Freitag, 11. Dezember 2015

Blau dominierte bei der Bundesratswahl

Weshalb das Meer aus blauen Anzügen?

20 Min bringt darüber einen Beitrag. Bei meinem Seminaren wird immer wieder die Frage gestellt: Welches Kleid soll ich tragen. Aus der Optik ist bekannt, dass wenn das Auge einige Sekunden die blaue Farbe sieht, gleichsam als Abwehrmechanismus orange bildet und das strahlt dann auch auf die Hauttöne ab. Deshalb empfehlen viele meiner Kollegen,  in der Arena ein blaues Hemd zu tragen. Der Begriff "arenablaues Hemd" ist in Medienseminaren ein Begriff.

Doch das vorherrschende nachtblau, dunkelblau und königsblau  hat heute auch etwas mit der Mode zu tun. Ich zitiere:



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Viele Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung waren 
bei der Bundesratswahl in Nachtblau gekleidet.



KOMMENTAR:
Politiker sollten sich durchaus an gewisse Grundsätze halten: Ein Kleid müsste sitzen. Wer glaubt,
Politiker sollten sich mit angeblich Wichtigerem als mit Kleidern befassen, sitzt auf dem falschen Dampfer. Es ist kein Zeichen von Persönlichkeit, wenn den Eindruck erweckt wird, die Kleidung sei einer Person der Oeffentlichkeit egal. Männer sind tatsächlich sehr oft in zu grossen, schlecht sitzenden Anzügen unterwegs, die Frauen tragen vielfach zu enge Kleidung. Aeltere Semester sollten auf dunklere Nuancen setzen.
Wenn es um Kleider und Farben geht, empfehle ich folgende Regel:
Das Outfit muss zur  Person und zur entsprechenden Rolle passen. Es muss der Person auch wohl sein in ihrem Kleid. Die Farbe richtet sich nicht nur nach der Situation. Sie muss auch zur  Haut- und Haarfarbe passen. 

LINK:
Aktueller Beitrag rhetorik.ch. ... www.rhetorik.ch aktuell: (6. Mai, 2005) ... Schon früher gab es über Äusserlichkeiten und Kleider, mit denen eine Gesinnung kund  ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/05_06.html


PERSON DES JAHRES

Time kürt Angela Merkel zur Person des Jahres - 
Trump war unterlegen und fozzelt:

Trump über 

"Time"-Auszeichnung für Merkel:  

"Sie haben die Person gewählt, 

die Deutschland ruiniert"





"Time"-Cover: "Kanzlerin der freien Welt" Zur Großansicht
AFP/ TIME
"Time"-Cover: "Kanzlerin der freien Welt"

Was nach Auszeichnung klingt, ist bei genauer
Betrachtung lediglich die Nominierung 
einer Person, die  etwas im Weltgeschehen 
bewirkt hat. 
Es muss nicht zwingend etwas Gutes sein.
Auch Adolf Hitler war 1938 
nach der Beurteilung der 
Journalisten des US Magazins 
"Person des Jahres".
Dieses Jahr war Polterer und Provokator 
sogar an dritter Stelle.
Tatsächlich machte auch Angela Merkel, 
als  Machtfrau in der Griechenlandkrise 
und als umstrittene Figurin der  
Flüchtlingspolitik - bei der Durchsetzung der
 unbegrenzten Aufnahme aller Einwanderer - 
von sich reden. Person des Jahres ist somit 
nicht immer eine Ehre.

Ich kann mir nicht vorstellen, 
dass Angela Merkel  
stolz sein kann mit ihrem Titel, 
wenn sie hinter sich   auf Platz Zwei
in guter Gesellschaft ist mit ihrem 
Konkurrenten, dem Kalifen 
des "Islamischen Staates" IS
befindet und langfristig 
auch mit STALIN,
der auch noch den Rest von Deutschland
runiniert hatte. Dieser ist sogar
schon zweimal als Person des Jahres 
auserkoren worden.
Waldimir Putin hingegen nur einmal.
Unter diesen Umständen - kein ehrenvoller 
Titel - Frau Merkel! 


Donnerstag, 10. Dezember 2015

Zum hundertsten Geburtstag von Frank Sinatra

Aerger mit Ausschlussklausel, aber

Ohne Ausschlussklausel hätten bestimmt viele Parlamentarier einen pflegeleichten SVP Kandidaten gewählt, der nur in wenigen Punkten mit der Partei übereinstimmt.

Deshalb muss den Strategen der SVP ein gewisses Verständnis entgegengebracht werden.
Ich bin mir  sicher, dass die SVP wohl nicht so rasch auf diese Klausel verzichten wird.
Nur dank der leiden Ausschlussklausel konnte nämlich die Partei ihr strategisches Ziel erreichen.
Ohne Ausschlussklausel hätte das Parlament sicherlich nur einen "halben" SVP Kandidaten gewählt. Einen der pflegeleicht ist.
Es wäre  mir auch absolut unverständlich, wenn der SP ein Parteimitglied aufgezwungen würde, der gegen die Grundsätze der Partei politisieren müsste.
Ich finde es auch erstaunlich, dass nur bei der SVP verlangt wird, wie ein Kandidat zu denken hat - hinsichtlich Bilateralen, bei der Europafrage oder bei der Einstellung gegenüber fremden Richtern. 
Ich Kernfragen darf nach meinem Dafürhalten jede Partei Kandidaten bestimmen dürfen, die auch das Gedankengut der eigenen Partei vertreten. Ein Grüner darf grün sein. Ein SP Kandidat darf gegen den Kapitalismus sein und ein SVP Vertreter darf für die Ausschaffung krimineller Ausländer sein. Bei jeder Diskussion sind eindeutige Positionen erwünscht.
Das konkordante Verhalten zeigt sich später, wenn es um Kompromisse geht. Vor der BRWahl wurde ersichtlich: Hinsichtlich Konkordanz gab es sehr viele Missverständnisse.


SRF:

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Weshalb schwört Bundesrätin Sommaruga nicht?

Der neue Bundesrat 
Was heisst einen Eid schwören?

 Wikipedia

Die Eidesformel ist der für einen Eid nachzusprechende oder mit den Worten „Ich schwöre es“ (ggf. mit religiöser Beteuerung) zu bestätigende Text. 

Es gibt Alternativen zur Eidesformel

Will der zu Vereidigende aus Glaubens- oder Gewissensgründen keinen Eid leisten, so genügt ein „Ja“, wobei diese „Bekräftigung“ einem Eid gleichsteht. Mit dem Sprechen der Eidesformel beginnt bei Falscheiden der Versuch des Meineides.


Kommentar:  Ich gehe davon aus, dass die Bundesrätin auch den Text nicht nachgesprochen hat.

Warum werden Frauen immer noch über die Kleider beurteilt?

Für mich zählt die kommunikative Leistung und die Qualität des Auftrittes - und nicht  das Outfit

Solche Beurteilungen sollten überwunden sein.
Für Blick sind die Kleider wichtiger als die Leistung der Moderation.
Unglaublich aber wahr!
Ich zitiere:

Gewinnerin und Verliererin der Bundesrats-Wahl

Susanne Wille & Christa Markwalder im Style-CheckGewinnerin und Verliererin der Bundesrats-Wahl

Susanne Wille strahlte bei der Übertragung der Bundesratswahl: In ihrem weissen Anzug kombiniert mit dem orangenen Shirt machte sie eine tolle Figur. Ganz im Gegensatz zu Christa Markwalder, welche im Gothic-Chic daher kam. Twitter-User und unsere Style-Expertin Ana Maria Haldiman kritisieren.
 

Die Würfel sind gefallen

Der neue Bundesrat heisst Guy Parmelin

Ich zitiere swiss.info

Guy Parmelin bei seiner Rede zur Annahme der Wahl. (Reuters)
Guy Parmelin bei seiner Rede zur Annahme der Wahl.
(Reuters)

Erstmals zieht mit Guy Parmelin ein Westschweizer Vertreter der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei in den Bundesrat ein. Fehlende Führungserfahrung war dabei kein Hindernis. Seine Positionen haben sich in den letzten Jahren verhärtet. Doch er betont: Der Ton mache die Musik.

Der 56-jährige Landwirt und Weinbauer aus Bursins in der Waadtländer Region La Côte verkörpert Waadtländer Gutmütigkeit und strenge Blocher-Linie zugleich.
"Ich vertrete zu 95 Prozent das Parteiprogramm der Schweizerischen Volkspartei (SVP), mit einigen Abweichungen in Gesellschaftsfragen wie zur Abtreibung oder der Präimplantations-Diagnostik, für die ich Ja gestimmt habe", beschreibt Guy Parmelin sein politisches Profil.
Der Mann ist nicht einfach einzuordnen: Vor seiner Ausbildung an der Landwirtschaftsschule in Marcelin (Kanton Waadt) schloss er die Maturität mit Schwerpunkt Latein und Englisch ab. Heute widmet er den grössten Teil seiner Zeit der Politik und noch etwa 20 Prozent seinem Hof.
Parmelin besitzt zusammen mit seinem Bruder ein Landgut von 36 Hektaren, darunter fünf Hektaren Weinberge. Er bringt keinen Wein auf den Markt, vertreibt aber rund 3000 Flaschen pro Jahr an Familie, Freunde und Bekannte. Er ist verheiratet, das Paar hat keine Kinder.

Parmelin ist dialogbereit

Im Nationalrat machte sich der Waadtländer bisher mit soliden Dossierkenntnissen und der Bereitschaft zum Dialog einen Namen. Er präsidiert die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) und gehört auch der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) an. Die Tageszeitung Blick beschreibt ihn als "freundlich, bescheiden, umgänglich", was aber auch seine Schwächen seien. "Grosse Dynamik erwartet niemand vom neuen SVP-Bundesrat."
Seit er auf der nationalen Bühne politisiert, haben sich seine Positionen verhärtet. Parmelin zeigt sich aber in der Form milder als im Inhalt: "Es kommt auch auf die Art und Weise an, wie man Dinge sagt. Man muss weder brüllen noch ein übertriebenes Vokabular benutzen", betont er.
So tickt der neue Bundesrat: Smartspider von Guy Parmelin. (swissinfo.ch)
So tickt der neue Bundesrat: Smartspider von Guy Parmelin.
(swissinfo.ch)
Er ist ein Kompromiss-Politiker

Doch auch parteitaktisches Kalkül stecke hinter dieser Wahl, ist der Tages-Anzeiger überzeugt: Es sei darum gegangen, "dieser Rechtspartei Risiken aufzubürden, die ihren Erfolgskurs für die nächsten Jahre weit stärker gefährden, als dies die Wahl eines nicht genehmen Sprengkandidaten bewirkt hätte".
Für den Politologen Adrian Vatter ist Parmelin ein Zentrist. Er gehöre eigentlich zur "alten" SVP der 1980er-Jahre und nicht zur heutigen Partei, sagte Vatter dem Fernsehen SRF.
Wenn man die Entwicklung der Westschweizer SVP-Sektionen anschaue, sei gerade die Waadtländer SVP – obwohl es auch bei ihr einen Rechtsrutsch gegeben habe – eine Sektion, die viel stärker auch gegen die Mitte politisiere. Das werde sich auch bei Parmelin ausdrücken, wenn dieser im Bundesrat aktiv sei.
Die Hoffnung im Parlament sei, dass er eher fähig sei, kollegiale Lösungen zu treffen. Denn man müsse Kompromisse finden untereinander: Dazu brauche es diesen Typus von Politiker.

KOMMENTAR: Meine ANALYSE über die Auftrittskompetenz des neuen Bundesrates publiziere ich später.