Mittwoch, 12. Januar 2011





Körpersprache und Menschenkennntnis:

Fragwürdiges Gesichter lesen




Ich habe im Laufe meiner Tätigkeit immer wieder selbst ernannte "Spezialisten für Menschenkenntnis" kennen gelernt. Sie beurteilen Menschen nicht ganzheitlich, sondern  urteilen auf Grund eines Merkmals -  mit absoluter Sicherheit . die Charaktereigenschaften und bedeutende Wesenszüge einer Persönlichkeit. Solche Gurus haben Hochkonjunktur. Weil sie einfache Rezepte liefern und angeblich eindeutig wissen , was hinter der Fassade eines Menschen steckt, haben sie Erfolg. Denn, wer möchte nicht rasch wissen, wie der Chef oder ein Kunde beschaffen ist? Ich war jüngst an einer Veranstaltung in Luzern. Dort betonte ich  in einem Referat über Körpersprache, dass ein Mensch nicht nur aufgrund einer punktuellen Beobachtung schlüssig be- oder verurteilt werden kann. Für Profis ist diese Erkenntnis eigentlich eine Selbstverständlichkeit. 


Nach meinem Referat sprach dann  ein sogenannter Körpersprachspezialist. Er zeigte, wie sich jede  Gestik des  Gegenübers treffsicher  beurteilen lässt.  Für mich war erstaunlich, wie gut dieses rezeptorientierte Beurteilen bei einem Teil des Publikums angekommen ist. Nach der Veranstaltung  wurden viele  CDs verkauft und der angebliche Menschenkenner wusste in der Diskussion auf alle Fragen eine sichere Antwort. Beispielsweise:



- Wenn der Chef die Lippen netzt, so heisst dies...




- Wenn das Gegenüber die rechte Hand am linken Unterarm hält, so heisst dies....



Mich wunderte es, wie unkritisch ein grosser Teil des Publikums war  und wie viele  - diese  fragwürdigen einfachen Rezepte gleichsam "aufgesogen" hatten.




Erstaunlicherweise floriert derzeit dieses fragwürdige  Geschäft mit dem "Gesichter lesen".



Solche rezeptorientierten Analysen (sie basieren auf einzelnen Gesichtsmerkmalen) sind jedoch äusserst gefährlich.



Menschen versuchte man schon früher  von Graphologen, von Stimmanalytikern, von Kinesikspezialisten, von Gesichtlesern (Psycho-Physignomikern) schlüssig zu beurteilen, obschon solche Momentaufnahmen höchstens ein Steinchen des Gesamtbildes einer Person ausmachen könnten. Das wissen Assessoren, welche bei  Assessments, die Kandidaten nach verschiedensten Kriterien zu beurteilen versuchen:
Situation, Stimme,  Sprache,  Verhalten,  Wirkung der Persönlichkeit, erster Eindruck,  intuitive Beurteilung,  strukturiertes Interview und vieles mehr wird mit berücksichtigt. Wer sich jedenfalls professionell mit Menschenkenntnis auseinandersetzt, weiss, dass wir uns   - dank verschiedenster Mosaiksteinchen - einem Gesamtbild annähern können.




Was sich  ein Gesichtsleser  hinsichtlich Beurteilung der Gesichtsmerkmale  geleistet hat, konnten wir in einem Artikel in "Der Sonntag" vom 9. Januar lesen:





Der selbsternannte "Dozent für Menschenkenntnis" (Er kennt wahrscheinlich den Unterschied zwischen Referent, Lehrbeauftragter und Dozent nicht ), konnte genau sagen, was das Gesicht von Sepp Blatter  verrät. Für ihn ist das "Wahrsehen" eindeutig:


Blatter ist ein herrischer  Kerl - ohne Einfühlungsvermögen


Er neigt zu Süchten (Unterlippenpolster) Sassi: "Ob er privat gern mal einen Linie Koks zieht oder sich gern zur Schau stellt, keine Ahnung."


Blatter ist rücksichtslos (gepolsteter Kieferbereich)

Nach Sassi ist er misstrauisch: Der FIFA Chef kann nicht immer glauben, was er hört. Man könnte sagen, wer selber lügt, glaubt dem andern nicht. (Damit ist Blatter für Sassi indirekt ein Lügner. Der Grund findet Sassi in den tiefliegenden Augen)

Fazit:

Hände weg von Hellsehern, die Menschen mit fragwürdigen  Methoden be- oder verurteilen.


LINKS:
  1. knill blog

    14. März 2010 ... Wer sich mit den Phänomenen der Menschenkenntnis auseinandersetzt, merkt rasch, dass unser BILD (IMAGE), das wir vermitteln, ...
    knill.blogspot.com/2010/.../hintergrundinformationen-zu-meinem.html - Cached
  2. knill blog

    23. Okt. 2009 ... Selbsterkenntnis als Schlüssel zur Menschenkenntnis ... Selbsterkenntnis ist der Weg zur Menschenkenntnis. ...
    knill.blogspot.com/.../ist-menschenkenntnis-lernbar-wer-mit_23.html - Cached
  3. knill blog: 01.04.2010

    1. Apr. 2010 ... Blick, Gestik, Stimme und Mimik stimmen überein und der Körper spricht ... www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html - Cached ...
    knill.blogspot.com/2010_04_01_archive.html - Cached
  4. knill blog

    Wer sich professionell mit Menschenkenntnis auseinandersetzt, weiss, dass wir uns nur dank ... Der selbsternannte "Dozent für Menschenkenntnis" (Er kennt ...
    knill.blogspot.com/ - Similar
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Dienstag, 11. Januar 2011

Der HILARI steht bei uns vor der Tür


Hilari Hilari 




DIE SAGE
Der Hilari gilt als einer der ältesten "Fasnachts-Bräuche" des Kantons Zürich und wird ausschliesslich in den Cholfirst-Gemeinden Feuerthalen, Flurlingen, Langwiesen und Laufen-Uhwiesen gefeiert. Das Datum des Festes wird durch den Tag des heiligen Hilarius, den 13.Januar, bestimmt. Fällt nämlich der 13. Januar auf einen Freitag, so wird der Hilari an diesem Wochenende (Freitag und Samstag) gefeiert. Fällt der 13. Januar jedoch auf einen anderen Wochentag, so findet er erst am darauffolgenden Wochenende statt.
Zurückgeführt wird der Hilari auf die Sage des Burgfräuleins Berta von Laufen. Ein schwäbischer Ritter hielt einst um die Hand des Burgfräuleins an. Da diese aber ihr Volk nicht verlassen wollte, wies sie den edlen Ritter zurück. In seiner Ehre verletzt, belagerte der Edelsmann mit seinem Gefolge die Burg. Berta schickte heimlich Boten aus, um Hilfe zu holen. Die Bauern der vier Cholfirstgemeinden eilten kampfesmutig herbei, um ihre Herrin aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Sie vertrieben die Belagerer und befreiten Berta aus ihrer Not. Zum Danke schenkte Berta von Laufen den vier Gemeinden den Cholfirstwald. Es wurde ein Freudenfest gefeiert, welches bis heute, an eben diesem vorgenannten Wochenende im Januar, jährlich aufs Neue stattfindet.

Montag, 10. Januar 2011



Sarah Palin und ihr Fadenkreuz


Ich zitiere Spiegel:



Debatte um Attentat von Arizona

Sarah Palin im Fadenkreuz

Foto: dpa


Sind aggressive Wahlkampagnen mit schuld am Attentat von Arizona? Im Internet tobt eine hitzige Debatte zwischen Millionen Nutzern. Anhänger von Sarah Palin wehren sich gegen Vorwürfe, die Republikanerin habe das politische Klima vergiftet - Palin selbst schwört: "Ich hasse Gewalt." Von Annett Meiritz mehr... [ Video | Forum ]



Kommentar: Sarah Palin kommt ins Schussfeld der Kritik, weil sie im Internet die Gegner mit Fadenkreuzen bezeichnet hatte. Damit hat sie sich geschadet. Sie leistet sich laufend Patzer. Einmal verwechselte sie Nord und Südkorea. Dummheit ist bekanntlich nicht lernbar. Sie ist gegeben! Prognose: Ihrer politischen Laufbahn hat sie sich bei jedem Patzer enorm geschadet.

Geschlechtsneutralität auch noch an Verkehrsschildern?



Auch das noch: Jetzt schwappen die Auswüchse der Wächterinnen der GESCHLECHTSNEUTRALITAET sogar auf die Verkehrsschilder über.  
Nach dem in der Sprache aufgeräumt worden ist und es keinen Fussgängerstreifen mehr geben darf (es soll nur noch Zebrastreifen heissen) geht jetzt der Geschlechterkampf bei den Verkehrsschildern  weiter. Mit den männlichen Sujets  auf den Tafeln soll aufgeräumt werden. Zum Beispiel mit dem  "Mann der ein Mädchen an der Hand hält". 







Ich zitiere 20 Min:



Die Diskussion um geschlechterneutrale Verkehrsbeschilderung ist entfacht. Doch wie sollen die neuen Warnschilder bitteschön aussehen? Zeigen Sie es uns!

storybild



Wir sind auf Ihren zukunftsträchtigen Schildervorschlag gespannt.

Aus den Kommentaren der Bevölkerung:

Ich bin wirklich froh dass wir in der Schweiz keine andere Probleme wie die Armut, Gewalt oder die Arbeitslosigkeit haben. Somit können wir uns den wichtigeren Problemen, wie den Strassenschildern kümmern.


DAS an das Macht!

Ich bin dafür, gleich "der" und "die" abzuschaffen. DAS Gleichberechtigung für alle!


Die Leser machten kreative Vorschläge:


teaser image

Verrückte Warntafeln





1|13
Kommentar:

Gottlob gibt es noch den gesunden Menschenverstand, der bei solch tiefschürfenden Sachfragen bemüht werden könnte. 
Ist es nicht erstaunlich, dass wir unter dem Anspruch "Politisch korrekt" sein zu wollen, sprachlich oder visuell unkorrekt werden.
Ich verweise auf die eindeutig sprachlichen Unkorrektheiten in meinem Beitrag (Siehe LINK unten) "feministische Sprache".




LINKS:


  1. Feministische Sprache? (Leitfaden für die Praxis) - Rhetorik.ch

    Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen zu Recht, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich männlich geprägt waren, ...
    www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html - Cached - Similar
  2. rhetorik.ch aktuell:

    1. Jan. 2004 ... Vergleiche zu diesem Thema auch: Feministische Rhetorik. ... Feministische Rhetorik verbannen das Wort "Schneemänner" Statt "Snowman" muss ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2004.html - Cached - Similar

    knill blog

    26. Dez. 2010 ... Uns störte es auch, dass man statt Fussgängerstreifen künftig nur Zebrastreifen sagen müsse. (Es gab Leserinnen, welche die männlichen Form ...
    knill.blogspot.com/.../bosartige-frage-uns-storte-es-auch-dass.html - Cached

Samstag, 8. Januar 2011

Parteien, Politiker und Medien

Aus der Praxis für die Praxis


Neujahrs-Apéro 2011 


Am Sonntag, 9.1.2011 um 11 Uhr lädt die FDP Reiat-Thayngen zum traditionellen FDP Neujahrsapéro im Restaurant Hüttenleben ein. Zu diesem beliebten und ungezwungenen Anlass ist jedermann herzlich eingeladen. Diesjähriger Gast ist der bekannte Medienexperte Marcus Knill (www.knill.com) aus Uhwiesen. Er versteht es jeweils meisterlich, grössere Medienereignisse oder besondere Vorkommnisse treffend zu analysieren und zu beurteilen. Unter dem Titel "Aus der Praxis für die Praxis - Parteien & Medien" wird der versierte Medienrhetorik-Fachmann folgende Stichworte beleuchtet: Mediokratie – Arenaisierung, muss ein Politiker ARENAtauglich sein?; die Schlacht um Medienpräsenz; Kampagnen: Grenzen der Vereinfachung, die 20 Sekunden Botschaft, die Kraft des Bildes; der Umgang mit Medien muss gelernt werden, wie das Lesen und Schreiben und mit Beispielen Erkenntnisse aus der der Praxis. Mit einem rund 30minütigen Input wird der Referent den Boden legen für eine anschliessende, Diskussion und für Fragen. Es lohnt sich zur Einstimmung im virtuellen Buch für Führungskräfte (www.rhetorik.ch) zu blättern. Ziel des Anlasses ist es, gemütlich miteinander anstossen im neuen Jahr und eine spannende Diskussion mit einem interessanten Referenten zu Beginn des nationalen Wahljahres 2011 zu führen. Alle Gäste, alle FDPler des ganzen Kantons sind herzlich zum traditionellen Neujahrs-Apéro im Thaynger Hüttenleben eingeladen. Bleiben Sie anschliessend zum individuellen Mittagslunch, das Hüttenleben-Team verwöhnt Sie gerne mit den feinen Spezialitäten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
FDP Reiat-Thayngen







Parteien, Politiker und Medien



von Marcus Knill



Zum Einstieg: Ein konkretes aktuelles Beispiel



Der rote Faden der Ausführungen:


 Medialisierung - Mediokratie - Arenaisierung




Die Medien sind heute in der Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Parteien, die das Gefühl haben, von den Medien ausgeklammert zu werden, protestieren sofort.

Der Glaube an die Macht der Medien ist bei Politikern und Parteien fest verankert.

Kurt Felix: Früher wollte man in den Himmel heute in die Medien.

Ich zitiere auch noch Simone Meier:

"Je mehr Bilder von einem Menschen erscheinen, desto grösser wird seine Oberfläche, desto mehr Raum nimmt er ein, desto grösser ist seine Bedeutung."

Das heisst: Heute machen nicht Kleider, sondern die Medien Leute.


Politiker mussten sich früher in der Partei hocharbeiten. Die neue Generation von Politikerinnen hat erkannt, dass man sich vor allem in den Medien einen Namen schaffen muss. 
Ursula Wyss, Evi Allemann, Chantal Gallaté oder Pascal Bruderer agierten alle sofort mit einem Wahlkampfteam, das ihnen den Weg innerhalb der Partei frei schaufelte und den Wahlkampf und die Medienarbeit organisierte.
die junge Generation kann sofort alles auf die Karten Politik und Medien setzen.

- Sie haben keine Familiären Verpflichtungen- kaum Kinder

- Sie arbeiten  oft nur mit 50 Stellenprozenten

- Viele haben studiert oder studieren noch (Bastian Girot) oder sind Berufsspolitiker

- Einige arbeiten noch nebenbei in einem Verband

Was man vom neuen politischen Nachwuchs lernen kann:
Die junge Generation weiss, dass man nur über die Medien - dank der Mediatisierung der Politik - weiterkommen kann.
Die Parteipresse können wir heute vergessen. Die Medienlandschaft hat sich gewaltig verändert mit den Privatradios, dem Lokalfernsehen, dem Internet den Videofilmchen.
Die Mittedreissiger nutzen  alle Massenmedien konsequent und geschickt.
Sie haben gelernt kurz, einfach (mediengerecht) zu formulieren.
Arenaauftritte sind für sie kein Problem. Es ist für sie selbstverständlich, dass die Medien personalisieren und ereignisorientiert arbeiten.
Ein Tabubruch wird in Kauf genommen. Die Massenmedien sind für sie kein Feinbild mehr.
Anderseits ist sich der jungen Generation zu wenig bewusst, dass Facebook, Homestorys zum Bumerang werden können. Da agieren junge Politikerinnen oft zu fahrlässig. Sie lassen sich auch als "Kleiderständer" ablichten (Modeschau der Nationalrätinnen).




Müssen Politiker unbedingt Arena-tauglich sein?


Unter Arena-tauglich verstehe ich, dass man fähig sein muss, komplexe Zusammenhänge verständlich, kurz und einfach darzulegen. Dass ein Politiker einen Gedanken frei- ohne abzulesen - vortragen kann.
So gesehen ist Arena-tauglichkeit ein Muss, sogar im politischen Alltag, an Meetings, am Telefon, bei der Behörde- oder Parteitätigkeit ist es hilfreich, wenn das Gegenüber Gedanken auf den Punkt bringen kann.




Die Schlacht um Medienpräsenz




Es ist verständlich, wenn Parteien alles tun, nur um zu einer Medienpräsenz zu kommen.
An konkreten Beispielen mangelt es nicht.
Es wird bewusst provoziert (Blocher)
Als Politikerin tritt man in den Medien als Sängerin auf.
Bei grosser Medienpräsenz können Politiker  vom Virus Mediengeilheit infisziert werden (Calmy-Rey).


Medien sind eine Macht.

Medien  sind anderseits immer auch ein Chance.
Es gilt die gesunde Balance zu finden zwischen zu viel und  zu wenig Medienpräsenz!
Der angemessen Umgang mit den Medien ist anzustreben.

Die Grenzen der Vereinfachung

Ich unterscheide zwischen Vereinfachen und simplifizieren.

Vereinfachungen dürfen Sachverhalte nicht verfälschen.

Wir müssen stets die Frage stellen: "Ist es noch richtig oder schon falsch?"



Politiker, Parteien und das Kreuz mit der Botschaft oder dem Leitbild



Warum kennen viele Parteien  die magische Zahl 1 bei der Kernbotschaft nicht?
Beispiele: SP, FDP, SVP
Wenn wir eine Botschaft auf den Punkt bringen wollen, gibt es ein bewährtes Prinzip: Das Prinzip der Veranschaulichung EINER Aussage.

- Sommaruga und ihre Kernbotschaft


Medien wollen Geschichten und Bilder
aber leider auch das Aussergewöhnliche, das Negative, Emotionen, Personen (gewisse Medien: Blut, Sperma, Tränen).

Zur Kraft des Bildes
Parteien und Politiker müssten eigentlich EinBILDER werden.
Wer undeutliche, vage, unklare, allgemeine Bilder vermittelt, muss sich nicht wundern, wenn er missverstanden wird.
Bsp.: Neujahrskarte Calmy-Rey.
Auch das Image (Ruf) einer Partei oder einer Politikerin hängt mit dem Wort BILD zusammen.

--> Geschichte Papagei:


Jemand wollte ein einer Zoohandlung einen Papagei kaufen.
"Dieser schöne bunte Vogel kostet 300.-- Fr.", sagte die Verkäuferin.
"Und der kleinere dort?"
"Der kostet 600.--!"
"Weshalb ist er so viel teurer?", wollte der Käufer wissen.
"Er kann schon Worte nachsprechen."
"Was kostet dann der farblose, Papagei dort hinten, dem einige Federn fehlen?"
"Der kostet 5000.-- Fr!"
"Weshalb?"
"Alle sagen ihm CHEF."

FAZIT: Der Ruf (die Marke) ist auch bei Politikern ausschlaggebend.


Worte, die keine Bilder auslösen, bewirken nichts!
Bei jedem Medienauftritt haben wir die Chance, unser Leitbild zu "verkaufen".



Werkzeuge im Umgang mit Medien, die wir kennen aber auch verinnerlichen müssen.
Der Umgang mit Medien gilt es jedoch zu lernen, wie das Lesen und Schreiben


 Erkenntnisse aus der Praxis:

- Die Arbeit im Simulator

- Parteien und Politiker, die glauben, medientaugliches Verhalten sei eine Begabung, wissen nicht, dass....

- Auch der Pilot kann fliegen und geht dennoch in den Simulator
Stichworte:

EINSTELLUNG

HOFNARR

PHAENOMEN STIMME

DER START IST DIE HALBE MIETE


Aus den ABC der Medienrhetorik:

AAA

BBB

TTT / TTT


MMMM

Parteivorstände, angehende und bewährte Politiker können im Alltag die Wahrnehmung auch beobachtend schulen und  von den Fehlern der Konkurrenten lernen.
Dazu benötigen wir jedoch  unsere Sinne.



FAZIT:


Welches Lernbild nehmen Sie mit fürs 2011 mit?




Viel Erfolg!

___________________________

FRAGEN???????????????????



Nachtrag zur Vertiefung:


PARTEIEN UND MEDIEN
Der folgende Text beschäftigt sich mit der Rolle der Medien im Zusammenwirken mit den Parteien. Oft werden die Medien als "vierte Gewalt" im Staat (neben Exekutive, Legislative und Judikative), moderne Demokratien als "Mediendemokratien" bezeichnet. Was steckt hinter diesen Schlagworten? Welche Macht haben Medien tatsächlich? Wie lassen sich ihre Funktionen im Zusammenspiel mit den anderen Teilen des intermediären Systems, insbesondere natürlich mit den Parteien, beschreiben?
Politik in modernen Staaten und Massengesellschaften ist ohne die Massenmedien nicht mehr möglich. Anders als im antiken Athen können sich die Bürger nicht mehr auf der agora versammeln, um die anstehenden Entscheidungen zu diskutieren.Politik wird massenmedial vermittelt. Was wir über die Politik unseres Landes wissen, haben wir im wesentlichen durch Fernsehen, Radio und Zeitung erfahren. Insofern kommt den Medien im intermediären System eine zentrale Rolle zu.
Verbände und Parteien betreiben Öffentlichkeitsarbeit, das heißt, sie versuchen gezielt, die Medien zu nutzen. Hier zeigt sich einmal mehr, wie eng verflochten und aufeinander angewiesen die Teile des intermediären Systems sind.


Parteien und Medien

Die Fabel von der Magd und von der Vierten Gewalt



Es war einmal ein demokratisches Land mit zwei großen Parteien, die beherrschten das Volk über das Parlament. Das Parlament nannten alle die Erste Gewalt. Die Weisen der Parteien legten ihre Weltanschauung in schönen Programmen als Botschaften an das Volk nieder. Und wenn die Zeit gekommen war, dann wählte das Volk das beste Programm aus; und diese Partei hatte die Macht für vier Jahre und regierte so, wie sie es versprochen hatte. Die Regierung hieß die Zweite Gewalt, und damit alles seine Richtigkeit hatte, gab es noch die Rechtsprechung als Dritte Gewalt, die aufpasste, dass niemand einen anderen betrog.
Damit die Bürger in den Städten und Provinzen die Regierungstaten erfahren und die Gegenvorschläge der Opposition im Parlament abwägen konnten, gab es die Presse. Dieses Medium diente den Politikern zur Übermittlung ihrer Nachrichten und Botschaften. Die dienenden Medien waren also eine Art Dienstmädchen, auch Magd der Politik genannt. Sicher, sie tuschelten auch mal gerne ein bisschen in der Küche oder in der Kneipe nach der Kirche über ihre Herrschaft — man nannte das Kommentar. Aber jeder wusste doch immer genau, was Dienst war, nämlich die Nachricht, und was Schnaps war, nämlich die Meinung. Kurzum: Die Medien verstanden sich als die Chronisten und die Herolde, als die demokratischen Wächter und manchmal als die (durchaus angesehenen) Hofnarren in unserem Reich. So nannten sie sich selbst auch stolz die Vierte Gewalt, obwohl das in der Verfassungsurkunde gar nicht so aufgeschrieben stand.
Soweit die schöne Fabel aus der goldenen Zeit der Demokratie, als alles noch so einfach war. Die Regierung regierte, die Opposition war dagegen, die Gerichte tarierten alles aus, und die Presse berichtete »all the news that fit to print« (So lautet das berühmte Motto, das täglich auf der ersten Seite der New York Times steht), damit das Publikum wusste, was Sache war.

Die Wirklichkeit heute? Nein, schon falsch: die Debatte über die Wirklichkeit heute? Parteien in der Krise, Regierungen instrumentalisieren die Medien. Die Medien vermischen Meinung, Meldung und Unterhaltung; sie interessieren sich nur für ihre Renditen und für ihre Einschaltquoten. Es gibt Scheckbuchjournalismus, Politiker haben sogar schon von Schweinejournalismus gesprochen. Die Medien berichten nur noch über Personen, Spektakel und Skandale, über das, was man symbolische Politik nennt, nicht aber über die wirkliche Welt. Sie unterhalten sogar noch einige Nachrichtenredaktionen, aber diese müssen Infotainment bringen. Die Gerichte laufen dem allen hilflos hinterher oder fällen auch noch erratische Urteile. Das Publikum wird manipuliert und über den Löffel balbiert, von allen gemeinsam. Die Zeit ist nicht mehr weit, wo nicht nur »Mr. Chance« wie in dem bekannten Film glaubt, mit einem Zappen der TV-Fernbedienung unangenehme Situationen der wirklichen Welt einfach »wegmachen« zu können.
Was ist die Moral von der Geschichte? Traue den alten Fabeln nicht! Weder dem Märchen von der Presse als der dienenden Magd noch als der mächtigen Vierten Gewalt als lautstarkem Sprachrohr des Bürgers. Beides hat es so idealtypisch nie gegeben (...). Es war immer schon alles viel komplizierter. Misstrauisch sollte man auch sein bei manchen neuen wissenschaftlichen Mythen von der zukünftigen Multimedien-Macht und der fraktalen Politik im Cyberspace von CNN und Berlusconi. Ein Blick in die Mediengeschichte zeigt, dass ein Bismarck sich kaum weniger virtuos in der Medienmanipulation verhielt, und dass ein Machiavelli im Prinzip ebenfalls schon alles wusste (und im »Principe« aufgeschrieben hat).
(...) Symbolische Politik ist absolut nichts Neues (...). Ich möchte das Augenmerk auf die vielen wichtigen kleinen konkreten Veränderungen lenken. Wirkliche Revolutionen sind nämlich seltener, als ihre Protagonisten glauben. Was spielt sich zwischen Parteien, Medien und dem Publikum wirklich ab?
[aus: Ulrich von Alemann, Parteien und Medien, in: O. Gabriel u.a. (Hg.), Parteiendemokratie in Deutschland, Bonn BpB 1997]












Freitag, 7. Januar 2011





AUFBAU DES NEUEN K - LEHRGANGES (UEBERSICHT):


Wir festigen morgen das MODUL: Einen Gedanken, ein Argument auf den Punkt bringen!
(Als wichtige Voraussetzung für Verhandlungen und den Umgang mit schwierigen Situationen)


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1. BAUSTEINE DER RHETORIK
2. AUSSAGEN und ARGUEMENTE AUF DEN PUNKT BRINGEN
3. DIALOGIK - ZUHOEREN - FRAGEN
4. SCHWIERIGE SITUATIONEN, auch im UMGANG mit KUNDEN - Umgang mit Stress und Ueberraschungen
5. VERHANDELN- aber wie?
6. PRUEFUNG
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1. BAUSTEINE DER RHETORIK
Sie werden im ersten Modul die wichtigsten BAUSTEINE der angewandten Rhetorik kennen lernen, damit sie diese Erkenntnisse bis zum nächsten Modul festigen können.
1. Der ERSTE Eindruck
Wir lernen uns auch kennen
Sie wissen, wie wir während des Lehrganges arbeiten werden - bis zur Prüfung.
Ich werde Ihnen laufend mitteilen , was prüfungsrelevant ist
2. Start ist die halbe Miete
3. Sich vorbereiten- aber wie?
4. Zeitaspekt
5. Das Wichtigste ist Ihre Einstellung gegenüber dem Kunden und der Sache
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2. AUSSAGEN UND ARGUMENTE AUF DEN PUNKT BRINGEN
Zeitprobleme der Mitarbeiterkommunikation
Informationsfülle, Informationsschwemme, Informationsmanagement

  1. Information - Informationsflut

    Der durchschnittliche Mensch rettet sich zwar vor der Informationsschwemme durch gezielte Reduktion und bewusstes Abblocken: ... www.rhetorik.ch/Information/Information.html - Cached - Similar
  2. Zeit managen - aber wie?

    3. März 2002 ... Mit der Informationsschwemme umgehen können ... Wo belastet mich die Informationsschwemme? Wieviel Zeit wende ich auf, um Informationen zu ... www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html - Cached - Similar
  3. Knill+Knill Kommunikationsberatung

    Wie können nun Informationsabläufe organisiert werden, damit die Angestellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein ... www.rhetorik.ch/Information/Informationsmanagement.html - Cached - Similar
  4. Die Informationen sammeln – und sinnvoll verarbeiten Beschaffung ...

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - Quick View stellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein? In unserem Fall zeichneten wir ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/04_21/in_puncto_4_05.pdf - Similar
Weniger ist mehr, Kommunikationsprozesse vereinfachen




Dieser Beitrag basiert aus Referaten bei Grossveranstaltungen (für Kunden) bei einer Kantonalbank.
Eine Kernbotschaft
So machen Sie die Kommunikation einzigartig: Sie nehmen nur eine Kernbotschaft Sie verknüpfen diese Botschaft mit nur
  • Einem Bild
  • Einer Analogie
  • Einer Geschichte
  • Einer Erzählung
  • Einem Beispiel
Reden Sie einfach und adressatengerecht, so dass Sie alle verstehen. Im Unterricht oder einer Diskussion stellen nur eine Frage. Wenn Sie vor mehreren Leuten reden, sprechen Sie immer nur mit einer Person länger als nur 5 Sekunden. Wenn Sie sich verändern und verbessern, arbeiten Sie jeweils nur an einem Lernpunkt oder Lernbild. Sich auf einen Punkt, eine Sache konzentrieren können, bringt Erfolg. Dieses Fokussieren hat etwas mit Achtsamkeit zu tun und ist beim Zuhören wichtig. Wenn Sie die Zahl Eins in der Kommunikation beherzigen, wird das Kommunizieren viel einfacher und Sie werden sehen: Ihr Ausdruck wird künftig einen Eindruck hinterlassen.

  1. Mut zum Vereinfachen

    Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen. www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html - Cached - Similar
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3. DIALOGIK - ZUHOEREN - FRAGEN 

  1. Hoeren, Hinhoeren, Zuhoeren

    Es gibt einen Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören. ... Vom Hören über das Hinhören zum aktiven Zuhören zu kommen. ... www.rhetorik.ch/Hoeren/Hoeren.html - Cached - Similar
  2. rhetorik.ch aktuell: Zuhören, Fragen, Argumentieren

    27. Apr. 2008 ... www.rhetorik.ch aktuell: (27. Apr, 2008). Zuhören, Fragen, Argumentieren. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Reden über das Reden ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/04_27/index.html - Cached

  3. &&&&&&&&&&&&&&&&


    4. SCHWIERIGE SITUATIONEN UND KUNDEN - Umgang mit Stress
  1. LINKS:
    1. Stress

      Jederman erlebt Stress. Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Druck, Spannung oder Veränderung. Eine gewisse Dosis an Stress kann das Leben ... www.rhetorik.ch/Stress/Stress.html - Cached - Similar

    2. Stressbewältigung

      In vielen Gesprächen mit Leidtragenden zeigt sich vielfach, dass das Problem darin liegt: Es fehlt oft an der notwendigen Kenntnis, wie Stress sinnvoll ... www.rhetorik.ch/Stressbewaeltigung/Stressbewaeltigung.html - Cached - Similar
    3. Stressoren. Zurück zum Artikel. Stressoren. Zurück zum Artikel. www.rhetorik.ch/Stress/Stressoren.html - Cached - Similar
    4. Redeangst überwinden - aber wie ?

      Stress kann via Bewegung abgebaut werden. Personen, die bewusst ruhig ... Mit Bewegungen, die nicht zur Aussage gehören, wird dann der Stress abgebaut (z. ... www.rhetorik.ch/Redeangst/Redeangst.html - Cached - Similar
    5. Deeskalationsrhetorik

      10. Febr. 2007 ... Stress: Die Fähigkeit, Stress zu ertragen und mit Stress umzugehen. Stress. Beeinflussung: Kenntnis der Selbst- und ... www.rhetorik.ch/Deeskalation/Deeskalation.html - Cached - Similar
    1. Kundenreklamationen

      28. Okt. 2006 ... Kundenreklamationen. ... Kundenreklamationen. von Marcus Knill. Weniger Reklamationen, dank ... Kunden wertschätzen. Wünsche ernst nehmen. ... www.rhetorik.ch/Reklamationen/Reklamationen.html - Cached - Similar

    2. Den Chef kritisieren- aber wie?

      Mit Kritikern umgehen · Kritikgespräche · Kundenreklamationen · Harvardkonzept · Bossing · Mobbing. von Marcus Knill. Viele Menschen trauen sich nicht, ... www.rhetorik.ch/Kritik/Chef.html - Cached - Similar
    3. Kritikgespräche

      Mit Kritikern umgehen · Den Chef kritisieren- aber wie? Kundenreklamationen · Harvardkonzept · Bossing · Mobbing. von Marcus Knill. Kontrollkonflikte ... www.rhetorik.ch/Kritik/Kritik.html - Cached - Similar
    4. Mit Kritikern besser fertig werden

      22. Nov. 2006 ... Online Artikel (extern) · Kritikgespräche · Den Chef kritisieren- aber wie? Kundenreklamationen · Harvardkonzept · Bossing · Mobbing ... www.rhetorik.ch/Kritik/Kritiker.html - Cached - Similar
  2. Schwierige Gesprächsituationen

    Es lohnt sich, schwierige Situationen zu simulieren und sich in einem fachgerechten Coaching mit den gewünschten Situationen vor der Kamera ... www.rhetorik.ch/Gespraech/Gespraech.html -Cached - Similar
  3. ********
  4. 5. VERHANDELN- aber wie?

  5. *********
  6. Verhandeln ist ein Einigungsprozess

  7. Es gilt, eine Lösung zu finden

  8. Ziel ist nicht der Sieg, sondern eine vorteilhafte Lösung, die beiden Seiten dient

  9. ANALYSIEREN Sie zuerst die Situation

  10. Das NEIN gehört zu den stärksten Worten

  11. Entscheidend ist WIE Sie etwas sagen

  12. Lernen Sie dem Druck standhalten
  13. Sie überzeugen, dank der Erkenntnisse der ersten Bausteine

  14. NATUERLICHKEIT - KUERZE - VERSTAENDLICHKEIT -

  15. Results 1 - 10 of about 54 from www.rhetorik.ch for Verhandeln aber wie. (0.45 seconds)
    1. Verhandeln - aber wie?

      Verhandeln Sie kontrolliert. Bleiben Sie ruhig und klar. Vermeiden Sie falsche Eindrücke, Missverständnisse, aber auch Leichtsinn. ... www.rhetorik.ch/Verhandeln/Verhandeln.html - Cached - Similar
    2. Das "Harvard" Verhandlungs Prinzip

      Dieser Begriff ist vom Harvard Negotiation Project als Marke registriert. Siehe dazu auch. Verhandeln - aber wie? Ver-hand-eln, Hand drauf ... www.rhetorik.ch/Harvardkonzept/Harvardkonzept.html - Cached - Similar
    3. ***********

Konzernchef-Rhetorik


CEO




Die Nummer Eins der Firmen wirken bei Ausblicken aufs Neue Jahr rhetorisch geklont.
Die SonntagsZeitung vom 2. Januar konfrontierte 30 Top Manager mit der gleichen Frage nach den "Wünschen und Vorsätzen" fürs kommende Jahr.


28 von 30 Konzernchefs formulierten verblüffend ähnlich:


- "Wie wollen weiter investieren und intensiver arbeiten."

- " Wir wollen die Innovation auf hohem Niveau weiterführen."

- "Wie wollen einen grossen Beitrag zur weiteren qualitativen Stärkung leisten"


Die meisten setzten sich für 2011 das Ziel, "dasselbe zu machen wie 2010, aber eben: Noch

- mehr

- intensiver

- erfolgreicher


CEO von Ernst + Young formulierte es recht wohlklingend, er plane fürs 2011



"den unternehmerischen Geist mehr den je zu fördern, ihn zu leben und zu multiplizieren."


Alle CEOs haben es mit ehrgeizigen und schweren Herausforderungen zu tun:


- die Herausforderung, Energie effizient zu nutzen

- die Herausforderung weiterhin ein gutes Angebot zu bieten


CEO Alpic macht eine Ausnahme. Er will jede Woche eine neue Tat- aber freiwillig (Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wer ihn dazu zwingen könnte).


Bei den persönlichen Wünschen wird immer wieder eine bessere
Work-Life-Balance und gute Gesundheit gewünscht.


Es gehört seit Jahren dazu, dass die führenden Köpfe der Firmen an der Schwelle des Neuen Jahres ein paar Gedanken verlauten lassen.


Ein Kommentator im BUND hat darauf aufmerksam gemacht, dass sich jeder vorbereiten könnte und fragt treffend:


"Wo ist bei diesen Gedanken der Mut, der Witz, die Begeisterung zu spüren?"
Ein persönlicher Gedanke für sich und die Firma sollte tatsächlich keine Hexerei sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass folgender Satz überzeugt und die Mitarbeiter begeistern kann:


"Im Fokus stehen motivierte, gut ausgebildete Mitarbeiter" (Aussage von Managing Director McDonalds).


Was soll folgender Satz?


"Wir bieten beste Rahmenbedingungen, um mit Hingabe unser Qualitätsbekenntnis (Passion for Quality) leben zu können."


Haben vielleicht die CEOs durch die problematische Work-Life-Balance zu wenig Zeit einen Moment die Botschaft zu überlegen?

Wollen sie  vielleicht durch die schlecht übersetzten Airport-
Englischbegriffe unnahbarer wirken, damit man sie nicht behaften kann?"

Hoffentlich gibt es Ende 2011 ein paar Konzernchefs, die im Herbst ein paar eigene, persönliche Kerngedanken, in eigener Sprache notieren. Wer in einer Firma das Sagen hat, müsste auch etwas zu sagen haben (abgeändertes Zitat von
C. Seibt: "Es scheint, dass die, die das Sagen haben, nichts mehr zu sagen haben".)







Quellen: SonntagsZeitung vom 2. Jan 2011 und BUND 5.Jan.