Freitag, 29. Mai 2015

Kommunikations- Check Bundesrat


MEDIENRHETORIK

Subjektive Analyse der oeffentlichen Auftritte unsere Magistaten

 


Eveline Widmer-Schlumpf (BDP)

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Obwohl  es Eveline Widmer-Schlumpf fertig gebracht hat, Christoph Blocher aus dem Bundesrat zu drängen und jahrelang von den Blochergegnern profitieren konnte, fällt es  ihr zunehmend schwerer, das Parlament und die Bevölkerung zu überzeugen. Bei vielen Auftritten hat man fast  das Gefühl, eine bescheidene Frau wolle ihre Argumente mit ihrem aufgesetzen Lächeln spielend durchbringen. Aber allmählich merken auch Laien, dass die Finanzministerin eine gewiefte, ehrgeizige Taktikerin ist und die politsche Rhetorik zu nutzen weiss, um - übrigens  ohne grossen Parteirückhalt - Macht auszuüben. Ich erwarte aber, dass es Eveline Widmer-Schlumpf bei der nächsten Wahl nicht mehr so einfach haben wird. Das Volk könnte sich möglicherweise Widmers Wunsch nach Aufhebung des Bankgeheimnisses widersetzen. Die Finanzministerin leistete sich viele kommunikative Patzer (Aus dem Ausland machte sie eine persönliche Erklärung – als ob eine persönliche Erklärungen einer Bundesrätin keine politische Aussage wäre) und schoss dem Bundesrat bei den Verhandlungen mit der EU in den Rücken, indem sie bei der Einwanderungsinitiative eine zweite Abstimmung prognostizierte.

Johann Schneider-Ammann (FDP)
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Der Wirtschaftminister ist seit Jahren ein dankbares Opfer der Medien. Er wird von Giacobbo - Müller gerne zitiert. Wenn Schneider- Ammann frei spricht, formuliert er  holperig und gestelzt, seine Formulierungen verkommen zu Lachnummern werden, der Sprechfluss stimmt selten.
Auf dem Bildschirm wirkt Schneider-Ammann meist trocken, er zeigt kaum Emotionen. Ich habe ihn noch nie richtig begeistert gesehen.  In den Printmedien schneidet Schneider- Ammann jedoch viel besser ab, als in den elektronischen. Er ist bemüht, sich - wie Simonetta Sommaruga - für konstruktive Lösungen einzusetzen. Im Gegensatz zur neuen SP Bundesrätin ist jedoch Schneider-Ammann bei den Themen lösungsorientiertes Zusammenarbeiten und Dialogik viel weniger konkret als seine Kollegin. Unser Wirtschaftsminister wird sich auch künftig kaum einen Namen  als vorbildlicher Kommunikator machen.
Offensichtlich möchte sich aber der behäbige Rhetoriker der umständlichen Art verbessern.
Für ihn ist das EINFACHE nicht EINFACH.  Man müsste ihm  raten, so zu reden, wie man mit einem Tischnachbarn an einer Party spricht  "Keep it simpel und short.
Für die Bevölkerung bleibt der intelligente Wirtschaftsminister leider eine farblose, graue Maus.

Obwohl er kein Mann der lauten Worte ist, erlebten wir ihn immerhin einmal am Parteitag der FDP in Zug, als er mit bebender Stimme – in ungewohnt kämpferischer Art - von einer „politisch motivierten Hetzjagd“ gegen ihn sprach (Es ging um die Schlagzeilen über die früheren Steuerpraktiken der Ammann- Gruppe).


Didier Burkhalter (FDP)

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Didier Burkhalter kam bereits beim Amtsantritt sehr gut an. Seine Gedanken formuliert er bedacht, aber bestimmt,
auch auf internationalem Parkett bewegt er sich sicher. Er ist nicht mediengeil, obwohl er vor Mikrofon und Kamera mit seiner bescheidenen Art beim Publikum punktet. Nur nach der Niederlage  bei der Einwanderungsinitiative  wirkte er  irritiert.
Burkhalter beherrscht als Französichsprechender die deutsche Sprache recht gut. Er machte einmal einen Fehler: Mit seinem Vorschlag, man sollte prüfen, die Geiseln in Libyen mit militärischen Mitteln zu befreien, setzte er sich in die Nesseln und wurde hart kritisiert. Seit der Wahl werden Burkhalter Führungsqualitäten zugesprochen.  Ich habe im PERSOENLICH ein Interview von ihm eingehend analysiert und festgestellt: Er argumentiere geschickt, wirke glaubwürdig und schneide auch rhetorisch recht gut ab. Seine Antworten  überzeugen, trotzdem beurteilen ihn einzelne Journalisten heute als eher schwachen, konfliktscheuen Bundesrat.

Simonetta Sommaruga (SP)

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Nach der happigen Niederlage bei der Einwanderungsinitiative folgt nun für Simonetta Sommaruga die Nagelprobe. Wird sie nun weiterhin sachlich und wohlbedacht kommunizieren? Es ist ihr zuzutrauen, dass sie aktuelle heisse Eisen weiterhin umsichtig anpackt. Bei den 1. Augustreden erhielt die Justizministerin von mir gute Noten. Sie hielt sich an folgende bewährte rhetorische Erfolgsrezepte:
  • Ich spreche nur, wenn ich mich gedanklich vorbereitet und etwas zu sagen habe.
  • Ich rede frei und so wie ich bin (keine Schauspielerei)
  • Ich bedenke den Anfang und den Schluss, nachdem ich eine Kernbotschaft (Dachbotschaft) bestimmt habe
  • Diese Kernbotschaft muss aber mit einem Beispiel, mit einer Geschichte einem Erlebnis veranschaulicht werden. Die Botschaft wird dadurch nachhaltiger.
  • Wenn eine Person von dem überzeugt bin, was sie sagt, kann sie auch rhetorische Fehler machen, was das Reden vor Publikum vereinfacht. 
  • Die Botschaft kommt nur an, wenn die Rednerin sich mit dem Inhalt identifiziert,
  • Die Stimme muss mit der Körpersprache und der Botschaft übereinstimmen.

Alain Berset (SP)

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Alain Berset überzeugt bei seinen Medienauftritten durch seine natürliche, lockere Art. Ich verweise auf das jüngste Selfie auf dem "Schulreisli". Beim Gesundheitswesen muss er aber  noch einige Hürden nehmen. Widerstände scheinen ihn zu beflügeln. Im Gegensatz zu Alt-Bundesrat Blocher ist der SP Bundesrat Alain Berset  eher ein Mann der leisen Töne. Bei seinem ersten Auftritt - als er französisch, italienisch und deutsch sprach - hat er  bei der Bevölkerung gepunktet.
Er ist sympathisch und glaubwürdig, wirkt stets besonnen und antwortet überlegt.  Im Gegensatz zu Micheline Calmy-Rey wirkt er nicht egozentrisch. Er hat etwas Staatsmännisches und ist in Interviews kaum angreifbar, weil es keine Angriffsflächen bietet. Monsieur "Parfait", wie Berset auch genannt wird, muss höchstens aufpassen, dass er nicht zu geschliffen, zu angepasst verhandelt. Berset meidet  konkrete Details aber er holt  dank seines Humors viele zusätzliche Bonuspunkte.


Ueli Maurer (63)
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Seine Hauptstärke: Er spricht mediengerecht und wird von der Bevölkerung verstanden.
Er  stand aber oft im Gegenwind und scheint von vielen unterschiedlichen Beratern beeinflusst zu werden. Leider trat er zu oft in Fettnäpfchen und leistete sich viele Kommunikationsfehler. Trotz aller Pannen kommt Maurer in den Medien gut weg. Bei den 7 Patzern gab der Wutanfall bei Sandro Brotz (Rundschau) viel zu reden. VBS Chef Ueli Mauer hat sich auch in einem Weltwoche Interview abfällig gegenüber Bundesratskollegen geäussert: Das war ein No-go.
Doris Leuthard (51, CVP)
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Bei der freudestahlenden Doris Leuthard besteht die Gefahr, dass sie durch ihre Zickzackkurse Glaubwürdigkeit einbüsst. (Ausstieg aus Atomenergie - Benzinpreiserhöhung)
Diese selbstbewusste Magistratin holt aber bei der Bevölkerung immer wieder Punkte. Ich vermute, dass die Verkehrsministerin bei der zweiten Gotthardröhre einen schweren Stand haben wird, sie könnte nun von ihrem Glanz etwas einbüssen.
Welcher Coach hat (mit welchem Lernbild) der Magistratin gezeigt, wie der Tick mit dem ungewohnten Aufreissen der Augen eliminiert werden konnte? Möglich, dass sich dieses Stressverhalten durch die Routine  selbst erübrigte. 
Bei Doris Leuthard habe ich zwei 1. Augustreden analysiert.
Die erste Rede in Eischoll. Ich war damals ins Wallis an Ort und Stelle und analysierte diese Rede eingehend. Zusammengefasst stellte ich fest:
Es hat eine sympathische, gewinnende junge Magistratin gesprochen. Diese 1. August Rede war laut und kraftvoll, jedoch viel zu vage in den Aussagen.

2013  musste ich für die Presse die 1. Augustreden aller Bundesräte analysieren.

Ich zitiere das Medienecho zur Rede Leuthards des letzten Jahres, bei dem ich zitiert wurde:
Doris Leuthard – unoriginell -   
gleich wie Bundesrat Schneider-Ammann 
beschwörte die Umwelt-und 
Verkehrsministerin ebenfalls"die 
Bereitschaft, füreinander da zu sein" 
als typisch schweizerische Tugend. 
Anstehende Reformen sollten mit 
Dialogbereitschaft angegangen werden. 
"Doch dies sei eigentlich Jammern 
auf hohem Niveau", bilanzierte die 
CVP-Bundesrätin.  Leuthard 
stelle Wilhelm Tells Aussage 
"Der Starke ist am mächtigsten 
allein" in Frage, 
"Das ist ein deutlicher Wink 
mit dem Zaumpfahl gegen 
alle politischen Kräfte, 
die einer Isolationspolitik huldigen." 
Stattdessen solle man am 
gleichen Strick ziehen und zusammenstehen. 
"Die Schweiz, ein einig Volk. 
Das ist aber schon lange kein 
originelles Motiv mehr." 


FAZIT:
Vielen Bürgern fehlt heute das Vertrauen zum Bundesrat. Weshalb?
Ein Beispiel:
Die Landesregierung wurde im Laufe des Zuwanderungs-Abstimmungskampfes wiederholt der Irreführung bezichtigt. So musste sie für eine Fehleinschätzung den Kopf hinhalten, der die der damalige Bundesrat während des Abstimmungskampfes zum ersten bilateralen Paket im Jahr 2000 gemacht hatte. Damals hiess es im Abstimmungsbüchlein, mit der Personenfreizügigkeit sei in der Schweiz jährlich eine Nettozuwanderung von rund 10'000 Personen zu erwarten. In Realität wandern heute jedes Jahr rund 80'000 Personen mehr ein als aus.
Glaubwürdigkeit schaffen Politiker, wenn sie das verkünden, das sie glauben und nach aussen mit einer Stimme kommunizieren.
Die Bevölkerung hat ein gutes Gespür Leerformeln, Airbag- oder Quasselrhetorik, daran sollten sich alle Politiker erinnern, ehe sie loslegen.


Mittwoch, 27. Mai 2015

Skandal bei der FIFA

Sepp Blatter muss Teflon beschichtet sein.

Alle Kritiken, alle Skandale perlten an ihm stets ab.
Der Spruch "Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht",
gilt beim FIFA Präsident nicht. Er scheint die fünfte Macht im Staat zu sein und er ist  international ein König, der unantastbar zu sein scheint.

Ich zitiere 20Min:

Zwei Tage vor dem Fifa-Kongress, der Sepp Blatters Wiederwahl als Fifa-Präsident bestätigen dürfte, erschüttert ein Korruptionsskandal den Fussballverband. Es ist nicht der erste.

storybild Nicht sein erster Skandal in seiner Zeit als Fifa-Präsident: 
Sepp Blatter an einer Pressekonferenz im März 2015.
Mit der Festnahme von sechs Fussball-Funktionären am Mittwochmorgen in Zürich steht der Fifa unmittelbar vor ihrem Wahlkongress ein weiterer Skandal bevor. Präsident Sepp Blatter ist nach ersten Informationen nicht involviert.
Offenbar betreffen die Ermittlungen der US-Behörden um Bestechungszahlungen für Vermarktungsrechte sogar auch schon die Zeit vor der Regentschaft des Schweizers seit 1998. Die Liste der Eklats im Fussball-Weltverband unter der Führung Blatters ist aber lang. Eine Auswahl:
DIE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHL 1998: Der damalige Fifa-Generalsekretär Sepp Blatter gewinnt die Präsidentschaftswahl gegen Uefa-Präsident Lennart Johansson kurz vor WM-Beginn in Frankreich. Bis heute stehen Vorwürfe über angebliche Zahlungen von je 50'000 Dollar an afrikanische Delegierte in einem Pariser Hotel im Raum, die Blatter beharrlich zurückweist.
DER ISL-SKANDAL: Blatters Präsidentschafts-Vorgänger João Havelange und dessen ehemaliger Schwiegersohn Ricardo Teixeira kassierten Millionen Schmiergeld für WM-Marketing-Deals mit dem später pleitegegangenen Vermarkter ISL. Blatter wurde von allen Verdächtigungen freigesprochen, obwohl er 1997 als Generalsekretär eine Zahlung an Havelange von 1,5 Millionen Schweizer Franken persönlich zurücküberwiesen und somit offenbar zumindest Kenntnis vom System hatte.
DIE WM-VERGABE 2018 UND 2022: Schon vor der Doppel-Vergabe an Russland und Katar wurden zwei Fifa-Exekutivmitglieder wegen nachgewiesener Bestechlichkeit suspendiert. Die Vorwürfe gegen die beiden künftigen Gastgeber wurden schliesslich aufwändig von der Fifa untersucht, aber die Ethikhüter kamen zu keinen massgeblichen Resultaten. Der Generalverdacht wurde aber nie entkräftet. Vom damaligen Exekutivkomitee sind künftig wohl nur noch acht von damals 22 Mitgliedern in dem mächtigen Gremium.
DIE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHL 2011: Lange schien es, als könne der Katarer Mohamed bin Hammam Blatter bei der Wahl 2011 tatsächlich gefährlich werden. Dann stolperte der Funktionär kurz vor der Abstimmung über konkrete Bestechungsvorwürfe aus der Karibik. Die 35 Stimmen aus der Concacaf-Zone galten als entscheidend. Blatter hatte den Verbänden eine Million Dollar als offizielle Fifa-Zuwendung versprochen. Bin Hammam versuchte es inoffiziell mit 40'000 Dollar pro Verband - und flog auf, weil ihn andere mittlerweile der Korruption überführte Funktionäre anschwärzten.
WM-TICKETS: Der Umgang mit den von Millionen Fans begehrten WM-Tickets im Exekutivkomitee war schon häufig lax. Jack Warner trieb es 2006 auf die Spitze, als er die Vermarktung in seinem für das Turnier in Deutschland qualifizierten Heimatland Trinidad und Tobago übernahm. Sein Familienunternehmen strich angeblich 900'000 Dollar Provisionen ein. Die Fifa-Untersuchungen ergaben keine Verdachtsmomente gegen Warner, sondern nur gegen dessen Sohn. Warner senior kam mit einer Verwarnung davon. Warners Exko-Kollege Ismail Bhamjee aus Botswana wurde 2006 überführt, zwölf WM-Karten auf dem Schwarzmarkt verkauft zu haben. 2014 in Brasilien gab es Berichte über vermutlich illegal veräusserte WM-Karten aus dem Besitz des mittlerweile verstorbenen argentinischen Topfunktionärs Julio Grondona.
Aus SRF:


KOMMENTAR:

Als Chef der FIFA müsste Blatter eigentlich als Verantwortlicher zurücktreten.
Es wird auch beim jüngsten Skandal schwer fallen, dem gewieften Schlitzohr (Er hatte diese Bezeichnung akzeptiert), etwas nachzuweisen. Der Walliser FiFA Boss ist mit allen Wassern gewaschen.
Er wird auch bei dem neusten Skandal einmal mehr gut fahren mit seiner Devise: Alles abstreiten, bis das Gegenteil bewiesen ist. Geld heiligt nicht nur bei der FIFA alle Mittel. Insider vermuten sogar, dass er den Eklat bewusst provozierte, um die umstrittenen Austragungsorte los zuwerden.
LINKS:

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Joseph Blatter. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ist einer der wichtigsten ..... sehen, falls der Sepp Blatter wiedergewählt wird, die aber schon am Tag nach der ...
www.rhetorik.ch/Fussballrhetorik/Persoenlich.pdf
21. Dez. 2011 ... Sepp Blatter macht derzeit ein Video Bauchweh. Blatter hatte im September in einem Interview gesagt, es komme nicht in Frage, dass Sion ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/12_21/
25. Mai 2001 ... Nach den ersten Korruptionsvorwürfen wollte sich der Fifa Boss Sepp Blatter von den Medien nicht unter Druck setzen lassen. Als der Druck zu ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mai_25_2001.html
17. März 2002 ... Sepp Blatter Bisher konnte Blatter mit seinen geschickten Ausweichtechniken alle Angreifer ausgedribbeln. Es sah ganz so aus, als ob Blatters ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mar_17_2002.html
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1. Dez. 2010 ... Fifa-Präsident Sepp Blatter ist nicht nur der mächtigste Mann des Fussballs, ... Trotz aller Angriffe in verbaler Bestform: Fifa-Boss Sepp Blatter.
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_01/12_10.pdf
17. Sept. 2011 ... Quelle: 20 Min, Fifa-Präsident Sepp Blatter hatte in Visp einen schwierigen Stand . Er wurde bei der Rede von Sion-Fans ausgepfiffen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/09_17a/
5. Mai 2002 ... In einer Samstagsrundschau Interview bei Radio DRS vom 4. Mai 2002 erfuhr man vom FIFA Präsidenten Sepp Blatter sein Erfolgsrezept.
www.rhetorik.ch/Fussballrhetorik/Fussballrhetorik.html
31. Mai 2011 ... 100 Journalisten erlebten am 30. Mai einen unsouveränen Sepp Blatter. Blatter bot an der Medienkonferenz eine Musterlektion, wie man mit ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/05_31/index.html
5. Mai 2002 ... Mai stand die Blatter-Story auf den Frontseiten der Sonntagblätter. Vorwürfe von .... Mai Sepp Blatter schlägt zurück und verklagt Zen-Ruffinen
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mai_05_2002.html
31. Okt. 2013 ... Sepp Blatter macht einen kleinen Witz über den Fussballspieler Cristiano Ronaldo und die Fussball Diva ist erzürnt. Eine amusante Geschichte ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/10_31a/

Kontrollieren- aber wie?

So viel Vertrauen wie möglich- so viel Kontrolle wie nötig

Bildergebnis für Kontrollieren
In vielen Betrieben ist von Vorgesetzten zu hören:
"Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser"

Offiziere kennen die KKK Regel:

Kommandieren
Kontrollieren
Korrigieren

Wenn jedoch Kontrollieren wichtiger ist als das Vertrauen, wird suggeriert:
Sei misstrauisch.
Wer menschenorientiert führt,  bringt hingegen den Mitarbeitern grundsätzlich Vertrauen entgegen.
Vertrauen ist wichtiger als  Kontrolle.
Das erste Zitat (es wird Lenin zugeschrieben) müsste somit lauten:
"Kontrolle ist gut - Vertrauen ist besser!"
Vertrauen dürfte aber nie heissen: "Blindes Vertrauen" .
Wer blind vertraut, wird früher oder später enttäuscht.
Denn: Niemand arbeitet fehlerfrei.
Es geht somit nicht ohne Kontrolle.
Vertrauen entgegenbringen, will aber auch heissen:
Die Kontrollfunktion nicht vernachlässigen.

Weshalb kontrollieren?

Kontrollen minimieren Fehler und reduzieren falsches Verhalten.
Wir können davon ausgehen, dass jedes Unternehmen,  jede Organisation, jede Institution sich ständig verbessern will.
Dank sinnvoller Kontrolle

- steigern wir die Leistung
- bauen wir Betriebsblindheit ab
- entdecken auch die Vorgesetzten eigene Fehlentscheide
- überblicken wir die Verantwortungsbereiche
- kann die Einhaltung der vereinbarten Ziele überprüft werden
- werden Mitarbeiter motiviert
- bewahren wir Mitarbeiter vor Unfällen


Die Kontrolle wird akzeptiert,

- wenn  wir auf Machtdemonstrationen verzichten
- wenn Mitarbeiter nicht vor anderen blossgestellt werden
- wenn Kontrollen begründet, erklärt werden
- wenn der Kontrollierende Vorbild ist
- wenn bei den Mitarbeitenden die Selbstkontrolle gefördert wird 
- wenn wir von "IST-SOLL-VERGLEICH" sprechen
oder von einem ERGEBNISVERBESSERUNGSINSTRUMENT
(es ist kein Fehlerfindungsinstrument)
Kontrolle muss als faires "Feedback der Kontrollergebnisse" erlebt werden.
Sie darf nicht Schikane  sein, sondern muss uns als
ein notwendiges Instrument  erkennen lassen, wie es zu VERBESSERUNGEN kommt.

Kontrolle muss immer mit ehrlicher Anerkennung gekoppelt sein.

Bewährtes aus der Praxis für die Praxis:



Wer kontrolliert, hat bei den Zielen das Akronym SMART 
zu berücksichtigen
S wie spezifisch
M wie messbar
A wie ausführbar (aktiv beeinflussbar)
R wie realistisch
T wie terminiert


+  Bemühen Sie sich, Fremdkontrolle durch Selbstkontrolle zu ersetzen


+ Stichprobenkontrollen vor der Endkontrolle haben sich bewährt
Bildergebnis für stichprobenkontrolle
+ Dank Kontrollplänen überlassen wir störanfällige Abläufe nicht dem Zufall
+ Die Kontrollergebnisse gilt es zu nutzen. Sie müssen zuerst analysiert werden, bevor sie die Ergebnisse den Mitarbeitern mitteilen
Bildergebnis für kontrollergebnisse
+ Klären wir die Ursachen der Zielabweichungen:

-  Liegt es an den Rahmenbedingungen?
- Könnte der Fehler bei den Auftraggebern (Vorgesetzten)
   liegen?
Bildergebnis für ursachen von Zielabweichungen
+ Jeder Mitarbeiter hat Anspruch auf ein Feedback.
Bildergebnis für FEedback
+ Punkte die nur einen Mitarbeiter betreffen, werden unter vier Augen besprochen (bei vertrauensvoller Atmosphäre)




 + Bei den Rückmeldungen dürfen Sie  die Anerkennung für die geleistete Arbeit NIE vergessen



+ Am Schluss des Kontrollgespräches sind jene Punkte konkret fest zu legen, die geändert (verbessert) werden müssen

FAZIT:

So viel Vertrauen wie möglich- nur so viel Kontrolle wie nötig.

 



LINKS:
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30. Dez. 2012 ... nikation, im ganzen Leben. Die Fähigkeit, an sich selbst zu arbeiten ist lernbar. Das Wort Selbst kommt vom griechischen. «autos». Was aber ...
www.rhetorik.ch/Alphaartikel/2012.pdf

Werden Mängel selbst erkannt, kommt es viel schneller zu den erwünschten Verbesserungen. Dank der persönlichen Einsicht braucht es zudem weniger ...
www.rhetorik.ch/Verbesserung/Selbstkritik.html
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KOMMUNIKATION MANAGEMENT 2. Wer möchte nicht seine. SELBST- Kompetenz för- dern? Wer wünscht sich nicht mehr SELBST-Sicherheit? Lange Zeit ...
www.rhetorik.ch/Selbst/handelszeitung.pdf
30. Apr. 2004 ... Reagieren Sie aber nie spontan auf kritikwürdige Vorfälle. ... wie sagt man das seinem Chef und in welchen Fällen darf man ihn kritisieren?
www.rhetorik.ch/Kritik/Chef.html

Pflichtmodul B: Marcus Knill: Johari-Fenster und Feedback

epict.virtuelle-ph.at/mod/url/view.php?id=4389
Marcus Knill: Johari-Fenster und Feedback. Klicken Sie auf 'http://www.rhetorik.ch/Johari/Johari.html', um die Ressource zu öffnen. Sie sind als Gast angemeldet ...
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Kritikgespraeche fuehren, aber wie. ... langwierigen Konflikten. Beim Kontrollieren - Beurteilen - Kritisieren ist das "Wie geredet wird" ausschlaggebend. Links: ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Kritik.html
22. Nov. 2006 ... Was macht man, wenn man kritisiert wird. Zum Beispiel vom Chef? Links: Online Artikel (extern) · Kritikgespräche · Den Chef kritisieren- aber ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Kritiker.html

Dienstag, 26. Mai 2015

Abschied von der Vollzeitbeschäftigung?

Chefs und Mitarbeiter werden animiert, auf Vollzeitarbeit zu verzichten

Teilzeit: Darf jeder mittags die Sachen packen und einfach nach Hause gehen? Zur Großansicht


Es wird jedoch zu wenig berücksichtigt, dass Teilzeitarbeit nach wie vor eine Karrierefalle ist. In der Praxis wird von einem Topmanager erwartet, dass er sich voll und ganz für den Job einsetzt.
Teilzeitverträge können zudem später zu grossen finanziellen Einbussen kommen (Pension). Auch bei einer allfälligen Scheidung folgt ein böses Erwachen. 
Ich kenne zahlreiche Führungskräfte, die wären unglücklich, wenn sie sich nicht zu 100% im Job einbringen können.
Nach meinem Dafürhalten soll jeder sein eigenes Modell wählen - je nach Situation: Vollzeit- oder Teilzeitarbeit.
Doch müssten bei jedem Modell Vor- und Nachteile offen aufgelistet werden.