Mittwoch, 14. Dezember 2011

Die Würfel sind gefallen



Die Bundesratswahl wurde heute zu keinem Krimi. Es kam alles so, wie wir es prognostiziert haben.
Die SVP wurde - wie erwartet - abgestraft. Das Kartell MITTE-LINKS spielte. Weil die Konkordanz gebrochen wurde, versuchte zwar die SVP den Angriff auf die SP und FDP.
Dass diese Versuche völlig hoffnunglos sein mussten, lag in der Luft. Die SVP Aktionen blieben nur einen Schlag ins Wasser.




Damit ist die SVP die grosse Verliererin des heutigen Tages. Es kam zu keinen Ueberraschungen. Ob die frustierte Partei überreagieren wird?




Die SVP muss über die Bücher gehen. Ich gehe davon aus, dass es auch in der Partei nach dieser Schlappe zu einer Flurbereinigung kommt. Der Oberstratege hat in diesem Fall versagt. Die Kandidaten wurden verheizt. Mit der Lüge im Zusammenhang mit der Einflussnahme bei der BAZ hatte er die Glaubwürdigkeit verspielt. In Interviews hatte Blocher vor Wochen behauptet, er habe weder direkt noch indirekt etwas mit der BAZ zu tun, obschon seine Tochter  die Zeitung mit 70 Millionen in der Hand hatte. Generell machte die SVP in den letzten Wochen keine gute Figur.


Bei der SP erwirkte es die SVP dank dem Störmanöver  einen zweiten Wahlgang. Der neue SP Bundesrat heisst:


ALAIN BERSET.  Er ist eher ein Mann der leisen Töne. Bei seinem ersten Auftritt sprach er französisch, italienisch und deutsch und erklärte Annahme der Wahl. Er ist Sportler und Jazzpianist.


Der neue Bundesrat bei der Vereidigung.

Bundesversammlung bestätigt die Zusammensetzung des Bundesrats

Der SVP bleibt ein zweiter Sitz im Bundesrat verwehrt. Die Bundesversammlung hat am Mittwochmorgen sämtliche bisherigen Mitglieder der Landesregierung bestätigt. Die SP ist neu mit Alain Berset im Bundesrat vertreten. ...


NACHLESE:



BLICK:
Liveticker zur Bundesratswahl 2011: Wer wird Bundesrat?


Dienstag, 13. Dezember 2011

Kein Bild zur "Nacht der langen Messer"-
dafür ein Bild zu einer  "Wintermärchennacht"


Das Prominentendorf Gstaad im Lichterglanz. (Keystone)

Zur bevorstehenden "Nacht der langen Messer":


Vorweg: Vor vier Jahren gab es eine kleine Gruppe, die in der Nacht der langen Messer den Coup mit der Abwahl Blochers generalstabsmässig vorbereitet hatte und mit der Sprengkandidatin Eveline Widmer-Schlumpf erfolgreich den missliebigen Bundesrat Blocher aus der Exekutive werfen konnten. Dazu gehörten Darbellay, Fehr, Wyss und Co.

Diese Nacht braucht es keinen Geheimplan, keine langen Messer mehr. Das Rennen ist gelaufen.
Die Parteien und Politiker, die beim Dolchstoss gegen Blocher agiert hatten, haben alles vorgekehrt, dass der SVP die Genugtung erspart bleibt, sich an ihrer "Verräterin" zu rächen.  Der Verbund der SVP Gegner ist gewachsen (BDP, GRUENE, CVP, SP und nun auch noch die GlP). Sie bestimmen derzeit, wo es lang geht.


Dank neuer Grundsätze wird morgen Eveline Widmer-Schlumpf gewählt und die  SVP kann ein weiteres Mal abgestraft werden:


1. Anstatt der Konkordanz zählen neu  Köpfe. Damit kann eine 5% Partei einen Bundesratsitz beanspruchen. Nach Egersegi (FDP) sind Köpfe wichtiger als die Stärke der Parteien.



2. Eveline Widmer-Schlumpf vertritt für viele Parteien nicht nur die BDP, sondern sie wird zu den erstarkten Mitteparteien gezählt.


FAZIT: Es gibt somit keine Nacht der langen Messer. Dennoch wird diese Nacht in Bern lobbyiert, taktiert, antizipiert. Es wird  weitere unzählige Beeinflussungsgespräche geben, obschon die Wahl nicht mehr gross beeinflusst werden kann. Es würde mich wundern, wenn es morgen dennoch zu einer Ueberraschung kommen wird. Das wäre nicht nur für mich eine Sensation.

Montag, 12. Dezember 2011

Jaguar hat das klassische Gesicht verloren


Erstaunlich, dass die Nobelmarke Jaguar bei den letzten Modellen auf der Frontseite das klassische Erkennungsmerkmal (ovaler Grill) verloren hat. Ob die Designer noch nichts von Marketing gehört haben?


BMW blieb der Nierenform stets treu. Mercedes und Maseratti haben auch ihr Markenzeichen, dass sofort erkennbar ist. Unten der Klassiker und nachher das letzte Modell, das als Jaguar erkennbar ist am Frontbild.



jaguar s type (3) Jaguar s type

Schon wieder: Deplatzierter, flapsiger, unbedachter Spruch



Ich zitiere 20 Min:


Lieber Strassen wischen als im Bundesrat?

In einem Interview sagt Bundesrat Ueli Maurer, er könnte ebenso gut Velo fahren oder Strassen wischen gehen, statt Bundesrat zu sein. Von Politikerkreisen erntet er dafür viel Kritik.

storybild

Steht in der Kritik: Bundesrat Ueli Maurer. (Foto: Reuters)




"Als er noch SVP­Präsident war,
hat er rhetorisch oft übertrieben, zum Beispiel indem er das Rütli als «Wiese mit Kuhfladen» bezeichnete. Und als er Bundesrat wurde, hat er gesagt, er wolle die «beste Armee der Welt». Das war natürlich ironisch ge­meint, nur haben das nicht alle so empfunden. Der Einsatz von Ironie als Stilmittel ist riskant, weil man falsch verstanden werden kann. Mittlerweile ist Maurer mit seinen Aussagen diplomatischer geworden, auch staatsmännischer. Er redet einfach, strassengängig, nie abgehoben, er ist sehr gewandt im Umgang mit den Medien. Maurer be­herrscht die Technik, ein Gespräch zu lenken, indem er auf Fragen zunächst eingeht, dann aber seine Botschaft plat­ziert – unabhängig von der Frage, die gestellt wurde."



FAZIT: Man könnte aus Fehlern auch lernen.

 Die Wut einzelner SVP Mitglieder muss gross sein


 Quelle: blick-online

 Eveline Widmer-Schlumpf ist und bleibt für die Blocher Familie die grosse Feindin. Wüste Beschimpfungen wie «Miststück», «miese Hexe» oder «beliebig ersetzbar» sind Kraftausdrücke, die fallen. Damit verdrängen die Delegierten der SVP die eigene Ohnmacht. Beste Chancen auf eine Wiederwahl hat die BDP-Bundesrätin, wissen sie. Daran ändern dürfte der Tenor in Chamblon wenig, sie hätte als Verräterin kein Anrecht auf einen Platz in der Regierung. «Sie muss den Sitz räumen.»


Kommentar: Welche Enttäuschung,, denn Widmer-Schlumpf muss am Mittwoch den Sitz nicht räumen!

Quelle: swiss-lupe

Sonntag, 11. Dezember 2011

Vor dem hektischen Krimi im Bundeshaus wünsche ich allen einen geruhsamen 3. Advent