Montag, 23. November 2020

Ein No-Go

Eine Woche vor einer Abstimmung  darf die Bevölkerung auch in einer Satiresendung nicht mehr einseitig beeinflusst werden. 

 

SRF-Deville«Das war Wahlkampf, bezahlt durch Zwangsabgaben»

Dominic Deville holte in seiner Late-Night-Show auf SRF zum Rundumschlag gegen die Grosskonzerne aus. Der Ärger bei den Gegnern der Konzernverantwortungsinitiative ist riesig.

 

Quelle 20 Min

 

Die Sendung zur Konzernverantwortungsinitiative sorgt für Wirbel.

Dominic Deville rückte in seiner Show vom Sonntagabend die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) ins Zentrum, die am kommenden Sonntag vors Volk kommt. SRF versprach auf der Website zur Sendung, der Komiker werde «Licht ins Abstimmungsdunkel bringen».

In der Sendung (siehe Video oben) kamen dann der Wirtschaftsverband Economiesuisse und der Reihe nach die Schweizer Grosskonzerne Syngenta, Nestlé und Glencore unter die Räder. Über den Syngenta-CEO Eric Fyrwald meinte er, dieser sehe schon aus wie der Bösewicht in «Game of Thrones». Den Basler Agrarkonzern bezeichnete er als «Ruag für Gärtner»: «Auch mit Pestiziden kann man wunderbar Menschen töten.» Der Konzern habe schon «vor Corona das Durchseuchen erfunden».

Kommentar:

Mich nimmt wunder, was die Ombudsfrau zu diesem Faux pas sagt. Ich rechne mit  Beanstandungen.

Palmöl und brennender Regenwald

Nestlé warf Deville vor, für das Palmöl in seinen Produkten riesige Flächen von Regenwald abzubrennen. Er könne sich vorstellen, dass der Lebensmittelmulti dann Wasser in Fläschchen verkaufe, um die Brände wieder zu löschen. Schliesslich warf er dem Rohstoffhändler Glencore vor, das Gebiet rund um seine Minen zu vergiften und das Trinkwasser der Menschen zu «versauen». In einer Parodie liess er auch noch Economiesuisse ein Camp mit Kinderarbeit anpreisen.

Bei den Gegnern der KVI ist der Ärger über Devilles Rundumschlag gross. Die Sendung habe das Gebot der Sachgerechtigkeit verletzt. CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter etwa schrieb auf Twitter, die Sendung eine Woche vor dem Abstimmungstermin habe gegen «jegliche Regeln» von SRF verstossen. «Das war mehr als bloss Satire.»

Auch andere Twitter-User werfen SRF vor, unter dem Deckmantel der Satire für ein Ja zur KVI zu weibeln. Ein FDP-Politiker fragte, was eine Sendung von Deville koste und ob der Betrag zum Budget der Initianten gerechnet werde. «30 Minuten im steuerfinanzierten Sender auf die Wirtschaft eindreschen, die sein Einkommen finanziert, ist keine Satire.» Ein anderer Twitterer schrieb: «Das war Wahlkampf, bezahlt durch Zwangsabgaben.»

Freude an der Sendung hatten hingegen die Befürworter. Oliver Classen von der NGO Public Eye teilte entzückt Sequenzen der Sendung. Andere stellten sich auf den Standpunkt, die KVI-Gegner hätten nicht verstanden, was Satire sei.

Tom Schmidlin, Bereichsleiter Comedy und Entwicklung von SRF, stellt sich auf den Standpunkt, dass die Sendung nicht gegen die Regeln verstossen habe: «Auch bei einer Satiresendung halten wir uns an die publizistischen Leitlinien von SRF. ‹Deville› behandelt als Satireformat die Themen des aktuellen Geschehens. Dazu zählt selbstverständlich auch die Konzernverantwortungsinitiative.» Es liege in der Natur der Sache, dass in der Satire Themen pointiert besprochen würden. Wichtig sei, dass Satire als solche erkennbar sei. «Das ist bei ‹Deville› gegeben. Diese Haltung von SRF hat die Ombudsstelle in einem ähnlichen Fall (‹Deville› zum Waffengesetz) bestätigt.»


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Bei der Ombudsstelle der SRG war bis am Montagmittag noch keine Beanstandung eingegangen. Laut Ombudsfrau Esther Girsberger kann sich das noch ändern. Allerdings könne eine allfällige Beanstandung kaum mehr vor der Abstimmung behandelt werden.

 

Donnerstag, 19. November 2020

Sorgenbarometer

 

Corona-Pandemie und ihre Folgen
51%
AHV/Altersvorsorge
37%
Arbeitslosigkeit/Jugendarbeitslosigkeit
31%
Umweltschutz/Klimawandel
29%
Ausländer
28%
Gesundheit, Krankenkassen
28%
EU/Bilaterale Integration/Rahmenabkommen
23%
Flüchtlinge/Asyl
23%
soziale Sicherheit
17%
(Kern-)Energie/Versorgungssicherheit
14%

Montag, 16. November 2020

Martinisommer im November

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Donnerstag, 12. November 2020

Vom Publikum profitieren

Geschicktes Verkaufsmodell von Matthias Pöhm


Im Internet wird das Publikum gebeten, auf eine heikle Frage eine schlagfertige Antwort zu geben. Dann werden die  die besten Konter publiziert und nachher auf einer CD verkauft.

Beispielsweise:

 

Schlagfertige Antworten auf „Hast du Alzheimer!"
 
Hier die ausgewählten besten Antworten auf den Angriff: „Hast du Alzheimer?"
 
  • habe ich vergessen.
  • Was hast du gerade gefragt?
  • Ja, aber ich gebe dir nichts
  • Ja, du müsstest mich mal Memory spielen sehen
  • Wer?
  • Wenn ich dich sehe, wünsch ichs mir
  • Hab ich dir gestern schon beantwortet. Hast du's wieder vergessen?
  • Vergisst du nie etwas?

Der neue Angriff, auf den Sie uns eine Antwort schicken sollen lautet:
„Du lügst!“
 
usw.
 
So ergibt sich in Kürze eine Sammlung kreativer Antworten.

 

Mittwoch, 11. November 2020

11.11.

11.11. um 11 Uhr 11 - Konfetti im Online-Stream –
funktioniert Fasnacht im Internet?
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
 
Karneval Digital mit den Lindener Narren am 11.11. um 11.11. Uhr

 

Mittwoch, 4. November 2020

Frage an Jacqueline Badran

 

Zur dummen Bemerkung einer Nationalrätin

Jacqueline Badran . Sie hofft zwar auf Biden, hat aber offenbar auf eine Wahl Trumps gewettet: «Ich wage zu behaupten, dass der hässlichste, dümmste und ekelerregendste Clown gewinnt».


Frau Badran, weshalb macht in den Vereinigten Staaten der hässlichste, dümmste und ekelerregense Clown so viele Stimmen? Trump ist zwar unberechenbar und nimmt es mit den Fakten nicht so genau.  Wer sich jedoch in den USA bemüht, mit der Bevölkerung vorurteilslos zu reden stellt fest:

Trump wird vor allem geschätzt, weil er die Einwanderung bremst. Ein Kernthema, das die Medien auch in Europa gerne unter den Teppich kehren. Er setzt sich über die militanten politisch Korrekten hinweg. Das wird auch geschätzt. 50 % der Stimmenden können nicht so naiv und dumm sein, einen ekelerregenden Clown zu wählen. Frau Badran,weshalb nicht etwas bedachter. Nach dem Prinzip: Warten - denken - reden.  Denn Sie hattenin dieser Hinsicht schon mehrfach Mühe. Glarner lässt grüssen.

Schade: Wenn Sie am Sonntalk reden, hinterliessen Sie bei mir meist einen intelligenten Eindruck.

Erstaunlich auch: Sie können im Alltag sonst sehr gut Klartext reden,  ohne die Nerven zu verlieren.

Schade - eigentlich. 


 

Vermutlich wird Biden gewählt, gravierend aber wenn...

Ein peinlicher Faux-pas

 

Joe Biden verwechselt Enkelin mit totem Sohn

Riesen Fauxpas von Joe Biden (77): Der US-Präsidentschaftskandidat besuchte am Tag der Wahl das Grab seines 2015 verstorbenen Sohnes Beau. Begleitet wurde er unter anderem von seinen Enkelinnen Natalie (16) und Finnegan Biden (20). Dieser legte er den Arm um die Schulter und sagte vor diversen Anhängern und Reportern: «Das ist mein Sohn Beau, den viele von Ihnen bei der Wahl in den Senat in Delaware unterstützt haben.»

Danach machte es Biden noch schlimmer. «Das ist meine Enkelin Natalie», sagte Biden. «Ah nein wartet, das ist die falsche.» (Quelle Blick)


Vermutlich wird  Biden als US-Präsident gewählt.

 

Und wenn er dann den roten Knopf verwechselt?