Freitag, 27. November 2015

Gedanken über die ZEIT

 Am Puls der Zeit
Bildergebnis für Zeit

"Verlorene Zeit wird nicht wieder gefunden"


Benjamin Franklin (1706 - 1790), US-amerikanischer Politiker, Naturwissenschaftler, Erfinder und Schriftsteller

Gedanken zur Grossveranstaltung:
16. DirectDay in Bern vom 24. November 2015


Das Bild zeigt ein Ausschnitt einer Skyline
Zeit – vergänglich, verkäuflich, unbezahlbar. Der 16. DirectDay steht ganz im Zeichen unserer kostbarsten Ressource. Mit einem Aufgebot an renommierten Zeitgenossen, die dem Phänomen Zeit nachspüren. Tiefgründig, provokativ, kontrovers. Melden Sie sich an. Ihre Zeit ist es wert!

Podiumsdiskussion: «Was bedeutet Zeit?»

Das Bild zeigt eine Sitzgruppe ohne Personen.
In der Podiumsdiskussion des diesjährigen DirectDay ergründen der berühmte Herzchirurg Thierry Carrel, der gewiefte Kommunikationsexperte Dominique von Matt und die populäre Ex-Spitzenathletin Ariella Kaeslin die Bedeutung der Zeit aus völlig unterschiedlichen Perspektiven.


Mit prominenten Referenten und dem Ueberraschungsgast Hans- Dieter Genscher wurden wir im Kursaal in Bern
auf dem Weg zur Vertiefung der Thematik "Am Puls der ZEIT" von Stephan Klapproth begleitet.
Ich notierte mir an diesem Tag folgende "Hörfrüchte":
Bildergebnis für Hirnforscher Christian Scheier
Hirnforscher Dr. Christian Scheier veranschaulichte die
SEKUNDENKOMMUNIKATION.
Um ein Gesicht wahrzunehmen nutzen wir gleichsam einen Autopiloten in unserem Gehirn. Dieser hilft uns die 11 Millionen Sinneseindrücke pro Sekunde zu verarbeiten.
Der Autopilot ist beim 1. Eindruck entscheidend.
Auch bei der Werbung geht es um "Sekundenkommunikation".
Der zwanzigste Teil einer Sekunde genügt, um Entscheide zu fällen. Impliziten Lernen ist dank dieser Fähigkeit des Gehirns möglich. Analoge Kommunikation wird immer wichtiger.
Wir werden beeinflusst von Bildern, Filmen, Geschenken, Belohnungen und persönlichem Gewinn.
 Bildergebnis für anitra eggler digital therapeutin

Anitra Eggli, Digitaltherapeutin, warnte eindrücklich von der zunehmenden Zeitsklaverei.
Die Dauerbenutzung der digitalen Medien rund um die Uhr führt zu einer Abhängigkeit, die an Hörigkeit grenzt.
E-Mails
Handy
Web und SocialMediasucht 
haben uns im Würgegriff.
Wir leiden permanent unter der panischen Angst, etwas zu verpassen.
Für Eggli ist Multitasking eine Körperverletzung.
Es ist leider für viele immer weniger wichtig, was kommuniziert wird, sondern nur, dass kommuniziert wird.
Es ist doch grotesk, wenn jemand an einem Meeting einer Person am Telephon sagt:
"Ich kann nicht telephonieren. Ich bin in einem Meeting"
Eigentlich lächerlich, wenn jemand am Telephon sagen muss, dass er nicht telephonieren darf.
Die Referentin veranschaulichte mit lustigen Photos unsere Handy-Hysterie:
- Velofahrer, der beim Fahren aufs Handy schauen
- Handybenutzung beim Lunch im Restaurant
- oder während des Schmusens
Die Thesen:
Jeder hat ein Recht auf Nichterreichbarkeit.
Lernen wir wieder zwei Stunden konzentriert zu arbeiten - ohne Unterbruch.
Führen wir Offlinephasen ein.
CC sind Zeittöter.
Entdecken wir wieder persönlich zu kommunizieren.
Das Betriebssytem sind SIE!! betonte Eggli.
Handy aus- Gehirn ein!
Weniger ist mehr denn je


Bildergebnis für Mauro Cosetti

In Anlehnung an das Pareto Prinzip 80/20 entwickelte Mauro Cosetti ein 50/100 Modell.
Er geht davon aus, dass wir 60 Prozent dessen, was wir tun, bleiben lassen oder ablehnen können.
Ich zitiere aus ZEITMANAGEMENT www.rhetorik.ch:

Das Pareto-Prinzip: heisst auch die 80:20 Regel:

Mit 20 Prozent des Aufwands werden 80 Prozent der Ergebnisse erreicht.
Mit den restlichen 80 Prozent des Aufwands nur noch 20 Prozent der Ergebnisse.


Manchmal sind die letzten 20 Prozent aber auch wichtig:

Beispiel. Viele Buchautoren behaupten, dass man oft schnell einen akzeptablen Entwurf zu einem Aufsatz, Artikel oder Buch fertiggestellt hat, dann aber die meiste Zeit mit Details, Bereinigungen und Korrekturen verwendet.

Mauro Cosettis Modell zeigt, wie wir dem Hamsterrad entrinnen können.
Bildergebnis für Mauro Cosetti 
1. Wir müssen das Chaos am Arbeitsplatz in den Griff bekommen.
Der Tipp: Das Papier muss stehen (In Ordnern oder Registraturen)

2.  Wir müssen uns bei Belastungen als erste Frage stellen:
Betrifft das Problem mich?
Wenn nicht: Sagen wir NEIN

3. Ist das Problem relevant für das Jahresendgespräch?
Wenn nicht: Sagen wir NEIN

4. Muss ich die Angelegenheit HEUTE erledigen?
Wenn nicht arbeite ich nicht daran und sage NEIN.

Für Cosetti taugt das Eisenhauerprinzip heute  nicht mehr:


Siehe "Eisenhauerprinzip" im Beitrag:




3. März 2002 ... Einige Zeitmanagement-Gurus arbeiten gerne mit Listen und Aktenordnern. Gemäss deren Rat müssten Sie dauernd Listen erstellen: z.B. was ...
www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html
Der Referent vertrat die Meinung, dass wir heute nicht mehr zwischen WICHTIG und DRINGEND und umgekehrt unterscheiden könnten. Für uns ist heute alles WICHTIG und DRINGEND.
Bei Cosettis Ausführungen spielte das "NEIN sagen können "eine grosse Rolle:

LINK aus www.rhetorik.ch:
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Nein sagen oder riskiert er damit den. Arbeitsfrieden? Welche Antworten oder. Verhaltensweisen bieten sich bei dieser heiklen Situation an? Ein Mitarbeitender  ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/04_03/neinsagen.pdf

Donnerstag, 26. November 2015

Analyse Bundesratskandidat Aeschi

Was ein Kommunikationsprofi 

über Thomas Aeschis Auftritte sagt

Der Bundesratskandidat sei medienrhetorisch top, hinterlasse aber einen zwiespältigen Eindruck, meint Marcus Knill. Und er sagt, ob der K.-o-Tropfen-Gag dem SVP-Politiker schaden könnte.

(Aus TAGI online)

Senkrechtstarter der SVP und Kronfavorit für die Bundesratswahl im Dezember: Thomas Aeschi.
Senkrechtstarter der SVP und Kronfavorit für die Bundesratswahl im Dezember: Thomas Aeschi. 











Marcus Knill arbeitet als selbstständiger Kommunikationsberater und Coach. Der Experte für Medienrhetorik aus Uhwiesen ZH coacht Führungskräfte aus Wirtschaft und Staat, Politiker, Piloten, Staatsanwälte, Lehrkräfte und Spitzensportler. Auf seinen Blogs Rhetorik.ch und Knill Blog analysiert er regelmässig die mediale Öffentlichkeit und ihre Protagonisten aus dem In- und Ausland. Auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat Knill das Auftreten von Bundesratskandidat Thomas Aeschi analysiert. Hier folgt seine Einschätzung im Wortlaut:
«Der erste Eindruck prägt bekanntlich. Der junge, dynamische Bundesratskandidat überzeugt auf Anhieb dank seiner bescheidenen, unverkrampften Art. Der mehrsprachige Politiker wird in den Medien als weltoffen, intellektuell und integer beschrieben. Der strebsame Ökonom ist rhetorisch begabt und sehr gut ausgebildet (HSG und Harvard). Er spricht ohne Marotten. Niemand zweifelt an seiner Kompetenz. Ist dieser Kronfavorit nun wohl die Verkörperung der neuen SVP-Generation?

Während des Sprechens fühlt man sich durch den wachen Blick angesprochen. Dennoch sehen viele meiner Berufskollegen in den Gesichtszügen des Senkrechtstarters etwas Zwiespältiges. Darauf angesprochen, nennen sie Details – wie zum Beispiel das asymmetrische Gesicht, die schmale Oberlippe, den schrägen Mund beim Sprechen oder auch die eng stehenden Augen.
Wenn ich den Begriff ‹zwiespältig› nochmals aufnehme, so nicht des Gesichtes wegen (das ist für mich kein Kriterium), sondern hinsichtlich der Wirkung des Politikers. Er gibt sich in den Interviews sehr bescheiden. Jeder weiss aber genau, dass sich niemand ohne Ehrgeiz und Ellbogen so rasch emporarbeiten kann. Die Bescheidenheit muss somit bei dieser steilen Karriere relativiert werden. Ich zitiere einen Parlamentarier: ‹Sein Ehrgeiz kann zu Übereifer führen.› Er glaubt zu allem immer etwas sagen zu müssen. Mein Gesamteindruck: Trotz medienrhetorischer Topnote hinterlässt Aeschi einen zwiespältigen Eindruck.
Als strategisch denkender Unternehmensberater bedenkt Aeschi jedes Wort, jede Formulierung. Er antwortet eindeutig, ohne Zögern, ohne Füllwörter. Es besteht keine Gefahr, dass er in Fettnäpfchen tritt. Der talentierte Rhetoriker wirkt forsch und über Strecken etwas spröd. Aeschi sei immer sehr gut vorbereitet, heisst es. Aber die Sitzungen sind meist länger als geplant. Ob er wohl Mühe hat, Prioritäten zu setzen? Der Mangel an grosser, langjähriger Führungserfahrung scheint wohl das einzige nennenswerte Defizit des Bundesratskandidaten zu sein.
Als Präsident der Zuger SVP, die wegen der Sexaffäre um Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin unruhige Zeiten durchmachte, gelang es Aeschi, die Wogen in der Partei wieder zu glätten. Sein Auftritt im SVP-Wahlvideo «Welcome to SVP» und damit der Gag mit einer Flasche Zuger Kirsch und den K.-o.-Tropfen wird kaum einen Einfluss auf seine Bundesratskandidatur haben. Das wird Aeschi nicht schaden. Man kann es der SVP nicht verübeln, dass sie sich über die Sexaffäre lustig machte, nachdem die Strafuntersuchung nichts Relevantes ergeben hatte.»
Aufgezeichnet von Vincenzo Capodici.
(Erstellt: 25.11.2015, 16:54 Uhr)

«Der Mangel an Führungserfahrung scheint wohl das einzige nennenswerte Defizit des Bundesratskandidaten zu sein»: Marcus Knill.

Mittwoch, 25. November 2015

Angela Merkels Wandel

Merkel merkt endlich: So kann es nicht weiter gehen.


Nur ganz langsam rückt nun die Willkommkanzlerin  von ihrer starrköpfigen Haltung ab:

Wir nehmen ALLE auf! 

Sie sagt heute bereits das, was Maizière, Schäuble und Seehofer schon längst gefordert haben:
Quelle: BILD:

Schellen Ursli - wieder einmal ein gut gemachter Schweizer Film

Ein Filmbesuch lohnt sich


SCHELLEN-URSLI / OFFICIAL TRAILER - über ... - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=hL4N0F6u7GA
14.08.2015 - Hochgeladen von C-FILMS AG
Nach dem gleichnamigen Buch-Klassiker "Schellen-Ursli" von Selina Chönz und Alois Carigiet. DER ...

Schellen-Ursli. Der Film. - Offizieller Teaser - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=y2EYrYZ7AQI
11.06.2015 - Hochgeladen von EngadinScuolSamnaun
Am 15. Oktober 2015 kommt Ursli mit den struppigen schwarzen Haaren und zu kurzen Hosen, der ...

Der Vorwurf lag in der Luft: Es fehle die Gesellschaftskritik. Der Film sei eine Werbung für den Verkehrsverein.
Ich habe den Film angeschaut und bin überzeugt:
Das Drehbuch lehnt an das Kinderbuch an und wurde filmisch hervorragend umgesetzt:
- mit einer sehr guten Besetzung
- mit einer guten Dramaturgie
- mit eindrücklichen  historischen Sequenzen (z.Bsp. Schule)
- dank hervorragenden Aufnahmen in der Bergwelt
- mit gelungenen filmtechnischen Besonderheiten
- und dem Aufzeichnen menschlicher Schwächen (Neid, Habsucht usw.)
Der Film ist auch für Erwachsene spannend, wenngleich das Schwarz-Weiss Schema überdeutlich gezeichnet wurde: Die rothaarigen Bösen und die armen Guten.
Koller hätte den Film auch mit einem typischen Musikteppich oder einem Song zusätzlich vermarkten können - analog der Schiwagomelodie. Koller ist ein hervorragender Regisseur Filmemacher und erfreulicherwiese kein Marketingmensch.

Bis heute, drei Wochen nach dem Kinostart, haben 152 215 Personen den Film im Kino gesehen! Ein Besucher-Rekord in Sachen Schweizer Film für 2015. Und der 5,6 Millionen Franken teure Film hat sehr gute Chancen, in die ewigen Top 10 der Schweizer Filme zu klettern!
Kleine Profis: Uorsin (Jonas Hartmann, r.), Sereina, Roman.
Die Schellen-Ursli-Stars.

Ditti Bürgin-Brook (50), Produzent von «La Siala Entertainment», freut sich: «Die Zahlen sind hervorragend – Tendenz steigend!» Der Grund für sein Selbstvertrauen ist simpel: Es haben schon diverse Open-Air-Kinos den Film für nächsten Sommer angefragt. «Gerlafingen SO plant sogar eigens ein Open-Air-Kino, um unseren Schellen-Ursli zu zeigen.»
Bürgin schwärmt: «Für mich sind nicht die Zahlen der Erfolg, sondern, dass wir mit dem Film so viele Herzen erreicht haben.» Und das wird Schellen-Ursli ab dem Frühjahr auch in Deutschland! Bürgin-Brook verrät Blick am Abend: «Wir haben mit DCM bereits einen starken Partner für Deutschland gefunden.»

Dienstag, 24. November 2015

Motivieren heisst......

Mit Menschen zusammen arbeiten heisst: Beziehungen gestalten, Vertrauen schaffen und gemeinsam Ziele verfolgen.

Andere motivieren – sich selbst motivieren; aber wie?

Manche Bewerber werden nicht eingestellt, weil sie nicht anders eingestellt sind.
Wir müssen uns bewusst sein, dass Motivation nicht einseitig betrachtet werden darf. "Andere motivieren können" ist die eine Seite, "sich selbst motivieren" die andere. Beides ist notwendig. Motivation wird in der Arbeitswelt vor allem als Bereitschaft zur Leistungserbringung betrachtet, die dem eigenen Unternehmen Nutzen bringt. Wer sich jedoch eingehender mit den Motivationsphänomenen befasst, stellt in der Praxis rasch fest: Motivation ist zwar eine Antriebskraft für Handlungen. Aber diese Kraft, dieser Motor benötigt laufend Kraftstoff. Wer motivieren will, der möchte andere auf etwas ausrichten. Selbstverständlich können wir uns, wie erwähnt, auch selbst motivieren. Die Sportler sprechen dann von "mentaler" Arbeit. Dazu zählen unter anderem die autosuggestiven Techniken. Die Selbstmotivation ist aber eindeutig schwieriger als die Motivation von aussen.
Untenstehend lesen Sie ein paar besonders wichtige Faktoren, die im Alltag zu wenig berücksichtigt werden:
  • Sich selbst und andere motivieren kann nur jemand, der von seiner Meinung überzeugt ist und selbst über genügend Begeisterungsfähigkeit verfügt. Ohne eigenes Feuer (feu sacré) kann niemand, weder im eigenen Herzen noch im Innern der Mitmenschen, ein Feuer entfachen.
  • Glaubwürdigkeit erleichtert das Motivieren. Ein Vorgesetzter kann diese Glaubwürdigkeit nicht künstlich aufbauen. Er muss selbst an das glauben, was er sagt. Zudem muss er auch an die Fähigkeiten der Mitarbeiter glauben.
  • Die Einstellung zur Sache und zu den Mitarbeitenden beeinflusst die Motivation enorm. Viele werden nicht eingestellt, weil sie nicht anders eingestellt sind. Tatsächlich können wir unsere Einstellung Menschen und Arbeitsprozessen gegenüber stets neu beeinflussen. Die Bedeutung der optimistischen Grundeinstellung sich selbst und anderen gegenüber darf nicht unterschätzt werden.
Unsere Antriebskräfte (Motivation) werden beschleunigt durch:
  • Eine natürliche Stimme, die mit der situativen Stimmung übereinstimmt (Der Ton macht bekanntlich die Musik).
  • Das ständige Bemühen: Die eigenen wie auch die fremden Stärken und Schwächen zu kennen.
  • Anerkennung des Erfolges, d.h. durch das Erlebenlassen des Erfolges. Jeder Mensch möchte von anderen akzeptiert werden. Vorab Lob und die Bestätigung des Erfolges steigert das Selbstwertgefühl. Durch die Anerkennung werden die Erfolgserlebnisse bewusst gemacht.
  • Förderung der Eigenverantwortung. Das heisst: Die Mitarbeitenden auftragsorientiert arbeiten lassen, ohne dauerndes Einflussnehmen und Kontrollieren. Die Führungskraft gewinnt damit nicht nur Zeit und Energie. Die Freude und Begeisterung für die Arbeit wächst auf beiden Seiten.
Wir sehen: Ohne Motivation läuft wenig. Ein hilfreicher Tipp zu Selbsthilfe: Notieren Sie sich künftig jede Woche einmal, was Sie persönlich besonders motiviert hat und notieren Sie ebenfalls, mit welchen Massnahmen, Argumenten oder Verhaltensweisen Sie Ihre Mitarbeitenden erfolgreich zu motivieren vermochten.
Quelle: Fachbeitrag im STELLENMARKT (Beilage "Schaffhauser Nachrichten", "Der Landbote" und "Thurgauer Zeitung"), Hildegard Knill + Marcus Knill

Montag, 23. November 2015

Der WInter ist da

Bildergebnis für Der WInter ist da

Perspektivewechel in der Arena

Bei Problemen ist es hilfreich, die Position bewusst zu wechseln.

In der Arena nach den Terroranschlägen in Paris erhielt der Zuschauer durch die Auswahl der Akteure ein ungewohnte Sicht über den IS. Die Teilnehmenden beleuchteten die Situation aus einer ungewohnten Warte. Man könnte diese Optik als einseitig bezeichnen. Vielleicht war dies gewollt, weil bei einer Runde mit Politikern die Terrorproblematik auch einseitig  beleuchtet wird. Das war wohl beabsichtigt.
Aus SRF:

Die Terror-Anschläge von Paris haben die Zivilbevölkerung und damit auch die Werte der westlichen Gesellschaft getroffen. Wie ist es dazu gekommen? Welche Massnahmen sind nötig – auch in der Schweiz? «Arena»-Moderator Jonas Projer erörtert diese Fragen mit Persönlichkeiten fern der Politik.
  Video ««Arena» vom 20. November 2015» abspielen

«Arena» vom 20. November 2015

In der «Arena» diskutieren

Nach den Anschlägen in Paris vor einer Woche setzt Moderator Jonas Projer in der «Arena» auf Persönlichkeiten fern der Politik.

Für Ulrich Tilgner ist - global gesehen  - Paris nur eine Episode. Denn letztes Jahr habe es weltweit 30‘000 Tote durch Terroranschläge gegeben. In der Woche vor Paris etwa seien in Beirut genauso viele Menschen getötet worden wie in Paris – doch dies werde  hierzulande kaum zur Kenntnis genommen.
«  Dem Terror fallen mehrheitlich Moslems zum Opfer – und nicht Leute im Westen. »
Der Nahost-Experte sieht aber auch im Umgang des Westens mit dem arabischen Land Handlungsbedarf: Frankreichs Präsident François Hollande etwa spreche gegen den IS, fahre gleichzeitig aber nach Saudi-Arabien und verkaufe dort Rüstungsgüter für Milliardenbeträge. «Da passt etwas nicht zusammen.»

Nach Religionslehrer Bekim Alimi müssen wir schauen, was zu Hause – in Paris, in Europa – getan werden kann. Alimi bedauert, dass etwa in der Schweiz zu wenig mit der muslimischen Bevölkerung zusammengearbeitet werde.

«  Der Islam ist noch immer ein nicht anerkannter, nicht akzeptierter, noch immer fremder Teil der Schweiz. »
 Kommentar: Für Bekim Alimi muss die Schweiz viel mehr tun für den Islam. In Schulen usw.
Ob sich dadurch die Extremisten befrieden lassen?
Die Haltung von Adolf Muschg - er unterstützte die Willkommhaltung von Angela Merkel - war auch ein Kontrapunkt. Ich gehe davon aus, dass das Publikum seine Haltung mit einer unbegrenzten Aufnahme aller Asylanten nicht teilt. Doch sind Perspektivewechsel hilfreich, um den Horizont zu erweitern. Die Politologin Schori Liang vertrat als einzige die Meinung, man müsse den Terrorismus bekämpfen. Sie wechselte aber die Meinung wie eine Windfahne, als die Runde einhellig die Meinung Tilgners teilte, dass das Eingreifen von aussen die IS nicht schwäche, sondern stärke.