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Sonntag, 23. September 2012
Fall Mörgeli bleibt Medienthema und wird noch nicht ad acta gelegt
Die Sonntagspresse beschäftigt sich heute intensiv mit der Entlassung des polarsierenden Professors.
Eine Aktennotiz soll belegen, dass Mörgeli vor allem als unliebsame Person das Feld räumen musste. Das würde den bisherigen Verlautbarungen der Universität Zürich widersprechen.
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Ich zitiere 20 Min:
TV-Auftritt wurde in Mörgelis Akte vermerkt
Neue Details rund um die Entlassung Christoph Mörgelis zeigen, dass möglicherweise nicht nur schlechte Beurteilungen entscheidend waren. Davon zeugen 100 Seiten Konzepte und eine brisante Aktennotiz.
Darum muss der Museumsdirektor gehen «Causa Mörgeli»: Rektor spricht zu den MedienChristoph Mörgeli per sofort freigestelltChristoph Mörgeli
Das ist nicht unerheblich, denn offenbar erhielt Mörgeli Zusatzaufgaben, mit denen er seine schlechte Mitarbeiterbeurteilung ausgleichen sollte. Offenbar bemüht, seine ungenügenden Noten deutlich aufzubessern, lieferte er angeblich zwischen Februar und September über hundert Seiten an seinen Vorgesetzten Flurin Condrau ab – konkret waren es vier Konzepte. Ausserdem hatte er Weiterbildungen zu besuchen. Doch zu einer Besprechung der Konzepte und der sonstigen Zusatzaufgaben kam es nicht mehr. Bereits am Montag oder Dienstag vergangener Woche wurde beschlossen, das Kündigungsverfahren einzuleiten.
Auch eine politische Komponente
Ein weiteres bemerkenswertes Detail liefert der «SonntagsBlick». Er zitiert eine Aktennotiz über ein Mitarbeitergespräch des SVP-Nationalrats mit seinem Vorgesetzten Flurin Condrau. Diese zeigt, dass auch Mörgelis Auftritt bei der TV-Talkshow Schawinski ein Thema war: «Aussagen ‹zu viele Deutsche in der Schweiz› hält FC (Flurin Condrau, Anmerkung Red.) für sehr ungünstig. FC schätzt seine deutschen, österreichischen, russischen, englischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und musste diese im Anschluss an die TV-Ausstrahlung beruhigen», zitiert die Zeitung aus der brisanten Notiz.
Die Statements Mörgelis seien konträr zur Linie des Fachbereichs: «Die Institutsstrategie von FC besteht in einer sehr gezielten und bewussten Internationalisierung». Mörgelis Auftritt sei, so Condrau, daher «eindeutig institutsschädigend».
Zusammenarbeit mit Person Mörgeli schwierig
Mörgeli schiesst zurück: «Die Universität soll eine SVP-freie Zone werden. Man will mich weghaben, weil ich Werte vertrete, die an der Uni grossmehrheitlich abgelehnt werden: Nein zum schleichenden EU-Beitritt, zum Asylmissbrauch und zur unkontrollierten Zuwanderung.»
Dem widerspricht Professor Philipp Sarasin, Vorsteher des Historischen Seminars: Es gehe nicht um die Partei Mörgelis. «Aber wenn jemand permanent Leute angreift, und sich einem solchen Mass exponiert und Politik macht, ist eine Zusammenarbeit schwierig», so Sarasin gegenüber «NZZ am Sonntag». Uni-Rektor Andreas Fischer stösst im Interview mit der Zeitung ins selbe Horn und räumt ein, dass «gewisse Leute wohl Probleme mit ihm hatten».
Derweil bläst die SVP zum Angriff auf Hochschulen: «Bisher haben wir die Universitäten zu wenig angeschaut. Das wird sich ändern», kündigt SVP-Vize und Strategiechef Christoph Blocher im Interview mit der SonntagsZeitung an. Und er wird noch expliziter: «Die geisteswissenschaftlichen Fakultäten sind heute links unterwandert.» Jetzt werde seine Partei ein besonderes Augenmerk auf die Hochschulen werfen.
Mörgeli-Karikatur stammt von Werbeagentur der Uni
Kaum war Christoph Mörgeli am Freitagmorgen entlassen, kursierte im Internet eine Satire auf das berühmte SVP-Schäfchenplakat. Der Text dazu: «Kein Steuergeld für Uni-Abzocker. Schein-Professoren raus!» Urheber der Karikatur: die Werbeagentur «Feinheit», die auch die Initiative «Schutz vor dem Passivrauchen» betreut. Ihr grafischer Seitenhieb wäre auch nicht weiter problematisch, würde die Agentur nicht auch für die Uni Zürich Aufträge realisieren.
Kommentar: Falls mit diesen neunen Akten belegt werden könnte, dass Mörgeli vor allem als unliebsame Person freigestellt worden ist, würde der Fall Mörgeli noch brisanter und er wäre noch lange nicht vom Tisch. Die Medien haben neues Futter bekommen. Das Thema kann weitergekocht werden.
Notiert von
marcus knill
um
09:37
Samstag, 22. September 2012
Harald Schmidt und Entertainer Thomas Gottschalk droht der Absturz
Tragisch für Harald Schmid. Keiner lacht mehr bei seinen Gags.
Die Witze über Prominente, die bitterbösen Witze gehören der Vergangenheit an. Dirty Harry wirkt lustlos und uninspiriert. Der Einbruch der Einschaltquoten scheint Wirkung zu zeigen.
Nur ab und zu merkt man etwas vom alten Humor.
Die Selbstdemontage ist aber auch für Thomas Gottschalk voll im Gange.
Mit "Wetten, dass..? schuf er sich in 25 Jahren ein Denkmal.
Nun scheint er auf der jüngsten Wegstrecke seiner Karriere den Kredit völlig zu verspielen.
Alle: Experten, Kritiker und Kollegen nehmen Gottschalk unter Beschuss.
Er muss nun aufpassen, dass als scheiternde Nebenfigur einem totalen Imageschaden erleidet.
Die Mediengesellschaft duldet jedoch keinen Imagewechsel.
Der Akt der Selbstzerstörung wird somit Folgen haben.
Ich zweifel unter diesen Umständen, dass es Schmidt und Gottschalk gelingen wird, ihre derzeitigen Tiefs zu überwinden. Resilienz ist für sie ein Fremdwort. Der totale Absturz steht bevor.
LINK:
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marcus knill
um
13:51
Freitag, 21. September 2012
Hatte Christoph Mörgeli den Kopf verloren, nachdem er angeschossen wurde?
Christoph Mörgeli wird per sofort als Titularprofessor und Konservator
des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich freigestellt.
Das gab Universitätsrektor Andreas Fischer am Freitag
vor den Medien bekannt.
Wenn nun der hochintelligente Titularprofessor seine Stelle verliert, so trifft ihn auch eine Schuld.
Er wurde angegriffen, hart getroffen und reagierte unprofessionell. Was meine ich damit?
Ich zitiere Blick-online:
SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli ist offenbar seine Stelle an der Universität Zürich los. Wie «Der Sonntag» berichtete, wird Titularprofessor Mörgeli die fristlose Kündigung erhalten. Ursprünglich hätte es noch zu einem Mitarbeitergespräch kommen sollen.
Weil sich Mörgeli öffentlich über Mobbing beklagte und Institutsleiter Flurin Condrau scharf kritisiert hatte, zieht die Universitätsleitung nun aber anscheinend vorzeitig die Reissleine.
Mörgeli war Anfangs Woche ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, nachdem zwei Medizinhistoriker die Qualität seiner Arbeit öffentlich in Frage gestellt hatten.
Obschon die Universität mir ihrer fragwürdige Informationspolitik krasse Fehler gemacht hatte, hätte Christoph Mörgeli die Institution nicht öffentlich angreifen dürfen. Ihm wurde nun mangelnde Loyalität vorgeworfen.
Mörgeli wurde trotz anderslautendem Vertrag sofort freigestellt.
Ich zitiere 20 Min:
Notiert von
marcus knill
um
14:26
Donnerstag, 20. September 2012
Die Mörgeli Affaire eskaliert:
Mörgeli bezichtigt Aeppli der Lüge
Der SVP-Nationalrat reagiert scharf auf die Aussagen von SP-Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Aeppli. Dass er von der massiven Kritik seit langem gewusst habe, bezeichnet er als «erlogen».
Notiert von
marcus knill
um
08:36
Mittwoch, 19. September 2012
Schade für Stefan Zweifel - nur einen Bagatelle - aber störend
TV-Kritik
Notiert von
marcus knill
um
14:35