Dienstag, 6. März 2012

Zukunftsforschung:

Wie kommunizieren wir 2037?



Kommunizieren 2037 Ein Holo für den Hemdenschneider

Hologramme in der Stadt, Computer am Handgelenk: Im Jahr 2037 ist Kommunikation noch leichter, schwereloser geworden. Ein Bericht aus der Zukunft
Die Kommunikation der Zukunft wird komplexer und einfacher zugleich.
(Ich zitiere  ZEIT-online)

Die Kommunikation der Zukunft wird komplexer und einfacher zugleich.
"Vorsicht!" Alexander zieht gerade noch den Kopf ein, als ein blau flirrender Ball über ihn hinweg rauscht und im Nichts verschwindet. "Nicht erschrecken, war doch nur ein Holo", rufen die Jungs auf der anderen Straßenseite und laufen davon.
Wenig fasziniert Menschen so sehr wie die Zukunft. Wie werden wir morgen leben? Wie werden sich unsere Umwelt und unsere Gesellschaft verändern? ZEIT ONLINE wagt den Blick voraus. In zehn Folgen einer Themenwoche fragen wir: Was für ein Leben wird ein Mensch haben, wenn er 2012 geboren wird? Wie wird er lernen, essen, kommunizieren, arbeiten, wie wohnen, lieben, krank werden, regiert werden? Wie wird es schließlich sein, wenn er selbst Kinder bekommt?
Die Antworten, die diese Serie gibt, sind keine allgemeinen. Denn Alexander Geseke, der Held der einzelnen Geschichten, wurde tatsächlich am 3. Februar in Hamburg geboren. Ein echter Mensch also, am Anfang seines Lebens. Geboren 2012 erzählt, was Alexander in seinem Leben begegnen könnte. Allerdings: Alexander ist nicht der richtige Name der Hauptperson. Auch die Namen seiner Eltern wurden geändert, Bilder und Videos der Familie sind nicht mit ihren wirklichen Namen verbunden.
Nur ein Holo! Alexander flucht. Seit rund zwei Jahren, also seit 2035 etwa, haben sich Holografien im Alltag immer weiter verbreitet – selbst die Kinder nutzen die neue Technik. Via Laser wird ein räumliches Bild in den Raum geworfen, sogar bei Tageslicht ist es scharf. Die Spieleindustrie hat die neue Technik mit der Idee des Motion Control gekoppelt: Der Tabletcomputer erkennt die Bewegungen des Spielers, sodass dieser jedes Hologramm steuern kann. Fast alle Tablets verfügen mittlerweile über eine solche Funktion. Holos sind überall.
Möglich wurde die Technik durch einen radikalen Ausbau der Netze. Deutschland ist 2037 mit einem Glasfasernetz verbunden, das mehr Daten transportiert, als das menschliche Gehirn verarbeiten kann. Auch der Ausbau des Mobilfunknetzes ist vorangekommen: Unzählige kleine Antennen, an Häuserwänden und Laternen befestigt, machen es in vielen Städten möglich, dass auf den Tablets dreidimensionale Bilder entstehen – ohne ein Ruckeln. Computer-Prozessoren sind schneller geworden, auch wenn die Geschwindigkeit der Rechner nicht mehr ganz so rasch zunimmt. Die Technik und das Netz haben den Alltag verändert. Weit schneller als Ende des vergangenen Jahrhunderts.
Alexander setzt sich auf eine Parkbank und entrollt sein Tablet, das er um den Arm gewickelt hatte. Ein dreidimensionales Bild baut sich auf und zeigt die Daten, die in der Cloud lagern. Kaum noch jemand speichert Informationen und Programme lokal. Alexander schiebt mit der rechten Hand ein Arbeitsdokument nach hinten und fischt sich die Liste seiner Freunde. Die meisten erlauben ihm, ihren aktuellen Standort zu sehen: Tobias ist gerade in seinem Atelier in Paris, Lars in Berlin-Tempelhof, kleine Punkte auf einer Weltkarte. Manche verbreiten in Echtzeit Videos von ihren Ausflügen. Andere messen mit Ems ihren emotionalen Zustand und verbreiten den Status über die Netze.


Dienstleister bändigen den Informationsstrom



Auf der rechten Seite des Bildschirms läuft sein persönlicher Nachrichtenstream in einem Aggregator ein: Blogpostings, Tweets, Ems, Kurznachrichten, Schlagzeilen fließen durch seinen persönlichen Filter und werden priorisiert: rot heißt wichtig, gelb weniger wichtig, grün ist eher unwichtig. Etwas old school, aber anders lässt sich der Informationsstrom noch immer nicht handhaben. Alexander könnte sich zwar einen der Informationsbroker leisten, die ihre Dienst im Internet anbieten und ihm helfen könnten, jeden Tag den Strom zu durchforsten. Noch aber spart er sich das Geld und macht es lieber selbst.
Geboren 2012
Wie werden wir morgen leben? Bitte klicken Sie auf das Bild, um zum Schwerpunkt Zukunftsforschung zu gelangen.

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Alexander erinnert sich, wie er neulich auf dem Dachboden gedruckte alte Zeitschriften aus dem Jahr 2008 gefunden hat. Darin ging es um den Stress der Kommunikation: "Raus aus dem Hamsterrad", schrieb der Spiegel damals. "Mach langsam, mutiger Multitasker", titelte die New York Times. Die Schlagzeilen könnten auch heute noch erscheinen. Kommunikation ist anstrengend geblieben. Und doch staunen die Alten, wie gut die Jungen den Nachrichtenfluss beherrschen.



An den Universitäten heißt eines der wichtigsten Fächer Selbstorganistation, ein anderes Informationsmanagement.


 Hirnforscher, das Militär, Programmierer – sie alle haben daran gearbeitet, den Informationsfluss für jeden erträglicher zu machen. Jedes Tablet hat mittlerweile eine Funktion integriert, die den Nutzer für eine selbst gewählte Zeit radikal vom Netz abschneidet. Sounddesigner haben den Lärm der Kommunikationswelt verschönert.


Viele Programme lassen sich per Sprache steuern und nicht mehr nur mit der Tastatur. Einige Firmen experimentieren mit Implantaten, die anhand der Gehirnströme messen können, wen man gerade anrufen will. Ein paar freaks lassen sich Bilder direkt auf die Netzhaut projizieren.


 Den meisten ist das zu abgefahren.


Kommentar: Bei allen Zukunftsprognosen besteht die Gefahr, dass die Entwicklung in eine  ganz andere Richtung geht, als prognostiziert wird. Unbestrittenermassen geht es bei künftigen Kommunikationsprozessen darum,  die Informationsfülle (Informationslawine) zu meistern und wir aus dem Ueberangebot das Wichtige herauszufiltern verstehen. Ferner glaube ich nicht daran, dass bei Kommunikationsprozessen die zwischenmenschliche Ebene an Bedeutung verliert.  Im Gegenteil. Wahrscheinlich werden die Ueberzeugungsprozesse von Mensch zu Mensch - trotz modernster Technik - immer wichtiger. Unbestritten ist für mich ferner, dass hingegen die Speicherung, Vermitteln und das Abrufen von Informationen wesentlich erleichtern wird.

Der Mensch will nicht zum Gefangenen in einer Informationsblase werden.



LINKS:

03 Sept. 2011
Medien der Zukunft. Thesen aus der jüngsten Publisuisse Studie. Ergebnisse im Überblick Die Medienevolution erreicht die Massen: Heute interessieren sich 65% der befragten Schweizer und Schweizerinnen zwischen 15 ...



23. Apr. 2010 ... Mehr Informationen über die Zukunft seiner Zeitung will Neininger ... Machtballung wird der Medienmarkt für lokale, selbständige Medien härter ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/04_23/index.html






Informationsschwemme; Informationsdefizit; Zuviel Bekanntes; Zuviel Neues; Falsche Sprachebene; Einseitig; Unbeabsichtigte Wirkung. Informieren aber wie ?
www.rhetorik.ch/Information/Information.html
Mit der Informationsschwemme umgehen können ... Wo belastet mich die Informationsschwemme? Wieviel Zeit wende ich auf, um Informationen zu verarbeiten ...
www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html
Wie können nun Informationsabläufe organisiert werden, damit die Angestellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein ...
www.rhetorik.ch/Information/Informationsmanagement.html


9. März 2002 ... Trotz Medienvielfalt und Informationsschwemme sind wir es selbst, die darüber bestimmen; betont Rickenbacher. Durch unser Interesse ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mar_09_2002.html

Wie Beni Thurnheer hat Thomas Gottschalk den ehrenvollen Abgang verpasst.


Ob die Abwärtsspirale noch gestoppt werden kann?

Ich zitiere Blick:






«Der einzig unsichere Job in diesem Land ist anscheinend zurzeit meiner», scherzte Talkmaster Thomas Gottschalk (61) noch vor wenigen Wochen. Nicht mal zwei Monate nach Beginn seiner ARD-Sendung «Gottschalk live» scheint aus diesem Scherz nun bitterer Ernst zu werden.
Laut Informationen des «Spiegel» könnte der Sender bereits im April die Zusammenarbeit mit Gottschalk beenden, sollte die Sendung das Quotentief nicht überwinden. Letzten Donnerstag schalteten gerade noch 1,09 Millionen Zuschauer ein – der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 4,1 Prozent. Zu wenig! Jetzt soll es laut «Spiegel»-Informationen eine Klausel im Vertragswerk geben, die dem Sender den Ausstieg ermöglicht, wenn die Marktanteile bis April nicht über 10 Prozent liegen.
Und es kommt noch schlimmer für Gottschalk. Unter den ARD-Bossen soll man über ihn inzwischen als «Dead Man Talking» witzeln.




Bevor es jedoch zum Aus kommt, soll «Gottschalk live» generalüberholt werden. Am 19. März wird die Sendung mit einem neuen Konzept ausgestrahlt. Was wird sich ändern? Der Talkmaster bekommt ein Studio-Publikum, um seine Stärke in der Interaktion besser ausspielen zu können. Um Platz für das Publikum zu schaffen, wird das Studio umgebaut: Die Redaktionstische verschwinden, wandern zwei Etagen tiefer, wo der Rest der Redaktion sitzt. Gottschalks Schreibtisch - und damit das Set selbst - wird sich um 90 Grad drehen.


Kommentar:  Ich sehe schwarz. Wer sich im Absturz auffangen will, braucht einen guten Fallschirm.

Montag, 5. März 2012

Können wir erkennen, ob jemand lügt?


Rezepte sind fragwürdig, die schlüssig zeigen, ob jemand lügt. Lesen Sie deshalb den folgenden Beitrag kritisch.


Ich zitiere TAGI-online:

«Frauen sind die besseren Lügner»

Wer nach oben links schaut, lügt – oder wie ging das? Zeichen, dass jemand schwindelt, gibt es viele. So deuten Sie die Signale richtig und erkennen eine Lüge.

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Die meistgesehenen Bildstrecken

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Wer die Unwahrheit sagt, der lässt seinen Körper (unbewusst) eine eindeutige Sprache sprechen: (Mikro-)Mimik, Gestik, Körperhaltung und Stimme liefern handfestes Beweismaterial, ob gerade geflunkert wird oder nicht. Welches die meistverbreiteten Lügner-Posen sind, sehen Sie in den folgenden Bildern.

Wer die Unwahrheit sagt, der lässt seinen Körper (unbewusst) eine eindeutige Sprache sprechen: (Mikro-)Mimik, Gestik, Körperhaltung und Stimme liefern handfestes Beweismaterial, ob gerade geflunkert wird oder nicht. Welches die meistverbreiteten Lügner-Posen sind, sehen Sie in den folgenden Bildern. Können Sie sich noch an Ihre erste Flunkerei erinnern? Wenn Kinder lügen, wandert ihr Händchen automatisch direkt vor den Mund, weil ihnen gerade etwas «Böses» über die Lippen gerutscht ist. Aber nicht nur bei Kindern ist dies eine übliche Geste. Die Hand wandert auch im späteren Leben nach wie vor wie ein Reflex weiter Richtung Mund. Oft wird die Geste aber intuitiv umgeleitet, um nicht offensichtlich zu wirken. Die Hand kann dann Richtung Nase, ... ... Ohr oder - vor allem bei Frauen - Richtung Nacken fassen. Auch am Kopf kratzen oder nervös an den Haaren herumspielen kann ein Zeichen dafür sein, dass man gerade nicht unbedingt die Wahrheit sagt. Empfindet man eine Frage als unangenehm, oder fühlt man sich gar angegriffen, dann krallt sich die Hand oft am nächstbesten Gegenstand fest und sucht Halt. Ob ein Wasserglas, Salz- oder Pfeffer-Spender: Das Objekt wird fest umschlossen und zwischen sich und dem Gegenüber gerückt, um eine Art Schutzwall aufzubauen. Natürlich sollen Sie jetzt nicht jedes mal «Du lügst!» rufen, wenn jemand ein Glas umklammert. Mehrere Zeichen, die vom normalen Verhalten abweichen, müssen erkennbar sein. Das setzt voraus, dass Sie wissen, wie die Person reagiert, wenn Sie die Wahrheit sagt. Bei diesem Bild sehen Sie beispielsweise eine typisch «schuldige Haltung», die mehrere Zeichen vereint: 1. Die Person sucht Halt, 2. Ihr Blick und das Kinn sind nach unten gesenkt und 3. nimmt sie eine verschlossene Körperhaltung ein, die Schultern sind nach vorne geneigt. Verschränkte Arme, verschränkte Beine und die Füsse, die weg von der Person gegenüber zeigen, präsentieren eine eindeutige Ablehnung. Der zurückgelehnte Oberkörper Distanz. Diese Haltung zeigt eine deutliche Anspannung. Die Anspannung beim Lügen kann sich durch viele Aktionen bemerkbar machen: Eine weit verbreitete Handlung und ein Zeichen für Unwohlsein ist heftiges Händekneten. Eine eindeutige Fluchthaltung, die signalisiert, dass die Person hier weg will, zeigt diese Körperhaltung auf: Obwohl die Person gegenüber noch fokussiert wird, sind die Füsse, Knie und Hüfte deutlich Richtung Ausgang gedreht. Und auch hier klammert sich die Person (am Stuhl) fest. Nebst den Handbewegungen ist auch das Lippenbeissen, bzw. Lippenbefeuchten/ablecken ein Standardelement beim Schwindeln. Sobald gelogen wird, kommt im Körper Stress auf, was dazu führt, dass der Mund trocken wird und befeuchtet werden muss. Sind Frauen nervös, oder fühlen sich unwohl, dann verlagern sie oft ihr Gewicht auf Ihren Schuhabsatz und drehen aus lauter Anspannung fast ein Loch in den Boden. Nicht nur die Körperhaltung gibt Aufschluss über Lüge oder Wahrheit, auch die Augen können eindeutige Signale senden. Es gibt das bekannte Schema, dass jemand der nach oben links schaut (von sich aus gesehen) sich erinnert und jemand der nach oben rechts schaut etwas visuell konstruiert, sich also gerade eine Lüge zusammenbaut. Aber auch hier braucht es natürlich mehr als nur einen Blick um zu wissen ob jemand die Wahrheit spricht oder nicht. Macht eine Frau hingegen diese Geste, kann man davon ausgehen, dass sie die Wahrheit sagt. Die meisten Lügner versuchen ihre Gestik soweit wie möglich zu kontrollieren, da sie Angst haben sich dadurch zu verraten. Umgekehrt: Wenn jemand im Normalfall wenig gestikuliert, wird sich dies bei einer Lüge ändern, da man mit viel Rumgefuchtle möglichst «echt» und authentisch zu wirken versucht.
Eine Lüge zu verheimlichen ist gar nicht so leicht. Wie Sie sich unbewusst verraten, sehen Sie in der Bildstrecke.

Wer behauptet noch nie geschwindelt zu haben, der lügt. Rufen Sie sich nur mal all die kleinen Alltagslügen in Erinnerung, die Ihnen regelmässig über die Lippen gehuscht sind, ohne dass Sie dabei auch nur mit der Wimper gezuckt haben. Die sogenannten «White Lies» gehören mittlerweile zum guten Ton und werden nicht nur geduldet, sondern schon fast erwartet - oder wie oft haben Sie auf ein «Wie gehts?» mit einer ausführlichen und vor allem ehrlichen Antwort reagiert? Eben.
Mal abgesehen von kleinen Notlügen und Schwindlereien: Wissen Sie, wann Ihnen jemand die Wahrheit erzählt und wann man Ihnen schamlos ins Gesicht lügt? Wie sieht man ob jemand flunkert? Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns Tipps und Tricks beim langjährigen Kommunikations-Trainer Stephan Lendi, der unter anderem den Kurs «menschlicher Lügendetektor» anbietet (siehe Infobox), geholt.
Eine Geste sagt mehr als tausend Worte
«Damit man erkennen kann ob jemand lügt oder nicht, muss man als erstes wissen wie sich die Person verhält, wenn sie die Wahrheit spricht», sagt Lendi. Es geht im Prinzip nur darum, «dass man die Merkmale, die auf Nervosität hindeuten, genauer anschaut und die Veränderungen von der Wahrheit zur Lüge erkennt». Diese Veränderungen können ganz unterschiedlicher Natur sein: «Wohin schaut der Körper? Bedeckt man mit seiner Hand den Mund oder kratzt sich an der Nase, am Kopf? Gibt es eine Abwehrhaltung? Verändert sich die Stimme, das Sprachtempo während dem Gespräch? Wohin schauen die Augen? Das sind alles Aspekte, die vom ‹normalen› Verhalten abweichen können».
Eine Millisekunde verrät Bill Clinton
Nebst dieser offensichtlichen Körpersprache (siehe obige Bildstrecke) gibt es auch noch die sogenannten Mikro-Ausdrücke, die für eine Millisekunde zu sehen sind. Das können zusammengekniffene Augen sein oder ein kurzes, schelmisches Lächeln. Ein gutes Exempel für eine verräterische Mikro-Mimik liefert Bill Clinton. Öffentlich dementiert er den Vorwurf, jemals sexuellen Kontakt zu der damaligen Praktikantin Monica Lewinsky gehabt zu haben und klopft eindrucksvoll nach jedem Wort auf sein Redner-Pult um seine Aussage zu verstärken. Blöd nur, dass ihm bei Sekunde acht für einen winzigen Augenblick ein spitzbübisches Lächeln übers Gesicht huscht. An was er wohl gerade gedacht hat?
Schauen Sie bei 0:08 ganz genau hin:

(Quelle: YouTube.com)
«Frauen lügen besser als Männer»
Dass Clinton nicht unbedingt der geborene Lügner ist, hat aber teilweise ganz einfach damit zu tun, dass er ein Mann ist: «Frauen lügen besser, ganz klar. Sie haben einfach eine besser Wahrnehmung», so Lendi. Aber warum? «Das geht zurück bis in die Steinzeit: Frauen waren für die Kinder zuständig und bei der Nahrungsbeschaffung die Sammler. Sie mussten sich schon sehr früh auf ihre Intuition verlassen, um zu wissen was das schreiende Baby will und eine ausgeprägte Wahrnehmung haben um bei der Nahrungssuche die guten Beeren von den schlechten zu unterscheiden.» Der Mann hingegen musste nur ein Tier erlegen – viel Intuition brauchte es da nicht.
Übung macht den Meister
Aber keine Sorge, liebe Männer: Die menschliche Intuition lässt sich schulen. Laut Lendi sollten wir sowieso «viel mehr auf unser Bauchgefühl hören und auf unsere Menschenkenntnisse vertrauen». Durch viel Beobachten lassen sich diese verbessern, stärken, schärfen. Lendis Tipp: «Ein Sendung wie ‹Zischtigsclub› eignet sich sehr gut um die Körpersprache und die Mikro-Ausdrücke von anderen zu erkennen und richtig zu deuten. Einfach mal einschalten und sehen was man so alles an Mikro-Mimik, Körperhaltung, Stimmveränderungen und so weiter sieht».


LINKS (Aus meinen Beträgen zum Thema Lügen):


Nicht jeder ist zur Lüge geboren. Wer grosse Angst hat, erwischt zu werden, sollte es bleiben lassen. Lügen klappt nur mit Leichtigkeit und Souveränität.
www.rhetorik.ch/Wahrheit/Luege.html
wird unablässig gelogen. Bei all den vielen Lügen hat kaum jemand ein schlechtes Gewissen. Viele Händler täuschen Interesse oder Desinteresse vor.
www.rhetorik.ch/Wahrheit/Wahrheit1.html
27. Jan. 2011 ... Januar 2011 beschäftigte sich DRS 1 im Treffpunkt mit dem Schwerpunktthema " Lügen". Die Sendung wurde mit folgendem Text angekündigt: ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_27/index.html
20. Febr. 2003 ... Marcus Knill, wann haben Sie zum letzten Mal gelogen? MARKUS KNILL: Heute Morgen. Wie gehts, hat mich ein Bekannter gefragt. Es geht ...
www.rhetorik.ch/Wahrheit/Fantasie.html
... erschien mit verschiedenen Babies auf Illustrierten, zum Teil vor der Geburt des Kindes. Quelle: Teil der Wanderausstellung "X für U - Bilder, die lügen" ...
www.rhetorik.ch/Bildmanipulation/Bildmanipulation.html

Lügen lernen mit dem Körper? Bei der mehrstündigen Befragung Clintons über das Verhältnis zu einer seiner Mitarbeiterinnen - die mit Video aufgezeichnet ...
www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html
Angenommen, es müsste eine Person lügen lernen, ist der Aufwand grösser. Denn: Ehrlich zu kommunizieren ist viel einfacher, - weil alle Reaktionen, die ...
www.rhetorik.ch/Redeanalyse/Clinton.html
Drohen,; Lügen; Persönlich angreifen; Emotionen aufschaukeln; Zeitdruck erzeugen; Schlechtes Gewissen erzeugen. Gespräch sabotieren. Der Manipulator ...
www.rhetorik.ch/Manipulation/Manipulation.html

Sonntag, 4. März 2012

HEUTE ist der "Tag der Kranken"



Ein kranker Bär als stellvertretendes Symbol für die Kranken der Welt.


K+K wünscht allen Kranken eine rasche Genesung! 

Zwei Drittel der Medizinstudentinnen sind inzwischen Frauen-
Nur 8% werden davon jedoch Chefärzte (Deutschland).



Movens


Die Gründe?

Es geht um das analoge Problem, wie bei den Spitzenführungskräften in der Wirtschaft.


Wer eine Chefposition einnehmen will, muss bereit sein, zusätzlich belastet zu werden. Der Job lässt sich auf dieser Stufe nicht mehr aufteilen.


Die Managerin muss bereit sein, plötzlich ins Ausland reisen zu müssen und ein paar Tage zu Hause nicht verfügbar zu sein.


Wer glaubt, mit Modellen von Teilzeitjobs usw. die Situation zu verbessern,  verkennt die Realität. Die Belastbarkeit an der Spitze ist überall viel grösser. Den Vollzeitjob mit der ganzen Gremienarbeit lässt sich mit einer Familie kaum noch vereinbaren, wenn nicht ein Elternteil zu Gunsten des Partners an der Spitzenposition auf Sparflamme arbeitet.


Die Vertreter der Frauenquote monieren, man müsste eben die Frauen zum Glück zwingen.


Die Praxis verdeutlicht jedoch, dass viele Frauen die totale Verfügbarkeit auf oberster Ebene gar nicht wünschen.


Sich für die Karriere aufzuopfern ist oft kein Lebensziel mehr.


Deshalb wählen viele Frauen bewusst einen Job im mittleren Kader mit reduziertem Pensum oder Teilzeitarbeit.


Es ist eine Illusion zu glauben, man könne Institutionen vorschreiben, der obersten Führungsebene teurere, trägere Wunschmodelle (Mehrfachbesetzungen) auf zu zwingen.


Im Grunde genommen geht es bei dieser Problematik auch um die Grundsatzfrage: Können wir alles haben?


Wer an die Spitze will, muss sich entscheiden: Was hat nun Priorität? Familie, Privatleben, Kinder, Karriere?


Es ist nicht realistisch, zu glauben, dass an Spitzenpositionen die Teilzeitarbeit eingeführt wird.


Solange man den "Fünfer und das Weggli" noch nicht haben kann, muss  jeder in der Partnerschaft die Karrierefrage gut bedenken, klären und entscheiden, wie man die einzelnen Bedürfnisse unter einen Hut bringen könnte.


 

LINKS Frauenquote:


08 Feb. 2011
In der nachfolgenden Diskussion (während der Kaffeepause) zählte die Gruppe einige Gründe auf, die für eine Frauenquote (auf oberster Führungsebene) sprechen: Frauen sind nur zu bescheiden, wurde gesagt. Sie hätten ...
12 Nov. 2010
Weiteres Beispiel: Vor knapp zwei Wochen stritt die CSU stundenlang über die Einführung einer Frauenquote für höhere Parteiämter. Parteichef Horst Seehofer, der einst mit einer ausserehelichen Affäre im fernen Berlin von ...
12 Okt. 2011
Es geht dabei nicht um mich», konstatiert Stämpfli, die selber regelmässiger Gast in der «Arena» ist. Tatsache sei, dass das Thema Frauenquote als Wahlkampfthema nicht existiere. SRF-Sprecher Martin Reichlin: «Stimmt.
http://knill.blogspot.com/


Kommentar: Es ist für mich unverständlich, dass Europa Ihren Staaten  die Frauenquote auf oberster Ebene aufzwingen möchte. Eine Managerin sagte mir: Als Alibifrau würde ich  nicht Ja sagen zur Spitzenposition. Wir  Frauen wollen doch nicht fremd bestimmt werden.

Samstag, 3. März 2012

Gunter Faigle, Journalist und  Freund von mir, hatte mir folgende hilfreichen Gedanken gemailt:


Von Albert Einstein stammt das Diktum:

"Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher."

Georg Picht hat eine Aussage gemacht, die mir sehr ans Herz gewachsen ist:

"Gebildet ist ein Mensch, wenn er das versteht, was er selber sagt."

Daraus habe ich für den Hausgebrauch abgeleitet:

"Gut ist ein Journalist, wenn er das versteht, was er selber schreibt."

Sind wir nicht alle ein bisschen Messie?


Jedes Jahr bestelle ich eine MULDE, damit ich wieder Angesammeltes entsorgen kann.
Auch ich habe festgestellt, dass zu Vieles aufbewahrt wird, im Glauben, man könnte es später wieder gebrauchen. Das Entrümpeln lohnt sich. Es vereinfacht das Leben.



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Sich von überhaupt gar nichts mehr trennen zu können, kann auch krankhaft werden. (Bild: Wikipedia.org/Maschinenjunge)

Ein paar Umzugsschachteln, alte Klamotten, Möbel, für die es keinen Platz in der Wohnung hat und vielleicht noch ein paar Sportutensilien, ein Snowboard, ein Paar Ski oder ein Velo - so stellt man sich wohl den «normalen» Keller vor. Andere Menschen nutzen den Keller oder andere Räume aber aber auch einfach, um sich mal richtig gehen zu lassen. Wer braucht schon Ordnung? Alles, von dem man sich nicht trennen kann, was aber auch nicht wirklich gebraucht wird, landet im Estrich, in der Garage oder im Vorgarten. Bei manchen Menschen kann diese Sammelsucht gar krankhaft werden - man spricht dann von einem Messie.










«Plötzlich lief alles aus dem Ruder»

von Runa Reinecke - Im Film «Messies, ein schönes Chaos» öffnen Menschen die Tür zu ihrem heimischen Durcheinander. Wie wird man zum Messie? Und wie kann man überhaupt so leben? Wir haben zwei Betroffene getroffen.

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Ordnung, das ist für Dominik Schneider nur das halbe Leben. Er selbst leidet sehr darunter, ein Messie zu sein und lässt deshalb niemanden in seine Wohnung.
Elmira kämpft sich durch Stapel von Kassetten, Büchern, Zeitungen und Elektrogeräten. Der Weg von der Stube ins Badezimmer wird zum Hindernislauf, eine Kletterpartie durch die eigene Wohnung, die durch unglaubliche Mengen an Plunder zugestellt ist. Elmira spielt keine Rolle, die Szene entstammt Ulrich Grossenbachers Dokumentarfilm «Messies, ein schönes Chaos», der jetzt im Kino läuft.

Zurück ins Leben, fernab von der Leinwand: Vor dem Fenster eines kleinen Cafés in der Zürcher Innenstadt vertreibt die Wintersonne morgendliche Nebelschwaden. «Grüezi, Dominik Schneider*». Ein Mann von mittlerer Statur streckt mir seine Hand zum Gruss entgegen, er wirkt sympathisch, eine gepflegte Erscheinung: Nicht ein kleiner Fussel am Pullover, schon gar kein Fleck. Unter dem Pulli blitzt ein blütenweisser Hemdkragen hervor. So sieht also ein Messie aus?
Bloss nichts wegwerfen!
Wir nehmen an einem kleinen Tisch in der Ecke des Cafés Platz, er bestellt ein Frühstück, beginnt zu plaudern. Anfang 60 sei er und ledig - zu einer längeren Beziehung habe es irgendwie nie gereicht. In der Freizeit mache er viel Sport, das tue ihm körperlich und seelisch gut. Sport, sagt er, das sei ohnehin seine grosse Leidenschaft. «Ich muss so Ende 30 gewesen sein ...», erzählt der Zürcher, der vor seiner Pensionierung im Büro arbeitete, mehr will er nicht verraten, «meine Mutter kam damals zu Besuch und fragte mich, warum so viele Stapel Sport-Zeitungen im Gang herumstehen würden. Wegwerfen? Das ging nicht! Vielleicht hätte ich nochmal etwas nachlesen wollen ...»

Es blieb nicht bei den Zeitungen: In der Küche türmte sich das schmutzige Geschirr, vor dem Schlafzimmer-Schrank häufte sich die Bügelwäsche. «Dass da etwas aus dem Ruder läuft, habe ich schon damals bemerkt», meint er und nippt kurz an der Kaffeetasse. «Es fängt langsam an, irgendwann wird es zu viel, dann kommt dieses Gefühl von Hilflosigkeit. Man weiss gar nicht, was man machen soll. Es gelingt nicht, etwas zu ändern und man will sich auch niemandem mitteilen.»
Wissenschaftlich inexistentes Durcheinander
Nichts fürchtet Schneider mehr, als Überraschungsbesuche. Viele Besucher reagierten seiner Erfahrung nach schockiert und verständnislos: «Da hab ich das Gefühl, einen Teil meiner Seele nach Aussen kehren zu müssen». Um niemanden in die Wohnung zu lassen, wurde er auch mal erfinderisch: «Ich sagte einfach, dass der Kaffee ausgegangen ist oder ich nichts zu essen im Hause habe».
Heinz Lippuner ist klinischer Psychologe und Psychotherapeut in Zürich und kennt die Probleme von Messies. Vor elf Jahren half er dabei, die erste Selbsthilfegruppe für Betroffene in der Schweiz aufzubauen. «Eigentlich gibt es das Messie-Syndrom als solches gar nicht - zumindest ist es nicht wissenschaftlich anerkannt», sagt der Psychologe. Gemäss Sandra Felton - Mitbegründerin der Messie-Bewegung - leitet sich der Begriff Messie aus dem englischen «mess» (Chaos), ab.
Ich lebe im Chaos - holt mich hier raus!
Der gesellschaftlich leider immer noch verbreiteten Meinung, Messies hätten ein Problem mit der Disziplin, seien schlicht faul und liessen sich gehen, widerspricht Lippuner: «Oftmals lautet die Reaktion von Aussenstehenden: ‹Ja, dann räum halt auf!›. Aber genau das kann der Messie eben nicht.» Viele psychiatrisch Tätige sehen Messies auch als relativ stark chronifizierte Depressive an, wie der Spezialist betont: «Bei der Depression gibt es das Phänomen ‹Ich kann nicht wollen›. Der Messie will schon, doch er erlebt Blockaden und zwanghafte Zustände, wenn er mit dem Aufräumen anfangen will».
Dieses Gefühl ist auch Lucrezia Bühler* bekannt, die gerade das Café betritt. Eine kleine, gut gekleidete Frau mit offener, herzlicher Ausstrahlung. Lange, sagt die Rentnerin, habe sie selbst geglaubt, ein Messie zu sein. Sie setzt sich neben Dominik Schneider, man kennt sich. «Es fing vor 20 Jahren an, als meine Eltern krank wurden und in ihre Heimat Italien zurückgingen. Kurze Zeit später starb mein Vater. Ich glaube, damals erlebte ich meine erste Depression». Über die Jahre sammelte sich immer mehr an: Möbel, Lampen, ein buntes Allerlei. «Ich hatte eine Art Gerümpelzimmer und einen Lagerraum, der mit Sachen vollgepackt war».
Aufgeräumte Seele, aufgeräumte Wohnung ...
Heute, so sagt sie, sei ihr bewusst, dass sie kein Messie im klassischen Sinne sei. «Ich war krank und schwach und hatte vorübergehend nicht die Kraft, aufzuräumen.» Vor zehn Jahren suchte sie deshalb Hilfe bei der schweizerischen Organisation LessMess, begann eine Psychotherapie. Als sie etwas später umziehen musste, beauftragte sie einen Aufräum-Service, der ihr half, das Chaos in den Griff zu bekommen. Die Menschen, die sie über LessMess kennenlernte, wuchsen ihr ans Herz. Bis heute kümmert sie sich ehrenamtlich um die Sorgen und Nöte von Betroffenen und Angehörigen.
Lippuner arbeitet nur mit Messies, die bereit sind, eine professionelle Aufräumhilfe in ihre Wohnung zu lassen. «Es ist wichtig, dass neben der Psychotherapie auch im praktischen Sinne am Problem gearbeitet, sprich, aufgeräumt wird.» Doch genau davor scheuen sich viele Messies: Sie haben Angst, dass geliebte Gegenstände einfach im Müll landen. «Wir verstehen uns als Coaches, wir gehen sensibel mit den Menschen um», sagt Helene Karrer vom professionellen Aufräumdienst Homemanagement. Der Messie selbst entscheidet beim Räumen mit und bestimmt, wovon er sich definitiv trennen kann und was er noch behalten will. «Ich hatte schon mit Betroffenen zu tun, bei denen einfach alles ausgeräumt wurde, ganz ohne Beratung. Diese Menschen haben ihr ganzes Leben verloren.»
Messietum versus Verslummung
Behausungen, die mit Tierexkrementen und vergammelten Speiseresten vermüllt sind, sieht Karrer nur selten: «Dabei handelt es sich nicht um Messietum, das ist dann schon Verslummung. Da kann man nur noch mit Schutzanzügen und grossen Schaufeln rein. Solche Fälle laufen dann aber eher über den Sozialdienst oder den Stadtarzt.» Das bestätigt auch der Psychologe: «Es ist schwierig festzustellen, wo die Grenzen genau liegen. Bei den meisten ist aber weniger das Horten von geruchsintensiven Dingen das Problem.»
Von einem Zustand der Verwahrlosung sind auch Dominik Schneider und Lucrezia Bühler weit entfernt. «Dem Betroffenen selbst ist es wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen», meint Lippuner und ergänzt: «Das trifft auf den grössten Teil der Messies, die ich selbst kennengelernt habe, definitiv zu.»
Die Psychotherapie und die professionelle Aufräumhilfe habe sie sehr unterstützt, sagen Bühler und Schneider, die beide vielseitig interessiert sind und über einen grossen Freundeskreis verfügen. Auch Dominik Schneider bekam über LessMess Hilfe. Heute besucht ihn alle zwei Wochen eine Reinigungskraft. «Bevor sie kommt», erzählt er schmunzelnd «bin ich gezwungen, aufzuräumen - das funktioniert gut». Wenns mit dem Ordnung Schaffen dann doch mal nicht so gut klappt, überlistet er sich selbst: «Ich kopple das Stromkabel vom Fernsehgerät ab und schicke es mir per Post selbst wieder zu. Da werde ich zumindest für eine kurze Zeit nicht mehr vom TV abgelenkt.»
*Namen von der Redaktion geändert