Donnerstag, 26. Juli 2012

Club als Werbeplattform für Botox?


Obschon in der Gesprächsrunde des CLUBS Kritiker und Befürworter von Schönheitseingriffen die Waage hielten, wurden in der Sendung die heiklen kritischen Fragen gleichsam ausgeblendet. Wer  die Sendung mitverfolgte, hatte am Schluss den Eindruck: Botox spritzen ist etwas Normales, wie Haare färben oder Fingernägel pflegen. Die Sendung wurde nach meinem Dafürhalten zu einer Werbeplattform, d.h. zu einer Verniedlichung des Eingriffes mit einem Nervengift. Die negativen, gefährlichen Aspekte wurden  zu wenig thematisiert.





LINKS:


27 Jan. 2010
Gute Schauspieler zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Mimik lebt und die Gesichtsmuskulatur ein möglichst grosses Ausdrucksrepertoire hat. Wenn eine Schauspielerin jedoch zum Nervengift BOTOX greift, nur um jünger ...
31 Jan. 2012
Jene Frauen, die Ihre Falten mit dem Nervengift BOTOX glätten, sind sich nicht bewusst, dass sie ihren Gesichtsausdruck zu einer künstlichen Maske verkommen lassen. Dieses Gesicht spricht für sich: Es ist eine Landkarte ...
22 Feb. 2008
Eines muss dennoch gesagt sein: Unser Gesicht ist gleichsam die Landkarte unseres Lebens und unserer Persönlichkeit. Wer diese Spuren (beispielsweise die Lachfalten) mit Botox glättet oder sein Gesicht entstellen lässt, ...


2. Okt. 2004 ... Sicherlich ist es Sabine Christiansens Privatsache, wenn sie sich von einem Schönheitschirurgen hat liften lassen. Doch müssen sich ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Oct_02_2004.html
30. Mai 2009 ... Stritt er doch schon früher seine Haartransplation und Schönheitsoperationen vehement ab, obschon die äussere Veränderung offensichtlich ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/05_30/index.html
27. Okt. 2009... fragt sich, ob vielleicht auch bald gefordert wird, dass Modells angeben müssen, ob sie einer Schönheitsoperationen unterzogen haben.
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_27/index.html
24. Juli 2004 ... Schönheitsoperationen -eingebettet in Reality-Shows erobern das deutsche Privatfernsehen. Doch Ärzte und Politiker protestieren gegen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jul_24_2004.html
14. Juni 2007 ... Schönheitsoperationen sind Privatsache · Unwichtiges wird wichtig · Berlusconis Liftingsgeschichte · Haare Schröders · Artikel über Clinton ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/06_14/index.html

Mittwoch, 25. Juli 2012

Männerbeauftragter stolpert über eine  Medienaussage


Im Grunde genommen würden in den Kantonen Gleichstellungsbeauftragte genügen, wenn Geschlechterdiskriminierungen festgestellt werden mit nur einer  Stelle, die sich für beide - für benachteiligt Männer oder Frauen - einsetzt.  Da sich jedoch diese Stellen meist  nur gegen die Frauendiskriminierung engagierten, wehrten sich gewisse Männer. Sie setzten sich für besondere Männerbeauftragte ein. Es wurde eine Stelle geschaffen. Nach wenigen Wochen  tritt nun dieser Männerbeauftragten im Kanton Zürich zurück. Der Grund: Er stolperte über eine fragwürdige Forderung in den Medien. Er liess verlauten: In den Schulen müssten Jugendlichen auch Pornofilme gezeigt werden.


Ich zitiere 20 min:


Erster Männer-Beauftragter gibt Amt auf

Kaum im Amt, tritt der erste Männerbeauftragte des Kantons Zürich, Markus Theunert, zurück. Grund waren die Schlagzeilen um die Forderung seines Vereins, Pornos in Schulen zu zeigen.

storybild

Der Kanton Zürich findet seine Doppelrolle problematisch: Der Züricher Männerbeauftragte Markus Theunert tritt von seinem Amt zurück, um Präsident von Männer.ch bleiben zu können. (Bild: Keystone)

Als Schweizer Premiere schaffte der Kanton Zürich auf den 1. Juli die Stelle eines Männerbeauftragten. Für die Funktion auserkoren wurde Markus Theunert, der 39-jähriger Gründer der Schweizer Männerzeitung und Präsident des Vereins Männer.ch. Genau diese Doppelfunktion wurde ihm nur drei Wochen nach seinem Amtsantritt zum Verhängnis. Theunert hat am Dienstag seinen Rücktritt bekanntgegeben.

Auslöser für seinen Rücktritt ist ein Artikel der «NZZ am Sonntag», der am 15. Juli erschien - zwei Wochen nach Theunerts Amtsantritt. Darin zitierte die Zeitung aus einer acht Monate alten Stellungnahme von Männer.ch zur Revision des Strafgesetzbuchs, in der eine Lockerung der Bestimmungen zum Zeigen von pornografischen Darstellungen gewünscht wurde. Eltern und geschulte Fachleute sollen solche Darstellungen Jugendlichen unter 16 Jahren zugänglich machen könnnen. Heute ist dies strafbar.


Eine solche Änderung würde insbesondere auch den Sexualunterricht an Schulen betreffen und es ermöglichen, beispielsweise Ausschnitte aus Pornos im Klassenzimmer zu zeigen. Man dürfe die Jugendlichen mit dem Thema nicht alleine lassen, begründete der Verein seine Idee.


«Glaubwürdigkeit beschädigt»


Die Medienberichterstattung darüber habe inner- und ausserhalb der Verwaltung hohe Wellen geworfen und empörte Reaktionen provoziert, schreibt Theunert in einer Stellungnahme. Die kantonale Fachstelle sei der Ansicht gewesen, dass seine Doppelrolle den Ruf der Fachstelle und die Glaubwürdigkeit des Männerbeauftragten beschädigt habe.
Die kantonale Verwaltung habe von ihm verlangt, aus dem Vorstand von Männer.ch zurückzutreten, schreibt Theunert weiter. Dazu sei er nicht bereit, weshalb er sein Amt als Männerbeauftragter niederlege. Er wäre nur dazu bereit gewesen, sich nicht mehr öffentlich für Männer.ch zu engagieren, jedoch nicht das Engagement völlig zu beenden. Die kantonale Fachstelle schreibt in einer Mitteilung, dass sie Theunerts Schritt begrüsse.


Männerverband kritisiert Kanton


Enttäuscht über das Verhalten des Kantons Zürich ist der Verein Männer.ch. «Wir bedauern, dass der Kanton Zürich sich nicht überzeugt hinter seinen Männerbeauftragten zu stellen vermochte», schreiben der Vorstand in einer Mitteilung. Bereits bei der ersten Belastungsprobe sei Theunert entgegen früheren Abmachungen vor ein für ihn inakzeptables Ultimatum gestellt worden.
Männer.ch sei froh, weiterhin auf das Engagement seines Präsidenten bauen zu können. Man hoffe aber auch, dass der Kanton Zürich an seiner Strategie festhalte und die aktive Beteiligung der Männer am Gleichstellungsprozess weiter fördere.
Kommentar:
Erstaunlich, dass exponierte Persönlichkeiten noch nicht gelernt haben, mit Medien umzugehen. Sie sind sich nicht bewusst, was ein falsches Worte zur falschen Zeit an den Medien auslösen kann. Nicht die Doppelrolle führte zum Rücktritt des Männerbeauftragten. Es war seine unbedachte Aussage.
Bei meinen Beratungen stelle ich immer wieder fest: Wer den Umgang mit Medien gelernt hat, erspart sich viel Aerger. 


20 Min hat eine andere These:



Dienstag, 24. Juli 2012

Ueberzeugen durch einfaches, verständliches Formulieren


Mit unverständlichen, komplizierte Formulierungen erhoffen sich noch heute Studenten,  Politiker, Wissenschafter Anerkennung. Tatsächlich sind Menschen, die Gedanken verständlich  und einfach vermitteln für gewisse Akademiker suspekt.
Es wird erwartet, dass die Inhalte möglichst anspruchsvoll formuliert werden, gespickt mit Fachbegriffen und Anglizismen. Kurze Sätze werden von gewissen Professoren beanstandet. Kompliziertes Formulieren wird honoriert. Endlich beginnt ein Umdenken.
An höheren Schulen wird allmählich erkannt, dass es sich lohnt, so zu schreiben, dass der Inhalt gut verstanden wird. 


Viele Beamte, Juristen und Politiker müssen leider erst nach dem Studium lernen, die Gedanken so zu vermitteln, dass sie vom jeweiligen Publikum verstanden werden.

Das sprachliche Versagen der Schweizer Universitäten 

(Quelle NZZ)

Die Justizministerin hat genug von den teilweise unbrauchbaren Redetexten, die ihre Mitarbeiter für sie verfassen. Simonetta Sommaruga bietet über hundert Bundesbeamte zur Schreibwerkstatt auf. Dort sollen sie lernen, Sprechnotizen so zu formulieren, dass auch ein Durchschnittsbürger sie versteht. Diese Meldung der NZZ hat im Internet und im Bundeshaus etwelche spöttische Kommentare über Sommarugas «Sprachkürsli» provoziert.
Der Spott ist fehl am Platz. Sommaruga reagiert mit ihrer Weiterbildungsinitiative auf ein echtes Problem. Nicht nur viele Mitarbeiter in ihrem Departement texten unverständlich. An der gleichen Krankheit leiden auch Wissenschafter, Pfarrer oder Politiker – ja teilweise sogar Journalisten.


Zwang zur Kompliziertheit

Die Ursache des Problems liegt im schweizerischen Bildungssystem und dort vor allem bei den Universitäten. An Unis ist eine bizarre Kultur verbreitet: Akademische Texte werden oft bemängelt, wenn sie komplizierte Sachverhalte einfach erklären. Vor allem in Dissertationen und Habilitationsschriften gibt es einen Zwang zur Kompliziertheit. Akademisch belohnt wird, wer monströse Formulierungen und viel Fachjargon verwendet. Welche Blüten dieses System treibt, erlebte eine Anthropologie-Studentin unlängst an der Universität Freiburg. Die Frau, die nebenher als Journalistin arbeitete, wurde vom Professor dafür kritisiert, dass sie in Seminararbeiten zu kurze Sätze formuliere.
Die Probleme, die bei schriftlichen Texten anfangen, setzen sich bei der gesprochenen Sprache fort. Unvergessen sind die persönlichen Erfahrungen an der Universität Genf: Professoren, die ganze Vorlesungen lang nie den Blick vom Blatt hoben; Studenten, die derart komplizierte Referatstexte vorlasen, dass sie schon in schriftlicher Form eine Zumutung gewesen wären. Kritisches Feedback gab es dafür nur selten. Das sind Eindrücke aus den 1990er Jahren. Tempi passati?


Nein. Zwar wurde inzwischen das Problem teilweise erkannt. Punktuell wird versucht, die rhetorische Kompetenz zu fördern. Viele Eltern können bezeugen, dass ihre Kinder heute schon in der Volksschule mehr Vorträge halten müssen, als das früher der Fall war. Dabei geht es aber weniger um die Rhetorik als um den Umgang mit der Informationsflut im Internet. Auch manche Hochschulen gewichten heute das rhetorische Können höher. So zeichnet die Universität Zürich seit 2007 gute Dozenten mit einem Lehrpreis aus. Unter dem Titel «Jugend debattiert» veranstaltet eine Stiftung Rhetorik-Wettkämpfe für Jugendliche, unterstützt von der Erziehungsdirektorenkonferenz. Politiker sind dank der Fernseh-«Arena» gezwungen, ihren mündlichen Ausdruck zu verbessern. Und dann gibt es auch jene, die es schon immer konnten: Professoren oder Politiker, die von Natur aus verständlich schreiben und packend referieren.
All das sind positive Ansätze, doch das Problem besteht weiter. Im März 2012 hat eine Juristin nach sieben Semestern ihr Grundstudium an der Universität Zürich abgeschlossen. In dieser ganzen Zeit musste die Frau zwei Referate vor Publikum halten. Zwei! Diese Juristin könnte eine der Beamtinnen werden, die künftig im Justizdepartement Sprechnotizen für Bundesrätin Sommaruga vorbereiten müssen. Kein Wunder, muss Sommaruga bei der Ausbildung ihrer Beamten das nachholen, was die Universitäten zu lehren vergassen.

Amerika geht voran

Wie anders gehen amerikanische Hochschulen mit der Sprache um. Dort gehört Rhetorik teilweise zum Pflichtstoff. Schon College-Studenten üben sich in sogenannten Elevator Speeches. Dabei erhält der Student für ein Kurzreferat so lange Zeit, wie eine Fahrt im Aufzug dauert. Das muss genügen, um dem Publikum seinen Gedanken zu präsentieren. Wo in der Schweiz werden solche Fähigkeiten trainiert? Die Auswirkungen dieses unterschiedlichen Verhältnisses zur Sprache lassen sich an jedem Kiosk erkennen. Sachbücher amerikanischer Wissenschafter werden zu Bestsellern, während Sachbücher schweizerischer Wissenschafter in Bibliotheken verstauben. Die Reden amerikanischer Politiker landen auf Youtube, die Reden hiesiger Politiker enden im «Amtlichen Bulletin».


Es gehe eben um den Inhalt und nicht um die Form: So werden schlechte Schreibe und schlechte Rhetorik oft entschuldigt. Das ist ein Irrtum. Gerade im öffentlichen Dienst und in der Politik genügt es nicht, fachlich top zu sein


- man muss seine Gedanken auch vermitteln können. Sommaruga bringt es im Schulungsvideo ihrer Schreibwerkstatt auf den Punkt: «Politik ist Überzeugen – Überzeugen ist gute Kommunikation.»


Kommentar: K+K profitiert von diesem Umdenken. Wir sind auf verschiedensten Ebenen - bei unterschiedlichsten Institutionen - tätig, vor allem, damit das Kader mit einfacher Sprache und glaubwürdiger Rhetorik überzeugen kann.


Quiz im TAGI (zu dieser Thematik):


Frage 1: Was ist eine «forstwirtschaftliche Nutzfläche mit Wildtierbestand»?
Ihre Antwort ist richtig: Wald mit Tieren
Frage 2: Welcher Satz findet sich tatsächlich im Deutschen Lebensmittelbuch?
Ihre Antwort ist richtig: Margarine im Sinne dieser Leitsätze ist Margarine im Sinne des Margarinegesetzes.
Frage 3: Was ist eine Schliesszange?
Richtige Antwort: Eine Handschelle.
 
Frage 4: Was steht anstelle der Pünktchen in dieser Tarifbestimmung des Bundes?

«Zum Kapitel 2 gehören auch gewisse Erzeugnisse, wenn ihnen bei der Herstellung Würzstoffe zugesetzt worden sind, sofern dadurch der Charakter einer Ware dieses Kapitels nicht verändert wird. Als typische Bespiele hierfür können … und dgl. der Nummer 0210 erwähnt werden.»
Richtige Antwort: Coppa, Bündnerfleisch, Bresaola
 
Frage 5: Was ist eine «raufutterverzehrende Grossvieheinheit»?
Richtige Antwort: Kuh
 
Frage 6: Was bezeichnet ein «selbstreproduzierender Kleinflugkörper auf biologischer Basis mit fest programmierter automatischer Rückkehr aus allen beliebigen Richtungen und Distanzen»?
Ihre Antwort ist richtig: Brieftaube
 
Frage 7: Wie wird im Leitfaden für den Umgang mit Anglizismen der Bundeskanzlei ein Anglizismus definiert?
Ihre Antwort ist richtig: Als «sprachliche Einheit oder sprachliche Regel, die aus dem Englischen in eine andere Sprache übernommen wurde».
 
Frage 8: Was könnte mit «raumübergreifendem Grossgrün» gemeint sein?
Ihre Antwort ist richtig: Ein Baum.
 
Frage 9: Und zum Abschluss ein Ausdruck aus der DDR: Eine «Personenvereinzelungsanlage» bezeichnete…
Ihre Antwort ist richtig: Ein Drehkreuz

Endlich SOMMER!


Endlich Sommer  - Kornblume; Rechte: Thomas Bocks

Montag, 23. Juli 2012

Sonnige Tage in Saas Fee


Wir reisten bei kalter Witterung an und wurden mit herrlichem Walliser Wetter belohnt - Erholung pur!



Ein wolkenloser Himmel: So lässt sich der Sommer in vollen Zügen geniessen.

Sonntag, 22. Juli 2012

Die besten Wolkenbilder der Tagi-Leser



1/15 15. Platz: Der unheimliche Geisterwolf.
Bild: Christine Wittwer

Wal, Seepferd, Gesicht oder Feder: So spannend kann der Blick auf die Wolkenformationen sein. Eine Auswahl der besten Leserbilder. Mehr...

Freitag, 20. Juli 2012

Kommunikation zwischen Mann und Frau












Eine Journalistin wollte soeben von mir wissen, weshalb es zwischen Mann und Frau wegen kommunikativer Missverständnisse gerne zum Streit kommt.




Es gibt nachweisbare Unterschiede im Kommunikationsverhalten - darauf komme ich später zurück.
Vorweg darf gesagt werden, dass es auch zwischen Mann und Mann oder zwischen Frau und Frau ebenfalls zu Auseinandersetzungen kommen kann. In allen Beziehungen gilt es, eine Streitkultur zu erarbeiten. In allen Beziehungen und Teams kommt es laufend zu Meinungsunterschieden. Dissens ist normal und gehört zum Alltag. Beim "Streiten" gibt bewährte Regeln:




- Wir müssen unter vier Augen streiten.



- Das "Wie"  (der Ton) ist wichtig.



- Wir müssen lernen, zuerst die Fakten aus eigener Sicht konkret zu beschreiben, anstatt zu werten oder das Verhalten des Gegenübers zu interpretieren.



Ob Reden wirklich Silber und Schweigen Gold ist, wollte die Journalistin von mir auch noch wissen:


Nach meinen Erfahrungen kann Reden - aber auch Schweigen - Gold sein. Doch wenn es jemand versteht, das richtige Wort zur richtigen Zeit zu sagen, so  ist dies für mich wie ein Diamant in Platin gefasst.




Männer und Frauen haben generell eine unterschiedliche Kommunikationskultur:




Die weibliche Kommunikation ist bei Aufforderungen indirekter und weniger dominant (Könnten Sie...?) Und rechtfertigen sich häufiger.
Männer sprechen direkter (Können Sie...?) und entschuldigen sich weniger.




Hinsichtlich Sprachinhalte reden Frauen eher über Probleme und benutzen die Umgangsprache, während Männer gerne über ihre Erfolge reden, Abstrakter, nüchterner und bevorzugen eine Fachsprache.





Bei der Körpersprache senden die Frauen mehr Zeichen. Sie können diese Signale auch besser decodieren.
Während die Männer beim nonverbalen Ausdruck zurückhaltender sind und mehr Fehler machen beim Decodieren.




Frauen sind in der Beziehung gemeinschaftsorientiert (WIR!)
Männer eher selbstzentriert (ICH!)




Frauen unterschätzen sich gerne. Hinsichtlich Selbstwert überschätzen sich anderseits die Männer gerne.




Beide Geschlechter haben typische Marotten:

So wollen Frauen - oft auch ungefragt - helfen, umschreiben Wünsche vager, nehmen Kritik persönlicher, schmollen eher.
Während die Männer vielfach Ratschläge erteilen und unbedingt Recht haben wollen.


Was wir bei unserer unbedingt  beachten sollten:

Es gibt in der Praxis keine Prototypen für die Frau oder den Mann.
Wir dürfen das Kommunikationsverhalten von Mann und Frau nicht über einen Kamm scheren.




Bei allen Auftritten im Mediensimulator habe ich lediglich festgestellt:
Die Aussagen der Männer sind oft klarer. Frauen lieben Umschreibungen.
Männer sprechen zielgerichteter. Frauen suchen vielfach den Konsens.




Ferner habe ich festgestellt, dass Männer ungeduldiger sind als Frauen.




Frauen haben eher die Fähigkeit zuzuhören.




Zwei weitere Fragen beschäftigte die Radiojournalistin beim Interview:


Frage: Ein grosser Fehler ist ja sicher auch, dass Frauen gern durch die Blume sagen was sie (nicht) wollen..? Reicht es wenn man bzw frau direkter ist?


Antwort:


Nach dem Harvard Prinzip darf man auf der Sachebene hart und direkt sein auf der Beziehungsebene mit dem Gegenüber hingegen weich. Beim Coaching fällt es vielen Frauen schwer auf die sogenannten Weichspüler zu verzichten (Vielleicht / eigentlich / "wollte NUR fragen" / würde meinen/ relativ usw.)
Statt direkt: Sie haben gesagt....., Wieviel kostet das ganze Projekt?
Es  hat sich bewährt, direkter zu sprechen, Fakten konkret zu nennen oder Situationen genau zu beschreiben. 


Frage:      Wie geht man am besten an Gesprächsthemen heran, bei welchen Mann und Frau unterschiedlicher Meinung sind?


Antwort:


Bei unterschiedlichen Meinungen gilt immer (nicht nur zwischen Mann und Frau):


Jeder beschreibt seine Position, klar, eindeutig, kurz, verständlich.

Dann wird erst über die unterschiedlichen Argumente "gestritten", diskutiert.

Erst am Schluss suchen wir Gemeinsamkeiten d.h. eine Lösung! Es hat sich in der Praxis bewährt, das Gegenüber zu fragen, wie ein Konsens möglich sein könnte.


Meine Frau Hildegard weist in ihren Frauenrhetorik Seminaren und Vorträgen immer wieder auf die Forschungsergebnisse  des Institutes für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung des Ludwig-Maximilians-Universität in München (IfKW) hin.



Die Forscher vermuten, dass es besonders das weibliche Kommunikationstalent beim Berufseinstieg und den unteren Hierarchiestufen helfen wie Emotionalität, Konsensorientierung, Kreativität. Diese hilfreichen Eigenschaften erweisen sich später eher hinderlich, wenn vor allem Durchsetzungsfähigkeit gefragt ist.




Wissenschaftliche Untersuchungen haben weitere signifikante Unterschiede nachgewiesen.




Zur Stimme
__________


Weiblich: Leise und hoch (wirkt schwach)
Männlich: Laut und tief (wirkt stark)


Zum Wortschatz
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Weiblich: Ist umfangreicher - reden eher viel und um den Brei herum - sorgfältige Wortwahl


Männlich: Kleiner - reden weniger - kommen auf den Punkt - direkte aber unbedachte Wortwahl - mit Kraftausdrücken durchsetzt


Gesprächsanteil
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Weiblich: Reden weniger und kürzer


Männlich: Reden öfter und länger


Unterbrechen andere
__________________


Weiblich: Selten

Männlich: Häufig


Bestimmen das Thema
___________________


Weiblich: Selten


Männlich: Häufig


Diskussionen
____________


Weiblich: Kooperativ und konsensorientiert


Männlich: Konfrontativ und Konfliktorientiert


Fragen
______


Weiblich: Aus Interesse


Männlich: Um Thema zu besetzen


Entscheidungen
______________


Weiblich: Zögerlich


Männlich: Vorantreibend


Weichmacher (Weichspüler)

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Weiblich: Viele


Männlich: Wenige


Rückmeldesignale (aha, ach so, klar, prima usw.)
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Weiblich: Oft


Männlich: Selten



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LINKS:


Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
(Fortsetzung von Seite 1) gar eine Rezession kommt. Viele erwarten eine solche Beruhigung nach den Olympi- schen Spielen im Jahre 2008. Geopolitisch ...
www.rhetorik.ch/Weichspueler/alpha.pdf
4. Apr. 2007 ... Es lohnt sich, diese Weichspüler gezielt zu eliminieren. Erstaunlich: Viele Redner benutzen "Flicklaute". Damit werden Denkpausen akustisch ...
www.rhetorik.ch/Weichspueler/Weichspueler.html


29. Juni 2002 ... Knill+Knill Kommunikationsberatung ... 2002 habe er oft mit seiner Frau gestritten , sagte der Mann bei der Einvernahme. ... Wir müssen die Aussagen des Gegenübers vollständig anhören und dürfen kein Wort überhören.
www.rhetorik.ch/Streiten/Streiten.html






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