Donnerstag, 5. April 2012

Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte


Immer wieder machen Politiker, Behörden und Parteien den Kapitalfehler:
Sie sind sich in der Oeffentlichkeit nicht einig. Das hat und der Bundesrat und die SVP veranschaulicht.
Jetzt ist es die SP,


Ich zitiere Blick:


In der SP haben sie schon Krach

Die SP will sich stärker mit dem Thema Migration auseinandersetzen. Dazu hat sie gestern ein 65-seitiges Papier vorgestellt. Begeistert sind darüber bei weitem nicht alle Mitglieder.l


«Es ist Zeit, dass die SP eine parteiinterne Debatte über die Migration führt», sagte Parteipräsident Christian Levrat gestern in Bern. Im Hintergrund Vizepräsidentin Jacqueline Fehr.
(sda)

Es ist Zeit, dass die SP eine parteiinterne Debatte über die Migration führt», sagt Parteipräsident Christian Levrat. «Die Schweiz ist und bleibt ein Einwanderungsland», fügte die SP-Vizepräsidentin und Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr hinzu.
Die Hauptursache für die grosse Zuwanderung sieht die SP in der «verfehlten bürgerlichen Standort- und Steuerpolitik». «Die Schweiz lockt mit den Tiefststeuern internationale Konzerne an, obwohl sie gar nicht über das nötige Personal verfügt», kritisiert Fehr.
Im 65-seitigen Papier, das die SP gestern vorstellte, gibt es massenweise Vorschläge für «eine umfassende und kohärente Migrationspolitik».
Eine zahlenmässige Grenze will die SP nicht, dafür fordert sie:
  • Zusätzliche flankierende Massnahmen. Besonders auf dem Wohnungsmarkt und bei der Bildungspolitik.
  • Andere Steuerpolitik. Nur noch in strukturschwachen Regionen – und auch dort nur befristet – sollen Unternehmen mit Steuervergünstigungen angelockt werden.
  • Eigene Kräfte nutzen. Beim Rekrutieren von Arbeitskräften soll die Schweiz ihre eigenen Ressourcen nutzen.
  • Weg vom Zwei-Kreise-Modell. Längerfristig will die SP die Einwanderung auch von aus­serhalb der EU und der Efta zulassen – allerdings nur aus ausgewählten Staaten.
  • Kürzere Asylverfahren.
  • Sans-Papiers selektiv aufnehmen. Papierlose, die bereits seit mehreren Jahren in der Schweiz leben, sollen aufgenommen werden, allerdings nicht kollektiv, sondern jeder Einzelfall soll abgeklärt werden.

Cédric Wermuth (Nationalrat, AG)

«Das Papier hat Schwächen bei den Themen Integration, Asyl und den Sans-Papiers. Ich bin strikte gegen Zwangsmassnahmen wie zum Beispiel Sprachenzwang. Die einzige sozialdemokratische Haltung dazu muss heissen: die Einführung des Ausländerstimmrechtes und das Recht auf Einbürgerung. Schweizer müssen nicht vor Ausländern, sondern Menschen vor Ausbeutung geschützt werden.»

Marina Carobbio (Nationalrat, TI)

«Das Papier gibt klare Antworten auf die mit der Einwanderung verbundenen Probleme. Es braucht dringend zusätzliche flankierende Massnahmen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt und Bildungswesen. Nur so werden die allgemein sinkende Lebensqualität verhindert, das Arbeitslosigkeitsrisiko vermindert sowie die Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit unterbunden.»

Kommentar: Weshalb bringen es Parteien,  Politiker usw. nicht fertig, Meinungsunterschiede intern zu bereinigen? Es gibt in allen Teams und Institutionen Differenzen. Doch müssten wir fähig sein, Konflikte schnell intern zu bereinigen. K+K hilft Ihnen gerne, Auseinandersetzungen konstruktiv auszutragen. Es gibt bewährte Grundregeln, die angewandt werden könnten.

Mittwoch, 4. April 2012

Krisenkommunikation: Diese Begründung der COOP Sprecherin darf sich sehen lassen


Darum lief bei Coop nichts mehr

Heute Morgen standen Coop-Kunden in der ganzen Deutschschweiz vor verschlossenen Türen. Eine Coop-Pressesprecherin erklärt, wie es zu dieser Panne kommen konnte. 

Details zur technischen Panne bei Coop: Sprecherin Denise Stadler erläutert den Vorfall.


Coop-Chaos: Darum lief nichts mehr - News Wirtschaft ...

www.tagesanzeiger.ch/.../CoopChaos.../18383166Neuvor 1 Stunde - 2 Min.
Video kann in Ihrem Browser nicht angezeigt werden. Details zur technischen Panne bei Coop ...

Coop will sich entschuldigen

Weil viele Coop-Filalen heute Morgen geschlossen waren, weil die Kassen wegen eines Systemfehlers nicht funktionierten, plant Coop eine schweizweite «Sorry»-Kampagne. Wie Mediensprecherin Susanne Sugimoto-Erdös gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigt, sei eine entsprechende Anzeigenstrecke in Planung. Details wollte die Pressestelle allerdings nicht verraten. (lü)



Kleine Softwareanpassung mit weitreichenden Folgen: Wegen eines technischen Fehlers beim Kassensystem sind Früheinkäufer bei Coop heute Morgen vor verschlossenen Türen gestanden. Erst gegen 9 Uhr konnten die letzten Läden in der Deutschschweiz geöffnet werden.
Die Verkaufsstellen in der Westschweiz und im Tessin sowie die Coop Pronto Läden waren nicht betroffen. Im Videointerview äussert sich Mediensprecherin Denise Stadler zur Panne.


Gipfeli für die Wartenden


Das Personal habe die Kundinnen und Kunden den Möglichkeiten entsprechend informiert. Die wartenden Kunden waren von den Coop-Angestellten zuvor mit frischen Gipfeli versorgt worden. Trotzdem reagierten einige Kunden unwirsch. Es gab auch deftigere Vorfälle, sagte Anita Brugger von der Zürcher Coop-Filiale Stauffacher gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Die Mehrheit habe aber verständnisvoll reagiert.
Grund für die Panne war ein technischer Fehler nach einer «kleinen Softwareanpassung». Dieser Fehler wurde im Testsystem nicht angezeigt, wie der Detailhändler mitteilte. Da das Problem bis zur Ladenöffnung nicht behoben werden konnte, konnte Coop die betroffenen Verkaufsstellen nicht öffnen.


Kommentar: Vor der Kamera überzeugt die Mediensprecherin, weil Sie die Panne begründet (sie verzichtet auf Details- bewusst?).  Dann entschuldigt sie sich in einer ruhigen, mediengerechten, sympathischen Art. Die Zahlen zum Ausfall bei mehreren 100 Filialen finde ich hingegen zu wenig präzis. Der Ausfall muss nämlich enorm gewesen sein. Denn der dauerte immerhin volle 2 Stunden. Die Sorry Kampage finde ich wieder höchst professionell.


Coop will sich entschuldigen

Weil viele Coop-Filalen heute Morgen geschlossen waren, weil die Kassen wegen eines Systemfehlers nicht funktionierten, plant Coop eine schweizweite «Sorry»-Kampagne. Wie Mediensprecherin Susanne Sugimoto-Erdös gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigt, sei eine entsprechende Anzeigenstrecke in Planung. Details wollte die Pressestelle allerdings nicht verraten. (lü)

(Quelle TAGI)

Das Geheimnis des würdigen Alterns verrät uns  Udo Jürgens

Die Erkenntnisse sind nicht neu - auch junge Menschen sollten sie beherzigen.

  


Udo Jürgens ist 77 Jahre alt, arbeitet wie ein Sechzigjähriger  und sieht auch so aus. Sind dies die Gene oder ist was die Lebensführung? Worin liegt wohl das offenkundige Geheimnis seiner Lebenskraft?


       



 Von Jugendlichkeit im eigentlichen Sinne kann man bei ihm natürlich nicht mehr wirklich sprechen, aber dennoch ist der erfolgreiche Sänger "jugendlich" - im erweiterten Sinne - wie selten ein anderer. Ob  jemand 100 wird oder nicht einmal 80, das Geheimnis wird sich Natur und Schöpfung, Schicksal oder Werdegang immer erst im Nachhinein entlocken lassen. Wir können dies es im Nachhinein sehen, weil Menschen auch im blühendsten Alter plötzlich sterben können.


Aber es muss vielleicht doch etwas geben, das den jahrzehntelang erfolgreichen Star Udo Jürgens prädestiniert, immer noch so präsent und kraftvoll aufzutreten und  so jung auszusehen? Würde man sein Alter nicht kennen, schätzte man ihm ein kaum über 60 Lenze - und dieser Mann ist jedoch bald 80 Jahre alt.



Udo Jürgens verrät nun sein Geheimnis im Sonntagsblick vom 25. März.





Nach seiner Sicht ist es  ein Mix von Erkenntnissen, die wir im Grunde alle kennen. Vom angeblichen Geheimnis, das uns Udo Jürgens verrät, können wir einige wichtige Erkenntnisse übernehmen, die sich tatsächlich bewähren, damit wir ebenfalls geistig und körperlich fit bleiben.
 


1. Wichtig ist die Einstellung zum Aelterwerden


Jürgen sagt, es gebe zwei Formen älter zu werden. Die eine ist, jeder Jahr etwas griesgrämiger zu werden. Und fügt bei "Ich habe mich für die andere form entschieden: neugierig und wach zu bleiben. Und immer das Schöne und Gute im Auge zu behalten."
Für mich ist die dies eine der wichtigste Erkenntnis. Denn unsere Gedanken prägen unser Verhalten.


2. Statt zu jammern müssen wir die Gebrechen im Alter akzeptieren


Tatsächlich können wir mit unserer Einstellung und einer unerloschenen Leidenschaft für Leben mit dem feu sacré für die Tätigkeiten der Lethargie und der Resignation entgegentreten.


Udo Jürgens hat konkrete Rituale, um möglichst lange gesund und lebensfroh und tätig zu sein:




3. Udo Jürgens pflegt eine intensive Beziehung zur Gegenwart


Dies scheint ein wichtiger Punkt. Denn ich sehe bei den Beratungen immer wieder Leute, die sich zu stark auf die Vergangenheit oder auf die Zukunft fokussieren,


4. Udo Jürgens lebt vernünftiger


Das heisst: Er hat aufgehört zu rauchen und trinkt Alkohol nur noch im Massen


5. Udo Jürgens unterscheidet nicht zwischen Arbeit und Freizeit


Das Trennen von Leben und Arbeiten "Work-live Balance" suggeriert, dass das Arbeiten nicht zum Leben gehört. Ich habe auch bei mir festgestellt: Wenn die Arbeit Passion ist und Freude bereitet, so gehört beides zum Leben: Die Arbeit und die Freizeit. Für Udo Jürgens ist auch die Arbeit Lebensinhalt. Es ist ein Dürfen nicht ein Müssen. Wie recht er hat. Bei Kopfarbeiter gibt es keine Pension. Weshalb soll die geistige Fitness aufgegeben werden?
Lesen ist für Udo Jürgens "Kino mit dem Herzen"


6. Aber auch körperliche Fitness nicht vernachlässigen


Udo Jürgens schwimmt täglich 500 m. Körperliche Fitness kommt nicht allein.
In diesem Punkt haben wahrscheinlich viele (auch ich) ein Defizit.


7. Genügend Schlaf und gesunde Ernährung


Das ist auch eine Binsenweisheit, die wir zu wenig ernst nehmen. Dazu gehört auch: Vitaminreiche Kost, Gemüse, Obst, Früchte, genügend Trinken.


8. Udo Jürgens kann Gegensätze ins Lot bringen


Beispielsweise CHAOS und ORDNUNG. Jürgens ist ein unkonventioneller Querdenker - legt aber auch Wert auf Pünktlichkeit.


Wir allen könnten mit dem Aelter werden auch würdiger altern, wenn wir einige der Geheimnisse Jürgens  bedenken und den Vorteil der zunehmenden Reife nutzen.

Beispielsweise, indem wir uns des Privilegs des Aelterwerdens bewusst werden und im Leben Klartext reden dürfen, wenn wir Misstrauen klein schreiben können und uns weniger überfordern. Es lohnt sich, die Vorteile des Alters zu kennen damit wir uns später nicht mehr  mit Klimmzügen die Jugend beweisen müssen.



Dienstag, 3. April 2012

Sicherheitspolitik in der Zukunft


Anlässlich einer Vortrages über unsere Armee in  der Zukunft vertrat mein Tischnachbar - ein ehemaliger Chefarzt - eine beachtenswerte These über unsere Zukunft. Sie lautet:


erde-zukunft



Wir kennen die Zukunft nicht!


Es gibt zwar gute Aussichtspunkte und Aussichtstürme. Von dort aus sehen wir nur in die Weite. Wir können  jedoch unmöglich in die Zukunft sehen. Niemand sieht die Zukunft. 






Diese Veranschaulichung der These "Wir kennen die Zukunft nicht!" lohnt sich auf die zukünftige  Sicherheitspolitik zu  übertragen.
Sie müsste unseren Politikern vermehrt bewusst gemacht werden.

Montag, 2. April 2012



Auch vor 100 Jahren: Untergang der «Titanic»

Historisches Gemälde, das die dramatische Szene des Untergangs festhält.

STEUERSTREIT DEUTSCHLAND-SCHWEIZ:



Heiligt jedes Mittel (auch ein illegales) den Zweck?


Ist es nicht sonderbar, wenn Datendiebstahl geschützt wird und Deutschland Fahnder beauftragen,  Gesetze zu missachten? Unsere Nachbarn drehen  den Spiess um und beschuldigen die Bestohlenen. 
Eine verkehrte Welt!


Haftbefehl gegen deutsche Steuerbeamte

Die Schweiz erlässt einen Haftbefehl gegen drei deutsche Steuerfahnder, wegen Verdachts auf «nachrichtliche Wirtschaftsspionage». Die Aktion sei nicht politisch motiviert, sagt der Bundesanwalt.



Die «Financial Times Deutschland» von heute.



Die Schweiz hat Haftbefehl gegen drei deutsche Finanzbeamte erlassen. Sie sollen 2010 den Ankauf einer Steuersünder-CD an das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) mit ausgehandelt haben. Bundesanwalt Michael Lauber sagte im Schweizer Radio DRS, es bestehe der konkrete Verdacht, dass in Deutschland «klare Aufträge zum Ausspionieren von Informationen der Credit Suisse» gegeben wurden.
Die Bundesanwaltschaft hat die deutschen Behörden in diesem Fall um Rechtshilfe ersucht, wie Jeannette Balmer, Mediensprecherin der Bundesanwaltschaft, gegenüber baz.ch/Newsnet bestätigt. Einzelheiten zum Rechtshilfersuchen oder zum laufenden Verfahren könnten im jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt gegeben werden.


Steuer-CD für 2,5 Millionen Euro


Zuvor hatte bereits das Finanzministerium von Nordrhein-Westfalen einen vorab veröffentlichten Bericht in der Zeitung «Bild am Sonntag» bestätigt. Demnach wird den Steuerfahndern «nachrichtliche Wirtschaftsspionage» vorgeworfen.


 Das Land Nordrhein-Westfalen hatte 2010 die CD mit Daten deutscher Kunden der Credit Suisse  für 2,5 Millionen Euro von einem Informanten gekauft. Die drei beschuldigten Steuerfahnder sollen in den Augen der Schweizer Justiz bei den Verhandlungen beteiligt gewesen sein. Bei einer Einreise in die Schweiz riskieren sie eine Verhaftung.


Der in diesen Fall verwickelte ehemalige CS-Mitarbeiter S.L. wurde im Dezember 2011 mit einer Geldstrafe für den Diebstahl und die Weitergabe von Bankkundendaten bestraft. Laut der damaligen Klageschrift blieben jedoch «verschiedene Rechtshilfeersuchen der Bundesanwaltschaft an die deutschen Behörden (...) unbeantwortet», wie baz.ch/Newsnet berichtete.



Schäubles verständnisvolle Reaktion


Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält die Ausstellung von Haftbefehlen der Schweiz gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen für nachvollziehbar. «Die Schweiz hat ihr Strafrecht und in der Schweiz ist die Verletzung des Bankgeheimnisses mit Strafe bedroht», sagte er nach einem Treffen mit EU-Ressortkollegen in Kopenhagen.



«Nur Pflicht getan»


Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat sich an einem Sonderpartei der SPD in Nordrhein-Westfalen gegenüber DRS zum Fall geäussert: «Die Schweiz verwechselt Ursache und Wirkung. Was die nordrhein-westfälischen Finanzbeamte machen, ist die Wirkung davon, dass die Schweiz beziehungsweise die Schweizer Bankinstitute vorsätzliche deutsche Steuerbürger zum Steuerbetrug einladen. Das ist der Skandal.»




Auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von der sozialdemokratischen SPD reagierte empört. «Für mich ist das ein ungeheuerlicher Vorgang», sagte sie zur Zeitung «Bild». «Wir verwahren uns als Land Nordrhein-Westfalen davor, dass unsere Mitarbeiter in ein kriminelles Licht gerückt werden.»
Kraft stellte sich ausdrücklich hinter ihre Beamten: «Die NRW- Steuerfahnder haben nur ihre Pflicht getan, deutsche Steuerbetrüger zu jagen, die ihr Schwarzgeld auf Schweizer Bankkonten geschafft haben.» Nordrhein-Westfalen empfinde das Vorgehen der Schweiz «als schwere Belastung der Situation».



NRW-Ministerpraesidentin Hannelore Kraft bezeichnet das Vorgehen der Schweiz als «ungeheuerlich». (Bild: Imago)Zoom
NRW-Ministerpraesidentin Hannelore Kraft bezeichnet das Vorgehen der Schweiz als «ungeheuerlich». (Bild: Imago)



Kommentar: Wenn sich Peter Steinbrück hinter die Datendiebe stellt und das Hehlerverhalten deckt, ist dies im Grunde genommen ein Skandal. Wenn Hannelore Kraft den Diebstahl als Erfüllung der Pflicht hinstellt, sagt sie damit: Der Staat hat die Fahnder verpflichtet, die Gesetze zu brechen. Die Aussagen von Steinbrück und Kraft sind ungeheuerlich! Ein Musterbeispiel, wie Unrecht zurechtgebogen wird. 


Wirtschaftsspiaonage ist keine Pflichterfüllung. Tatsache ist:
Die Steuerbehörden aus Wuppertal im Bundesland Nordrhein-Westfalen haben nicht nur eine Daten-CD eines kriminellen CS-Mitarbeiters aus der Filiale Bülach angenommen und dafür 2,5 Millionen Euro bezahlt, sondern sie benützten den Lieferanten auch dazu, die zweitgrösste Schweizer Bank regelrecht auszuspionieren. Auf Anregung der deutschen Steuerfahndung betätigte sich der CS-Angestellte als «Maulwurf» und kopierte massenweise geheime interne Unterlagen, die den Deutschen Hinweise auf die Strategie der Bank sowie über den Umfang von unversteuertem Geld lieferten. 


Es lohnt sich Begriffe ernst zu nehmen. Wenn in der deutschen Presse steht:


Schweiz kriminalisiert Steuerfahnder

so müsste es eigentlich heissen:

Die Schweiz kriminalisiert Kriminelle

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Nachtrag NZZ 

Deutsches Bundesverfassungsgericht untersagt die aktive Anschaffung von Steuerdaten

 



LINKS:


15. März 2009 ... Ein schlitzohriger Peer Steinbrück meinte am 14. ... An der Pressekonferenz von Steinbrück sei ernüchternd gewesen zu hören, mit wieviel ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/03_15/index.html
12. Mai 2009 ... Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich (www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft im ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/05_12/index.html
25. Okt. 2008 ... Der Deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat an einem Ministertreffen ... Steinbrück ging weiter und von einer "Schwarzen Liste" geredet.
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/10_25/index.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
12. Mai 2009 ... Steinbrück stiess hernach ins gleiche Horn, ... Peer Steinbrück hat an einem Ministertreffen ... Land hinstellte, ging nun Steinbrück noch ei- ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/05_12/05_09.pdf


10 Mai 2010
Die Machtoptionen der Hannelore Kraft – Erinnerungen an Andrea Ypsilanti werden wach. ... SPD in NRW: Kraft kämpft gegen den Hessen-Fluch ... Kommentar: Kraft hatte sich zu früh als absolute Siegerin gesehen. Nach der ...

Sonntag, 1. April 2012

100. Todestag von Karl May



Ich zitiere aus Spiegel online:




Karl May

Karl May wurde am 25. Februar 1842 in Hohenstein-Ernstthal geboren und starb am 30. März 1912 in Radebeul bei Dresden.
Sohn eines armen Webers, war bis zum 5. Lebensjahr blind.
Als junger Volksschullehrer wurde er wegen Diebstahls entlassen; er verbrachte im ganzen 7 1/2 Jahre wegen Eigentumsvergehen und Betrügereien aus finanzieller Notlage im Gefängnis.
Erste schriftstellerische Arbeiten sind erzgebirgische Dorfgeschichten und Humoresken für Zeitschriften in Dresden, ferner Kolportageromane, die später gegen seinen Willen unter seinem Namen neu herausgebracht wurden und seinem Ruf sehr schadeten.
Rasch bekannt wurde er durch seine Reiseerzählungen, die hauptsächlich unter den Indianerstämmen Nordamerikas oder im Nahen Orient spielen. Er wählte später die Ich-Form, wodurch der Anschein des Selbsterlebten hervorgerufen wird (Idealgestalt Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi).
Möglicherweise hat May schon früh die Reise nach orientalischen Ländern unternommen, kaum aber nach Nordamerika; später mehrere Weltreisen.
Der Einfluß von Mays Abenteuerbüchern auf die Jugend wird verschieden, heute meist gedämpft positiv beurteilt.
Ende Zitat


Am Freitag jährte sich der Todestag von Karl May bereits zum 100. mal. Über 150 Menschen erwiesen dem Buchautor und Erfinder von Winnetou an seinem Grab die Ehre. 



Am Freitag hat sich der Todestag von Karl May zum 100. mal gejährt.Um das Werk von Sachsens erfolgreichsten Autoren zu ehren, pilgerten trotz Regens rund 150 Menschen zu seinem Grab in Radebeul und legten Blumen und Kränze nieder. Unter anderem Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler und der Intendant der Landesbühnen hielten eine Laudatio für den Erfinder von Winnetou und Old Shatterhand.


Auch das Karl-May-Museum in Radebeul ehrte den Autoren, der unter anderem die Romane „Der Schatz im Silbersee“ und „Durch die Wüste“ schrieb. Dabei wurde der besondere Tag als Anlass genommen, um einen weiteren Museumsabschnitt zu eröffnen.


Kommentar: Ich habe als Kind zahlreiche Karl May Bücher verschlungen. Oft las ich verbotenerweise mit der Taschenlampe im Bett, weil die Eltern sonst gemerkt hätten, dass ich nicht schlafe. Obschon Karl May viele Geschichten im Gefängnis geschrieben hatte, verstand er es, mich mit Worten in eine andere Welt zu versetzen. Ich merkte schon damals als Kind, wie mit Worten im Kopf Bilder entstehen können (Phänomen "Kino im Kopf").

Muster:


Unter der wehmütig herabhängenden Krempe eines Filzhutes, dessen Alter, Farbe und Gestalt selbst dem schärfsten Denker einiges Kopfzerbrechen verursacht haben würden, blickte zwischen einem Walde von verworrenen, schwarzen Barthaaren eine Nase hervor, die von fast erschreckenden Dimensionen war und jeder beliebigen Sonnenuhr als Schattenwerfer hätte dienen können. Infolge dieses gewaltigen Bartwuchses waren außer dem so verschwenderisch ausgestatteten Riechorgane von den übrigen Gesichtsteilen nur die zwei kleinen, klugen Äuglein zu bemerken, welche mit einer außerordentlichen Beweglichkeit begabt zu sein schienen und mit einem Ausdrucke von schalkhafter List auf mir ruhten. Der Mann betrachtete mich ebenso aufmerksam wie ich ihn; später erfuhr ich den Grund, warum er sich so für mich interessierte.


LINK:


11. Juni 2008 ... Wer so schreibt oder so redet, dass man das Gesagte mit den äusseren Sinnen wahrnehmen kann, hat den Vorteil: - Die Worte können wir uns ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_11/index.html