Samstag, 6. Juni 2015

Blatter-Rhetorik

Das hatte Sepp, der Fussballkönig tatsächlich gesagt:

Ein Sammelsurium witziger bis unangebrachter Sprüche und Versprecher.

Aus 20 Min:

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LINKS:


Persönlich.ch: FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ist einer der wichtigsten Sportmanager der Welt. Im Vorfeld zur Wiederwahl als FIFA-Präsident beschuldigte ihn ...
www.rhetorik.ch/Fussballrhetorik/Persoenlich.html
5. Mai 2002 ... Dass der schlaue Walliser immer für eine Überraschung gut ist, haben wir verschiedentlich beobachten können. Beispiele des geschickten ...
www.rhetorik.ch/Fussballrhetorik/Fussballrhetorik.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
1. Dez. 2010 ... Sepp Blatters Fussballrhetorik. Medienrhetorik. Trotz aller Angriffe in verbaler Bestform: Fifa-Boss Sepp Blatter. * Marcus Knill (www.knill.com) ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_01/12_10.pdf

Grüne und SP sind sich meist einig - aber für einmal nicht



Grüne gegen SP




Bildergebnis für Grün und rot





Meist herrscht Frieden und Einigkeit unter den linken Parlamentariern. Weit öfters als die Vertreter der Rechten stimmen SP und Grüne identisch ab. Ein Artikel in der «Wochenzeitung» (WOZ) offenbart nun aber, dass sich in der Frage der Beschaffung von Transportflugzeugen für die Schweizer Armee ein tiefer Graben einerseits zwischen Grünen und Sozialdemokraten öffnet, andererseits wohl auch zwischen moderaten und linken Kräften innerhalb der SP. Eine solche Bresche in die SP-Fraktion zu schlagen, scheint mindestens das Kalkül der Grünen zu sein.
Der WOZ-Artikel liest sich wie eine Krimi: Seit Jahren schon schaffe das Staatssekretariat für Migration (SEM) abgewiesene Asylsuchende und straffällige Ausländer mit einem Transportflugzeug der Armee aus. Gesetzeswidrig sei dabei nicht immer ein Vertreter der Antifolterkommission NKVF anwesend, die üblicherweise solche Flüge begleitet. Ein Skandal sei es, dass diese «fragwürdige Praxis nun scheibchenweise bekannt» werde.

Von Enthüllung kann keine Rede sein


Sofort nach der Veröffentlichung des Artikels beginnt das Trommelfeuer der Grünen: Der Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli pusht die Geschichte auf Twitter. Kurz darauf verschickt der Zuger Alt-Nationalrat Jo Lang eine Medienmitteilung. Beide äussern sich mit Bezug auf die «Enthüllung» der WOZ gegen den Kauf der Transportflieger. Aufmerksamkeit erregen wollen sie damit wohl vor allem bei den Sozialdemokraten, die den Kauf der Flieger zum Teil offensiv fordern. Gesetzeswidrige Ausschaffungen mit Beteiligung von Soldaten – das passt schlecht ins Weltbild der SP.

Nur, die Darstellung der WOZ ist teilweise falsch. Und dort, wo die Fakten stimmen, sind sie arg aus dem Zusammenhang gerissen. Von einer «Enthüllung» kann gar nicht erst die Rede sein.
Erstens werden die Ausschaffungen per Armeeflieger nicht erst scheibchenweise bekannt, sondern wurden im Parlament 2010 bereits detailliert geschildert. Seit 2006 besteht eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem SEM und dem Verteidigungsdepartement VBS. Zweitens handelt es sich beim verwendeten Flieger des Typs Beech 1900D nicht um ein Transportflugzeug. Es ähnelt mit seinen 18 Sitzen eher einem Privatjet, ist allerdings mit Propellern betrieben.
Drittens wehrt sich NKVF-Sekretärin Sandra Imhof gegen die Darstellung. «Es gibt keine gesetzliche Grundlage, die vorschreibt, dass die NKVF jeden einzelnen Flug begleiten muss. Dennoch tut die Kommission dies im Regelfall.» Treffe man auf Missstände, würden diese dem SEM gemeldet und im Jahresbericht transparent gemacht. 2014 waren vier Flüge geplant, zweimal war die NKVF dabei, einmal fiel der Begleiter kurzfristig aus, ein Flug wurde abgesagt. Nicht entscheidend ist für Imhof, ob es sich beim Flugzeug um ein solches der Armee oder eines privaten Anbieters handle. «Der Wegweisungsvollzug entspricht in beiden Fällen der üblichen Handhabung.»

Nichts mehr als eine Nebelpetarde

Der WOZ-Artikel wäre keinen Nachzug wert, wenn sich darin nicht offenbaren würde, mit welch harten Bandagen die Linke zuweilen Streitigkeiten austrägt. Schon länger sind sich die Parteien ob des Einsatzes der Armee im Ausland uneinig. Soll sich die Linke, welche die Abschaffung der Armee fordert, für humanitäre Einsätze der Armee im Ausland aussprechen? Oder würde sie damit nicht die Legitimität der Streitkräfte bekräftigen und damit die eigene Abschaffungsthese ad absurdum führen?
Erstmals stellte sich diese Frage derart zugespitzt in der Abstimmung über bewaffnete Auslandeinsätze der Armee im Jahr 2001. Bei den Grünen setzte sich damals unter der Führung von Jo Lang der Flügel der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) durch, der den Abschaffungsgrundsatz stärker gewichtete. In der SP hingegen obsiegten die Pragmatiker. Wenn sich die Schweiz schon – oder noch – eine Armee leistet, soll sie wenigstens sinnvolle humanitäre Einsatz durchführen können.
Für die Zürcher SP-Nationalrätin Chantal Galladé ist klar, dass die Grünen mittels der WOZ-Geschichte Druck auf die Sozialdemokraten ausüben wollen. «Indem die Transportflugzeuge generell mit Ausschaffungen in Verbindung gebracht werden, erhalten sie unverdienterweise einen schlechten Ruf.» Galladé spricht von einer Nebelpetarde. Wie ihre Parteikollegin und Ständerätin Géraldine Savary ist sie der Ansicht, «dass die Luftwaffe Transportflugzeuge benötigt, um den Beitrag zur Erhaltung des Friedens leisten zu können, den die Verfassung der Armee vorschreibt». So begründete Savary 2014 eine Motion, die just den Kauf von solchen Flugzeugen fordert. Die WOZ betont denn auch, dass das Begehren nach neuen Fliegern auf die SP zurückgehe.

SP für Mehrheit entscheidend

Galladé ist wichtig zu betonen, dass «es keine Rolle spielt, ob eine Ausschaffung mit einem Transportflieger oder einer Beech 1900D durchgeführt wird». Das Prozedere sei dasselbe. «Wer grundsätzlich dagegen ist, dass die Schweiz Ausländer gegen ihren Willen ausschafft, muss dies bei anderer Gelegenheit als bei der sinnvollen Beschaffung von Transportflugzeugen bekämpfen.» Gut möglich ist, dass die Armee im Fall eines Kaufs tatsächlich mit den neuen Fliegern Ausschaffungen durchführt. Das SEM jedenfalls bestätigt, dass es im Hinblick auf das Geschäft konsultiert wurde. «Das Justizdepartement EJPD wurde vom VBS eingeladen, allfällige Bedürfnisse zu formulieren», bestätigt Sprecher Martin Reichlin.
Ob die Schweiz tatsächlich Transportflugzeuge kaufen wird, dürfte stark von der Positionierung der Mehrheit der SP abhängen. SVP und Grüne lehnen das Geschäft klar ab. Gewinnen sie einen grossen Teil der SP für ein Nein, scheitert der Kauf an einer unheiligen Allianz.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Kommentar: Wer die politische Landschaft  betrachtet, stellt immer wieder fest, dass auf der linken Seite viel mehr
Zusammenhalt besteht. Koalitionen sind dort die Norm.
Gemeinsame Bündnisse machen bekanntlich stark, gemäss der Teamformel: 1+1=3
Die bürgerlichen Parteien haben hingegen grosse Mühe, zusammen ein Ziel zu verfolgen.
Das werden wir bei den nächsten Parlamentswahlen einmal mehr mit erleben können.
Die aktuelle Auseinandersetzung GRUEN-ROT ist eine Ausnahme, welche nur die erwähnte Regel bestätigt.

Freitag, 5. Juni 2015

Bürotag- Hitzetag

Heute schätze ich den Pool


  • Wetter: ENDLICH! SOMMER


So lässt sich gut arbeiten.
Denn der Arbeitstag zu Hause wird  in dieser Hitze
 zum Pooltag. Kann  damit gut leben.


Bildergebnis für Swimmingpool

Griechenland kann erneut zurücklehnen

Weil Europa das marode Land nicht fallen lassen kann, 
geht das Spiel immer weiter.

"Weiter so, trotz Zahlungsunfähigkeit" ist zum festen Ritual geworden.
Griechenland kann der EU - wie bisher - auf der Nase 
herum tanzen.
Europa behandelt Griechenland so nachsichtig wie Eltern,
die ein verwöhntes Kind haben und das Wort KONSEQUENZ nicht kennen.

Wetten, dass: Mit "Weiter so" geht es munter weiter.

Angela Merkel und Alexis Tsipras im Berliner Kanzleramt

Griechenland 

Ein "Weiter so" wird aber sehr teuer.

 

KOMMENTAR: Die EU wird dennoch

- nach gewohnter Manier - das Aufschieben tolerieren

und später erneut alle Kröten schlucken 

und sie werden später wieder zahlen - und zahlen und nochmals zahlen.

Die neue Gnadenfrist wird nicht die letzte sein. Wetten?

 

Zur Medienrhetorik der Parteipräsidenten

 Wirkung   ist ausschlaggebend

Fünf Monate vor den Wahlen machte der Sonntagblick einen Check mit einer Rangliste von unseren sieben Parteipräsidenten.
Politexperten und Redaktoren beurteilten die Politiker nach ihrer Arbeit und nach ihrer aktuellen Akzeptanz,
auch die Kommunikationsfähigkeit wurde angesprochen.
Die Urteile sind nachvollziehbar und ich teile die Meinung der Experten weitgehend.
Das Ranking hat mich animiert, die Parteipräsidenten nur hinsichtlich Wirkung ihrer Medienauftritte zu analysieren. Ich verzichte bei meinen Beobachtungen  jedoch auf eine Rangliste:

MARTIN BAEUMLE (GLP), der "Maschinengewehrsprecher"

Bildergebnis für MARTIN BAEUMLE

Mit dem Politologen Georg Lutz gehe ich einig: "Er ist stets umtriebig und wirblig".
Ich habe ihn im Fernsehstudio beobachten können und gesehen, wie schnell Bäumle im Studio mit seinem Laptop Interview auf Interview meisterte und Antworten rasch auf den Punkt bringen konnte. Trotz des Schnellsprechens wird er inhaltlich recht gut verstanden. Er benimmt sich mediengerecht und versteht den Umgang mit Journalisten.
In Diskussionen und im Sonntalk (TeleZüri) wirkt er aufgedreht. Er agiert unermüdlich. Mark Balsiger beschreibt die Wirkung dieses Politikers treffend: "In Debatten knattert er wie ein Rasenmäher".



REGULA RYTZ (GRUENE), die "Wirkungslose"


In der Medienrhetorik ist  die Wirkung auf das Publikum ausschlaggebend.
Rytz wird  vom Publikum als integre, intelligente und solide Persönlichkeit geschätzt, doch bleibt  ihre grosse Präsenz in den sozialen Medien und den öffentlichen Auftritten ohne grosse Wirkung.

Diese fehlende Nachhaltigkeit kann nicht nur  dem zunehmendem Desinteresse an grünen Anliegen zugeschrieben werden. Es gelingt  Regula Rytz nicht, so zu kommunizieren, dass ihre Argumentation  zündet.
Vielleicht mangelt es bei ihr am inneren Feuer, am Feu sacré.


TONI BRUNNER (SVP), der  "Schlaumeier"

Bildergebnis für toni brunner

Heute tritt er weniger ins Rampenlicht, doch ist Toni Brunner medienerfahren und wusste sich in Debatten immer recht gut zu schlagen - selbst bei Giacobbo/Müller.
Er versteht es, sich den Adressaten anzupassen und wird  gut verstanden.
Der ehemalige "Sünneli-Typ" wirkt nicht mehr ganz so frisch, doch ist ihm der Humor  noch immer nicht  abhanden gekommen.
Er holt sich nach wie vor viele Sympathiepunkte, selbst wenn er  spitz kontert.
Ich meine nicht, dass Brunner politmüde ist. Er ist aber möglicherweise so schlau, dass er die Partei
 personell erneuern will und sich deshalb vor Mikrofon und Kamera bewusst zurück hält.


MARTIN LANDOLT (BDP), der "Sympathische"

Bildergebnis für MARTIN LANDOLT

Zwar steht er einer schwächelnden Partei vor, doch können sich seine Medienauftritte sehen lassen. Er holt sich Sympathiepunkte beim Publikum.
Bei Giacobbo/Müller hatte er sich sogar aussergewöhnlich  gut geschlagen.
Er wirkt natürlich und gewitzt und spricht stets ruhig und überlegt, er  ist kein Showman.
Trotz dieser positiven Punkte verpufft seine Wirkung, wie die bei Regula Rytz, die auch grundsolide kommuniziert. Ich vermute, dass ihn "seine" BDP Bundesrätin stark belastet und bremst.

PHILIPP MUELLER (FDP), der "schneller spricht, als  denkt"
Bildergebnis für philipp mueller


Als FDP Präsident und engagierter Kämpfer ist er auffallend medienpräsent.
Er brachte es fertig, den Abstieg der FDP zu stoppen. In meiner Analyse im PERSOENLICH
schrieb ich damals:
"Er beherrscht das Spiel der Medien und erkennt gut, wann  eine "gepfefferte Aussage" etwas bringt (Provokation)."
Kritiker, die Müller als  Gipsermeister und Schaumschläger demontieren wollten, wurden eines Besseren belehrt. Unter Philipp Müller positionierte sich die FDP  eindeutiger, als unter der Führung des "Eiertänzers" Pelli. Doch muss  der neue FDP Präsident aufpassen, dass er nicht schneller denkt, als spricht. Das war bei einer Parteiversammlung in Thayngen der Fall, als er eine peinliche Aussage nachträglich abstreiten wollte.
Aber auch im Fall Markwalder wählte er - nach seiner eindeutigen Aussage im Radio  - den Krebsgang.
In solchen heiklen Situation zeigt sich, dass er ein cleverer Kommunikator ist.
Nach dem Markwalder Rückzieher ging er mit einem ungewöhlichen Vorstoss in die Offensive,   lanciert er die Idee mit einer neuen Zuwanderungsinitiative und verstand es, das Interesse der Medien von seinem vorschnellen Urteil über Christa Markwalder abzulenken.

CHRISTIAN LEVRAT (SP), der "Jagdhund"

Bildergebnis für christian levrat  

Er ist eine engagierte Kämpfernatur und kommuniziert   strategisch geschickt.
An ihm perlt  Kritik ab. Wie ein Jagdhund, der sich während des Jagens nicht stören lässt, konzentriert er sich immer wieder auf sein Ziel. Seinen Auftritten mangelt es nie an Emotionalität.
Auch bei ihm bin ich mit Mark Balsiger einverstanden, der treffend formuliert hatte:
"Sein Alarmismus hat sich abgenutzt."
So wie der FDP Präsident seine Partei  neu ausrichten konnte, verstand es Levrat, jeden Auftritt für seine Ideologie zu nutzen. Die neue,  deutlicher links ausgerichtete Partei erhielt unter Levrat ein markanteres Profil.
Bei seinem Parteiprogramm muss er  mit weiterer Kritik rechnen. Aber auch   diese Kritik wird an Levras Teflonschicht wohl abperlen.


CHRISTOPH DARBELLEY (CVP), die Schachfigur "Springer"


Bildergebnis für CHRISTOPH DARBELLAY

Je stärker der Widerstand, desto hartnäckiger argumentiert der CVP Präsident.
Auf seiner Fahne könnte die Galionsfigur Doris Leuthard leuchten, die Partei liesse sich mit  ihr gut vermarkten.
Dies macht er  leider  zu wenig.
Darbelleys Auftritte werden wohl den Abwärtstrend der Partei kaum noch stoppen können.
Als "Springer" Politiker fehlt beim Parteipräsident die Gradlinigkeit.
Er ist fähig, einmal links, einmal mehr rechts zu springen,
und er springt und springt.
Bei der Abwahl Blochers hatte er als Strippenzieher Erfolg,
doch belasten ihn zu viele Flops der Partei. Wenn Darbelley spricht, ist davon nichts  zu spüren. Es sieht sich unbeirrt als "Fels der MITTE" im Hickhack zwischen links und rechts. 
Seine Selbstwahrnehmung stimmt aber mit den Fakten der Partei nicht überein.
Er bleibt ein "Springer".



Donnerstag, 4. Juni 2015

Offene Fragen - nun blühen Spekulationen

Weshalb ist Sepp Blatter so unverhofft zurückgetreten?



War der Druck aus Amerika zu gross?

War es ein Befreiungsschlag?

War es ein Schuldeingeständnis?


Fürchtete er sich vor peinlichen Aussagen über

getätigte Schmiergelder von Kronzeugen?

Haben ihn Sponsoren  in die Knie gezwungen?

Kurz nach seiner Wiederwahl ist Sepp Blatter als Fifa-Präsident zurückgetreten. Sein überraschender Abgang wirft Fragen auf – und schafft Raum für Spekulationen.



Kommentar:

So lange der eigentliche Grund bekannt ist, werden noch weitere Spekulationen blühen.

Fortsetzungsgeschichte bei Blatter und Markwalder programmiert:




 Blatter in Not

Blatter geht – die Frage nach dem Warum bleibt (Artikel enthält Video)  

Die Amerikaner gehen nach einem altbekannten Drehbuch vor. Bereits bei den Schweizer Banken wendeten sie es an. Täglich erhöhen sie den Druck. Am Mittwoch liessen sie sieben Fifa-Funktionäre im Hotel Baur au Lac in Zürich verhaften. Im Voraus informierte US-Reporter inszenierten die Verhaftung als globales und vorverurteilendes Spektakel. Am selben Tag präsentierte die US-Justiz eine 166 Seite starke Anklageschrift, die Korruption und Bestechung bei der Fifa offenlegte.
Besonders heftig: Für die Vergabe der WM 2010 in Südafrika sollen die Fifa-Funktionäre Jack Warner (72) und Chuck Blazer (70) zehn Millionen Dollar erhalten haben. Gestern der Knall in der «New York Times». Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke habe das Geld 2008 von einem Fifa-Konto in der Schweiz in die USA überwiesen. Valcke ist einer der engsten Mitarbeiter Blatters und nun im Visier der USA.
Heute Mittwoch veröffentlicht die amerikanische Bundespolizei FBI das Protokoll des Verhörs von Blazer. Er gilt als Kronzeuge. Womöglich gibt die US-Justiz offiziell bekannt, dass sie gegen Blatter ermittelt. Dann wäre er mit seinem Rücktritt einem Rauswurf zuvorgekommen.
Fürchten muss der Walliser überdies eine fiese Taktik der Amerikaner: Sie werden die anderen angeklagten Fifa-Funktionäre gegeneinander ausspielen, in der Hoffnung, alle schwärzen einen anderen an – um die eigene Haut zu retten. Am Schluss dieses Dominos stünde – Sepp Blatter.
Die Fifa scheint in Panik

Wurde beim Fall Markwalder etwas vertuscht?

Bildergebnis für Fall Markwalder

Das intransparente Gemauschel in der Lobby-Affäre um FDP-Nationalrätin Christa Markwalder (BE) geht weiter. Diese Woche am Zug: die Aussenpolitische Kommission und ihr Präsident Carlo Sommaruga (SP).
Feierlich verkündete dieser am Montag, dass es keine materielle Verletzung des Kommissionsgeheimnisses gegeben habe, weil die Informationen der von Markwalder weitergeleiteten Antworten auf Kommissionsfragen bereits bekannt gewesen seien. Und grossspurig machte die Kommission auf Transparenz und suggerierte, man veröffentliche nun alle «betroffenen Kommissionsunterlagen». Ziel: «Eine Versachlichung der Debatte.»
Von Versachlichung aber keine Spur. Denn BLICK-Recherchen zeigen: Die Kommission publizierte bewusst nur die Hälfte der Kommissionsdokumente, welche 2013 bei den kasachischen Auftraggebern der Burson-Marsteller-Lobbyistin landeten.
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Bei den nicht publizierten Dokumenten geht es um die von den Kasachen angeregte Frage mit der Nummer N47 nach gestohlenem Volksvermögen in Tschechien. Teile der Antwort sind gemäss BLICK-Recherchen nicht öffentlich bekannt. Ein weiteres Dokument mit der Nummer N48 enthält eine Beurteilung des Aussendepartements (EDA) zur politischen Situation in Bosnien.
APK-Chef Sommaruga will die selektive Publikation der Kommission nicht erklären. Die APK habe sich entschieden, die beiden Antworten mit Bezug zu Kasachstan zu publizieren, sagt er. Dafür hatte Sommaruga auch die Zustimmung des EDA eingeholt. Weitere Details will er mit Verweis auf das Kommissionsgeheimnis nicht preisgeben.
Sommaruga unterschlägt, dass zumindest Dokument N47 sehr wohl einen Bezug zu Kasachstan hatte. Und klar ist auch: Sommaruga hat beim EDA nur selektiv nachgefragt.  Das Aussendepartement äusserte sich auf Wunsch der Kommission nur zu den beiden Antworten N45 und N46, wie ein Sprecher bestätigt. Das EDA bescheinigte zu diesen beiden Antworten, dass sie schon öffentlich bekannt waren. Ob dies aber auch für das dritte und vierte Dokument gilt, bleibt unklar. Dazu äussern will sich das EDA nicht.
Aussenpolitiker Christoph Mörgeli (SVP) zeigt sich «sehr erstaunt» über die selektive Publikation der Dokumente: «Ich ging davon aus, dass alle vier Antworten publiziert würden.»
Quelle Blick

KOMMENTAR: Vermutungen, Hypothesen sind ein gefundenes Fressen für die Medien. Angeblich bereinigte Geschichten werden wieder neu aufgekocht.
Wie sollen sich nun die FIFA und CHRISTA MARKWALDER verhalten?  

NACHTRAG:
Bundesanwalt: Kasachen-Markwalder soll Immunität verlieren Bundesanwalt Kasachen-Markwalder soll Immunität verlieren