Montag, 15. Dezember 2014

Das missglückte Interview

Da gibt es nur ein Wort. Peinlich!

Lanz' peinliches Interview mit Samuel Koch

(Quelle Stern)
Der Auftritt von Samuel Koch sollte der emotionale Höhepunkt der letzten "Wetten, dass...?"- Ausgabe werden. Doch statt eines respektvollen Gesprächs wurde das Interview zu einem Debakel.
Wetten, dass..?, Markus Lanz, Samuel Koch, ZDF, Sendung, Kritik, Interview 

Der Tiefpunkt von "Wetten, dass..?":
 Lanz' Interview mit Samuel Koch.

Mit dem tragischen Unfall von Samuel Koch begann für "Wetten, dass..?" vor vier Jahren der Anfang vom Ende. Ganz Deutschland erinnert sich bis heute an den Moment, an dem die größte Samstagabendshow Deutschlands seine Unschuld verlor. Deshalb sollte der Besuch von Samuel Koch der emotionale Höhepunkt der letzten "Wetten, dass..?"-Ausgabe werden. Die Betonung liegt auf sollte. Denn Lanz' Interview mit Koch war ein Desaster, in vielerlei Hinsicht. Das Gespräch zum Nachlesen (hier können Sie es sich auch in der ZDF Mediathek anschauen):


Til Schweiger schiebt den im Rollstuhl sitzenden Samuel Koch in das "Wetten, dass..?"-Studio.

Markus Lanz: "Komm einmal nach vorne Samuel, damit wir dich sehen können." Schon das ist eine ungeschickte Aufforderung für einen Rollstuhlfahrer.
Lanz legt Koch die Hand auf die Schulter.
Markus Lanz: "Samuel, erst einmal schön, dass du da bist!"
Lanz umarmt Koch umständlich.

Markus Lanz fügt erklärend hinzu: "Wir umarmen uns immer, wenn wir uns sehen. Freue mich sehr, dass du da bist."
Das Publikum feiert Samuel Koch mit Standing Ovations.
Lanz kommentiert in seiner unnachahmlichen Art das Offensichtliche:
"Menschen stehen auf!"
Auch die Prominenten sind aufgestanden. Samuel Koch ist sichtlich gerührt, die Rückkehr an den Ort des Unfalls scheint ihm nicht leicht zu fallen. Währenddessen tätschelt Lanz schon wieder an Kochs Schulter herum. Dann wird es beinahe totenstill im Studio.
Markus Lanz: "Vielen Dank. Samuel, deine Rückkehr zu 'Wetten,dass..?'! Und ich habe mich gefragt, auch deshalb weil ich viel von dir gelesen habe, weil wir uns mehrfach begegnet sind, weil wir ab und zu auch mal privat miteinander plaudern..."
Jetzt drückt Lanz mächtig auf die Tränendrüse.

Markus Lanz: "... weil ich auch ein bisschen weiß, was du durchlitten hast, was du erlebt hast. Welche unglaublichen Ängste du ausgestanden hast, als es auf Messers Schneide war. Wie du gequält versucht hast, irgendwie wieder ins Leben zurückzufinden. Wie geht's dir wieder zurück in dieser Halle?"
Samuel Koch: "Hui. Also erst einmal: Guten Abend. Wie geht's mir nach diesem lauten Geräusch?" Samuel Koch meint den lauten, ausdauernden Applaus des Publikums. "Vielen Dank dafür. Nach dieser netten Geste. Sehr schön, aber auch irgendwie ein bisschen komisch, muss ich ehrlich sagen. Ja."

Markus Lanz: "Hast du lange überlegt, als die Anfrage kam, wir dich gebeten haben, in diese letzte Sendung zu kommen?"
Samuel Koch erklärt in ruhigem Tonfall: "Ja, das hab ich durchaus. Hin- und herüberlegt. Abgewägt. Ich dachte auch, gerade die ganzen Leute, die hinter den Kameras und den Kulissen arbeiten, da hatte ich nie die Gelegenheit, mich vernünftig, anständig zu verabschieden. Als ich das letzte Mal bei 'Wetten dass..?' war, bin ich irgendwie frühzeitig gegangen, da hatte ich einen steifen Hals an dem Abend.
Es war witzig gemeint, doch Lanz scheint sich unsicher zu sein, ob er darüber lachen darf. Stattdessen fasst er ihn erneut an die Schulter.

Samuel Koch: "Und jetzt wollte ich noch einmal vernünftig Abschied nehmen."
Applaus brandet auf, Lanz hakt ein: "Das können wir heute tun, Samuel. Und du hast offensichtlich nicht nur deinen Humor verloren."
Auch hier versemmelt es Lanz mit seinem peinlichen Versprecher. Koch schaut Lanz fragend an.

Markus Lanz: "Trotzdem würde ich dich gerne fragen, bevor wir gleich zu dem kommen, was du jetzt machst, wie geht es dir heute? Wie geht es dir gesundheitlich? Wozu bist du in der Lage? Lass uns teilhaben an deinem Leben.“
Samuel Koch: "Aha. Das hast Du mich schon mal gefragt, wie's mir geht. Eigentlich ganz okay. Und selber?"
Treffer, versenkt. Koch erkennt das Lanz'sche Stilmittel, dieselben Fragen immer wieder zu stellen, und liefert eine schlagfertige Antwort, die für Lacher im Publikum sorgt.

Lanz, leicht beschämt: "Auch gut. Auch gut."
Markus Lanz wechselt schnell das Thema: "Will dich gar nicht länger quälen..."


Samuel Koch: "Doch"
Markus Lanz: "…aber wir gehen jetzt mal rein in den Grund deines Besuches. Ihr habt einen gemeinsamen Film gemacht." Er meint damit Samuel Koch und Til Schweiger, der die ganze Zeit still neben Koch sitzt.

Samuel Koch: "Den Film hat Til gemacht, ja. Ich war auch dabei kurz."
Markus Lanz: "Ja, du warst auch dabei. Und hast dich dort als Schauspieler betätigt."
Nach dem Einspieler des neuen Schweiger-Films "Honig im Kopf", in dem Samuel Koch eine Nebenrolle spielt, geht es nicht weniger unverkrampft weiter.
 So fragt Lanz Samuel Koch tatsächlich mit Bezug auf seinen Unfall: "Hast du etwas Sinnhaftes daraus gezogen?".
In diesem Moment müssen dem ZDF-Intendanten die Schweißperlen auf der Stirn gestanden haben. Wie kann man einem Mann, der für den Rest seines Lebens nach einem schweren Unfall querschnittsgelähmt sein wird, eine solche Frage stellen?

Koch antwortet trotzdem souverän: "Ich wage nicht zu behaupten, dass das Sinn hatte. Ich versuche dem Ganzen den Unsinn zu nehmen."


KOMMENTAR:
Ein solches Interview kann ein Moderator nur gut führen, wenn es eine Ahnung hat von Wertschätzung, Empathie, Zuhören, Anteilnahme und unter Moderation versteht, das Gegenüber reden zu lassen.
Wenn ein Medienprofi nicht gelernt hat, auf Frageketten zu verzichten, fehlt ihm zudem ein wichtiger Baustein der Medienrhetorik. Lanz hätte sich auf dieses wichtige, heikle Gespräch vorbereiten müssen. Markus Lanz hat mich enttäuscht.

20 Min schreibt:
Ich gehe mit den Kritikern einig: Das Interview mit Samuel Koch war äusserst peinlich.
Erstaunlich, wie Samuel Koch hingegen gut zuhört und den Selbstdarsteller postwendend korrigiert und die peinlichen Fragen geschickt kontert und damit entlarvt.







 Geschmackloser gehts nimmer! die Echos der Twitter Nutzer sprechen für sich:

 "Etwas Sinnhaftes? Ist Lanz irgendwie Psychopath oder hat er einfach keine Empathie?" Eine Nutzerin bezeichnet Lanz gar als "taktlosen Vollidioten".

Das gesamte Gespräch mit Samuel Koch dauerte nicht einmal zehn Minuten - (davon ca. zwei Minuten Applaus).  Lanz schafft es mit Leichtigkeit, sich wie ein Elephant im Porzellanladen aufzuführen, während dem sich Deutschland vor dem Bildschirm fremdschämte. Nach diesem peinlichen Interview fällt der Abschied von "Wetten, dass...?" nicht mehr schwer.

NACHTRAG aus NEWS-AT (die Kritik ist ebenfalls vernichtend:

"Du hast nicht nur deinen Humor verloren"

Markus Lanz weiß offenbar nicht, wie er mit Samuel Kochs Aussage umgehen soll. "Du hast offensichtlich nicht nur deinen Humor verloren", erklärt der Moderator. Einen peinlicheren, unpassenderen Versprecher hätte er sich wohl kaum leisten können.
Markus Lanz mit Samuel Koch
© imago/Future Image Lanz interviewt Samuel Koch.
Samuel Koch schaut Lanz danach ratlos an, lässt aber weiterhin dessen Fragen über sich ergehen. Als Lanz zum wiederholten Male wissen möchte, wie es ihm geht, schlägt er jedoch zurück. "Das hast du mich schon mal gefragt, wie's mir geht. Eigentlich ganz okay. Und selber?".

Lanz' qualvolle Fragestunde geht weiter

Lanz gibt nicht auf. Das unwürdige Gespräch geht immer weiter und weiter. Sogar für die Frage, ob Samuel Koch denn einen Sinn in seinem Unfall sehen würde, ist sich der offenbar völlig von der Situation überforderte Moderator nicht zu schade. "Ich wage nicht zu behaupten, dass das Sinn hatte. Ich versuche dem Ganzen den Unsinn zu nehmen", findet Samuel Koch immerhin eine souveräne Antwort.
Markus Lanz mit Samuel Koch
© imago/Revierfoto
Das Publikum hatte Markus Lanz inzwischen völlig gegen sich aufgebracht. In den sozialen Medien war die Aufregung über den "taktlosen Vollidioten" und seine "geschmacklosen Fragen" am Überkochen.
Auch die deutschen Kritiker sind sich letztlich einig: Nach dieser beschämenden Abschiedsshow wird man "Wetten, dass..?" künftig wohl kaum vermissen.











Somm bleibt bei der BAZ

Somm der die BAZ in die schwarzen Zahlen gebracht hat, geht nicht zur NZZ

Somm bestätigt Angebot der NZZ 

– sagt aber ab

(TAGI-EILMELDUNG)

Der Chefredaktor der «Basler Zeitung», Markus Somm, hat zu den Gerüchten um einen möglichen Wechsel zur «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) Stellung bezogen.

Markus Somm.
Markus Somm.













Markus Somm bestätigt in einer Mitteilung, dass er für den Posten des NZZ-Chefredaktors angefragt worden sei – sich aber dagegen entschieden habe.
Somm will demnach seine Tätigkeit als Chefredaktor und Verleger der «Basler Zeitung» weiterführen.
Nach der Absetzung von NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann, hatte die Personalie Somm für Aufregung gesorgt, auch über die Medienbranche hinaus. (mw/sda)
KOMMENTAR: Seit Markus Somm als Nachfolger für den angesetzten Markus Spillmann gehandelt wurde, lagen die Nerven bei der NZZ blank. Viele Mitarbeiter fürchteten, das ehemalige Sprachrohr der FDP nähere sich der SVP an.
Nun ist das erste Gerücht um die Nachfolge  geklärt. Es geht bei der Besetzung der Chefredaktion vor allem um die politische Ausrichtung der "Alten Tante". Deshalb warten alle gespannt auf den Namen des Nachfolgers.


Beschwerde gutgeheissen

Das jüngste Urteil der Beschwerdeinstanz zeigt, 
dass diese Instanz nicht auf einem Auge blind ist:

Sachgerechtigkeitsgebot

(Aus 20 Min)

SVP-Beschwerde gegen SRF gutgeheissen

Irreführung der Zuhörer: Ein Bericht auf dem Radiosender SRF 1 hat fälschlicherweise den Wegzug eines Konzerns mit der SVP-Zuwanderungsinitiative in Verbindung gebracht.

storybildAuch der Ombudsmann der SRG betrachtet den Beitrag als «unsachlich»
Das Schweizer Radio SRF hat mit einem Beitrag über den Wegzug des Erdölkonzerns Weatherford aus der Schweiz das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt. Zu diesem Schluss kommt die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) in einem Entscheid vom Freitag.
Der Beitrag war am 4. April dieses Jahres in der Sendung «HeuteMorgen» auf Radio SRF 1 ausgestrahlt worden. Darin wurde der Wegzug des Konzerns mehrmals mit der Annahme der SVP-Zuwanderungsinitiative rund zwei Monate zuvor in Verbindung gebracht.
Kein Beweis für Sitzverlegung wegen Initiative
Damit seien die Zuhörerinnen und Zuhörer irregeführt worden, teilte die UBI am Freitag mit. Sie hiess eine Beschwerde der SVP deutlich mit acht Stimmen zu einer Stimme gut. Es finde sich kein Beleg dafür, dass das Ja vom 9. Februar tatsächlich eine wesentliche Rolle für die Sitzverlegung von Weatherford von Zug nach Irland gespielt habe.
Vor der UBI hatte bereits der Ombudsmann der SRG den Beitrag als «unsachlich» kritisiert. Die SRG muss die UBI nun innerhalb von 30 Tagen darüber informieren, welche Massnahmen zur Behebung des Mangels getroffen wurden und wie ähnliche Verletzungen in Zukunft vermieden werden sollen.

KOMMENTAR:
Die Ombudstelle veranschaulicht mit diesem Urteil, dass
sachgerechtes Informieren keine Hohlformel sein darf.
  

Sonntag, 14. Dezember 2014

Wetten, dass...? Die grösste Fernsehkiste ist Geschichte

Früher guckten 20 Millionen ins "Lagerfeuer" der Unterhaltung - heute gibt es ein neues Fernsehverhalten

Kinder durften früher länger aufbleiben und am Montag war "Wetten, dass.." das Tagesgespräch.

Letztes Jahr konnte "Wetten, dass...?" nur noch 5 Millionen
vor den Bildschirm locken.
Das Fernsehverhalten hat sich gewaltig verändert.
Jeder kann Sendungen zeitversetzt anschauen.
Die Glotze ist nicht mehr das Lagerfeuer der Familie.
Es gibt übrigens kaum noch echt Familien, die am Samstag gemeinsam den Abend verbringen. 
Auch die Formate Unterhaltung haben sich im Laufe der 33 Jahre "Wetten, dass..?" enorm verändert.
Es musste der Stecker gezogen werden.
Weshalb "Wetten, dass...?" Hörer vergraulte, verschuldete sicherlich auch das hohle Geplapper gewisser Promis.
In der letzten Sendung war es Witt, die es nötig hätte, sich ständig ins Zentrum zu rücken. Dieses penetrante "Sich - Aufdrängen und Dreinreden" nervte. Ich zitiere Tagi online, der diese Qusselrhetorik wie folgt kommentierte:
Umso tragischer war das Gefasel über die alten Zeiten. Als man sich an Michael Jackson erinnerte, sagte Katharina Witt: «Er war ein riesiger Musiker.» Dafür gab es Applaus aus dem Publikum. Witt weiter: «Er hat an einer Plastikblume gerochen. Er war wahrscheinlich sehr einsam.» Darauf Moderator Markus Lanz: «Ein armer Mensch, eigentlich.»  






«Wetten, dass ..?»: ... und Schluss!

Kantate zum 3. Advent

Johann Sebastian Bach - Kantate BWV 61 ... - YouTube

www.youtube.com/watch?v=vFpg_i0j0ZQ
12.09.2011 - Hochgeladen von PaulusLXXX
Kantate BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland This, one of the best known of ... performed in the ...


Zelebrierte Gewalt - wie sie Zürich seit Jahren nie mehr erlebt hat

Linke Chaoten brandschatzen und können
alles kurz und klein schlagen


Brennende Autos und zertrümmerte Schaufenster: Gewalttätige Chaoten ziehen durch Zürich 

Ein regelrechter Saubannerzug bahnte sich Freitag Abend durch die Strassen Zürichs. Die Krawallanten zerstörten Schaufensterscheiben, zündeten Autos und Container an und lieferten sich eine Schlacht mit der Polizei. Sieben Beamte wurden dabei verletzt, sie mussten in Spitalpflege. Die Ausrüstung einer Polizistin fing Feuer.
Nach Aussagen der Polizei hat die aggressive Gewaltwelle eine neue Dimension erhalten:
- Polizisten wurden mit Raketen beschossen
- Mit Laserpointer wurden die Augen von Beamten verletzt. 
- In ein Polizeifahrzeug wurde eine brennende Fackel geworfen. 
Rund 200 Links-Autonome waren an der unbewilligten Demo beteiligt. Viele waren mit Stangen, Schlagstöcken und Wurfgegenstand bewaffnet, teilte die Stadtpolizei Zürich mit. Einige der Aktivisten trugen Kopfschütze, Gasmasken und Schutzanzüge.
Polizeichef Richard Wolff (Alternative Liste) tauchte nach der Kravallnacht ab. Er wolle sich zuerst ein Bild machen von den Geschehnissen, sagte er. Warum er diese Gewaltwelle zuliess, beantwortete er jedoch nicht. Was die Geschädigten ärgert:
Von Hunderten von Tätern wurden nur 4 verhaftet!
Sonntagsblick kommentiert: "Ein Wolf ohne Biss." (Nach seiner Eigenwerbung vor der Wahl schreib er noch: "...mit Biss") 

Die unbewilligte Demo lief unter dem Motto «Reclaim the Street» («Holt euch die Strasse zurück»). Aktivisten hatten per SMS zu einem «Spaziergang gegen eine Stadt der Kontrolle und Profite» aufgerufen.
Mit Steinen und Feuerwerkskörpern beschossen die Chaoten die Polizisten. Eine Patrouille wurde besonders massiv angegriffen. Als sich die Beamten im Polizeiauto in Sicherheit brachten, rissen die Aktivisten die Türen auf und warfen eine brennende Fackel in den Wagen.

Restaurantgäste flüchteten in den Keller

Die Demonstranten plünderten auch mehrere Geschäfte auf ihrem Saubannerzug und zündeten Bäume an. Mehrere Schaufensterscheiben gingen zu Bruch. Bei einem vollbesetzten Restaurant schlugen die Randalierer alle Scheiben ein. Die Gäste flüchteten in das Untergeschoss.
Die Polizei konnte den Hauptzug um Mitternacht mit Gummischrot, Wasserwerfern und Tränengas auflösen. Im Gebiet Europaallee und Lagerstrasse kam es zu weiteren Scharmützeln. Ein Grossaufgebot von Stadtpolizei und Kantonspolizei war noch bis um 02.30 Uhr im Einsatz. Vier Personen wurden festgenommen.

Hunderttausende Franken Schaden

Betroffen war auch der öffentliche Verkehr. Laut einer Mitteilung der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) waren Tram- und Busbetrieb im Raum Militär-/Langstrasse zeitweise blockiert.
Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Franken.
 (kmv/mad/sda)

1|35


KOMMENTAR
Mich beschäftigten die folgenden Gedanken von Leserinnen und Lesern, wie:
- Müssen die Chaoten für die Schäden auch in diesem Fall nicht aufkommen?
- Wer entschädigt die Opfer?
- Es kann doch nicht sein, dass der Normalbürger für kleinste Uebertretungen belangt wird und es bei  Parksündern kein Pardon gibt - Chaoten hingegen, die Hunderttausende von Franken Schaden anrichten und Polizisten verletzen - jedoch dank Vermummung - straffrei ausgehen. 

FAZIT: Nach meinem Dafürhalten müsste die Polizei ermächtigt, aber auch beauftragt werden, Gewalt - ob von RECHTS oder LINKS im Keime zu ersticken. Ich gehe davon aus, dass die Politiker in Zürich nach dieser Gewaltorgie über die Bücher gehen muss, um Mittel und Wege zu suchen, damit weitere derartige Gewaltorgien nicht mehr stattfinden können.
Das Vermummungsverbot gilt es, unbedingt durchzusetzen. Die Aufforderung zur Gewalt könnte in den entsprechenden Foren vorzeitig erkannt werden , wie ein Dokument zeigt. 
Die Forderung von Menschen, die nie gelernt haben zu verzichten ist bekannt:

«Wir nehmen uns, was uns gehört. Wir sind die Stadt!»

Auch Carlos holte ich das, was er wollte und zwar subito.
Dank Gewalt   hatte in der Familie, in der Schule und während der Verwahrung Erfolg.
Wie sollen Jugendliche sich in der Gesellschaft einordnen, wenn sie so erzogen worden sind, dass alle Bedürfnisse sofort erfüllt werden müssen. "Ich will - aber subito!"
"Rücksicht nehmen", "auf gewisse Bedürfnisse verzichten können", sind leider bei vielen Erziehungsstätten und "Familien" (die es in klassischer Form selten gibt) keine  Programmpunkte mehr. 
Den Werteverlust und die Orientierungslosigkeit dürften wir im Grunde genommen in Zukunft nicht mehr - wie bisher- tatenlos zur Kenntnis nehmen.
Wir müssen leider nach der Gewaltorgie damit rechnen, dass die Schuld einmal mehr wieder der Polizei, der Gesellschaft oder dem kapitalistischen System zugeschoben wird und damit die vermummten Chaoten rehabilitiert werden. 
Opfer waren meist Leute aus dem kleinen Gewerbe.
Diese verstehen die Weltnicht mehr. Ihre Kernfragen: Wo war die Polizei? Weshalb rückt sie bei Falschparkierern sofort aus,  wenn jedoch Geschäftsleute um Hilfe rufen, nicht?
Das Weihnachtsgeschäft zahlreicher Geschäfte  ist jedenfalls im Eimer.
Die Chaoten hatten tatsächlich Zürich "belebt"(so wie sie es angekündigt hatten). Ein Zürcher mailte mir: Die linken Chaoten sind noch stolz  auf Ihre "Kristallnacht". Die meisten werden wohl nun die Bilder ihrer Taten  in den Medien mit grosser Genugtuung geniessen.
Tragisch: Die meisten Akteure werden wieder schadlos davon kommen und können sich schon heute auf die nächste Huldigung der Gewalt freuen. Der 1. Mai lässt grüssen.

  





























33|48
Auch in der Europaallee wurden etliche kleinere Gewerbe Opfer von den randalierenden Demonstranten.
 

Samstag, 13. Dezember 2014

Solche Gender Auswüchse sollten heute überwunden sein

Wenn ein Student nicht am Studieren ist, ist er kein Studierender mehr.

Gedanken  zum Partizip Präsens in der Sprache
 

Dass es hinsichtlich Bevorzugung der Männer in der Sprache eine Korrektur brauchte, ist unbestritten.

Nachdem es zu Auswüchsen kam, wie

Die Menschin
Die Gästin
Der Zebrastreifen statt der Fussgängerstreifen
Die LehrerInnen

hatten Journalisten und Sprachwissenschaftler längst taugliche Lösungen gefunden, damit die Sprache nicht durch Sprachpolizistinnen noch weiter  verstümmelt wird.
Dennoch wird heute an der HSG nochmals ein überholtes, fragwürdiges Ansinnen aufgewärmt:

Teure Umbenennung



HSG streitet über die Gender-Frage

Das Studentenparlament der Uni St. Gallen (HSG) muss heute eine emotional aufgeladene Debatte führen: Soll es sich in Studierendenparlament umbennen?

storybild 

?Studierende?: Student (l.) und Studentin (r.).
Das Studentenparlament der HSG soll geschlechtsneutral benannt werden.

 
Nun gibt es aber die Studentenschaft der HSG seit 1921 – und die soll nun umbenannt werden, wenn es nach einem Antrag geht, der heute Abend im Studentenparlament behandelt wird.
Der Punkt 9.1 auf der Traktandenliste birgt Zündstoff: Die «Studentenschaft» der HSG soll in «Studierendenschaft» umbenannt werden, das Studentenparlament in Studierendenparlament. Die Traktandenliste wurde auf Facebook gepostet – und sorgte für eine heftige Diskussion unter den Studierenden, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

Fünfstelliger Betrag

Die Namensänderung – falls sie angenommen wird – würde finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Auf allen offiziellen Dokumenten, Werbeartikeln, Kommunikationsmedien und ähnlichem müsste der Name geändert werden. Dies nehme man billigend in Kauf, so die Antragssteller.
Doch gerade die Kosten, laut der Zeitung auf einen fünfstelligen Frankenbetrag veranschlagt, sorgten auf der Facebook-Seite der Studentenschaft für Unmut. «Verschleuderung der Gelder» und «wichtigere Geschlechterprobleme» hiess es aus den Reihen der Gegner.
Selbst Studentinnen sprechen sich gegenüber der «Aargauer Zeitung» gegen die Namensänderung aus: Die Marke «Studentenschaft» sei an der Universität omnipräsent und werde nie als reine Männerinstitution wahrgenommen. Heute Abend um 22.15 Uhr soll die Sitzung enden, in der der HSG-Geschlechterkampf entschieden wird.
(num)
KOMMENTAR: Die Studenten an der HSG müssten eigentlich  wissen, wie der Partizip Präsens eingesetzt wird.

Ich zitiereThomas Meyer : Im  Deutschen wird das Partizip Präsens zusehends falsch eingesetzt wird: Statt "Studenten" heisst es "Studierende", "Mitarbeiter" werden zu "Mitarbeitenden" und "Lehrlinge" werden zu "Lernende". Meyer meint, dass das Partizip Präsens eine momentane, abschliessende Tätigkeit ausdrückt wie im Beispiel: "Der Kommissar stellte den Flüchtenden" Eine Gebärende ist keine Gebärerin. Sie würde sonst pausenlos gebären. Ein Studierender ist einer, der einen Prospekt vor sich hat und diesen - einfach so vor sich hin - studiert. Dazu muss man aber nicht an einer Universität eingeschrieben sein. Genau so ist es bei einem Mitarbeitenden. Er wirkt jetzt gerade an einer Arbeit mit, ohne dass er Angestellter sein muss. Die Problematik ist auch in Wikipedia zu finden:


Studenten oder Studierende?

Es gab bereits in den 90er Jahren Versuche an Universitäten, den Begriff "Studenten" durch angeblich geschlechtsneutralere Formulierungen zu ersetzen, obwohl der Begriff aufgrund des generischen Maskulinums auch weibliche Studenten umfasst, weil Genus und Sexus nicht übereinstimmen müssen. Durch die feministische Linguistik wurde jedoch eine "gerechtere" Sprache gefordert, weshalb eine auch im Genus nicht ausschliesslich männliche Form gefunden werden sollte. Da "Studentinnen und Studenten" zu umständlich war, und die Schreibweise "StudentInnen" mit Binnen-I im Widerspruch zur Orthographie steht, setzte sich schliesslich bei Versuch der Verwendung einer neutraleren Form die Partizipialform "Studierende" durch. "Studierende" ist seit dem Inkrafttreten des Universitäts-Organisationsgesetzes 1993 (UOG 1993) der gesetzliche Terminus in Österreich.
Kritiker bringen vor, dass die Partizipialform bürokratisch und wenig anschaulich sei und dass das lateinische Partizip Präsens Aktiv studens im Maskulinum, Femininum und Neutrum gleich lautet und sich deshalb als geschlechtsneutrale Form geeignet hätte. Von Max Goldt stammt folgendes Zitat: "Wie lächerlich der Begriff Studierende ist, wird deutlich, wenn man ihn mit einem Partizip Präsens verbindet. Man kann nicht sagen: In der Kneipe sitzen biertrinkende Studierende. Oder nach einem Massaker an einer Universität: Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden. Niemand kann gleichzeitig sterben und studieren." (aus: "Wenn man einen weissen Anzug an hat", Kapitel "Was man nicht sagt").

Andererseits haben auch andere Partizipialformen ihren Eingang in den täglichen Sprachgebrauch gefunden, ohne jedoch oben genannte Befremdung hervorzurufen. So finden sich im Alltag Formulierungen wie "wartende Reisende" oder "arbeitende Vorstandsvorsitzende". Es liesse sich dem Vorwurf von Max Goldt also entgegnen, dass die von ihm kritisierte mangelnde "Anschaulichkeit" bzw. Bürokratie lediglich eine Gewöhnungsfrage sei.

In Deutschland ist die Bezeichnung "Studierende" vor allem im offiziellem Sprachgebrauch gebräuchlich, scheint sich aber umgangssprachlich bisher nicht durchzusetzen. Kritiker bezeichnen diesen Sprachgebrauch als durch "Politische Korrektheit" motiviert.


Es gibt keinen Grund für die Sprachveränderung, denn mit Studenten sind auch die Frauen mit eingeschlossen. Student bezeichnet eine Funktion, kein Geschlecht.

Im Italienischen, wenn acht ragazze und ein ragazzo zusammen sind, spricht man auch problemlos von neun ragazzi. Dort wird diese Ordnung und Einfachheit nicht beanstandet. Es gibt schon zu denken, wenn man einer klaren sprachlichen Regelung unbedachterweise Sexismus unterstellt. Der Tagesanzeiger übernahm leider auch einige sprachlich falschen Formen.

LINKS:
5. Juli 2011 ... Aktueller Beitrag rhetorik.ch. ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Feministische Rhetorik · Aktuell Jan 1, 2004 · 29.12. 2010 · 3.6. 2010 · 9.1, 2011 ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/07_05/
www.rhetorik.ch aktuell: (08. Sep, 2014). Professx, Mitarbeitx, Studentx. Rhetorik. ch Artikel zum Thema: Feministische Rhetorik · Aktuell Sprache ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/14/09_08/index.html
1. Jan. 2004 ... Feministische Rhetorik verbannen das Wort "Schneemänner" Statt "Snowman" muss es nun "Schneeperson" heissen. Das Kinderbuch (The ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2004.html

27. Sept. 2013 ... Der Schriftsteller Bernhard Lassahn geht in einer Kritik an geschlechter-korrekter Anrede im Focus 38, 2013 noch weiter als üblich: er ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/09_27a/
Feministische Sprache, Linguistik. ... Zum Gebrauch von weiblichen Personenbezeichnungen. (Siehe auch Sexistische Feministische Rhetorik) ...
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html