Samstag, 25. April 2015

Reden der Bundesräte unter die Lupe genommen

Lesenswerte Betrachtung im Tagi:


Selten stehen Redner unter solch scharfer Beobachtung wie Simonetta Sommaruga und François Hollande am Mittwoch. Die Bundespräsidentin empfing in Bern ihren französischen Amtskollegen – und die Nation schaute zu.
Von einer «neuen Phase der Beziehungen» sprach die Bundesrätin, von gemeinsamen Werten und von der Kultur, die «Basis der Humanität» sei. Der Gast aus Paris revanchierte sich, indem er die «aussergewöhnliche Demokratie» der Schweiz lobte.
Bilaterale Problemfelder wie das Ja der Schweizer Stimmbürger zur Masseneinwanderungs-Initiative und dessen Folgen wurden von beiden allenfalls am Rande gestreift. Es war rhetorische Dutzendware, die Sommaruga und ­Hollande ihren Zuhörern boten: Ansprachen, die zwar ein weit grösseres Publikum fanden als die durchschnittliche Rede eines Bundesrates, von deren Inhalt dennoch wenig bis nichts im Gedächtnis haften bleiben dürfte.
Schlimm ist das nicht, denn welcher Redner schafft es schon, für die Ewigkeit zu sprechen? Winston Churchill oder Charles de Gaulle kommen einem spontan in den Sinn, doch lebten diese auch in historischen Ausnahmesituation, die weit entfernt sind vom Regierungsalltag eines Schweizer Bundes­rates mit seiner raschen Abfolge von Betriebsbesichtigungen, Messe-Eröffnungen und Jubiläumsanlässen.
Tagesanzeiger.ch/Newsnet nimmt den Staatsbesuch zum Anlass, die rhetorischen Fähigkeiten ausgewählter Bundesräte einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Was unterscheidet einen Technokraten wie Johann Schneider-Ammann von einem Publikumsliebling wie Doris Leuthard und einem Volksredner wie Ueli Maurer?


Johann Schneider-Ammann:

Begrüssungen ohne Ende
Von Martin Furrer
Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann steigt aufs Podium, rückt die Brille zurecht, lächelt ins Publikum – schlagartig fühlt man sich als Zuhörer wie ein Patient beim Zahnarzt. Ein flaues Gefühl stellt sich ein in der Magengegend. Man denkt: Es könnte bald sehr wehtun. Gut möglich aber auch, dass man vor sich hin zu dösen beginnt im Stuhl – Widerstand ist ohnehin zwecklos –, sich dem Gang der Dinge ergibt und demütig erträgt, was auf einen zukommt: Folter, schiere Langeweile – oder beides zusammen. Denn Schneider-Amman steht im Ruf, seine Zuhörer zu quälen, weil ihm das Reden selber eine Qual ist. Der Bundesrat wird diesem Ruf immer wieder gerecht. Er enttäuscht einen so gut wie nie.
«Meine sehr verehrten Damen und Herren», hebt Schneider­Ammann am 16. September 2014 am internationalen Kongress zur Berufsbildung in Winterthur an, schon sinkt man ermattet zusammen, weil bereits die Anrede steif und in einem seltsamen Stakkato daherkommt. Schneider-Ammann fährt fort: «Das Publikum, an das ich mich heute wenden darf, sucht in mehrfacher Hinsicht seines­gleichen: Ihm gehören 400 Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedensten Ländern aus Afrika, Amerika, Asien und Europa an.»
Bereits im ersten Satz gelingt dem Magistraten das Kunststück, rhetorisch auf grösstmögliche Distanz zu den Frauen und Männern zu gehen, die zur Rednertribüne emporblicken. Schneider­Ammann erklärt ihnen, woher sie kommen – die meisten Anwesenden werden das wohl selber wissen, dazu müssen sie nicht extra nach Winterhur reisen.
Man fällt noch etwas mehr zusammen in seinem Stuhl, doch das rettet einen nicht. Schneider-Ammann beginnt, Willkommensgrüsse zu verteilen. «Eine besondere Ehre ist es mir, Frau Jill Biden willkommen zu heissen», «als weitere Exponenten willkommen heisse ich», «herzlich begrüsse ich auch», «schliesslich geht mein Willkommensgruss auch an alle Vertreterinnen und Vertreter unserer Nachbarstaaten und der Länder der Europäischen Union». Es sind amtliche Begrüssungen ohne Ende – oder träumt man schon und hört Echos, wo gar keine sind?
Endlich kommt Schneider-Ammann zur Sache, doch die Anästhesie-Spritze tut bereits ihre Wirkung, die Backe schläft ein, der Körper fällt in einen Dämmerzustand. Der Wirtschaftsminister redet vom Bildungswesen als «System von gleichwertigen Komponenten und gleichwertigen Akteuren», er sagt: «Kommunikation und interkultureller Dialog werden immer mehr zu Kernkompetenzen», er appelliert: «Gefragt sind Innovation und Kreativität», er redet von «zahlreichen Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich» und dass es nötig sei, «dass alle Beteiligten auf Augenhöhe miteinander sprechen und kooperieren». Schneider-Ammann zeigt sich damit auch als Meister in der Kunst, sperrig und abstrakt zu bleiben, wo er konkret werden könnte.
Unser tapferer Bundesrat – er muss ein fleissiger Leser des Schriftstellers Kurt Tucholsky sein. Der sagte in seinen «Ratschlägen für einen schlechten Redner»: «Wenn einer spricht, müssen die anderen zuhören – das ist deine Gelegenheit. Missbrauche sie.»

Doris Leuthard:

Von Bären und Italienern
Von Hansjörg Müller
Ein Herr Giacometti muss begrüsst werden, ein Herr Professor Haller, Mitglieder der Eidgenössischen Nationalparkkommission, «Charas amias e chars amis da la Svizra Rumantscha», endlich und schliesslich ein imaginierter «Dear Guest from all over the world». Von lokalen, kantonalen und nationalen Honoratioren gar nicht zu reden. Ein absurdes, nervtötendes Ritual, das, so hofft man wenigstens, in diesem Fall durch ein Lächeln oder einen Augenaufschlag der Rednerin ironisch gebrochen wurde. Unwahrscheinlich ist das nicht, denn die Rednerin ist Bundesrätin Doris Leuthard.
Am 1. August 2014 spricht die Umweltministerin im bündnerischen Zernez zum 100-Jahr-Jubiläum des Schweizerischen National­parks. Die Bundesfeier lädt ein zu einer Tour d’Horizon, bei der die «Stille der Berge» und die «Demut vor der Natur» nur den Ausgangspunkt bilden. Leuthard redet vom nachlässigen Umgang mit den Ressourcen, vom harten globalen Wettbewerb, von Lohndruck, hohen Mieten, vollen Zügen, von der AHV, sozialer Kohäsion und von der Masseneinwanderungs-Initiative.
Ihre besseren Momente hat Leuthards Rede, wenn es anekdotisch wird, etwa, wenn die Bundesrätin von ehrenamtlichen Nationalpark-Unterstützern erzählt, die ihre Umgebung so gut beobachteten, dass sie auf den Tag genau sagen könnten, wann das letzte ­Murmeltier seinen Winterschlaf beginne. Doch solche Augenblicke sind allzu selten. Meist sagt Leuthard Sätze wie diesen: «Der Nationalpark ist nicht nur ein Freizeitvergnügen, so wie die Schweiz nicht nur ein Tummelplatz für die Spassgesellschaft ist.»
Unfreiwillig komisch wird es, als die Bundesrätin von Bären und Italienern berichtet: «Zuerst» habe man gegen die Bären polemisiert, «die torkelnd im Gefühl ihrer Sicherheit in die Ziegen- und Schafställe einfallen», wie 1914 ein Redner im Nationalrat beklagt habe. «Dann», so Leuthard, «gab es Widerstand gegen die Italiener», die als «rücksichtslose Wilderer» betrachtet worden seien. Die Parallele zwischen Mensch und Tier drängt sich geradezu auf, und die Moral von der Geschicht auch: Der Bär sei «zwar nicht ein Masseneinwanderer, aber ein massiger Einwanderer». Gerne wüsste man, ob das Publikum angesichts solch einer Pointe lachte.
Für Intellektuelle, die sich eventuell unter die Zuhörer verirrt haben könnten, wird Ludwig Marcuse zitiert: «Die Enthusiasten haben nie recht, die Skeptiker immer. Dafür schaffen nicht sie, sondern jene Neues.» Nein, es ist kein rhetorisches Glanzlicht, das Doris Leuthard an diesem 1. August setzt, doch speziell schlecht ist ihre Rede auch nicht. An einer Stelle schüttelt es den Zuhörer dann allerdings doch. Vermutlich, um «bi de Lüt» zu sein, hat Leuthards Redenschreiber noch eine Fussball-Metapher eingebaut: «Baut an der Fan-Meile der Demokratie weiter», ruft die Magistratin dem Publikum zu. Schliesslich ist die Weltmeisterschaft in Brasilien gerade erst vor zwei Wochen zu Ende gegangen.
Am Ende wird es dann beinahe noch pastoral: «Fürchtet euch nicht vor Veränderung. Vergrabt euch nicht hinter Geschichten und Mythen. Öffnet Augen und Herzen.» Was Leuthard bietet, ist solider eidgenössischer Durchschnitt, bei dem für jeden etwas dabei ist.

Ueli Maurer:

Der Uneitle
Von Samuel Tanner
Ueli Maurer spricht meistens in Festzelten und Turnhallen – die grösste Stärke seiner Reden ist deshalb, dass sie nicht Krawatte tragen oder Manschettenknöpfe wie bei Didier Burkhalter, sondern Faserpelz.
Zum Beispiel Rothenthurm (SZ). Es ist der 25. Oktober 2014 und im Mehrzweckgebäude an der Müllernstrasse 12 findet die Delegiertenversammlung der SVP statt. Hoi Ueli, guet bisch da!, Pflicht­termin für den Bundesrat, die Welt erklären in zwanzig Minuten. Sein Thema lautet: Was heisst eigentlich Souveränität?
Maurer verzichtet auf die bei Politikern üblichen Mark-Twain- oder Jean-Jacques-Rousseau-Zitate, er bemüht keine Schifffahrtsmetaphern («stürmische See», «Segel richtig setzen») – und beginnt mit einer Warnung: «Ich bin heute hierher gekommen, um Sie vor einem Trick zu warnen – vor einem simplen, aber wirkungsvollen Trick. Sie wissen ja, wie ein Weinpanscher vorgeht. Er mischt den teuren Wein mit einem billigen Fusel. Die Etikette bleibt die gleiche. Aber der Inhalt ist ausgedünnt, wertlos und ungesund. Es gibt nicht nur Weinpanscher, es gibt auch Begriffspanscher.»
Maurer geht es um die Souveränität, die, seiner Rede nach, gerade oft verwässert, abgeändert oder ins Gegenteil verdreht wird.
«Immer wieder hört man die Behauptung: Wenn wir hier und dort auf Souveränität verzichten, dann würden wir damit insgesamt unsere Souveränität stärken. Also je mehr man gibt, desto mehr hat man – ein solches Wunder hat es seit der Speisung der Fünftausend wohl nicht mehr gegeben. Wer in dieser absurden Logik zu Ende denkt, käme unweigerlich zum Schluss: Es gäbe keine bessere Rechtsstellung als die eines Bevormundeten. Und niemand wäre so frei wie ein Sklave.»
Wer auch immer den Beginn dieser Rede geschrieben hat: Er versteht etwas von seinem Handwerk und auch von Ueli Maurer. Der SVP-Bundesrat ist ein uneitler Redner. Meistens spricht er nicht, um zu beeindrucken, sondern um verstanden zu werden. Den Schraubenzieher des Populismus benutzt er zwar, überdreht dabei aber nicht wie Christoph Blocher. Maurer redet fast immer frei und so oft es geht in Mundart. Seinen Reden nimmt er damit viel an Komplexität und ein wenig an Angriffsfläche für Parodisten.
In der Mitte seiner Rothenthurmer Rede kommt Maurer auf die «staatliche Souveränität als Friedenskonzept» zu sprechen. Er sagt: «Die Souveränität der Staaten brachte eine wichtige Klärung der politischen Verhältnisse und die Möglichkeiten für Eingriffe und ­Einmischungen wurden reduziert.»
Die Rede trägt trotz dieses Theorie-Exkurses immer noch Faserpelz, nur wird der jetzt immer grösser. Es scheint nun, als trage der Pelz Ueli Maurer und nicht mehr umgekehrt. Am Ende aber schafft ­Redner Maurer die Kurve. Er zieht ein Beispiel aus der Schweizer Geschichte heran; 1798, die Schwyzer verteidigen ihre Souveränität gegen die Franzosen – und sagt dann: «Beginnen Sie, die Begriffs­panscherei zu durchschauen.»
Als Ueli Maurer fertig gesprochen hat, bleibt den Leuten das Bild von den Wein- und Begriffspanschern. Mehr geht nicht. (Basler Zeitung)

LINK:

3. Aug. 2013 ... Eine Festreden-Analyse des Experten Marcus Knill. 1. Augustreden Bundesräte In den Ansprachen der Bundesräte und -rätinnen spiegeln sich ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/08_03/

Freitag, 24. April 2015

Frühlingszeit - Spargelzeit

Das Spargelgericht gestern war lecker:

 Bildergebnis für spargelgericht

mit der passenden Musik dazu:

Veronika, der Lenz ist da - Max Raabe & Palast ... - YouTube

www.youtube.com/watch?v=Vj9eXSTE6Ww
19.05.2011 - Hochgeladen von maxiraabi
Hier ein Lied von Max Raabe & das Palastorchester aus ihrem Album "Max Raabe und das Palast ...

Donnerstag, 23. April 2015

Menschenschmuggel

Kann den Schleppern das Handwerk gelegt werden?

Aus 20 Min:
Bildergebnis für Schlepperbanden im Mittelmeer
Das Geschäft mit der Verzweiflung der Menschen boomt seit dem Sturz des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi im Oktober 2011. Kämpfe um Öl und Macht und auseinanderbrechende staatliche Strukturen haben das Land seither unregierbar gemacht. Patrouillen, die die Küstenabschnitte wie zu Zeiten Gaddafis kontrollieren, gibt es keine mehr. Stattdessen herrscht enorme Arbeitslosigkeit – was dem Treiben der kriminellen Schlepperbanden weiter Auftrieb gibt.
Zumal die «Nachfrage» enorm ist: Täglich kommen Hunderte Flüchtlinge aus Zentralafrika, Somalia, dem Sudan, Bangladesch und Syrien mit dem Ziel Europa an. Doch auch wenn es den Schleppern nicht an «Kunden» fehlt, mangelt es ihnen oft an fahrtüchtigen Booten. Deswegen greifen sie auf die verarmten Fischer zurück: Diese machen damit ein Geschäft, dass sie mit Regierungskrediten finanzierte Boote weiterverkaufen. «Mit 70'000 Dinar baut der Fischer ein Boot und verkauft es dann für 10'000 Dinar mehr an die Schlepper», erzählt ein Behördenmitglied im Interview mit SRF.
Rentables Geschäft: 150'000 Dollar
Eine Überfahrt kostet zwischen 1200 und 1500 Dollar, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Man rechne: Sitzen 100 Flüchtlinge im Boot, hat der Schlepper 150'000 Dollar in der Tasche.
Für diesen Preis bieten die Schlepper den Menschen eine Unterkunft und Essen in einem Haus in der Küstenstadt Zuwara. Von dort aus ist die Distanz zur italienischen Insel Lampedusa am kürzesten.
In der Unterkunft bei Zuwara warten die Flüchtlinge, bis die Wetterbedingungen die nächtliche Überfahrt im Mittelmeer erlauben. Die Schlepper teilten die Migranten nach Nationalität in Zimmern auf, berichtet die britische Zeitung «The Telegraph». Betten oder Toiletten sind Luxus-Einrichtungen — ihre Notdurft erledigen die Menschen hinter dem Gebäude.
Boote der Schlepper zerstören
Die Überfahrt nach Europa beginnt an einem Strand, den die Schlepper Hawaii nennen. Die Flüchtlinge werden in ein Schlauchboot gequetscht, das sie einige Kilometer aufs Meer hinausbringt, wo ein grösseres, aber ganz und gar nicht sicheres Schiff auf sie wartet. Rund 30 Stunden dauert die Überfahrt von Zuwara nach Lampedusa.
Es gibt keine griffigen Rezepte, um gegen Schlepperbanden vorzugehen. Einen ersten Schritt will die EU dadurch machen, dass sie die Boote von Schleusern beschlagnahmen und zerstören lässt.
EU soll Flüchtlingstransporte selbst übernehmen
Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi drängte die EU, das Ablegen weiterer Flüchtlingsboote von Libyen zu verhindern. Zudem forderte er Massnahmen zur Stabilisierung der politischen Lage in Libyen.
Radikalere Schritte verlangt die Hifsorganisation Watch the Med: Die EU soll den Transport von Flüchtlingen selbst übernehmen. Nur wenn es eine legale Fährverbindung für Flüchtlinge aus Tripolis gebe, könne das Geschäft der Schlepper zerstört werden, lautet das Argument. UNO-Flüchtlingskommissar António Guterres sieht es auch so: Er fordert legale Fluchtwege und eine humanitäre Visapraxis.

KOMMENTAR: Das Einschleusen von Menschen nach Europa wurde jüngst in einer Sendung mit den Fluchthelfern verglichen, die Menschen von der DDR nach Westen behilflich waren.
Der Vergleich hinkt. Die Schlepper in Afrika bereichern sich. Ihnen geht es nicht ums Wohl der Flüchtlinge. Sie sind skrupellos und sind bereit, das Leben der Zahlenden zu opfern.
Die Sicht der Europäer kann nicht mit der Haltung der DDR Regierung verglichen werden.
Die kriminellen Schlepperbanden sind keine Helden.

Montag, 20. April 2015

Zeitverlust oder Wartezeit

Achten Sie auf die Verkehrsmitteilungen!

Das eine Mal hören wir:

"15 km Stau: Zeitverlust 30 Minuten"

Ein andermal hören wir:

"15 km Stau: Wartezeit 30 Minuten"

Bildergebnis für Zeitverlust

Es gilt bei den Formulierungen zu bedenken:
Wir können keine Zeit verlieren, aber es ist richtig, 
dass wir die Zeit mit Warten zubringen müssen.

Damit ist der Begriff WARTEZEIT korrekter
als ZEITVERLUST.

Es lohnt sich im Alltag
bei Formulierungen "Wortklauberei" zu betreiben.
Reden und Schreiben hat mit Denken zu tun.

LINK:

Mit Wortklaubereien macht man sich nicht unbedingt beliebt. Trotzdem lohnt es sich, die Bedeutung der Wortinhalte ab und zu unter die Lupe zu nehmen.
www.rhetorik.ch/Woertlich/Woertlich.html

Sonntag, 19. April 2015

ARENA NACHLESE

BDP-Kritik an «Arena»

(aus 20 Min)

«Das neue Konzept ist schlicht unmöglich»

von D. Waldmeier - «Katastrophal» sei die neue «Arena», heisst es bei der BDP. Andere Politiker loben die längere Redezeit der Gäste, die eine vertiefte Debatte ermögliche.
Bildstrecke im Grossformat »



Die «Arena» hat einen neuen Anstrich und ein neues Konzept bekommen. Auffällig im Studio sind die Leuchtdioden und die Pulte in Beton-Optik. Die Diskussionssendung gibt's seit 1993.
Bild: SRF/Oscar Alessio
Die «Arena» hat einen neuen Anstrich und ein neues Konzept bekommen. Auffällig im Studio sind die Leuchtdioden und die Pulte in Beton-Optik. Die Diskussionssendung gibt's seit 1993. Das sind die Neuerungen: Die Kandidaten werden in den «Prüfstand» geführt, wo Moderator Jonas Projer einen Politiker mit scharfen Fragen in die Mangel nimmt. Im Bild: SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz (r.). Zwei Experten können buzzern und sich so zu Wort melden, wenn sie mit dem Gesagten nicht einverstanden sind. Ein Bild aus der Vergangenheit: Bislang waren im inneren und äusseren Ring alle Parteien, die im Parlament Fraktionsstärke erreichen, in der «Arena» vertreten. Neuerdings steigen noch zwei bis vier Politiker zusammen mit Experten in den Ring. Das Bild stammt aus dem Sommer 2013, als die «Arena» ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Einschlafen ist fürs Publikum schwieriger, obwohl es im Dunkeln sitzt: Es gibt einen zweiten Stock mit Stehplätzen. Die Pulte wurden in einer Schreinerei angefertigt. Ein Bild vom Aufbau des Studios.


Wie hat Ihnen die neue «Arena» gefallen?
Sehr gut, das neue Studio und Konzept überzeugen mich.
17 %
Mir hat die alte Version besser gefallen.
47 %
Die Sendung ist genauso langweilig wie vorher.
36 %
Insgesamt 7123 Teilnehmer
Heisser Stuhl bei der «Rundschau» abgekupfert?

 
In der «Arena» werden Politker neu in den «Prüfstand» geführt, wo der Moderator ein Thema mit scharfen Fragen vertieft. Wurde da bei den Kollegen der «Rundschau» abgekupfert, wo der Studio-Gast auf dem legendären heissen Stuhl bei Sandro Brotz Platz nehmen muss? «Arena»-Chef Projer verneint: «Der Prüfstand ist ein kritisches Live-Interview-Segment im Rahmen einer Diskussionssendung, bei dem der Moderator per Tablet auf Grafiken und Einspieler zugreifen kann.»  Inspirieren lassen habe man sich eher bei der Politsendung «Des paroles et des actes» auf France2. Dort seien es allerdings externe Fachjournalisten, die das kritische Interview führten.
SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz, der selbst als Gast in der Sendung war, schätzt am neuen Format, dass man «mehr Möglichkeiten hat, die eigene Argumentation auf den Punkt zu bringen.» Als störend empfand der Berner, dass die Gäste neuerdings sitzen müssen: «Dieser Barhocker ist nicht sonderlich bequem. Man ist regelrecht blockiert und kann weniger lebendig diskutieren.»

Auch SP-Nationalrätin Jacqueline Badran gefällt, dass die einzelnen Gäste mehr Redezeit erhalten und so ihre Haltungen besser herleiten können. Die Redner würden aber noch zu stark unterbrochen. Sie wünscht sich, dass die Sendung weniger stark nach Drehbuch abläuft und dynamischer wird.

BDP: «Befürchtungen sind eingetroffen»

Im Vorfeld hatte es heftige Kritik am neuen Sendekonzept gegeben. Vor allem die Mitte-Parteien befürchteten, dass sie künftig kaum mehr zu Wort kommen würden, weil weniger Gäste eingeladen werden. Die BDP-Nationalräte Lorenz Hess und Hans Grunder wechselten aus Protest gar kurzerhand ins Nein-Lager bei der kommenden Abstimmung über das Radio- und TV-Gesetz.
Nach der ersten Sendung sieht sich Grunder bestätigt. «Diese Sendung hat nichts mehr mit einer Arena zu tun. Es ist jetzt einfach eine Diskussionssendung mit vier Gästen.» Er frage sich, wieso der Moderator nicht auch sitze und stattdessen im Studio herumtigere. Der ehemalige BDP-Präsident geht davon aus, nur noch zweimal pro Jahr in der «Arena» vertreten zu sein. Dass mitten in einem Wahljahr die Spielregeln zulasten der kleinen Parteien abgeändert würden, sei schlicht unmöglich und katastrophal. «Das hat nichts mehr mit Service Public zu tun.»

Auch an den neuen Instrumenten lässt Grunder kein gutes Haar: Die Experten, die sich neu per Buzzer in die Diskussion einschalten können, würden ebenfalls eine politische Haltung vertreten und spielten sich als Schiedsrichter auf.

«Vieles muss noch optimiert werden»

Positive Ansätze sieht dagegen Kommunikationsexperte Marcus Knill. «Dass die Sendung weniger Diskussionsteilnehmer hat, bringt inhaltlich mehr Tiefgang und verhindert, dass nur Parteiparolen heruntergebetet werden. Das ist ein klarer Gewinn», sagt er. Auch die Aufwertung der Expertenrolle mache Sinn, da die Fachleute faktenwidrige Aussagen richtig stellen könnten. Allerdings müssten die Experten sehr sorgfältig ausgewählt werden.

Moderator Jonas Projer hat gemäss Knill mit sicherer Hand durch die Sendung geführt. «Er darf aber noch etwas lockerer werden. Die Sendung hatte etwas von Schulunterricht.» Der Fachmann sieht denn auch noch viel Verbesserungspotenzial. «Die Studioarchitektur ist nicht ideal: Eine Arena sollte wie im alten Rom rund sein, sodass sich die Kontrahenten ins Gesicht schauen. Auch die Kameraführung war oft holprig und die Lichteffekte zu stark.»


«Es war nur die erste Sendung»

Ob der Relaunch der Diskussionssendung langfristig aus dem Quotentief verhilft, hängt laut Knill nun davon ab, ob die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse aus der ersten Sendung ziehen.


Redaktionsleiter und Moderator Jonas Projer ist gespannt, wie die neue «Arena» beim Volk ankommt: «Ich bin zuversichtlich. Einiges hat zwar noch nicht ganz so funktioniert, wie wir es uns vorstellen – aber es war ja nur die erste Sendung». Es sei viel Potenzial vorhanden.

Endlich

Späte Einsicht

Quelle Blick-online

Er bezeichnet sich selbst als ELEPHANT.
(Elephant im Pozellanladen?)


Bortoluzzi über Schwule


12. Juni 2014: Bortoluzzi bekommt für seine schwulenfeindlichen Äusserungen im Namen aller Fraktionen einen Waschlappen geschenkt.  (aus watson)

Samstag, 18. April 2015

Gedanken zur neuen ARENA

Die neue Arena war besser, als es die Kritiker im Vorfeld  sehen wollten

Das neue Konzept der Arena wurde schon vor der Ausstrahlung der ersten Sendung zerpflückt.
An kritischen Stimmen mangelte es  nicht. So war zu lesen:
Das Fernsehen bestimmt nun die Akteure selbst (Nicht die Parteien) und kann dadurch geschickt manipulieren.
Bei einer missliebigen Partei könnten die Sendeverantwortlichen dürftige Figuren oder bei der favorisierten Partei eloquente Rhetoriker bestimmen.
Der äussere Ring fällt neu weg, was jene Politiker ärgert, die gewohnt waren, sich  in der Arena profilieren zu dürfen.
Die Debattanten wurden bewusst auf 2-4 Politiker reduziert,  zuzüglich 2 Experten, die dadurch aufgewertet werden, weil sie sich mit einem Knopfdruck einmischen können.
Es können neu nur Politiker teilnehmen, deren Partei über Fraktionsstärke verfügt.
Dies zum Arger der kleinen Parteien.
Das neue Konzept wurde dadurch eindeutig gestrafft.



Es wurde ferner im Vorfeld gerätselt: Wird nun die neue ARENA wieder eher konfrontativ
oder ist sie wie vor Jahren eher auf Konsens ausgelegt?


Heftige Kritik kam von den Mitteparteien. Sie glauben, das Nachsehen zu haben.
Auch die FDP war erbost, weil sie in der Pilotsendung - trotz der jüngsten Erfolge - nicht mit dabei sein durfte.

Blicken wir zurück: Bei jeder Änderung wurde stets am neuen Konzept herumgemäkelt.
Veränderungen stossen bekanntlich in allen Bereichen meist auf Widerstand.

Die Diskussion drehte sich ferner um die Frage:
Will die Arena eine Plattform für Debatten sein oder möchte sie zu einem Forum für vertiefende Dialoge mutieren?

In meinen Beiträgen habe ich stets zwischen ARENA und CLUB unterschieden.
In einer Arena wird im Sägemehl gerungen. Es geht um verbale Duelle,  weder um langatmige Dialoge noch um anspruchsvolle, tiefschürfende Sternstundengespräche.


Im Format Arena sollte duelliert werden. Die Zuschauer schätzen  Debatten (battre=schlagen).

 

Matters Ansatz, der die Arena vielmehr als  differenzierte, lösungsorientierte Aussprache gesehen hatte,
erlitt mit seinem Konzept Schiffbruch.

Eine Arena lebt von Spannung und verkürzten Argumenten.

Endloses Palavern langweilt.

Der Moderator ist bei jedem ARENA Konzept die wichtigste Schlüsselfigur

 

Der Erfolg bei jedem verbalen Schlagabtausch steht und fällt mit der Kompetenz des Moderators, aber auch mit der Auswahl der Akteure.

Jonas Projers  Moderationen habe ich beim alten Modell eingehend analysiert und  dabei festgestellt:

- Er positioniert sich nicht hinsichtlich der persönlichen Meinung
- Er stoppt anderseits sofort Personen, welche die Plattform zu missbrauchen versuchen
- Er hört gut zu und kennt die Technik, wie man mit langer Leine führen kann
- Er macht extreme Positionen erkennbar
- Wenn jemand ausweicht oder sich widerspricht, hakt er sofort nach
- Er besteht auf  konkreten Antworten
- wirkt stets sachbezogen und hinsichtlich Argumenten neutral

Bei seiner professionellen Moderation wird das Harvard Prinzip gelebt:
"Hart in der Sache aber fair mit den Akteuren".

Projer sucht nach meinen Beobachtungen Tiefgang und Fairness.

Seine Zielformulierung für die neue ARENA finde ich gut:

Laut Pojer muss nämlich ein Moderator dem Publikum bei der Meinungsbildung behilflich sein.
Mit der neuen Arena wollte er die Sendung mit Fachwissen gleichsam „erden“.

In der neuen ARENA darf er nun ein neues Führungsinstrument nutzen: Die „Daumenschraube“.
Unverhofft kann er einzelne Debattanten bei einem separaten Pult auf einen Prüfstand schicken.


___________

Ich habe mir nun die neue Sendung am Bildschirm mitverfolgt.


Was kann heute zur gestrigen Ausstrahlung der neuen ARENA gesagt werden?

Wie war die Moderation von Jonas Projer?

Mir fiel auf, wie konzentriert, sachbezogen und wach der Dompteur - trotz verständlichen Druckes - sich im Ring bewegt und moderiert.
-  Er ist ständig präsent und wach - auch beim Zuhören
-  Er steuert souverän
-  Nicht nur bei Adrian Amstutz auch bei Jean Ziegler und bei Angelina Moser intervenierte er hart aber fair.
(Falls ausgewichen wurde  oder - wie  bei Jean Ziegler, der wie erwartet, zu lange geredet hatte).
Dass es bei einer Live- Sendung schwierig ist, Chaoten zu disziplinieren, weiss jeder Profi. Es gab einige heikle Situationen, besonders dann, wenn durcheinander gesprochen wurde.
Ich schätzte aber, dass der Moderator verbale Duelle nicht unverzüglich abgebrochen hatte.

Wiederum ist bei Projer die notwendige Distanz zu den Positionen der Akteure spürbar.
Persönlich nimmt er keine Position ein. Er steuert sachbezogen, überlegen, sicher und leistet die notwendige Uebersetzungsarbeit.
Er scheut keine Auseinandersetzungen, sucht   nicht den Lärm um des Lärms Willen.
Die Thematik Neutralität konnte ich auch auf ihn übertragen: Jonas Pojer moderiert in einer neutralen Haltung.

Das neue KONZEPT macht die Sendung  lebendiger, schneller, frischer, spannender. Ein Politiker im Prüfstand muss beweisen, dass er sattelfest ist, wenn seine
Position hinterfragt wird. Wer dann nicht faktenkundig ist, könnte im Prüfstand mit "abgesägten Hosen"  da stehen. Durch dieses „Grillieren“ wurden in der neuen Sendung die Differenzen zwischen Amstutz und Huber eindeutiger herausgeschält . Für Adrian Amstutz verbaut sich die Schweiz mit dem Verzicht auf die  Neutralität, bei Händeln die Chance eine Vermittlerrolle einzunehmen, während es für Angelina Moser keine Gesinnungsneutralität geben kann. Die Schweiz muss für sie eindeutig Stellung beziehen und darf bei Gräueltaten nicht abseits stehen.

Beim neuen Konzept hat das Publikum ein Schattendasein, was keiner Verschlechterung gleichkommt.
Die gähnenden und tristen Gesichter animierten früher die Zuschauer eher zum Wegzappen.
Gewonnen hat die Sendung hinsichtlich Tiefgang bei der Thematik. Weniger ist tatsächlich mehr - gilt auch bei der neuen ARENA.


Das Konzept mit den Experten lässt sich noch optimieren. Ich bin überzeugt, dass es die Zuschauer schätzen, wenn eine Behauptung, falsche Zahlen oder Fakten noch während der Sendung von Experten richtig gestellt werden.
Das Modell „Einspruch“ zeigte in dieser Sendung bei der Frage nach der Rolle  des Sicherheitsratesl, wie wichtig sofortige Korrekturen sein können.
Die Studioarchitektur (Dekor, Lichtspiele, die Betonklötze, der Verzicht auf den typischen Arena Ring, die angeblich kreative Kameraführung mit wilden Wechseln, die Showeffekte) trug mit dazu bei, dass alles viel zu hektisch wirkte.
Wir sehen: Hier gibt es noch Einiges zu optimieren. 

FAZIT:

Für mich ist die neue Arena eindeutiger geworden, sie hat   wieder den Charakter einer  richtigen Arena erhalten und mehr Tiefgang erhalten.
Der Moderator wirkt nach wie vor eloquent, lebendig und präsent.
Das Konzept mir der gezielten Reduktion hat sich somit  bewährt.
Die neue Form ist aber ausbaufähig. Zum Teil führt  die neue Kameraführung mit den Lichtwechsel zu einer gewöhnungsbedürftigen Unruhe.
Auch nach diesem neuen Konzept rechne ich nachträglich mit den einigen Kritikern. Sehr wahrscheinlich werden bei Umfragen jene Stimmen dominieren, die den Schritt zurück zur alten Arena wünschen.
All jene, die bei der neuen ARENA weniger zum Zuge kommen, werden sich sicherlich  negativ äussern. Online - Umfragen werden wahrscheinlich auch zeigen, dass beim neuen Konzept viele Konsumenten Mühe bekunden mit den vielen Umstellungen.
Das durchdachte Konzept liesse sich  mit wenig Aufwand  optimieren.
Das Hauptziel wurde jedenfalls erreicht: Das neue Konzept ist beim Publikum behilflich hinsichtlich der Meinungsbildung bei anspruchsvollen politischen Fragen.

Verbesserungspunkte, die wichtig sind, damit das Publikum nicht wegzappt:


- Die Expertenauswahl ist beim neuen Modul „Einspruch wichtig“. Die Experten müssten aber auch mediengerecht, verständlich reden können


- Die Hektik bei der Studioarchitektur müssten die kreativen Macher unbedingt überdenken.


Die Sendung, mit zusätzlichen Showeffekten, Farbwechseln, origineller anspruchsvoller Kameraführungen (die zum Teil holpert), Geräuschen beeinträchtige die Verständlichkeit. Schnelle Schnitte und Wechsel führen zu einer visuellen und akustischen Ueberfrachtung d.h. zu einer unnötigen Hektik. Diese lenkt zu stark ab. Es hat nicht nur junge Zuschauer, die von dieser "modernen" Kulisse begeistert sein werden.

Ich behaupte: Die Betonklötze, der Verzicht auf den klassischen ARENA kreis und die zahlreichen Spielregeln werden sich langfristig negativ auswirken. Die Idee von der Rundschau mit dem „heissen Stuhl“ (d.h. heisses Pult), die Einspielungen à la Schawinski und die Anlehnung an „Hart aber fair“ sind legal und beleben tatsächlich die Sendung. Es gibt somit  Optimierungsbedarf hinsichtlich Straffung (Vereinfachung)  beim erwähnten Umfeld.


LINK:
25 Jan. 2015
Qaasim Illi, die rechte Hand von Islam-Fundamentalist Nicolas Blancho, wird am Freitag im «Arena»-Ring stehen. Moderator Jonas Projer erklärt, wieso der Islam schon wieder Thema ist – und wie Illi keine unkritische ...
http://knill.blogspot.com/

NACHTRAG:
2o min zitiert mich:

Positive Ansätze sieht dagegen Kommunikationsexperte Marcus Knill. «Dass die Sendung weniger Diskussionsteilmehmer hat, bringt inhaltlich mehr Tiefgang. Das ist ein klarer Gewinn» Auch die Aufwertung der Expertenrolle mache Sinn, da diese faktenwidrige Aussagen korrigieren könnten. Allerdings müssten diese sehr sorgfältig ausgewählt werden.

Moderator Jonas Projer hat gemäss Knill mit sicherer Hand durch die Sendung geführt, dürfe aber noch etwas lockerer werden. «Die Sendung hatte etwas von Schulunterricht.» Der Experte sieht denn auch noch viel Verbesserungspotenzial. «Die Studioarchitektur ist nicht ideal: eine Arena sollte wie im Alten Rom rund sein, sodass sich die Kontrahenten ins Gesicht schauen. Auch die Kameraführung war oft holprig und die Lichteffekte zu stark.»

Ob das neue Konzept der Arena langfristig aus dem Quotentief verhelfe, hänge nun davon ab, ob die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse aus der ersten Sendung zögen.