Samstag, 5. Oktober 2013

BALD IST ES SOWEIT- ENDLICH!

Berlusconi steht vor dem Aus


Silvio Berlusconi stemmt sich mit seiner ganzen Kraft dagegen, seinen Sitz als Senator abzugeben. Doch es spricht alles gegen ihn. Der Immunitätsausschuss des Senats empfahl den Ausschluss des Ex-Premiers.  (Quelle TAGI)
 

Brennpunkt Familienpolitik

Welches Familien-Modell soll unterstützt werden?

In vielen Ländern wurde das traditionelle Familienmodell gleichsam bestraft, indem nur jene Ehepaare finanziell entlastet wurden, die ihre Kinder fremd betreuen liessen. Das Betreuungsgeld jener Familien, die selbst zu den Kindern schauen, werden auch Deutschland zum Zankapfel zwischen rechts und links.

AUCH IN DER SCHWEIZ (Ich zitiere NZZ)?

SVP-Familieninitiative

Kampfzone Familie



Wer selber zu seinen Kindern schaut, soll nach dem Willen der SVP einen Steuerabzug geltend machen können.
Wer selber zu seinen Kindern schaut, soll nach dem Willen der SVP einen Steuerabzug geltend machen können. (Bild: Adrian Baer / NZZ)

Wer seine Kinder selber betreut, soll dafür steuerlich entlastet werden. Der Steuerabzug hat gleich hoch zu sein wie jener, der Eltern gewährt wird, die ihre Kinder in eine Fremdbetreuung geben. Die SVP-Initiative findet über die Partei hinaus Anhänger.

Nicht nur die Marketingspezialisten der grossen Schweizer Detailhandelshäuser fokussieren auf Kinder und Familien. Der Staat und seine Verwaltung tun es auch und mit ihnen die Parteien. «Familienpolitik» nennt sich das, und was lange nur linke und christliche Parteien interessierte, wurde in den letzten Jahren gewissermassen Allgemeingut. Die Nuancen bleiben: Während die Linke eher auf Gleichstellungsfragen Wert legt, sind es für die CVP generell die Kinder, die es zu umsorgen gilt. Die FDP wiederum gewichtet die Stellung der Frau in Arbeit und Beruf, während die «offizielle» Familienpolitik konservative Reflexe in der SVP provoziert.

Gegen «Diskriminierung»

Mit ihrer Mitte 2011 eingereichten Volksinitiative «Steuerabzüge auch für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen» will die SVP die traditionell organisierten Familien stärken – also Familien, in denen ein Elternteil (meist die Mutter), die Kinder zu Hause betreut. Die Initiative ist eine Reaktion auf Neuerungen in der Familienbesteuerung, die 2009 vom Parlament beschlossen wurden und Anfang 2011 in Kraft getreten sind. Stein des Anstosses ist, dass die Betreuungsausgaben neu bei der direkten Bundessteuer berücksichtigt werden: Bis zur Vollendung des 14. Altersjahres können die nachgewiesenen Kosten für die Fremdbetreuung – maximal 10 100 Franken jährlich – von der Steuerrechnung abgezogen werden.
Dies ist der SVP ein Dorn im Auge. Die Partei taxiert die Reform der Familienbesteuerung als einseitige steuerliche Bevorzugung von Eltern, die ihre Kinder in Krippen, Horte oder zu Mittagstischen schicken; als Diskriminierung jener Väter und Mütter, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Traditionell lebenden Familien soll darum ein mindestens gleich hoher Steuerabzug gewährt werden. Der Staat habe nicht ein bestimmtes Familienmodell zu begünstigen, argumentiert die SVP. Einverdiener-Paare verzichteten auf ein zweites Einkommen und finanzierten mit ihren Steuern auch noch die Krippenkosten der anderen. Die SVP spricht von einer «Verstaatlichung von Familien und Kindern» und wertet (ohne indes die obligatorische Schule zu erwähnen) die Fremdbetreuung als ebensolche.


Im Unterschied zu anderen SVP-Volksinitiativen findet die Familieninitiative Anhänger über die Parteigrenzen hinaus. Das Parlament lehnte sie zwar ab, viele CVP-Parlamentarier und einige der FDP votierten jedoch für das Ansinnen. Die CVP setzte sich für einen direkten Gegenentwurf ein, kam damit aber nicht durch. Wie der Bundesrat empfiehlt auch das Parlament die Initiative ohne Gegenvorschlag Volk und Ständen zur Ablehnung.
Das Hauptargument des Bundesrats ist steuerrechtlicher Art. Die Kosten der Lebenshaltung einer steuerpflichtigen Person und ihrer Familie stellten steuerrechtlich eine Einkommensverwendung dar, schreibt der Bundesrat in der Botschaft. «Sie sind daher grundsätzlich steuerlich nicht abziehbar», heisst es weiter. Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, verzichten zwar auf einen zweiten Verdienst – sie werden dadurch aber nicht zusätzlich mit einer Steuer belegt. Die logische Folge: Was nicht besteuert wird, kann auch nicht steuerlich entlastet werden.
Während die SVP von der steuerlichen Benachteiligung des traditionellen Familienmodells ausgeht, argumentieren die Initiativgegner gerade umgekehrt: Gleiches Einkommen vorausgesetzt, seien Zweiverdiener-Paare aufgrund der zwingend notwendig werdenden Fremdbetreuung der Kinder steuerlich schlechtergestellt. Ohne Steuerabzug würde der in der Verfassung verankerten Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, die bei Zweiverdiener-Paaren vermindert sei, widersprochen. Kurz: Der 2009 beschlossene Steuerabzug schaffe erst die Gleichbehandlung vor dem Steuervogt.

KOMMENTAR:

Weil es nicht so leicht ist eine Lösung zu finden, die beide Seiten befriedigt, werden in dieser Abstimmung die Emotionen recht hoch kochen. Ich bin überzeugt, dass die SVP Initiative mehr Anhänger finden wird, als es Bundesrat, Parlament und Parteien wahr haben wollen. Der Abzug für Fremdbetreuung (würde dem Bund 60 Millionen Franken einbringen). Die Aufwendungen für die Fremdbetreuung  werden wohl kaum mehr rückgängig gemacht. Der Pauschalabzug für die Ehepaar mit Selbstbetreuung kostet aber auch zusätzlich. Ebenfalls einige Millionen. Die Kantone warnen schon heute vor Steuerausfällen.
Es geht bei der Auseinandersetzung auch um das angeblich ideale Familienbild. Es wird  mit harten Bandagen gekämpft. Die Gegner der Selbstbetreuung reden bereits von Herdprämie und die SVP spricht von Staatskindern (analog China und Russland).
Einen Abzug für die Eigenbetreuung der Kinder kennen heute nur die «katholischen» Kantone Zug, Luzern und Wallis. Es ist kein Zufall, dass in der CVP viele mit der SVP-Familieninitiative sympathisieren, haben die Christlichdemokraten in den erwähnten Kantonen doch massgeblich am Steuerabzug für die Eigenbetreuung mitgewirkt. Während Fraktion und Parteileitung zu einem Ja tendieren und die Delegierten die Parole am 26. Oktober fassen, nehmen die CVP-Frauen im gegnerischen Komitee Einsitz.
Im Kanton Zug können für jedes Kind unter 15 Jahren 6000 Franken für die Eigenbetreuung abgezogen werden, im Kanton Luzern sind es pauschal 2000 Franken pro Kind, derweil es im Kanton Wallis 3000 Franken sind. Die genaue Ausgestaltung der Steuerabzüge und die Möglichkeiten der Ansprüche unterscheiden sich von Kanton zu Kanton.
FAZIT: Liberal denkende Bürger sollten bei dieser Zeitfrage nicht in ein "Entweder-oder" Denken verfallen. Beide Familienmodelle  (Fremd- und Selbstbetreuung) müssten analog unterstützt werden.  Es gilt einmal mehr das "Sowohl-als auch" Prinzip. Ich vermute, dass dieser Abstimmungskampf ein überraschendes Abstimmungsresultat zeitigen wird. Möglicherweise werden sich aber auch ideologische Gräben weiter öffnen. 

Freitag, 4. Oktober 2013

Lesenswert aus business-netz.com (Portal für Führungskräfte)



10 Regeln für eine überzeugende Argumentation



Innerhalb eines Gespräches verfolgt jeder eigene Gesprächsziele. Um Ihre Ziele zu untermauern, benötigen Sie überzeugende Argumente. Dabei kommt es nicht ausschließlich auf den Inhalt an, sondern auch auf die Präsentation Ihrer Argumente.
überzeugende Argumentation
Im Idealfall führt Ihre Argumentation dazu, dass Sie gemeinsam mit dem Gesprächspartner
  • Sachverhalte analysieren,
  • Meinungen, Bewertungen und unterschiedliche Sichtweisen herausarbeiten,
  • eine Lösung finden, die für alle akzeptabel und zufriedenstellend ist.

Regel 1: Eigene Argumente vorbereiten

Machen Sie es sich zur Angewohnheit, sich vor jedem (wichtigen) Gespräch inhaltlich vorzubereiten. Neben dem Sichten von Fakten und Informationen, heißt es vor allem Argumente herauszuarbeiten, die Ihr Anliegen unterstützen.

Listen Sie dafür alles auf, was Ihnen einfällt auch Detailfragen oder nebensächlichere Argumente. Sie wissen nicht, mit welchem Sie Ihren Gesprächspartner gewinnen können.
Fragen Sie sich auch, welche möglichen Einwände, Gedanken oder Meinungen Ihr Gesprächspartner haben könnte. Falls Ihnen hierbei nicht genügend einfällt, erkundigen Sie sich bei einem oder zwei Kollegen, welche Einwände diese vorbringen würden. Überlegen Sie sich, wie Sie mit diesen Einwänden umgehen möchten.

Tipps zum Download
Um auf Einwänden Ihrer Kunden richtig reagieren, zu können lesen Sie unsere 7 Tipps für Ihre Einwandbehandlung.

Regel 2: Alternativen zu den eigenen Zielen überlegen

Sicher wollen Sie Ihr Ziel erreichen. Nur bei einem Gespräch geht es auch immer um Kompromissbereitschaft. Sich stur auf das eigene Ziel zu konzentrieren, verbaut Chancen sich zu einigen und eine gemeinsame Vereinbarung zu erreichen.

Überlegen Sie also unbedingt:
  • Mit welchen Teilzielen bzw. Alternativzielen Sie einverstanden sind.
  • In welchen Bereichen Sie kompromissbereit sind und was Sie dabei bereit wären aufzugeben. Welchen Ausgleich Sie dafür erhalten möchten.
  • In welchen Bereichen Sie auf Ihrem Standpunkt beharren wollen und wie Sie diesen mit welchen Argumenten untermauern können.

Regel 3: Argumente logisch aufbauen

Wählen Sie einen Gesprächseinstieg, der gleich zu Beginn die Ziele und Absichten offen anspricht. Dies stärkt Ihre Position, denn Ihr Gesprächspartner registriert Ihre Präsenz. Damit diese gute Ausgangsposition nicht verloren geht, bauen Sie Ihre Argumente logisch aufeinander auf. So kann Ihr Gesprächspartner mühelos verfolgen, wie das eine Argument ins andere greift. Dadurch erhalten Ihre Argumente mehr Gewicht.

Regel 4: Nicht alles auf einmal vortragen

Trotz logischem Aufbau sollten Sie nicht alle guten Argumente auf einmal präsentieren. Geben Sie Ihrem Gesprächspartner die Gelegenheit, seine Gedanken zu Ihrem Argument zu äußern. Greifen Sie seine Gedanken auf, indem Sie es mit Ihrem nächstfolgenden Argument verknüpfen.


Regel 5: Prinzip der Steigerung beachten

Hüten Sie sich davor, Ihr bestes Argument gleich zu Beginn einzusetzen. Dies erwartet Ihr Gegenüber nicht. Im Gegenteil, er geht davon aus, dass Sie ihm einige Argumente vorbringen, von denen am Schluss das Wichtigste stehen wird.
Dieses Prinzip der Steigerung erhöht auch die Spannung. Ihr Gesprächspartner wird garantiert nicht das Interesse verlieren.

Regel 6: Den Gesprächspartner einbeziehen

Achten Sie darauf, dass Sie beide die gleiche Sprache sprechen. Sie laufen sonst Gefahr fachliche Begriffe einzusetzen, die zwar Ihre Kompetenz unterstreichen, mit denen Ihr Gesprächspartner aber eventuell nichts anfangen kann. Falls es unumgänglich ist Fachvokabular einzusetzen, erläutern Sie es kurz.
Fordern Sie Ihn durch Fragen auf seine eigenen Ideen, Gedanken und Ansichten einzubringen. Hören Sie aktiv zu. Lassen Sie dabei Pausen zu, ohne in diese zeitliche Lücke ein weiteres Argument einbringen zu wollen. Dafür gibt es bessere Gelegenheiten.

Regel 7: Die Bedürfnisse des Gesprächspartners berücksichtigen

Gewinnen Sie einen Verbündeten, indem Sie die Wünsche des Gesprächspartners mit in Ihr Ziel einbeziehen. Suchen Sie nach gemeinsamen Schnittmengen. Rufen Sie sich Ihre Teilziele in Erinnerung. Bieten Sie erste Kompromisse an. Damit signalisieren Sie Ihrem Gesprächspartner Interesse an seinen Zielen und es entsteht eine offenere Gesprächshaltung, die viel in Bewegung bringen kann.

Regel 8: Auf die Argumente des Gesprächspartners eingehen

Nicht nur aus taktischen Gründen sollten Sie auf die Argumentation Ihres Gesprächspartners eingehen, sondern weil sich dadurch vielleicht (neue) Erkenntnisse ergeben, die für Ihre eigene Zielerreichung nützlich sein könnten. Um sicher zu sein, dass Sie die Argumente Ihres Gegenübers richtig verstanden haben,
  • fassen Sie diese am besten in eigenen Worten zusammen
  • oder fragen gleich nach, um Unklarheiten zu beseitigen.

Regel 9: Eigene Argumentation neu ausrichten

In einigen Gesprächen wird das Argument Ihres Gesprächspartners tatsächlich neue Erkenntnisse präsentieren, die Ihre bisherige Argumentationsstrategie hinfällig macht. Richten Sie dann Ihre Argumentation neu aus. Falls Sie keine Argumente mehr in der Reserve haben, die auf diese neue Erkenntnislage ausgerichtet sind, bitten Sie einfach um Bedenkzeit und verlegen Sie das Gespräch.
Dies ist ein legitimer Zug, den Ihr Gesprächspartner akzeptieren wird. Falls nicht, ist er im Grunde nicht an einer gemeinsamen Lösung interessiert

Regel 10: Das Ziel erreichen

Verlieren Sie vor lauter guten Argumenten Ihr Ziel nicht aus den Augen. Achten Sie deshalb unbedingt auf Signale Ihres Gesprächspartners, die Ihnen zeigen wann für ihn ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wurde. Schätzen Sie ab, wie nah dieses Ergebnis an Ihrem eigentlichen Ziel ist. Fragen Sie sich auch, ob es sinnvoll ist, weitere Argumente vorzutragen oder ob Sie mit dem gerade erzielten Ergebnis zufrieden sind.


  Einige dieses10 Punkte Programmes von Brigitte Müller unterstreichen wir auch auf rhetorik.ch.
Zur VORBEREITUNG:

Der Vorbereitung (Analyse der Realität des Partners) bewahrt uns vor Fehlschlägen. Bei jenen, die bei Verhandlungen um die eigene Person kreisen - selbst, ...
www.rhetorik.ch/Verhandeln/Verhandeln.html
NICHT ALLES AUF EINMAL (WENIGER IST MEHR):

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
etwas – auf das, was Du im Augenblick tust. Weniger ist mehr. Reduzieren Sie nach der Lektüre dieses. Beitrags die verschiedenen Erkenntnisse ebenfalls auf  ...
www.rhetorik.ch/Vereinfachen/vereinfachen.pdf

ADRESSATENGERECHT VERHANDELN:

Ungefähr 6.510 Ergebnisse (0,29 Sekunden) 

Suchergebnisse

  1. [PDF]

    Natürlich, zuhörerorientiert, inhaltzentriert reden

    www.knill.com/ebooks/knill_reden.pdf
    «Angewandte Rhetorik» für alle, die kommunizieren müssen. Ein Lehr-, Lern- und Lesebuch. Marcus Knill. Verlag des Schweizerischen Vereins für Handarbeit ...

Religion und Drogen



Falls die Studie stimmt, dass Gläubige weniger Drogen konsumieren als Atheisten, so können wir daraus nicht automatisch ableiten: Die Religion sei gleichsam eine Droge oder mindestens ein Drogenersatz!?
Was könnte der Grund sein?
Wie denken Sie darüber? (Antworten Sie auf k-k@bluewin.ch)

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Zum schlechten Image der Schweizer Lehrer

Lehrer sollten wieder konstante Bezugspersonen werden, die nicht bei jedem Problemchen einen Therapeuten heranziehen.

Ich zitiere Blick:

Neue Studie zeigt:

Schweizer Lehrer erhalten wenig Respekt


 
(Keystone)
BERN/LONDON - Lehrerinnen und Lehrer haben in der Schweiz im internationalen Vergleich einen eher niedrigen Status, obwohl das Vertrauen ins Schulsystem sehr hoch ist.
Den höchsten Status geniessen Lehrpersonen in China, den niedrigsten in Israel. Das zeigt eine Umfrage in 21 Ländern weltweit.
Die Schweiz landet im unteren Teil der Rangliste: Sie nimmt den 15. Platz von insgesamt 21 Nationen ein, wie aus einem Communiqué der Stiftung Varkey GEMS Foundation hervorgeht.
Einen ähnlichen Status wie in der Schweiz haben Lehrer laut der Umfrage in Deutschland und Portugal. Deutlich höher ist das Prestige der Lehrpersonen beispielsweise in den europäischen Ländern Griechenland, Niederlande und Grossbritannien sowie in Südkorea oder Neuseeland.

Wenig Respekt

Vergleichsweise tief ist laut der Umfrage auch der Respekt, der Lehrern in der Schweiz entgegengebracht wird. Nur gut ein Fünftel (22 Prozent) der Befragten stimmten der Aussage zu, dass Lehrpersonen von ihren Schülern respektiert werden.
Damit befinde sich die Schweiz aber in Gesellschaft vieler anderer europäischer Länder, heisst es im Communiqué der Stiftung. In Asien und im Nahen Osten gaben Umfrageteilnehmer hingegen häufiger an, dass Schüler ihre Lehrer respektieren.
Am meisten Respekt gezollt wird den Lehrern in China. Dort hält die Mehrheit der Befragten auch den Status der Lehrer mit demjenigen von Ärzten vergleichbar. In der Schweiz hingegen wurde wie in den meisten anderen Ländern der Lehrerberuf am häufigsten mit demjenigen des Sozialarbeiters verglichen.

 

Kommentar: Dass das Image des Lehrerberufes in der Schweiz immer schlechter wird, ist nicht verwunderlich. Wenn Aerzte  nicht mehr fähig wären, Patienten zu helfen, würde die Anerkennung bei den Medizinern auch schwinden. Wenn Lehrkräfte nicht mehr die alltäglichen Schulprobleme selbst zu meistern und der Staat Millionen von Franken für Zusatztherapien ausgeben muss,  liegt es auf der Hand, dass der Lehrerberuf die Anerkennung verliert. Wir müssen weg von der um sich greifenden Therapitis und zurück zu Lehrerpersönlichkeiten, die Ihren Job weitgehend allein meistern können. Es  mangelt eigentlich an LehrMEISTERN, die den Job allein meistern können. Klassen an der Volksschule haben heute viel zu viele Bezugspersonen.  

Nachtrag: Auch in Deutschland dasselbe Problem. Dort ist es aber noch schlimmer.
Ich zitiere SPIEGEL:

Weltweite Umfrage zu Status: Lehrer werden in Deutschland kaum respektiert

Weltweite Umfrage zu Status Lehrer werden in Deutschland kaum respektiert

Vertrauen, Respekt, Image: Für ihre Lehrer haben die Deutschen nur wenig davon übrig. Das zeigt eine weltweite Umfrage zu dem gesellschaftlichen Ansehen von Lehrern. Immerhin in einem Punkt liegt Deutschland vorn. Von Lena Greiner mehr...  

DIe Qual der Wahl

Welche Farbe soll es sein?
Rot geht nicht
Gelb ist nicht mehr
Blau wird kommen
Grün eventuell
Oder:....?



Sondierungsgespräche: Hat Schwarz-Grün doch eine Chance?

ERZIEHUNGSFEHLER

Es gibt tatsächlich Fehler, die Eltern und Erziehungsberechtigte kennen sollten






Ratgeber:  

Diese Fehler dürfen Sie bei der Erziehung NICHT machen








  Kindererziehung: Michael Winterhoff erklärt, wie Ihr Kind kein Egoist wird
Ein Kind sollte seine Eltern als in sich ruhende, konstante und strukturierte Personen erleben (Symbolfoto)
Foto: Superbild






Bestseller-Autor Michael Winterhoff erklärt, wie Ihr Kind kein Egoist wird.


Keine Konzentration, keine Lust aufs Lernen, kein Respekt vor Erwachsenen – das wird vielen Kindern und Jugendlichen heute vorgeworfen. Mitverantwortlich: Eltern, Großeltern, Lehrer – sagt Bestseller-Autor Michael Winterhoff (58) in seinem neuen Buch. Viele Kinder können sich psychisch nicht mehr altersentsprechend entwickeln. Nachfolgend erklärt der bekannte Kinderpsychiater, welche Fehler viele Eltern machen – und was sich ändern muss.






  Michael Winterhoff
  Buch Cover SOS Kinderseele
Michael Winterhoff: „SOS Kinderseele“, C. Bertelsmann,

Fotos: dpa Picture-Alliance
Angebote statt Ansagen machen
Problem: Grundschulen sehen Kinder vermehrt als kleine Erwachsene. Der Lehrer soll nur noch Lernbegleiter sein, die Kinder bedienen sich an der „Lerntheke“.

Folge: Das Kind bindet sich nicht an den Lehrer. Ein Sechsjähriger lernt auch, weil er die Bestätigung durch den Lehrer sucht. Durch die fehlende Bindung geht die Motivation verloren – das Kind lernt nicht gern.

Lösung: Kinder brauchen für ihre Entwicklung einen Lehrerzentrierten Unterricht. Der Lehrer muss als konstante Orientierung dienen. Darauf sollten Sie bei der Auswahl der Schule achten.

Konflikte vermeiden

Problem: Heute haben Eltern und auch Großeltern oft Angst vor Konflikten. Sie denken, dass sie nicht mehr geliebt werden, wenn sie mal Nein zum Kind sagen.

Folge: Das Kind entwickelt sich zu einem lust- orientierten Egoisten, dem es schwer fällt, wenn sich nicht alles nach ihm richtet. Als Erwachsene scheitern sie dann am Chef oder sind unfähig, eine Partnerschaft aufrecht zu erhalten, weil sie keine Kompromisse gewöhnt sind.

Lösung: Ein Kind darf nicht alles bekommen. Es braucht Grenzen, z.B.: „Heute darfst du nicht fernsehen.“ Diese Lenkung gibt den Kindern Schutz und stärkt die Bindung.

Kinder vorm TV „parken“

Problem: Kinder werden heute viel zu oft an Fernseher, iPad oder Smartphone „abgegeben“.

Folge: Das Kind findet das Gesehene zwar spannend, klickt auf dem Bildschirm herum – doch die blinkenden Lichter und schnellen Bewegungen führen oft zu einer Reizüberflutung, weil das Hirn darauf nur diffus reagiert.

Lösung: Technische Geräte können die Eltern nicht ersetzen. Die Zeit mit den Eltern (z. B. Vorlesen oder Gespräche über den Tag) sollte zeitlich immer überwiegen.

Sich ständig einmischen

Problem: Durch den eigenen Leistungsdruck haben Eltern oft Angst, ihr Kind könne in der Schule schlecht abschneiden.
Sie projizieren die Leistungen auf sich: Bekommt das Kind beispielsweise eine Fünf, fühlen sich Mama und Papa selbst als Versager.

Folge: Die Eltern beschweren sich vermehrt bei Lehrern, Schulleitern und sogar dem Schulamt. Das Kind lernt daraus aber, dass es für seine mangelnden Leistungen nicht selbst verantwortlich ist.

Lösung: Eltern sollten Lehrer respektieren, sich nicht einmischen. Ein sachliches Gespräch ist okay. Aber: keine Anschuldigungen!

Kind als Partner sehen

Problem: Viele Eltern betrachten ihre Kinder als Partner. Sie behandeln sie als ebenbürtig, lassen Sie zu viel selbst entscheiden.

Folge: Die Psyche des Kindes kann sich nicht richtig entwickeln, das Kind fühlt sich überfordert, lernt keine soziale Kompetenz – weil es sich nicht anpassen muss.

Lösung: Die Kindheit ist die einzige Zeit, in der wir keine Verantwortung tragen müssen. Kinder können sich ausprobieren, sind trotzdem durch die Erwachsenen geschützt. Aber um diese Freiheit genießen zu können, muss auch klar sein, dass die Eltern Anleitungen bieten.

Stress auf Kinder übertragen

Problem: Viele Erwachsene leben heute durch die digitale Gesellschaft von einem Moment zum nächsten. Sie haben selbst kaum Struktur, befinden sich in einem permanenten „Katastrophen-Modus“.

Folge: Das Kind wird hektisch, weiß nie, was von ihm erwartet wird.

Lösung: Die kindliche Psyche orientiert sich am erwachsenen Gegenüber. Ein Kind sollte deshalb seine Eltern als in sich ruhende, konstante und strukturierte Personen erleben. Versuchen Sie, Ihren Stress nicht auf die Kinder zu übertragen.

Kinder immer selbst entscheiden lassen

Problem: Kinder können, zu Hause und in Kitas, immer öfter selbst entscheiden, wann sie was essen oder wann sie spielen, lesen, lernen möchten. Die Erzieherin macht nur offene Angebote.

Folge: Ein gemeinsamer Tagesablauf entfällt, die Kinder verbleiben quasi auf Säuglings-Niveau, haben Schwierigkeiten, Einfühlungsvermögen zu erlernen. In der Schule schaffen es viele dieser Kinder dann nicht, 45 Minuten still zu sitzen.

Lösung: Kinder brauchen klare Zeiten und Abläufe, die durch die Erzieherin oder die Eltern als Orientierung vorgegeben werden. Zum Beispiel sollte fest geregelt sein, wann gegessen wird, am besten gemeinsam. (Quelle BILD)

Kommentar: Als Vater und während der Phase als Lehrperson habe ich erkannt, dass es sich lohnt, wenn Kinder eine verlässliche Bezugsperson haben.
Kinder wollen sich an dieser Person orientieren können.

Obschon vor Jahren viele Eltern Konflikten bewusst ausgewichen sind und nach fragwürdigen Erziehungskursen  den Kindern alles gewährt hatten (man wollte bewusst keine Grenzen setzen), blieben wir im Alltag konsequent: Unsere Kinder mussten Spielregeln einhalten. Wir haben nachträglich gesehen: Diese Lenkung erleichterte das Zusammenleben enorm. Dank zahlreicher Rituale - als Orientierungshilfe - kam es zu keinen destruktiven Auseinandersetzungen. Wir hatten viel mehr Zeit für sinnvolleres Tun.

Auch beim Fernsehkonsum gab es klare Regelungen. 

Wir haben im Nachhinein gesehen, dass unsere Kinder den stützenden Rahmen geschätzt hatten. (Zeiten, Abläufe). Dadurch kam es nie zu den bekannten endlosen Diskussionen über Nichtigkeiten.