Freitag, 5. Mai 2023

Wenn Webung Zielgruppe verfehlt

 

Kampagne mit Transfrau kostet Hunderte Millionen Dollar
Bud Light droht der grösste Werbe-Fail aller Zeiten

Der Umsatz mit Bud-Light-Bier ist auf Talfahrt: Hersteller Anheuser-Busch spült mit einer Werbekampagne mit einer Transfrau Millioneneinnahmen weg. Das wäre zu vermeiden gewesen, sagt eine Reputationsexpertin.
(Quelle BLICK)
 
Die Werbekampagne von Bud Light mit Transfrau Dylan Mulvaney ging gehörig nach hinten los.
Blick_Portraits_85.JPG
Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Diese Werbekampagne ging so richtig in die Hose: Die US-Biermarke Bud Light hat ihr alkoholisches Getränk mit der Transfrau Dylan Mulvaney (26) beworben und damit offensichtlich viele Biertrinker vor den Kopf gestossen. Der Absatz von Bud Light ist in den USA seit Wochen auf Talfahrt. Gemäss «Beer Business Daily» betrug das Umsatzminus allein innerhalb der vergangenen Woche 26 Prozent. Und der Trend bleibt verheerend. Die Einbussen steigen immer weiter an.

Um Bud Light tobt ein Kulturkampf. Gerade konservative Biertrinker können mit einer Transfrau als Werbefigur so gar nichts anfangen – sie strafen den Bierhersteller Anheuser-Busch dafür nun gehörig ab. Das wäre zu vermeiden gewesen, sagt die Reputationsexpertin Diana Brasey (49), die in Zürich ein Beratungsunternehmen betreibt: «Mir scheint, der Konzern wollte mit dieser Kampagne in einem zu grossen Schritt seine Zielgruppe erweitern. Wenn zur Kundschaft viele ältere, weisse und eher konservative Männer zählen, hätte man so eine Werbekampagne nicht umsetzen dürfen.»