Mittwoch, 15. Januar 2014

Doris Leuthard: Das mit den erhöhten Billettpreisen in Stosszeiten haben Sie wohl nicht ernst gemeint?

Es scheint kein Aprilscherz zu sein:


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Wer zu Spitzenzeiten Zug fährt, muss vielleicht schon bald tiefer in die Tasche greifen. 
  
 UNGLAUBLICH, FALLS ES ERNST GEMEINT WAERE!

Im Bahnverkehr sind weitere Preiserhöhungen absehbar. In der «SonntagsZeitung» kündigte Verkehrsministerin Doris Leuthard Preiserhöhungen für 2017 an. Zusätzlich will Leuthard flexiblere Billettpreise ermöglichen, um die vollen Züge während den Spitzenzeiten zu entlasten. Damit wird klar: Berufspendler müssen auch bei einem Ja zum Bahnausbaupaket Fabi in Zukunft mehr bezahlen, wenn sie in den Stosszeiten unterwegs sind. Die Idee: Wer die Bahnkapazitäten morgens und im Feierabendverkehr belastet, soll für die gleiche Strecke mehr zahlen, als wer tagsüber oder spätabends unterwegs ist.

Kommentar: Wer ein Billett löst, zahlt den Transport für eine bestimmte Strecke. Falls es Doris Leuthard wirklich ernst wäre mit den Sonderpreisen zu Stosszeiten, würde dies zwangsläufig zu einem Preischaos führen. Wer nämlich unverhofft  später heimreisen muss und ungewollt zur Stosszeit im Zug sitzt, würde trotz bezahltem Billett bestraft, weil man den Aufpreis im Zug nicht mehr nachzahlen kann. Die Umsetzung der Preisunterschiede ist der Bevölkerung  nicht nachvollziehbar Das mit dem flexiblen Billett ist  ein Schuss ins Ofenrohr. Meine Prognose: Damit hat die Verkehrsministerin die SBB Kunden vor den Kopf gestossen und hat vor der Abstimmung dem Bahnausbauprojekt unnötigerweise geschadet. Die uneinheitlichen Taxen werden die Pendler wieder auf die Strasse bringen.   Frau Bundesrätin, wenn Sie uns die Stosszeiten konkret definieren, könnten wir Ihnen alle Billettvarianten beschreiben, die möglich sind für Normalreisende, alle Varianten die beim Lösen der Billette Kopfzerbrechen bereiten  könnten. Erklären Sie uns bitte , wie Sie das geplante Preischaos konkret zu entwirren gedenken. Ueberall wird die Devise empfohlen: VEREINFACHEN IST DIE HALBE MIETE! Was Sie nun vorschlagen, ist das Gegenteil dessen: Das geplante Billettpreiswirrwarr ist ist nicht nur eine halbe, sondern wirklich eine GANZE  BIERIDEE.

Dienstag, 14. Januar 2014

Grenzen der Satire?

VIEL LAERM UM NICHTS?
ODER BERECHTIGTER LAERM UM EINE RASSISTISCHE KULTURTECHNIK?

Im Sketch mimte Birgit Steinegger Talkmasterin Oprah Winfrey, malte sich dafür schwarz an. Das brachte dem SRF massiv Kritk ein. Selbst der Direktor war damit nicht zufrieden.

storybild 

 Für den Sketch über die amerikanische Talkmasterin Oprah Winfrey und «Täschligate» erntete das SRF heftige Kritik.
Der Sketch über die amerikanische Talkmasterin Oprah Winfrey, der im Schweizer Fernsehen am 29. Dezember im Rahmen des «Endspott»-Jahresrückblicks ausgestrahlt wurde, löste bei Kulturschaffenden Empörung aus. Auch Fernsehdirektor Ruedi Matter ist mit dem Sketch nicht ganz zufrieden, wie er am Dienstag einräumte.
Im Sketch nahmen die Fernsehmacher die «Täschligate»-Affäre um Oprah Winfrey aufs Korn. Die millionenschwere Talkmasterin hatte sich nach einem Besuch in einer Zürcher Luxusboutique beklagt, dass sie diskriminiert worden sei.

«Blackfacing» sei eine rassistische Kulturtechnik

Parodistin Birgit Steinegger trat im Sketch mit schwarz angemaltem Gesicht, Kraushaar-Perücke und dicken Lippen als Frau Nogumi auf, die das Personal einer Boutique ins Schwitzen bringt.
Mehrere Kulturschaffende schrieben daraufhin einen Protestbrief ans SRF und drohten mit einer Anzeige wegen Verletzung der Anti-Rassismus-Strafnorm. Sie verurteilen vor allem das «Blackfacing», also das Schwarz-Anmalen von weissen Künstlern, in der sie eine grundsätzlich rassistisch geprägte Kulturtechnik sehen.

«Freiheit der Satire verteidigen»

Wie SRF-Direktor Ruedi Matter am Dienstag an der SRF-Jahresmedienkonferenz sagte, ist er selber nicht ganz glücklich mit dem Sketch. «Grundsätzlich muss die Freiheit der Satire verteidigt werden», sagte er. Generell sehe er beim SRF kein Problem mit der Satire und allfälligen Diskriminierungen einzelner Gruppen.
Dieses aktuelle Beispiel sei aber «sicher nicht das Lustigste und auch nicht das Beste, das wir im vergangenen Jahr gezeigt haben».

Anzeige bleibt Thema



Für Raphael Urweider, Präsident der Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) und Mitautor des Protestbriefs, ist eine Anzeige gegen das SRF immer noch Thema, wie er auf Anfrage der SDA sagte.
Die Kulturschaffenden würden auch gerne mit den TV-Machern über Satire diskutieren. «Ich selber habe gerne Humor, sehr gerne auch unkorrekten. Aber bitte etwas reflektierter.»
(sda)

KOMMENTAR:

In zahlreichen Beiträgen haben wir diese Thematik vertiefend kommentiert: Darf die Satire alles? Nach der Kritik am "Blackfacing" stellen wir einmal mehr fest: Die Anti-Rassismus-Strafnorm war ursprünglich nicht so eng gedacht, wie sie heute zum Teil ausgelegt wird. Die Gegner des Gesetzes befürchteten damals: Künftig wird - auf Grund dieses Gesetzes die Meinungsfreiheit enorm eingeschränkt. Jeder, der am Biertisch einen unkorrekten Spruch macht, könnte künftig eingeklagt werden. In Fall Birgit Steinegger stelle ich mich explizit auf den Standpunkt: Das Blackfacing bedeutet nicht in jedem Fall eine Verletzung der Anti-Rassismus- Bestimmungen. Auch bei dieser Frage ist gesunder Menschenverstand gefragt.
Wenn am Fasching - oder auf der Bühne  ein Kabarettist - einen Schwarzen mimt, sollte Blackfacing erlaubt sein. Wer das Gesetz zu engmaschig auslegt, leitet nur Wasser auf die Mühle jener Kreise, die prognostizierten, künftig sei es möglich, jede Person einzuklagen, die von einem Moorenkopf redet oder das geflügelte Wort: "Er ist der Neger im Umzug" ausspricht.
Deshalb: Hände weg von einer zu engmaschigen Auslegung des Gesetzes. Bei der Satire müsste nach wie vor gelten: Die Meinungsfreiheit hat Vortritt! 

Zum Umgang mit der Datenschwemme

Datenexplosion und  das grosse Rauschen
 

Die Informationsschwemme kann nicht  nur zum grossen Rauschen führen. Sie beeinträchtigt auch langfristig unsere Wahrnehmungsfähigkeit  und fordert uns heraus:
Wir müssen lernen, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden.
Der Ueberfluss an Daten und Informationen ist eines der grössten Zeitprobleme. Begriffe, wie Informationslawine, Informationsflut empfinden viele als Informationsexplosion und wecken Aengste oder das Gefühl, etwas verpasst zu haben.


Wer sich  im Umgang mit dieser Informationsschwemme nicht zurechtfindet, bleibt langfristig auf der Strecke. Er fällt schlechtere Entscheide und hat damit auch weniger Erfolg im Alltag. Ein Zurück zum Dampfradio ist nicht mehr möglich.
Wir müssen uns deshalb alle mit der neuen Problematik der Datenexplosion auseinandersetzen.
Es ist durchaus möglich, mit einem Minimum von Informationen auch das moderne Leben zu bestreiten. Aber wie?

Dr. Stephan Sigrist
Gründer und Leiter W.I.R.E.
Assoziierter Wissenschaftler

Am traditionellen Dreikönigstreffen (vom Medieninstitut organisiert) hielt Dr. Stephan Sigrist, Gründer des W.I.R.E. "Web for Interdiscipinary Research & Expertise" und Mitarbeiter des Buches DAS GROSSE RAUSCHEN, ein brillantes Referat, in dem er darlegte, dass unsere Datengesellschaft mehr Menschen mit Verstand benötigt.
Ich habe selten eine so spannende, lehrreiche Präsentation gehört.



 

Nach seinen lebendig und hervorragend visualisierten Ausführungen wurde dem Publikum bewusst;
Mehr Daten bedeuten zwar mehr Wissen und mehr Transparenz. Doch bringt die zusätzliche Menge an Daten nicht automatisch mehr Klarheit, sondern das Gegenteil. Mehr Halbwissen und Intransparenz. Das zwingt uns in der Zukunft, endlich wieder mehr zu denken.



Die explosionsartigen Zunahme der Datenmengen führt auch dazu:


Wir werden immer mehr kontrolliert.


Firmen und Politiker können das Verhalten und die Stimmung der Kunden oder der Bevölkerung präziser analysieren und die gewünschten Zielgruppen gezielter ansprechen.
Hinsichtlich Automatisierung haben wir uns schon daran gewöhnt: Immer mehr alltägliche Dinge werden von der Technik übernommen. Unser Leben wird laufend optimiert und  viele Tätigkeiten werden uns erfreulicherweise abgenommen.


 Die technischen Möglichkeiten können zudem unsere Entscheidungskompetenz fördern.

Es gibt aber auch Schattenseiten:
Das Rauschen der unzähligen Daten kann dazu führen , dass wir gleichsam im Datennebel tappen, statt dass uns die Datenmenge zu Ordnung und Objektivität  verhelfen.

Die unverarbeiteten Daten wachsen seit geraumer Zeit viel schneller, als das gewonnene Wissen.

Das Risiko, im Chaos des Datenmülls die Uebersicht zu verlieren, wird immer grösser.

Zudem darf bezweifelt werden, dass die mathematischen Modelle  die Potenziale haben, die komplexen Zusammenhänge unserer Gesellschaft oder jene des menschlichen Gehirns abbilden können.



Wir werden dadurch überfordert.



Weil es immer einfacher wird, Argumente und Thesen mit Zahlen und Statistiken zu untermauern, kann jeder irgendwo im Datenmeer  eine Bestätigung finden, die seine Argumentation stützt.



Die Fülle an gemessenen Daten können  somit Beurteilungen erschweren.
Fakten können mit Fakten widerlegt werden.


Zur Datenfülle im Journalismus

Trotz bester Algorithmen und Sprachrobotern zum Trotz bleibt der menschliche Verstand unersetzlich.

Ich gehe mit Roger de Weck, Generaldirektor beim Schweizer Radio und Fernsehen einig, wenn er sagt: Im Zeitalter der Informationsschwemme besteht die Kunst, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich bewusst abzuschotten, damit aus der Datenflut nur noch die relevanten Informationen zu einem gelangen.

Es geht um die KUNST DER AUSWAHL.


Im Internet können wir die wunderbarsten Lesefrüchte finden. Doch müssen wir sie auswählen.
Leider besteht bei der Auswahl oft die Gefahr, das wir nur jenes herausfiltern, was unsere Meinung bestätigt.

Bei Journalismus sind im Zeitalter Informationsschwemme  wichtig geworden:



1. Bei der heutigen Datenflut wird die Einordnung der Informationen anspruchsvoller.



2. Wir müssen uns bemühen, zu erfahren, wie die Informationen zustande gekommen sind



3. Das Ueberprüfen und das Prüfen der Quellen sind wichtig geworden



Für Kommunikationsfachleute ist es tröstlich:

Auch in Zukunft kann nichts das Gespräch


ersetzen.

LINKS:


Die zitierten Klagen machen deutlich: Trotz der anschwellenden Informationslawine und der wachsenden Papierberge entstehen gleichzeitig ...
www.rhetorik.ch/Information/Informationsmanagement.html
Nachdem bis zum heutigen Tage die Information lawinenartig zu einer Informationsflut angewachsen ist, ist der Umgang mit der Informationsfülle zu einem ...
www.rhetorik.ch/Information/Information.html
9. März 2002 ... Er machte bewusst, dass im Zeitalter der Medien, die Menschen der Informationsfülle und "Geschwätzigkeit" gar nicht so hilflos ausgeliefert ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mar_09_2002.html
Nicht nur bei der erwähnten Informationsfülle (Zeiterscheinung), auch während Sitzungen, Besprechungen und Telefongesprächen müssen wesentliche ...
www.rhetorik.ch/Qualitaet/Qualitaet.html
23. Jan. 2003 ... Dies ist gleichsam eine Gegenwelt zur Alltagshektik, zu den Staus im Verkehr, der versiegelten Natur, der Informationsfülle. und dem Zeitdruck.
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_23_2003.html
1. Apr. 2002 ... Bei der Informationsdichte (Dosierung/Informationsfülle); Wesentliches wird nicht hervorgehoben. Die Powerpoint Präsentationen enthalten ...
www.rhetorik.ch/Meetings/Meetings.html
3. März 2002 ... Wir leben im Zeitalter der Informationsfülle. Wir ertrinken gleichsam in einer Informationsflut. Wir wissen: Von den unzähligen Informationen ...
www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html

Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen.
www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html

28. Sept. 2001 ... Konzentration und Denken hat bei allen Kommunikationsprozessen ... zu befreien, damit die Konzentration auf das Wesentliche möglich ist.
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Sep_28_2001.html

Wenn die Leute nicht sagen, was sie wirklich stimmen....

Immer wieder liegen die Prognostiker falsch:

Auch bei der Masseneinwanderungsinitiative könnten die Prognosen falsch sein. On verra!
Spannend- nicht wahr?

• Anti-Minarett-Initiative: Zwei Wochen vor der Abstimmung ermittelte die SRG-Umfrage, dass sich 53 Prozent der Schweizer gegen ein Bauverbot von Minaretten stellte. Im November 2009 stimmten 57,5 Prozent dafür.


• SP-Steuerinitiative: Zwei Wochen vor der Abstimmung im November 2010 lehnten lediglich 39 Prozent der von der SRG Befragten die Abschaffung von Steuerprivilegien für Superreiche ab. An der Urne waren es 58,5 Prozent.


• Autobahn-Vignette: 53 Prozent gaben einen Monat vor der Abstimmung im November 2013 gegenüber der SRG an, für eine Preiserhöhung der Vignette zu stimmen. Am Stichtag wurde die Initiative mit 60,5 Prozent abgelehnt.

Kommentar: Nicht nur der Bundesrat und die Wirtschaftsverbände- auch die Prognostiker zittern. 
Auch Claude Longchamp hat Angst vor dem Minarett-Effekt
storybildClaude Longchamp

Montag, 13. Januar 2014

Streitthemen

STREITEN-ABER WIE?


Es gibt bewährte Regeln, wie wir streiten lernen können. Falls Sie diese Regeln verinnerlichen wollen, empfehle ich Ihnen ein die Absolvierung eines kurzen Moduls bei K+K. Eine individuelle Trainingselement lohnt sich. Interessenten können sich melden: k-k@bluewin.ch
Das LESEN folgender Erkenntnisse genügt leider nicht:

LINKS:

29. Juni 2002 ... Bestimmte Formulierungen provozieren, verwirren, verspannen, verhindern Verständigung und verursachen sinnlosen Streit. Es gibt aber auch ...
www.rhetorik.ch/Streiten/Streiten.html
Wir streiten konstruktiv. Unter vier Augen, mündlich, fragend, direkt, ... Streiten- aber wie? Kritisieren- aber wie? Informieren- aber wie? Gerüchtekommunikation  ...
www.rhetorik.ch/.../Kommunikationsklima.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
12. Dez. 2012 ... reagierte in den ersten Tagen aber zurückhal- tend, um ... Aber auch die Demokraten haben einen ... streit gehen, berichtete das Internet-Portal.
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/12_15/12_12.pdf

Hitparade der Streitthemen aus dem Mama Blog des Tagi:
  1. Ordnung und Sauberkeit
    Er läuft schon wieder mit dreckigen Schuhen durch die Wohnung. Sie lässt ihre Kleider dauernd in der Wohnung herumliegen. Was nervt mehr? Und überhaupt: Weshalb sieht immer nur der oder die Eine, wann der Abfallsack voll ist – und bringt ihn raus, um ihn in den Müllcontainer zu werfen? Der wöchentliche Grossputz allerdings ist der häufigste Grund für Zoff.
  2. Schlechte Angewohnheiten
    Sie schmatzt beim Essen, er leckt beim Frühstück das Messer ab. Im anfänglichen Liebeshoch sieht man vielleicht noch darüber hinweg oder findet solche Macken sogar noch liebenswürdig. Nach einiger Zeit aber nerven sich Paare über schlechte Angewohnheiten des anderen nur noch.
  3. Eltern und Schwiegereltern
    Je länger ein Paar zusammen ist, desto mehr Stress gibt es wegen Eltern und Schwiegereltern. Am meisten ärgert Paare, wenn sie das Gefühl haben, dass bei Eltern und Schwiegereltern immer alles nach deren Vorstellungen gehen soll.
  4. Geld
    Ein Flachbildfernseher, teure Strandferien – oder vielleicht doch ein neues Auto? Bei Diskussionen über grössere Anschaffungen kriegt sich knapp ein Viertel der Paare in die Haare. Nur etwa jedes zweite Paar verfügt übrigens über ein gemeinsames Konto. Vielleicht, um solche Diskussionen bei kleineren Dingen gar nicht erst aufkommen zu lassen.
  5. Hausarbeit
    Familien- und Hausarbeit ist nach wie vor Frauensache: Knapp 80 Prozent der Frauen sagen, dass die Hauptlast der Familienarbeit bei ihnen liege. Die meisten (66 Prozent) finden, dass ihr Partner diese Leistungen nicht ausreichend anerkenne. Dabei würde ihnen meist schon ein ehrlich gemeintes «Danke» reichen.
  6. Autofahren
    «Achtung, da kommt einer von links!» – «Sag mal Schatz, willst du nicht mal schalten?» Egal, was Sie der Fahrerin oder dem Fahrer neben Ihnen sagen: Sie bewegen sich auf rutschiger Unterlage. Und auch hier gilt: Je länger das Paar zusammen ist, desto genervter reagiert das Gegenüber auf Kommentare beim Autofahren.
  7. Kindererziehung
    Mehr als 44 Prozent der Eltern geben an, in der Kindererziehung oft uneins zu sein. Sie haben zuweilen eine komplett andere Haltung. Nutzniesser dieser unterschiedlichen Auffassungen: die Kinder. Sie können die Eltern schön gegeneinander ausspielen.
  8. Beruf und Freizeit
    Sie hat sich auf ein Wochenende mit der Familie gefreut. Er natürlich auch, doch am Wochenende will er trotzdem kurz ins Büro gehen, und geschäftliche E-Mails checken muss er ebenfalls. Die Frage, wie viel Berufliches im Privatleben nötig ist, wird von vielen Paaren heiss diskutiert.
  9. Freiräume
    Wie viel soll man als Paar oder Familie gemeinsam unternehmen? Und wie viel Eigenständigkeit ist erlaubt? Ein Viertel der Paare ist sich deswegen uneins und streitet regelmässig über die Frage, wie viel jeder alleine unternehmen darf und soll. 

Sonntag, 12. Januar 2014

Vorbildliches Interview

Negatives nie wiederholen! Begriffe sofort präzisieren!

Bei Susanne Willes Antworten im Interview mit BLICK sehen wir: Sie weiss mit Journalistenfragen vorbildlich umzugehen.
Achten Sie einmal darauf, wie Susanne Wille ihre Antworten auf den Punkt bringt:

Susanne Wille moderiert heute den «Swiss Award»«Ich habe im Leben nichts verpasst!»

Susanne Wille und ihr Plan B: Im Interview erzählt die Moderatorin der «Swiss Awards», was sie nach der TV-Karriere macht.
Ich zitiere BLICK:
BLICK: Sie moderieren heute Abend die grösste TV-Gala der Schweiz. Wie glamourös sind Sie?Susanne Wille:



 (lacht) Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich würde mich eher als den bodenständigen Typ bezeichnen. Nach dem «Swiss Award» feiere ich lieber mit Wienerli statt mit Champagner. Ich sehe mich als Journalistin, die einen TV-Beruf hat.

Warum haben Sie sich entschieden, den «Swiss Award» nochmals zu präsentieren?

 Weil mich Menschen und ihre Geschichten interessieren. Das bietet der «Swiss Award». Ich freue mich auf leuchtende Gesichter und Menschen, die das Land geprägt haben.

Wer ist Ihr persönlicher Schweizer des Jahres?

Privat sind es die engsten Freundinnen, wir sehen uns regelmässig. Das sind alles starke Frauen, die konsequent ihren Weg gehen.

Was ist besser auf der grossen Gala-Bühne als bei der «Rundschau»?

Das lässt sich nicht vergleichen. Der «Swiss Award» ist eine jährliche Live-Kiste, bei der auf der grossen Bühne viel Unvorhergesehenes passieren kann. Bei der «Rundschau» bin ich als Reporterin unterwegs und führe kontroverse Gespräche im Studio. Der Mix ist reizvoll.

Wovor haben Sie Angst?

Zugegeben, die Grösse der Sendung und das Live-Publikum flössen mir schon etwas Respekt ein.

Keine Angst vor Pannen? Letztes Jahr gab es eine im Interview mit Vorjahressieger Didier Cuche, der davon sprach, es seien ihm die Haare zu Berge gestanden. Es folgte von Ihnen ein «Also die unten?» Wie sehr ist das im Hinterkopf?

Es war ein Missverständnis. Mehr nicht. Ich erinnere mich, wie ich auf seine Haare am Unterarm gedeutet habe. Aber klar: In einer Live-Sendung kann alles passieren. Ich halte mich an eine brasilia­nische Redensart: Lass es rollen. Ich handhabe es im Leben generell so. Angst vor Fehlern bremst nur.

Sind Sie gleich nervös wie beim ersten Mal?

Ich kenne jetzt die Abläufe besser, habe aber auch dieses Jahr eine Grundanspannung – wie vor jeder Sendung. Wenn die einmal weg ist, ist es Zeit für mich, etwas Neues anzupacken.

Wollten Sie nie etwas komplett anderes machen?

Ich hinterfrage mein Glück ständig. Überlege mir immer wieder, was ich noch tun könnte. Das finde ich auch wichtig. So bleibt man nicht stehen im Leben. Ich finde Journalistin aber noch immer den besten Beruf überhaupt. Jeder Tag ist anders.

Gibt es ein Leben nach dem TV?

 Sicher. Nach «10 vor 10» begann ich ein Nachdiplomstudium in nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit. Mein Plan B wäre die Arbeit bei einer Hilfsorganisation. Aber momentan nutze ich die Möglichkeit, mit Reportagen auf soziale Missstände und Prob­leme hinzuweisen.

Sie sind mittlerweile dreifache Mutter. Wie bringen Sie Familie und Job unter einen Hut?

Mein Mann und ich unterstützen uns gegenseitig, er ist in Sachen Familie sehr engagiert. Wir holen uns aber auch externe Hilfe, haben ein grosses Netzwerk. Aber ich glaube, es ist in der Schweiz nach wie vor schwierig für jede berufstätige Frau, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Das müsste sich ändern.

Sie und Ihr Mann Franz Fischlin arbeiten beide beim Fernsehen. Wie schaffen Sie es, nicht ständig über das SRF zu reden?

 Das ist für uns kein Problem. Das Leben ist reich genug, um auch ausserhalb des Berufs Themen zu finden. Aber: Das Weltgeschehen interessiert uns halt auch privat, also braucht es gar keine strikte Abtrennung. Wir reden auch mit den Kindern über das, was passiert. Wenn sie fragen: Wer ist das da in der Zeitung? Dann sage ich ihnen, wer Obama ist und was er macht.

Sie werden im Mai 40. Was verbinden Sie mit dieser Zahl?

 Es ist schon eine Marke. Aber ich habe sie noch verdrängt (lacht). Ich habe ja noch ein paar Monate Zeit.

Ihre Zwischenbilanz?

 Ich halte in letzter Zeit öfter inne, diskutiere auch mit Freunden über die vergangenen Jahre. Und ich finde: Ich habe im Leben nichts verpasst! Ich hatte ein reiches Leben bis jetzt, wurde auch vor grösseren Schicksalsschlägen verschont. Manchmal kommt deshalb eine diffuse Angst, dass noch etwas passieren könnte.

Was hält Sie jung?

 Der Beruf. Er bringt jeden Tag neue Menschen und Geschichten und ist somit nie langweilig. Und sicher hält mich auch meine Familie auf Trab.

Wie schauen Sie voraus?

Ich notiere immer, was ich noch machen möchte im Leben. Zum Beispiel erneut einen längeren Auslandsaufenthalt. Vor allem aber hoffe ich, dass es so spannend weitergeht wie bisher!

KOMMENTAR:

Haben Sie festgestellt, dass Susanne Wille das Wort ANGST nicht wiederholt, sondern in der Antwort präzisiert mit dem Begriff  RESPEKT.

Bei der Anspielung auf die Panne mit Didier Cuche, nutzt Wille die Gelegenheit, das Missverständnis aufzudecken. Das Publikum erfährt hier ohne grosses herumeiern, dass sie auf die Haare an den Unterarmen angespielt habe.

Auch das Wort NERVOES wird nicht wiederholt. Sie spricht von GRUNDANSPANNUNG, die immer notwendig ist.

Bei der Antwort auf die Frage "Gibt es ein Leben nach den TV?" folgt eindeutig: "Sicher".
Wir erfahren vom Nachdiplomstudium 
und konkret vom Plan B.

Das Thema Alter spült  Susanne Wille elegant weg. Die Zahl 40 ist für sie lediglich eine WEGMARKE.

 Die Frage "Was hält Sie jung?" wird glaubwürdig beantwortet und kann von allen Leserinnen und Leser nachvollzogen werden, die an Neuem interessiert sind und  Menschen und Geschichten schätzen.

Ich gehe davon aus, dass die Profi-Journalistin das Interview gegengelesen hat und sanktioniert hat. Es gibt viele Laien, die bei Boulvard -Journalisten einfach drauflos plappern und nachher erstaunt sind, dass nur Banalitäten aus dem Provatleben publiziert werden. Wir dürfen ein Interview nie dem Zufall überlassen. Vorbereitung , bedacht sprechen und Aussagen sanktionieren ist die halbe Miete.

EIn lohnendes Modul bei K+K

Präsentieren - aber wie?

Für erfolgreiche Unternehmen und Führungspersönlichkeiten sind Präsentationen von entscheidender Bedeutung.




Ihre Performance ist so gut wie Ihr professioneller Umgang mit den Medien, der Art der Präsentation und der Vermittlung der Inhalte.
Ihre Leistungen und Produkte müssen wirkungsvoll dargestellt werden, um Akzeptanz zu finden. Wir erarbeiten die wichtigsten Voraussetzungen um bei Präsentationen zu überzeugen.

Nur wer die effektive Tools kennt und umsetzen lernt, gewinnt Sicherheit und Souveränität im Auftritt und fördert seine kommunikative Kompetenz. Glaubwürdiges Auftreten und eine überzeugende Präsentation ist ein wichtige Baustein zum beruflichen Erfolg. Folgende Frage stehen im Zentrum unserer kurzen Module:


 

Wie werden Präsentationen strukturiert und zielgerichtet vorbereitet?
Wie gewinne ich die Zuhörer?
Ist wirklich der Start die halbe Miete?
Wie kann ich Argumente- und Charts wirkungsvoll einsetzen?
Was begeistert die Zuhörer?
Welche Bausteine (Rhetorik und Medien) gelten immer?
Wie können Sie mit Fallstricken umgehen?


LINKS:

Dialogisch präsentieren, Partner wechseln. Lautstärke, Je nach Situation unterschiedlich laut reden. Beim Gebrauch einer Verstärkeranlage im Kammerton ...
www.rhetorik.ch/Praesentation/Praesentation.html

Die Praesentation, Der Vortrag. ... Sie haben dadurch mehr Freiheit aber auch mehr Verantwortung. Lesen Sie mehr im Beitrag über zuhörerorientiertes ...
www.rhetorik.ch/Praesentation/Praesentation.html

17 Juni 2012
Obwohl Ihnen aus der Fülle der "Erkenntnisse über das Präsentieren" nur einer Auffrischung des theoretischen Wissens gleichkommt, soll der Workshop einmal mehr bewusst machen: Wissen heisst noch nicht, dieses ...
07 Feb. 2013
Wir müssen fähig sein, alles was wir tun (Unterrichten, Präsentieren, Referieren, Verhandeln, Medienauftritte usw. ) jedes Mal - auch bei einer Wiederholung - völlig neu - mit ganzer Hingabe zu tun - als sei es das erste Mal.
02 Juli 2011
Juli 2011. Aus der Praxis für die Praxis: Präsentieren und Ueberzeugen im Alltag. (auch in schwierigen Situationen). Animationstext für bevorstehende Intensivseminare DAS WICHTIGSTE IN KUERZE. 1. VORBEREITUNG.
01 Apr. 2010
Seminar. Präsentieren und"Oeffentliche Auftritte". «Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass sich ehrenamtliche Führungsarbeit lohnt - für Ihren Sportverein und für Sie selbst. Wer einen Verein leiten darf, kann sich Dialog- und ...