Samstag, 24. Dezember 2016

WEIHNACHTEN

Eines der schönsten Gedichte lässt Weihnachtsstimmung aufkommen:

Weihnachten - von Joseph von Eichendorff - YouTube




https://www.youtube.com/watch?v=bjjPwQStWfc
22.12.2013 - Hochgeladen von Wolfs Schlucht
Weihnachten - von Joseph von Eichendorff Markt und Straßen stehn verlassen, Still erleuchtet jedes ...
Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins weite Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!



Bildergebnis für markt und strassen stehn verlassen still erleuchtet jedes haus sinnend

(1788 - 1857), deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker


Markt und Straßen stehn verlassen - YouTube




https://www.youtube.com/watch?v=AlWTo6hJN1Y
01.12.2014 - Hochgeladen von Werner Hörle
Essener Domsingknaben Markt und Straßen steh'n verlassen … Leitung: Domkapellmeister Georg ...

Markt und Straßen, Weihnachtsgedicht - YouTube




https://www.youtube.com/watch?v=X0uzzXlNvGc
22.12.2008 - Hochgeladen von Franz Obendorfer
Weihnachten von Joseph von Eichendorf Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes ...

Merkels Beschönigungen sind kontraproduktiv

Nach der Tötung des mutmasslichen Täters in Berlin mit 12 Toten und 50 Verletzten lobt Merkel die gute internationale Zusammenarbeit.

Dabei zeigt sich heute:

- die Koordination im Schengen Raum funktioniert nicht. Kriminelle Taten von Asylanten wurden nicht weitergeleitet.

 - Die Ausschaffung krimineller Migranten funktioniert nicht.


-  Die Verantworltichen weisen darauf hin, dass die registrierten zahlreichen Gefährder nicht überwacht werden könnten. Pro Person bräuchte es zehn Ueberwacher.
Da sei heute der Staat überfordert.
Dass die Willkommkultur mit beigetragen hat, dass die Anzahl so hoch ist, kann aber niemand bestreiten.

- Merkel geht mit keinem Wort auf die Unzulänglichkeiten ein, die beim jüngsten Fall nachgewiesen werden können.
Sie sagt nur, der jüngste Vorfall werfe Fragen auf.
Wo Veränderungen notwenig sind, würde dies  zügig vorangetrieben.
Weshalb die Anpassungen (beispielsweise bei den Ausschaffungspannen) nicht schon vorher angepackt worden sind, wird recht plump übertüncht.

Meine Prognose: Merkel muss mit einem eisigen Gegenwind rechnen, der ihr vor den nächsten Wahlen heftig ins Gesicht blasen wird.

Zu den Pannen:

Bei der Suche nach dem Attentäter vom Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gab es eine Panne. Nach rbb-Informationen konnten die Berliner Ermittler am Mittwoch geplante Hausdurchsuchungen nicht durchführen, weil die nötigen Gerichts-Beschlüsse fehlten.

Aus NZZ:

NUN BEGINNT DIE DEBATTE DER UNTERLASSUNGSSUENDEN DER DEUTSCHEN
TERRORBEKAEMPFUNG

Nun ist eingetreten, was die Regierung in Berlin insgeheim befürchtete, worüber zu sprechen sie sich aber lange weigerte: dass sich die latente Gefahr eines Attentats mit vielen Opfern in blutige Wirklichkeit verwandelt; dass Terroristen dort zuschlagen, wo offene Gesellschaften am verletzlichsten sind, im Herzen ihrer Städte. Keine Panikmache, keine unnötige Verunsicherung lautete bisher die Devise einer Politik, die den Anspruch auf Besonnenheit erhob, aber stets auch den Keim der Realitätsverleugnung in sich trug. So fiel es Innenminister Thomas de Maizière noch am Montagabend sichtlich schwer, das Wort Anschlag überhaupt in den Mund zu nehmen, so, als könne nicht sein, was nicht sein dürfe.

Angela Merkel während des Trauergottesdienstes in der Gedächtniskirche in Berlin. (Bild: Hannibal Hanschke / Keystone )


Aber alle Besonnenheit wird nicht helfen. Die Schreckensszenen auf dem Breitscheidplatz mit ihrem mutmasslich islamistischen Hintergrund werden unweigerlich durch das Prisma der deutschen Flüchtlingspolitik gesehen. Die Regierung muss die Frage beantworten, ob sie mit ihrer unbedachten Grenzöffnung im Herbst 2015 die Sicherheit des Landes gefährdet hat.

Immer jünger und radikaler

Natürlich ist der Vorwurf in mancher Hinsicht ungerecht und polemisch, weil sich Deutschland bereits seit der Jahrtausendwende im Fadenkreuz des islamistischen Terrorismus befindet. Die Attentate des 11. September 2001 wurden in Hamburg vorbereitet, wenig später richteten sich die ersten Anschlagspläne auch gegen Deutschland selbst. Sie konnten durch unermüdliche Fahndungsarbeit und viel Glück meist vereitelt werden.
Als dann die Zahl der jungen Männer und Frauen, die in den Jihad zogen, immer grösser wurde, war jedoch alsbald klar, dass sich die anschwellende Gruppe fanatisierter und ausgebildeter Gewalttäter nicht immer beherrschen lassen würde. Die Bundeswehr beteiligt sich ferner am Abwehrkampf gegen den Terrorismus in Afghanistan und in geringem Umfang auch im Nahen Osten und in Afrika. Deutschland steht als europäische Führungsmacht und wichtiges Nato-Mitglied weit oben auf der Liste potenzieller Ziele. Diese Bedrohung existiert seit Jahren, unabhängig von der forcierten «Willkommenskultur».
Genauso offenkundig ist aber, dass der Zustrom an kaum überprüften Migranten aus dem Nahen Osten und Südasien, von Syrien bis Afghanistan, grosse Risiken birgt. In diesen Tagen machte noch einmal ein gewöhnliches Gewaltverbrechen deutlich, in welch dramatischer Weise die Behörden in allen EU-Ländern den Überblick über die Wanderungsbewegungen verloren haben. Der Vergewaltiger und Mörder einer Studentin in Freiburg im Breisgau, ein angeblich minderjähriger Afghane, war bereits in Griechenland inhaftiert, kam dann aber vorzeitig gegen Auflagen frei und verschwand wie Tausende andere vom Radar der Strafverfolger. Doch nichts zersetzt das Vertrauen der Bürger in die Sicherheit ihres Gemeinwesens nachhaltiger als staatlicher Kontrollverlust.

Mit Messer, Axt und Bombe

Polizeibehörden und Nachrichtendienste beunruhigten zum einen die Einzeltäter, die in diesem Jahr mit Axt, Messer oder selbstgebasteltem Sprengsatz auf ihre Mitmenschen losgingen. Dem «Islamischen Staat» gelingt es, entwurzelte Migranten, in der Bundesrepublik aufgewachsene junge Muslime und Konvertiten über die sozialen Netzwerke anzusprechen, aufzuhetzen und bei der Vorbereitung ihrer Taten anzuleiten. Die Täter werden immer jünger und immer radikaler. Vor kurzem versuchte ein Zwölfjähriger, eine mit Nägeln gespickte Bombe auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zu zünden. Eine ganze Generation junger Muslime droht Opfer einer menschenverachtenden Ideologie zu werden.
Genauso zu denken gab den Diensten aber auch eine in Norddeutschland ausgehobene Schläfer-Zelle junger Islamisten, die der IS in Syrien angeworben und nach Deutschland geschickt hatte. Die Terrororganisation machte sich wie bei den Attentaten in Paris vor Jahresfrist zunutze, dass sie im Strom der Flüchtlinge unerkannt eigene Rekruten in die Zielländer schleusen kann. Man vertraut also nicht nur auf zufällige Kontakte zu radikalisierten Jugendlichen, sondern versucht, wie in Belgien militante Netzwerke aufzubauen.
Seine Doppelnatur – die Fähigkeit, wirre Einzeltäter an sich zu binden, und gleichzeitig die professionelle Struktur – macht den «Islamischen Staat» besonders gefährlich. 
In seiner Propaganda gibt er regelrecht Tipps für Attacken, etwa mit Lastwagen wie in Nizza, und er nutzt die Massenmigration für politische Zwecke. In Europa soll Verunsicherung geschürt und der Kulturkampf zwischen Orient und Okzident provoziert werden.

Politische Abwehrreflexe

Die Bundesregierung und mit ihr anfangs die Mehrheit der Medien spielten die Sicherheitsrisiken so lange als möglich herunter, um den Gegnern der Flüchtlingspolitik keine Munition zu liefern. Die Chefs der Bundespolizei und des Bundesverfassungsschutzes, die zu den hartnäckigsten Kritikern der Grenzöffnung zählten, standen kurz vor der Entlassung. Monatelang erklärte es besonders der staatliche Rundfunk geradezu zur Bürgerpflicht, für ein «weltoffenes» Deutschland einzutreten. Wer Zweifel äusserte, sah sich schnell in die rechte Ecke gestellt.
In diese Abwehrhaltung mischt sich aber auch das in Deutschland traditionell grassierende Misstrauen gegen die Geheimdienste, in denen man zuallererst die potenziellen Gefährder der Freiheit, nicht aber die Garanten der Sicherheit sieht. Merkels Kanzleramt hält seit je ostentativ Distanz zu den Nachrichtendiensten, obwohl es für die Aufsicht über diese zuständig ist.
Das Thema innere Sicherheit wird die Zeit bis zur Wahl 2017 bestimmen. Grösser war der Druck auf Merkel nie.
Der Bundestag wiederum vergeudete nach Snowdens Enthüllungen viel Zeit mit einem Untersuchungsausschuss zu den Abhörpraktiken der NSA, in dem mangels amerikanischer Kooperation nur Interna der deutschen Dienste breitgetreten wurden. Dabei verdanken diese ihre Erkenntnisse gerade der Zusammenarbeit mit den Amerikanern, von denen auch die Hinweise auf die Schläfer-Zelle in Norddeutschland stammten. Ohne die Überwachung der globalen Kommunikation durch die NSA wären die Europäer ziemlich blind. Zudem wurden den deutschen Diensten die Anwerbung von Informanten, die Befragung von Flüchtlingen und die Abhörtätigkeit im Ausland erschwert – mit einem Wort: Sicherheitsverhinderungspolitik.




Nach dem Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt im Herzen von Berlin zeigt sich die Bevölkerung fassungslos und geschockt. Das Bundesinnenministerium hat für Dienstag eine bundesweite Trauerbeflaggung angeordnet. 

Grenzen der Belastbarkeit


Nur zögerlich, vor allem wegen der insistierenden Schwesterpartei CSU und des bedrohlich wachsenden Zuspruchs für die Rechtspopulisten von der AfD, erkannte Angela Merkel an, dass Deutschland seine Asylgesetze verschärfen muss. Einerseits, um die verloren gegangene Kontrolle zurückzugewinnen, anderseits aber auch, um der ratlosen Bevölkerung zu signalisieren, dass es Grenzen der Belastbarkeit gibt. Hier ist in den letzten Monaten einiges geschehen. Merkel mühte sich sichtlich um Kurskorrekturen.
Aber genügt dies, zumal nach dem Blutbad von Berlin? Das Thema innere Sicherheit in allen seinen Facetten wird die Debatte bis zur Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres bestimmen. Grösser war der Druck auf die Kanzlerin nie, selbst in der Hochphase der Euro-Krise nicht.
Seit Jahren heisst es in deutschen Sicherheitskreisen, erst ein grosser Anschlag werde der Öffentlichkeit die Augen öffnen, dann aber gebe es angesichts des deutschen Hangs zur Gründlichkeit kein Halten mehr. Man kann nur hoffen, dass in der Mitte der Gesellschaft Augenmass die Oberhand behält. Die AfD allerdings spricht bereits von «Merkels Toten», und dies ist wohl nur der Anfang. Dass extreme Kräfte den Anschlag für sich auszuschlachten versuchen, kann jedoch kein Grund dafür sein, keine Konsequenzen aus den politischen Fehlern der jüngsten Vergangenheit zu ziehen.

Freitag, 23. Dezember 2016

Echo Trainerlink





Bewertung: Sehr gut





Moderieren - aber wie? - Checkliste von Marcus Knill


Der Kommunikationsberater und Coach Marcus Knill hat auf dieser Seite eine ausführliche Checkliste zum Thema Moderation zusammengestellt. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte für das Moderieren: Vorbereitung und Leitung von Moderationen, Intervention bei Konflikten, Aufgaben eines Moderators, Prinzipien des Moderierens, Struktur eine Moderation, Moderationsstile und Moderationsverhalten.
www.rhetorik.ch/Moderieren/Moderieren.html
Kategorie:
Einzelmethoden

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Ein Feedback ist… - A&E AG Strategische Unternehmens- und ...

www.ae-ag.ch/downloads/Feedback.pdf
Weiterführende Literatur: Marcus Knill, www.rhetorik.ch. Feedback. A&E AG für Unternehmens- & Personalentwicklung sybille.eberhard@ae-ag.ch 10. Vorsicht ...

Gilt heute noch


Was Helmut Schmidt vor fast 40 Jahren im "Deutschen Herbst" über den RAF-Terror sagte, ist immer noch richtig

In Deutschalnd kommt das Filmmonument Gotthard schlecht an

Gnadenloses Urteil 

«Grauenhaft umgesetzt», «grosse Enttäuschung», «üble Klamotte» Deutsche TV-Zuschauer motzen über «Gotthard»-Film

Gestern lief das SRG-Riesenprojekt «Gotthard» in Deutschland auf ZDF. Während das Drama in der Schweiz Begeisterungsstürme auslöste, kam es bei unseren Nachbarn weniger gut an. 
(Quelle Blick) 

  Bildergebnis für Gotthard film

 

 

Gnadenlose Urteile

«Guter Stoff, grauenhaft umgesetzt», bemängelt etwa ein User auf Twitter. Damit ist er nicht allein. Während durchaus anerkannt wird, dass die dramatische Geschichte des Gotthard-Tunnelbaus ein exzellenter Filmstoff sein kann, fehlte es laut Kritikern bei der Produktion.
«Grosse Erwartung, grosse Enttäuschung. Langatmig, platt, albern», lautet ein anderes gnadenloses Urteil . Für einen anderen Zuschauer ist das Ganze einfach nur eine «üble Klamotte».


Ein «Freilichtbühnen-Spektakel»

Auch die Pressestimmen zum TV-Event, das von ZDF und ORF mitfinanziert wurde, sehen nicht viel besser aus. Der Film enthalte laut der «Welt» «dramaturgische Unwuchten», die Filmmusik sei gar «regelrecht grässlich».
Das Urteil der «Frankfurter Allgemeinen» lautet ähnlich wie das der Twitter-User: «Der Ansatz ist nicht schlecht, das Ergebnis durchaus enttäuschend.» Anstatt eines spannenden Film-Events ähnele das Projekt eher einem «Freilichtbühnen-Spektakel». «Anders als sein Thema: kein Durchbruch!», fasst das «Hamburger Abendblatt» seine Kritik zusammen.
 Ähnliche Begeisterungsstürme wie in der Schweiz findet man in Deutschland nicht. (klm/meg)

KOMMENTAR: Mit meiner Kritik bin ich somit nicht mehr allein. Für mich dominierte weniger die historische Wahrheit als die kitschige Liebesgeschichte  mit zwei Männern und einer Frau. Wenn 11 Millionen ausgegeben werden, müssen die Macher nach Einschaltquoten schielen. 

Flügelkämpfe in der SP

In einer Partei müssen nicht alle die gleiche Meinung vertreten
aber sicher ist: Eine Partei wird geschwächt, wenn sie sich spaltet.

Die Grünen und die Grünliberalen GLP haben erlebt, was eine Spaltung für Vor- und Nachteile haben kann.
Auch die SVP und GLP könnten ein Liedchen singen, von dem, was eine Trennung gebracht hat.

Ich zitiere 20 Min:




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Sozialdemokrat ist nicht gleich Sozialdemokrat: Daniel Jositsch (links im Bild) provozierte mit seinen wirtschaftsliberalen Ansichten immer wieder Flügelkämpfe innerhalb der Partei. Rechts im Bild: SP-Präsident Christian Levrat.





Ein umstrittenes Wirtschaftspapier hat die Flügelkämpfe in
der Partei in den letzten Wochen neu entfacht: Die Strategie, die die «Überwindung des Kapitalismus» konkretisieren soll, sieht unter anderem vor, dass der Staat Boden kauft und Angestellte in den Firmen mehr Mitspracherechte erhalten. Die Delegierten haben das Papier am SP-«Zukunftstag» mit grosser Mehrheit gutgeheissen.
Eine Minderheit um Pascale Bruderer (AG) und Daniel Jositsch (ZH) hatten vergeblich eine Überarbeitung des Papiers verlangt. Sie kritisieren, das Konzept sei in einem «verstaubten Polit-Slang» verfasst und weit weg von der wirtschaftlichen Realität.

Oft gegen Parteilinie

Der Richtungsstreit in der SP schwelt nicht erst seit gestern, wie folgende Sequenzen zeigen:

• Die SP bekämpft die Unternehmenssteuerreform III erbittert – ihr Referendum kommt im Februar an die Urne. Daniel Jositsch stimmte im Ständerat als einziger Sozialdemokrat dafür. 

• Die SP weibelte im Herbst an vorderster Front für die AHVplus-Initiative. Jositsch schrieb in der «Handelszeitung», die Initiative löse die Herausforderungen der Altersvorsorge nicht, sondern verschärfe sie zusätzlich.

• Während sich die Mehrheit der SP-Delegierten gegen das neue Nachrichtendienstgesetz aussprach, waren neben Daniel Jositsch etwa auch Chantal Galladé (SP/ZH) und Edith Graf-Litscher (SP/TG) dafür.

• Mit seinem Plädoyer für ein Burkaverbot brachte der Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr viele Parteikollegen gegen sich auf. Cédric Wermuth warf ihm vor, auf der «islamophoben Welle» zu reiten.

• Zoff mit Parteikollegen ist sich Fehr längst gewöhnt: Weil er eine umstrittene Spionagesoftware angeschafft hatte, zeigte ihn die Juso an – worauf er seine Parteimitgliedschaft vorübergehend auf Eis legte
.
• Die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer stellte sich vergangenes Jahr gegen die Erbschafts- und die 1:12-Initiative – und damit gegen Kernanliegen ihrer Partei.

• Mit ihrem Votum für einen Ausbau der Autobahn A1 sicherte sich Bruderer die Sympathien der Automobilisten, nicht aber die ihrer Parteikollegen.

Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Ein Blick auf die Smartvote-Profile reicht denn auch, um zu sehen, wie unterschiedlich etwa die beiden Aargauer Sozialdemokraten Pascale Bruderer und Cédric Wermuth ticken. Während Bruderer in der Mehrzahl der Fragen wirtschaftsliberal eingestellt ist, ist diese Ader bei Wermuth ziemlich schwach ausgeprägt.

Umgekehrt verhält es sich im sozialen Bereich: Während Wermuth einen ausgebauten Sozialstaat zu hundert Prozent befürwortet, ist Bruderer hier wesentlich kritischer. So würde sie jungen Erwachsenen in der Sozialhilfe die Leistungen kürzen, Wermuth lehnt das klar ab. Ähnlich weit liegen die Positionen der beiden Zürcher Parlamentarier Mattea Meyer und Daniel Jositsch auseinander.

KOMMENTAR:
Die Partei muss sich entscheiden, wie sie mit den unterschiedlichen Ansichten umgeht. bislang war die SP tolerant gegenüber Abweichlern. Eines steht fest: Nur über die Mitte können die sozialdemokraten den Abwärtstrend stoppen. Ohne interen Flurbereinigung hat die SP erneut das Zwei am Rücken.
Die Partei muss sich aber eindeutig von alten Ladenhütern (wie die "Ueberwindung des Kapitalismus") trennen.
Ich würde der Partei abraten, den rechten Flügel abzuspalten.
Das wäre ein viel zu grosses Risiko.

NACHTRAG aus Blick:


Solche Bilder schaden der Willkommkultur

  • Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Im Visier soll vor allem eine Flüchtlingsunterkunft stehen.

    Der mutmassliche Täter des grauenhaften Geschehens, ein Asylbewerber aus Pakistan, streitet die Tat ab. «Die Ermittlungen werden mit Hochdruck geführt», sagte de Maizière weiter. «Wir dürfen uns unseren freiheitlichen verantwortlichen Lebensstil nicht von denen zerstören lassen».

    Der Terrorismusforscher Peter Neumann hält einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sehr wahrscheinlich. «Die Taktik ist wie in Nizza und es passt in die Strategie des Islamischen Staates», sagte Neumann vom King's College in London der Nachrichtenagentur dpa. 

     Die AfD wird nun diese Tat für ihre Anti-Merkel haltung nutzen:

    «Aus Bayern heisst es jetzt bereits, man müsse sich Gedanken zur Flüchtlingspolitik machen», so Guldimann (Schweizer Botschafter in Deutschland). «Da wird der Schluss gezogen, die Flüchtlingspolitik bringe Terrorismus ins Land, das heisst, ohne Flüchtlinge wäre man vor Terrorismus gefeit.» 

    aus SPIEGEL- online:

    Die Tatanleitung ist bekannt:

    In der November-Ausgabe des IS-Propagandamagazins "Rumiyah" lieferten die Dschihadisten des "Islamischen Staats" jedoch detaillierte Tipps zu einem Anschlag mit einem Lastwagen. Der Truck sollte möglichst schwer und hoch sein und schnell beschleunigen können, um Bordsteinkanten und Absperrungen zu überwinden. Als ideale Ziele nannte der IS Fußgängerzonen und öffentliche Feiern. Ausdrücklich wiesen die Terroristen auch auf die Möglichkeit hin, einen Lkw zu entführen - genau das hat der Attentäter von Berlin offenbar getan.

    Nicht erst seit dem Anschlag von Nizza, bei dem ein Anhänger des IS mit einem Lastwagen während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am 14. Juli in eine Menschenmenge raste, gehören Attentate mit Fahrzeugen zur Taktik der Dschihadisten.
    Die Propagandisten islamistischer Terrorgruppen rufen ihre Sympathisanten schon seit Jahren zu Anschlägen auf die "Kreuzritter" mit Lastwagen, Autos oder auch Bulldozern auf. Im Jahre 2010 gab die Organisation "Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel" in ihrem englischen Propagandamagazin "Inspire" sogar eine Anleitung für Attentate mit Pickup-Trucks. Die Fahrzeuge sollten vorne im unteren Bereich mit scharfen Klingen oder dicken Blechen aus Stahl versehen sein. Weiter heißt es dort zynisch über die so modifizierten Gefährte: "Die Idee ist es, einen Pick-up zu verwenden - aber nicht, um Gras zu mähen, sondern die Feinde Allahs."

    Grausame Logik der Dschihadisten
     
    Im September 2014 forderte IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani zu ähnlichen Anschlägen auf. Wenn es nicht möglich sei, Sprengstoff oder Kugeln zu finden, gebe es andere effektive Möglichkeiten. "Zerschmettert seinen Kopf mit einem Stein, schlachtet ihn mit einem Messer, überfahrt ihn mit einem Auto, werft ihn von einem hohen Platz nach unten, erstickt oder vergiftet ihn."
    Diese Art der Anschläge sind in der grausamen Logik der Dschihadisten äußerst lukrativ: Sie kosten fast nichts, sind in der Vorbereitung nicht besonders aufwendig, die Täter müssen keinen Sprengstoff besorgen oder herstellen. Mit geringem Einsatz können die Terroristen also maximalen Schaden anrichten.
    Weihnachtsmärkte sind für islamistische Terroristen noch aus einem anderen Grund ein ideales Ziel: Es sind Veranstaltungen anlässlich eines christlichen Festes. Damit sind in den Augen der Dschihadisten alle Opfer dort automatisch Ungläubige.

    SPIEGEL ONLINE
    Bereits im Jahr 2000 hatten französische und algerische Qaida-Terroristen einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg geplant, im November nahmen französische Behörden erneut Verdächtige fest, die einen Anschlag dort geplant haben sollen. Vor vier Wochen warnte das US-Außenministerium Amerikaner in Europa, dass der IS und al-Qaida Anschläge planten, "mit Fokus auf die anstehenden Feiertage und damit verbundene Veranstaltungen". US-Bürger in Europa sollten deshalb besonders vorsichtig sein.
      BILD