Donnerstag, 5. Januar 2023

Fakten verschweigen kann auch Manipulation sein

Blog

Marcus Knill

05.01.2023

Der Journalismus hat ein Problem, wenn Ausländergewalt nicht mehr benannt werden darf.

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Montag, 2. Januar 2023

Leseswertes Interview

Sahra Wagenknecht, eine Politikerin mit gesundem Menschenverstand*



Blick: Der woke Linksliberalismus ist keine basisdemokratische Bewegung, sondern ein Putsch von oben. Selbsternannte anwaltschaftliche Sprecher klagen an im Namen angeblich benachteiligter Minderheiten, die sie gar nicht kennen – und von denen sie auch kein Mandat haben.
Zugegeben: Das anwaltschaftliche Sprechen ist ein echtes Problem. Doch reden die anwaltschaftlichen Sprecher in sozialen und klassischen Medien oftmals nicht nur im Namen anderer, die sie nicht kennen. Sie wollen zugleich ihre Erziehungsbeauftragten sein – das neue Ideal ist das richtige Leben nach der Lehre der Lifestyle-Linken. Und dieses Ideal ist zynisch, weil es sich die meisten Menschen gar nicht leisten können, ganz abgesehen davon, ob es wirklich wünschenswert wäre, wenn alle den woken Unsinn mitmachen würden.

Sie übertreiben!
Sie untertreiben! Es handelt sich dabei nicht mehr um ein mediales Phänomen – die Lifestyle-Linken haben längst damit begonnen, die Gesellschaft in Betrieben, Bildungsinstitutionen und Medien mit ihren Regeln und Sprachcodes umzugestalten. Wir erleben gerade das Ende liberaler Debatten mit unterschiedlichen Meinungen und das Wiederaufleben eines Moralismus, der nur zwei Prädikate kennt: gut und böse. Wobei dieser Moralismus auch noch zutiefst unehrlich ist – viele von denen, die von Flugscham reden, fliegen beruflich und privat um die halbe Welt. Im besten Fall kompensieren sie das, indem sie ihre CO2-Bilanz und ihr Gewissen durch den Aufkauf geeigneter Zertifikate verbessern. Oder sie investieren in Investmentfonds, die oftmals eher grün gewaschen als wirklich umweltfreundlich sind. Der neue Moralismus ist in der Regel Ausdruck einer ziemlichen Doppelmoral.


Wie halten Sie es selbst mit dem Gendern?
Diese Idee, man könne mit einer Änderung der Sprache zugleich die gesellschaftliche Realität verändern, ist völlig lebensfremd. Man kann selbstverständlich hochkorrekt über eine völlig ungerechte Welt reden – das ändert nicht das Geringste am Status quo, das zementiert sogar die bestehenden Verhältnisse. Aber noch schlimmer finde ich etwas anderes.

Was denn?

Die politisch korrekte Sprache, zu der auch die angebliche gendergerechte Sprache zählt, ist eine Art Sprachcode für geisteswissenschaftlich geschulte Sprachbenutzer. Ein Distinktionsmerkmal, um sich vom einfachen Volk abzuheben und abzugrenzen. Sie können sich damit ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe der angeblich Weltoffenen versichern und alle anderen, die ständig in irgendwelche sprachliche Fettnäpfen treten, verächtlich machen.

Wie reden Sie selbst – wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist oder nach Möglichkeit korrekt und gendersensibel?
Ich halte mich an die Regeln der deutschen Sprache. Eine Rede beginne ich mit «sehr geehrte Damen und Herren» und wende mich damit an alle Anwesenden im Saal. Ansonsten spreche ich grundsätzlich von «Zuhörern», «Mitarbeitern» oder «Studenten» und meine damit natürlich beide Geschlechter. Ich vermeide es, von «Zuhörenden», «Mitarbeitenden» oder «Studierenden» zu reden, was ja semantisch falsch ist, und ich verzichte auch darauf, jedes Mal die weibliche und die männliche Form zu wiederholen, bis die Sprache zur Realsatire wird, oder Sprachpausen einzubauen, die einen geschriebenen Genderstern oder Doppelpunkt darstellen sollen. All diese Diskussionen kann ja kein normaler Mensch mehr ernst nehmen – das ist eine Verunstaltung der deutschen Sprache, eine Zerstörung zwischenmenschlicher Kommunikation, die die Welt nicht um ein Jota gerechter macht.

Der Befund ist paradox: Je mehr gegendert wird, desto heisser ist die Debatte um sprachliche Diskriminierung aller Art.

Das entspricht der Logik der ganzen Sache. Denn natürlich kann immer jemand für sich in Anspruch nehmen, nicht angemessen angesprochen oder sprachlich abgebildet zu werden. Das Spiel lässt sich ewig weiterdrehen. Ich finde solche Diskussionen, ehrlich gesagt, sehr ermüdend. Sie haben mit der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen nichts zu tun. Niemand sollte sich von selbsternannten Sprachpolizisten terrorisieren lassen. Die Sprache gehört allen. Darum: meinetwegen jedem, der will, sein Sternchen – und jedem, der will, sein generisches Maskulinum!

* Sahra Wagenknecht wurde 1969 in Jena geboren, als Tochter einer deutschen Mutter und eines iranischen Vaters, der in West-Berlin studierte. Nach dem Studium der Philosophie wurde sie 2012 mit einer Arbeit in Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Chemnitz zum Dr. rer. pol. promoviert. Wagenknecht gehörte in den 1990er-Jahren dem Bundesvorstand der Partei des Sozialdemokratischen Sozialismus (PDS) an und zählt zu den Gründern der Folgepartei Die Linke. Von 2004 bis 2009 war sie Mitglied im Europäischen Parlament, seit 2009 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Sahra Wagenknecht hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem «Die Selbstgerechten» (2021), «Reichtum ohne Gier» (2016) und «Freiheit statt Kapitalismus» (2012). 2019 ist im Campus-Verlag ihre Lebensgeschichte erschienen (Christian Schneider: «Sahra Wagenknecht. Die Biografie»).
Die Linke muss sich endlich von Sahra Wagenknecht befreien - Meinung - SZ.de

 

Freitag, 23. Dezember 2022

Weshalb überzeugte Selenskyj den US-Kongress?

 

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Marcus Knill

23.12.2022

Weshalb es dem ukrainische Präsidenten vor dem US-Kongress gelingt, die die Herzen der Amerikaner zu gewinnen.

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Mittwoch, 21. Dezember 2022

Dummheit ist nicht lernbar - sie ist gegeben

 

DeutschlandKlima-Aktivisten alarmieren grundlos den Notruf und köpfen Christbaum

Klima-Aktivisten haben am Dienstag zu mehreren falschen Notfällen alarmiert.  Sie bekannten sich später zu den Anrufen. Auch in der Schweiz sorgen die Blockaden für Unmut.

Aktivisten der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" blockieren die Stadtautobahn A100 in Berlin.

 

Kommentar: Dummheit kann nicht gesteigert werden.

Geschwister der Dummheit: Schwachsinn, Blödheit.

Die Menschen dürfen  sich gegen solch kopflosen Aktivisten schützen. Ihnen muss Einhalt geboten werden, sonst werden sie immer dreister. 

Dienstag, 8. November 2022

Die Technik des Ausweichens

  

 

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Marcus Knill

08.11.2022

Viele Politikerinnen und Politiker versuchen mit einer Nichtantwort konkreten Fragen auszuweichen. Ein aktuelles Beispiel gibt Mattea Meyer.

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Daniel Jositsch bezeichnete ein reines Frauenticket bei den Bundesratskanditaten als diskriminierend. Mattea Meyer verteidigt den fragwürdigen Entscheid. Die SP wolle immer einen Mann und eine Frau im Bundesrat. Nach dem Rücktritt von Simmonetta Sommaruga  müsse es jetzt zwingend eine Frau sein, weil bereits ein Mann den ersten Sitz belege. Die Partei wolle keine Doppelbesetzung von Männern. Die SP sei eine Partei der Gleichstellung.

In der Sonntagszeitung wurde Mattea Meyer hernach von Denis von Burg gefragt:

"Und wenn später Alain Berset zurücktritt, machen Sie dann auch ein reines Männerticket?" (Damit es nicht zu einer Doppelbesetzung von zwei Frauen kommt)

 Meyer weicht auf diese heikle Frage eindeutig aus:

"Seit dreissig Jahren ist die SP fast immer mit einem Mann und einer Frau im Bundesrat vertreten. Ich finde das eine gute Lösung."

 Denis von Burg:

"Sie weichen aus. Also dann kein reines Männerticket?"

 Meyer:

"Ich weiche nicht aus. Meine Meinung ist, dass die SP mit einem Mann und einer Frau vertreten sein soll. Wie heute, entscheidet dann die Fraktion."

Kommentar:  Meyer weicht  eindeutig aus. Denn sie gibt keine konkrete Antwort auf die Frage einer allfälligen Doppelbesetzung mit zwei Männern, damit die angeblich bewährte Regelung mit einer Frau und einem Mann im Bundesrat gesichert werden kann. Wenn heute zur Sicherung der Frauensitzes das fragwürdige Angebot mit zwei Frauen erfordert, müsste  konsequenterweise auch bei der Sicherung des männlichen Part das Angebot  mit einem  Männer-Doppelticket angewendet werden.   Es ist erstaunlich, wie es Politikern immer wieder gelingt, mit einer "Nichtantwort" konkreten Fragen auszuweichen.  In diesem Fall wurde die Ausweichtechnik entlarvt. Das ist guter Journalismus.

 

 

Freitag, 4. November 2022

Die negarive Seite der Asylzentren

 

Aufgebrochene Autos Viele Diebstähle in Bern – Täter zum Teil aus Bundesasylzentrum

  • In der Stadt Bern und der Gemeinde Köniz sind auffallend viele Autos aufgebrochen worden.
  • 20 Personen konnte die Kantonspolizei anhalten. Ein grosser Teil lebt laut Polizei im Bundesasylzentrum im ehemaligen Zieglerspital.
  • Der Stadtberner Sicherheitsdirektor fordert mehr Sicherheit rund um das Asylzentrum in der Stadt Bern.

Die Kantonspolizei Bern hat in den letzten Wochen eine markante Zunahme von Diebstählen aus Fahrzeugen festgestellt. Insgesamt seien im Oktober über 100 Einschleich- und Einbruchdiebstähle in Fahrzeuge gemeldet worden, teilte die Kantonspolizei diese Woche mit.

SRF-Recherchen zeigen nun: Ein grosser Teil der mutmasslichen Täterschaft lebt derzeit im Bundesasylzentrum im ehemaligen Zieglerspital im Berner Weissenbühl-Quartier.

Lena Zurbuchen von der Berner Kantonspolizei bestätigt: «Wir konnten im Zusammenhang mit den Diebstählen rund 20 Personen festhalten. Ein grosser Teil ist im Bundesasylzentrum untergebracht.» Ähnliche Fälle seien auch aus Lyss bekannt, wo sich in Kappelen ein weiteres Bundesasylzentrum befindet.

Stadtberner Sicherheitsdirektor will Diebstähle nicht hinnehmen

Dem Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause sind die Einbrüche bekannt. Er ist über die Herkunft der mutmasslichen Täter informiert. «Die Situation ist angespannt», sagt Nause und appelliert an die Bevölkerung: «Die Leute sollen ihre Autos abschliessen und keine Wertsachen in den Fahrzeugen zurücklassen.»

Spitaleingang
Legende: Das ehemalige Zieglerspital wird seit einigen Jahren als Bundesasylzentrum genutzt. Hier eine Aufnahme kurz nach der Spitalschliessung. Keystone/PETER KLAUNZER

Die Stadt Bern ist laut Nause im Kontakt mit dem Staatssekretariat für Migration SEM, welches für das Bundesasylzentrum zuständig ist. Reto Nause stellt klare Forderungen an den Bund. Er will, dass beispielsweise Personen, die sich einer Straftat schuldig gemacht haben, in ein anderes Zentrum verlegt werden. Einzelne Gruppen der Betroffenen sollen getrennt werden. Personen, die von Extern ins Zentrum kommen, soll der Zutritt verwehrt werden.

Verfahren sollen rasch abgeschlossen werden

Auch beim SEM kennt man die Vorfälle. Sprecher Samuel Wyss nimmt Stellung und reagiert auf die Forderungen der Stadt Bern. «Wichtig ist, zu betonen, dass sich die allermeisten Personen im Asylzentrum korrekt verhalten. Es handelt sich um eine Minderheit.»

Bei Personen, die sich nicht korrekt verhalten, sollen die Verfahren rasch abgeschlossen und die Betroffenen zügig in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden.

Immer mehr Asylsuchende – der Platz wird knapp


Aktuell stellen rund 800 Menschen pro Woche in der Schweiz ein Asylgesuch – Tendenz steigend. «Erfahrungsgemäss steigt die Anzahl der Delikte, wenn auch die Belegung in den Bundesasylzentren zunimmt», so Wyss.

«Bei Bewohnerinnen und Bewohnern, welche delinquent werden, prüfen wir eine Verlegung ins Zentrum in Les Verrières.» Dieses Zentrum im Kanton Neuenburg an der Grenze zu Frankreich sei für solche Fälle vorgesehen.

Ob das nun im Fall der mutmasslichen Täter geschehen wird, ist nicht klar.

Wenn wir  vermeiden wollen, dass bei der die Bevölkerung  die  Bereitschaft zur Aufnahme von Asylanten nicht beeinträchtigt wird, gilt es kriminelle Asylanten sofort auszuschcaffen. Wir haben ein Recht, uns sicher zu fühlen.

Mittwoch, 2. November 2022