Sonntag, 14. Oktober 2018

Christian Amsler will gegen KKS antreten

KKS empfahl ihm zu kandidieren

Sie weiss, dass er keine Chance hat. (Ihm fehlt die Erfahrung im Parlament und er ist keine Frau)
Amsler weiss anderseits, dass er sich mit der Kandidatur auf nationaler Ebene profilieren kann.

Bildergebnis für Christian Amsler


Christian Amsler (54), Schaffhauser Regierungsrat, will es zwar noch nicht offiziell bestätigen, doch ihm nahe stehende Parteimitglieder wissen laut «Sonntagszeitung»: Er will. Er habe sich definitiv entschieden, gegen Karin Keller-Sutter in den Bundesrats-Wahlkampf zu steigen. Selbst Karin Keller-Sutter habe ihn ausdrücklich aufgefordert, zu kandidieren. Ob er sich für eine Bundesratskandidatur zur Verfügung stelle, werde er an der kantonalen Parteiversammlung am kommenden Donnerstag bekannt geben. (Quelle Blick)

Samstag, 13. Oktober 2018

Salamitaktik als Brandbeschleuniger

Krisenkommunikation - 

Salami-Taktik geht immer in die Hose

 

Weshalb machen Chefs immer wieder die selben Fehler?
In Krisensituationen 
- beschönigen sie
- beschwichtigen
- schweigen
- ignorieren das Problem
- tauchen ab
- wiegeln ab
- wählen die Salamikommnikationstaktik. D.h., sie geben scheibchenweise nur soviel preis, als man muss
- die Krise wird nicht ernst genommen
- man wehrt sich mit Selbstschutzbehauptungen
- und macht Schuldzuweisungen
- Selbstkritik ist ein Fremdwort
- man verzichtet auf einen Hofnarren (Berater), der sagt: "Stopp, so nicht"
- agieren kopflos, unbedacht, unvorbereitet

An ähnlichen schlechten Beispielen mangelt es nicht:
- Susanne Ruoff
- PierinVincenz
- Patrik Gisel
- Pierre Maudet
- Philipp Hildebrand

Die Verhaltensmuster sind vielfach ähnlich.

Die Gründe:
Die Betroffenen sind durch die Machtbefugnisse, durch Geld blind geworden.
Macht macht blind. Sie ist wie eine Droge mit der Nebenwirkung: Man verliert die Bodenhaftigkeit.
Es tritt gleichsam ein Realitätsverlust ein (mir kann nichts geschehen).
Man wird immun auf Kritik.
Wenn die Gier dazu kommt, wird der Mix gefährlich.


(Aus Business-netz):
In einer Krise müssen Chefs kommunizieren. Nur so können sie den Schaden begrenzen, die Glaubwürdigkeit erhalten und das Vertrauen der Öffentlichkeit wiedergewinnen.

Krisenkommunikation
Lernen wir aus den Kommunikationsfehlern von Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg: Vermeiden wirjegliche Salami-Taktik. Es lohnt sich meist alles offen zu legen – und zwar alles. Obeschon Juristen davon abhalten ist Mea culpa ein bewährter Befreiungsschlag

Verbannen Sie die Salami-Taktik in Ihr Zeitmanagement

Die Kommunikationsstrategie Guttenbergs war katastrophal. Erst bezichtigte er die Plagiatsvorwürfe als „abstrus“ und „ich verzichte vorübergehend, ich betone, vorübergehend auf seinen Doktortitel“, um dann im Zuge der Nachforschungen der Medien und vor allem der Internet Community immer häppchenweise eine neue Stellung zu beziehen, die seine vergangenen Äußerungen ad absurdem führten. Im Klartext: Guttenberg wandte eine Salami-Taktik an, die durch den Druck von außen diktiert wurde. Nicht Guttenberg legte alles offen, sondern die Internet Community. Für ein Krisenmanagement die erdenklich schlechteste Taktik, die Sie nur wählen können.

In Krisen gilt vor allem eins: 

Kommunizieren Sie offen, ehrlich und offenbaren Sie alles

Versuchen Sie nichts zu verbergen. Sie werden wie Guttenberg über diese Geheimnisse stolpern. In der heutigen vernetzten Welt bedeutet der Austausch über Wissen und Information Macht – und zwar die Macht aller. Diese Macht sollten Sie nie unterschätzen. Deshalb:

  • zeigen Sie gerade in Krisenzeiten eine erhöhte Transparenz.
  • legen Sie alles offen. Nur so bleiben Sie glaubwürdig. Denn wer nur unter Druck Fehler eingesteht, dem wird später nicht mehr geglaubt.
  • stehen Sie zu gesetzten Standards, die die Unternehmenspolitik bestimmt. Gerade in Krisenzeiten müssen Sie zeigen, dass diese Standards umgesetzt werden.
  • ziehen Sie die richtigen Konsequenzen – und zwar so früh wie möglich. Lassen Sie sich nicht von außen Ihre Handlungsfreiheit nehmen. Zeigen Sie, dass Sie verantwortungsvoll und aktiv (nicht re-aktiv) mit der Krise umgehen.

Freitag, 12. Oktober 2018

Warmer Oktober

Warm wie im Juni

Warm wie im Juni

Im Flachland ist es aktuell sehr warm. (SRF)
Wir baden fast jeden Tag im Pool (22 Grad)
Es ist unsere längste Badesaison.

Hund wie Herrchen

Fotoblog

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die "ENTE" feiert Geburtstag

Die "Ente" war auch unser erstes Auto

(aus Spiegel)

70 Jahre Citroën 2CV 

Sie war die wackligste Erfindung, seit es Autos gibt: Als der erste 2CV von Citroën 1948 erschien, sollte er vor allem billig sein - und wurde unerwartet Kult.


Vier Räder, neun PS, maximal 70 Stundenkilometer - und tausend Abenteuer: Nichts weniger als eine Automobilrevolution stellte der französische Hersteller Citroën am 7. Oktober 1948 auf dem Pariser Autosalon der staunenden Öffentlichkeit vor. Und das sicher nicht, weil ihr neues Modell 2CV raffinierter, stärker oder schneller als die Konkurrenz gewesen wäre. Sondern, weil es so spartanisch war.
Die Grundvorgabe für die Konstruktion lautete: "Ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln (...) bietet, mindestens 60 Kilometer pro Stunde fährt und nur drei Liter auf 100 Kilometer verbraucht". Heraus gekommen war eine Blechdose auf Rädern mit aufrollbarem Dach und dem Kurvenverhalten eines betrunkenen Dromedars. Aber billig war sie - und sparsam. Das reichte.
Bei der Presse stieß das Mobil auf durchwachsene Reaktionen: "Eine Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen", ätzte das französische Satireblatt "Le Canard enchainé" über den 2CV. Und ein niederländischer Journalist schuf ausgerechnet mit dem Ausdruck seiner Verachtung den Kosenamen, unter dem der Wagen für die nächsten Jahrzehnte die Herzen tausender Fahrer erobern würde: "Ein hässliches Entlein".
Nicht, dass je ein Entenfahrer seinen Schatz als "hässlich" bezeichnet hätte. Seiner Ente gab man einen Namen wie einem eigenen Kind. Montierte kleine Gummienten als Galionsfigur auf die geschwungene Motorhaube. Oder verschönerte die hochklappbaren Fenster mit selbstgehäkelten Gardinen. Die "Ente" war nicht einfach ein Auto, sie war ein Statement gegen den Konsumwahn, das erste bisschen Freiheit, dass man sich auch als Bettelstudent leisten konnte, und vor allem: ein Stück blechgewordene Liebe.



Autolegende Citroën 2CV: Die Ente feiert Geburtstag

Mein Endlichen-erwachsen-Vehikel
Katja Iken, einestages-Redakteurin
Welche Farbe hat die Freiheit? Feuerwehrrot. Leuchtend stand sie vor mir, im Juni 1995, meine erste und einzige Liebe auf vier Rädern. Mein Endlich-erwachsen-Vehikel - und erstes großes Finanz-Desaster.
Hunderte Stunden Inventur bei OBI ermöglichten mir im Juli 1995 den Kauf einer Ente in einem Schwarzwälder Kaff. Baujahr? Mängel? Alles egal. Geblendet von ihrer Schönheit, vergaß ich, Geschichtsstudentin im vierten Semester, sogar zu handeln.
Für 1800 Mark gehörte sie mir, dem Landei, das nie zuvor ein Auto besessen hatte, ja nicht einmal einen Freund mit Auto. Vorbei das Trampen, vorbei der Mitfahrgelegenheits-Horror in verrauchten Rostschüsseln: Ab sofort war ich mobil, unabhängig. Überglücklich.
Wie stark ich mich fühlte, als ich das erste Mal mit ihr umzog. Mein gesamtes Eigentum passte in den 2CV, inklusive Sitzsack und Yucca-Palme. Nach Frankreich bin ich geschaukelt, um ein Jahr lang an einer Schule zu unterrichten. Mit 105 Stundenkilometern Spitze - bergab, mit Rückenwind - flogen wir unserem Ziel entgegen.
Nichts konnte meine Enten-Euphorie erschüttern, weder der Kolbenfresser noch die Eiseskälte im Winter. Ein paar Mal haben meine Schüler versucht, das Wackelmobil umzuwerfen, mit mir am Steuer. Ich tat ihnen den Gefallen und simulierte Todesangst. Dabei wusste ich: Die kippt nie um.
Katja Iken neben ihrem Citroën 2CV Club
Katja Iken
Katja Iken neben ihrem Citroën 2CV Club
Ein Jahr später kehrte ich zurück aus Frankreich, deutlich ärmer als zuvor. Als die Bank meine Karte einzog, entschied ich schweren Herzens, meinen geliebten 2CV zu verkaufen. Hätte ich es doch nie getan. Wäre ich doch nie zu diesem Entenhändler ins Darmstädter Industriegebiet gefahren.
Der Automechaniker, schwarzer Zopf, Blaumann, legte sich unter den Wagen. Und spuckte 15 Sekunden später die vernichtende Diagnose aus: Chassis durch, Totalschaden, Unfallwagen, nur notdürftig geschweißt. "Parken Sie da hinten, dann sparen Sie sich die Verschrottungsgebühr."
Jetzt nur nicht heulen, dachte ich. Und tat wie mir befohlen. Dann stieg ich aus, streichelte meine Ente ein letztes Mal, wankte vom Hof. Wie benommen lief ich durch die Straßen. An einer Bude spülte ich meine Verzweiflung mit dem ersten Jägermeister meines Lebens runter. Und tat, was ich stets tat in allergrößter Not: meine drei Brüder anrufen.
Einer rettete mich schließlich aus der Darmstädter Vorstadthölle. Wir fuhren zum Griechen, wo ich einen großen Gyros-Teller aß und beschloss: Das Leben muss auch ohne Ente weitergehen, irgendwie. Ist es ja dann auch.
Trotzdem: Auch nach 22 Jahren gibt es eine mindestens erbsengroße Region in meinem Herzen, die für immer meiner feuerwehrroten Ente gehört.

Montag, 8. Oktober 2018

Herbst

Die wilden Reben verfärben 
sich am Haus

Bildergebnis für wilde Reben im Herbst

Sonntag, 7. Oktober 2018

Rodungsstop

Teilsieg der Demonstranten gegen den Braunkohleabbau

Der Widerstand in der Bevölkerung gegen den Dreckschleuderstrom wächst, weil dieser notwendig wird. Denn der fehlende Atomstrom kann von Windkraftwerken und Solaranlagen nicht ersetzt werden. Das Dilemma hat man kommen sehen. Aber Merkel will die Kohlekraftwerke nicht stilllegen, obwohl sie die Luft enorm verpesten.

aus BILD:

Bereits am Morgen sind die Parkplätze ausgebucht. Trotz langer Fußmärsche ist die Stimmung fröhlich entspannt. Gegen den kleinen Hunger bieten Aktivisten Frühstück mit selbst gebackenem Brot und veganen Pasten. Über Nacht ist am Rande des Forstes eine riesige Bühne entstanden. Am Mittag spielen unter anderem Revolverheld und Cat Ballou.
Bauern aus der Gegend sind mit ihren Treckern vorgefahren, „Ackerland ist Bauernland“ oder „Kohle oder Zukunft“ steht auf Plakaten. Einige haben Spaten mitgebracht, wollen den Graben, den RWE gebuddelt hat, um ihr Gebiet zu schützen, wieder zu schaufeln.
Von Manheim (NRW) sind am Mittag mehrere hundert Aktivisten Richtung Hambacher Forst aufgebrochen, wollen in einer Aktion zivilen Ungehorsams mit Hängematten eine rote Linie gegen den Kohleabbau ziehen.

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Auf einem Anhänger ist ein buntbemaltes Baumhaus auf dem Weg zur Kundgebung in Buir. Die Gruppe „Pödelwitz“ bleibt hat es gebaut, will damit ein Zeichen für Pödelwitz setzen. Der Ort ist ein von Abbaggerung bedrohtes Dorf im Leipziger Braunkohlegebiet.
Die Demonstranten wollen sich für einen schnellen Kohleausstieg starkmachen. Außerdem wollen sie feiern, dass das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst verfügt hat.

Viele Transparente werden am Samstag hochgehalten
Viele Transparente werden am Samstag hochgehalten

Der Energiekonzern RWE wollte einen großen Teil des verbliebenen Waldes abholzen, um dort Braunkohle zu fördern. Greenpeace-Aktivistin Gesche Jürgens sagte am Samstag vor Ort, die Entscheidung des Gerichts sei „ein total tolles Signal an die Aktivisten, die hier schon seit Jahren wohnen“. „In den letzten Wochen haben wir auch gesehen, wie groß die Unterstützung der Bevölkerung ist.“ Es gebe keine Akzeptanz mehr in der Bevölkerung für die Politik von RWE und der Landesregierung, sagte Jürgens.
Die Demonstration war von der Polizei zunächst wegen Sicherheitsbedenken verboten worden. Das Verwaltungsgericht Aachen hob das Verbot jedoch auf.

Samstag, 6. Oktober 2018

Im Gedenken an Charles Aznavour

Mit 94 Jahren gestorben.
Er wollte noch im Hallenstadion auftreten

 
 
Le chanteur français a écrit le texte de ce duo qu'il a enregistré avec Mireille Mathieu sur une musique de son ...

Inhalte des bevorstehenden persönlichen Trainings

Wir werden prozessorientiert arbeiten und an diesem Tag


- die Selbstsicherheit steigern

- die Präsenz fördern

- die Brücken zum Publikum aufbauen

- das Lampenfieber nutzen und die AusDRUCKskraft stärken   (Dynamik)

- überzeugen - dank klarer Strukturen

- das Gegenüber von Anfang an fesseln können

- die rhetorischen Stilmittel zur besseren Verständlichkeit kennenlernen

- mit Worten Bilder malen 

- das Storytelling sinnvoll einsetzen

- die Bausteine der Rhetorik bewusst machen

 

Mittwoch, 3. Oktober 2018

3. Oktober: Tag der deutschen Einheit

Wiedervereinigung vor 28 Jahren:  

Einheitsfeier in Berlin hat begonnen

An diesem Mittwoch feiert die Bundesrepublik 28 Jahre deutsche Einheit. Im Berliner Dom beginnen am Vormittag die offiziellen Feierlichkeiten. Zum Bürgerfest rund um das Brandenburger Tor werden Zehntausende erwartet.
KOMMENTAR: Ich arbeite oft in Deutschland. Immer noch sprechen die Westdeutschen von den Ossis. Immer noch gibt es Lohnunterschiede. Immer noch muss der Westen für die ehemalige DDR zahlen. Wie lange es geht, bis tatsächlich von EINHEIT gesprochen werden kann, steht in den Sternen.

Montag, 1. Oktober 2018

Weshalb es sich lohnt, "Babylon Berlin" zu schauen

5 Gründe, warum es eine aussergewöhliche Serie ist

Zugegeben:  «Babylon Berlin» bedient mich mit perfekt inszenierter Reizüberflutung. Hier sind 5 Gründe, warum  die Serie Erfolg haben wird.
Im Club «Moka Efti» werden in der Serie die wildesten Parties gefeiert.
Legende: Im Club «Moka Efti» werden in der Serie die wildesten Parties gefeiert. 

1: Verruchtes Berlin der 20er

Hemmungslose Parties, Kokain und offen gelebte Homosexualität.  Die deutsche Hauptstadt war in den 1920er Jahren ihrer Zeit weit voraus.Die Stimmung in der Serie erinnert häufig an heute. Motto: Feiern bis zum Weltuntergang.

2: Eine Serie wie ein Videoclip

Die besten Szenen sind jene, wo gar nicht viel passiert. Wo man eintaucht in schrille 20er-Jahre Parties. Oder absteigt in den düsteren Berliner Untergrund. Babylon Berlin kommt daher wie ein Videoclip mit schnellen Schnitten und lauter Musik.

3: Lektion in Geschichte

«Babylon Berlin» ist clever in den geschichtlichen Hintergrund eingebettet. Wir sind im Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen, es herrscht Klassenkampf zwischen verarmten Bürgern und opulent lebender Oberschicht. Hinter dieser Kulisse rotten sich die Nazis zusammen.

Teuerste Deutsche Serie

Kulisse bei den Dreharbeiten zu «Babylon Berlin».
Legende:Kulisse bei den Dreharbeiten zu «Babylon Berlin».Sky/ARD
Mit Produktionskosten von 40 Millionen Euro geht «Babylon Berlin» als teuerste nicht-englischsprachige Fernsehproduktion in die Geschichte ein. Ganze Häuserzeilen des weitgehend zerstörten Vorkriegs-Berlin wurden nachgebaut. Mehr als 1'000 Leute arbeiteten am Grossprojekt. Gedreht sind bislang zwei Staffeln. Eine dritte haben die Fernsehsender ARD und Sky in Auftrag gegeben.

4: Verschwörungstheorien

Geheimniskrämerei gibt es zu genüge in «Babylon Berlin». In versteckten Wohnungen werden Pornos gedreht. Splittergruppen russischer Kommunisten schmuggeln tonnenweise Gold ins Land. In abgelegenen Tälern treffen sich Nazis zu Geheimversammlungen. Und irgendwie hängt das alles zusammen. Nur wie? Der Überblick über die sehr dichte Handlung geht oft verloren. Aber halb so schlimm: «Babylon Berlin» zu schauen, fühlt sich ein bisschen an wie eine rasante Schnellzugfahrt. Da muss man auch nicht jeden Baum am Gleisrand sehen.

5: Heisse, heisse Hauptfiguren

Sexy und immer ein bisschen abgefuckt. Polizeikommissar Gereon Rath (Volker Bruch) und seine Ermittlungspartnerin Charlotte (Liv Lisa Fries).
Legende: Sexy und immer ein bisschen abgelebt: Polizeikommissar Gereon Rath (Volker Bruch) und seine Ermittlungspartnerin Charlotte (Liv Lisa Fries). Sky/ZDF
Polizeikommissar Gereon und seine Assistentin Charlotte sehen  gut aus.  Man könnte ihnen stundenlang zusehen, wie sie durch die Strassen Berlins rennen. Hübsch, aber meist etwas abgekämpft. Wer eine grosse Verschwörung aufdecken will, kommt halt nicht zu viel Schlaf.
SRF zwei zeigt «Babylon Berlin» als Eventserie ab dem 30. September in Blöcken von zwei oder drei Folgen pro Abend. Direkt nach der Ausstrahlung stehen die Folgen online bei Play SRF zur Verfügung. Ab dem 9. Oktober kann dann die ganze erste Staffel gebingt werden, ab dem 5. November Staffel 2.

Sonntag, 30. September 2018

Windspiel

http://www.math.harvard.edu/~knill/teaching/math22a2018/exhibits/wind/index.html

AfD im Aufwind

AfD überholt SPD Deutschland

Berlin – Die AfD ist einer Umfrage zufolge die zweitstärkste Partei in Deutschland. Sie legt im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid ...
BLICK.CH

Merkel verliert an Zustimmung – AfD überholt SPD in Wählergunst

Die AfD ist einer Umfrage zufolge die zweitstärkste Partei in Deutschland. Sie legt im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für ...
watson
 

Samstag, 29. September 2018

Ich erlebte zwei eindrucksvolle Tage am SWISS MEDIA FORUM

Werbung in der Transformation

«Der Mix ist entscheidend»

«Macht das Swisscom tatsächlich, wäre das eine unglaublich interessante Fallstudie», sagt Tom Hanan auf einem Podium am Swiss Media Forum in Luzern.(QUELLE PERSOENLICH)
Werbung in der Transformation: «Der Mix ist entscheidend»
Tom Hanan, Matthias Ackeret, Petra Dreyfus und Manfred Strobl. (Bild: swissmediaforum.ch)

Einmal mehr moderierte Susanne Wille kompetent, souverän
und vorbildlich.



«Medien sollen auch mal auf die Nase fallen»



Der Auftritt des abtretenden Bundesrates, der von den Medien immer wieder kritisiert oder lächerlich gemacht wurde, sagte für mich viel aus. Es wurde zwar von einem, lockeren Auftritt gesprochen und geschrieben. Doch wenn man seine Rede genau  auf sich wirken liess, hinterliess der  von den Medien gebeutelte Magistrat ein trauriges Bild. Es war keine freie Rede. Nach einem gelungenen humorvollen Einstieg klammerte sich der Wirtschaftsminister ans Manuskript und beim Ablesen blickte er stets krampfhaft aufs Papier.
Nichts von Dialogik. Die wichtigste Botschaft vermittelte er immer dann, wenn er fürs Publikum humorvolle Zwischenbemerkungen mit leiser Stimme nur so nebenbei einfügte, welche vom Publikum mit Lachen quittiert wurde. Da konnte man aber erkennen, wie der Bundesrat im Grunde genommen unter der Kritik gelitten haben muss.
Mehrere Male erwähnte er: Mir macht eigentlich Kritik nichts aus, aber meiner Frau, den Kindern, meiner Familie.
Für mich war der Bundesrat vor den Medienvertreters in Luzern eine tragische Figur. Es wurde mir bewusst, wie das Opfer der Medien gelitten haben muss. Die Wunden wurden lediglich übertüncht.

Zum Abschied des prächtigen Sommers 2018

Die 5 besten «Summertime»-Versionen (Quelle SRG)

Hierzulande ist sie vorbei für dieses Jahr, die Summertime. Zeit, in den fünf besten Versionen des Gershwin-Klassikers zu schwelgen:
Ella Fitzgerald mit ihrer stets makellosen Darbietung, Louis Armstrong mit seiner Stimme wie ein Schmirgelpapier: Die beiden sind die Idealbesetzung für jede Musik von George Gershwin. Ein Klassiker.
Keiner ist cooler als Miles Davis in den 1950er-Jahren. Sein Sound hat den Cool-Jazz mitdefiniert, seine Zusammenarbeit mit Gil Evans ist unübertroffen.
Im Summer of Love singt die Blumenfrau Janis Joplin eine Version von Summertime, wie sie zerrissener nicht klingen könnte. Küsse, Bisse, das reimt sich – keine weiss das besser als sie.
Dass der schräge Vogel Schneider ein hervorragender Musiker ist, wissen immer noch nicht alle. Dass er den Text verdreht (die Frau ist reich, der Mann schön) passt perfekt zu ihm, auch wenn er das wahrscheinlich nicht als Erster gemacht hat.
Diese Version gilt es zu entdecken: 80 Jahre nach der Entstehung von «Porgy and Bess» mag sich der über 70-jährige deutsche Klavier-König noch immer auf «Summertime» einlassen. Was für ihn ebenso spricht wie für das Stück.

Dienstag, 25. September 2018

Gerücht bestätigt

Samstag, 22. September 2018

Die Koalition in Gefahr


Die drei Parteichefs der Koalition wollen über Hans-Georg Maaßen neu verhandeln. Sie haben verstanden, dass es so nicht weitergeht. Selbst wenn es das Ende bedeutet.

Donnerstag, 20. September 2018

Können Lügner entlarvt werden?

Der Wahrheit auf der Spur -  

So erkennst du eine Lüge

Wir werden angelogen. Und zwar mehrmals täglich. Aus Höflichkeit oder aus Boshaftigkeit. Vier Strategien um Lügen zu enttarnen.
«Die Frisur sieht bei Dir heute wieder mal umwerfend aus.» Glauben wir ja gerne. «Ich war nur etwas länger im Büro gestern Abend, Schatz.» Na ja. Das dritte Mal diese Woche?
Wie mächtig wären wir, könnten wir die kleinen Flunkereien im Alltag, aber auch die pechschwarzen Lügen um uns über den Tisch zu ziehen, enttarnen?
«Input» hat bei der Befragungsspezialistin der Kantonspolizei Zürich und bei einem Schweizer Lügenforscher nach Strategien gesucht – und gefunden. Ausserdem verrät ein Zauberweltmeister, wie man einer Täuschung auf die Spur kommen kann.
Vier Anzeichen, die im Gespräch die Alarmglocken bei euch sollten schrillen lassen.

Geschichte rückwärts erzählen lassen

Kantonspolizei Zürich am HB Zürich
Leutnant Franziska Schubiger arbeitet seit einem Vierteljahrhundert bei der Kantonspolizei Zürich. Das Befragungshandwerk hat sie von der Pike auf gelernt. In tausenden Einvernahmen hat sie nach der Wahrheit gesucht – und Techniken entwickelt, um Lügen zu erkennen. Heute leitet Franziska Schubiger die Ermittlungsabteilung Allgemeine Kriminalität bei der Zürcher Kantonspolizei.
Ihre wichtigste Erkenntnis, um Unwahrheit zu erkennen: «Lügen ist anstrengend. Wenn man über Wochen an einem Fall dran bleibt, ist die Chance sehr hoch, dass ein Lügenkonstrukt in sich zusammenfällt.» Ihr Tipp um einen Lügner zu entlarven, hängt denn auch damit zusammen.
Lassen Sie die Person eine Geschichte chronologisch rückwärts erzählen. Das ist beinahe unmöglich, wenn die Person es nicht wirklich erlebt hat.
Autor: Franziska Schubiger
Es ist für unser Hirn anstrengend genug, die Lüge der zeitlichen Reihe nach aufzubauen. Muss jemand aber im zeitlichen Ablauf umherspringen, überfordert das die meisten Lügner – und die Geschichte fliegt auf.

Gestik und Stimmvariation nimmt ab

Eine Frau beisst sich mit den Zähnen auf ihre Unterlippe.
Der zweite Ratschlag kommt von Lügenforscher Martin Krummenacher. Er ist Psychologe und hat seine Doktorarbeit zu diesem Thema verfasst. Dabei hat er echte Tonaufnahmen aus Gesprächen ausgewertet.
Ähnlich wie bei Franziska Schubiger baut auch sein Tipp darauf auf, dass Lügen viel Kapazität eines Menschen beansprucht: «Wenn ich etwas sage, dass nicht stimmt, kostet mich das viel mehr Energie.»
Deshalb gehe beim Lügen die Gestik häufig vergessen. «Ein Lügner wirkt wie gegen innen gerichtet. Die Aufmerksamkeit des Lügner liegt beim Inhalt des Gesagten, dabei achtet er nicht mehr auf die Gestik.» Aus demselben Grund würden, so Krummenacher, auch die Variation in der Stimme abnehmen; also höher oder tiefer sprechen oder die Sprechgeschwindigkeit.
Wenn jemand monoton und in sich gekehrt spricht, deutet das eher auf eine Lüge hin.
Autor: Martin Krummenacher

Unnötiges Ausschmücken

Ein Mann in Anzug spricht und überkreuzt hinter seinem Rücken die Finger.
Der dritte Hinweis kommt von einem, der seinen Lebensunterhalt mit sprachlicher Manipulation verdient; der Zauberweltmeister Pat Perry. In seinem Theater , Link öffnet in einem neuen Fensterspielt er mit der Wahrheit – und führt sein Publikum hinters Licht. Er weiss also, wie man jemanden einen Bären aufbindet. Durch das gezielte Lenken der Aufmerksamkeit: «Ich will, dass das Publikum genau dahin schaut, wo ich es brauche. Ich setze links einen Reiz, damit sich rechts ein schwarzer Fleck öffnet.»
Dort kann Perry dann ungestört zaubern – oder eben täuschen. Solche Reize platziert er mit seiner Sprache. Ein guter Lügner setzt Worte also ganz gezielt ein. Umgekehrt kann man damit einen schlechten Lügner enttarnen, so Perry.
Wenn jemand lügt, ist die Schilderung häufig viel detaillierter als bei der Wahrheit.
Autor: Pat Perry
Ein schlechter Zauberer betont beispielsweise bei einem Kartentrick, dass es «alles verschiedene Karten» seien, die er in der Hand hält. «Warum sollte das jemand sagen? Es ist doch selbstverständlich, dass bei einem Kartenset alle Karten unterschiedlich sind.» Wenn jemand lange und breit ausholt, sollte man also misstrauisch werden.

Wiederholungen

Einem Mann ist die Nase sehr lang gezogen, weil er gelogen hat.
«Wiederholen Sie sich nicht!» – lautet ein Aufsatz des Lügenforschers Martin Krummenacher. Umgekehrt heisst das: Wer sich wiederholt, macht sich einer Lüge verdächtig. Womit wir beim letzten Merkmal sind, die einer Lüge auf die Spur führt.
«Wir konnten in der Studie zeigen, dass Menschen, die lügen, markant häufiger einzelne Wörter oder Passagen wiederholen.» Normalerweise wiederholen wir in einem Gespräch Wörter rund ein Prozent. Im Moment der Lüge erhöht sich dieser Wert auf vier Prozent.
Die Schwierigkeit: Auch wenn die Häufigkeit viermal höher ist beim Lügner, fällt es beim Zuhören im Moment nicht sonderlich auf. Krummenacher hat erst in stundenlangen Auswertungen und im Wissen, wer gelogen hat, diesen Zusammenhang herstellen können.
Dennoch dürfte es sich lohnen, genauer auf Wortwiederholungen zu achten, wenn man den Verdacht hat, angelogen zu werden. Auch geht der Lügner wohl aufgrund der Anstrengung ins Netz: Hat man sich einmal ein Lüge zurecht gelegt, bleibt man dabei – denn es ist zu anstrengend für das Hirn, dabei auch noch zu variieren.
KOMMENTAR:
Wenn aber jemand die Lüge so verinnerlicht hat, dass er selbst daran glaubt, gelten diese Erkennungsmerkmale nicht mehr. Die Lüge kann nicht mehr so einfach entlarvt werden.