Montag, 12. Juni 2017

Analyse Skript - Beurteilung der Co-Moderatorin ARENA/REPORTER

Dies sind meine Notizen während der ersten Stunde

Analyse Moderation Christa Rigozzi als Co-Moderatorin bei der Pilotsendung ARENA/REPORTER vom 11. Juni 2017
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1. Eindruck:
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Haltung geerdet, konzentriert, präsent.
Erscheinungsbild: Eine wache Persönlichkeit, welche das Lampenfieber, das bei jedem wichtigen Auftitt vermehrt vorhanden ist, sofort in positive Ausdruckskraft umsetzt.
(Der einmalige Medienwirbel im Vorfeld der Sendung ist zweifelsfrei belastend)
Bestimmtes Auftreten.
Beim Start weniger locker als bei den anderen Auftritten.

Ausstrahlung:
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Von Anfang an gewinnt die Moderatorin, dank ihrer  ungekünstelten Ausstrahlung.
Christa Rigozzi hat einen natürlichen Charme.



Wirkung allgemein (beim Auftreten):
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Freundlich, natürlich. Wirkt sicher, bestimmt. Ihr  Blick ueberzeugt, wirkt dialogisch,
Zuschauer fühlen sich angesprochen.   

Publikumsnähe:
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Hört gut zu. Wird ihrer Rolle gerecht,  den Kontakt zum Publikum herzustellen.
Sie versucht, weder die Publikumsbeiträge zu werten noch diese gefärbt weiter zu geben.
Die Moderatorin erkennt, was dem Publikum unter den Nägel brennt und versteht es gut, diese Aspekte geschickt einzubringen.
Sie vermittelt während der Sendung die Stimme des Publikums, ohne den Inhalt zu verfälschen.
Rigozzi agiert sehr publikumszentriert.  Sie erreicht die Bevölkerug ohne grossen Aufwand.
Es gelingt ihr, den Fragen und Beiträgen wichtige Zusatzgedanken zu entlocken.



Dossierfestigkeit und politische Kompetenz:
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Die Dossierfestigkeit in der Thematik zeigt sich bei der Einordnung der Publikumsreaktionen.
Rigozzi ist gut vorbereitet und bringt über die Publikumsbeiträge wichtige Aspekte der Kesb- Problematik in die Diskussion ein.
Die Fragestellungen werden klar  und gut struktureirt herausgeshält:
Wie stark soll sich der Staat in die Erziehung der Kinder einmischen?
Wenn ja, wann?
Wo liegen die Grenzen?


Auftrittskompetenz:
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Theaterzentriertes Auftreten ist Rigozzi fremd. Sie gibt sich ungezwungen,  "selbstverständlich".
Die Auftrittskompetenz zeigt sich in ihrer ungestelzen Ausdrucksweise.
Wer vor Mirkofon und Kamera Gedanken verständlich und glaubwürdig formulieren kann, veranschaulicht, was mit Auftrittskompetenz gemeint ist.

Schlagfertigkeit:
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Schlagfertigkeit hat weder mit SCHLAGEN noch mit FERTIG zu MACHEN des Gegenübers zu tun.
Christa Rigozzi versteht Schlagfertigkeit, als das Kontern mit dem Florett des Geistes.
Ich habe ihre wohlbedachten, klugen Antworten in ihren Interviews bewundert,  sie bewiesen hatten, dass sie in heiklen Situation seht geschickt ragieren kann.
Da Rigozzi verständlicherweise auf Fragen,  wie "Wäre es besser gewesen, wenn Trump nicht in die Politik gegangen wäre?" geantwortet hatte: "Dazu möchte ich mich nich täussern!"
wurde sie mit demVorwurf konfrontiert:
"Jetzt wird es langsam langweilig. Früher waren Sie dafür bekannt, dass Sie ihre Meinung offen vertreten."
Die schlagfertige Antwort Rigozzis:
"Tut mir leid. Nun sehen Sie die vielen Einschränklungen, die ich im Kauf nehme." (lacht dabei).



Moderation:
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Sie moderiert professionell, weil sie Einwände, Fragen und Bemerkungen klärt und fürs Publikum richtig einordnet.
Sie nimmt sich zurück (ist moderat - was bei vielen Moderatorennicht der Fall ist) und weiss, dass die Kunst der Moderation darin besteht, andere zum Reden zu  bringen.
Ihre Erfahrung im Umgang mit Kamera und Mikrofon ist offensichtlich (Regozzi hat schon öfters moderiert und ist Mediengewandt)
Rigozzs Fragetechnik ist vorbildlich. Sie untermauert die Frage mit einer "Plattform". Das heisst, sie schildert eine Sitaution und stellt dann nur eine Frage.
Ein Fehler, der immer wieder gemacht wird. Es werden "Fragenketten" gestellt.
(mehrere Fragen gleichzeitig) .
Wenn jemand zu lange dozierte, verstand es die Moderation, eine Zwischenfrage zu stellen.

Rhetorik:
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- Körpersprache:

Der Blickkontakt ist gleichsam die Nabelschur der Kommunikation.
Christa Regozzis Augenkontakt ist ausgeprägt. Dies verstärkt die gute Dialogik der Co-Moderatorin.
Es gelingt ihr sehr gut,  eine Brücke zum Gegenüber und zum Publikum zu schlagen.
Die Zuschauer fühlen sich angesprochen.
Die Gestik ist nicht einstudiert. Es sit ein begleitendes Geschehen und unterstützt synchron den Inhalt.
Beim konzentirerten Zuhören viel die erhöhte Lidschlagzahl auf.
Ein Feststellung ohne Wertung: Beim konzentrierten Zuhören kniff die Moderatorin verschiedentlich die Augen zusammen. Bei den Nahaufnahmen viel dies übermässig auf.





- Stimme:
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Sonore, warme, ausbalancierte Stimme.
Aus-DRUCKs stark. (Ohne Druck gibt bekanntlich keinen Ein-DRUCK)


- Sprache:
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Der Tessiner Akzent übt bei der Moderatorin einen besonderen Charme aus.
Die "Aehs" bei Wortfindungsproblemen wirken somit  nicht störend.
Die Formulierungen sind "strassengängig" (allgemeinverständlich).
Der dynamsiche und rhythmische Akzent ist vorbildlich.



Verständlichkeit:
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- ZUR EINFACHHEIT: Einfache, verständliche Sprache
- ZUR KUERZE: Kurze Gedankenbogen
- ZUR STRUKTUR: Voten und Fragen sind sauber strukturiert
- ZUR STIMULANZ: Konkrete Beispiele, die stimulieren

Sympathie:
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Da hat Christa Rigozzi einen grossen Bonus. Sie ist eine Sympathieträgerin
und hat mit diesem Auftritt  jene Kritiker Lügen gestraft, die generell eine blonde Miss Schweiz als "dumm" etikettieren wollten (Christian Levrat, Jacqueline Badran)

Blamage/ Faxpas:
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Was mich bei der Sendung störte hat nichts mit Rigozzi zu tun:
Es wurde zu viel durcheinander gesprochen.





Gesamtbeurteilung des Auftrittes in der Sendung "Arena/Reporter".
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Regozzi überzeugt. Sie ist glaubwürdig, weil Aussage, Stimme, Körpersprache übereinstimmen. Ein Beispiel, dass in den Medien Authentizität honoriert wird. Die Moderatorin wird ihrer Rolle gerecht. Christa Regozzi ist als Co-Moderatorin mit ihrer natürlichen, kompetenten, souveränen, smpathischen aber auch bescheidenen Art eine gute ideale Ergänzung zum eher strengen Dompteur Jonas Projer.


Ausführliche Begründung:

Bei den Ueberzeugugnsprezessen in den Medien habe ich festgestellt, dass die EINSTELLUNG des
Redners oder der Rednerin entscheidend ist. Nur wer von dem überzeugt ist, was er sagt, kann überzeugen. Bei Christa Rigozzi spüren wir, dass sie voll und ganz hinter ihrer Aussage steht.
Ich behaupte, das Publikum entlarvt intuitiv jedes falsche Spiel. Kommt dazu, dass alle, die sich während des Sprechens nur noch auf das DENKEN und das Gegenüber konzentrieren, stets ernst genommen werden. Wer authentisch kommuniziert, kann sogar auch Fehler machen. Diese werden ihm verziehen.




Was hat mir am Auftritt besonders gefallen?
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Die dialogischen Elemente der Moderation Regozzis haben mir besonders gefallen.

Ausführliche Begründung:

Während der Sendung wurde mir bewusst, dass die Hauptstärken der Moderatorin die Dialogik unterstreichen: Der offene Blick als "Brücke zum Du", die Fähigkeit das Publikum zu gewinnen.
Vor allem auch die Fähigkeit gut zuzuhören, der stimmige Ausdruck, die natürliche Gestik und die adressatengerechte Sprache haben der Moderatorin den Zugang zum "Du" enorm erleichtert. 


Was hat mich gestört/ nicht gefallen? NUR DETAILS
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Am Anfang hat Christa Rigozzi etwas zu schnell gesprochen. Sie hätte akzentuierter reden sollen. Sie wirkte gehetzter als sonst.
Im zweiten Teil wurde Rigozz immer nervöser (Spielt mit Bleistift, kneift beim Zuhören immer wieder die Augen zusammen. Hat eine erhöhte Lidschlagzahl. Unterbricht das Gegenüber viel mehr als am Anfang.


Ausführliche Begründung:

Der Stress führt oft dazu, dass das Sprechtempo erhöht wird  und die Pausen verkürzt werden.
Es gibt beinahe 20 % Zuhörer, die Hörprobleme haben.
Diese schätzen  Akzente und Pausen.
Leider reihte Christa Reguzzi bei diesem Auftritt die gut formulierten Gedanken aneinander - ohne merkbare Pausen. Immerhin senkt Christa Rigozzi am Ende des Gedankbogens die Stimme.

Am Anfang hat die Standardsprache Rigozzis Julia Onken irritert. Sie fragte,  ob sie "hochdeutsch" weiterfahren solle, sprach dann Mundart, fiel aber immer wieder in die "Standardsprache" zurück.
Wenn ein deutscher Gesprächspartner "hochdeutsch" spricht, irritiert dies weniger. Aber wenn eine leitende Moderatorin Standardsprache spricht, erschwert dies die Sprachregelung, weil sich die Gesprächsteilnehmer immer wieder  der moderatorin anpassen. Weshalb  nicht das ganze Gespräch in Standardsprache führen?    



Würde ich Frau  Rigozzi auch noch andere Politsendungen zutrauen?
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 Ja

Ausführliche Begründung:


Christa Rigozzi hat bereits bewiesen, dass sie bei Veranstaltungen (über wirtschaftliche und politische
Fragen) Erfahrungen sammeln konnte. Sie hat beispielsweise im Swiss-Economic-Forum in Interlaken und am Tag der Wirtschaft mit Adolf Ogi erfolgreich moderiert.
Obschon Rigozzi einen Hochschulabschluss hat (sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Freiburg und Kriminologie studiert und Strafrecht an der Universität Bern. Nach dem Miss-Jahr hat Rigozzi ihr Stu­dium der Kommunikationswissenschaft und Kriminologie an der Universität Freiburg mit der Note 5,5 abgeschlossen),
so sie doch noch  keine eigentliche Politmoderatorin, wie Susanne Wille usw.. Ich würde  auch einen Unterschied machen zwischen Bernhard Russi, den das Fernsehen ebenfalls als Co-Moderator engagiert hat im Sport (auch er macht übrigens Werbung) und Christa Rigozzi, die aber als Werbeträgerin in einer neuen Funktion als Politmoderatorin eher Problem bekäme.
Ich traue ihr zwar den Einsatz in anderen Politsendungn zu. Doch würde ich ihr davon abraten (Hier müsste  sie als bekannte Werbeträgerin  mit unnötigen Konflikten rechnen).


Kommentare zu meiner Analyse ARENA/REPORTER

ECHOS:

Ich erhielt erstaunlich viele Rückmeldungen zu meiner Analyse (20 Minuten online und Print).  Die meisten Journalisten teilten meine Sicht.
Im Bekanntenkreis war der Grundtenor:
"Wenn man nicht im Vorfeld über die neue Sendung so viel geschrieben hätte, wäre ich nach kurzer Zeit ausgestiegen. "
Das undiszipinierte Drein- und Durcheinanderreden kam jedenfalls bei vielen Bekannten gar nicht gut an.
"Wenn das zur Norm wird, zappe ich künftig sehr schnell weg."
Hinsichtlich Gesprächsdisziplin muss Jonas Projer sofort über die Bücher, sonst fällt die derzeitig gute Einschaltquote wie ein Kartenhaus zusammen.

Analyse Christa Rigozzi

Nachrichtenbild für "marcus knill" von 20 Minuten

«Christa Rigozzi wurde immer nervöser»

20 Minuten-vor 1 Stunde
 
von B. Zanni - Wie hat sich Christa Rigozzi als Polit-Moderatorin geschlagen? Kommunikationsberater Marcus Knill hat genau hingeschaut.

Christa Rigozzi als Co Moderatorin

«Arena/Reporter»

11. Juni 2017  20 Minuten 01:31 Print

«Christa Rigozzi wurde immer nervöser»

von B. Zanni - Wie hat sich Christa Rigozzi als Polit-Moderatorin geschlagen? Kommunikationsberater Marcus Knill hat genau hingeschaut.

Bildstrecke im Grossformat »

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Am Sonntagabend gab die Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi in der neuen SRF-Sendung «Arena/Reporter» live ihr Debüt als Polit-Moderatorin.

Am Sonntagabend gab die Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi in der neuen SRF-Sendung «Arena/Reporter» live ihr Debüt als Polit-Moderatorin. «Ich vertrete heute Abend Ihre Stimme», begrüsste sie in grünem Jackett das Publikum. In ebenso italienisch gefärbtem Hochdeutsch stellte sie den geladenen Gästen einige Fragen. Autorin Julia Onken liess sich gleich anstecken. «Jetzt rede ich schon Hochdeutsch aufgrund von Ihrer Ansage», korrigierte sich Onken nach ihrer Antwort. Im Vorfeld wurde das Engagement der ehemaligen Schönheitskönigin kontrovers diskutiert. Kommunikationsberater Marcus Knill beurteilt, wie sich die Tessinerin mit Studienabschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Seite von Jonas Projer geschlagen hat: «Rigozzi ist gut vorbereitet und bringt über die Publikumsbeiträge wichtige Aspekte der Kesb- Problematik in die Diskussion ein. Die Fragestellungen sind klar und gut strukturiert.» «Eine wache Persönlichkeit, die das Lampenfieber, das bei jedem wichtigen Auftritt vermehrt vorhanden ist, sofort ins positive Ausdruckskraft umsetzt. Der einmalige Medienwirbel im Vorfeld der Sendung ist zweifelsfrei belastend.» «Sie nahm die Rolle der Mutter ein, indem sie jemanden fragte, was man mit dem Kind hätte machen sollen. Das ist ein Kapitalfehler. Als Moderatorin darf man niemals persönlich Stellung nehmen.» «Beim Start der Sendung war Frau Rigozzi weniger locker als bei anderen Auftritten. Im Laufe der Sendung wurde sie immer schlechter und immer nervöser. Sie fingerte am Stift herum. Frau Rigozzi schien durch dieses Durcheinander im Gespräch und ihre gleichzeitige Arbeit in den sozialen Medien zusehends überfordert.» Lesen Sie später hier, was Sebastian Frehner (SVP)... ...Martin Candinas (CVP).... ...Thierry Burkart (FDP)... und Edith Graf-Litscher (SP) von dem Auftritt hielten.
Viele Augen im Fernsehpublikum waren auf eine Moderatorin gerichtet: Christa Rigozzi. Am Sonntagabend gab die Ex-Miss-Schweiz in der neuen SRF-Sendung «Arena/Reporter» live (siehe Box) ihr Debüt als Polit-Moderatorin. «Ich vertrete heute Abend Ihre Stimme», begrüsste sie in grünem Jackett das Publikum. Und garantierte: «Ich werde dafür schauen, dass Sie, liebes Publikum, heute Abend Antworten bekommen.» In ebenso italienisch gefärbtem Hochdeutsch stellte sie den geladenen Gästen einige Fragen. Autorin Julia Onken liess sich gleich anstecken. «Jetzt rede ich schon Hochdeutsch aufgrund von Ihrer Ansage», korrigierte sich Onken nach ihrer Antwort.
Im Vorfeld wurde das Engagement der ehemaligen Schönheitskönigin kontrovers diskutiert. Kommunikationsberater Marcus Knill beurteilt, wie sich die Tessinerin mit Studienabschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Seite von Jonas Projer geschlagen hat:

Umfrage
Wie hat Ihnen der Auftritt von Christa Rigozzi gefallen?

27 %

22 %

21 %

17 %

13 %
Insgesamt 3428 Teilnehmer



Dossierfestigkeit: Rigozzi ist gut vorbereitet und bringt über die Publikumsbeiträge wichtige Aspekte der Kesb- Problematik in die Diskussion ein. Die Fragestellungen sind klar und gut strukturiert.

Erscheinungsbild: Eine wache Persönlichkeit, die das Lampenfieber, das bei jedem wichtigen Auftritt vermehrt vorhanden ist, sofort als positive Ausdruckskraft umsetzt. Der einmalige Medienwirbel im Vorfeld der Sendung ist zweifelsfrei belastend.

Kapitalfehler: Sie nahm die Rolle der Mutter ein, indem sie sagte, was man mit dem Kind hätte machen sollen. Das ist ein Kapitalfehler. Als Moderatorin darf man niemals persönlich Stellung nehmen.

Ausstrahlung: Von Anfang an gewinnt die Moderatorin dank ihrer ungekünstelten Ausstrahlung. Christa Rigozzi hat einen natürlichen Charme. Beim konzentrierten Zuhören hat sie aber verschiedentlich die Augen zusammengekniffen. Bei den Nahaufnahmen fiel dies übermässig auf.

Gesprächsführung: Es wurde zu viel durcheinander gesprochen. Leider hat auch Rigozzi zu oft dreingeredet.

Nervosität: Beim Start der Sendung war Frau Rigozzi weniger locker als bei anderen Auftritten. Im Laufe der Sendung wurde sie immer schlechter und immer nervöser. Sie fingerte am Stift herum. Frau Rigozzi schien durch dieses Durcheinander im Gespräch und ihre gleichzeitige Arbeit in den sozialen Medien zusehends überfordert.

Publikumsnähe: Die Zuschauer fühlten sich angesprochen. Sie hörte gut zu und wurde ihrer Rolle, den Kontakt zum Publikum herzustellen, gerecht. Rigozzi erkannte, was dem Publikum unter den Nägeln brennt und verstand es gut, diese Aspekte geschickt einzubringen.


Panne: Als Frau Rigozzi eine Dame am Telefon schlecht verstand, reagierte sie ungehalten. Plötzlich ging es darum, dass jemand jemandem nicht richtig zuhöre.


Sprache: «Am Anfang hat die Standardsprache Rigozzis Julia Onken irritiert. Sie fragte, ob sie ‹hochdeutsch› weiterfahren solle, sprach dann Mundart, fiel aber immer wieder in die ‹Standardsprache› zurück. Wenn ein deutscher Gesprächspartner ‹hochdeutsch› spricht, irritiert dies weniger. Aber wenn eine leitende Moderatorin Standardsprache spricht, erschwert dies die Sprachregelung, weil sich die Gesprächsteilnehmer immer wieder der Moderatorin anpassen. Weshalb nicht das ganze Gespräch in Standardsprache führen? 

Fazit: Christa Rigozzi hat mit diesem Auftritt die Lügen jener Kritiker gestraft, die generell eine blonde Miss Schweiz als ‹dumm› etikettieren wollten»: Als Co-Moderatorin ist sie mit ihrer natürlichen, kompetenten, souveränen, sympathischen aber auch bescheidenen Art eine gute ideale Ergänzung zum eher strengen Dompteur Jonas Projer.

Kontroverse
Naserümpfend nahmen einige Schweizer das Engagement von Christa Rigozzi in «Arena/Reporter» zur Kenntnis. Eine Ex-Miss-Schweiz habe in einer Politsendung nichts verloren, lauteten einige Kommentare. Sogar aus SRF-internen Kreisen drangen giftige Worte: von «billigem Zuschauerfang mit kurzem Röckli» war die Rede. 

Es folgten Plädoyers von Co-Moderator Jonas Projer: «Christa Rigozzi ist mehr als eine Glamour-Frau.» Auch Rigozzi selbst verteidigte ihren Einsatz beharrlich. Ihre Engagements kriege sie nicht aufgrund ihrer Schönheit, sagte sie in der SonntagsZeitung. «Sondern aufgrund meiner Fähigkeiten.» 

Sonntag, 11. Juni 2017

Google Tricks

Und das sind alle vorgestellten Tricks:

  • Askew – Schräge Suche
  • Do a barrel roll – Fassrolle im Browser
  • Rekursion – Nerd-Humor mit Selbstbezug
  • Masse umrechnen – Ursprungs- und Zielgrösse angeben
  • Time in – Ortszeitangaben
  • Timer – Eine Teeuhr im Browser
  • ... plus eine Stoppuhr
Kein Buch von Stephen King, das hier vergessen geht.
  • Flip a coin – Eine virtuelle Münze werfen
  • Rng – Zufallsgenerator, auch fürs Lotto
  • Spinner – Am Glücksrad drehen
  • Fun Facts – Nutzlose Party-Anekdoten
  • Bücher von ... – Bibliografische Auflistungen
  • Songs von ... – Musikkatalog mit Videos
  • Tic tac toe – Ein unzensurierbares Minispiel
  • Solitaire – Zeit vertrödeln wie eh und je

Samstag, 10. Juni 2017

Ideale Aufmachung für ein Vorstellungsgespräch


Medienauftritte von Ursula von der Leyen analysiert

Untersuchung der Medienauftritte

Bildergebnis für ursula von der leyen

Aus Leyen-Rhetorik ( http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~iug09/zen/sub/leyen.html )

Hier werden zwei Wahlkampfreden von Frau Ursula von der Leyen auf Gestik und Rhetorik hin untersucht:

Allgemeiner Aufbau der Reden:

  1. Einleitung (Exordium)
  2. Erzählung (Narration)
  3. Beweisführung (Argumentation)
  4. Redeschluss (Peroration)
Das ist der Typische Aufbau einer Rede von Ursula von der Leyen.
Auffällig in ihren Reden ist jedoch, dass sie immer wieder die gleiche Rede hält
Weiterhin sticht der sehr einfach gestaltete Aufbau ihrer Reden sehr hervor. Wie oben schon dargestellt hat sie sich bewusst für diesen Aufbau entschieden, da es sehr leicht ist ihr zu folgen. Weiterhin setzt sie sehr aktiv Geestiken ein um ihrer Rede Nachdruck zu ver"leyen".

Rhetorische Stilmittel

Rhetorische Stilmittel setzt sie hingegen sehr gezielt ein.

So nutzt sie beispielsweise Hyperbeln (Uertreibungen) wie "Weltpolizei", "ringen" oder "ächten" um den Zuhörern die Wichtigkeit ihres Themas nahezubringen.
Gezielt setzt sie Pronomina wie "wir", "Sie" oder "man" dafür ein, um dem Zuhörer zu suggerieren, dass er für die Aktionen anderer Verantwortlich ist und auch, dass er selbst etwas unternehmen muss. So wird "wir" häufig eingesetzt um ein vermeintliches Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, wohingegen klar zu erkennen ist, dass "man" von Frau von der Leyen gezielt dafür ausgenutzt wird um eine Anonymität zu erzeugen. 


Betrachtet man sich die Reden von Frau von der Leyen, so erkennt man auch schnell, dass sie bei kritischen Bereichen, wie beispielsweise die Strafverfolgung der "Täter", immer das Personalpronomen "Sie" verwendet. Hiermit versucht sie klar den Zuhörer mit der Thematik zu konfrontieren und ihm zu vermitteln, dass er selbst in bestimmten Bereichen tätig werden muss.
Da Frau von der Leyen gerne darstellt, wie sehr sie sich gegen Kinderpornographie einsetzt, stellt sie immer wieder in den Vordergrund, dass andere Parteien und Organisationen versuchen die Gesetzesentwürfe zu verhindern. So wirft sie den Linken vor, dass sie einen Schlingerkurs in Sachen Kinderpornographie verfolgen und bei konkreter Konfrontation mit dem Thema auf "Tauchstation" gehen. Andere Parteien greift sie an, indem sie ihnen Vorwirft, dass die Gegner das Internet als rechtsfreien Raum sehen, wo das Recht der Informationsfreiheit mehr zählt, als das Recht auf Unversehrtheit eines Kindes. So nutzt sie die Verfassung dafür aus um ihrer Argumentation Nachdruck zu verleihen. 
An dieser Stelle kann man gleich den nächsten Ansatzpunkt untersuchen, nämlich den Punkt, dass sie die Autorität von Institutionen ausnutzt. So spricht sie klar die Strafverfolgung durch die Polizei National, so wie International an, um dem Zuhörer die Tragweite des Problems zu veranschaulichen.
Video

Gestiken

Frau von der Leyen setzt gezielt warnende Gestiken ein, um dem Zuhörer abermals die Brisanz der Thematik zu vermitteln. Eine sehr häufig verwendete Gestik ist das Vorbeugen auf das Rednerpult, was ein direktes Ansprechen suggerieren soll.
Weiterhin setzt sie den "Mahnenden Zeigefinger" immer ein um ihre Argumentation gegen Kinderpornographie zu unterstützen. Weiterhin wird mit nickenden Kopfbewegungen versucht eine Zustimmung zu diesem Thema zu erreichen, indem sie mit dieser Bewegung veranschaulichen will, dass sie in ihrer Argumentation recht hat.

Video

ZDF-Wahlstudio

Als Ergänzung zu den oben untersuchten Wahlkampfreden soll an dieser Stelle der Fernsehauftritt von Frau von der Leyen im ZDF-Wahlstudio untersucht werden.
Ein Weiteres Beispiel für die Redegewandtheit von Ursula von der Leyen ist im ZDF Wahlforum vom 15. September 2009 dargeboten.
Dem von einigen Internetnutzern ins Leben gerufene Spitzname "Zensursula" begegnet sie mit Sarkasmus und versucht hier mit Abwiegelungen abzulenken.
Auf gestellte Fragen geht sie nicht direkt ein, sondern versucht hier wieder mit Hyperbeln wie "bitteres" oder "schmerzhaften" von der eigentlichen Fragestellung auf eine, wie es scheint Auswendig gelernte Argumentation zu gelangen (vergleiche hierzu die bereits oben angesprochenen Reden).
Des Weiteren versucht sie Wiedersprüche gegen dieses Thema durch Zwischenreden und Unterbrechungen zu verhindern.
Sowohl die bereits untersuchte Gestik als auch die Pronomen verwendet sie hier wieder, um dem Zuhörer ein Gemeinschaftsgefühl zu übermitteln, was auch mit Beifall entlohnt wird. Ebenfalls nutzt sie wieder eine Mehrfachbeschreibung der Umgehung der Sperre um dem Zuhörer die Wichtigkeit und Richtigkeit der Stoppschildlösung zu vermitteln. Auch das Anführen von hohen Institutionen, wie den Europarat, Bundeskriminalamt oder die Internationale Polizei, bringt sie als Argumente vor um hier wieder dem Zuhörer abermals zu verdeutlichen, dass es sich hierbei um ein wichtiges, globales Thema handelt, mit dem sich alle Menschen befassen müssen und versucht hier wieder ein "Wir"-Gefühl zu vermitteln.
Eine Ausweitung der Internetsperre schließt sie mit den Worten " ...in so eine Diskussion kann man nicht mal eben so lax reingehen ..." und einer abfälligen Handbewegung aus und versucht auch hier wieder die Thematik der Ausweitung der Sperre abzuwehren.
Durch Formulierungen, wie "... dass das, was im Gesetz steht nur gesperrt wird, nicht mehr, aber auch nicht weniger ..." wird versucht von der Tatsache abzulenken, dass das Gesetz nicht "Anti-Kinderpornographie-Gesetz im Internet", sondern "Zugangserschwerungsgesetz" genannt wird, was wiederum freie Interpretationsmöglichkeiten zulässt.
Video

Verwendung von Begriffen

Weiterhin ist in einigen Beiträgen von Frau von der Leyen zu erkennen, dass sie sich mit der Thematik und den Begriffen, die sie häufig verwendet, gar nicht auskennt. So verwendet sie beispielsweise das Wort "bloggen" und möchte damit ausdrücken, dass sie etwas "blocken" möchte.
Sehr bemerkenswert ist, dass sie es schafft einem Teil der Bevölkerung einzuimpfen, dass eine Löschung der Seiten nicht möglich sei, da sie sich im Ausland befinden würden, was ein "Stoppschild" rechtfertigen würde und die optimale Sperre wäre. Sie kriminalisiert in diesem Zusammenhang mehrmals den Großteil der Internetnutzer und stellt sie unter Generalverdacht eine Straftat zu begehen, da sie die Sperre umgehen können.

Fehlinformationen

Frau von der Leyen bringt häufiger die Argumentation an, dass es für die deutsche Gesetzgebung im internationalen Zusammenspiel keine Möglichkeiten hat, etwas alleine zu beeinflussen. Weiterhin bringt sie andere Argumentationen, die nachweislich nicht korrekt sind, so wie die Fakten von ihr dargestellt werden. Hier ein paar Beispiele:
Aussage von Frau von der Leyen Realität
Ein Großteil der Server steht in Ländern, die Kinderpornographie nicht ächten! Hauptsächlich in afrikanischen Ländern oder in Indien. " ... In Indien gibt es seit 1973 Gesetze gegen Kinderpornographie, die 2006 und zu Beginn dieses Jahres massiv verschärft wurden. In einigen wenigen afrikanischen Staaten gibt es zwar tatsächlich kein Gesetz gegen Kinderpornographie – dies sind allerdings Staaten, die von Bürgerkrieg und Anarchie zerrüttet sind. Außerdem ist kein einziger Fall bekannt, bei dem kinderpornographisches Material ausgerechnet auf einem Server im Tschad oder im Kongo gehostet worden wäre. Im Gegenteil, ausführliche Analysen der Sperrlisten in anderen Ländern ergaben, dass 71% der fraglichen Server in den USA stehen, 7,6% in Australien, 6% in den Niederlanden und 5,8% in Deutschland – allesamt Länder mit rigiden Gesetzen gegen Kinderpornographie und der Möglichkeit, über Interpol gegen die Serverbetreiber aktiv vorzugehen. In Indien oder auf dem gesamten afrikanischen Kontinent ist übrigens keine einzige der Seiten gehostet, die auf den Sperrlisten vermerkt sind. ..."
Der Großteil der Kinderpornographie im Bereich des World-Wide-Web wird mittlerweile über kommerzielle Webseiten verbreitet. Und die Verantwortlichen sowie Täter nehmen monatlich Millionenbeträge ein. Bisher ist in keinem Land, was nach Aussagen von Frau von der Leyen erfolgreich Sperren einsetzt, ein Massenmarkt bekannt und somit auch keine Millionenumsätze. Ein Tausch von solchen Inhalten ist zwar über das Internet möglich, jedoch geschieht das eigentliche Tauschen immer noch außerhalb des Netzes.
Die derzeitige Diskussion um die Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten bezieht sich auf angebotene Webseiten, auf denen diese Inhalte gewerblich angeboten werden. Wie schon im Punkt davor, gibt es keinen bekannten Millionenmarkt und somit auch keinen kommerziellen Vertrieb über Webseiten. Ermittlungsbehörden sind keine Fälle bekannt, in denen der kommerzielle Vertrieb von Kinderpornos auf Sperrlisten auftaucht.
Sperrungen werden seit vielen Jahren erfolgreich in Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland, Italien, Großbritannien, der Schweiz, Neuseeland, Südkorea, Kanada und Taiwan durchgeführt, überwiegend auf der Grundlage freiwilliger Selbstverpflichtungen. Die Ermittlungsbehörden in den betreffenden Ländern bezeichnen den sogenannten Erfolg als einen großen Misserfolg, da durch die Gesetzeslage die Ermittlungen behindert werden. In den wenigsten Fällen ist von einem Erfolg zu reden, da wenn dann nur die speziellen Seiten gesperrt bzw. gelöscht wurden.
Die Bundesregierung strebt die Zusammenarbeit mit diesen Ländern an, um durch internationale Kooperationen zu möglichst effektiven Maßnahmen gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet zu gelangen und zu einem Austausch der gesperrten Seiten zu kommen. Dass das Internet für die Misshandlung von Kindern verantwortlich sein soll, ist vollkommener Unsinn. Kindesmisshandlungen gab es schon weit vor dem Internet, häufig sogar im der Familie der betroffenen Kinder. Das Internet kann für Aktionen, wie tauschen oder planen verwendet werden, aber ist dennoch nicht der ursachliche Grund für die Misshandlungen.
Diese und weitere Unwahrheiten von Frau von der Leyen sind unter folgenden Seiten zu finden:

Fazit

Dieses und weitere Beispiele lassen den Schluss zu, dass Frau Ursula von der Leyen sich nicht ausreichend mit der Problematik des Internets auseinandergesetzt hat und mit "Hörensagen-Wissen" auf Wahlkampftour geht.
Ihr Halbwissen versucht sie mit medienwirksamen Diskussionen ohne Hintergrund zu verbergen, was bei einem Großteil der Bevölkerung auch funktioniert.
LINK:
 

(anklicken)