Mutter setzt Schulbehörden mit Hotspot-Karte unter Druck
«Aus
schulischer Sicht ist eine Grenze erreicht, wenn der Unterricht
aufgrund von ausgedehnten Quarantäneanordnungen nicht mehr
aufrechterhalten werden kann», sagt Silvia Steiner, Präsidentin der
Erziehungsdirektorenkonferenz.
Darum gehts
Die
Website schulcluster.ch registriert aktuell mehr als 100 Cluster mit
Schulausbrüchen, verteilt auf über die Hälfte der Kantone.
«Die
Karte zeigt, dass ein Schwelbrand lodert», sagt eine Mutter, die mit
Internetaktivisten namens Cyberstammtisch auf der Website die Fälle
erfasst.
Damit befeuern sie den Streit um den Fernunterricht.
Bei diesem Problem gilt:
Nicht hinsehen, nicht darüber reden, Gefahr nicht hören wollen
Der Chefvirologe der Charité, Christian Drosten, hat schon recht früh
anhand von PCR-Tests nachgewiesen, dass es keinen Unterschied zwischen
der Infektionsrate bei Kindern und Erwachsenen gibt.
Mittlerweile kann man aber sagen, dass die Mehrheit der
Wissenschaftler davon überzeugt ist, dass Kinder genauso von
Corona infiziert werden können wie Erwachsene. Und sie sind auch ein
Teil des Infektionsgeschehens, denn dort, wo die Corona-Infektionszahlen
ansteigen, steigen eben auch die Zahlen der angesteckten Kinder und
Jugendlichen.
Gefahr einer Ansteckung über Kinder wurde unterschätzt
Das bedeutet, dass die Ansteckungsgefahr durch Kinder bislang
unterschätzt wurde. Kinder erkranken zwar weniger schwer und zeigen
seltener sehr schwere Verläufe von Covid-19, sie können das Virus aber
durchaus unbemerkt weitergeben. Sie werden allerdings wesentlich
seltener oder gar nicht auf eine Coronainfektion hin getestet.
Nun droht aber Gefahr durch die neuen Varianten des Coronavirus und
das verändert die Lage in Bezug auf Kinder und Jugendliche. Eine britische Studie
zeigt, dass Kinder zwischen November und Anfang Dezember jetzt deutlich
häufiger mit Corona angesteckt waren als Erwachsene. Das Coronavirus
wurde in der Altersgruppe der 11- bis 16-Jährigen so stark wie in keiner
Altersgruppe sonst nachgewiesen. Das könnte aber daran liegen, dass in
Großbritannien die Schulen – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern –
bis Ende des Jahres 2020 geöffnet waren. Eine jüngere Studie über die britische Mutante, zeigt außerdem, dass die Infektiösität in allen Altersgruppen zugenommen hat.
In Großbritannien ist das Virus zunächst auf einer Schulwelle gesegelt
Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charite, geht davon aus,
dass das Virus anfangs „auf einer Schulwelle gesegelt" ist. Davon habe
es sich mittlerweile entkoppelt und sei nun in der ganzen Bevölkerung zu
sehen. Im NDR Podcast sagt Drosten:
"Natürlich ist sicherlich ein Teil dieser erhöhten
Übertragung von der Virusvariante auch durch solche Effekte zu
erklären. Das können wir zumindest hoffen, dass wir (..) in England
(...) zum Beispiel unter einem Voll-Lockdown, wo auch die Schulen
geschlossen werden, vielleicht sehen werden, dass dieser Vorsprung in
der Übertragungszahl möglicherweise doch nicht so groß ausgeprägt ist,
sondern sich zumindest zu einem Teil auch aus dieser Eintragung in die
Schulen erklären könnte. Das ist zumindest meine Hoffnung. "
Wie sich die Lage nun im Januar bei geschlossenen Schulen entwickelt, bleibt abzuwarten.
Unterricht in Zeiten von Corona. Die Rolle von Kindern bei der
Übertragung des neuen Coronavirus wurde bislang wohl unterschätzt.picture-alliance / ReportdienstePicture Alliance/ Matthias Balk
Um die Gefährdungslage in den Schulen und Kitas in den Blick zu
nehmen, muss man auch die Situation der Erzieher und Lehrerinnen
betrachten. Kita-Beschäftigte waren von März bis Oktober 2020 am
stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen.
Das zeigt eine Analyse
der Arbeitsunfähigkeitsdaten von AOK-Mitgliedern. Dabei lag die Zahl
der erkrankten Erzieherinnen mehr als doppelt so hoch als bei den
anderen Beschäftigten.
In Bezug auf Lehrkräfte gibt es leider keine Daten in Deutschland. Eine englische Studie
hat aber auf der Ebene von drei lokalen Behörden untersucht, wie häufig
dort Lehrer mit Covid-19 angesteckt wurden und kommt zu dem Ergebnis,
dass die Ansteckungsrate bis zu viermal höher ist wie der entsprechende
Durchschnitt der Kommunen.
KOMMENTAR: Weil gesehen wurde, dass beim Fernunterricht Eltern benachteiligt sind, die abwesend sind und die Schere zwischen Guten und schlechten Schülern sich deutlich öffnet bei Fernunterricht, wollte kein Politiker die Schule schliessen.
Bei Geschäften und Gaststätten spielten erstaunlicherweise die Schäden keine Rolle. Die Bedenken wurden in den Wind geschlagen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass bei Schliessungen nicht gesundheitliche Gründe eine Rolle spielen, sondern politische Aspekte.
Wenn die Ansteckungen in Schulen in Kauf genommen werden, ist nicht einzusehen, dass in der Wirtschaft mit anderen Ellen gemessen wird.
Anstatt sich verantwortlich zu zeigen, schiebt Von der Leyen die Schuld ihrem Vice zu.
PEINLICH-PEINLICH
Ich war's nicht!
Es läuft nicht für Ursula von der Leyen: Die Impfstoff-Lieferungen
kommen nicht in Schwung. Und für die schwere Kommunikationspanne
versucht die EU-Kommissionschefin jetzt ihrem Vize die Schuld
zuzuschieben.
Schon als Verteidigungsministerin trat sie von Fettnapf zu Fettnapf
Sie lächelte stets alle Pannen weg.
EU-Impfstrategie in der KritikUrsula von der Leyen stolpert vom Eigentor zum Flop
Die
EU-Kommissionspräsidentin steht mit ihrer Impfstrategie gegen Corona
massiv in der Kritik. Nach gut einem Jahr im Amt ist die 62-Jährige
angeschlagen.
Es sollte ihr grösster Erfolg werden.
Nun könnte sich Ursula von der Leyens europäische Impfstrategie zum
grössten Fiasko entpuppen. Vereinzelt werden Rücktrittsforderungen laut.
Vielleicht ist es auch nur eine Momentaufnahme. Jedenfalls steht Ursula
von der Leyen gerade unter massivem Druck. Während in Israel oder
Grossbritannien zügig geimpft wird, muss die EU im Wochentakt
Rückschläge vermelden. Die Position der EU-Kommissionspräsidentin wirkt
nach einem Jahr im Amt angeschlagen.
Ursula
von der Leyen tut, was sie gern tut, wenn sie unter Beschuss steht: Sie
gibt dem deutschen Fernsehen ein Exklusivinterview, richtet sich an das
Publikum in der Heimat, als wäre sie noch immer nur Ministerin in
Berlin und nicht Kommissionspräsidentin aller 450 Millionen
EU-Bürgerinnen und -Bürger. Der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca
werde jetzt doch 9 Millionen Impfdosen mehr bereitstellen, nämlich
insgesamt 41 Millionen im ersten Quartal, versucht Ursula von der Leyen
die Impfkrise schönzureden. Eigentlich sollte das Pharmaunternehmen
doppelt so viel liefern.
Ein strategischer Flop
Zu
dem, was gerade schiefläuft, will sich Ursula von der Leyen nicht
äussern. Als Eigentor und strategischer Flop hat sich der Mechanismus
für die Exportkontrolle erwiesen, den die Kommissionschefin im Eiltempo
verabschieden liess. Dabei gibt es für das Instrument gute Argumente:
Die EU hat direkt nach der Vertragsunterzeichnung im August in zwei
Tranchen 336 Millionen Euro überwiesen, damit AstraZeneca schon vor der
Zulassung auf Halde produzieren kann. Einiges deutet darauf hin, dass
der britisch-schwedische Hersteller die reservierten Dosen nach
Grossbritannien umgeleitet hat.
Der
Mechanismus sollte hier Transparenz schaffen. Und was, wenn Impfdosen
über das EU-Mitglied Irland und das britische Nordirland ins Vereinigte
Königreich verschwinden? Im Kabinett von Ursula von der Leyen wollte man
offenbar auf Nummer sicher gehen und auch dieses theoretische
Schlupfloch schliessen. Dafür sollte das Nordirlandprotokoll zum
Austrittsvertrag mit den Briten ausser Kraft gesetzt werden können. Zwar
korrigierte Ursula von der Leyen den Entwurf noch vor der
Veröffentlichung im Amtsblatt. Doch der Schaden war angerichtet, die
EU-Kommission stellte ohne Not ihre Maxime aus den Brexit-Verhandlungen
infrage, wonach Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und
Nordirland mit Blick auf den fragilen Frieden dort tabu sind.
13. Juni 2006 ... Die siebenfache Mutter und deutsche Familienministerin Ursula von der Leyen
polarisiert vor allem nach ihren Medienauftritten. Dies machten ...
23. Dez. 2013 ... Kaum im Amt, hat neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen einem
Blitzbesuch in Afghanistan absolviert. Sie weiss wie man im ...
14. Juni 2006 ... Umstrittene Politikerin: Die siebenfache Mutter und deutsche Familienministerin
Ursula von der. Leyen polarisiert vor allem nach ihren ...
23. Okt. 2014 ... Pannen schönreden, statt klar zu antworten. Mehr Schein als Sein: Die deutsche
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen galt lange Zeit.
Der
erste Kitzbühel-Sieg von Beat Feuz wird vom schweren Sturz von
Teamkollege Urs Kryenbühl (26) überschattet. Ein Déjà-vu-Erlebnis für
alle Schweizer Ski-Fans.
Quelle 20 Min.
Darum gehts
Urs Kryenbühl stürzt mit über 140 km/h beim Zielsprung der Kitzbühel-Abfahrt.
Der Schweizer ist nach dem Sturz ansprechbar.
Erinnerungen an den schlimmen Sturz von Daniel Albrecht werden wach.
Dieser stürzte vor genau zwölf Jahren an der selben Stelle.
Beat Feuz und andere Fahrer kritisieren die Piste.
Es
ist eine Szene, die bei den Schweizer Ski-Fans schlimme Erinnerungen
wach werden lässt. Urs Kryenbühl ist in der ersten von zwei Abfahrten
von Kitzbühel auf den letzten Metern unterwegs, als er mit Tempo 140
beim Zielsprung das Gleichgewicht verliert. Der Schwyzer stürzt schwer,
muss minutenlang behandelt werden.
Immerhin
bewegt sich der Speed-Spezialist danach, hat bei seinem Sturz also
nicht das Bewusstsein verloren. Trotzdem wird er mit einem Helikopter
ins Spital in St. Johann geflogen. Erste Diagnose über Funk:
Schädel-Hirn-Trauma.
Beat
Feuz muss den schlimmen Sturz seines Teamkollegen aus nächster Nähe
miterleben. Und schreckt sofort von seinem Leaderthron auf. «Hey,
mached!» ruft der Schangnauer. Er meint damit die Pistenhelfer, die sich
im Zielraum auf den Weg zum gestürzten Kryenbühl machen.
Bislang
scheint es, als sei dieser nach seinem 70-Meter-Flug verhältnismässig
glimpflich davon gekommen. Kryenbühl habe einen Betreuer erkannt, sagt
Beat Feuz später im Interview mit ORF. Und auch Carlo Janka bestätigt
das gegenüber SRF.
Am
Freitagabend erfolgt dann leichte Entwarnung: «Die ersten
Untersuchungen haben eine Gehirnerschütterung, einen Bruch des rechten
Schlüsselbeines sowie einen Riss des Kreuz- und Innenbandes im rechten
Knie ergeben», schreibt der Schweizerische Skiverband in einer
Mitteilung. Kryenbühl bleibe über Nacht zur Überwachung im Spital und
werde voraussichtlich am Samstag in die Schweiz zurückkehren.
Genau zwölf Jahre nach Albrecht-Sturz
Der
üble Crash von Kryenbühl, der in dieser Saison seinen Durchbruch
feierte, erinnert an Daniel Albrecht. Auf den Tag genau vor zwölf Jahren
stürzt der Schweizer auf der Streif an der gleichen Stelle beim
Zielsprung. Albrecht erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma, liegt sogar drei
Wochen lang im Koma.
22
Monate schuftet Albrecht an seinem Comeback. Im Dezember 2010 kehrt er
schliesslich in den Weltcup zurück. Er fährt noch einige Male in die
Punkte, an seine alten Leistungen kann der so talentierte Skifahrer
jedoch nie mehr anknüpfen. Nach einer Knieverletzung tritt Albrecht 2013
vom aktiven Rennsport zurück. Der ganze Skizirkus drückt Urs Kryenbühl
die Daumen, dass ihm dieses Schicksal erspart bleibt.
Kritik an Streif-Piste
Die
Hahnenkamm-Abfahrt gilt nicht zu unrecht als das wohl spektakulärste
Rennen im Ski-Weltcup. Trotzdem wird nach dem Sturz von Kryenbühl Kritik
an der Piste laut. Zwar ist unter anderem der Zielsprung nach dem
letzten Training noch einmal entschärft worden, die erhoffte Wirkung
hatte das aber nicht. «Ein Zielsprung muss nicht 60, 70 Meter weit
gehen», erklärt der frischgebackene Kitzbühel-Sieger Beat Feuz nach
Rennende.
Der
Sprung sei schon seit drei Tagen ein Thema, fügt er an. Der Italiener
Dominik Paris meint: «Der Sprung an sich ist okay. Aber man fährt in
einer Geschwindigkeit darüber, die keine Fehler verzeiht.»
1. Febr. 2009 ... Als behandelnder Arzt von Daniel Albrecht erklärte er in der NZZ am Sonntag
Therapien und Perspektiven des verletzten Skirennfahrers.
22. Jan. 2009 ... Der Horrorsturz des Schweizer Skifahrers Daniel Albrecht, der im Spital in
Innsbruck ins künstliche Komma versetzt wurde, führte zu einem ...
30. Dez. 2013 ... Dieser Vorfall erinnert an den Unfall von Dani Albrecht in Oesterreich. Dort
informierte das Innsbrucker Universitätsspital sofort und zwar ...
18. März 2009 ...Daniel Albrecht wurde im Inselspital Bern jedenfalls von der ... keine neuen
Informationen zum Gesundheitszustand von Daniel Albrecht zu ...
7. März 2014 ... Innsbruck bei Dani Albrecht informiert hatte, als der Schweizer Spitzensportler
dort im. Koma lag. Jene Ärzte beschrieben damals im- mer nur ...
Dies
ist der Tag Amerikas. Dies ist der Tag der Demokratie, ein Tag voll
Hoffnung und Historie, ein Tag der Erneuerung und der Entschlossenheit.
In einer Feuerprobe für die Geschichtsbücher wurde Amerika erneut vor
eine Prüfung gestellt, und Amerika hat sich dieser Prüfung gewachsen
gezeigt.
Wir
feiern heute nicht den Triumph eines einzelnen Kandidaten, sondern den
Triumph der Demokratie. Das Volk, der Wille des Volkes, wurde gehört,
und dem Willen des Volkes wurde entsprochen. Erneut haben wir gelernt,
dass Demokratie etwas Kostbares ist. Demokratie ist zerbrechlich. Und in
dieser Stunde, meine Freunde, hat sich die Demokratie durchgesetzt.
An diesem ehrwürdigen Ort, an dem vor
nur wenigen Tagen mit Gewalt die Grundfesten des Kapitols erschüttert
werden sollten, kommen wir zusammen als eine Nation vor Gott, unteilbar,
um die Macht [von einem Präsidenten zum anderen] friedlich
weiterzugeben; so, wie wir es seit mehr als zwei Jahrhunderten tun.
Wenn wir nach vorn schauen, auf unsere
typisch amerikanische Weise – ruhelos, mutig, optimistisch – blicken
wir darauf, wie wir als Nation sein können, und sein müssen. Ich danke
meinen Vorgängern aus beiden Parteien. Ich danke ihnen von ganzem
Herzen. Ich weiß um die Widerstandsfähigkeit unserer Verfassung und um
die Stärke unserer Nation, genau wie Präsident (Jimmy) Carter, mit dem
ich gestern abend gesprochen habe; der aber heute nicht bei uns sein
kann – und vor dessen Lebensleistung ich mich verneige.
Gerade habe ich den heiligen Eid geschworen, den jeder dieser Patrioten geleistet hat. Jenen Eid, den als Erster George Washington
schwor. Aber der Lauf der amerikanischen Geschichte wird nicht von
einem einzigen Menschen gelenkt – unsere Geschichte hängt nicht von
einigen wenigen ab, sondern von uns allen. Von den Menschen, die eine
bessere, perfektere Union anstreben.
Dies ist eine große Nation, wir sind
gute Menschen. Im Lauf der Jahrhunderte, durch Sturm und Streit, in
Krieg und Frieden, sind wir so weit gekommen. Aber es liegt noch viel
vor uns.
Mit
Tempo und Dringlichkeit streben wir voran, denn in diesem tückischen
Winter ist für uns viel zu tun. Es gibt viel zu heilen, viel
wiederherzustellen, viel aufzubauen und viel zu gewinnen. Wenige in der
Geschichte unserer Nation haben in Zeiten gelebt, die so schwierig und
herausfordernd waren wie jene, die wir jetzt erleben. Ein
Jahrhundertvirus schleicht lautlos durch unser Land und hat uns in einem
Jahr mehr Menschenleben gekostet als der komplette Zweite Weltkrieg.
Millionen Jobs sind
verloren. Hunderttausende Unternehmen sind geschlossen. Der Schrei nach
Gleichbehandlung der Rassen nach mehr als 400 Jahren bewegt uns. Der
Traum von der Gerechtigkeit für alle wird nicht länger aufgeschoben!
Auch der Planet selbst schreit zu uns,
ein Überlebensschrei, der nicht verzweifelter oder deutlicher sein
könnte. Politischer Extremismus, Rassismus und inländischer Terrorismus
sind auf dem Vormarsch. Wir werden uns diesen Problemen stellen und sie
besiegen.
Um
diese Herausforderungen zu bewältigen, um die Seele Amerikas
wiederherzustellen und seine Zukunft zu sichern, brauchen wir mehr als
Worte. Wir brauchen das Flüchtigste überhaupt in einer Demokratie:
Einigkeit.
Einigkeit. In einem anderen Januar, am
Neujahrstag 1863, unterzeichnete Abraham Lincoln die
Emanzipationsproklamation (Abschaffung der Sklaverei in den USA,
d. Red.). Als er den Stift aufs Papier setzte, sagte der Präsident:
„Wenn mein Name je in die Geschichte eingehen sollte, dann für dieses
Gesetz, und meine ganze Seele steckt darin.“
Meine ganze Seele
steckt heute darin, an diesem Januartag. Meine ganze Seele steckt darin,
Amerika zusammenzubringen, unser Volk zu vereinen, unsere Nation zu
vereinigen. Und ich bitte jeden Amerikaner und jede Amerikanerin, mich
darin zu begleiten. Finden wir zueinander, um gegen unsere Widersacher
zu bestehen: Gegen Wut, Groll und Hass. Extremismus, Gesetzlosigkeit,
Gewalt, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Gemeinsam können wir große und
wichtige Dinge erreichen. Wir können Fehler korrigieren, können Menschen
gute Jobs verschaffen, wir können unsere Kinder in sicheren Schulen
ausbilden. Wir können den tödlichen Virus überwinden, die Wirtschaft und
die Mittelschicht wieder aufbauen und sichere Arbeitsplätze schaffen.
Wir können Rassengerechtigkeit sichern und Amerika wieder zum Anführer
des Guten in der Welt machen.
Ich
weiß: Wenn ich von Einigkeit spreche, könnte das für manche in diesen
Tagen wie eine närrische Träumerei klingen. Ich weiß: Die Kräfte, die
uns voneinander trennen, sind stark und real. Ich weiß aber auch, dass
sie nicht neu sind. Unsere Geschichte ist ein ständiger Kampf zwischen
dem amerikanischen Ideal – dass wir alle gleich geschaffen sind – und
der harschen, hässlichen Realität; dass uns nämlich Rassismus,
Nativismus und Angst auseinandergerissen haben. Diese Schlacht dauert
an, und der Sieg ist niemals sicher.
Immer
haben unsere besseren Seiten obsiegt – im Bürgerkrieg, in der Großen
Depression, im Weltkrieg, am 11. September, trotz Kampf, trotz Opfern,
trotz Rückschlägen. In jedem dieser Momente sind genug von uns
zusammengekommen, um uns alle voranzubringen; und genau das können wir
auch jetzt. Die Geschichte, der Glaube und die Vernunft weisen den Weg.
Den Weg der Einheit.
Statt als Feinde können wir einander
als Nachbarn sehen. Wir können einander mit Würde und Respekt behandeln.
Wir können zusammenarbeiten, das Geschrei beenden und die Dinge weniger
hitzig angehen. Denn ohne Einheit gibt es keinen Frieden, nur
Bitterkeit und Wut. Keinen Fortschritt, nur ermüdende Empörung. Keine
Nation, nur Chaos. In der Krise und in der Herausforderung liegt unser
historischer Moment. Und Einigkeit ist der Pfad in die Zukunft. Wir
müssen diesem Moment als Vereinigte Staaten von Amerika begegnen.
Wenn
wir das tun, garantiere ich, dass wir nicht scheitern werden. Niemals
sind wir in Amerika gescheitert, wenn wir zusammengehalten haben. Lassen
Sie uns also heute, an diesem Tag und an diesem Ort, neu beginnen, wir
alle zusammen. Lassen Sie uns anfangen, einander wieder zuzuhören,
einander zu hören, einander zu sehen. Einander Respekt zu zeigen.
Politik muss kein rasendes Feuer sein, dass alles verschlingt. Nicht
jede Meinungsverschiedenheit muss ein Grund für den totalen Krieg sein.
Und wir müssen die Kultur beenden, in der Fakten manipuliert und sogar
erfunden werden.
Vor vielen Jahrhunderten schrieb der
heilige Augustinus von Hippo, ein Volk werde bestimmt durch die Dinge,
die alle seine Mitglieder lieben. Was lieben wir als Amerikaner, was
macht uns aus? Ich glaube, wir wissen es alle. Chancen, Sicherheit,
Freiheit, Würde, Respekt, Ehre, und, ja, die Wahrheit.
Die
letzten Wochen und Monate haben uns eine schmerzhafte Lektion erteilt.
Es gibt Wahrheit, und es gibt Lügen. Lügen, die aus Macht- und
Profiterwägungen erzählt werden. Jeder von uns ist hier in der
Verantwortung, als Bürger, als Amerikaner und vor allem als Anführer.
Anführer, die geschworen haben, unsere Verfassung zu achten und unsere
Nation zu schützen. Die Wahrheit zu verteidigen, und die Lügen zu
besiegen.
Ich verstehe, dass
viele meiner Mitbürger mit Furcht auf die Zukunft blicken. Ich verstehe,
dass sie sich Sorgen um ihre Jobs machen. Kann ich meine
Krankenversicherung behalten? Kann ich die Raten für mein Haus bezahlen?
Sie denken an ihre Familien, an das, was die Zukunft bringen mag. Ich
verspreche Ihnen: Das verstehe ich. Aber es ist nicht die Lösung, sich
zurückzuziehen in Parteien, die miteinander streiten, oder jenen zu
misstrauen, die nicht aussehen wie Sie, nicht beten wie Sie oder ihre
Nachrichten nicht aus der selben Quelle bekommen wie Sie.
Wir müssen diesen
Krieg beenden, in dem Republikaner gegen Demokraten kämpfen, das Land
gegen die Stadt, die Konservativen gegen die Liberalen. Wir schaffen
das, wenn wir unsere Herzen öffnen, wenn wir ein bisschen Toleranz und
Milde walten lassen, und wenn wir willens sind, uns in den anderen
hineinzuversetzen.
Denn so ist das
Leben: Manchmal braucht man Hilfe von anderen, und an anderen Tagen ist
man selbst derjenige, der zur Hilfe gerufen wird. So muss es sein, so
stehen wir füreinander ein. Wenn wir so leben, wird unser Land stärker,
prosperierender, zukunftsfähiger. Und wir können dann immer noch
geteilter Meinung sein.
Liebe Mitbürger, in der nächsten Zeit
werden wir einander brauchen. Wir brauchen all unsere Kraft, um diesen
dunklen Winter zu überstehen. Vor uns liegt möglicherweise die dunkelste
und tödlichste Phase der Pandemie. Wir müssen Politik beiseite lassen
und diese Krankheit endlich als Nation, als geeinte Nation bekämpfen.
Ich verspreche Ihnen, so wie es in der Bibel heißt: „Den Abend lang
währt das Weinen, aber des Morgens ist Freude“: Wir werden das zusammen
überstehen. Zusammen.
Sehen
Sie, wir alle hier oben wissen, dass uns die Welt zuschaut. Hier ist
meine Botschaft für jene außerhalb unserer Grenzen: Amerika stand vor
einer Prüfung, und wir sind gestärkt daraus hervorgegangen. Wir werden
unsere Bündnisse wiederherstellen und uns wieder mit der Welt
beschäftigen. Wir werden uns nicht den Herausforderungen von gestern
stellen, sondern jenen von heute und morgen. Und wir werden nicht
einfach durch unsere Stärke führen, sondern Vorbild sein für andere. Wir
werden ein starker und verlässlicher Partner sein für Frieden,
Fortschritt und Sicherheit.
Sie
alle wissen, dass wir als Nation viel durchgemacht haben. Als erste
Amtshandlung möchte ich Sie deshalb bitten, mit mir zusammen in einem
Moment der Stille zu beten – für all jene, die im vergangenen Jahr ihr
Leben durch die Pandemie verloren haben. Diese 400.000 Amerikaner,
Mütter, Väter, Ehemänner, Ehefrauen, Söhne, Töchter, Freunde, Nachbarn
und Kollegen. Wir werden sie ehren, indem wir zu der Nation werden, von
der wir wissen, dass wir sie sein können und sollten. Lassen Sie uns
still für jene beten, die ihr Leben verloren, und für unser Land.
...
Amen.
Leute, dies ist eine Zeit der Prüfung.
Wir erleben einen Angriff auf unsere Demokratie und auf die Wahrheit.
Ein gefährliches Virus, wachsende Ungleichheit, den Stachel des
systemischen Rassismus, die Klimakrise. Amerikas Rolle in der Welt.
Jedes einzelne dieser Probleme stellt uns vor grundlegende
Herausforderungen. Aber wir müssen sie nun alle gleichzeitig angehen,
selten gab es eine größere Verantwortung für unser Land. Jetzt werden
wir geprüft. Werden wir dieser Situation gewachsen sein? Wir alle? Es
ist Zeit für Mut, denn es gibt so viel zu tun. Und eines ist sicher: Das
Urteil über uns, über Sie und mich, wird davon abhängen, wie wir die
Kaskade der Krisen unserer Zeit bewältigen.
Werden wir ihr
gewachsen sein, das ist die Frage. Werden wir in diese schweren Zeiten
bestehen? Werden wir unserer Pflicht gerecht, vererben wir unseren
Kindern eine neue und bessere Welt? Ich glaube, das müssen wir. Und ich
glaube, das tun Sie auch. Wir werden das nächste große Kapitel in der
Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika schreiben. Eine
Geschichte, die ein bisschen klingen könnte wie ein Lied, das mir viel
bedeutet. Es heißt „American Anthem“. Eine Strophe sticht darin heraus,
jedenfalls für mich, und sie geht so:
„Die Arbeit und die Gebete eines Jahrhunderts haben uns zu diesem Tag geführt.
Was wird unser Vermächtnis sein? Was werden unsere Kinder sagen?
Lass mich im Herzen spür’n, wenn meine Tage gezählt sind:
Amerika, Amerika, ich habe mein Bestes für dich gegeben.“
Lasst
uns geben. Lasst uns unsere Arbeit und unsere Gebete der Geschichte
unserer großen Nation hinzufügen, während sie sich entwickelt. Dann
werden unsere Kinder und Kindeskinder am Ende unserer Tage über uns
sagen: Sie haben ihr bestes gegeben, sie haben ihre Pflicht getan, sie
haben ein zerrissenes Land geheilt.
Liebe Mitbürger, ich schließe diesen
Tag da, wo ich angefangen habe, mit einem Eid vor Gott und Ihnen allen.
Ich gebe Ihnen mein Wort, dass ich immer ehrlich zu Ihnen sein werde.
Ich werde die Verfassung verteidigen. Ich werde unsere Demokratie
verteidigen. Ich werde Amerika verteidigen. Bei allem, was ich tue,
werde ich nicht an Macht denken, sondern an Möglichkeiten. Nicht an
persönliche Interessen, sondern an das öffentliche Wohl. Gemeinsam
werden wir eine amerikanische Geschichte der Hoffnung schreiben, nicht
der Angst. Der Einigkeit, nicht der Trennung. Des Lichts, nicht der
Dunkelheit. Eine Geschichte der Anständigkeit und der Würde, der Liebe,
Größe und Güte. Möge dies die Geschichte sein, die uns leitet. Die
Geschichte, die uns inspiriert und in einer fernen Zukunft davon kündet,
dass wir dem Ruf des Schicksals antworteten. Dass Demokratie, Hoffnung,
Wahrheit und Gerechtigkeit in unserer Verantwortung nicht untergingen,
sondern blühten. Dass Amerika die Freiheit sicherte und der Welt erneut
ein Leuchtfeuer wurde. Das ist es, was wir unseren Vorvätern schulden,
kommenden Generationen und uns selbst.
Entschlossen gehen wir die Aufgaben
unserer Zeit an. Unterstützt durch unseren Glauben, angetrieben durch
unsere Überzeugung, mit Hingabe füreinander und für das Land, das wir
lieben, und mit ganzem Herzen. Möge Gott Amerika segnen, und möge Gott
unsere Truppen schützen.
Demokratie ist kostbar, zerbrechlich. Sie setzt sich aber immer wieder durch!
Die Geschichte hängt nicht von Einzelnen ab - sie hängt von allen ab.
Es gibt viel zu heilen, wiederherzustellen, weider aufzubauen.
Politischer Extremismus, Rassismus und inländischer Terrorismus
sind auf dem Vormarsch. Wir werden uns diesen Problemen stellen und sie
besiegen.
Meine ganze Seele
steckt heute darin, an diesem Januartag. Meine ganze Seele steckt darin,
Amerika zusammenzubringen, unser Volk zu vereinen, unsere Nation zu
vereinigen. Und ich bitte jeden Amerikaner und jede Amerikanerin, mich
darin zu begleiten. Finden wir zueinander, um gegen unsere Widersacher
zu bestehen: Gegen Wut, Groll und Hass. Extremismus, Gesetzlosigkeit,
Gewalt, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Gemeinsam können wir große und
wichtige Dinge erreichen.
Statt als Feinde können wir einander
als Nachbarn sehen. Wir können einander mit Würde und Respekt behandeln.
Statt als Feinde können wir einander
als Nachbarn sehen. Wir können einander mit Würde und Respekt behandeln.
Wir müssen diesen
Krieg beenden, in dem Republikaner gegen Demokraten kämpfen, das Land
gegen die Stadt, die Konservativen gegen die Liberalen. Wir schaffen
das, wenn wir unsere Herzen öffnen, wenn wir ein bisschen Toleranz und
Milde walten lassen, und wenn wir willens sind, uns in den anderen
hineinzuversetzen.
SCHLUSS:
Liebe Mitbürger, ich schließe diesen
Tag da, wo ich angefangen habe, mit einem Eid vor Gott und Ihnen allen.
Ich gebe Ihnen mein Wort, dass ich immer ehrlich zu Ihnen sein werde.
Ich werde die Verfassung verteidigen. Ich werde unsere Demokratie
verteidigen. Ich werde Amerika verteidigen. Bei allem, was ich tue,
werde ich nicht an Macht denken, sondern an Möglichkeiten. Nicht an
persönliche Interessen, sondern an das öffentliche Wohl. Gemeinsam
werden wir eine amerikanische Geschichte der Hoffnung schreiben, nicht
der Angst. Der Einigkeit, nicht der Trennung. Des Lichts, nicht der
Dunkelheit. Eine Geschichte der Anständigkeit und der Würde, der Liebe,
Größe und Güte. Möge dies die Geschichte sein, die uns leitet. Die
Geschichte, die uns inspiriert und in einer fernen Zukunft davon kündet,
dass wir dem Ruf des Schicksals antworteten. Dass Demokratie, Hoffnung,
Wahrheit und Gerechtigkeit in unserer Verantwortung nicht untergingen,
sondern blühten. Dass Amerika die Freiheit sicherte und der Welt erneut
ein Leuchtfeuer wurde. Das ist es, was wir unseren Vorvätern schulden,
kommenden Generationen und uns selbst.
Entschlossen gehen wir die Aufgaben
unserer Zeit an. Unterstützt durch unseren Glauben, angetrieben durch
unsere Überzeugung, mit Hingabe füreinander und für das Land, das wir
lieben, und mit ganzem Herzen. Möge Gott Amerika segnen, und möge Gott
unsere Truppen schützen.