Montag, 13. September 2021

Laschet und seine acht Berater

 

Marcus Knill. Zwei bis drei Wochen vor der Bundestagswahl versucht Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit einem Expertenteam aus dem Umfragetief ...

Marcus Knill

Zwei bis drei Wochen vor der Bundestagswahl versucht Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit einem Expertenteam aus dem Umfragetief zu kommen. Ob der Support durch die vier Männer und vier Frauen geschickt ist, darf bezweifelt werden.

Laut Medienspiegel sehen zwar einige Journalisten das Beiziehen eines sogenannten «Zukunftsteams» als geschickte Handlung in der Not. Doch kann die Unterstützung dieser Experten auch als eine Schwäche ausgelegt werden. Das Aufgebot signalisiert: Es muss mit Laschet arg bestellt sein, wenn er sich nicht mehr selbst helfen kann. Dass Politiker sich beraten lassen, ist normal. Aber weshalb benötigt er acht Köpfe, die ihn unterstützen?

Laschets Begründung, es sei für ihn immer wichtig gewesen, dass die CDU als Team sichtbar werde, überzeugt nicht. Sich so kurz vor den Wahlen noch als Teamplayer zu präsentieren, ist zu spät. Er hatte genug Zeit, im Alltag seine Teamkompetenz zu zeigen. Ob acht Personen die CDU auf Erfolgskurs bringen können?  

In der ARD-«Tagesschau» wurde das Wahlkampfteam vorgestellt:

Ex-Fraktionschef Friedrich Merz soll für die Bereiche Wirtschaft und Finanzen zuständig sein, Dorothee Bär für das Thema Digitalisierung. Für die Bildungspolitik soll Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien stehen, für den Bereich «gleichwertige Lebensverhältnisse» die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch. CDU-Vize Silvia Breher soll das Thema Familienpolitik übernehmen. 

Als Kulturbeauftragter wurde der Musikmanager Joe Chialo präsentiert, der sich in Berlin-Spandau um ein Direktmandat im Bundestag bewirbt. Unionsfraktionsvize Andreas Jung soll die Klimaschutzpolitik verantworten, der Terrorismusexperte Peter Neumann vom Londoner King’s College wird für innere und äussere Sicherheit zuständig. Neumann sei «einer der Wissenschaftler, die Wissenschaft auch in praktische Politik übersetzen können», sagte Laschet bei der Vorstellung im Konrad-Adenauer-Haus in der ARD.

Zu viele Köche verderben den Brei! 

Ich habe bei Schweizer Politikern gesehen, dass zu viele Experten oder Berater kontraproduktiv sind. Selten ziehen alle am gleichen Ende des Strickes. Ich habe bei verschiedenen Politikern hinter die Kulisse geblickt und mehrmals gesehen, dass prominente Führungspersönlichkeiten durch viele Berater verunsichert wurden und sich der Aufwand nicht gelohnt hatte.

 

Donnerstag, 9. September 2021

Gut gebrüllt Frank A.Meyer

 

Frank A. Meyer über die Berichterstattung zur Bundestagswahl. Erfolg bringt Erfolg. Publiziert: 09.09.2021 um vor 1 Minute. frank & frei.

Mittwoch, 8. September 2021

Fall Spiess-Hegglin

Tamedia gewinnt vor dem Zuger Obergericht

Michèle Binswanger darf ein Buch über die Vorkommnisse an der Zuger Landammannfeier von 2014 schreiben.
 

Kommentar:

Der Entscheid  ist ein Signal, dass die Presse- und Meinungsfreiheit in der Schweiz keine Hohlformel ist.

Was ist, darf einfach nicht sein

 Auch wenn ganze Klassen angesteckt sind:

Corona-Chaos an Schulen EDK-Präsidentin: «Ziel ist, dass die Schulen offen bleiben»

Montag, 6. September 2021

Der verbale Patzer von Scholz

Jens Spahn empört  

Scholz nennt Geimpfte „Versuchskaninchen“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) sprechen im Kabinett miteinander (Archivbild vom 1. September 2021)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) sprechen im Kabinett miteinander (Archivbild vom 1. September 2021)Foto: Getty Images

Die 50 Millionen Geimpften in Deutschland sind „Versuchskaninchen“?

Mit dieser Aussage sorgt SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) für mächtig Wirbel und erntet harsche Kritik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) und dem Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet (60, CDU).

▶︎ Rückblick: Scholz hat auf Wahlkampfveranstaltungen beim Werben für das Impfen davon gesprochen, dass die mehr als 50 Millionen Geimpften in Deutschland „Versuchskaninchen“ für die noch nicht geimpfte Bevölkerung seien. (Quelle BILD)

 

Montag, 30. August 2021

Verzichten Sie im Büroalltag diese Wörter

Eine richtige Kommunikation im Beruf unverzichtbar. Welche Wörter Sie dabei weglassen sollten, wenn Sie in Ihrer Karriere vorankommen wollen, erfahren Sie hier. 

Die Macht der Worte - Gedankenwelt


Wer sich zu häufig entschuldigt, der wirkt unsicher. Besonders Frauen neigen dazu, sich öfters zu entschuldigen. Dabei ist nicht die Rede von Entschuldigungen, wenn man wirklich Mist gebaut hat. Diese sind angebracht und zeugen von Anstand.

Doch häufig entschuldigen sich Menschen für etwas, für das sie sich gar nicht entschuldigen müssen. So auch vielfach im Voraus einer Situation: «Sorry, dass ich dich störe …» zum Beispiel. Dadurch wird eine gute Absicht heruntergezogen. Unnötige Entschuldigungen sollte man besser aus seinem Wortschatz verbannen und nur darauf zurückgreifen, wenn es eine Situation auch wirklich verlangt.

Wer etwas tun «muss», der wirkt hektisch und vermittelt das Bild, dass er unter Strom steht. Ausserdem wirkt das Modalverb demotivierend. Besser ist es zu sagen, dass man etwas tun «möchte» oder «wird». Das lässt den Sprecher nicht so klein wirken und zeugt von mehr Motivation.

Hängt man hinter einen Satz einen zweiten an und beginnt diesen mit «aber», dann hat der Zuhörer sofort alles Vorangehende vergessen. Auch wenn das, was vorher gesagt wurde, positiv war, wirkt die ganze Unterhaltung plötzlich negativ und der Fokus liegt auf den hinten angehängten Einschränkungen.

Besser sollte man auf «noch» setzen. Wie beispielsweise in «Das habe ich noch nicht erledigt.». Das vermittelt, dass bei mehr Zeit das Gewünschte noch gemacht werden kann, es wird aber nicht komplett eingeschränkt.

Auf «egal» sollte nie zurückgegriffen werden. Denn mit diesem kurzen Wort raubt man sich das eigene Mitspracherecht. «Egal» dient meist dafür, sich aus schwierigen Entscheidungsprozessen herauszuziehen. Man sollte aber zu allem eine Meinung haben, nur das wirkt selbstbewusst und überzeugend. Wenn man sich nicht sicher darüber ist, was man von etwas hält, dann sollte man wenigstens eine gute Begründung auf den Tisch legen. Sonst wird man von den wichtigen Entscheidungsträgern im Büro nie wahrgenommen.

Wenn man etwas «versucht» zu tun, dann wirkt das unsicher. Dieses Wort impliziert, dass man sich etwas nicht zutraut. Schluss damit! Wenn man etwas versucht zu tun, dann tut man es auch. Also besser auf «Ich mache das» als auf «Ich versuche das» setzen.

«Irgendwann» oder «vielleicht» sind schwammige Begriffe und deuten auf einen unbestimmten Zeitraum hin. Besser ist, darüber nachzudenken, wann etwas erledigt werden kann: «Sobald ich das erledigt habe, kann ich mit dem andere beginnen.» Man sollte immer genau ausformulieren, was es zum Erreichen des Ziels braucht.

Wer etwas «gut» oder «nett» findet, der wirkt, als ob er keine eigene Meinung hat. Diese Wörter sind schwammig und können alles mögliche bedeuten. Besser auf prägnantere Adjektive zurückgreifen, die mehr über die Meinung des Sprechers preisgeben.

Verwendet ein Sprecher ununterbrochen Füllwörter, ist beim Zuhörer die Konzentration schnell im Keller. Es wirkt, als nehme das Gespräch kein Ende. Unsichere Wörter, wie «Halt», «äh» oder «tja», sollten daher besser nicht verwendet werden, weil so ellenlange Schachtelsätze gebildet werden, die es dem Gegenüber nicht einfach machen, gedanklich beim Gespräch zu bleiben. Quelle: VAYAMO

 

Radiolegende gestorben

 HEINRICH VON GRUENINGEN IST VON UND GEGANGENHeinrich von Grünigen (links) starb an Freitag. Das Bild entstand an der Gründungsparty der «Musigwälle» 1996. (Archiv)