnismässig sein müsse, lasse sich nicht umstossen, so Müller. (srf)
NACHTRAG im Blick:

ALLES NOCH VIEL SCHLIMMER

Es ist alles noch viel schlimmer – aber das soll keiner wissen: 2019 haben nur 58 Prozent der kriminellen Ausländer einen Landesverweis kassiert. Diese Zahl, die das Bundesamt für Statistik jüngst bekannt gab, sorgt nicht nur bei der SVP für Empörung. Das heisst allerdings noch lange nicht, dass diese Straftäter die Schweiz auch wirklich verlassen. Denn die offizielle Statistik des Bundes zeigt nur, wie viele Landesverweise Schweizer Richter ausgesprochen haben. Wie gross die Zahl derjenigen ist, die dennoch im Land bleiben – darüber gibt sie keine Auskunft.
Wie bei abgewiesenen Asylbewerbern ist auch bei kriminellen Ausländern mit Landesverweis eine Ausschaffung nicht immer möglich. Zum Beispiel dann nicht, wenn im Heimatstaat Krieg herrscht oder das Herkunftsland Personen einfach nicht zurücknimmt.






Die Daten sind da ...

Wer beim Bund nachfragt, wie viele kriminelle Ausländer die Schweiz tatsächlich verlassen haben, erhält seit Jahren die Antwort, dass man dazu keine Daten habe. Der Bund wolle die Antwort auf diese Frage gar nicht wissen, warf alt SVP-Nationalrat Adrian Amstutz (66) dem Bundesrat an der gestrigen Medienkonferenz vor. Aus der Luft gegriffen ist dieser Vorwurf nicht – er greift aber zu kurz.
BLICK fragte bei verschiedenen Bundesstellen nach. Diese reichten die Anfrage wie eine heisse Kartoffel von Amt zu Amt weiter. Niemand wollte zuständig sein.
Letztlich räumt das Staatssekretariat für Migration (SEM) nach beharrlichem Nachfragen ein: Ja, der Bund hat die Daten! BLICK-Recherchen zeigen, dass die Bundesverwaltung die Daten zum Landesverweis-Vollzug schon seit drei Jahren erfasst.

... aber der Bund gibt die Zahlen nicht heraus

Der Bund macht dennoch keine Angaben über die Zahl der tatsächlich erfolgten Ausschaffungen von ausländischen Straftätern. Das SEM hat dafür folgende Ausrede parat: Man habe derzeit noch nicht die nötigen «technischen Voraussetzungen», um eine Statistik zu erstellen.
Wie sich der Bund herausredet, um seiner Informationspflicht nicht nachkommen zu müssen, klingt wenig glaubwürdig. Auch das Staatssekretariat für Migration dürfte über ein brauchbares Tabellenkalkulationsprogramm wie Excel verfügen.
Zudem ist der Bund – wie er jetzt gezeigt hat – ja auch in der Lage, verlässliche Zahlen zur Ausschaffungsquote zu liefern. Und diese Daten zieht das Bundesamt für Statistik aus derselben Datenbank, in der auch erfasst wird, wann und unter welchen Umständen jemand das Land wirklich verlassen hat: nämlich aus dem Strafregister-Informationssystem Vostra.
Besonders brisant ist der Zeitpunkt, zu dem der Bund versucht, der Öffentlichkeit wichtige Informationen vorzuenthalten: In zwei Monaten stimmt die Schweiz über die Kündigungs-Initiative der SVP ab. Dabei geht es um die Abschaffung der Personenfreizügigkeit mit der EU. Wie aber soll die Bevölkerung über die Begrenzungs-Initiative befinden, wenn verheimlicht wird, ob Vergewaltiger ohne Schweizer Pass tatsächlich das Land verlassen müssen?

Keller-Sutter kommuniziert via Twitter

Das SEM verweist auf eine laufende Gesetzesänderung. Erst wenn diese umgesetzt sei, könne man tatsächlich sagen, wie viele verurteilte Ausländer wirklich ausgeschafft worden seien. Tatsache aber ist, dass die Revision nichts daran ändert, dass der Bund die Daten schon längst hat, auf welche die SVP seit nunmehr sieben Jahren pocht. SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi (41) wirft dem Bundesrat vor, auf Zeit zu spielen.
Was man konstatieren muss: Offene Kommunikation sieht anders aus. Ein Beleg dafür ist die neue Kommunikationsstrategie des Justizdepartements von Karin Keller-Sutter (56), zu der das SEM gehört. Ihr Departement schwieg bis gestern auf Medienanfragen zu den Ausschaffungszahlen.
Gestern räumte das Justizdepartement dann plötzlich Handlungsbedarf ein. Keller-Sutter werde im Herbst Massnahmen mit den Kantonen besprechen. Das teilte das Departement per Twitter mit. So hatte man das zwar in die Welt gesetzt, aber die Medien umgangen.
Schon 2018 stimmten die Zahlen nicht:

Der Bund versinkt im Zahlenchaos. Nur 58 Prozent der kriminellen Ausländer kassierten einen Landesverweis, hat eine kürzlich veröffentlichte Statistik des Bundesamts für Statistik (BFS) ergeben. Jetzt kommt heraus, dass auch diese Zahl nicht stimmen dürfte. Das BFS bestätigt gegenüber BLICK: Bei der Statistik ist es zu Fehlern gekommen – schon wieder. Bereits vor zwei Jahren hatte ein Zahlen-Wirrwarr beim Bund für Schlagzeilen gesorgt.
Kommt hinzu: Keiner weiss, wie viele Landesverweise tatsächlich vollzogen werden. Und das, obwohl die Daten dazu seit Jahren erfasst werden, wie BLICK gestern aufdeckte.




Keiner will verantwortlich sein

Schuld am Zahlensalat will niemand haben. Das Bundesamt für Justiz (BJ) schiebt das Debakel dem Staatssekretariat für Migration (SEM) in die Schuhe. Das SEM besteht darauf, die notwendigen Informationen nicht zu haben. Und die Statistiker des Bundes schieben die Schuld auf die Kantone.
Bei den Angaben, wie viele vom Gericht verhängte Ausschaffungen tatsächlich durchgeführt wurden, wird nun klar: Der Bund hat Angst, falsche Zahlen zu veröffentlichen. Also lässt er es vorerst sein.

Veröffentlichung wurde gestoppt

Man hatte die sogenannte Vollzugsstatistik ursprünglich bereits 2018 publizieren wollen, erklärt das Bundesamt für Statistik (BFS). Dann wurde in jenem Sommer aber bekannt, dass die BFS-Daten zu den richterlichen Ausschaffungsentscheiden kreuzfalsch waren. Eine Schmach fürs BFS.
Aus Furcht, einen weiteren Bock zu schiessen, zog der Bund bei der zweiten Statistik, also jener zu den tatsächlich erfolgten Ausschaffungen, die Notbremse. Die Vollzugszahlen verschwanden in den Schubladen der Amtsstuben.

KOMMENTAR: Der Volkswillen wurde offensichtlich nicht umgesetzt (Es geht um die Ausschaffung krimineller Ausländer). Deshalb kann bei diesem Problem die SVP mit dem Support aus allen Parteien rechnen.

Ausbauen oder Verfallen lassen?

Ferienwohnung im Stall Sanfter Tourismus oder Etikettenschwindel?

Die Maiensässe sind Zeugen einer Landwirtschaft, die es so nicht mehr gibt. Etwa 600'000 Gebäude stehen in der Schweiz ausserhalb der Bauzone. Sie werden oft zu Ferienwohnungen umgebaut. Unternehmer hoffen auf Aufträge, die Landschaftsschützer fürchten um ein Stück ursprüngliche Bergwelt.
Von weitem sieht man am grünen Hang eigentlich nur den Stall. Gebaut irgendwann vor vielen Jahren. Die dicken runden Hölzer sind von der Sonne dunkelbraun gefärbt.
Gian Derungs zeigt auf einen kleinen Anbau auf der rechten Seite des Stalls: «Da drin hatte der Bauer seine Feuerstelle und das Käselager». Der 34-jährige Bündner CVP-Kantonsparlamentarier vermietet und verkauft hier in der Val Lumnezia im romanischsprachigen Bündner Oberland Ferienhäuser und -wohnungen.





Auf einem grünen Hang stehen weit auseinander kleine Häuser.





Und Derungs kennt sich aus beim Thema Maiensäss. Er hat seine Masterarbeit über diese landwirtschaftlichen Bauten zwischen dem Dorf und der Alp geschrieben.

Ställe und Hütten ohne Funktion

Jede Region hat seine eigene Maiensäss-Architektur – das kann wie hier ein Stall sein mit einem winzigen Wohnanbau oder aber ein kleines Häuschen mit einem freistehenden Stall dazu.
Die Bauten können aus Holz sein, wie hier, oder aus Stein wie zum Beispiel im Tessin. Was die Gebäude alle gemeinsam haben: Sie werden von den Bauern nicht mehr gebraucht.





Ein Steinhaus steht in einer Wiese.





Legende: Im Tessin sind es die Rustico, die ausserhalb der Bauzone stehen und als Ferienhäuser beliebt sind. Keystone
Seit der Bauer Maschinen zur Verfügung hat, mit Traktoren und Heuladern unterwegs ist, weiden zwar noch die Kühe hier auf dem Maiensäss auf etwa 1800 Metern über Meer, aber den Stall für das Heu und den Wohnanbau stehen leer. Einige Bauten, vor allem die Ställe ohne Wohnanbau, sind denn auch bereits am Verfallen, haben ein eingestürztes Dach oder sind nur noch ein Trümmerhaufen.

Touristisches Potential

Gian Derungs kennt nicht nur die Geschichte dieser Bauten, er sieht in ihnen ein wirtschaftliches Potential.
Wenn hier in den verfallenden Ställen Ferienwohnungen entstehen könnten und man die kleinen Hüttchen, wo früher die Bauern wohnten, mehr erweitern könnte, den angrenzenden Stall dafür mehr nutzen dürfte, wäre das touristisch sehr attraktiv, ist Derungs überzeugt.





Eine Reihe von Ferienhäuser sind in einen Hang gebaut.





Alphütten und Maiensässe | Alp-BnB.ch
«Das würde dem Tal viel Wertschöpfung bringen. Unsere Wirtschaft leidet unter der Annahme der Zweitwohnungsinitiative vor acht Jahren. Würde man die Bestimmungen für Maiensäss-Bauten lockern bekäme unsere Bauwirtschaft wieder mehr Aufträge und die neuen Besitzer zahlten auch Steuern und Gebühren», sagt er.

Warteliste für Maiensässe

An der Nachfrage der Feriengäste zweifelt Derungs nicht. Er führt eine Warteliste von Leuten, die sich für ein Maiensäss interessieren. Nur ist das Angebot sehr begrenzt und die Ausbauvorschriften im Raumplanungsgesetz des Bundes sind relativ streng.
Im Falle eines Maiensässes in der Val Lumnezia bedeuten sie: Man darf den kleinen Anbau zur Ferienwohnung umnutzen und die Wohnfläche um maximal 60 Prozent in den Stall hinein erweitern, so dass man von aussen nichts sieht.





Ein Stall und ein Häuschen sind auf dem Bild zu sehen.





Legende: Ein Stall mit einem neuen Maiensäss-Anbau in St. Antoenien-Partnun im Prättigau. Keystone
Derungs findet diese Vorschrift übertrieben strikt: «Ich verstehe nicht, warum man den Stall nicht noch mehr umnutzen kann. Man könnte hinter die Holzbalken des Stalles eine Glasfront montieren so bliebe das Bild des Stalles von aussen erhalten und man hätte trotzdem Licht in der neuen Ferienwohnung.»

Umnutzungen: «Ein Etikettenschwindel»

Schweizer Berghütten verfallen trotz Kaufinteressenten - SWI ...



 

Es sind solche Ideen, an die Raimund Rodewald denkt, wenn er in Zusammenhang mit diesen Umnutzungen von «Etikettenschwindel» redet. Rodewald ist schon sein halbes Leben, seit 30 Jahren, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und kämpft für ein strenges Raumplanungsrecht das strikte trennt zwischen Bauzone und Nicht-Bauzone.





Ein altes Holzgebäude mit einem verfallenen Dach ist abgebildet.





Legende: Manchmal sei es besser, die Maiensässe der Natur zu überlassen, argumentieren Landschaftsschützer.
«Man gaukelt bei solchen Umnutzungen vor, alles beim Alten zu belassen, aber das Gebäude verliert durch die neue Nutzung jeden Bezug zur bäuerlichen Umgebung», argumentiert er. Und zu diesem «Etikettenschwindel» kämen weitere Probleme, würde man die Vorschriften lockern: Es gäbe Mehrverkehr, vielleicht müsste man neu im Winter die Strässchen räumen, die zu den Maiensässen führten.
Es wird immer mehr Ansprüche geben. Der Appetit kommt mit dem Essen.





Autor: Raimund RodewaldGeschäftsführer Stiftung Landschaftsschutz Schweiz
Es stellten sich Fragen wie der Anschluss an die Kanalisation oder ans Stromnetz. «Diese Ansprüche würden entstehen», ist Rodewald überzeugt. «Der Appetit kommt mit dem Essen.»
Und noch etwas will Rodewald beobachtet haben. Die Landliebe der neuen Besitzer dieser Ferienhäuschen stosse schnell an ihre Grenzen. «Nicht selten kommt es zu Konflikten mit den Bauern. Die Städter, die im Sommer während der Heuzeit Bergferien machen, stören sich am Lärm der Bauern mit ihren Mähmaschinen und Traktoren.»
Rodewald findet darum, dass Umnutzen nach strengen Regeln wie heute in Ordnung sei, aber nicht mehr. Und es dürfe allenfalls dann mal eine Ausnahme geben, wenn es darum gehe einem brachliegenden Bauerngebäude eine neue Bestimmung für die Allgemeinheit zu geben.
Die Unterländer sehen uns am liebsten als Grossväter, die den ganzen Tag auf dem Bänkli vor der Hütte sitzen.





Autor: Gian DerungsImmobilien-Kaufmann und CVP-Grossrat, Lumnezia
Seine Stiftung fördert zum Beispiel Projekte, wo Räume für Schullager oder Ausstellungen entstehen. Die rein private Nutzung findet Rodewald aber immer die schlechteste Variante. «Dann ist es besser, man lässt einen Stall verfallen. Der Verfall, der gehört seit je zu unserer Siedlungsgeschichte.»
Gian Derungs hat da eine ganz andere Perspektive. In seiner Masterarbeit hat er sich bemüht auszurechnen, was lockerere Vorschriften für Maiensässe und Ställe dem Tal an Wertschöpfung bringen würden: Das wären einmalige Einnahmen zwischen vier und gut acht Millionen Franken. Dazu kämen wiederkehrend noch einmal jedes Jahr bis zu einer halben Million. Das sei viel für ein Tal wie die Lumnezia, findet Derungs.





Gebäude aus Holz und Stein stehen dicht beieinander.





Aber er hat das Gefühl, dass viele Menschen im Mittelland es den Leuten in den Bergen krumm nehmen, wenn sie auch ans Geschäft dächten: «Die sehen uns am liebsten als Alpöhis mit einer Pfeife im Mund, die den ganzen Tag auf dem Bänkli vor einer Hütte sitzen.» Wenn sich dagegen ein Basler für gute Rahmenbedingungen für die chemische Industrie einsetze, störe das niemanden.

Kampf auf politischer Ebene

Sowohl Derungs als auch Rodewald haben sich mit politischen Vorstössen für ihre Sache stark gemacht. Rodewalds Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat zusammen mit anderen Umweltorganisationen eine Initiative lanciert, die in der Bundesverfassung ein für allemal die Umnutzung von Ställen und Maiensässen im grösseren Stil verbieten will (siehe Box). Die Unterschriften sind beisammen, im September soll sie eingereicht werden.

Die Landschaftsinitiative

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Derungs hat vor einigen Jahren zusammen mit anderen Bündner Politikern eine Standesinitiative eingereicht, die nach Bern weitergeleitet wurde und Schützenhilfe von den Wallisern bekam. National- und Ständerat haben die Forderung zwar abgewiesen. Allerdings soll nun das Raumplanungsgesetz angepasst werden und zwar so, dass die Kantone mehr Spielraum bekommen, wenn es um die Umnutzung solcher ehemals landwirtschaftlichen Gebäude geht (siehe Box).

Revision Raumplanungsgesetz

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Ob das den Durchbruch im Sinne von Gian Derungs bringt? Er klingt nicht gerade zuversichtlich, wenn er sagt: «Seit ich mich mit dem Thema befasse, sind die Vorschriften immer nur strenger und die behördlichen Hürden höher geworden. Von der Erfahrung her würde ich darum sagen, es gibt keine Lockerung, aber ich hoffe es natürlich.»

Kommentar:
Unser Refugium SALMENFEE ein Alphaus auf einer Maiensäss war seit je bewohnt.  Wir haben es sanft renoviert und nicht verfremdet.
LINK:
KNILL 1998-2005. Salmenfee Haus. swissride. NASA photo 1(1280x1024 JPG) · NASA photo 2(1280x1024 JPG) · Fotos 2001 · Videos 2001 · map.search.ch.
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Bilder zu Salmenfee

Montag, 20. Juli 2020

Glück im Unglück


Schwer verletzt: Fabio H.* (14) stürzte 20 Meter in die Tiefe

20.07.2020, 13:18 Uhr
Am frühen Freitagmorgen stürzte Fabio H.* (14) auf dem Suonenweg oberhalb von Ausserberg VS einen Abhang hinunter. Bei dem Unfall verletzte sich der Teenager schwer. Zum Glück war sein Bruder dabei, der sofort Alarm schlug.




  • Samstag, 18. Juli 2020

    Gefasst

    Aufatmen im Schwarzwald Der flüchtige «Waldläufer» ist gefasst

    • Die Suche im Schwarzwald ist vorbei. Der Mann, ein «Waldläufer», wie ihn die Ermittler nennen, ist gefasst.
    • Tagelang war der 31-Jährige im Schwarzwald bei Oppenau auf der Flucht vor der Polizei. Vor Hubschraubern mit Wärmebildkameras, Spezialkräften, Suchhunden.
    Der Mann hatte vier Polizisten bei einer Kontrolle in einer Gartenhütte bedroht, die er illegal genutzt hatte. Er nahm ihnen die Dienstwaffen ab und verschwand im Wald. Spurlos.

    Im Gebüsch mit Pistolen und Beil

    Spezialkräfte finden ihn am Freitagabend nach einem Hinweis von Zeugen in einem Gebüsch. Dort sitzt er, vier Pistolen «sichtbar vor sich hingelegt», wie ein Einsatzleiter schildert. Der Mann hat ein Beil auf dem Schoss und einen Brief dabei.
    Für den beschaulichen Ort Oppenau endet eine nervenaufreibende Woche. Stadtpräsident Uwe Gaiser sagt am Freitagabend: «Ich bin erleichtert, froh und dankbar, dass diese Ausnahmesituation für unsere Stadt beendet wurde.»

    Mit Armbrust eine Frau schwer verletzt

    Während der Mann spurlos verschwunden scheint, werden mehr und mehr Details über den Vorfall am Sonntagmorgen und den Flüchtigen bekannt. Der 31-Jährige ohne festen Wohnsitz war 2010 zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Er hatte nach Behördenangaben zuvor mit einer Sportarmbrust auf eine Frau geschossen und diese schwer verletzt.
    Ausserdem war er laut der Offenburger Staatsanwaltschaft als Jugendlicher unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt worden. In der Gartenhütte in Oppenau, in der die jüngsten Ereignisse beginnen, hatte der Mann sich ohne Erlaubnis häuslich eingerichtet - der Besitzer rief die Polizei. Vier Beamte rückten daraufhin am Sonntagmorgen für eine Kontrolle zu der Hütte aus.

    Hunderte Polizisten im Einsatz

    Die Situation eskaliert, als die Polizisten ihn auffordern, die Hütte zu verlassen, und ihn durchsuchen wollen. Da habe der Mann plötzlich eine Schusswaffe gezogen und diese auf einen der Beamten gerichtet. Er fordert die Einsatzkräfte auf, ihre Waffen auf den Boden zu legen, nimmt sie an sich und flieht.
    Hunderte Polizisten durchkämmen danach tagelang die Region um Oppenau, Hubschrauber mit Wärmebildkameras sind im Einsatz, Spezialkräfte, Polizeipsychologen. Noch am Freitagnachmittag appelliert Polizeipräsident Renter schliesslich an den 31-Jährigen: «Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.» Das könne auch über Freunde oder Familie geschehen.

    Gutachten von Psychiater

    Nur wenige Stunden später dann die Nachricht: Die Polizei hat den 31-Jährigen vorläufig festgenommen. An diesem Samstag soll der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittler wollen ausserdem mehr über den Mann und seine Beweggründe erfahren.
    Ein Psychiater soll den 31-Jährigen begutachten. Dies sei wegen des «Schwergewichts der Tat« und der Vorgeschichte des Mannes nötig, sagt Oberstaatsanwalt Herwig Schäfer am Freitag. Zudem werde bei ihm eine Blutprobe entnommen, um zu prüfen, ob der Mann «Substanzen, Medikamente oder Rauschmittel» eingenommen hatte.
    Tagesschau Mittag vom 15. Juli 2020

    Freitag, 17. Juli 2020

    Erfolglose Jagd gegen den Waldläufer

    Hinter dem Waldrambo sammeln sich immer mehr Fans.
    Das erfolgreiche  Spiel des Einzelkämpfers gegen die Polizei fasziniert viele Menschen.

    Aus BLICK:

    Tag vier bei der Suche nach dem Wald-Rambo Yves Rausch (31): Seit Sonntag wird im Schwarzwald (D) mit einem Grossaufgebot nach dem Waffennarr gefahndet. Der Deutsche hat am Sonntag in Oppenau vier Polizisten bedroht und entwaffnet. Er gilt als gefährlich.
    Am Dienstag tauchte zudem ein Manifest auf, das der Wald-Rambo deutschen Medien zufolge vor seiner Flucht hinterlassen haben soll. Jetzt steht aber fest: Das gefundene Manifest, das anfänglich mit jenem des US-Una-Bombers Theodore Kaczynski (78) verglichen wurde, stammt nicht von Yves Rausch! Das berichtet der deutsche «Südwestrundfunk».

    Verfasser des Manifests gefunden

    Das Manifest soll 2005 von einem Mann in Nordrhein-Westfalen geschrieben worden sein. Dieser habe damals eine Waldläufer-Gruppe gegründet, lebt aber heute mit seiner Familie bei Moers in Nordrhein-Westfalen. Gegenüber der Zeitung sagt der Mann: «Der Text ist von mir!» Ein weiterer Mann der damaligen Waldläufer-Gruppe bestätigt diese Behauptung.
    Aber auch sonst seien die Parallelen zum Una-Bomber zu weit hergeholt, sagt Profiler Mark T. Hofmann zu BLICK. «Ich denke nicht, dass der Una-Bomber sein Vorbild ist», so Hofmann. Beim Vergleich zwischen den beiden handle es sich um oberflächliche Parallelen – auch wenn seine Einschätzung vor einem Tag verkürzt so verstanden werden könnte. «Yves Rausch ist kein Amokläufer oder Terrorist», stellt Hofmann klar.
    Der US-amerikanische Terrorist schickte 16 Briefbomben an amerikanische Universitäten und Fluglinien. Drei Menschen kamen dabei ums Leben, 23 wurden teilweise schwer verletzt. 1998 wurde Kaczynski zu lebenslanger Haft verurteilt.

    Gefahr, dass er gegen Polizei schiesst

    Laut Profiler Hofmann sei es nun wichtig, die Situation zu deeskalieren. «Aus psychologischer Sicht wäre es am besten, die Polizeikräfte abzuziehen.» Möglicherweise würde Rausch dann zur Besinnung kommen und sich von selbst stellen. Am effizientesten sei es laut Hofmann, den Fall durch Verhandlungen zu lösen. Allerdings sei ihm klar, dass die Polizei in einem solchen Fall handeln müsse.
    Fest steht aber: «Je mehr Druck auf Rausch ausgeübt wird, desto eher eskaliert die Situation!» Dann bestehe auch die Gefahr, dass der Wald-Rambo gegen die Polizei schiesse oder gar sich selbst das Leben nehme. «Und dann würde niemand gewinnen.»
    Laut Mark T. Hofmann wäre es derzeit am besten, wenn man den Druck senken würde. «Wenn Rausch etwas mehr Ruhe hätte, würde er wahrscheinlich einsehen, dass er sich in einer ausweglosen Situation befindet.» Dass der Wald-Rambo noch im Wald weilt, bezweifelt der Profiler: «Es kann gut sein, dass er weitergezogen ist.»