Samstag, 5. Januar 2019

Dürfen Begrabscher nur mit Samthandschuhen behandelt werden?

Die Bevölkerung gratuliert - Die Frau die sich gewehrt hat, muss aber mit einer Strafe rechnen

(Aus Blick-online): Als ein Afghane (20) der Schweizerin Luisa I.* (21) im Getümmel einer Wiener Silvesterparty an den Hintern grapscht, verpasst diese ihrem Angreifer einen heftigen Schlag ins Gesicht. Der Mann muss ins Spital: Diagnose Nasenbeinbruch.
In Österreich und der Schweiz erntet Luisa I. aus Genf nun Applaus. «Bravo», «Gratulation» und «gebt ihr eine Tapferkeitsmedaille», schreiben Facebook-Nutzer unter dem Artikel über die Grapsch-Attacke.

So wenden Opfer gesetzeskonform Gewalt an
Wer begrapscht wird, darf Gewalt anwenden, um sich zu wehren. Das sagt laut «20 Minuten» Anwältin Brigitta Sonnenmoser. Es ist aber nicht alles erlaubt.

 «Die Gegenwehr muss verhältnismässig sein», sagt sie. Wird eine Frau an Po oder Busen begrapscht, seien Ohrfeigen, Schlagen mit der flachen Hand oder Kratzen angebracht.
Faustschläge jedoch dürfen nur auf den Körper erfolgen – nicht ins Gesicht. «Ein Faustschlag ins Gesicht kann schwere Schäden im Augen- und Nasenbereich zur Folge haben.» Der Frau, die sich so wehrt, drohe eine Verurteilung wegen Körperverletzung.  
Anders sieht es bei einer drohenden Vergewaltigung aus. Dann dürfen Opfer mit viel mehr Gewalt agieren, wird Anwältin Sonnenmoser weiter zitiert. «Betroffene dürfen den Täter beissen, boxen oder an den Haaren reissen.» Ebenfalls sei ein heftiger Tritt in die Geschlechtsteile oder ein Faustschlag ins Gesicht erlaubt. «Opfer müssen dem Richter dann aber plausibel erklären können, dass eine Vergewaltigung drohte».
Waffen – etwa Messer, aber auch Autoschlüssel – dürfen Bedrohte jedoch nicht zur Verteidigung verwenden. «Es würde sich um Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand handeln. Das Strafmass wurde dann massiv höher ausfallen», sagt Sonnenmoser. (fr)
Aus 20 Min:

Freitag, 4. Januar 2019

Was gilt es bei einem Wahlkampf zu beachten

Erkenntnisse aus der Praxis bei einem Wahlkampf

Antworten auf Fragen zum aktuellen Wahlkampf in Winterthur (aus dem heutigen Interview mit Tele Top):

Wie wichtig ist der WAHLKAMPF für die Parteien und Personen?

- Er ist entscheidend  über Erfolg oder Misserfolg
- Er muss aber professionell geführt werden
- Es gibt gewisse Grundregeln, die beachtet werden müssen
- Beispielsweise muss das Team den Wahlkampf rechtzeitig vorbereiten
- Genau so wichtig wie der Wahlkampf ist das Image der Partei und die Glaubwüdigkeit der Kandidaten
- Wichtig ist  der Bekanntheitsgrad der Akteure. Der Bekanntheitsgrad muss jedoch langfristig aufgebaut werden.
- Auch die Vernetzung und das Helferteam ist wichtig

Was sollte man unterlassen und was wird bezüglich Wahlkampf empfohlen?

- Die grössten Fehler sind:

. Es fehlt das Ziel und die Strategie. Das Ziel bestimmt die Strategie
. Man will sich nicht extern beraten lassen (Medienauftritte, Formulierung der Kernbotschaft, professionelles Layout, Fotos, Webseiten)
. Es wirken zu viele Einzelkämpfer mit, statt ein TEAM (ist vor allem im Onlinebereich wichtig)
. Der eigene Bekanntheitsgrad wird überschätzt (man lebt in der eigenen Filterblase)
. Der Wahlkampf ist langweilig. Es wir so gemacht wie immer


- Empfehlenswert ist:

. Verlasse die Komfortzone. Kümmere Dich um   Menschen, die Dich nicht kennen
. Beschränken wir uns auf EINE knackige Dachbotschaft.  Schnelle verdichtete Kommunikation ist gefragt
. Baue Vertrauen auf
. Erfassen wir die Wünsche und Vorstellungen der Wähler

Wie wichtig ist die ganze Wahlwerbung (Flyer, Standaktionen, Wahlplakate usw)?

Die Wirkung verpufft, wenn die Botschaft nicht synchronisiert wird (Wiederholung der Kernbotschaft, wenn mit gespaltener Zunge geredet wird oder Farbe, Schrift und Texte nicht übereinstimmen
Standaktionen bringen wenig, wenn die Akteure vor Ort unter sich plaudern und nicht päsent sind.
Sie haben den Kontakt mit der Bevölkerung aufzunehmen
Wahlplakate müssen in 3 Sekunden gelesen werden können (Grosse Schrift in Klein und Grossbuchstaben)
Kurze Aussage. Grosse Namen und Fotos
Das Wahlkampfteam  verteilt Plakate mit Metallständer für Mitglieder, die Plakate auf dem eigenen Grundstück aufstellen
Das persönliche Ansprechen der Stimmberechtigten macht sich bezahlt. In Amerika hat sich die persönliche Werbung vor der Haustüre bewährt (Haustürwahlkampf)
Effizient ist das Schneeballprinzip: Jedes Mitglied der Partei bearbeitet 10 Stimmberechtigte und  diese wiederum überzeugen 10 Bekannte  usw.
Bürger müssen zu Betroffenen gemacht werden
In den Printmedien werden Kleininserate geschaltet, die von einzelnen Personen bezahlt werden. (Die Kleininserate enthalten eine Aussage mit der Photo des Sponsors)

Welches ist die wichtigste Werbung und weshalb?

Werbung ist personalisiert
Das Online Marketing wird immer wichtiger
Mit Youtube Filmchen von wenigen Sekunden und kurze originelle Aussagen über google Ad word werden breite Kreise angesprochen
Das Netzwerk muss breiter aufgestellt werden
- über Whats up
- evt musical ly
und selbstverständlich über Facebook, Twitter usw.
Wahlkämpfe leben von Erregungskurven, Zuspitzung, Provokationen und Polarisierung
Es gibt Werber, die sagen, wichtig ist, dass man die Aufmerksamkeit weckt. Lieber eine Welle von Kritik als dass man nicht beachtet wird

Was macht ein gutes Wahlplakat aus?

- Es muss innert 2-3 Sekunden gelesen werden können und ist leicht verständlich zu gestalten
- Es muss die Aufmerksamkeit wecken
- Die konkrete Kernbotschaft sollte mit der Person oder Partei gekoppelt werden



Was sind schlechte Wahlplakate?

- Sie sind überladen
- Botschaft fehlt
- Zu viele Botschaften
- Zu abstrakte Aussagen
- Haben eine zu kleine Schrift und schlechte Photos

Wieviel darf ein Wahlkampf kosten?

Da gibt keinen fixen Betrag. Das ist von der jeweiligen Situation abhängig
Es gibt viele günstige Werbemöglichkeiten, wie
Auftritte in Medien, Standaktionen und gesponserten Kleininserate, Artikel von Kandidaten, Leserbriefe.

Erstaunlich, was in den letzten Jahren mit Online Fundraising (engl.), Mittelakquisition bzw. Mittelbeschaffung für Summen gesammelt werden konnten (Beispiel "Operation libero")

Mehr Geld für den Wahlkampf = Mehr Chancen, gewählt zu werden?

- Nein, aber wir benötigen immer Geld
- Der Spruch "Gib mir eine Million und ich mache aus einem Kartoffelsack einen Bundesrat", trifft nicht zu
- Wenn man weiss, dass jemand viel Geld investiert, kann dies kontraproduktiv sein (Die Bevölkerung will nicht gekauft werden)

Die grössten Herausforderungen bei Wahlkampagnen



- Die Glaubwürdigkeit der Partei und der Kandidaten
- Das natürliche, authentische Auftreten
- Die rechtzeitige Aktivierung der Wahlkampfteams und dessen Führung
- Den Bekanntheitsgrad der Kandidaten rechtzeitig aufzubauen
- Das Fokussieren auf das Wesentliche (Kürze, alle sprechen mit einer Stimme) 
 




Wenn der Gast den Spiess umdreht

  •  Dieser Link öffnet das Video in einem neuen Fenster.: 
  • Link öffnet eine Lightbox. Video Roger Schawinski im Gespräch mit Hazel Brugger abspielen Link öffnet eine Lightbox. Video Roger Schawinski im Gespräch mit Hazel Brugger abspielen  Vertauschte Rollen
  •  Anstatt sich  von Schawi grillieren zu lassen, dreht Hazel Brugger als Gast am Schluss den Spiess um und bringt den Profi Moderator in eine heikle Situation. Schawinski bestreitet jedoch diese Ueberraschung erstaunlich gut. Jedenfalls viel besser als   bei Andreas Thiel, als damals der Gast plötzlich die Rolle des harten Befragers übernahm und Schawinski so stark in Bedrängnis brachte, bis er die Nerven verlor.
  • Hazel Brugger - die kaltblütige Satirikerin

    Dieser Link öffnet das Video in einem neuen Fenster.: Video «Hazel Brugger: Die kaltblütige Satirikerin» abspielen Video «Hazel Brugger: Die kaltblütige Satirikerin» abspielen  
  •  Brugger zog bei Schawinski alle Register.

    Ich zitiere:

    «Gibt es eine Frage, wo du bleich oder rot werden wirst, und wenn ja, wäre das für das menschliche Auge erkennbar?», eröffnet Brugger die Fragerunde. «Ich glaube nicht», antwortet Schawinski. Nun will die Komikerin wissen, ob der TV-Mann sich selbst als Narzisst betiteln würde. Ein Thema, über das Schawinski Bescheid weiss: «Ich habe ein Buch darüber geschrieben, und ich habe gewusst, dass du die Frage stellst. Ich habe das Gefühl, tendenziell bin ich noch knapp im gesunden Bereich.»
    Damit ermöglichte der Moderator Brugger einen Steilpass: «Der Untertitel deines Buches über Narzissten ist ‹Warum Narzissten scheitern›. Wo bist du gescheitert?» Schawinski muss zugeben: «An vielen Orten. Aber das hat eigentlich nicht wehgetan, sondern war ein Teil meiner Entwicklung.»
    Bruggers Taktik: Sie unterstellt dem Moderator, er sei gescheitert, weil er in seinem Buch These aufgestellt hat, Narzissten scheitern und Schawinski zugegeben hatte, dass er auch ein Narzisst (im gesunden Bereich) sei.

    Brugger wird persönlich:

    Sie beginnt mir der schneidenden Frage: «Du lädst zu wenig Frauen in deine Sendung ein, bist privat aber zum dritten Mal verheiratet. Könnte man sagen, dass du als Ausgleich privat überdurchschnittlich viele Frauen einlädst?» Schawinski verneint zuerst die Frage, da er seit 25 Jahren verheiratet ist.
    Dann muss der Komikerin doch recht geben, dass er  wenig Frauen in seiner Sendung eingeladen sind. «Wir laden sehr viele Frauen ein, aber wie alle anderen Sendungen haben wir das Problem, dass viele Frauen absagen. Ich bedaure das sehr.» Die Begründung: Frauen würden sich nicht gerne in «unsichere Situationen» begeben. 
    Schawi konnet aufatmen: «Jetzt kann ich alles hinter mich bringen, was ich noch vor mir habe in meiner Karriere.»

Dienstag, 1. Januar 2019

Das grosse Schweigen

Wie geht es Schumi wirklich?

Bildergebnis für schumacher michael

(Quelle Blick-online)

Die Ärzte schweigen schon lange. Der Fall von Michael Schumacher, der am 3. Januar 50 wird, wurde offenbar zu den Akten gelegt. 1827 Tage nach dem Ski-Drama in Méribel tauchen kaum mehr Gerüchte auf. Die irreparablen Hirnschäden lassen keine Spekulationen zu.

Nur noch die «Bunte» versucht weiter, mit exklusiven Storys die Auflage zu erhöhen. Mit dem Höhepunkt vor drei Jahren, als man zu Weihnachten titelte: «Schumi kann wieder gehen!»
Und jetzt tauchten im Herbst 2018 dort gleich zwei Geschichten auf, die den Fans aber kaum Hoffnung geben. So hatte nach dem Unfall der deutsche Musiker Sascha Herchenbach (39) das Lied «Born to fight» für den siebenfachen Weltmeister und dessen Familie geschrieben.

«Michael ist ein Kämpfer»

Der Bandleader: «Ich war überrascht, dass ich eine Antwort bekam. Darin schrieb Corinna handschriftlich: Wir wissen alle, dass Michael ein Kämpfer ist – und er wird nicht aufgeben!» Das plötzlich entdeckte Dokument ist einige Jahre alt …
Kurz darauf erschien – wieder in der «Bunte» – der deutsche Erzbischof Georg Gänswein (62) auf der Bildfläche. Er plauderte munter drauf los, wie er 2016 den 91-fachen GP-Sieger am Genfersee besuchte.
Er hielt ihm auch die Hände. Seine offenen Aussagen waren dem Schumi-Clan wohl ein Dorn im Auge. Denn mit einer einstweiligen Verfügung verbot man jetzt den Medien, die gemachten Aussagen des Geistlichen weiter zu drucken.

«Ich weiss alles über Michael»

In dieser privaten Beziehung meldet sich jetzt immer öfters ein Mann zu Wort, der als FIA-Präsident die Öffentlichkeit suchen muss: Jean Todt (72). Bei «Sport-Bild» verriet der Franzose, der als Ferrari-Teamchef mit dem Deutschen fünfmal Weltmeister wurde: «Meine Beziehung zu Michael ist enger als zuvor. Ich war ihm schon vor dem Unfall sehr nahe. Ich kann nicht für ihn sprechen, aber ich würde sagen: Ich weiss alles über ihn! Er hat sich vor seinem Unfall ja auch in meinen Institut für Gehirn- und Rückenmarkschäden engagiert. Er war wohl der grösste Investor!»

TV, Motorenlärm – ohne Wirkung

Jeder kann die öffentlichen Worte von Todt auf die eigene  Art deuten. Seine Aussage geht aber weiter: «Ich habe immer noch regelmässig Kontakt zu Michael. Zweimal im Monat bin ich bei ihm. Ich habe mit ihm auch den GP von Brasilien verfolgt. Michael ist ein Freund. Zur gesamten Familie besteht ein Bande der Freundschaft und des Vertrauens!»
Dass Schumi alle Rennen am TV verfolgt, ist schon lange bekannt. Im Haus soll oft auch Motorenlärm zu hören sein. Reaktionen des Superstars darauf sind aber sehr selten, ausser mit sehr seltenen undefinierbaren Lauten.

Die alte Frage: Wie geht es Schumi?

Aber auch Todt darf und will nicht über die Gesundheit seines früheren Piloten sprechen. Und da kommen wir, auch dieses Jahr, zur entscheidenden Frage: Wie geht es Schumi?
Offene Kommunikation oder Ruhe für die Familie? Die Meinungen, vor allem in den sozialen Medien, bleiben geteilt. Nochmals: Was bei Prominenten in Film, Musik, Politik oder in Adelshäusern unmöglich wäre, gelingt dem Schumi-Clan: Man schweigt. Und erfreut sich jetzt einfach an den erfolgreichen Kindern Mick (19, Rennsport) und Gina-Maria (21, Westernreiten). Beide profitieren natürlich auf allen Ebenen vom Namen ihres Vaters.

Kinder stehen unter Druck

Beide Kinder, die vorher von Vater Michael medienmässig total abgeschottet wurden (keine Fotos, keine Namen), geben jetzt sogar TV-Interviews. Und der Rummel wird noch grösser, vor allem bei Mick.
Zwei junge Sportler, die auch sehr sympathisch rüberkommen und mental unheimlich unter Druck stehen, werden nie aus dem Schatten ihres Erzeugers treten können. Und persönliche Fragen über Michael werden von beiden natürlich weiter nicht bentwortet.

Feiern ohne den Hauptdarsteller

Und deshalb müssen wir uns nach fünf Jahren sogar brutal fragen: Wird Schumi nach aussen immer mehr zum Vergessen freigegeben? Auch wenn sich jetzt zum 50. Geburtstag die Medien an den Champion wieder erinnern und in Maranello sogar das Haus-Museum dem grössten roten Fahrer eine Ausstellung widmet. Und Wegbegleiter erzählen ihre Erlebnisse mit dem Deutschen, der seit über 20 Jahren in der Schweiz lebt. Nur leider fehlt bei all diesen  Festakten der lebende Hauptdarsteller.
Aber vielleicht heisst die grosse Frage fünf Jahre nach dem Ski-Drama sowie dem Kampf um Leben und Tod einfach nur: «Wollen wir wirklich wissen, wie es Schumi geht?»

Der undankbare Job von Frau Kehm

BLICK hatte im Dezember mit der jahrelangen Schumi-Managerin Sabine Kehm (53) in Abu Dhabi eine heftige Diskussion über die Kommunikation, während Formel-3-Europameister Mick bei seinem ersten Formel-2-Testfahrten schon recht flott unterwegs war.
Kehm («Ich bin von der Familie Schumacher angestellt») hat sich Dutzende Male das Video vom Unfall an jenem sonnigen 29. Dezember 2013 angeschaut: «Ich kann es einfach immer noch nicht glauben, dass ein so harmlos aussehender Sturz solche Folgen hat.»

Die Suche nach Fake News

Die frühere Journalistin («Die Welt») hat seit fünf Jahren einen megaschweren Job, um die Privatsphäre der Familie zu schützen. Sie muss das Internet nach Lügen absuchen. Doch auch die Foto-Angriffe aus dem Wald, der Luft oder vom See her haben stark abgenommen. Das Haus in Gland VD wird jedoch weiter bewacht.

Schumi-Fans bleiben gespalten

Auch Kehm fragt: «Wollen seine Fans wirklich wissen, wie es ihm geht?» Allein in dieser einfachen Frage steckt eine heimliche Antwort: Es geht ihm weiter nicht gut, weil die Hoffnung auf eine Verbesserung des Leidens bei Null angelangt ist. Und Kehm sagt auch richtig: «Jede offizielle Meldung aus dem Hause Schumi würde nur wieder die Spekulationen ankurbeln.»
Damit müssen beide Millionen starken Fan-Lager, die auch Millionen in die Karriere ihres Helden steckten, noch lange leben. Die, die es wissen wollen – und die, die es eben nicht wissen wollen.
LINKS:

www.rhetorik.ch/Aktuell/13/12_30/index.html
30. Dez. 2013 ... Am Sonntag hiess es zuerst nur, der weltbekannte Ex-Autorennfahrer Michael Schuhmacher und siebenfacher Weltmeister sei beim Skifahren ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Feb_03_2002.html
3. Febr. 2002 ... Und wenn Omega bittet, so kommen die Promis; so auch Michael Schuhmacher oder Monacos Erbprinz Albert. Thomas Borer wurde für die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/14/08_06/index.html
6. Aug. 2014 ... ... am Dienstag verhaftet worden, weil er unter dringendem Tatverdacht stand, die Krankenakte von Michael Schuhmacher gestohlen zu haben.
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/12_26/index.html
26. Dez. 2015 ... Auch beim verunfallten Michael Schuhmacher gab es derartige Versuche. Bis jetzt konnte Schumi aber erfolgreich von der Regenbogenpresse ...

Es lohnt sich, dem Nebel zu entfliehen


Verschneiter Hügel

Montag, 31. Dezember 2018

Das neue Bundesratsphoto

Bundesratsfoto 2019

«Nehmt für das Bild ein Smartphone»

Sieben angehende Mediamatiker lichteten den Bundesrat dieses Jahr mit ihrem Smartphone ab. Dies auf Wunsch von Ueli Maurer. Für die Bundesratsphoto ist immer der neue Bundespräsident verantwortlich. Er darf Fotograph und Sujet bestimmen.

Die Lernenden des künftigen Bundespräsidenten Ueli Maurer hatten nur eine Vorgabe: Das Foto musste mit einem Smartphone aufgenommen werden. Das Konzept die Idee überliess Maurer den Auszubildenden. Er verzichtete auf eine Agentur, die bis anhin das Photo ausführte. Das Honorar für den Fotographen kostete letztes Jahr 10'000 Fr. Dies konnte eingespart werden.




Der Bundesrat mit dem Bundeskanzler 2019
 «Perspektivenwechsel» heisst der Titel. Auch der Bundesrat knipst. Der neue Bundespräsident fotografiert eine Gruppe von Bürgern. Die zukünftigen Berufsleute  wollten bestimmt zeigen, dass der Bundesart das Volk im Folkus hat. Schon in seiner Rede bei der Wahl zum Bundespräsidenten, sagte er, er wolle dem Volk zuhören. Maurer legte stets Wert auf das Attribut "volksnah".
Die jungen Frauen und Männer absolvieren ihre vierjährige Ausbildung im Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT). Zusätzlich wurde  ein Making-of-Video gemacht.

Wir haben übrigens jedes Jahr das neue Gruppenbild des Bundesrates analysiert.
Siehe LINKS auf rhetorik.ch



Der Bundesrat mit dem Bundeskanzler 2019
 


Das Bundesratsfoto 2019
Der Bundesrat steht zusammengerückt auf einer Bühne. Der Bundespräsident Ueli Maurer fotografiert mit einem Handy das Publikum: Die Kernbotschaft «Perspektivenwechsel».
Selten steht der Bundesrat so wohlig nah beieinander. Will er zeigen, dass die Regierung nächstes Jahr vermehrt zueinanderstehen wird?
Alle strahlen und wirken glücklich. Wollen sie gleichsam die Probleme mit Europa weglachen? Sogar der Bundeskanzler zeigt keine abweisende Miene mehr.
Auf der letzten Photo dominierte bei der Aufstellung  Distanz.
Die weisse Linie auf dem schwarzen Hintergrund erinnert an die Identitätssymbole und Werte der Kuh -Schweiz:
Matterhorn, Alphörner, Bundeshaus, Schweizerkreuz, Uhren, Fondue, Schweizer Sackmesser.
Farbtupfer hellen die dunklen Kleider und den schwarzen Hintergrund auf. Das SP Rot beim Blazer der neuen Umweltministerin erinnert mit dem Weiss immerhin an die  Nationalfarben.
Auffallend die sonderbare, rätselhafte gelbe Gravatte beim Wirtschaftsminister. Die unkenntlichen Sujets wecken beim Betrachter Fragen.  Die Verteidigungs Ministerin trägt himmelblau.
Karin Keller- Sutter bleibt beim klassischen Bordeauxrot. Ueli Maurer fällt mit siener roten Kravatte auf (auch Trump liebt diese Halsbinde). Ausser den Farben fällt bei den Akteuren einheitliches Verhalten auf:
Lachen, Arme, Haltung.
Nur bei Maurer sind die Hände zu sehen (weil er das Handy ins Bild rückt).
Bei alten Aufnahmen fielen immer wieder jene Magistraten auf, welche die Arme verschränkten oder sich die Hände hinter dem Rücken fassten oder eine Hand in der Hosentasche "parkierten".
FAZIT: Neue kreative Idee wurde gut umgesetzt. Jenen Rotstifttypen, welche das dominierende Schwarz beanstanden. Sie schreiben: Die Foto sei düster und das Schweizerkreuz erinnere an ein Grabmahl. Diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Bei Jugendlichen kommt jedenfalls die Aufnahme sehr gut an. 



 Von dem Foto werden 45’000 Stück gedruckt.

Sonntag, 30. Dezember 2018

Vorsicht bei den Vorsätzen zum neuen Jahr

Blog

Marcus Knill

30.12.2018

Die Schwelle zum neuen Jahre überschreiten wir meist mit vielen Vorsätzen.