Dienstag, 16. Juni 2009

Aus Charakteren wird ein Team

Quelle: ZEIT ONLINE 15.6.2009 -

Sprinter, Kämpfer oder Geschichtenerzähler? Diese Projektgruppe diskutiert in Washington darüber, wie gut Manager verdienen dürfen. Am Kopfende des Arbeitstischs: Finanzminister Timothy Geithner

Geschichtenerzähler verkaufen sich gut, Kämpfer boxen sich durch, Träumer entwickeln schräge Ideen. Spannt man sie richtig zusammen, wird daraus eine gute Arbeitsgruppe Sprinter, Kämpfer oder Geschichtenerzähler? Diese Projektgruppe diskutiert in Washington darüber, wie gut Manager verdienen dürfen. Am Kopfende des Arbeitstischs: Finanzminister Timothy Geithner

Alex Wong/Getty Images

Wie schmiede ich eine kreative, effektive Arbeitsgruppe? Das Lehrbuch rät: Man muss Gruppen so zusammenstellen, dass die Fähigkeiten und Kenntnisse ihrer Mitglieder sich ergänzen; man braucht kompetente Leute, klare Ziele und eindeutige Regeln. Doch die Praxis ist komplizierter.

Die meisten Projektleiter mögen homogene Teams, kritisiert der bekannte Schweizer Kommunikationsberater Marcus Knill, und sie bevorzugen Menschen, die ihnen angenehm sind. Die Folge: "Journalisten meiden Kritiker, Lehrer scheuen Besserwisser und wer selbst gerne redet, umgibt sich gern mit Schweigern." Genau das aber ist falsch.

Damit ein Projekt erfolgreich wird, braucht es die ganze Bandbreite der Charaktere. Damit sind Konflikte programmiert. Doch das sei unabdingbarer Teil des Erfolgs, sagt Knill. Richtig integriert, bringen fast alle Typen der Projektarbeit Gewinn: Geschichtenerzähler, Spieler oder Macher. Vorausgesetzt, der Projektleiter kennt ihre Eigenheiten und weiß jeden richtig einzusetzen. Die wichtigsten Charaktere:

Der Geschichtenerzähler.

Es gibt ihn in jeder Gruppe. Der Geschichtenerzähler kennt jeden, weiß alles, hat jedes Problem schon mindestens dreimal gelöst – und lässt keine Gelegenheit aus, dies jedem zu erzählen. Das Problem: Mitunter plaudert er auch außerhalb der Projektgruppe über vermeintlich falsche Lösungsansätze oder Schwächen der Kollegen. Aufgabe des Projektleiters ist es, ihn in die Gruppe zu integrieren. Gelingt dies und fühlt er sich ernst genommen, "verkauft" er nicht nur sich selbst, sondern auch das Projekt. Geschichtenerzähler sind gute Öffentlichkeitsarbeiter.

Der Sprinter ist ein klassischer Macher.

Er denkt und handelt schnell. Das Problem: Mitunter ist er zu schnell für seine Kollegen, und vor allem in der Anfangsphase eines Projekts agiert er oft extrem ungeduldig. Doch richtig eingesetzt, ist der Sprinter ein großer Gewinn für das Team. Er krempelt die Ärmel hoch und arbeitet schon, während die anderen sich noch sortieren. Was ihm hilft ist eine klare Struktur. Darin arbeitet er zuverlässig und beweist außerdem ein großes Durchhaltevermögen.

Der Kämpfer ist meist ebenfalls ein Macher,

doch er will nicht nur in der Sache vorwärts kommen, sondern auch auf der Karriereleiter. Das Problem: Kommt er nicht zum Zuge, kann er aggressiv reagieren und andere Gruppenmitglieder niederkämpfen. Der Kämpfer braucht viel Anerkennung, aber zugleich muss ihm jemand die Stirn bieten, wenn er anfängt zu stänkern. Er hat gelernt, für seine Sache einzustehen. Gelingt es, das Gesamtprojekt zu seiner Sache zu machen, kümmert er sich engagiert darum und verteidigt es auch nach außen.

Der Spieler will dabei sein, aber nicht mitmachen.

Das Problem: Er lässt sich selbst nicht in die Karten schauen und hält oft sogar bewusst Informationen zurück. Im schlimmsten Fall verbreitet er sogar Gerüchte. Die Aufgabe des Projektleiters ist es, das Problem offen anzusprechen und einen eigenen Beitrag des Spielers einzufordern. Gelingt das, ist das Engagement oft umso größer. Gelingt die Intervention aber nicht, gibt es nur eine Lösung: Der Spieler muss die Gruppe verlassen.

Die graue Maus.

Wäre sie nicht dabei, würde es gar nicht auffallen. Sie kriegt den Mund nicht auf, eigene Ideen hat sie nicht. Doch Vorsicht! Sie kann gut zuhören und verfügt oft über ein großes Fachwissen. Außerdem ist sie sehr pflichtbewusst. Richtig behandelt, wächst die graue Maus über sich selbst hinaus – und bereichert jede Gruppe. Aufgabe des Projektleiters ist es, sie ein wenig an die Hand zu nehmen.

Schwierig ist hingegen der Umgang mit dem Miesmacher.

Er frustriert die Gruppe, indem er ihr deutlich zeigt, wie wenig er von ihrer Aufgabe und Arbeit hält. Aufgabe des Projektleiters: Entscheidend ist die Frage nach dem "Warum". Wurde der Nörgler womöglich in die Gruppe geschickt? Ist er richtig informiert? Fühlt er sich überfordert? Oder ist er einfach nur pessimistisch? Gute Projektleiter nehmen die Kritik erst. Denn auch wenn es nervt, wenn jemand in jeder Suppe ein Haar findet: Ein Pessimist sieht mitunter auch Fehler und Versäumnisse, die Optimisten nicht sehen wollen.

Die Flasche ist der Albtraum jedes Projektleiters,

dennoch ist sie fast immer und überall dabei. Die Flasche wird vom Vorgesetzten geschickt – und zwar aus dem einzigen Grund, dass er sie selbst nicht mehr sehen kann. Problem: Sie hat schon vorher auf der ganzen Linie versagt. Aufgabe des Projektleiters: Ruhe bewahren und genau hinschauen. Manch vermeintliche Flasche ist in Wirklichkeit nur eine graue Maus. Erst wenn sich herausstellt, dass sie wirklich nichts kann, gibt es auch hier nur eine Lösung: Rauswurf!

Der Träumer.

"Sollte man nicht ...", "Wäre es nicht besser ...?" Mit solchen Sätzen versetzt er ganze Arbeitsgruppen in Trance. Problem: Alle wollen endlich vorankommen, doch der Träumer hat immer noch eine bessere Idee. Auch wenn das anstrengend für den Projektleiter ist, ein Träumer gehört in jede Gruppe. Er bringt die schrägen Ideen ein und denkt in Richtungen, die andere nicht einmal sehen. Projektleiter müssen die Position kreativer Kollegen stärken und gleichzeitig darauf achten, dass sie sich nicht verzetteln. Oft sind es die Träumer, die festgefahrene Projekte vor dem Aus bewahren.

Links:

  1. Teamfähigkeit

    Wie beeinflusst Gigathlon die Teamfähigkeit von Persönlichkeiten? ... Die Frage, ob aus ihrer Sicht der Gigathlon die Teamfähigkeit im Beruf merkbar ... www.rhetorik.ch/Teamfaehigkeit/Teamfaehigkeit.html - Cached - Similar
  2. http://www.jobwinner.ch/(k4ribqahjkicdpuidijr1inx)/alpha ...

    Gigathlon und Teamfähigkeit Wer Tausende von Franken in die Förderung der ... In diesem Beitrag möchte ich der Frage nachgehen, ob Gigathlon die ... www.rhetorik.ch/Alphaartikel/gigatlon.html - Cached - Similar

  1. Team-Kommunikation

    Konfliktursachen im Team, Konfliktbewältigung, Kommunikation im Team. www.rhetorik.ch/TeamKommunikation/Team.html - Cached - Similar
  2. Fit fürs Team

    Spitäler haben Teams im Operationsaal oder in Pflegebereichen, auf der Intensivstation, bei der Physiotherapie, aber auch in der Küche oder bei ... www.rhetorik.ch/Fit/Fit.html - Cached - Similar
  3. [PDF]
  4. Appreciative Inquiry

    10. März 2002 ... So wie die Wildgänse sollten wir uns ebenfalls ins Team integrieren und ... Teams profitieren von der gegenseitigen Motivation. ... www.rhetorik.ch/Appreciative/Appreciative.html - Cached - Similar
  5. Die Macht des Teams

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML Swiss-Triathlon (Gigathlon) steht das Team. Die Macht des Teams ... versus Leistungserfüllung des Teams. Die Praxis bestätigt, dass sich Teammitglie- ... www.rhetorik.ch/Teamfaehigkeit/team.pdf - Similar
  6. [PDF]

    DURCHHALTEN, DURCHHALTEN, DURCHHALTEN

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML abgestimmtes Team bildet die Basis für einen reibungslosen Ablauf. ... Race Across America: Das Team IWC Schaffhausen erreichte mit vier Schweizer ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/08_19/raam05.pdf - Similar
  7. Wo steht ihr Team? Ein Test

    Team, Online Test. ... Zum Artikel Fit fürs Team. Rhetorik.ch, Vorwort, Feedback, ----------------------, INHALTSVERZEICHNIS, --------------------- ... www.rhetorik.ch/Fit/Test.html - Cached - Similar
  8. Teamfähigkeit

    In speziellen Übungen müssen Teams Probleme lösen, sei es in einem Steinbruch, im Gebirge, in der Wüste oder auf einem Segelschiff. ... www.rhetorik.ch/Teamfaehigkeit/Teamfaehigkeit.html - Cached - Similar

  1. Zum Umgang mit schwierigen Teamtypen: Das Janusgesicht

    10. Aug. 2005 ... Im Lehrbuch Team und Kommunikation ist ein Kapitel dem Umgang mit den unterschiedlichsten Teamtypen gewidmet. Ich sammelte damals monatelang ... www.rhetorik.ch/Janusgesicht/Janusgesicht.html - Cached - Similar
  2. Umgang mit schwierigen Typen

    Quelle: Knill und Knill Kommunikationsberatung, http://www.knill.com , http://www.rhetorik.ch, Autor: Marcus Knill. Rhetorik.ch, © Knill, 2001, Knill.com. www.rhetorik.ch/Typen/Typen.html -Cached - Similar

Samstag, 13. Juni 2009

Ueberzeugen in Beruf und Alltag

Es liegt mir daran, den Teilnehmern des Intensivseminars mit Videofeedback (Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule) am kommenden Freitag/Samstag folgende Vorinformationen zu vermitteln:

Mit dieser kurzen Einführung will ich den Schulleitern, Lehrerinnen und Lehrern bewusst machen, dass Kommunikation etwas GANZHEITLICHES ist. Wir werden uns vor allem mit der Wirkung der Personen beschäftigen und der Frage nachgehen, weshalb wir im Alltag überzeugen oder auch nicht.

Wir verzichten bewusst auf rezeptorientierte oder theaterorientierte Tipps oder Rezepte. Dafür gehen wir der Frage nach, wie wir auch unter Druck und in schwierigen Situationen dennoch natürlich, glaubwürdig und echt kommunizieren können. Weil wir in unterschiedlichen Rollen überzeugen müssen, können wir nicht einfach alles ungefiltert sagen, was wir denken. Es gilt stets die Balance zu finden zwischen - sich ernst nehmen und sich adressatengerecht verhalten. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen NATUERLICHKEIT und KONZESSIONEN gegenüber den Adressaten (Anpassungen). Die Kunst des Ueberzeugens besteht darin, beide Anliegen (Natürlichkeit und Rücksichtnahme) unter einen Hut zu bringen.

Selbstsicherheit ist gut und wichtig. Doch hat übertriebene Selbstdarstellung nichts mehr zu tun mit der geforderten Natürlichkeit. Offen, klar, eindeutig formulieren ist nicht zu Verwechseln mit Tatklosigkeit. Auch wenn Sie Sie selbst bleiben, müssen wir uns immer situativ verhalten. 90 Prozent des Eindrucks wird durch unser Erscheinungsbild und unser Auftreten, unser Verhalten bestimmt. >p> Deshalb sind:

- Die Rolle, die wir innehaben,

-unsere Kleider,

- unsere Körpersprache,

- unsere Stimme

- und das was wir sagen

keine Nebensächlichkeiten.

Wir müssen in verschiedensten Situationen überzeugen können, ohne Theater zu spielen und sind gefordert, Asusagen konkret auf den Punkt zu bringen.

Schwerpunkte der Ausbildung sind deshalb: Wahrnehmung, Zuhören, Verstehen- Verstanden werden. Verständlichkeitshelfer.

LINKS:

Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar

  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html - Cached - Similar
  3. Überzeugend antworten

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - Cached - Similar

  1. Natuerliche Kommunikation

    Kommunikation, Training, Natuerlichkeit Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Natuerlich/Natuerlich.html - Cached - Similar
  2. [PDF]

    IST NATÜRLICHES KOMMUNIZIEREN LERNBAR?

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML 22. Juni 2005 ... Willkommen im Simulator: Natürlich kommunizieren? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ... ernst ist – alles andere als natürlich ist. Die ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_22/06_2005_black.pdf - Similar

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  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar
  2. Die Balance finden

    Wir müssen die situationsgerechten Balance finden im Spannungsfeld: Ich- Bezogenheit und Integrationsfähigkeit.d.h. Beides darf nicht vernachlässigt werden. ... www.rhetorik.ch/Balance/Lang.html -Cached - Similar

Donnerstag, 11. Juni 2009

Blinder Pianist stürmt die Charts

Nobuyuki Tsujii

sicherte sich Platz 2 und Platz 5 in den Online-Charts, wie der Internet-Händler Amazon Japan am Mittwoch mitteilte. Erst am Sonntag hatte der 20-Jährige als erster Asiate und erster blinder Pianist den renommierten Van-Cliburn-Wettbewerb im US-Bundesstaat Texas gewonnen. Vor diesem Erfolg seien Tsujiis Alben noch nicht einmal unter den Top 50 gewesen, sagte eine Amazon-Sprecherin. «Ich habe das Klavier schon als Kind geliebt», sagte Tsujii, der seit seiner Geburt blind ist, nach seiner Rückkehr aus den USA. «Das Klavier hat mir Spielzeug ersetzt – es war ein Freund für mich.» Der Musikstudent aus Tokio ist bereits seit Jahren als Pianist erfolgreich. Im Alter von sieben Jahren gewann er seinen ersten Preis; mit zehn wurde er Mitglied des Symphonie-Orchesters in Osaka. (sda)

Quelle Blick online

Kommentar: Nobuyuki Tsujii hat das Klavier-spielen spielend erlernt. Für Otto Normalverbraucher heisst dies: Wir sollten vermehrt das Arbeiten als Spiel sehen. Wer spielend lernt, lernt länger, weil man das Spielen liebt. Wer nun länger lernt, verbessert sich viel rascher. Durch diesen sichtbaren Erfolg, steigt die Lernfreude und man lernt ("spielt") noch intensiver und wird damit noch besser. Wer Lernprozesse meidet, macht genau das Gegenteil und begibt sich zwangsläufig auf eine Abwärtsspirale.

Kritisieren ist eine Kunst

von Marcus Knill

Im bevorstehenden Modul "Kommunikation" für Behördemitglieder geht es vor allem um den Schwerpunkt:

UEBERBRINGEN VON UNANGENEHMEN NACHRICHTEN: KRITISIEREN

Zusätzlich zu den schriftlichen Unterlagen erhalten Sie noch ein paar grundsätzliche Hinweise zur Einstimmung:

Was meist falsch läuft beim Uebringen von unangenehmen Botschaften, das kennen wir alle zur Genüge:

Der Vorgesetzte kann sich nicht im Zaum halten, weil der Aerger recht gross ist. Der Chef kritisiert den Untergebenen vor anderen, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, ohne Vorinformation, überraschend, wertend und dazu noch schriftlich, die Lösung der Problems liefert er sofort mit.

An unserem Seminartag werden wir folgende wichtigsten Erkenntnisse bewusst machen:

1. Bevor Sie ein offizielles Kritikgespräch führen, sollte der Kritisierte schon einmal auf den Mangel hingewiesen worden sein. Wenn beispielsweise jemand ständig zu spät kommt, müsste er vor dem Gespräch schon einmal gebeten worden worden sein, die Zeit zu beachten.

ZUM KRITIKGESPRAECH

IMMER UNTER VIER AUGEN!!!!!

(Ruhiger Ort, kein Zeitdruck)

Nicht zu lange warten mit dem Gespräch!

2. Jedes Kritikgespräch bedarf einer kurzen Anwärmphase (Small Talk). Freundliche Atmosphäre. Doch sollte das Harmoniebedürfnis nicht überhand nehmen.

3. Der Kritiker schildert (beschreibt) kurz den Sachverhalt, seine Wahrnehmung, seine Feststellung - aber KONKRET - FAKTEN -WANN - WO - WIE (innert einer Minute)!

Diese präzise und sachliche Schilderung muss gut vorbereitet werden.

Keine Verallgemeinerungen, wie "ständig", "immer", "nie" Keine Interpretationen

Mängel direkt ansprechen (Kein Verhalten wie die Katze, die zuerst um den heissen Brei läuft. Auch keine Andeutungen!).

4. Dem Kritisierten wird nun genügend Zeit eingeräumt, seine Sicht darzulegen und sein Verhalten zu erklären. Der Vorgesetzte hört gut zu und lässt das Gegenüber ausreden!

5. Nur Nachfragen, klären, Differenzen und Gemeinsamkeiten herausschälen. Kritik jedoch nie abschwächen.

6. Bei Unmut in der ICH-Form sprechen. Aerger und Enttäuschung darf formuliert werden

7. Den Kritisierten bitten, selbst Lösungsvorschläge zu unterbreiten

8. Massnahmen vereinbaren

9. Kontrolltermin vereinbaren (An jenem Termin treffen sich beide, um zu kontrollieren, ob eine Besserung eingetreten ist. Bei einer Verbesserung: Lob und Anerkennung!

BEOBACHTUNGSAUFGABE:

Achten Sie beim nächsten Kritikgespräch, ob Sie folgende typische

NEGATIVFORMULIERUNGEN

verwenden.

&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&

Negativ-Formulierungen:

Sie müssen...

Ist doch klar...

Das ist unmöglich...

Begreifen Sie das nicht?

Das sehen Sie völlig falsch...

Ich weiss genau, was Sie damit sagen wollen...

Das sehen Sie doch sicher ein, dass...

Sie unterliegen einem Trugschluss..

Haben Sie immer noch nicht verstanden?

So ein Quatsch...

&&&&&&&&&&

LINKS:

Schlechte Nachrichten übermitteln

20. Febr. 2009 ... Sie müssen schlechte Nachrichten übermitteln und möchten, ... Das Gespräch nicht auf die lange Bank schieben, in der Hoffnung, ... www.rhetorik.ch/Schlechtenachrichten/Schlechtenachrichten.html - Cached - Similar

Kritikgespräche

Kritikgespräche führen gerne zu langwierigen Konflikten. Beim Kontrollieren - Beurteilen - Kritisieren ist das "Wie geredet wird" ausschlaggebend. ... www.rhetorik.ch/Kritik/Kritik.html -Cached - Similar
  1. Den Chef kritisieren- aber wie?

    Bei Kritikgespräche mit dem Chef ist der richtige Ton entscheidend. Links: Mit Kritikern umgehen · Kritikgespräche · Kundenreklamationen ... www.rhetorik.ch/Kritik/Chef.html - Cached - Similar
  2. Verbesserung durch Motivation

    Kritikgespräche sollten nicht im Plenum ausgetragen werden, sondern in der Regel unter vier Augen. Wer im Plenum kritisiert wird, muss sich zwangsläufig ... www.rhetorik.ch/Verbesserung/Motivation.html - Cached - Similar
  3. Deeskalationsrhetorik

    10. Febr. 2007 ... Verhaltensverbesserungsgespräche, Kritikgespräche, Streitgespräche oder Beanstandungen eskalieren oft. Besonders in Stresssituationen oder ... www.rhetorik.ch/Deeskalation/Deeskalation.html - Cached - Similar
  4. Bei diesem rezeptorientierten Film haben Sie nach dem Seminar gewiss einige Vorbehalte:

  5. Konstruktiv Kritik üben - Trainingscamp für Führungskräfte

    03:08 - Vor 20 Tagen
    youtube.com
    zu kritisieren? Mit diesen 3 effektvollen Tipps zeigen Sie Ihrem Mitarbeiter, wie er sich im Job verbessern kann, ohne ihn dabei zu verletzen. ... Kritik Mitarbeiter ...
    youtube.com
  1. knill blog: 03.04.2009

    Wer lehrt und lernt, muss sich mit der Tehmatik Feedback ... Die Bezeichnung "Feedback" entstammt der Kybernetik und bedeutet "Rückkoppelung". ... knill.blogspot.com/2009_04_03_archive.html - Cached - Similar
  2. knill blog

    Jedes Feedback muss zielorientiert geplant, gestaltet und ausgewertet werden ... Feedback müssen wirkungsorientiert sein, getragen von der Bereitschaft für ... knill.blogspot.com/2009/04/nachtrag-zum-schilf-ausbildungsmodul.html - Cached - Similar
  3. knill blog: 23.02.2009

    Quelle: (Armando Frei in http://webmusic.pcdr.ch/feedback/frame_kommunikation.htm). Kommunikation ist ein sehr komplexer und situationsspezifischer Vorgang. ... knill.blogspot.com/2009_02_23_archive.html - Cached - Similar

Montag, 8. Juni 2009

Federer brachte nichts aus der Ruhe auch nicht der Angriff eines Flitzers

«Federer ist der beste Tennisspieler aller Zeiten»

Mit seinem langersehnten Triumph in Paris hat Roger Federer mit den 14 Major-Titeln von Pete Sampras gleichgezogen und alle vier Major-Turniere mindestens einmal gewonnen. Damit ist Federer der beste Tennisspieler aller Zeiten - auch für Pete Sampras.

Störenfried im Final

Federer von «Fan» attackiert

Roger Federer ist im Final des French Open wie die Feuerwehr gestartet. Nach gewonnenem ersten Satz wurde der Schweizer aber unsanft aus dem Rhythmus gebracht. Ein Zuschauer im Schweizer Dress stürmte aufs Feld und wollte Federer umarmen.

Roger Federer wird im French-Open-Final von einem «Fan» belästigt.
Interaktiv-Box

Im Eilzugstempo hatte Roger Federer den ersten Satz in dem für ihn so wichtigen Final des French Open gegen Robin Söderling gewonnen. Mit zwei Breaks liess der entfesselte Schweizer seinem Gegner beim 6:1 nicht den Hauch einer Chance. Doch beim Stand von 1:1 im zweiten Durchgang wurde der Lauf des Schweizers unsanft gestört. Ein «Fan» in der Montur der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft stürmte auf den Platz auf Federer zu und wollte ihm offensichtlich ein paar Tipps geben und ihm seinen Hut aufsetzen.

Flucht über den ganzen Platz

Federer konnte sich aus der Umklammerung lösen, worauf der Störenfried die Flucht ergriff. Von mehreren Sicherheitskräften verfolgt hetzte er unter dem Gelächter des Publikums über den Centre Court. Schliesslich konnten die Verfolger ihn aber doch noch bremsen und den «Flitzer mit Kleidung» vom Feld bugsieren. Die Zuschauer quittierten den Erfolg mit Applaus.

Federer wird von «Schweizer Fan» attackiert

Kommentar: Wenn sich ein Sportler durch eine unvorhergesehe Ueberraschung nicht aus der Ruhe bringen lässt, zeugt dies von einer aussergewöhnlichen mentalen Stärke.

LINK:

Dissoziation

Wenn Sie persönlich angegriffen werden: Dissoziieren Sie! Persönliche Angriffe kann man wegstecken, indem man sich bewusst von schlechten Angriffen lösen ... www.rhetorik.ch/Dissoziation/Dissoziation.html - Cached - Similar pages

Sonntag, 7. Juni 2009

Ein Versprecher, der Folgen haben wird

Aus 20 Min:

Verplappert:

Brown stolpert über «Omaha Beach»

Ups, das ging in die Hose: Die Anwesenheit von Barack Obama hat den etwas unkonzentrierten britischen Premierminister Gordon Brown - derzeit von innerpolitischen Problemen heftig geplagt - zu einem Versprecher verleitet.

Kann sich derzeit nicht so richtig über das Leben freuen: Gordon Brown (rechts) mit Barack Obama in der Normandie. (Bild: Reuters)
Die Omaha Beach. (Bild: Keystone)

Beim Gedenken zum 65. Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie würdigte Brown den Einsatz der Verbündeten nahe dem Landeplatz «Obama Beach». Der Strandabschnitt bei Colleville-sur-Mer, an dem ein Teil der alliierten Truppen im Juni 1944 vor Land ging, heisst Omaha Beach.

Quelle: AP

CVP hat ein Glaubwürdigkeitsproblem

Darbellay krebst zurück - das wird der CVP schaden

Zitat blick:

Ärger: CVP hat wegen Darbellay ein Glaubwürdigkeitsproblem. (Keystone)

Die CVP-Spitze beugt sich dem Druck. Nach FDP und SVP verzichtet auch die Mittepartei auf die Parteispende der UBS, wie SonntagsBlick aus Parteikreisen erfuhr. Parteichef Christophe Darbellay (38) bestätigt gegenüber SonntagsBlick: «Ich werde am Sonntag begründen, weshalb ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe.» Vergangene Woche tönte es noch anders. Der CVP-Chef persönlich insistierte bei der UBS auf der Zahlung der Spende. Zuvor hatte UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger (68) erklärt, dass die Grossbank keine Spenden mehr leisten werde, «solange die UBS auf Hilfe vom Staat angeweisen ist». Laut Darbellay hatte die Bank das Geld aber versprochen. «Die UBS leistet im laufenden Jahr lediglich noch Zahlungen, zu denen sie sich verpflichtet hat», erklärte der CVP-Präsident im letzten SonntagsBlick. Mit diesen Äusserungen und seinem Vorgehen setzte sich Darbellay in die Nesseln. Der Urner Ständerat Hansruedi Stadler (53), einer der Meinungsmacher in der CVP-Frak­tion: «Solange der Staat bei der UBS involviert ist, darf die CVP meines Erachtens keine Spende von der Bank entgegennehmen.» Stadler macht Darbellay einen Vorschlag, wie der Verlust kompensiert werden könnte: «Sollte die CVP-Kasse durch die ausgefallene UBS-Spende strapaziert werden, bin ich bereit, meinen Fraktionsbeitrag um 1000 Franken zu erhöhen.» Und hofft, dass andere dem Beispiel folgen werden. Tatsächlich geht der Partei viel Geld verloren. CVP-Ständerat Bruno Frick (58, SZ), bis vor einem Jahr Finanzchef der Partei, sagt zur Höhe der UBS-Spende: «Sie macht rund vier Prozent des Parteibudgets aus. Wenn sie jetzt wegfällt, ist es zwar schmerzlich, aber keine Katastrophe.» Bei einem Budget von gut drei Millionen macht das einen Betrag von rund 120000 Franken aus. Für die Linke ist jetzt klar: Das CVP-UBS-Debakel zeigt erneut, dass die Parteienfinanzierung in der Schweiz grundsätzlich überdacht werden muss. Bereits nächste Woche wird SP-Nationalrat Roger Nordmann (36, VD) eine parlamentarische Initia­tive einreichen. Sie fordert, dass Unternehmen in Zukunft ihre Parteispenden offenlegen müssen.