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Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
Der Mindestlohn - Aergernis Nr 1 bei den KMUs
Jede Firma ist verpflichtet, jede Tätigkeit zu protokollieren und die Papiere aufzubewahren.
Seit der Einführung des Mindestlohn stöhnen Kleinbetriebe.
Leerlauf, Papierkrieg unnötiger Bürokram legt die Arbeit lahm.
Die Arbeitgeber ärgerts - die Gewerkschaften freuts.
Ich zitiere die ZEIT:
Mindestlohn Lesen, Lochen, Abheften
Der Mindestlohn gilt – und Mittelständler verzweifeln angesichts skurriler Dokumentationspflichten. Spediteur Georg Dettendorfer fühlt sich im Stich gelassen.
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Viel Papier gibt es in den Büros von Georg Dettendorfer nicht. Für ihn müssen Daten schnell, mobil und allzeit verfügbar sein. Denn bei dem Spediteur aus Nußdorf am Inn ist ohnehin ständig alles in Bewegung. Täglich schickt er bis zu 500 Lastwagen in Europa auf die Straße. Sein gesamtes Geschäft ist komplett digitalisiert. Aktenschränke oder Unterlagenhaufen sucht man in dem Familienbetrieb vergebens – die braucht kein Mensch.
Nur der Gesetzgeber – denn seit Januar gilt das Mindestlohngesetz. Und das legt fest, dass Unternehmen akribisch festhalten, wann Mitarbeiter ihren Dienst angefangen und beendet und wie lange sie gearbeitet haben. Dafür findet Dettendorfer, Firmenchef in der achten Generation, klare Worte: "Diese Dokumentationspflicht ist für uns ein Drama", sagt er. "Das regt mich auf wie die Sau."
Seine Urahnen sind schon mit Flößen über den Inn gerudert, seine Urgroßväter haben den Transport mit Automobilen ins Rollen gebracht und er hat die Firma mit viel Technik zukunftsfit gemacht. Aber seit das Gesetz in Kraft ist, verbringt er einen Großteil der Arbeitszeit damit, Stundenzettel auszuwerten und Ämtern hinterher zu telefonieren. Lesen, Lochen, Abheften: Das ist jetzt auch sein Job. Eine Mitarbeiterin hat er eigens dafür abgestellt, um ihm zu helfen. Trotzdem kommen beide kaum noch hinterher. "Bisher müssen wir alles per Hand dokumentieren", regt sich Dettendorfer auf, "Ich komme mir vor wie in der Steinzeit."
Zu denen, die jetzt stundengenau die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter erfassen müssen, zählen neben den Speditionen auch der Bau- und Messebau, Hotels und Gaststätten, Schausteller, Personenbeförderer, Forst- und Fleischwirtschaft sowie Gebäudereiniger. Also vor allem Branchen, deren Arbeitskräfte nicht täglich an festen Orten arbeiten oder an Stechuhren vorbeilaufen.
Dettendorfer : Seine Lastwagen sind auf mehrere Firmenstandorte in Deutschland, Polen und Italien verteilt. Seine 120 deutschen Fahrer, die 55 polnischen und ein paar ungarische touren permanent durch Europa. Für die deutschen Fahrer gilt in Deutschland natürlich der Mindestlohn. Ob das auch für deren Fahrten ins Ausland gilt, konnte ihm bisher noch keiner beantworten. Weder das Arbeitsministerium als Urheber des Gesetzes, noch die drei Rechtsanwälte, die er gefragt hat. "Momentan sagt jeder etwas anderes."
Jeder Grenzübertritt wird notiert
Für die in Polen angestellten und für die in Deutschland eingesetzten ungarischen Fahrer gilt der Mindestlohn auch – jedenfalls so lange sie durch Deutschland fahren. Natürlich zeichnen elektronische Fahrtenschreiber akribisch die Fahrtzeiten auf – und damit den Anfang und das Ende jeder Reise. Nur: Mit dem Arbeitsbeginn und Ende stimmt das meist nicht überein, weil auch Lade- und Wartezeiten sowie die Fahrzeugpflege zur Arbeitszeit gehören. Die müssen also noch gesondert erfasst werden. Und was die Fahrtenschreiber gar nicht aufzeichnen können: Wann hat ein polnischer Fahrer die deutsche Grenze überquert und wie lange ist er durchs Land gefahren? Auch für diese Transitzeit steht ihm der Mindestlohn zu. Bei jedem Grenzübertritt müssen die Fahrer derzeit tatsächlich den Stift zücken und Uhrzeiten notieren. Diese Meldungen schicken sie regelmäßig in die Zentrale.
KOMMENTAR: Als die CDU/CSU wider Willen den Mindestlohn akzeptiert hatten, waren sich sich nicht bewusst, was das für Kleinbetriebe für folgen hat. Für Schausteller, Gaststätten führt dies zu grotesken Situationen, weil die Arbeitszeiten oft nicht klar abgegrenzt werden können. Der Bürokram und dem Leerlauf im Zusammanhang mit Lesen, Schreiben, Lochen, Ablegen. Archivieren, Kontrollieren usw. wird für viele Kleinbetriebe zum Drama. Die Gewerkschaften sind sich nicht bewusst, dass damit nicht Arbeitplätze geschaffen sondern Kleinbetriebe in den Ruin getrieben werden. Angela Merkel hat zu leichtfertig bei der skurrilen dokumentationspflicht
nachgegeben. Oder ging es einmal mehr nur um die Machterhaltung?
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marcus knill
um
07:56
Der Nocebo-Effekt – oft auch als negativer Placebo-Effekt bezeichnet – beruht, wie auch der Placebo-Effekt, unter anderem auf einer bestimmten Erwartungshaltung.
Ich lese beispielsweise keine Beipackzettel bei Medikamenenten.
Ich habe verschiedentlich festgestellt, dass wir uns von den Erwartungen enorm beeinflussen können.
Zur Macht der Worte:
Notiert von
marcus knill
um
07:56
Notiert von
marcus knill
um
18:26
Endlich sehe ich meine These bestätigt, dass die Arbeit auch zum Leben zählt:
Zukunftsforscher Matthias Horx: "Selbstbestimmte Arbeit bleibt eine harte, lebenslange Aufgabe."
I. Das FLEXICURITY-PRINZIP
“Arbeit in Zukunft ist jene Leidenschaft, die sich selbst bezahlt” – so brachte Charles Handy vor 15 Jahren die Utopie von “New Work” auf den Punkt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts schien diese Vision nicht allzu fern: Von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung, vom “Lohnempfänger” zum “Entrepreneur” (oder “Intrapreneur”). Vernetzte Wissensarbeit schien die Arbeitswelt von innen heraus radikal umzukrempeln, zu revolutionieren. “Free Agent Nation” hieß ein Bestseller im Jahr 2000, der euphorisch ein neues Zeitalter der Innovation und Selbstbestimmung ausrief.
Die heutige Realität sieht etwas anders aus. Zwar ist der Anteil der Selbständigen, der Gründer, Co-Worker, Projektarbeiter, Self-Entrepreneure, deutlich gestiegen. Aber nach wie vor bildet abhängige Lohn-Arbeit die zentrale kulturelle Matrix. Die Angst vor dem Sicherheitsverlust ist teilweise sogar noch größer geworden – hysterisierte Debatten um “Burnout”, “Prekariat” und Billiglöhne verstärkten eher die Ängste, als Freiheiten zu befördern. Angst aber zementiert das Gestrige, betoniert Hierarchien und Ausbeutungs-Verhältnisse.
Und dennoch hat sich tief im Organismus der Arbeit etwas verändert. Hierarchien werden flacher, Erwerbsformen flexibler und mobiler; langsam löst sich Arbeit von der Präsenz. FLEXICURITY wird zum gesellschaftlichen UND ökonomischen Grundgedanken. Besonders in Skandinavien pflegt man heute eine dynamische Mischung von Job-Training und Individualisierung der Arbeit, die Sicherheit mit Mobilität kombiniert. Dass dieser Transformationsprozess weitergehen wird, dafür sorgen schon die aktiven Megatrends: Durch den Megatrend Female Shift entstehen vielfältige Arbeitsmodelle jenseits der Acht-Stunden-Logik – auch für Männer. Der demographische Wandel öffnet die Arbeitswelt in der biographischen Achse: Die Talente der Älteren werden zunehmend gesucht. Die Suche nach Eigenständigkeit und Emanzipation in der Arbeit ist inzwischen Chefsache, weil Flexibilität und Innovationsdenken in einer komplex-globalen Wirtschaftswelt längst ein PRODUKTIONSFAKTOR ist. Melancholisch ausgedrückt: Die Revolution der Arbeit wird weniger von denen vorangetrieben, die ihre Kreativität ausüben, als von denen, die – nach wie vor – Arbeit VON OBEN ORGANISIEREN.
II. WORK-LIFE-BALANCE ist eine Illusion
Eines der konzeptuellen Missverständnisse der Neuen Arbeit ist die Idee, zwischen “Arbeit” und “Leben” ließe sich eine perfekte Balance herstellen. Erstens sind beide Bereiche nicht wirklich zu trennen: Arbeit IST Leben, und vice versa. Zweitens entspricht das Ideal einer “Balance” nicht der realen Welt mit ihren Turbulenzen. Es ist wie mit der berühmten “Nachhaltigkeit”: ein Ideal, das umso abgestandener wird, je mehr man sich ihm nähert. Wer “halb” arbeitet und “halb” lebt, macht beides nicht wirklich.
Statt “Balance” sollten wir lieber von INTEGRATION oder Work-Life-DYNAMIK sprechen. Es gibt Zeiten im Leben, in denen das Leben die Arbeit ergreift – Arbeit wird dann schöpferische Zeit. Und es gibt Zeiten, in denen die Familie in ihren vielen Formen Freiräume vom Erwerb einfordert. Dazwischen müssen wir improvisieren, kombinieren, hin- und herschwingen. Man kann sein Vater- oder Muttersein nicht beim Pförtner abgeben, ebensowenig wie man seinen Beruf (oder seine Berufung) in der heimatlichen Garage lässt. Im besten Sinne können sich beide Sphären gegenseitig befruchten, in jenen Tugenden und Eigenschaften, die das Leben wie auch die Arbeit bereichern: Kreativität, Resilienz, Störungsbreitschaft, Neugier… Lebensfreude.
LINKS:
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marcus knill
um
08:43
Früher als die Frauen weniger rauchten als die Männer, dominierte der Brustkrebs.
Nach der fragwürdigen Emanzipation
beim Rauchen holten die Frauen auch
hinsichtlich Lungentumor auf:
Notiert von
marcus knill
um
08:42