Freitag, 15. November 2013

Medien vergessen nichts

Der jüngste Polizei Skandal in Zürich mit festgenommenen Polizisten  macht uns bewusst, dass die Medien
jederzeit ALLE alten schlechten Nachrichten zusammentragen und publizieren können:


Zürcher Polizei-Puff im Langstrassen-Milieu: «Mit Sex kann man hier kaum noch Geld verdienen!»

Die Zürcher Stapo – ein «Rambo-Korps»


Ein Schreckensjahr erlebte die Stadtpolizei Zürich 2002. Im Januar verursachte der Mann der Kripo-Chefin Silvia Steiner angetrunken einen Verkehrsunfall. Diese geriet in der Folge in den Verdacht, sie habe versucht, ihren Mann vor den Ermittlungen zu schützen. Im Juni wurde Steiner von Stadträtin Maurer und Polizeikommandant Hotzenköcherle vom Dienst suspendiert; das Vertrauensverhältnis sei gestört. Kurz darauf wurde die Kripo-Chefin aber rehabilitiert: Sie hatte sich gemäss der Administrativuntersuchung «weisungskonform» verhalten. Dennoch verliess Steiner die Stadtpolizei in gegenseitigem Einvernehmen.
Ungute Schlagzeilen machte die Stadtpolizei im März des gleichen Jahres, als während der Fahndung nach einem Einbrecher ein unbescholtener Passant von einem Polizeifahrzeug eingeklemmt wurde. Der Mann verlor ein Bein. Im April kam der Fall Eldar S. dazu: Zwei zivile Drogenfahnder wollten den 20-jährigen Bosnier kontrollieren, der seinerseits glaubte, er werde von Rechtsextremen angegriffen, und sich heftig wehrte. Es kam zu einer Schlägerei. Die Beamten wurden 2006 in einem Berufungsprozess freigesprochen, doch der Fall trug dazu bei, dass die Medien der Stadtpolizei 2002 das Etikett «Maurers Rambo-Korps» verpassten.

Der «Schimanski von Zürich»


Noch nicht abgeschlossen ist der Fall des ehemaligen Polizisten Fredi Hafner. Der «Schimanski von Zürich» soll 2008 Polizeiakten zum Fall des früheren Armeechefs Nef der «SonntagsZeitung» zugespielt haben; damit stiess er die Affäre an, die Nef zu Fall brachte. 2012 wurde Hafner wegen Amtsgeheimnisverletzung verurteilt, doch er hat das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen.

Der «härteste Polizeikommandant der Schweiz»


Skandale gab es jedoch nicht nur – wie man nach dieser Aufzählung vielleicht meinen könnte – im Stadtzürcher Polizeikorps. So steht derzeit der höchste Luzerner Polizist massiv unter Druck. Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat gegen Beat Hensler, den der «Tages-Anzeiger» als «härtesten Polizeikommandanten der Schweiz» bezeichnet hat, ein Strafverfahren eröffnet. Der Grund: Es besteht der Verdacht auf Amtsgeheimnisverletzung. Hensler hatte ein Schockvideo, auf dem zu sehen ist, wie ein Elitepolizist einen wehrlosen Einbrecher tritt, den Mitgliedern der Sondereinheit Luchs gezeigt. Das Video gilt als Beweismittel in einem laufenden Verfahren. Hensler und seine Vorgesetzte, Regierungsrätin Schärli, stehen zudem in der Kritik, weil in mehreren Fällen Polizisten befördert wurden, die Tätlichkeiten begangen hatten.

Sicherheitschef mit Alkoholproblemen


Ein tragisches Ereignis brachte im Januar 2010 die Bündner Justizdirektorin Barbara Janom Steiner in Bedrängnis: Polizeikommandant Markus Reinhardt hatte sich einen Tag vor der Eröffnung des WEF mit seiner Dienstwaffe das Leben genommen; zuvor war der WEF-Sicherheitschef alkoholisiert auf der Einsatzzentrale erschienen. Bald verdichteten sich Hinweise darauf, dass Reinhardt bereits seit Jahren mit Alkoholproblemen zu kämpfen hatte – und dass Janom Steiner dies seit ihrem Amtsantritt 2008 wusste.
Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Bündner Grossen Rates untersuchte den Fall und warf danach der Regierung vor, sie habe im Umgang mit dem Alkoholproblem des Polizeikommandanten zu wenig konsequent gehandelt. Später kam ans Licht, dass der alkoholkranke Reinhardt einen koksenden Polizisten gedeckt und zum WEF-Logistikchef befördert hatte.

Verkehrs- und Drogendelikte


Nach nur vier Jahren im Amt zurücktreten musste ein Namensvetter von Reinhardt, der Aargauer Polizeikommandant Stephan Reinhardt. Dem Chef der Kantonspolizei wurden mehrere Verkehrsdelikte zum Verhängnis. Den Ausschlag gab schliesslich, dass er 2011 in Zürich als privater Autolenker mit 26 km/h zu viel auf dem Tacho geblitzt worden war. Diese Geschwindigkeitsüberschreitung tangiere seine «professionelle Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit» und sie schwäche seine «Glaubwürdigkeit als Polizeikommandant», begründete Reinhardt seinen Rücktritt im Juli 2012.
Der wohl krasseste Fall eines fehlgeleiteten Polizeichefs ereignete sich ebenfalls im Aargau: Im August 2009 wurde der Kommandant der Regionalpolizei Zofingen verhaftet. Matthias M. war nur ein Jahr zuvor als Quereinsteiger berufen worden, obwohl er bei der Zürcher Kantonspolizei wegen zwei Drogendelikten aus den Jahren 2006 und 2007 aktenkundig war. Im Laufe des Untersuchungsverfahrens gestand M., seit rund fünf Jahren Methamphetamin (Crystal) konsumiert und gedealt zu haben. Sein bester Kunde war ein Polizist. Die Affäre zwang den Stadtrat Herbert Scholl, der für Auswahlverfahren verantwortlich gewesen war, zum sofortigen Rücktritt.

Quelle: Tagi, 20 Min, Blick

FAZIT: MEDIEN VERGESSEN NICHTS! Was heisst das für meine Institution?

Mittwoch, 13. November 2013

Bevor die Krise da ist, sind die Medien da

Umgang mit überraschenden Fragen in Krisensituationen

LINKS:

18 Okt. 2013
Mehr zum Werkzeug "im Umgang mit Ueberraschungen" kann im ... www.rhetorik.ch/Aktuell/11/06_25/index.html. Columbo Technik. Kommissar Columbo aus der TV Serie wurde bekannt für seine Phrase " Übrigens, ich hätte ...
http://knill.blogspot.com/
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
18. März 2009 ... AUCH ÄRZTE MÜSSEN. MEDIENTAUGLICH SEIN horrorsturz: Der Horrorsturz des Schweizer Skirennfahrers Daniel Albrecht auf der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/03_18/03_09.pdf
18. März 2009 ... Leidet das Inselspital unter einem Paparazzi-Trauma? Im Gegensatz zum Universitätsspital Innsbruck informierte das Inselspital über den ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/03_18/index.html
22. Jan. 2009 ... Auch Ärzte müssen für derartige überraschende Auftritte trainiert werden. Die Voten von drei Ärzten der Universitäts-Klinik für Allgemeine und ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/01_22/
18 Mar 09: Auch Ärzte müssen medientauglich sein · 01 Feb 09: Ärzte vor Mikrofon und Kamera · 22 Jan 09: Ärzte müssen auch medientauglich sein.
www.rhetorik.ch/Aktuell/Gesundheit.html
1. Febr. 2009 ... Ärzte müssen auch medientauglich sein ... Es veranschaulicht, dass es auch für Ärzte möglich ist, sich mediengerecht auszudrücken, ohne ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/02_01/
20. Jan. 2011 ... Ärzte müssen medientauglich sein · Ärzte vor Mikorfon und Kamera ... In Krisensituationen müssen die Verantwortlichen sagen, weshalb sie ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_20/
27 Juni 2012
Wenn es brennt, muss ich mich den Medien stellen. Ein Politiker muss vor einer Krise gelernt haben, bei Ueberraschungen den Kopf nicht zu verlieren. (Umgang mit Ueberraschungen) 20 Min nach der Medienkonferenz: ...
04 Juni 2009
2. Voraussetzungen zur Schlagfertigkeit (Einstellung, antizipieren, Vorbereiten- aber wie?) 3. Fallbeispiel. 4. Sie brauchen immer einen Pfeil im Köcher (Standards). 5. Umgang mit Ueberraschungen (Innehalten- denken). 6.
http://knill.blogspot.com/
05 Okt 11: Krisenkommunikation und Medien · 17 Sep 11: UBS Kommunikationsverhalten im Zockerskandal · 14 Aug 11: Schlechte Noten für den Bundesrat.
www.rhetorik.ch/Aktuell/Krisen.html
7. Juli 2005 ... Zur Informationspolitik beim Anschlag in Madrid · Krisenkommunikation und Medien - Terroranschlag vom 11. September 2001 ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/07_07.html
K+K hilft Ihnen weiter, wie Sie sich die Kompetenz im Umgang mit Medien erwerben wollen. Krisenkommunikation kann vorbereitet werden.
www.rhetorik.ch/Krisenbeispiele/Krisenbeispiele.html

Knill.com. Wie kann man Medienkampagnen kontern (Persönlich Februar 2003). Rhetorik.ch, 1998-2003 © K-K Kommunikationsberatung, Knill.com.
www.rhetorik.ch/Medienkampagne/Persoenlich.html
12. Jan. 2013 ... Aktuell Krisenkommunikation · SBB Unfall in Neuhausen · Glacier ... Internet und Social Media sind unschlagbar in der Geschwindigkeit. Es gibt ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/01_12a/
05 Okt 11: Krisenkommunikation und Medien · 26 Sep 11: Internet gegen Fernsehen und Zeitung · 26 Sep 11: Google Plus auf Aufholjagd · 18 Jul 11: BLM  ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Medien.html
23. Juni 2010 ... Mangelhafte Krisenkommunikation des Bundesrates ... Wohl kaum, denn verschiedene Medien berichten, dass ein solcher Einsatz schon in ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/06_23/
19. Dez. 2010 ... Krisenkommunikation ohne Vermutungen ... Die Medien machten aus den Mutmassung der Mediensprecherin eine Tatsache. Susanne ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_19/
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
27. Sept. 2005 ... Kommunikation im Krisenfall. M. Knill, Kommunikationsberater, Uhwiesen. • Krisenkommunikation und Medien. • Erkenntnisse aus der Praxis.
www.rhetorik.ch/Krisenkommunikation/Gesamtprogramm_Krisenmgmt.pdf
5. Okt. 2011 ... Krisen managen heisst nicht nur Krisen erkennen und vorbeugen. Viele Unternehmen haben allmählich erkannt, dass das Meistern von Krisen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/10_05/

Chorwerke und Emotionen

Beschreiben Sie, was Sie empfinden - beim Hören
dieses Requiems (alsWahrnehmungsschulung)

Mozart Requiem Karl Bohm - YouTube

www.youtube.com/watch?v=-1DsJ5YQr5s
15.09.2011 - Hochgeladen von radostsguy
Mozart - Requiem in D minor (Complete/Full) [HD]by ... Mozart - Requiem (Sir Colin Davis // Full ...

Samstag, 9. November 2013

Zu Kommunikation der Universität vor und nach dem Rücktritt des Rektors

Uni-Experte Portmann über das Protest-Inserat«Das ist unprofessionell!»

Hans-Peter Portmann, Präsident der Uni-Kommission im Zürcher Kantonsrat, kritisiert das Inserat einiger Professoren in der Affäre Mörgeli. Die Uni werde nicht nachgeben.

Ich zitiere BLICK-online:

Keine Ruhe an der Universität Zürich.
Hans-Peter Portmann, Präsident der Uni-Kommission im Zürcher Kantonsrat.

Herr Portmann, was halten Sie vom Pro-Ritzmann-Inserat in der «NZZ»?

Hans-Peter Portmann:
Es hat gemischte Gefühle ausgelöst. Sowas muss Platz haben. Man darf in den Medien wachrütteln, keine Frage. Mich stört, dass das Ganze daherkommt, als ob die gesamte Professorenschaft der Uni dahinterstehen würde.

Die Initianten konnten immerhin 286 Professoren gewinnen.

Aber nur eine Handvoll stammt aus Zürich. Über 1000 Professoren der Uni Zürich haben nicht unterschrieben, und ein Grossteil davon beurteilt die Sachlage meines Wissens auch anders. Hätte der Gesamtlehrkörper unterschrieben, wäre die ganze «NZZ» ein einziges Inserat. So gibt dieser Aufruf ein falsches Bild ab.

Schadet das Inserat dem Ruf der Uni Zürich?

Das Inserat alleine nicht. Die Fachwelt kann das einordnen. Und merkt, dass 90 Prozent der Unterzeichner von fremden Unis kommen, die in Konkurrenz zu Zürich stehen, und somit keine Unabhängigkeit gegeben ist. Der ganze Fall könnte der Uni aber schaden. Weil die Affäre schon so lange dauert.

Was halten Sie von der Forderung, die Kündigung gegen Ritzmann zurückzunehmen?

Diese Forderung ist unprofes­sionell und kontraproduktiv. Sie zeigt auch, aus welcher Studienecke solche Begehren kommen. Ein Jurist oder Ökonom würde nie so eine Forderung stellen. Er würde seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen, weil er seinen Studenten in Managements- und Rechts­lehre etwas anderes beibringen muss. Es ist geradezu dilettantisch, für eine einzelne Person Partei zu nehmen, ohne das gesamte Dossier und die Ergebnisse der Strafuntersuchung zu kennen.

Die Uni wird also hart bleiben?

Die Uni-Leitung kann dem Druck gar nicht nachgeben. Sie würde das Gesicht verlieren und das ihr übertragene Führungsinstrument der personalrechtlichen Massnahmen aus der Hand geben. Die Forderung ist ein Schuss ins Knie.

Wie beurteilen Sie die Kommunikation der Universität?

In Sachen Kommunikation hat die Uni dringend Handlungsbedarf. Nicht nur in diesem Fall. Die Krisenkommunika­tion muss verbessert werden. Das Ganze ist ein kulturelles Problem, was unsere Aufsichtskommission auch in ihrem aktuellen Bericht festhält.


Wie meinen Sie das?

An der Uni arbeiten alles hochintelligente Menschen, deren Stärke die Lehre und Forschung ist. Einige glauben, dass sie ebenfalls in der praktischen Umsetzung das Wissens­primat haben, statt erfahrene Führungspraktiker beizuziehen. Sie überschätzen sich und haben nicht die Grösse, zu delegieren.

Man hat den Eindruck, dass an der Uni politische Machtkämpfe wichtiger sind als Forschung und Lehre. Teilen Sie diese Einschätzung?

Zwar steht der Vorwurf im Raum, dass personelle Entscheide aus politischen Motiven getroffen werden, ich weiss es aber nicht. Sollten wir von der Aufsichtskommission Anzeichen dafür finden, dann werden wir genau hinschauen.

* Hans-Peter Portmann (50) ist Zürcher FDP-Kantonsrat und Präsident der Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit.

KOMMENTAR: Ich finde es bedenklich, wenn sich jemand in eine Aktion einspannen lässt, bevor die Fakten auf dem Tisch liegen. Vor allem ist es erstaunlich, dass 90 % der Unterzeichner aus dem Ausland kommen. Ich bin sicher, dass die Oeffentlichkeit erkennt, dass es sich hier um eine fragwürdige parteipolitische Aktion handelt. Die Aktion hat mich jedenfalls in dieser Form nicht überzeugt.

Ein folgenschwere Aussage

Finanzministerin widerspricht dem Gesamtbundesrat

Immer wieder gibt es Kommunikationsmängel bei einzelnen Magistraten. Vor allem müssten folgenschwere Aussagen vorgängig abgesprochen werden. Kommunikation muss koordiniert werden. 

Neue Ungereimtheiten zu Widmer-Schlumpfs Multi-Milliarden-Franken-Aussage



Eveline Widmer-Schlumpfs wankelmütige Kommunikation wird breit kritisiert.
Eveline Widmer-Schlumpfs wankelmütige Kommunikation wird breit kritisiert. (Bild: Lukas Lehmann / Keystone)

Wenige Sätze von Eveline Widmer-Schlumpf haben bei den Grossbanken mehrere Milliarden Franken Börsenwert vernichtet. Ihre Aussage kollidiert mit der Position des Gesamtbundesrats.
Quelle Nzz-online:
Es war die Multi-Milliarden-Franken-Frage, welche die «Schweiz am Sonntag» an Eveline Widmer-Schlumpf gerichtet hatte. Am Samstag vor einer Woche, am Rande des 5-Jahr-Jubiläums der BDP in Chur, befragte ein Journalist die Bundesrätin. Ihre Antwort, die am Sonntag publiziert wurde, schickte die Aktien von UBS und CS auf Talfahrt. Am Montag stürzten sie um 5,3 beziehungsweise 6,7 Prozent ab; Börsenwerte in Milliardenhöhe wurden vernichtet. Die Kritik an Widmer-Schlumpfs Kommunikation folgte auf dem Fuss. «Über 6 Milliarden kostet das Jubiläum der BDP die CS- und UBS-Aktionäre, das ist sicher Weltrekord», kommentierte FDP-Nationalrat Ruedi Noser auf Twitter zynisch.

Jetzt zeigt sich, dass es sich nicht nur um eine Kommunikationspanne handelte. Widmer-Schlumpfs Aussagen kollidierten zumindest teilweise auch mit einer Position, die der Bundesrat nur drei Tage zuvor offiziell verabschiedet hatte. Am 30. Oktober publizierte er seine Antwort auf eine Motion der SP. Diese fordert, dass bei den Grossbanken das Eigenkapital der nicht risikogewichteten Aktiven auf 10 Prozent erhöht werde. Eine solche Massnahme sei «verfrüht», schreibt der Bundesrat in seiner Antwort, auf die das Westschweizer Radio RTS gestossen ist. Bevor man die Eigenmittelanforderungen in derartige Höhen treibe, müssten deren Auswirkungen auf die Bilanzstrukturen und auf die Wettbewerbsfähigkeit untersucht werden. Zudem schreibt der Bundesrat, dass spätestens im Februar 2015 ohnehin die Überprüfung der Too-big-to-fail-Massnahmen fällig sei. Dieser Prüfbericht sei abzuwarten, «bevor spezifische Gesetzesvorlagen in Auftrag gegeben werden».
Nur drei Tage nach dieser Stellungnahme diktierte Widmer-Schlumpf der «Schweiz am Sonntag» unter anderem folgende Sätze ins Notizbuch: «Wir müssen uns Gedanken darüber machen, ob wir die Eigenkapitalbasis nicht weiter verstärken müssen.» Die heute geltende Höchstverschuldungsquote von 4,5 Prozent erachte sie als «tief» – «Derzeit spricht man von 6 bis 10 Prozent». Diese Zitate autorisierte Widmer-Schlumpfs Pressestelle schriftlich.
Eine Kapitalerhöhung von diesem Ausmass hätte einschneidende Folgen, wie die bundesrätliche Stellungnahme vom 30. Oktober ebenfalls festhält: «Um die Quote auf 10 Prozent anzuheben, wäre schon bei den beiden Grossbanken (. . .) eine massive Kapitalaufstockung von mindestens 150 Milliarden Franken oder weit mehr als eine Halbierung ihrer Bilanzgrössen erforderlich.» Diese potenziellen Folgen erklären auch die starke Reaktion der Börsen.
Dass aber Widmer-Schlumpf anderthalb Jahre vor dem Prüftermin solche Aussagen macht, halten sogar Politiker für unverantwortlich, die ihr gewöhnlich wohlgesinnt sind. «Solche börsenrelevanten Aussagen sollte eine Bundesrätin in dieser Form nicht machen», sagt CVP-Fraktionschef Urs Schwaller. Was eine Finanzministerin in einem derart hochsensiblen Bereich sage, habe sofort Auswirkungen auf die Märkte. «Ich gehe davon aus, dass Bundesrätin Widmer-Schlumpf aus dem Vorfall die Lehren gezogen hat», so Schwaller. CVP-Präsident Christophe Darbellay meint, er scheue sich ja nicht, wo nötig, Kritik an den Banken zu üben. «Doch der Schweizer Finanzplatz benötigt endlich auch wieder Planungssicherheit.» Die Politik sei übereingekommen, die Too-big-to-fail-Gesetzgebung 2015 zu überprüfen. «Vorher ist eine Diskussion fehl am Platz», sagt Darbellay.
FDP-Nationalrat Noser sagt: «Solche Aussagen machen die beiden Grossbanken zu Übernahmekandidaten.» Auch SVP-Nationalrat Thomas Aeschi, dessen Partei die ungewichtete Eigenkapitalquote eigentlich ebenfalls erhöhen will, hält Widmer-Schlumpfs Kommunikation für «sehr fahrlässig».
Nationalbankpräsident Thomas Jordan wollte sich am Freitag an einer Medienkonferenz nicht direkt zu Widmer-Schlumpfs Vorstoss äussern. Er betonte die Wichtigkeit des Too-big-to-fail-Pakets und von dessen Umsetzung, um die Wiederholung eines Falles UBS zu verhindern. Die für 2015 geplante Überprüfung sei der richtige Zeitpunkt, um bezüglich der Eigenkapitalanforderungen über die Bücher zu gehen.
Ende Woche lag die UBS-Aktie immer noch mit 4,1 Prozent im Minus. Das sind minus 3,1 Milliarden Franken Börsenwert. Das Departement Widmer-Schlumpf lehnte es am Freitag ab, Fragen zum Vorfall zu beantworten.

Kommentar: Eine derartig folgenschwere Kommunikationspanne darf nicht mit SCHWEIGEN beantwortet werden. Die Finanzministern kann froh sein, dass sie als Gegenspielerin Blochers von vielen Parteien geschont wird. Sie kann sich Fehler leisten und wird auch diese Panne unbeschadet büerstehen.

Freitag, 8. November 2013

Einführung in die bevorstehenden Seminare

Ueberzeugen- aber wie?

„Rhetorik – eine praxisorientierte Vertiefung“





Zur Einstimmung in die nächsten vertraulichen individuellen Coachings  können Sie  auf Ihrer bisherigen Rhetorikausbildung aufbauen.  Sie sind alles Praktiker und müssen viel intern kommunizieren. Für das Kommunikationsklima in Ihrem Job sind Sie verantwortlich.  Ich freue mich auf die bevorstehenden Unterreichtseinheiten.
Wir arbeiten mit professionellem Videofeedback. Sie werden in der Selbstbeurteilung erkennen, dass Sie besser sind, als Sie es vermutet haben. Anfänger erstaunt dieses Phänomen. Obschon die Kamera ein Stressfaktor ist und sie für viele einer  Röntgenkamera gleichkommt, so kann das Fernsehbild nicht mit einem Schirmbild verglichen werden. Vieles, was in ihrem Kopf vorgeht, sieht das Publikum nicht. Unsere Aufnahmen werden nicht manipuliert. Sie werden dank eines ausgebildeten Kameramannes einen möglichst neutralen Videospiegel vorgesetzt bekommen (So wie sie vom Gegenüber wahrgenommen werden) und können dadurch  die Wirkung Ihrer Persönlichkeit selbst erkennen.   Ihre Stärken und allfällige Defizite werden Ihnen bei einem Intensivseminar bewusst. Das ist leider nicht bei allen Veranstaltungen möglich. Die vertraulichen Aufnahmen werden sofort gelöscht.
Mir geht es bei den bevorstehenden Seminaren vor allem darum, dass Sie bei Kommunikationsprozessen im Alltag auch in heiklen Situationen überzeugen und bei Ihrem Optimierungsprozess sehen, was bei der Auftrittskompetenz wichtig ist:


- Echtheit ist gefragt.


- Sie müssen verstanden werden!


- Sie werden nach dem Coaching die wichtigsten bewährten Bausteine der Rhetorik kennen.



- Kommunikationsprozesse werden lernen, wie  Sie situationsgerechter VEREINFACHEN können.

- In unserem Modul werden Sie am Schluss befähigt,  nachher selbständig das Gelernte festigen zu können.


- Sie werden nach einigen Wochen die Nachhaltigkeit selbst überprüfen können und überprüfen können, ob sich die Ausbildungstage gelohnt haben.



Am bevorstehenden Intensivseminar erhalten Sie eine Dokumentation.
Hier zur Einstimmung nur noch ein paar Grundsatzartikel, die Sie überfliegen oder nachträglich lesen können.

Dieser Animationstext wird nicht gelöscht.



EINIGE HILFREICHE LINKS ZUR VERTIEFUNG DER THEMATIK:


Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar
  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

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  3. Überzeugend antworten

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  1. Natuerliche Kommunikation

    Kommunikation, Training, Natuerlichkeit Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Natuerlich/Natuerlich.html - Cached - Similar
  2. [PDF]

    IST NATÜRLICHES KOMMUNIZIEREN LERNBAR?

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML 22. Juni 2005 ... Willkommen im Simulator: Natürlich kommunizieren? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ... ernst ist – alles andere als natürlich ist. Die ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_22/06_2005_black.pdf - Similar


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  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar













  2. LOCKERHEIT IST DAS A und O



    Oeffnung schafft Vertrauen






    Bei allen Kommunikationsprozessen lohnt es sich, vor Gesprächen, Auftritten immer zu kontrollieren, ob der Körper, die Muskeln, die Hände  locker sind.



    Die Lockerheit des Körpers beeinflusst  die Lockerheit im Denken.



    Dank dieser Lockerheit fliesst die Kommunikation.



    Die Spannung im Stresszustand erkennen wir sofort im Gebiss-Hals bereich. Wer sich muskulär verspannt, blockiert auch das Denken.


    Offene Haltung beim Sprechen





    FAZIT: Beginnen Sie nie mit einer Scheinlockerheit. Nehmen Sie sich die Zeit, den Start  zu zelebrieren, bis sie echt locker sind! Selbstverständlich benötigen Sie immer auch eine gewisse Grundspannung. Es gibt bewährte Methoden oder Techniken, diese Lockerheit innert weniger Sekunden zu gewinnen.



    Zur Haltung:

    Geerdet STEHEN - zur Aussage STEHEN
    WURzeln







    Beim Kommunikationscoaching spielt die Haltung eine wichtige Rolle.



    Es zeigt sich, wer geerdet da STEHT -  mit Bodenhaftung - der wird  auch besser verSTANDen.


    Die Stimme klingt auf der senkrechten Wirbelsäule sonorer. Sie ist ausbalancierter.



    Wer goundet (Begriff in den Staaten), wer geerdet da steht, signalisiert, dass er zu seiner Aussage STEHT.  Wer seinen STANDpunkt eindeutig vertritt, wird zwangsläufig auch besser verSTANDen.
    (In unserem fachgerechten Coaching erkennen Sie, wie  die Energie- dank richtigem Verhalten - konkret  zum fliessen gebracht werden kann.


    Fazit: Wer verankert ist, kann auch bei heiklen Kommunikationsprozessen verbale Stürme überstehen. 




    DAS WICHTIGSTE IN KUERZE


    1. VORBEREITUNG






    Vor dem Anlass die Aussagen (Argumente) nochmals gedanklich durchgehen. Ohne Manuskript!


    - Welches ist die Kernaussage?


    - Wie vermittle ich diese Kernbotschaft dem entsprechenden Publikum, damit sie ankommt?


    Link:


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    1. Vorbereitung unter Zeitdruck

      Das bedingt eine besondere Vorbereitung, die auch unter Zeitdruck beherrschen weren müssen. Links zum Thema: Antizipieren, Zeitmanagement ...www.rhetorik.ch/Vorbereitung/Vorbereitung.html -Cached - Similar

    2. KURZ VOR DEM AUFRITT


    Sich lockern 

    Entspannt



    Muskeln lockern - Kiefer - Zunge - Gesicht. Evt. auf die Brust trommeln.



    3. NATUERLICH BLEIBEN


    Sich nie so benehmen, wie man meint, dass es andere von mir erwarten. Niemanden imitieren.



    4. KEINE NEBENGEDANKEN



    Viele überlegen sich, wohin mit den Händen.Weder an die Hände noch die Augen denken.Denken Sie an das Denken und sprechen Sie das Gegenüber an (einzelne Personen im Publikum). Wenn Sie ganz bei der Sache sind, können Sie sich unzählige Fehler leisten. Wer authentisch bleibt und adressatengerecht spricht, überzeugt. 


     


    5. EINE GEWISSE GRUNDSPANNUNG IST NOTWENDIG
    Benutzeravatar

    Mit der Grundspannung ist der positive Stress gemeint. Wer jedoch Angst hat, nimmt sich eigentlich zu wichtig. Die Zuhörer setzen sich in erster Linie mit dem Inhalt der Botschaft auseinander. Nur Referenten, die verkrampft sind und sich sonderbar verhalten, werden zum Thema. Wer keine Spannung mehr hat, wirkt spannungslos, ist lendenlahm.


      

    rhetorik.ch aktuell: Sinnvoll Kommunizieren

    Sinnvoll Kommunizieren. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Wortwirkung · Wort und Bild. Wer so schreibt oder so redet, dass man das Gesagte mit den äusseren ...www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_11/index.html - 6k -Cached - Similar pages




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19 März 2012
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Für die Nazis war das entartete Kunst

Die Bilder:

Quelle NZZ:

Feuilleton
Mehr als 21 000 Kunstwerke wurden in der Zeit des Nationalsozialismus aus deutschen Museen beschlagnahmt, weitere 600 000 in diversen Ländern Europas geraubt. Nur ein Teil davon wurde an die rechtmässigen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben. Der Münchner Kunstfund macht Hoffnung. Zu Recht?Mehr

Gouache von Franz Marc, die eine Landschaft mit Pferden darstellt. Die Herkunft dieses Werke ist gesichert, es soll aus dem Kunst- und Gewerbemuseum in Moritzburg stammen.


Ein Gemälde des Malers Otto Dix aus dem Münchner Kunstfund

Kunstfund in MünchenStaatsanwaltschaft will 590 Bilder veröffentlichen

Der massive Druck aus dem In- und Ausland nach dem Münchner Kunstfund zeigt Wirkung: Alle Bilder aus möglichem NS-Raubgut sollen in Kürze veröffentlicht werden.