Samstag, 11. Mai 2013

Phänomen 4 der Kommunikationspsychologie

Die Aufmerksamkeits-Illusion

Wir glauben, nichts zu verpassen, was sich in unserem Gesichtsfeld abspielt. Doch sehen wir in Wahrheit meist nur das, worauf wir uns konzentrieren.
Seit der Einführung der Navigationssysteme waren zahlreiche Chauffeure so sehr auf ihr Navigationssystem konzentriert, so dass sie gar nicht merkten, wie sie irregeleitet wurden.



9. Febr. 2010 ... Der Regina Dugan's Test wird von Peter Lee demonstriert. Dem Zuschauer wird für 5 Sekunden ein Bild mit farbigen Punkten gezeigt, und eine ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_09/


20. Juli 2011 ... Christopher Chabris und Daniel Simons haben sich 1997 in Harvard getroffen. Sie haben in 2004 den Ig Nobel Prize in Psychology erhalten ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/07_20/

Freitag, 10. Mai 2013

Phänomen 5 der Kommunikationspsychologie:

Image schlägt Fakten

LINK:


18. Okt. 2009 ... Christian Fichters Team an der Universität Zürich ist auf Imageforschung spezialisiert. Eine Untersuchung des Teams wurde im Schweizer ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/

Wir sind uns zu wenig bewusst, dass der Ruf, das negative oder positive Vorurteil, viel mehr beeinflusst, als wir es wahr haben wollen.


Wer sich mit den Phänomenen der Menschenkenntnis auseinandersetzt, merkt rasch, dass unser BILD (IMAGE), das wir vermitteln, mit vielen Missverständnissen gekoppelt ist.

GESCHICHTE PAPAGEI:


Jemand wollte ein einer Zoohandlung einen Papagei kaufen.
"Dieser schöne bunte Vogel kostet 300.-- Fr.", sagte die Verkäuferin.
"Und der kleinere dort?"
"Der kostet 600.--!"
"Weshalb ist er so viel teurer?", wollte der Käufer wissen.
"Er kann schon Worte nachsprechen."
"Was kostet dann der farblose, Papagei dort hinten, dem einige Federn fehlen?"
"Der kostet 5000.-- Fr!"
"Weshalb?"
"Alle sagen ihm CHEF."


FAZIT: Der Ruf (die Marke), das Brand, die Reputation ist auch bei und Menschen ausschlaggebend. Deshalb lohnt sich, das eigene Image zu pflegen.

Auch der ERSTE EINDRUCK ist prägend.
Ich schildere dieses Phänomen im LINK "Erster Eindruck":


Mit verschiedensten Psychoanalysen wird heute versucht, herauszufinden, ob der erste Eindruck, die Körpersprache, das Gesicht oder die Stimme verraten, wie ...
www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html

15. März 2007 ... In der Fachliteratur wird der erste Eindruck unterschiedlich thematisiert. Es gibt Autoren, die messen ihm keine grosse Bedeutung bei.
www.rhetorik.ch/Erstereindruck/Erstereindruck.html
 
"Ich kenne sie nicht, das ist meine erste Begegnung mit ihr. Aber ich habe auf den ersten Blick gesehen, dass sie mir nicht sympathisch ist. Der erste Eindruck ...
www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis1.html
Beim ersten Eindruck spielen persönliche Sympathien und Antipathien eine zentrale Rolle. Der erste Eindruck kann trügen, zumal persönliche Vorerfahrungen ...
www.rhetorik.ch/Wahrnehmen/Wahrnehmen.html


Donnerstag, 9. Mai 2013

Phänomen 6 der Kommunikationspsychologie:


Wir sind in unseren Denkmustern und Erfahrungen gefangen


Folgende Aufgabe können Sie nicht befolgen:

Bitte betrachten Sie das nächste Wort und versuchen Sie es nicht zu lesen:

>  GEDANKE


***************

Lesen Sie nun die nachfolgenden sechs gefärbten Wörter. Aber nur den Wortlaut der Wörter.
Sprechen Sie  laut und so schnell wie möglich:


GRUEN

ROT

GELB

ROT

GELB

ROT


Nun machen Sie es bei den folgenden Worten noch einmal. Nennen Sie aber nur die Farbe des Wortes und nicht das Wort selbst. Wieder laut und so schnell wie möglich:





BLAU

ROT

GRUEN

ROT

GRUEN

GELB




Erkenntnis: Sie hatten Mühe, nicht wahr. Weshalb? Wir sind in unseren Erfahrungen und Denkmustern gefangen. Es ist nicht einfach, Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Doch ist dies nicht einfach!

Quelle der Uebung:  Thorsten Havener "Ich weiss, was Du denkst"



Mittwoch, 8. Mai 2013

Phänomen 7 der Kommunikationspychologie:

WIR FILTERN DIE WAHRNEHMUNG


Je älter wir werden, desto ungenauer beobachten wir.

VERSUCH:


Sehen Sie sich im Raum ungefähr 30 Sekunden um. Merken Sie sich während der nächsten 30 Sekunden möglichst viele schwarze Gegenstände, die Sie von Ihrem Platz aus sehen können.
Auf STOP schliessen Sie die Augen. Der Versuch beginnt JETZT! Lesen Sie  auf keinen Fall weiter!!!

......

......

......

Zeit ist abgelaufen.

Haben Sie die schwarzen Gegenstände gesehen?

Ohne sich umzuschauen, nennen Sie  drei schwarze Gegenstände.

Schliessen Sie erneut die Augen und zählen sie nun alle roten Gegenstände auf, die sich im Raum befinden.

ERKENNTNIS:

Sehen Sie, Sie haben sich auf eine Sache konzentriert. Vieles blieb ihnen verborgen, obwohl es auch existiert. So ist  es auch im Alltag. Tagtäglich dringt vieles in unser Bewusstsein und wir vergessen es, obwohl  wir es gesehen, aber nicht realisiert haben.


UNSERE ERFAHRUNG BESTIMMT, WAS WIR SEHEN:

"Sicherlich knenen Sie auch dei Studie in dre hersuafegnuden wrude, dass die Reinehfloge der Bustchabne für uns nihet mher witchig ist. Nur die esrten und ltezten Buhctsaben müssen korkret sein. Wir heban die Wröter so oft gesehen, dass wir die flasche Reiehnfloge druch unsere Erafhrung umtslelen und die reihtige Bedeutung der Wörter so in unesrem Kopf autoamtisch enttseht..."

Quelle: Thorsten Havener "Ich weiss, was Du denkst"


Fazit: Abgesehen davon, dass wir eine Menge von Informationen überhaupt wahrnehmen, filtern wir bewusst zahlreiche Details, indem wir es durch unser Vorwissen ergänzen. Unsere Sinne täuschen uns laufend. Das liegt in unserer Natur.

Ein ähnliches Phänomen:

WENN WIR AUFGRUND UNSERES WISSENS ODER UNSERER ERWARTUNG ETWAS VORAUSAHNEN, BLENDEN WIR FAKTEN AUS:

Lesen Sie folgende Sätze:


                                         Das
                                       ist  ein
                             ein interessantes Buch



                                         Das
                              ist der Tropfen auf
                             auf den heissen Stein

          
       
                                     Thorsten
                                Havener ist der
                               der Gedankenleser


Viele haben die Verdoppelungen nicht sofort gemerkt. Wir folgen nämlich den Mustern, die wir seit Jahren verinnerlicht haben.





  

 

Dienstag, 7. Mai 2013

Trend gegen das Namenchaos in Familien und Schulen:

In den Neuzigerjahren begann ein Trend zur Unverbindlichkeit und generellen Beliebigkeit. Jeder soll machen dürfen, was er wünscht . In der Erziehung schlug der Trend der antiautoritären Bewegung auch auf die Schulen durch. Die Emanzipation der Frauen drängte nach vollständiger Gleichberechtigung. So durften die Frauen nach der Heirat ihren Namen behalten obschon es kritische Stimmen gab, die lieber einen gemeinsame Einigung auf einen Namen gesehen hätten. Auch die Ehe verlor den Status der lebenslangen Bindung.
Jeder konnte den unverbindliche Bindung wieder problemlos auflösen. Die Ehescheidungen boomten.
Weil die Geschiedenen mit ihren Kindern erneut heirateten, kam es zu grotesken Situationen hinsichtlich der Namen (Eltern, Kinder). Lehrerinnen und Lehrer können über die chaotischen Zustände  bei Patchworkfamilien ein Liedchen singen.

Für mich ist es deshalb nachvollziehbar, dass die modernen jungen Eltern mit dieser Beliebigkeit bei der Namensgebung nicht mehr viel anfangen können. Das macht eine Umfrage deutlich:


Frauen verzichten auf eigenen Namen

Ich zitiere TAGI:
 
Trotz der neuen Wahlfreiheit nehmen die meisten Frauen bei der Heirat noch immer den Namen ihres Mannes an – unabhängig davon, ob sie auf dem Land oder in der Stadt leben. Auch viele junge Paare setzen auf die Tradition.

Der Name als verbindendes Element: Ein Hochzeitspaar präsentiert seine Ringe. (Archivbild)


Der Name als verbindendes Element: Ein Hochzeitspaar präsentiert seine Ringe. (Archivbild)
Bild: Keystone

Die überwiegende Mehrheit der Hochzeitspaare entscheidet sich auch heute für einen gemeinsamen Namen – und zwar für den Namen des Mannes. Seit Anfang 2013 bestünde in dieser Hinsicht Wahlfreiheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Zeitung «Schweiz am Sonntag» bei grossen Zivilstandsämtern.
«Die Vorstellung, dass alle in der Familie gleich heissen sollen, ist tief in den Köpfen der Menschen verankert», sagt Roland Peterhans, Chef des Zivilstandsamtes Zürich, gegenüber der Zeitung. Seine Prognose: «Es braucht wohl eine Generation, bis sich das ändert, und nicht nur ein paar Jahre.» Tradition ist nicht nur auf dem Land gefragt: Selbst im rot-grünen Zürich, das sich als urbanstes und progressivstes Zentrum der Schweiz versteht, wählen gemäss Peterhans satte 80 Prozent der Paare den Namen des Mannes als Familiennamen.

Beim Namensrecht gibt es keinen Stadt-Land-Graben. Und auch keinen Röstigraben, sind doch die Befunde aus dem calvinistischen Genf identisch mit denjenigen aus dem katholischen Solothurn. Zudem gibt es auch keinen Generationenkonflikt. «Viele Junge setzen stark auf Tradition», betont Beatrice Rancetti vom Zivilstandsamt Liestal (BL). Karin Schifferle, Leiterin der Aufsichtsbehörde über das Zivilstandswesen im Kanton Bern, beobachtet gar teilweise einen Rückschritt: «Heute behalten weniger Frauen ihren Namen.» Der Grund: Früher konnten die Frauen ihren Namen weiterführen, indem sie ihn dem Männernamen voranstellten. «Wenn heute beide ihren Namen behalten, fällt das verbindende Element weg.» 

Kommentar: Es bringt nicht viel, wenn wir  uns über Aenderungen des Zeitgeistes ärgern.
Jede Reaktion bringt früher oder später eine Gegenreaktion. Unsinnige Vorschriften werden somit zwangläufig früher oder später wieder korrigiert.

Montag, 6. Mai 2013

Calmy war immer wieder für Ueberraschungen gut

Was ist mit der ehemaligen Bundesrätin los?

Sie setzt sich für die SVP Initiative ein und befürwortet die Volkswahl des Bundesrates.

Die SVP freuts 

Kommentar: Ich bin eigentlich dafür, dass Politiker nach dem Rücktritt nicht mehr politischen Einfluss nehmen sollten.
Bei Micheline Calmy-Rey haben wir schon während der Amtszeit gesehen, dass sie 
sich nicht gerne einbinden lässt. Diese jüngste Verlautbarung passt zu diesem Bild. 

Aus AUTONOM LEBEN (Hamburg)



In der Kommunikation zwischen Menschen mit Behinderung und ohne, spielen meines Erachtens folgende Punkte (Quelle: http://www.rhetorik.ch/UmgangBehinderte/UmgangBehinderte.html von Marcus Knill 1998-2010) beispielhaft eine wichtige Rolle, um Menschen mit Behinderung Anerkennung zu Teil werden zu lassen und Ihnen mit Würde zu begegnen:




Die folgende Liste wurde frei von einer vom "National Center for Access Unlimited" zusammengestellten Liste adaptiert: Quelle:
  1. Direkt zur Person sprechen, nicht zum Begleiter. Auch wenn die Person nicht hören kann. Die Person ernst nehmen.
  2. Erwachsene sollen als Erwachsene behandelt werden. Personen nur duzen, wenn man das auch sonst machen würde.
  3. Es ist in Ordnung, die Hand zu schütteln. Auch wenn es die linke Hand oder eine künstliche Hand ist.
  4. Wenn man mit einer visuell behinderten Person spricht, soll man sich identifizieren. In einer Gruppe, die angesprochene Person mit Namen ansprechen.
  5. Wenn man Hilfe anbietet, warten bis bestätigt wird, dass die Hilfe auch tatsächlich gebraucht wird und auf Anweisungen hören.
  6. Der Rollstuhl einer Person muss als Teil des Körpers betrachtet werden. Einen Rollstuhl nicht als Abstütze oder Ablege verwenden.
  7. Wenn jemand Mühe mit Sprechen hat, Geduld haben. Nicht den Satz für die Person fertig machen.
  8. Wenn jemand Krücken oder ein Rollstuhl hat, wenn mögich versuchen, sich in Augenhöhe zu plazieren.
  9. Beim Sprechen mit Hörbehinderten, die Person direkt anschauen. Langsam sprechen. Nicht gleichzeitig essen oder rauchen.
  10. Keine Angst vor einem Faux-Pax wie "Auf Wiedersehen" zu einem Sehbehinderten, oder "Komm doch zu einem Sprung rüber" zu einem Paraplegiker. Solche Dinge sind harmlos.

Fehlverhalten im Umgang mit Behinderten:
  1. Erna wird von ihrem Mann Rolf zum Arzt chauffiert. Das Arzpersonal spricht nicht mit Erna, sondern mit Rolf "Hat sich mit der Gesundheit von Erna etwas geändert?" Fehler: Die Behinderte wird wie ein Kind bevormundet.
  2. Der Namen von Behinderten wird verwechselt. Sind zwei Behinderte zugegen, wo beide im Rollstuhl sind, wird der erste mit dem zweiten verwechselt. Fehler: Bei Behinderten ist eine Verwechslung schlimmer, weil bewusst gemacht wird, dass die Behinderung, nicht die Person im Vordergrund steht.
  3. Leute fragen Dinge, die sie nichts angehen, wie: "Warst Du schon immer so?" Fehler: Die Behinderung wird ohne Grund zum Thema gemacht.
  4. Eine Behinderte wird über die Strasse geschleppt, obwohl sie gar keine Hilfe braucht. Fehler: Die behinderte Person wird nicht ernst genommen.
  5. Der Person wird gutmütig wird auf die Schulter geklopft, die Wange gestreichelt oder durch die Haare gestrichen, ohne dass man sie gut kennt. Fehler: Der Behinderte wird patronisiert.
  6. Eine altershalber langsamere Frau wird vom Personal geduzt, obwohl man sie gar nicht gut kennt. "Jöh, Marteli, hast Du heute gut geschlafen?" Fehler: Das Duzen passiert auch im Umgang mit älteren Leuten. Erwachsene Personen sollen als erwachsene Personen behandelt werden.

Bei dem vorhergehenden Bespiel Nr. 6, kann man gleich zwei unterschiedliche Formen von Diskriminierung erkennen: Zum Einen wird die Person aufgrund Ihres Alters (in anderen Fällen aufgrund der Behinderung) als jemand betrachtet, der bzw. die dem gesellschaftlich geforderten Tempo nicht standhalten kann. Zum Anderen, wird die Person geduzt. Dies ist unter Erwachsenen sich gegenseitig unbekannten Personen allgemein nicht üblich. Eine Kommunikation auf Augenhöhe sieht anders aus.

Augenhöhe bedeutet in anderem Sinne auch Gleichberechtigung. Am Beispiel Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bzw. Beschäftigung / Arbeit, lässt sich gut erkennen, dass die vom Gesetzgeber vorgesehene Förderung größtenteils auf unentgeltliche Personenbeförderung im jeweiligen Nahverkehrsbereich, sowie steuerliche Erleichterungen z.B. beim Besitz eines Autos abzielt. Eigene Initiative, Motivation und Wille sind unter diesen Umständen nicht nur hart erkämpfte Eigenschaften, und erscheinen mir in Zeiten zunehmender sozialer Kälte und Kluft zwischen Arm und Reich, überlebensnotwendiger denn je. Der Spagat zwischen der Durchsetzung eigenen Rechts z.B. auf Anerkennung der jeweilig behinderungsbedingten vermeintlichen Schwächen einerseits, und der Anpassung an die Gegebenheiten der Gesellschaft oder des Arbeitsmarktes ist meines Erachtens nur unter ziemlich besonderen Umständen erfolgreich zu meistern und oftmals sehr beschwerlich. Dies bringt mich zu der Frage, wo eigentlich die wirklichen Hürden in der Umsetzung von persönlicher Freiheit, Glück und Selbstbestimmung zu finden sind.

Vielleicht ist es die Perspektive, mit der die Gesellschaft auf die Menschen mit Behinderung blickt. Sie setzt Behinderung gleich mit Krankheit/Erkrankung. Einen kranken Menschen muss man behandeln. Es ist hoffentlich nachvollziehbar, so eine Sicht auf seine Mitmenschen auf Dauer keine gute Kommunikationsebene sein kann, ständig als krank = unbrauchbar angesehen zu werden. Unter Umständen kann dies zu Motivationsabbau und Verlust von Selbstwertgefühl führen.

Umso wichtiger ist es, dass Menschen mit Behinderung eine reale Chance bekommen ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen, ohne auf die Hilfe fremder Personen angewiesen zu sein. Persönlich habe ich lange die Einstellung gehabt, alles alleine meistern zu müssen und andererseits viele Dinge hinzunehmen, mit denen ich eigentlich nicht einverstanden war. Allerdings musste auch ich die Lektion lernen, dass es ganz ohne Hilfe nicht funktionieren kann. Aus meiner Sicht, ist das Konzept „selbstbestimmt Leben“, dass Autonom Leben e.V. sich auf die Fahnen geschrieben hat so zu verstehen, dem/der Betroffene/n nach Möglichkeit verschiedene Lösungswege aufzuzeigen und sie/ihn zu befähigen selbständig das jeweilige Problem zu lösen. Die Fähigkeit zu erlernen sich selbst helfen zu können hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist ein mehr oder weniger längerer Prozess mit verschiedenartigen Übungsmöglichkeiten. Denn Probleme tauchen meistens von selbst auf. Die These, dass Probleme von selbst auftauchen, bzw. hausgemacht sind, wirft die Frage auf, ob der Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderung überhaupt thematisiert werden muss. Ist es im Sinne gleichberechtigten Umgangs zwischen allen Menschen auf gleicher Augenhöhe nicht vielmehr sinnvoll, bei sich selbst anzufangen und sich selbst gegenüber respektvoll und wertschätzend zu verhalten? Hier passt das Sprichwort: „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es heraus“