Montag, 19. Oktober 2015

Das war vorsehbar:

Ein erfahrener Lehrer sagte mir in einer Weiterbildung:

Heute würde ich nicht mehr Lehrer werden!

Der Grund: Wenn Sonderschüler in die Normalklassen integriert werden müssen
und Lehrkräfte sich vor allem den verhaltensgestörten  Kindern widmen müssen,
leiden die anderen Kinder darunter.

Bei der früheren Sonderschulung wurde beiden - den schwächeren Schüler und den Normalbegabten - gerechter.
Obschon einige der sogenannten verhaltensauffälligen Schüler den Unterrichts ständig STOEREN, meiden Pädagogen  bewusst den Ausdruck "verhaltensgestört".
Es ist unverständlich, dass alle Kinder  leiden müssen - nur aus falsch verstandener Gleichmacherei.

Ich zitiere 20 Min:

Lehrer wegen Sonderschülern am Limit

Seit dem Jahr 2000 hat sich mancherorts die Zahl der Sonderschüler mehr als verdoppelt. Auch die Kosten sind explodiert.

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Die Anzahl der Sonderschüler sowie die Kosten sind deutlich gestiegen – in mehreren Kantonen: Schüler während des Unterrichts. (Symbolbild)
Die Zahl der Sonderschüler ist in mehreren Kantonen massiv gestiegen. Das schreibt die «SonntagsZeitung». Im Kanton Zürich hat sich die Zahl seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. 5067 Kinder und Jugendliche sind aktuell laut Angaben der Bildungsdirektion als Sonderschüler eingestuft – so viele wie noch nie. Ihr Anteil an der gesamten Schülerschaft legte von 1,7 auf 3,7 Prozent zu.
Entsprechend stiegen die Kosten: In knapp zehn Jahren von 240 auf 370 Millionen Franken jährlich. Das Problem kennen auch andere Kantone. In Luzern kletterte die Quote der Sonderschüler seit 2005 von rund 2 auf 3,4 Prozent, inzwischen sind 1335 Kinder Sonderschüler und erhalten intensive Betreuung. Auch das ist ein Höchststand. Im Kanton Bern stieg die Zahl von 1641 auf rekordhohe 2406 – eine Zunahme um 50 Prozent.
Gewaltige Aufgabe für Schulen
Allein in den letzten fünf Jahren explodierten die Kosten für Sonderschüler im Kanton Bern um 22 Prozent auf jährlich 217 Millionen Franken. Die Zunahme ist vor allem auf die steigende Zahl von Sonderschülern zurückzuführen, die in die normalen Regelklassen integriert werden, gleichzeitig nimmt die Schülerzahl an den herkömmlichen Sonderschulen kaum ab.
«Heute wird zu schnell irgendetwas diagnostiziert und therapiert», sagt Kaspar Vogel, Präsident des Lehrerverbands Sek ZH und Sekundarschullehrer in Winterthur. Die Behörden treiben die Integration der Sonderschüler vielerorts voran, ein Folge des Behindertengleichstellungsgesetzes, dem die Schweizer 2002 zugestimmt haben.
Eine gewaltige Aufgabe für die Schulen: Sie müssen nicht nur verhaltensauffällige Kinder in den regulären Unterricht integrieren, sondern auch Schüler mit Lernschwierigkeiten, Autismus-Störungen und tiefem IQ unter 75.
Gilt ein Kind als Sonderschüler, bekommen die Schulen zusätzliche Stellenpensen für die Betreuung durch Heilpädagogen. Anders, klagen Lehrer, sei der Unterricht kaum zu bewältigen. Schon jetzt würde der Unterricht zum Teil so massiv gestört, dass er gar nicht mehr möglich sei.

KOMMENTAR: Heute kommen noch Flüchtlingskinder und Kinder der Asylsuchenden dazu.
Das führt zu einer weiteren Belastung. Es ist nicht einfach, zu unterrichten, wenn eine Vielzahl von Kindern der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Weshalb kann man nicht zum alten bewährten System zurückkehren, wenn sich zeigt, dass die gut gemeinte integrierte Schule nicht funktioniert?
Veränderungen sind nur gut, wenn sie zu Verbesserungen führen.

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