Samstag, 10. Mai 2014

Nach dem Rücktritt aus dem Nationalrat müssen wir mit Blocher erst recht rechnen

Blocher rüstet zum Kampf und bündelt die Kräfte.

Der überraschende Rücktritt erfolgte nicht aus gesundheitlichen Gründen.

Ich zitiere TAGI-online:

Blocher bläst zur grossen Schlacht

 

Trotz Rücktritt aus dem Nationalrat: Man wird künftig eher noch mehr als weniger von Christoph Blocher hören. Der 73-Jährige rüstet sich für den Kampf «gegen den schleichenden EU-Beitritt». Mehr...

Kommentar: Es ist ein Wunschdenken der Blocher Gegner, dass der SVP Vordenken physisch angeschlagen sei.  Das Sendungsbewusstsein des Anwaltes für die  UNABHAENGIGKEIT DER SCHWEIZ ist dermassen gross, dass wir noch einige Jahre mit Blocher rechnen müssen. Uebers Wochenende werden wir sicherlich in allen Medien vertiefende Analysen über diesen spektakulären Rücktritt  lesen können. BLICK, der  heute zuerst aus allen Rohren gegen Blocher geschossen hatte, änderte nun überraschend die Taktik und ignoriert derzeit auf der online Plattform das BLOCHER-Thema.
Die Redaktion hatte wohl erkannt: Je mehr der Vollblutplitiker angegriffen wird und über ihn geschrieben wird, desto mehr profitiert der SVP Stratege. Das schlimmste wäre nämlich für ihn, wenn er ignoriert und nicht mehr zur Kenntnis genommen würde. 

Der Rheinfall ist in Gefahr!

Aus TAGI:

Das Spektakel am Rheinfall könnte der Energiewende zum Opfer fallen

Sagt das Schaffhauser Stimmvolk Ja zur Änderung des Wasserwirtschaftsgesetzes, ist der Weg frei für mehr Stromgewinnung am grössten Wasserfall Europas.

Das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz» befürchtet eine teilweise Trockenlegung des Naturspektakels: Der Rheinfall bei Neuhausen SH. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)
Das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz» befürchtet eine teilweise Trockenlegung des Naturspektakels: Der Rheinfall bei Neuhausen SH. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)














Das Thema der Schaffhauser Abstimmung vom 18. Mai klingt unspektakulär: Geändert werden soll der Artikel 19 des kantonalen Wasserwirtschaftsgesetzes (WWG). Doch das unschuldig wirkende Begehren birgt Sprengstoff. Denn die Änderung des Artikels 19 soll es ermöglichen, am Rheinfall ein Wasserkraftwerk zu bauen. In den Abstimmungsunterlagen wird ein mögliches Wasserkraftwerk am Rheinfall zwar nicht erwähnt. Doch Naturschützer, Fischer und zahlreiche Privatpersonen sind überzeugt, dass die Gesetzesänderung einem möglichen Rheinfallkraftwerk Tür und Tor öffnet. Ausserdem bedrohe die Aufweichung von Artikel 19 seltene Äschenlaichgebiete oberhalb des Kraftwerks Schaffhausen, schreibt das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz». Am Rheinfall wäre bei einem Ja zur Änderung des WWG auch das Zürcher Kantonsgebiet mit den Rheinfall-Anrainergemeinden Laufen-Uhwiesen und Dachsen betroffen. Nach geltendem Schaffhauser Recht ist die «Nutzbarmachung der Wasserkraft des Rheins grundsätzlich auf das heutige Mass der Ausnützung beschränkt». Erlaubt ist lediglich ein höherer Ausbeutungsgrad bestehender Kraftwerke mittels technischer Optimierung. Doch die Stromkonzerne Axpo und Enalpin, die bereits ein kleines Rheinfallkraftwerk auf Schaffhauser Seite betreiben, würden das 25 Meter hohe Gefälle gerne für ein weiteres Kraftwerk nutzen.
Politiker wollen Wasserkraft
Angesichts der kommenden Energiewende kann ihrer Ansicht nach auf den Ausbau der Wasserkraft nicht verzichtet werden. Die Mehrheit der Schaffhauser Politiker sieht das genauso. Reto Dubach, Schaffhauser Baudirektor und Verwaltungsrat der Axpo, setzt sich klar für die Aufweichung von Artikel 19 ein. Kantons- und Regierungsrat haben der Änderung des WWG bereits zugestimmt. Das Abstimmungsbüchlein empfiehlt sie auch dem Stimmvolk zur Annahme.
Axpo und Enalpin versuchen, die Existenz von Plänen zum Bau eines zweiten Rheinfallkraftwerks herunterzuspielen. Schon jetzt betreiben die beiden Energiegiganten ein kleines Rheinfallkraftwerk. Die Projektstudie zu einem bedeutend grösseren Kraftwerk möchte die Axpo nicht herausgeben. Sie verweist darauf, dass sie die Studie nur im Auftrag von Enalpin erstellt habe. Doch auch Auftraggeberin Enalpin möchte die Projektstudie nicht herausgeben und verweist an die Energiedienst Holding AG, die zusammen mit der Axpo eine Reihe von Kraftwerken am Rhein betreibt.
Martin Steiger, Verwaltungsratspräsident der Rheinkraftwerk Neuhausen AG und Chef der Energiedienst Holding, sagt, die Bedeutung der Projektstudie werde völlig überbewertet: «Bei den aktuellen Strompreisen ist der Bau eines neuen Kraftwerks sowieso nicht wirtschaftlich.» Die Studie sei eine Ideensammlung. Selbst wenn die Strompreise sich wieder erholen, «hängt die Rentabilität eines Kraftwerks davon ab, wie viel Wasser wann verarbeitet werden kann», sagt Steiger.
Das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz» befürchtet, dass die Kraftwerksbetreiber am Rheinfall auf die Nutzung einer Wassermenge von 100 bis 150 Kubikmeter pro Sekunde abzielen. Statt wie gewohnt über die Felsen zu rauschen, zu spritzen und kleine Regenbogen in die Luft zu zaubern, würde das Wasser durch einen unterirdischen Stollen geleitet und erst oberhalb der Brücke bei Nohl wieder in den Rhein fliessen. Die befürchtete Entnahme von 100 Kubikmetern pro Sekunde hat das Nein-Komitee auf der Basis der «Potenzialstudie Wasserkraft für den Kanton Schaffhausen» errechnet.
Das bereits existierende Kraftwerk auf der rechten Seite entnimmt oberhalb des Rheinfalls zwischen 20 und 30 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. In einem unterirdischen Stollen treibt das Wasser eine Turbine an, die 2012 rund 40 Gigawattstunden Strom produzierte. 2011 wurde das kaum sichtbare Kraftwerk überholt und technisch optimiert. Die Stromproduktion konnte damit nach Angaben der Rheinkraftwerk Neuhausen AG um rund 9 Prozent gesteigert werden. Die Wassermenge, die trotz des Kraftwerks noch über die Felsen tost, liegt je nach Jahreszeit und Wasserführung zwischen 250 und 600 Kubikmetern pro Sekunde. Würden im Winter 100 von 250 Kubikmetern abgezwackt, dürfte selbst das Laienauge dies bemerken.
Steiger ist sich bewusst, dass sich Axpo und Enalpin mit einer Trockenlegung des Rheinfalls keine Freunde machen würden. Der Energiemanager betont denn auch, dass für den Betrieb eines allfälligen neuen Kraftwerks nur so viel Wasser entnommen würde, dass das Tourismusspektakel Rheinfall nicht beeinträchtigt würde. «Tagsüber wäre der Rheinfall so, wie man ihn kennt», verspricht Steiger. Der Grossteil des Wassers würde nach Vorstellung seines Unternehmens in der Nacht entnommen. «Auch wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht, braucht man Strom», so Steiger. Wer aus der Atomkraft und anderen grundlast­fähigen Kraftwerken aussteigen wolle, müsse Alternativen anbieten.
Von Kraftwerksplänen zu reden, sei jedoch übertrieben, im Moment handle es sich lediglich um «Denküberlegungen und Diskussionsanstösse». Auch für Regierungsrat Reto Dubach ist die angestrebte Gesetzesänderung nur die «Aufhebung eines Denkverbots». «Kein Kraftwerksbetreiber investiert auch nur einen Franken in eine Projektstudie, wenn er damit rechnen muss, dass die Bevölkerung den Bau am Ende ablehnt.» Wie Steiger betont auch Dubach, dass es sich bei der existierenden Studie lediglich um eine «Projektskizze» handle.
Ob die Änderung des Schaffhauser WWG ausreicht, um das von Dubach beklagte Denkverbot aufzuheben, ist fraglich. Denn auch der Kanton Zürich hat das zürcherische Rheinufer beim Rheinfall sowie das Schloss Laufen und seine Umgebung zum geschützten Gebiet erklärt. Gemäss der «Verordnung zum Schutze des Landschaftsbildes beim Rheinfall» aus dem Jahr 1954 ist eine Bewilligung für Bauten «zu verweigern, wenn eine nachteilige Beeinflussung des Fluss-, Ufer-, Landschafts- oder Ortsbildes oder eines im Interesse des Natur- und Heimatschutzes erhaltungswürdigen Objektes zu befürchten ist».
Kraftwerk auf Zürcher Seite
Gemäss der Projektstudie der Axpo käme ein neues Rheinfallkraftwerk mit höherer Wahrscheinlichkeit auf der Zürcher Seite zustande, wo das Schloss Laufen mit der Jugendherberge steht. Anstatt die Zuschauer auf den erst 2010 ausgebauten Stegen nass zu spritzen, würde ein Teil des Rheinwassers auf der Gemarkung der Gemeinden Dachsen oder Laufen-Uhwiesen durch einen unterirdischen Stollen geleitet. Je nachdem, wo das Wasser wieder in den Rhein geleitet würde, hätte nebst den Kantonen Schaffhausen und Zürich auch das Bundesamt für Energie in Bern noch ein Wort mitzureden oder nicht.
Bereits in diese Überlegungen involviert ist die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkomission (ENHK). Da der Rheinfall sich im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) befindet, muss die ENHK Stellung nehmen, bevor Bauprojekte in Angriff genommen werden. Der Bau eines Velostegs über die Brücke oberhalb des Rheinfalls ist vor wenigen Jahren an den Einwänden der ENHK gescheitert.
Schutzkommission ist kritisch
In einem Gutachten bezeichnet die ENHK den Rheinfall als Wasserfall, «der in Mitteleuropa einmalig ist». Bei Bauvorhaben sei die «ungeschmälerte Erhaltung der attraktiven Fluss- und Kulturlandschaft» zu gewährleisten. Die ENHK betont, dass sie der Produktion erneuerbarer und klimaverträglicher Energien grundsätzlich positiv gegenübersteht. Dennoch sei sie der Ansicht, dass nicht genutzte natürliche Gewässer zumindest innerhalb von BLN-Objekten nicht durch zusätzliche Wasserkraftanlagen beeinträchtigt werden sollen.
Grundsätzlich sollten neue Projekte zur Erzeugung von erneuerbaren Energien ausserhalb von Schutzgebieten, insbesondere auch von BLN-Gebieten, realisiert werden. Eine allfällige Wasserentnahme dürfe die «Dynamik des Falls nicht in einem Ausmass beeinträchtigen, dass die Lebensraumqualität und der Erlebniswert geschmälert würden. Diese Bedingung könne nur bei der «Entnahme einer gegenüber dem Abfluss klar untergeordneten Wassermenge» erreicht werden. Was das genau heisst, müssten im Falle eines Kraftwerksbaus «vertiefte Analysen und Abflusssimulationen» durch Experten ergeben. Die Schaffhauser entscheiden am 18. Mai letztlich auch darüber, ob am Ende ­Hydrologen und Ingenieure bestimmen, wie viel Wasser noch den Rheinfall hinunterrauscht. (Tages-Anzeiger)
(Erstellt: 06.05.2014, 02:23 Uhr)
Rheinkraftwerke. Zum Vergrössern auf Grafik klicken.

Kraftwerk brächte Fische in Gefahr

Die Änderung des Schaffhauser Wasserwirtschaftsgesetzes bedroht gemäss der Naturschutzorganisation Aqua Viva – Rheinaubund nebst dem Rheinfall auch Laichgebiete der selten gewordenen Äsche. Ausserdem sehen die Vertreter des Nein-Komitees die Schaffhauser Schaaren in Gefahr.

Das Naturschutzgebiet oberhalb des bestehenden Kraftwerks Schaffhausen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, in dem auch Tiere wie der Eisvogel noch anzutreffen sind. Wird die Staumauer des Kraftwerks Schaffhausen erhöht – was erst durch die Gesetzesänderung möglich würde –, stiege auf der 14 Kilometer langen Konzessionsstrecke der Wasserspiegel. Das würde auch den ­Wasserhaushalt des Feuchtgebietes ­beeinträchtigen.

Fische könnten nicht laichen

Gemäss Aqua Viva würde der angestrebte Höherstau zudem die Ab­lagerung von Schwebstoffen fördern und die Flusssohle oberhalb der Staumauer ­verdichten. Kieslaichende Fische wie die bedrohte Äsche seien aber auf eine ­lockere Flusssohle angewiesen. «Die Äsche legt ihre Eier in lockere Kiesböden, verdichtet sich die Flusssohle, können die Fische keine Laichgruben mehr in den Flussboden schlagen», schreibt Aqua Viva. «Die Sauerstoffzufuhr im Sediment wird durch die Verdichtung der Flusssohle unterbunden, was zum Absterben der Eier und frisch geschlüpften Larven führt», heisst es in einem Abstimmungsflugblatt des Nein-Komitees.

Ein Diagramm zeigt, wie der Rhein vom Bodensee bis Basel durch eine Kette von Kraftwerken gestaut wird und dass die Äsche nur noch auf vier kurzen ­Abschnitten zu finden ist, auf denen der Rhein einigermassen frei fliesst.

Freitag, 9. Mai 2014

Phänomen MUSIKANTENSTADL

Die Konsumenten sehnen sich nach einer heilen Welt

Medienkritiker haben vielfach grosse Vorbehalte gegenüber der Schunkelwelt.
Dieser Genre hat nach meinem Dafürhalten am Bildschirm  seine Daseinsberechtigung. Medien haben auch einen Unterhaltungsauftrag. Fernsehen soll nicht nur informieren, weiterbilden und komplexe Sachverhalte analysieren oder vertiefen. 
Ich zitiere  20 Min: 

Zwei Tage zu Besuch in einer heilen Welt

 Seit 32 Jahren gibt es den Musikantenstadl. Das heisst: 32 Jahre Schnitzel, schunkeln und heile Welt. Alles nur Lug und Trug? Wir haben den Selbstversuch gewagt.




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Linda Fäh (26) beim Stadel-Reisli mit den Journalisten auf dem Murtensee.


Die Schlagerszene ist debil und verkokst. Die heile Welt ist nur gespielt. Es geht um das grosse Geld, die ganze Sache ist ein abgekartetes Spiel. So lauten die gängigen Vorurteile gegenüber des Schunkel-Genres. Stimmt das? 20 Minuten hat sich in die Höhle der Pauke und Trompete gewagt. Zwei Tage verbrachten wir für Sie am Musikantenstadl in Freiburg. Inspizierten den Backstagebereich, assen uns durch Schnitzelberge und fühlten der Szene auf den Zahn.
Die Reise in die fremde Welt des «Musikantenstadls» beginnt früh. Um zehn Uhr Morgens werden die akkreditierten Journalisten vom Hotel abgeholt. Der Tourismusverband der Region Fribourg will uns Land, Leute, Wein und Essen näherbringen. Es geht ins mittelalterliche Städtchen Murten. Gemeinsam mit Ex-Miss Schweiz und Neo-Schlagerstar Linda Fäh schreitet die Medienschar durch die schmalen Gässchen. Die Schreiber, die dabei sind, haben schon etliche Stadl gesehen und sind allesamt Schlagerfans. Sie lieben und kennen diese Musik. Leben sie. Auf der Schifffahrt auf dem Murtensee später schiessen die Journalisten Fotos mit Linda Fäh. Selfies sind auch in dieser Szene angekommen. Bei der Weindegustation bei einem lokalen Weinproduzenten wird zum ersten Mal angestossen. Aber nicht zum letzten Mal.

Fleisch und Drogen

Geselligkeit und Freundlichkeit wird beim Stadl grossgeschrieben. Auch gegenüber Journalisten. «Wir sind hier sehr offen, wenn man sich an die Regeln hält», sagt Walther Kahl, der seit Jahrzehnten den Stadl betreut. Er erzählt die Geschichte von «RTL Exclusiv», deren Journalisten sich beim Stadl eingeschlichen und auf dem WC nach Drogenspuren gesucht hätten. Natürlich wurde RTL fündig. «Wie auf jedem Klo auf dieser Welt», sagt Kahl. Die Stadl-Droge ist sowieso eine andere. Nämlich Fleisch. Die Speisekarte im Backstagebereich liest sich so: Wurst- oder Käsesemmel (Fr. 4.00, Frankfurter mit Senf und Gebäck (Fr. 6.50), Fleischkäse-Semmel (Fr.4.50). Schnitzelsemmel (Fr. 5.80). Gemüse gibts nicht.
So wichtig Essen auch ist: Es geht eigentlich um Musik. Noch eine Stunde, bis die Sendung beginnt. Im Backstagebereich, dem sogenannten Stadlwirt, sitzen die Stars der Show wie Stefan Mross, Michelle oder Peter Kraus zusammen mit Bühnenarbeitern auf Holzbänken und trinken Bier oder Weisswein. Champagner? Fehlanzeige. Natürlich gibt es Künstlergarderoben, aber die sind zweckmässig karg eingerichtet. Die Sänger und Sängerinnen, die Stimmungsbands oder Jodelgruppen mischen sich unters Volk. «Supertalent»-Gewinner Michael Hirte schlurft dermassen unglamourös durch den Backstagebereich, dass man ihn leicht für den Hausabwart halten könnte. 

KOMMENTAR: Die Reportage in 20 Min entspricht sicherlich den Tatsachen. Weil die Musik beim Musikantenstadel Konservenmusik (Vollplayback) ist und Andy Borg kein Risiko wagt (Er wird tatsächlich in der klatschenden Masse ständig von einer Gruppe Bodyguards geschützt) gibt es Kommentatoren, die den Musikantenstadel  als fragwürdige Sendung hart kritisieren. Alles sei nur Lug und Trug, können wir mitunter lesen.
Darf sich die Bevölkerung in einer Welt voll negativer Meldungen  nicht einmal in einem Monat für ein paar Stunden in die Fiktion einer heilen Welt entführen? Besteht dadurch eine Verdummung der Bevölkerung?   

Montag, 5. Mai 2014

Schwierige Gesprächssituationen (Bei Ueberraschungen oder Krisen)

Obschon Sie viele bewährte Werkzeuge bei Ueberraschungen  kennen, müssen Sie diese im Simulator trainieren.


Wenn Sie folgende Beiträge lesen, wird Ihnen einmal mehr bewusst: Im Grunde genommen sind die Tools (Werkzeuge) bekannt im Umgang mit STRESS und sie leuchten Ihnen ein.
Viele sagen sich: Das ist nichts Neues. Das habe ich alles schon gewusst. Wenn jedoch Führungskräfte vor Mikrofon und Kamera überrascht werden und der mentale Druck sehr gross ist, verhalten Sie nicht mehr nach den bekannten Mustern. Nur wer Stress-Situationen trainiert hat (wie Piloten im Simulator) verhält sich bei Ueberraschungen ruhig, bedacht und verliert die Nerven nicht.
Wir Menschen ticken seit der Zeit als Höhlenbewohner bei Gefahr nach den drei klassischen Grundverhaltensweisen - auch heute noch!

- FLUCHT (Abtauchen)
- ANGREIFEN (Medien beschimpfen)
- TOTSTELLEN (Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen).
Staatsanwälte, Polizisten, Richter usw nutzen  Ueberraschungstechniken, die wir mitunter in Krimis sehen:

Die "Columbo Technik" basiert auf dem Phänomen, dass das Gegenüber bei Überraschungen irritiert wird. Columbo hat diese Destabilisierungstechnik zelebriert. Der Täter entspannt sich, weil der Kommissar angeblich geht. Plötzlich dreht er sich um, um stellt unverhofft doch noch eine Frage. Meist eine Frage, mit der nicht gerechnet wurde. Stimme und Körpersprache verraten dann, ob etwas faul ist. Columbo illustriert

In der Medienrhetorik ist es wichtig, auch mit Überraschungen umgehen zu können.


Mehr zum Werkzeug "im Umgang mit Ueberraschungen" kann im Artikel "Antizyklischer Verhalten" gefunden werden.

Peter Falk, alias Columbo, ist am Abend des 23. Juni 2011 friedlich in seinem Haus in Beverly Hills verstorben, teilen seine Angehörigen mit. Seit 2008 hatte Falk an Alzheimer gelitten. Er war 50 Jahre auf der Leinwand präsent. Für seine Rolle als "Columbo" gewann er vier Emmy-Preise. Die Serie, die in den USA 1968 anlief, war auch in Europa seit den 70er Jahren sehr populär. Peter Falk verkörperte den Zigarren rauchenden, stets im beigefarbenen Trenchcoat ermittelnden Polizisten Columbo von 1968 bis 2003 in mehr als 70 TV-Filmen. Ausserdem spielte er in mehr als 40 Hollywood-Filmen mit. Den Trenchcoat brachte Falk aus seinem Privatbestand mit zu den Dreharbeiten. Irgendwann war er so zerschlissen, dass er doch ersetzt werden musste. Über "Columbo" - der Detektiv hatte nie einen Vornamen - sagte er einmal: "Er tut einem leid. Er scheint nichts zu sehen, aber er sieht alles. Unter seiner Zerzaustheit arbeitet ein scharfer Verstand." Columbo machte den Satz legendär: "Ich hätte da noch eine Frage." In knapp 70 Folgen machte Falk Columbo zu einer Ikone unter den Polizeirollen. Als Sohn jüdischer Einwanderer aus Tschechien und Ungarn am 16. September 1927 in New York geboren, verlor Falk bereits als Dreijähriger wegen eines Tumors sein rechtes Auge, das durch ein Glasauge ersetzt wurde - sein Markenzeichen.
Quelle: Blick vom 25. Juni, 2011

Rhetorik.ch1998-2011 © K-K Kommunikationsberatung Knill.com

Zur VERTIEFUNG der Thematik:

Bei allen Krisensituationen ist es die Ueber-RASCH -ung, die uns dazu verleitet, zu schnell und zu unbedacht zu reagieren.
Es geht um das Kommunikationsmanagement nach überraschenden Vorkommnissen zwischen Lehrkräften und Schülern. An unserem Seminar soll bewusst gemacht werden:


Ohne Flexibilität können Krisen nicht gemeistert werden.






  




  1. Flexibilität bei Kommunikationsprozessen:

    3. Juli 2008 ... Der Bewerber - welcher diese Frage zu Hause auf Anraten des Coach antizipiert hatte - antwortet: "Ich bin flexibel. ...
    www.rhetorik.ch/Flexibilitaet/Flexibilitaet.html - Cached - Similar


Das Wichtigste ist bei allen heiklen Situationen ist die Vorbereitung.
Es ist erstaunlich, was wir vorher schon antizipieren können.





Results 1 - 10 of about 112 from www.rhetorik.ch for vorbereitung. (0.10 seconds) 
  1. Vorbereitung unter Zeitdruck

    24. Juli 2009 ... Es gab nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Unglücklicherweise drehte sich dann aber grössten Teil des Auftritts um seine Vergangenheit und die ...
    www.rhetorik.ch/Vorbereitung/Vorbereitung.html - Cached



Was bei allen heiklen Kommunikationssituationen wichtig ist, veranschaulicht uns bereits das Wortbild KRISE . Es sind Aspekte, die bei allen schwieirigen Kommunikationssituationen gelten:





(Bild: G. Altmann)


K  Klare, kurze, konkrete Aussagen 



R   "Richtig": Fakten korrekt weitergeben (Alles was Du sagst, muss wahr sein, aber du musst nicht immer alles sagen, was wahr ist). Sachverhalte beschreiben! Keine Interpretation!



I  Information: Was ist die wichtigste Botschaft?



S  Schnell - aber nicht zu schnell - reagieren (Zeitfenster schaffen, Situation klären, denken erst dann reden und handeln)



E  Einfache Sprache. Emotionen angemessen mit einbeziehen.



Drei Schwerpunkte werden wir am Seminar bewusst machen:



1.   Nur eine Persönlichkeit, die echt und natürlich spricht, überzeugt.



rhetorik.ch aktuell: Image schlägt Fakten

18. Okt. 2009 ... Sowohl die Person als auch die Präsentation beeinflussen den Inhalt wesentlich. Fakten werden durch die Person oder die Darstellung gefärbt. ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/index.html - Cached


2.   Bei Überraschungen antizyklisch handeln (Klären, stoppen, Denkzeit gewinnen, dann erst reden - "Taxifahrer fahren sie langsam, es eilt!")





Antizyklisches Verhalten


Antizyklisches Denken und Handeln lohnt sich bei vielen Kommunikationsprozessen im Alltag. Wenn es um Leben und Tod geht, beispielsweise im Operationssaal, ... www.rhetorik.ch/Antizyklisch/Anti.html - Cached - Similar

3.   Situationsgerechtes Verhalten erwerben wir vor allem durch Training.






 Schwimmen lernen wir bekanntlich auch nur im Wasser. Das verständliche Reden unter Druck und in  ungewohnten Situationen unter Stress können wir im Simulator briefen, so lange,  bis uns die Ueberraschung nicht mehr irritiert oder destabilisiert. Genau so, wie es Piloten auch tun: Sie trainieren  ständig im Simulator, obschon sie fliegen können. Notsituation meistern wir in erster Linie, indem wir die  Abläufe ritualisieren und automatisieren.



Auch in der Alltagskommunikation gibt es bewährte Werkzeuge und Checklisten, die uns vor unliebsamen Ueberraschungen bewahren.


Links:
20 Apr. 2014
Dafür gehen wir der Frage nach, wie wir auch unter Druck und in schwierigen Situationen dennoch natürlich, glaubwürdig und echt kommunizieren können. Weil wir in unterschiedlichen Rollen überzeugen müssen, können ...
21 Apr. 2014
Dialogfördernde Formulierungen - auch in schwierigen Gesprächssituationen Es gibt Sätze, die in anspruchsvollen Situation den Dialog fördern und dadurch gleichsam "Brückenbauer" sind. Wenn Sie Denkzeit gewinnen ...
18 Okt. 2013
Nach den vielen, vielen Medienseminaren "Verhalten in schwierigen Situationen"- "Krisenkommunikation" - "Giftrhetorik" - "Interviews unter Druck" - "Schlagfertigkeitstraining" hat sich gezeigt: Es geht immer um das Verhalten ...
25 Juni 2013
Es interessierte mich deshalb vor allem, zu erfahren, wie sich die hochkarätigen Kommunikationsexperten vor und während Krisen oder in schwierigen Kommunikationssituationen erfolgreich verhalten haben. ... Die Praxisreferate und Diskussionsrunden verdeutlichten am FORUM, dass sich die Kommunikationslandschaft heute mit den Social Media und den Online Medien erheblich verändert hat und wir diese neue Situation zusätzlich meistern lernen müssen.

Wie sag ichs dem Chef? - Migros-Magazin

www.migrosmagazin.ch › LebenFamilie
11.02.2013 - Das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten ist entscheidend. Kommunikationsberater Marcus Knill gibt zehn Tipps für das richtige Vorgehen: ...
Sie haben diese Seite oft aufgerufen. Letzter Besuch: 16.02.14


Präsentation "Provokationen – was tun? von Marcus Knill ...

slideplayer.de/slide/627777/
Beispiel einer Reaktion Bei mürrischem Murmeln Ich merke, Sie sind ganz unruhig möchten Sie uns etwas wichtiges mitteilen? Kopfschütteln Schütteln Sie nur ...

Kommunikative Kompetenz als Schlüssel zum Erfolg

www.rhetorik.ch/KomKom/KomKom.html
Bei Beurteilung von Lagen oder Situationen, beim Einschätzen von Menschen, aber auch bei Konfliktsituationen und schwierigen Kommunikationssituationen ...
Sie haben diese Seite oft aufgerufen. Letzter Besuch: 05.12.13

Ursachen der zunehmenden Gewalt?

Schlägereien, Vandalismus, Petarden – Gewaltausbrüche an Fussballspielen werden immer schlimmer. Die Gründe dafür liegen laut Experten in der Entwicklung der Gesellschaft.


In Italien und Deutschland ist vergangenes Wochenende die Gewalt an Fussballspielen eskaliert. Es fielen Schüsse, ein Fan ringt um sein Leben, Dutzende wurden verletzt, Gegenstände zerstört, Angst und Panik herrschte unter den Anwesenden. Wie neue Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen, haben Straftaten an Sportveranstaltungen 2013 auch in der Schweiz zugenommen. Und zwar um ganze 13 Prozent seit dem Vorjahr  (Quelle 20 Min)

Kommentar: Die Experten sind sich nicht einig, was dazu geführt hat, dass die Gewaltausbrüche dermassen eskaliert haben.
- Ist es der FRUST der Menschen?
- Ist es die angestaute UNZUFRIEDENHEIT?
- Ist es die ORIENTIERUNGSLOSIGKEIT?
- Sind es MINDERWERTIGKEITSGEFUEHLE?
- Ist es der LEISTUNGSDRUCK im Beruf?
- Ist die GESELLSCHAFT schuld?
- Sind es die zerrütteten FAMILIEN?
- Ist es der HEDONISMUS?
.....usw.

Wahrscheinlich kann die Gewaltbereitschaft nicht nur einem Umstand zugeschrieben werden.
Eine Summe von Umständen hat wahrscheinlich zur derzeitigen unerfreulichen Situation geführt.
Ich stelle bei meinen Beratungen fest:
Wertmassstäbe gingen verloren.
Wie soll ein Jugendlicher wissen, dass man nicht alles machen darf, wenn er nie gelernt hat, Spielregeln einzuhalten?
Woran wollen wir uns noch orientieren, wenn Familien, Religionen,  Wertmassstäbe pulverisiert worden sind?
Die Ursache liegt aus meiner  Sicht in Summe aller erwähnten Gründe.


Sonntag, 4. Mai 2014

Erfahrung und Training mindert Unfälle

Nicht nur im Verkehr zeigt sich, dass bei Trainingsmangel
die Unfallquote steigt. Vielen Motorradfahrern fehlt anfangs Saison die Routine. Das hat sich heute deutlich gezeigt:


Bern, Graubünden, Zürich

Bern, Graubünden, Zürich


Verletzte Töfffahrer bei mehreren Unfällen

KOMMENTAR: Auch bei Auftritten in Krisensituationen ist es so: Wenn die Erfahrung und die Uebung im Simulator fehlt, ist die Chance des Versagens im Ernstfall viel grösser. K+K macht Sie fit vor Mikrofon und Kamera - auch bei harten Diskussionen! Setzten Sie sich mit uns in Verbindung.

Heinz Schenk das "hessische Schlappermaul" ist tot

Heinz Schenk - der Fernsehwirt zum blauen Bock - wollte vor allem das Publikum unterhalten- nichts mehr.



Das ist dem Entertainer stets gelungen. Schon mit 10 Jahren war er das erste Mal in der Bütt, dem Karneval Rednerpult.
Es gelang ihm noch, ohne Teleprompter, ohne Gagschreiber bis 20 Millionen Zuschauer zu begeistern.
Das waren zu Zeiten der grossen TV-Kisten am Samstagabend zur besten Sendezeit.
Insgesamt 6500 Ehrenbembel  durfte er seinem Publikum verschenken.
Sein Geheimrezept:  FROHSINN. Heutige Moderatoren bleibt er somit noch lange Vorbild: Ohne Begeisterung und Freude hat nämlich ein Entertainer im Fernsehen keinen Erfolg.

Zum Blauen Bock. Heinz Schenk. Es ist alles nur ... - YouTube

www.youtube.com/watch?v=Gsu1W8lAuHk
21.04.2008 - Hochgeladen von Deutschland412
Zum Blauen Bock. Heinz Schenk. Es ist alles nur geliehen. Franz Grothe. 1978.