Dienstag, 22. Februar 2011

Die Bevölkerung will mehr Disziplin  in den Schulen





Dies zeigt eine aufschlussreiche Umfrage (Quelle 20 Min)











Alle Parteien für mehr Disziplin


Im Schulwesen fordert eine Mehrheit eine Rückkehr zu alten Zeiten. 78 Prozent wollen, dass in der obligatorischen Schule ein stärkerer Fokus auf die Disziplin gelegt wird. Die Unterstützung dafür steigt mit zunehmendem Alter, während beim Geschlecht nur ein marginaler Unterschied festzustellen ist. Von den SVP-Anhängern wollen 93 Prozent mehr Disziplin. Die Volkspartei hat in den letzten Jahren vermehrt die Bildungspolitik in den Fokus genommen und die Zustände an den Schulen beklagt. Gross ist der Wunsch nach mehr Disziplin aber auch bei den anderen bürgerlichen Parteien BDP (84 Prozent), FDP (85 Prozent) sowie CVP (82 Prozent). Selbst bei der SP ist noch eine klare Mehrheit mit 60 Prozent dafür.
Der klare Wunsch nach mehr Disziplin erstaunt insofern, als dass 63 Prozent der Befragten finden, das Bildungsniveau sei heute gleich oder höher als noch vor 20 Jahren. Diese Einschätzung teilen auch ältere Semester: Von den über 65-Jährigen sind nur 39 Prozent der Meinung, das Niveau sei schlechter. Bei dieser Frage zieht sich jedoch ein Röstigraben durch das Land. Während in der Deutschschweiz der Glaube an eine gestiegene Bildung überwiegt, sind die Westschweizer Kantonen und das Tessin skeptischer. Im Kanton Waadt sind 63 Prozent, im Kanton Genf 58 Prozent der Meinung, das Bildungsniveau sei gesunken. Bei den SVP-Anhängern glauben immerhin fast die Hälfte (49 Prozent), dass sich die Bildung in den letzten 20 Jahren verschlechtert habe. (Ende Zitat)



Disziplin ohne Angst




Kommentar: In meiner Tätigkeit als Berater bei Lehrerweiterbildungskursen und  Intensivseminaren für Schulleiter oder Schulbehörden habe ich schon seit Jahren festgestellt, dass alle, die in der Schule an der Front arbeiten,  die verbreitete Beliebigkeit (Kuschelpädagogik, Verzicht auf Bewertungen) ablehnen und die Disziplin als Voraussetzung menschenorientierten Arbeitens akzeptieren. Wir können die Kinder wertschätzen und dennoch dafür sorgen, dass Konsequenz und das Einhalten von Spielregeln keine Fremdwörter sind. 



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  1. knill blog

    2. Febr. 2011 ... Nach Jahren von Drill und Disziplin sorgte die Studentenbewegung der 60er ... Mit überlegener chinesischer Pädagogik, eiserner Disziplin und ...
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    25. Nov. 2008 ... Was im Fall von Obama erstaunlich ist, ist die Kohärenz und die Disziplin, mit welcher die Message während notabene zwei Jahren kommuniziert ...
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  3. knill blog: 30.11.2008

    30. Nov. 2008 ... Dass es Profimoderatoren an Disziplin mangeln kann, habe ich am Sonntag, den 30. Nov. im BR (Bayrischer Rundfunk) um 1130 Uhr erlebt. ...
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    9. Apr. 2010 ... Und weiss aus eigener Erfahrung, woher die Disziplin-Probleme stammen: «Viele Eltern geben ihren Kindern nicht mehr so klare Werte und ...
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    26. Aug. 2010 ... Der deutsche Trainer einer Disziplin sagte einmal nach dem Medientraining in Magglingen zu mir: Im Grunde genommen ist das gar keine ...
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    22. Dez. 2010 ... Ist es nicht sonderbar, wenn ein Lehrer nicht mehr fähig ist - ohne Unterstützung einer Zweitperson - die Disziplin in der eigenen Klasse ...
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    27. Jan. 2011 ... Soziologe Peter Stiegnitz erforschte das Lügenverhalten in einer neuen Disziplin der sogenannten MENTIOILOGIE (mentin= lügen). ...
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  8. knill blog: 16.06.2009

    16. Juni 2009 ... Gegen mangelnde Disziplin empfehlen die Experten eine klare Struktur des Unterrichts, um das Interesse der Schüler zu erhöhen. ...
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    7. Nov. 2010 ... Fragen der Disziplin, der Umgang mit Störungen wurden schon vor Jahren ausgeklammert, weil nicht sein darf, was nicht sein soll. ...
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  10. knill blog: 26.10.2010

    26. Okt. 2010 ... dass Disziplin und Bewertung nicht negativ besetzt werden dürfen und sich die Lehrkräfte vor allem auf ihr eigentliches Kerngeschäft ...
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    Heutiges Verständnis der Disziplin:
    Pragmatisch könnte Disziplin heute Summe von Grundvoraussetzungen genannt werden, die erfüllt sein müssen, damit schulische Erfolge ermöglicht werden. Die Schüler müssen erstens wissen, was ihr Beitrag ist, damit Lernerfolge zustande kommen. Zweitens müssen sie bereit und willens sein, diesen Beitrag zu leisten. Entscheidend ist die situationsgemäße Art und Weise der Lehrkraft, Disziplinforderungen zu stellen und damit umzugehen. Disziplin in der Schule ist nicht Selbstzweck, sondern dem Ziel untergeordnet, Kompetenzen und Verfügungskraft über sich selbst, somit Selbstdisziplin zu fördern. Disziplin darf also heute nicht mehr im Sinne eines blinden Gehorsams verstanden werden. (Nach Wikipedia)




    Solche Geschichten darf es nicht mehr geben (Zitat BILD)


    Luckenwalde: Vor mehr als einer Woche schlagen vier Jungs so lange auf Florian ein, bis er zusammenbricht und Blut spuckt. Florian kam mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.
    Mama Ramona: „Ärzte stellten eine Gehirnerschütterung fest und fürchteten um Florians Augenlicht. Die Direktorin erkundigte sich nicht nach Florians Zustand, sondern ließ im Krankenhaus anrufen und nachfragen, ob Florian nicht etwa schwänzt. Unfassbar!“
    Schon in der Vergangenheit sucht Florian bei Lehrern Hilfe. Die weisen ihn ab. „Sie haben zu mir gesagt, dass ich meine Probleme selbst lösen und nicht petzen soll“, erzählt der Junge.
    Im Dezember 2009 gibt es dann ein Treffen mit Rektorin Evelin Bendel.
    Doch anstatt die Prügel-Kinder zu verweisen, empfiehlt die Direktorin (wie sie in einem Interview mit der „Märkischen Allgemeinen“ bekräftigt), „die Schulangst und seelischen Probleme“ von Florian zu behandeln.
    Mittlerweile hat das Bildungsministerium dafür gesorgt, dass die vier Prügel-Kids von der Schule geflogen sind. Die Ermittlungen dauern an.


    Kommentar:
    Es ist inakzeptabel, wenn Lehrer in solchen Fällen zuschauen und nichts unternehmen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn immer mehr Eltern für ihre Kinder eine Privatschule suchen.

Zum SP Erfolg in Hamburg


Olaf Scholz: Wer ist der Mann, der jetzt Hamburg regieren wird?



Der grosse Erfolg des Kandidaten SCHOLZ basiert eigentlich auf Schröders Rezept.


Wer die Botschaften des Siegers Scholz mitverfolgte, konnte feststellen:


Er stand für Werte ein, die gleichsam als Gegenthese zu den Wertvorstellungen des SP Chefs Gabriel (Deutschland) stehen und  für die  sozialdemokratischen Partei ebenfalls völlig fremd sind.


1.  Scholz ist wirtschaftsfreundlich. Er will die Wirtschaft fördern und damit  die Arbeitslosigkeit reduzieren

2. Er setzte sich für die innere Sicherheit und härte ein

3. Er will einen harten Sparkurs. Er weiss, dass sich ein Staats zu Tode verschulden kann.
Die SP in der Schweiz spricht hingegen ständig "von zu Tode sparen" und will alle Probleme über den Topf des Staates lösen. Wir verlangen..., wir wollen.... usw.

4. Scholz vertritt auch die Meinung, dass alle einen Beitrag zum Sparen beitragen müssen: Er will 250 Stellen bei der Verwaltung abbauen und sogar Kulturfördergelder streichen




Dieser Erfolgskurs steht im Konflikt mit den bekannten SP Thesen Gabriels oder den Thesen der SP in der Schweiz!


FAZIT: Die Sozialdemokraten erobern ihre Hochburg zurück

Die Hamburger Bürgerschaft versammelt sich im Rathaus der Stadt. (Bild: Keystone / AP)

Montag, 21. Februar 2011

Weshalb ist Kommissarin Saalfeld (Simone Thomalla) so unbeliebt?


Ich zitiere Tagi:





Eva Saalfeld gilt als hübscheste aber unbeliebteste «Tatort»-Kommissarin. Gestern machte sie diesem Ruf alle Ehre.
 
 Doppelt unbeliebt: Auf der Leinwand gilt Eva Seefeld als unbeliebteste «Tatort»-Kommissarin
Foto: Das Erste
   

Gestern lief mit Eva Saalfeld die unbeliebteste «Tatort»-Kommissarin auf. So zumindest lautet das vernichtende Leser-Rating auf der deutschen Community Tatort-Fundus. Was gegen die Leipziger Polizistin spricht? Ende Zitat.


Kommentar: Ich war auch nicht begeistert. Eva Saalfeld hat es ohnehin nicht leicht nach dem  beliebten Kommissars Bruno Ehrlicher. Ich kann gut verstehen, dass die Schauspielerin Simone Thomalla (Eva Saalfeld) beim Publikum aneckt. Es sind nicht nur ihre Nacktaufnahmen im «Playboy».
 Die Kommissarin gab sich rechthaberisch, überheblich und bewusst machohaft. Weshalb hat sie es nötig, den Chef so hervorzukehren? - fragte ich mich.
 Saalfeld und Keppler waren angeblich vor Jahren mal miteinander verheiratet. Das echte private Hickhack dürfte  nicht so penetrant in das Drehbuch einfliessen. Wenn sich zwei Kommissare nicht mögen, ist dies zwar nicht neu. Wenn sich jedoch die  Ex-Eheleute ständig echt angifteln, schätzen dies die Zuschauer nicht.
Weil die beiden Streithähne gestern getrennt ermittelten, schadetet dies  dem Spannungsbogen der Ermittlung. 
Nicht nur die Schweiz scheint ein Kreuz zuhaben mit dem Tatort. Mein Vorschlag: Keppler sollte dringend eine neue Partnerin bekommen.

Offene Mikrofone verführen zum Reden nicht zum Denken



Mikrofon


Dieser Satz von Karl Hotz (in den SN vom 19.2.11) kann ich nur unterstreichen. In einem Seminar mit einem Radioreporter aus der welschen Schweiz, verriet er mir, dass er bei den Interviews die besten Antworten bekomme, wenn er den Interviewten das Mikrofon ienfach lange  hinhalte und bewusst offen lasse, ohne nachzufragen. Es habe sich gezeigt, dass dann die meisten Menschen einfach drauflos reden und nicht mehr gut überlegen, was sie sagen. Wenn man genügend Geduld habe, so komme er dank dieser Technik zu unerwartet spannenden Aussagen, die man dann zu Hause herausschneiden könne.  Ich habe mir diese Technik unter dem Gefäss EXPLORATIONSTECHNIKEN* ein gereiht und  mache  im Seminar  "Interviewtechniken" für Journalisten auf diese raffinierte Technik aufmerksam.

Umgekehrt - wenn ich Führungskräfte coache - weise ich  auf die Gefahr des offenen Mikrofon hin.



* (lat. explorare = erforschen)

Erkenntnis (Gilt auch bei Telefonaten): Wenn uns das Mikrofon hingehalten wird oder wenn das Gegenüber am Telefon schweigt, so liegt es an uns, den bedachten Gedanken abzuschliessen. Wir entscheiden, wann der Gedanke fertig ist. Wir müssen lernen, der Verführung des "Unbedachten Weiterredens" zu widerstehen. K+K hilft Ihnen gerne dabei.

Sonntag, 20. Februar 2011

Die Feuertaufe  des neuen Arena Moderators Urs Wiedmer


Nachdem Generaldirektor De Weck sich für weniger Polarisierung ausgesprochen hatte, wurde die ARENA mit dem neuen Dompteur kritisch verfolgt.
Ich zitiere die Medienkritik des Tagesanzeigers:


 Ein wenig zu nett: Urs Wiedmer bei seiner Premiere.
Foto: Doris Fanconi
   

Polarisierte mit ihren Aussagen: Atomphysikerin Irene Aegerter.
Der Moderator Urs Wiedmer bei der Anmoderation ins Gesicht geschrieben: Freundlich stieg er ein, auf eine klare Wortwahl bedacht, aber auch mit versteifter Mimik. Kein Wunder: Die «Arena»-Sendung von gestern Abend «AKW Ja – Endlager Nein» war schliesslich seine Feuertaufe.
Der 46-jährige Berner tritt die Nachfolge von Reto Brennwald an, der den Job nicht schlecht gemacht hatte. Aber unter der Fuchtel des neuen SRG-Direktors Roger de Weck soll die Sendung sachlicher werden, weniger Polemik verbreiten und vermehrt auch wieder Mitteparteien zu Wort kommen lassen. Das Thema des Abends war geschickt gewählt um diesem Anspruch gleich bei Wiedmers Premiere gerecht zu werden. Energiepolitik ist schliesslich nicht eben eine Angelegenheit, die an Schweizer Stammtischen für rote Köpfe sorgt.


Holpriger Einstieg


Was in der Arena für einmal mindestens so stark interessierte wie das Thema, war die Performance des neuen Dompteurs. Bei der Vorstellungsrunde musste der Zuschauer schon ein erstes Mal die Luft anhalten: Wiedmer verhaspelte sich bei der Vorstellung des CVP-Regierungsrates und Präsident der kantonalen Energiedirektorenkonferenz Beat Vonlanthen. Es kamen Erinnerungen an eine Panne aus dem Jahr 2008 hoch, als Wiedmer bei einem Bericht über den Kollaps von Hans-Rudolf Merz vor laufender Kamera die Stimme versagte. Er verhaspelte sich – und wurde danach in den Medien harsch kritisiert.


Doch so weit sollte es an diesem Abend nicht kommen: Während der gesamten Sendung blieb dies der einzige wirkliche Schnitzer, den Wiedmer sich leistete. Für Aufreger sorgten die Diskussionsteilnehmer. Auf dem Kampffeld der Arena standen sich der grünliberale Nationalrat Martin Bäumle, der Greenpeace-Geschäftsführer Kaspar Schuler, auf der Gegenseite Heinz Karrer, Chef der Axpo Holding AG und der erwähnte Beat Vonlanthen.
Der Diskurs handelte von den Folgen der letzten Abstimmungsonntags, an dem über zwei Vorlagen zur Energiepolitik entschieden wurde: Die Berner Bevölkerung stimmte einem allfälligen Ersatz des Atomkraftwerks Mühleberg knapp zu. Am gleichen Tag sagten die Nidwaldner deutlich nein zu einem Endlager am Wellenberg. Zwei kantonale Abstimmungen also, die aber für die gesamtschweizerische Entwicklung der Energiepolitik wegweisenden Charakter haben und grundlegende Fragen aufwerfen: Ist Atomstrom erwünscht, der Abfall aber nicht? Wie viel Atomstrom braucht das Land? Wie gefährlich ist der radioaktive Müll? Und: Ist es legitim, neue Atomkraftwerke zu planen ohne vorher die Endlager-Frage zu klären?




Die Positionen waren schnell ausgemacht: Martin Bäumle versuchte das Bild des visionären Denkers zu vermitteln. Der wortgewaltige Grünliberale warf den Stromkonzernen und der Politik aus dem rechten Lager «Stillstand» vor. Die Planung von neuen Atomkraftwerken (AKW) kämen heutzutage einer Blockade gleich, weil diese viel Geld auffressen würden, das ebenso gut in die Entwicklung von erneuerbaren Energien gesteckt werden könne. Die Schweiz hinke im innereuropäischen Vergleich vielen anderen Ländern hinterher.
Die Gegenseite rechtfertigte den Bau von weiteren AKWs mit dem Argument des höheren Strombedarfs und mit einer drohenden Energielücke. «Für eine sichere Stromversorgung braucht es künftig noch mindestens ein zusätzliches Kraftwerk», lautete eine der wenigen konkreten Aussagen, die Moderator Wiedmer dem PR-gewandten Karrer entlocken konnte.


  Während der gesamten Sendung übte sich Moderator Wiedmer in höflicher Zurückhaltung und liess die Diskutierenden gewähren. Dies hatte zur Folge, dass sich die Anwesenden oft auf ihre vorbereitenden Statements stützen konnten. Während sich Vorgänger Reto Brennwald wohl eher einmal vorgewagt hätte, um den Gästen die eine oder andere überraschende Aussage zu entlocken, vermied Wiedmer das Risiko und blieb weitgehend harmlos, gleichzeitig aber auch charmant, souverän und phasenweise humorvoll. Ein Nachhaken hätte der Diskussion an mehreren Stellen gutgetan.


Polarisierende Atomphysikerin


Wer die Situation schliesslich beinahe zum entgleisen brachte, war nicht ein Politiker oder ein Umweltaktivist, sondern eine rüstige Seniorin. Im letzten Drittel der «Arena» und kurz bevor die Sendung drohte sich in Nettigkeiten zu verlieren, meldete sich die Nuklearphysikerin Irene Aegerter zu Wort. Die kauzig anmutende Wissenschaftlerin, die seit mehreren Dekaden auf dem Gebiet forscht, liess sich zu polarisierenden Aussagen hinreissen, welche die mögliche Gefahr eines atomaren Endlagers relativierten. Mit ihrem Vergleich zwischen Atom-Müll und einem Fingerhut zog sie den Ärger eines Gutteils der Arena auf sich: «Solch zynische Aussagen sollten sie besser lassen», entgegnete Martin Bäumle. Beat Jans, Vertreter der Bewegung «Nie wieder AKW», bekundete: «Mit solchen Aussagen habe ich extrem Mühe.» Es sollte der einzig wirkliche Aufreger einer Arena bleiben, die wenig wagte, aber wohl auch deshalb nichts verlor. Und für Urs Wiedmer war es eine unspektakuläre Feuertaufe, aber noch lange nicht das Ende seiner Bewährungsprobe – die nächsten Sendungen sollte er nutzen, sich ein eigenes Profil anzueignen. Denn davon war gestern nicht allzu viel zu sehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)



Kommentar: Ich vertrat nach der Wahl des neuen Moderators die Meinung, dass ein unbekanntes Gesicht den Vorteil hat, dass man ihm die Anfangsschwierigkeiten verzeihen wird. Das ist auch jetzt der Fall. Nach meinem Dafürhalten können wir den Moderator noch nicht schlüssig beurteilen. Mich interessiert vor allem einmal  eine Sendung, bei der Wiedmer polarisierende  Meinungen - die im verbalen Ringkampf in der ARENA ausgetragen werden - meistern muss. Meine Bedenken sind noch nicht vom Tisch, dass das Sendegefäss dem Austragungsort ARENA nicht mehr gerecht wird und zur unverbindlichen Plauderrunde verkommen könnte.
 

Samstag, 19. Februar 2011

Unsere Winterlinge im Garten werden wahrscheinlich morgen noch  vom angekündigten Schnee  verschont.








Schnee bis 500m angekündigt.


Konflikte sind etwas Normales



Letzte Woche wurde an allen Elternabenden der Kantonsschule Schaffhausen (Montag bis Donnerstag) unter  anderem auch die Ombudsstelle vorgestellt. Obschon die Kantonsschule ein bewährtes Konfliktmanagement hat, musste ich mich als Ombudsmann den Eltern zeigen. Denn es hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Söhne und Töchter bei heiklen Situationen nicht mehr an die kostenlose Anlaufstelle denken und es meist die Eltern sind, die auf die externen Beratung aufmerksam machen können. Beim Vorstellen meiner Person wies ich darauf hin, dass Konflikte und Meinungsverschiedenheiten völlig normal sind. Bei privaten Beziehungen, in Teams oder im Job ist es nur wichtig, dass Schwierigkeiten rasch bereinigt werden können. In den über zehn Jahren meiner Tätigkeit als Ombudmann habe ich gesehen, dass die Schüler in der Volksschule leider nicht gelernt haben, verbal zu streiten. Sie kritisieren die Lehrer unter der Türe - vor der ganzen Klasse - oder unter Zeitdruck.
Meist muss ich Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler in einem Kurzcoaching zuerst beibringen, wie man professionell streitet (4 Augengespräch - Sachverhalte beschreiben/ keine Vermutungen- Fragen stellen - gemäss Harvard Prinzip "freundlich im Ton aber hart in der Sache").






Fazit (Zum Bedenken):


Die meisten Konflikte entstehen und eskalieren, weil wir statt miteinander, übereinander reden.


Bei Auseinandersetzungen braucht es auch die Bereitschaft, Konflikte zu überstehen.


Streiten

29. Juni 2002 ... Im folgenden Beitrag geht es um grundsätzliche Erkenntnisse in der Rhetorik des konstruktiven Streitens und Argumentierens. ...
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