Freitag, 27. März 2015

Jetzt das noch...

Während Wochen wurde versucht, Tätowierungen als 
etwas Normales zu propagieren.

Die versteckten Werbebeiträge für Tattoos wollten den Lesern
weis machen, dass man im Beruf nicht mehr ausgegrenzt werden kann, weil sich zu viele  stechen lassen.

Nun zeigt sich aber:

Jede zweite Tattoo-Farbe in der Schweiz gefährdet die Gesundheit und muss verboten werden.

Mehr als die Hälfte der in der Schweiz erhältlichen 
Tattoo-Farben gefährden die Gesundheit und 
dürfen nicht mehr verwendet werden.

Fazit: Zur Hautverstümmelung 
und den Problemen bei operativen Entfernungen
missliebiger Bilder kommt nun noch das Problem der Giftfarben dazu.
Wer auf Tattoos verzichtet, kann 
zusätzlich aufatmen.

Weshalb werden die Busseneinnahmen verschwiegen?

Diese Zahl will der Bundesrat
verschweigen. Die Einnahmen aus dem
Bussen-Terror von 650 Millionen.

Die SVP kritisiert den Bundesrat und dessen Informationspolitik. Es wird vermutet, dass die Zahl der Einnahmen durch Verkehrsbussen verschwiegen wird, um das Ausmass zu verheimlichen.

(Quelle BLICK-online)

SVP-Rime sauer wegen Blitzer-Wahn Bussen-Budgets gehören verboten!
Vorstoss von SVP-Wobmann abgelehnt Bundesrat will keine Radarwarner.
Kantone rechnen mit 250 Mio Fr So rechtfertigt der oberste Polizist die Bussen-Orgie.
So werden die Autofahrer geschröpft Bussen-Orgie überrollt die Schweiz
Schweizerische Vollgas Partei fordert Bundesrat soll Bussen-Abzocke verbieten!
SVP verlangt mehr Toleranz bei Tempoüberschreitung Schluss mit dem Bussenterror!



Es ist eines der grossen Geheimnisse der Verkehrspolitik: Wie viel Geld nehmen die Kantone jährlich durch Verkehrsbussen ein?

Genau diese Frage stellte Walter Wobmann (SVP) dem Bundesrat. Dieser gab sich am vorletzten Montag im Parlament überfragt. Bussen seien Sache der Kantone. «Der Bund verfügt nicht über entsprechende Zahlen.»

Pikant: Es ist bekannt, dass das Bundesamt für Strassen (Astra) an der  Sitzung der Verkehrskommission (KVF) die gewünschte Zahl nannte. Vertraulich, versteht sich.650 Millionen Franken knöpfen die Kantone den Verkehrsteilnehmern mit Ordnungsbussen demnach ab. Eine riesige Summe! Sie entspricht fast dem Staatshaushalt des Kantons Schaffhausen.

SVP-Wobmann kritisiert die Informationspolitik des Bundesrats: «Man will verschweigen, welches Ausmass die Bussen-Eintreiberei angenommen hat.» Das Astra kontert, die gestern erwähnten 650 Millionen Franken seien eine Schätzung des Verbands Strasse Schweiz. Parlamentarische Vorstösse beantworte der Bundesrat aber auf Basis erhärteter Zahlen, nicht auf Basis von Schätzungen von Verbänden. «Die Antwort im Parlament war darum völlig korrekt», so ein Astra-Sprecher.

KVF-Mitglieder können sich nicht erinnern, dass die Zahl als Schätzung deklariert wurde. Aber es gibt auch eine gute Nachricht für Autofahrer. Die KVF unterstützt einen Vorstoss von Christoph Mörgeli (SVP), die Toleranzmargen bei Laser-Geschwindigkeitsmessungen anzuheben. «Sie sind zu niedrig», sagt Mörgeli. Ein entspanntes, sicheres Fahren sei nicht möglich. «Diesen Bussen-Horror müssen wir jetzt abstellen.»

storybild Ein Autoradar blitzt auch bei einer Tempoüberschreitung von 1 km/h.

KOMMENTAR: Radarfallen können sicherlich gefährliche Strassen entschärfen und etwas zur Verkehrssicherheit beitragen. Doch habe ich immer wieder Geräte gesehen, die reine Schikane sind.
Die Toleranzgrenze ist heute tatsächlich zu eng. Diese genze sollte wieder angehoben werden, damit  entspannteres Fahren möglich wird.

Donnerstag, 26. März 2015

Eine bewährte Führungsformel

Von Dr. Christian Styger, ETH



Die W-E-G Formel

Heute hat mir Christian Styger seine Formel vorgestellt,
die sich im Umgang mit seinem Team bewährt hat:

W für WERTSCHAETZUNG

E für EIGENVERANTWORTUNG

G für GEGENSEITIG HELFEN

Diese Reduktion auf drei zentrale Bereiche der
alltäglichen Führung sind deckungsgleich mit meiner Erfahrung
wenn es um die kommunikative und soziale Kompetenz geht.

Bei der WERTSCHAETZUNG geht es nicht nur um das Danke sagen und
das kurze Lob, wenn etwas gut erledigt worden ist.
Ich verstehe darunter auch die EMPATHIE.

LINKS:

25. Mai 2002 ... Zur Wertschätzung, Wir akzeptieren den Anderen, so wie er ist. Wir wollen ihn nicht ändern, sind aber bereit, uns dem Gegenüber zuzuwenden ...
www.rhetorik.ch/Problemloesung/Problemloesung.html
20. Febr. 2009 ... Die Empathie. Die Wertschätzung des Gegenübers. Sie müssen Menschen mögen. Die Kongruenz. Ihre Einstellung beeinflusst Ihre Stimme ...
www.rhetorik.ch/Schlechtenachrichten/Schlechtenachrichten.html
Für Jugendliche hilft eine stabile Beziehung zu mindestens einer Bezugsperson sowie ein Erziehungsstil, der Wertschätzung und Akzeptanz unterstützt.
www.rhetorik.ch/Resilienz/Resilienz.html

Bei der EIGENVERANTWORTUNG übergeben
dem Gegenüber die Verantwortung.
Ich frage ich, wie er das Problem selbst lösen könnte.
Er lernt sich selbst zu coachen.

LINKS: 
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
30. Dez. 2012 ... nikation, im ganzen Leben. Die Fähigkeit, an sich selbst zu arbeiten ist lernbar. Das Wort Selbst kommt vom griechischen. «autos». Was aber ...
www.rhetorik.ch/Alphaartikel/2012.pdf
Werden Mängel selbst erkannt, kommt es viel schneller zu den erwünschten Verbesserungen. Dank der persönlichen Einsicht braucht es zudem weniger ...
www.rhetorik.ch/Verbesserung/Selbstkritik.html
4. Nov. 2008 ... Wer möchte nicht seine Selbst-Kompetenz fördern? Wer wünscht sich nicht mehr Selbst-Sicherheit? Lange Zeit dominierte eine fragwürdige ...
www.rhetorik.ch/Selbst/Selbst.html

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
KOMMUNIKATION MANAGEMENT 2. Wer möchte nicht seine. SELBST- Kompetenz för- dern? Wer wünscht sich nicht mehr SELBST-Sicherheit? Lange Zeit ...
www.rhetorik.ch/Selbst/handelszeitung.pdf

Beim GEGENSEITIGEN HELFEN geht es darum, 
einem Teammitglied zu helfen, wenn es allein nicht mehr weiter kommt. Ich verstehe dabei : Sich gegenseitig unterstützen:

LINKS:

Lehnen sich einzelne Teammitglieder gegenseitig ab? Konkurrenz ... Bei neuer ( gerecheteren) Aufteilung von Aufgaben helfen, eventuell Umverteilen. Bildung ...
www.rhetorik.ch/TeamKommunikation/Team.html
10. März 2002 ... ... es schneller und leichter, wenn sie sich gegenseitig nach Kräften unterstützen. ... Vögel die Formation, um dem geschwächten Tier zu helfen.
www.rhetorik.ch/Appreciative/Appreciative.html



FAZIT:
 Setzen Sie im Alltag die W-E-G Formel ein.





"Wein predigen und Wasser trinken" kommt nie gut an

Beide:  Susanne Leutenegger-Oberholzer und
Roland Borer schadeten sich 
durch Flunkern und den 
sonderbaren Umgang mit der 
Wahrheit. 
Sie waren sich leider nicht bewusst, 
dass die Glaubwürdigkeit  
ein hohes Gut ist.


 

(Quelle Blick) Die zwei Fälle von angeschlagener Glaubwürdigkeit gleichen sich extrem: Beide Politiker haben den Ruf, Sesselkleber zu sein. Susanne Leutenegger Oberholzer (67) gehört dem Nationalrat seit 20 Jahren an, Roland Borer (64) seit 24 Jahren. Beide haben die Partei gewechselt: Die Baselbieterin von der Poch zur SP, der Solothurner von der Freiheitspartei (ex Autopartei) zur SVP. Und beide haben gegenüber der «Basler Zeitung» (BaZ) zuerst geflunkert, statt sofort die Wahrheit zu sagen.
Borer soll morgen für die  Wahlen vom Herbst nominiert werden, Leutenegger Oberholzer am 18. April.
Noch am letzten Samstag liess sich Borer als Kämpfer gegen die Einkaufstouristen feiern. Er verlangt, dass sie in der Schweiz Mehrwertsteuer bezahlen müssen, wenn sie diese im Ausland zurückgefordert haben.
Borers parlamentarischer Vorstoss (Motion) wird auch von den Präsidenten des Gewerbe- und des Bauernverbandes unterstützt.
Der SVP-Nationalrat predigt Wasser und trinkt Wein. Die «BaZ» druckte heute eine Fotostrecke, die laut der Zeitung zeigt, «dass sich der SVP-Politiker nicht zu schade war, mit seinem grauen Renault aus dem solothurnischen Kestenholz die Juraberge zu überwinden, den Basler Stadtautobahn-Verkehr in Kauf zu nehmen, um dann das ‹Bauhaus› in Lörrach anzupeilen und sich dort mit billigem Baumaterial einzudecken».
Als die «BaZ» Roland Borer auf seine Schnäppchen-Jagd ennet der Grenze ansprach, sagte der Nationalrat zuerst: «Ich gehe nie im Ausland einkaufen.» Dann: «Ich habe damals bloss einem Freund beim Wareneinkauf und beim Verladen geholfen.»
Schliesslich behauptete der SVP-Mann: «Ich war nie mit meinem Auto in Deutschland einkaufen.» Die Handy-Fotos beweisen  aber, dass es Borers Auto ist. Der Solothurner konnte schliesslich gar nicht mehr anders, als den Fall zuzugeben: «Das muss schon länger her sein.» Und: Er habe nie gesagt, das Einkaufen im Ausland solle verboten oder verhindert werden.

FAZIT: Wetten, dass dieses unrühmliche Verhalten einen Einfluss auf das Wahlresultat haben wird?

Die Argumentation des Kardinals ist nachvollziehbar:

Blatters göttlicher Fussball

Der FIFA Chef überschätzt sich gewaltig.
Blatter hätte nur recht, wenn wir das  
Geld dem Begriff Gott
gleichsetzen könnten.
Und in Sachen soziale Gerechtigkeit
müsste die FIFA zuerst ihre Korruption 
bekämpfen und sich gegen die ausgebeuteten 
Arbeiter bei den Vorbereitungsarbeiten
für die WM in Katar stark machen.

Ich zitiere:

 

Geplantes Al Khor-Stadion in Quatar für WM 2022 | © youtube

Ausland
Geplantes Al Khor-Stadion in Quatar für WM 2022

Kardinal kritisiert 

Blatters Religionsvergleich: 

Gelbe Karte für FIFA-Chef

 (kath.ch) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat FIFA-Chef Sepp Blatter für seine Behauptung, der Fussball-Weltverband sei einflussreicher als jede Religion, die Gelbe Karte gezeigt. «Die FIFA hat natürlich beeindruckende Zahlen vorgelegt, über 265 Millionen Kicker gibt es weltweit», sagte Woelki am Montag, 23. März, im Kölner Domradio.
Doch würden weltweit über zwei Milliarden Christen demnächst Ostern feiern und notfalls ihr Leben für ihren Glauben geben, so der Fan des 1. FC Köln. «Bei aller Begeisterung für den Ballsport: Ich denke, der Herr Blatter überschätzt sich und seinen Verband da gewaltig», so der Kardinal. «Da hat Herr Blatter ein ziemliches Eigentor geschossen. Dafür gehört er auf die Bank, um sich neu auszurichten und zu besinnen», beschied Woelki.
Zwar finde er das soziale Engagement der FIFA «toll», doch erlebten sehr viele Menschen den Verband oftmals als wenig überzeugend, so der Kölner Erzbischof weiter. «Es geht weniger um Frieden, Gerechtigkeit und Gesundheit, sondern vielmehr ums grosse Geld», kritisierte er. «Und wo viel Geld fliesst, da ist der Weg oft kurz bis zur Korruption. Und da werden dann vielleicht auch manchmal Dinge entschieden, die nicht ganz so glücklich sind.» Als Beispiel nannte er die Entscheidung für Katar als Ausrichter der Weltmeisterschaft 2022.

Ausgebeutete Arbeiter für WM-Katar

Man solle «Herrn Blatter beim Wort nehmen» in Sachen soziale Gerechtigkeit, schlug Woelki vor und verwies auf die menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen derzeit in Katar Stadien gebaut werden. «Also: Wo Tag für Tag auf den Baustellen einer Weltmeisterschaft Menschen ihr Leben lassen, weil sie ohne Arbeitssicherheit, ohne vernünftige Arbeitsverträge ausgebeutet werden bis aufs Blut, dort sollten sich Herr Blatter und seine FIFA ganz konkret für diese Werte einsetzen, für die sie anscheinend stehen wollen», forderte der Erzbischof.
Fussball sei ein begeisternder Sport, «aber ich glaube nicht an einen Fussballgott», unterstrich der Kardinal. «Und erst recht nicht an einen ‘Halbfussballgott’, der Herr Blatter wohl gerne sein möchte.» (kna)

KOMMENTAR: Blatter hat tatsächlich mit seinem Vergleich, der gewaltig hinkt, ein Eigencoal geschossen.

Schreibend zusammenfassen als Lernprozess

Aufschlussreicher Versuch

In Selbstversuchen habe ich immer wieder festgestellt, dass das  Mitschreiben (Zusammenfassen) ein
Lernprozess ist. Viele Lehrer und Dozenten gehen davon aus, dass es genüge ein Handout abzugeben.
Doch bleibt das Gehörte viel besser verankert, wenn mitgeschrieben wird.
Beim Mitschreiben müssen wir konzentriert mitdenken und entscheiden, was wichtig ist. Wer  die
Erkenntnis umformuliert, zusammenfassen, einordnet, lernt nachhaltiger. (Evt zeichnerisch darstellt "Mind map") Das manuelle Mitschreiben sorgt für eine zusätzliche Verankerung.

(Aus 20 Min)

Dozentin spricht Laptop-Verbot im Hörsaal aus

Die Studenten von Carol E. Holstead an der Uni von Kansas mussten ein Semester lang ihre Notizen wie früher mit Stift und Papier machen – und profitierten davon.


storybild
Vorlesungen, in denen nur von Hand mitgeschrieben wird, sind ein Ding der Vergangenheit. Tatsächlich?


Im Frühjahr 2013 hatte Carol E. Holstead genug. Die Professorin für Kommunikation war es leid, ihre Vorlesungen in ständiger Konkurrenz zu Youtube und Facebook abzuhalten. Sie traf eine bemerkenswerte Entscheidung: Für das nächste Semester verbannte sie sämtliche elektronischen Helferlein aus ihrem Hörsaal. Sie liess ihre Studenten wissen: Notizen werden nur noch auf Papier gemacht.


Sie wusste von Studien aus Deutschland und Kanada, dass Studenten, die mit ihren Laptops «multitasken», weniger von der Vorlesung im Kopf behielten. Zudem hatte sie ihre eigene Theorie, wie sie im amerikanischen Dozenten-Fachblatt «The Chronicle of Higher Education» schrieb. «Anhand meiner eigenen Uni-Erfahrungen aus dunkler Vorzeit – den 70ern, auch bekannt als Vor-Power-Point – ging ich davon aus, dass Studenten Vorlesungen effektiver verarbeiten würden, wenn sie von Hand mitschrieben».

Positive Erfahrungen

Nach dem Ende des Laptop-freien Semester liess Holstead ihre Studenten einen Fragebogen ausfüllen. Und obwohl sie zugibt, dass ihre Methode unwissenschaftlich gewesen sei, sind die Ergebnisse interessant. Rund 86 Prozent der 95 Studenten, die den Fragebogen ausfüllten, gaben an, dass sie ohne Laptop gleich oder besser aufpassten. 52 Prozent gaben an, dass sie besser aufpassten.

Sie fragte ihre Studenten auch, wie ihnen die Übung im Mitschreiben von Hand gefiel. Diejenigen, die zuvor auf dem Laptop jedes Wort mitgeschrieben hatten, hassten die Papiermethode, da sie nicht schnell genug schreiben konnten. Diejenigen, die zuvor eher zusammenfassende Notizen gemacht hatten, mochten das Experiment hingegen mehrheitlich.

Wortwörtliches Mitschreiben bringt nichts

Die Theorie von Holstead ist inzwischen auch durch die Wissenschaft bestätigt worden. Das Fachjournal «Psychological Science» veröffentlichte im letzten Jahr drei Studien von Forschern der Universitäten Princeton und UCLA. Darin konnten diese nachweisen, dass Laptop- Studenten in Prüfungen schlechter abschnitten als ihre Kommilitonen, die ihre Notizen von Hand zu Papier brachten.

Die Forscher gehen davon aus, dass die zusammenfassenden Notizen der Handschreiber den Unterschied ausmachten. «Die aktuelle Forschung legt nahe, dass, sogar wenn Laptops ausschliesslich zum Mitschreiben der Vorlesung verwendet werden, sie dennoch das Lernen beeinträchtigen, da sie zu einer oberflächlicheren Verarbeitung des Gehörten führen», schreiben die Autoren. «Mehr Notizen zu machen ist zwar von Vorteil, doch die Tendenz von Laptop-Benutzern, Vorlesungen wortwörtlich zu transkribieren, statt das Gehörte zu verarbeiten und es in den eigenen Worten zu Papier zu bringen, ist schlecht fürs Lernen.»

Bei uns bleibt es meist in der Verantwortung jedes einzelnen Studenten zu entscheiden, welche Methode für ihn passt.

KOMMENTAR: Ich kenne einen Lehrer, der verlangte von den Schülern bei jeder Lektion auf einer leeren A4 Seite ein Protokoll  mit einem TITEL, der die Kernbotschaft der Lektion zusammenfasst, einem LEAD, der auf ca 6 Linien die Vorlesung umschreibt und einer Zusammenfassung (Protokoll), das auch noch in einem Kästchen illustriert werden musste.
Diese Spielregel hatte verschiedene Vorteile: Der Lehrer erkannte sofort, ob die Lektion so verstanden wurde, wie er sie konzipiert hatte und konnte damit die Schreibenden beurteilen (ohne Prüfung). Anderseits stellte er fest, dass durch das Mitschreiben der Inhalt vertieft wurde. Dann SCHREIBEN ist ein LERNPROZESS.

Mittwoch, 25. März 2015

Macho-Terror wird zu oft toleriert

Aeussert ein Erwachsener ein Schimpfwort, muss er mit einer Klage oder einer Busse rechnen

Kinder haben aber bei verbalen Attacken 
gleichsam einen Freipass

Ich zitiere 20 Min:

«Schlampe»



Teenie-Machos demütigen Mädchen in der Schule


Mädchen werden in Schweizer Schulen auf dem Pausenplatz gedemütigt, schikaniert und gegen ihren Willen angefasst. Die Täter: Nachwuchs-Machos – oft mit Migrationshintergrund.
Bildergebnis für Teenie-Machos

«Schlampe», «Nutte», «ich ficke dich ins Grab» – was sich Mädchen in der Schweiz auf dem Pausenplatz anhören müssen, könnte aus einem Gewaltporno stammen. Die Worte kommen aber aus den Mündern von Nachwuchs-Machos, die damit täglich Frauen beschimpfen.

Das erzählt Barbara Giason der «Sonntagszeitung». Sie unterrichtet seit fünf Jahren in der ganzen Deutschschweiz Selbstverteidigung an Schulen. Sie lasse die Mädchen, die ihren Kurs besuchen, aufschreiben, wogegen sie sich wehren möchten. Auf den Zetteln stehen Schimpfwörter – teils so grob, dass es ihr die Sprache verschlägt.

Die Mädchen, so erzählt es Giason der «Sonntagszeitung», hören diese täglich. Sie würden gegen ihren Willen angefasst, zwischen den Beinen, am Hintern, an den Brüsten. Giason trichtert den Mädchen ein: «Ihr seid etwas wert.» Sie versucht den Schülerinnen begreiflich zu machen, dass sie sich wehren dürfen. Dass es nicht in Ordnung ist, wenn sie mit Schimpfwörtern eingedeckt werden.

Vor allem Buben aus dem Balkan

Eine Ostschweizer Oberstufen-Lehrerin beobachtet seit einiger Zeit das Erstarken einer Macho-Kultur in den Schulen. Nicht nur Mädchen, auch Jungen litten darunter, sagt sie. Diese benutzen dasselbe Vokabular, machen aber wegen des Gruppendrucks mit oder aus Angst, als schwul verlacht zu werden.

Die Lehrerin, gibt der Zeitung an, dass man es zwar nicht gerne höre, aber es handle sich um ein Migrationsproblem. Buben aus bildungsfernen Schichten, vor allem aus Familien vom Balkan, erlebten daheim ein äusserst konservatives Rollenmuster, das sie in die Schule mit brächten.

Auch der oberste Lehrer der Schweiz, Beat W. Zemp, bestätigt: «Wir haben es hier mit Menschen aus einem patriarchalischen Kulturkreis zu tun.» Es sei kein Zufall, dass diese Buben entweder Mädchen sexuell verunglimpfen oder Buben, die ihnen nicht passen, als schwul bezeichneten.

Mutter daheim ist nichts wert

Der Schulleiter der Ostschweizer Schule bestätigt dies ebenfalls der «Sonntagszeitung»: «Dieses übersteigerte Macho-Gehabe ist bei uns Alltag.» Die Migrantenkinder in seiner Schule kämen fast ausschliesslich aus bildungsfernen Schichten. «Je tiefer das Niveau, desto ausgeprägter ist das patriarchale Denken.» Daheim würden die Kinder lernen, dass die Mutter nichts wert ist – was sich danach in der Schule im Umgang mit den Mädchen niederschlage.

Mädchen, die in der Schule gedemütigt, bedroht und schikaniert werden, können sich nur selbst wehren – das Gesetz hilft ihnen dabei kaum. Laut Strafrechtler Martin Killias sei eine Anzeige wegen Drohung oder Tätlichkeit nicht lohnenswert, «weil ohnehin nichts passiert».

KOMMENTAR:

In der Praxis zeigt sich, dass Anzeigen gegen verbale Belästigungen nicht viel bringen. Jugendliche Täter müssen mit keinen nachhaltigen Konsequenzen rechnen. In den Schulen ist es nicht einfach, Kinder die sich nicht integrieren wollen, zu kritisieren. Multi-Kulti-Fürsorge und Nachsicht dominieren leider an vielen Schulen.
Persönlich vertrete ich die Ansicht, dass die Schule kein Ort sein darf, bei dem man nur Mathe und Englisch vermittelt. Es muss  auch ein Ort sein, an dem  Respekt, Wertschätzung und Gerechtigkeit gross geschrieben wird. Die Lehrer müssten sich wieder ihrer Autorität bewusst werden und dürfen bei Beleidigungen nicht eifnach den Kopf in den Sand strecken.
Wer mit Kindern zu tun hat, ist gefordert, bei verbalen Attacken einzuschreiten.
Es fehlt vielfach der Mut, eindeutig Position zu beziehen.
Leider wird den Lehrern vielfach  geraten:
Das ist nicht Sache der Schule, das ist Sache des Elternhauses.
Diese Meinung teile ich nicht: Erziehen heisst: Einfluss nehmen - sich engagieren, wenngleich man Jugendliche nicht so streng bestrafen kann, wie bei Erwachsenen. Es gilt zu bedenken:
Worte prägen das Verhalten,
so wie die Einstellung eines Jugendlichen seine Wortwahl beeinflusst.

LINK (Worte müssen wir auch ernst nehmen):

10. Okt. 2004 ... Wer mit Worten arbeitet, muss die Macht verantworten. ... Eine wichtige Erkenntnis der Rhetorik ist, dass Worte wirkungsvoller sind, wenn sie ...
www.rhetorik.ch/Fenster/Fenster.html
25. Nov. 2001 ... Wir dürfen diese unbedachten Aussagen nicht so ernst nehmen." "Die Begriffe sind ja ... Begriffe und Worte sollten ernst genommen werden.
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Nov_25_2001.html


NACHTRAG:

Ich zitiere ein lesenswertes Interview mit einer Expertin für Nacherziehung in 20 Min:

Frau Garibovic, zu Ihnen kommen Kinder, die Mädchen als Schlampen bezeichnen und sie sexuell belästigen. Was sind das für Buben?
Lassen Sie mich ein Beispiel schildern. Bei mir war kürzlich ein 13-jähriger Junge in Behandlung, halb Balkan-stämmig, halb Italiener. Er hat Mädchen in der Schule beschimpft, sie zwischen den Beinen, an den Brüsten und am Hintern betatscht, hat versucht, ein Mädchen in einen Busch zu zerren, er hat den Unterricht gestört, Lehrer angegriffen, randaliert und geklaut.



Warum hat sich der Junge so verhalten?
Das sind Kinder, die zu Hause nicht erzogen werden. Eltern vergöttern ihre Kleinen von Geburt an und lassen ihnen alles durchgehen. Das Thema Sexualität wird zu Hause tabuisiert. Die Jungs entwickeln mit zehn, elf Jahren schon eine enorme sexuelle Energie und wissen nicht wohin damit. Dann beginnen sie damit, Mädchen zu belästigen. Ihnen ist oft nicht klar, dass sie damit Grenzen überschreiten, weil sie ihnen nie aufgezeigt wurden.
Was heisst das konkret?
Ich habe den Jungen zu Hause besucht, um zu schauen, wie es da so abläuft. Er ist am Sonntagmorgen vom Ausgang nach Hause gekommen und hat die Türe mit den Füssen aufgekickt. Er ist reingetrampelt und hat zu seiner Mutter gesagt: «Hey, was läuft hier eigentlich? Wo ist mein Frühstück, du alte Tussi?» Dann hat er zu seinem Vater gesagt: «Warum nimmst du dir nicht eine andere? Sie macht ja nicht mal ihre Aufgaben richtig.» Die Eltern haben kein Wort gesagt.
Und was haben Sie gemacht?
Das, was man schon lange hätte machen sollen: Ich habe ihm mal richtig den Tarif durchgegeben. Ich habe ihn gepackt, gesagt, dass er sich die Hände waschen, Platz nehmen und mich dann anständig begrüssen soll. Ich sei wegen seines unsäglichen Verhaltens im Auftrag der Schule da. Spure er nicht, würde ich die Polizei rufen. Nach einer heftigen Protestaktion hat er tatsächlich nachgegeben. Dann begann ich mit der Nacherziehung. Nach neun Monaten verhielt sich der Junge normal und dankte mir mit Tränen in den Augen. Er ist jetzt ein Gentleman.
Schwierige Jugendliche können aber auch beim Psychologen behandelt werden …
Schauen Sie, junge Täter werden heutzutage behandelt wie Tiere in einem Streichelzoo. Kein Jugendlicher nimmt einen Psychologen ernst, weil er ihm nur zuhört und ihm nicht sagt, was Sache ist. Eine strenge Nacherziehung bringt tausendmal mehr als all diese Interventionen von Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und Psychotherapeuten, die zehntausende Franken kosten. Ich plädiere dafür, alle Therapien abzuschaffen. Diese Timeouts und Heimaufenthalte sind ein Witz. Diese Jungen sind nicht krank! Sie haben einfach keine Ahnung von Anstand und Moral. Das muss ihnen mal einer klipp und klar sagen. Auch den Eltern. Aber das macht niemand – aus falsch verstandener Toleranz.
Politiker plädieren für härtere Strafen. Bringt das Jugendliche zur Vernunft?
Weder diese Weichspüler-Massnahmen wie Therapien noch Repressionen wie Anzeigen, Bussen oder Heimeinweisungen bringen was. Wird ein Jugendlicher bestraft, steigt nur sein Ansehen in der Clique. Zum Umdenken bewegen sie ihn damit nicht.

Sollten auch die Schulen und Lehrer mehr intervenieren?
 
Natürlich! Kürzlich war ich in Bern in einer 6. Klasse. Dort lernte ich ein türkisches Mädchen kennen. Es trug falsche Wimpern, hatte knallrote Lippen, sich in ein Korsett gezwängt und trug Schuhe mit hohen Absätzen. Ich war schockiert und konfrontierte die Lehrerin. Sie sagte, dass sich Lehrpersonen nicht in die Erziehung der Eltern einmischten und diese respektierten. Dabei sollten sie bereits in der pädagogischen Ausbildung lernen, mit solchen Situationen umzugehen. Andererseits ist es nicht Aufgabe der Lehrer, Problemjugendliche nachzuerziehen. Dafür braucht es Profis.


Was bringen Sie den Problemjugendlichen denn konkret bei?
 
Zuerst einmal verschaffe ich mir bei ihnen Respekt als Autoritätsperson. Ich lasse mir nicht auf der Nase herumtanzen. Im Gegenzug schenke ich ihnen mein Vertrauen und höre den Jungs zu. Dann zeige ich ihnen, wie sie mit ihren sexuellen Bedürfnissen umgehen können, und bringe ihnen bei, dass es falsch ist, Mädchen zu beschimpfen oder sie sogar zu belästigen. Sie lernen, wie man mit Mädchen umgeht. Sie lernen, dass ihr Glied nicht ihr Verhalten steuern darf, sondern dass sie ihr Verlangen kontrollieren müssen. Man muss ihnen grundlegende Anstandsregeln beibringen.
Inwiefern spielt der kulturelle Hintergrund eine Rolle?
Ich behandle vorwiegend Buben aus dem Balkan, aber auch Türken, Italiener, Portugiesen und Schweizer. Letztere sind in der Minderzahl. Gerade Kinder aus dem Balkan tendieren dazu, sich in Banden zu organisieren, was den Gruppendruck erhöht. Dass die Religion, oder im Speziellen der Koran, eine Rolle spielt, bezweifle ich. Es gibt genauso viele christliche, buddhistische oder atheistische auffällige Kinder. Eine patriarchale Erziehung kann ich ebenso wenig feststellen. Diese Kids werden nicht patriarchal erzogen. Sondern gar nicht. 

FAZIT:  Eine klare Haltung, eine unmissverständliche Position lohnt sich!