Montag, 6. März 2017

Jetzt feiert BASEL die Fasnacht

Intensiv - aber nur drei Tage

Bildergebnis für basler fasnacht 2017

Dialogverweigerung ist der falsche Weg

Die AfD ist eine offizelle Partei.
Wer das Gespräch mit einem 
politischen Gegner verweigert, 
hat schon verloren.

Darf man mit der AfD reden?

Linke wollen verhindern, dass ein AfD-Vordenker an einem Podium in Zürich teilnimmt. Das sei falsch, findet die Präsidentin der Juso.

storybild Juso-Präsidentin Tamara Funiciello: 
«Wer das Gespräch mit Rechten verweigert, 
gibt ihnen nur Futter für ihre antidemokratischen Positionen.» 

So eine breite Berichterstattung würde sich manch ein Veranstalter wünschen: Vom «Tages-Anzeiger» über die NZZ, von der «Basler Zeitung» bis zur WOZ, überall wird eine geplante Podiumsdiskussion im Zürcher Theater Gessnerallee thematisiert – ja sogar die deutsche «Zeit» schreibt darüber. Was ist passiert?

Das Resultat der Umfrage ist eindeutig:
Sollten alle politischen Meinungen an ein Podiumsgespräch zugelassen werden?

85 %

10 %

5 %

0 %



Unter dem Titel «Die neue Avantgarde» soll im Theater Mitte März eine Podiumsdiskussion über den Umgang mit Rechtspopulismus stattfinden. Mit dabei sind neben Laura Zimmermann, Mitglied der Operation Libero, Kulturwissenschaftler Jörg Scheller und «No Billag»-Initiant Olivier Kessler auch Marc Jongen, Chefideologe der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD). Seine Einladung führte zu heftigem Widerstand.




«Wer das Gespräch verweigert, gibt ihnen Futter»

Auch abseits des Theaterstreits gehen in der linken Szene die Auffassungen darüber, wie mit Rechtspopulisten umzugehen ist, weit auseinander. Juso-Präsidentin Tamara Funiciello sagt, für einen Teil der Linken sei klar, dass es nichts bringe, «mit solchen Leuten» zu diskutieren. Sie selber sieht das dezidiert anders: «Wer das Gespräch mit Rechten verweigert, gibt ihnen nur Futter für ihre antidemokratischen Positionen.» Solange man überzeugt sei, dass die eigenen Argumente besser seien, müsse man die Konfrontation mit Andersdenkenden nicht scheuen.





KOMMENTAR: Ich teile die Meinung von Michael Hermann.
Maukorbpolitik und Gesprächsverweigerungen sind immer ein Armutszeugnis und kontraproduktiv:

Michael Hermann, Politgeograf und Autor des Buchs «Was die Schweiz zusammenhält», beobachtet, dass politisch Gleichgesinnte heute tendenziell eher unter sich bleiben als früher. Dabei sei das Bedürfnis, sich vor Angriffen der anderen Seite zu schützen, auf der linken Seite in der Regel ausgeprägter als rechts.
Gerade im Fall von Kulturschaffenden findet Hermann Gesprächverweigerung jedoch nicht angebracht: «Wer selber provoziert und etwa ‹Tötet Köppel»-Aktionen gutheisst, sollte auch den Mumm haben, sich den Positionen radikal anders Denkender zu stellen. Zumal wir hier nicht von Mördern oder Verbrechern reden: Die AfD ist keine verbotene Partei.»

Sonntag, 5. März 2017

Handlungsbedarf Tatort

Selbstverschuldeter Abwärtstrend beim TATORT:

Das Abnorme wird zur Norm
Bildergebnis für tatort

Nebengeschichten dominieren.
Krimimacher überbieten sich mit Abnormitäten.
Kommissare dürfen kein normales Leben führen.
Sie verlieben sich, sind alkoholsüchtig und sollten ständig Beziehungsprobleme haben.
Kommissarinnen müssen sich um ihr krankes Kind kümmern und sind mit den eigenen Eltern zusätzlich belastet.
Regisseure fühlen sich gleichsam verpflichtet, eine gesellschaftpolitische Gesinnung zu vermitteln.
- Sterbehilfe
- Fremdenfeindlichkeit
usw.
Bildergebnis für Baustelle Tatort

Es würde nichts schaden, wenn Krimiautoren  sich einmal bei den Griechen schlau machen. Die Menschen wollten  seit je nur eine Geschichte mitverfolgen mit eindeutiger Dramturgie.
Beim Krimi faszinierte es stets, selbst herauszufinden, was passiert ist, wer der Täter ist.
Heute wird viel zu viel in einen Krimi verpackt.
Drehbücher werden immer verrückter, immer überladener.
Krimiautoren wollen experimentieren. Der alter rote Faden, die klassische Dramaturgie ist gleichsam tabu.
Es dominiert ein Krimigeblödel.
In Deutschland schalten dadurch immer mehr Leute schon nach 15 Minuten den Tatort ab.
Die Macher verteidigen heute den modernen Krimi ohne Drehbuch, obschon das Pulikum nicht mitzieht.
Für sie ist es sogar ein Qualitätsmerkmal, wenn ein Tatort nicht mehr der grossen Masse gefällt.
Es ist aber eine Tatsache, dass die Kumulation von Skurrilem die Konsumenten nervt.
Wie bei der modernen Kunst, finden wohl die Macher, der Laie müsse sich mit der neuen Formatien einfach abfinden. Sie glauben, die Menschen würden sich allmählich an die  progressive Machart gewöhnen.
Die Regisseure fühlen sich alles andere als Dilletanten, wenngleich sie in einem Krimi Jungs der Leiche ein Schweineschwänzchen in den Anus stecken lassen. Sie fühlen sich als abgehobene Medienpriester. Schliesslich haben sie sich an Hochschulen ihr Now how geholt.
Heute benutzen sie den Tatort als ihr Spielfeld. Mit einer Selbstverständlichkeit lassen sie sich das Experimentieren vom Gebührenzahler berappen. Doch der Zahler hat dazu  nichts zu sagen.
Erst, wenn immer mehr Konsumenten dem Tatort den Rücken zu wenden, werden vielleicht die Macher erkennen, dass das Publikum Krimis wünscht, bei denen man voll und ganz in die Handlung eintauchen kann und nicht ständig mit Nebengeschichten verwirrt wird. Die Figuren sollten - wie bei den traditionellen Krimis - den Betrachter berühren.
Die Konsumenten wünschen nicht, von Medienpriestern  mit gesellschaftspolitisch gefärbten Inhalten belehrt zu werden.

  Bildergebnis für Baustelle Tatort




Mich erstaunt es, dass  die Krimiautoren die bisherigen Kritik mit stoischer Gleichgültigkeit ignorieren. Seit Jahren können wir folgende geschilderte Kritik lesen :

Nicht nur die unrealistischen, unglaubwürdigen Geschichten, (sie sind zu verschachtelt und unverständlich), stossen sauer auf.
Es zeigt sich nun auch noch, dass  jeder Tatort Kommissar ein gestörtes Privatleben haben muss. Gehört dies zum Konzept?
Die Ermittler sind labil oder haben Beziehungsprobleme.
Die Kommissarinnen müssen sich während der Arbeit mit Kinderproblemen herumschlagen.


Ich zitiere aus meinem Blog:


Der Sonntagabend-Krimi nervt immer mehr. In den sozialen Netzwerken lassen diverse genervte Zuschauer ihrem Unmut freien Lauf. «Ich hätte nichts gegen ein paar normale #Tatort-Kommissare. Die Freaks fangen an mich zu langweilen», schreibt User Max auf Twitter. Ralf Heimann meint: «Das Revolutionärste, was man im deutschen Fernsehen machen könnte: Tatort-Kommissar mit intakter Familie.»

Bei der Dramaturgie eines Krimis müsste der rote Faden im Zentrum bleiben: Es geht vorab um Auflösung der Frage: Wer ist der Täter? Wie kam es zum Verbrechen? Es wäre falsch, nur noch Psychologen oder Gesellschaftskritikern die Regie zu überlassen.
Drehbuchautoren behautpen, heute wollen die Zuschauer im Krimi Menschen mit Macken.
Jürgen Werner, verantwortlich für die Dortmunder Folge «Hydra», glaubt erstaunlicherweise, dass ausgerechnet  diese krankhaften Eigenschaften die Ermittler  menschlicher machen:  

«Wir binden das Private stets in die Fälle bewusst mit ein. Dadurch erhöhen wir das Tempo der Geschichte und geben dem gesamten Team seine ganz eigene Dynamik»,

 sagte er Anfang 2015 in einem ARD-Interview
Für mich ist dies eine Selbstschutzbehauptung.
Der Krimi wird durch  Stereotype überladen und die Zuschauer erhalten ein völlig falsches Bild der Realität. Das Abnorme wird zur Norm.
Wenn bei Serien Klischees dominieren, müssten die Drehbuchautoren ihr Tun hinterfragen.


Bildergebnis für Baustelle Tatort

FAZIT: Es ist offensichtlich, dass die Macher resistent sind gegenüber der anhaltenden Kritik, obschon bei der Baustelle Tatort seit Jahren Handlungsbedarf besteht.

 

Samstag, 4. März 2017

Der Frühling steht vor der Tür


 Ich liebe diese Farbtupfer:
Krokusse in Berlin  Der Frühlings-Krokus ist endlich da


Leserphoto

ECHOS nach dem Duell Projer- Ganser in der Arena







  • Dass der Moderator vom Schiedsrichter gar zum Kombattanten wird, geht  nicht.
    Zur Erinnerung: Moderator Jonas Projer und sein Diskussionsgast Daniele Ganser gerieten unter anderem aneinander, weil Projer Ganser als «umstrittenen» Publizisten bezeichnete. 

  • Bob Meier, 28.02.2017 07:20 Uhr
    Kein Wunder gibt es so viele Beschwerdebriefe, wenn Daniele Ganser seine militanten Facebook-Follower gezielt aufwiegelt.
  • Patrick Senn, 28.02.2017 09:20 Uhr
    Wenn man sich das Resultat der letzten Volksabstimmung zu einem SRG-Thema anschaut und sich vor Augen führt, dass mit der No Billag-Initiative ein Volks-Plebiszit ansteht, dass auf nichts anderes als die Zerschlagung der heutigen SRG hinausläuft, frage ich mich schon, wie man so dumm sein kann, seine Kundschaft mit publizistischen Fehlleistungen wie in der letzten Arena zusätzlich gegen die SRG aufzubringen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass gerade vorsätzlich die Provokation gesucht wird. Der SRG-Spitze die solchen journalistischen Schwachsinn nicht zu unterbinden vermag, scheint jegliches politische Gespür zu fehlen. Wie sagt der Volksmund: Hochmut kommt vor dem Fall.
  • Dieter Widmer, 28.02.2017 09:45 Uhr
    Aber hallo. Ganser hat sich selber derart exponiert, dass sich meines Erachtens Jonas Projer berechtigt fühlte, die Lüge des Herrn Ganser zu entlarven. Ich würde allerdings nie einen Weltverschwör4ungstheoretiker in eine Sendung einladen.
  • emil mahnig, 28.02.2017 10:25 Uhr
    dieter widmer hat recht: wenn man ganser kennt, dann gehört er nicht in die Sendung. aber wie behandelt man ein solchen, wenn er mal drin ist. Jonas projer hat das gut gemacht, so gut die nerven hielten. aber der ganser war so eindimensional und penetrant... - ich hätte ihn rausgeworfen. die diskussion war ja nicht monothematisch auf sein (der grossen öffentlichkeit unbekanntes publikationsverständnis) gebiet eingerichtet. mein tipp: Exoten gut im Vorfeld anschauen....
  • Reto Leutwyler, 28.02.2017 11:41 Uhr
    Das Vorgehen von Herr Projer kann durchaus als dreist bezeichnet werden. Offensichtlich ist eine private gekürzte E-Mail dazu verwendet worden eine vermeintlich wiedersprüchliche Aussage Gansers dem Publikum so darzustellen, dass die Glaubwürdigkeit der Person Daniele Ganser als fragwürdig zementiert wird. Dies ist reisserischer Journalismus und hat meiner Meinung nach nichts mit den hochgepriesenen Standard des SRF zu tun.
  • Bernd Schmidt, 28.02.2017 15:28 Uhr
    Beim Ansehen der Sendung hatte ich das verdammte Gefühl, das man am Beginn versuchte Herrn Ganser zu entlaven. Nur gab es nichts zu entlarven; das war ehrabschneidend und kontraproduktiv(wie schneide ich mir meine Welt zusammen). Danach achtete der einseitig agierend Moderator darauf, Herrn Ganser kaum noch zu Wort kommen zu lassen bzw. ihn ständig zu unterbrechen. ABER dieses unprofessioneles Verhalten merkt der Zuschauer und es schadet der Kaste der Medienschaffenden.
  • Werner Hirschi, 28.02.2017 15:31 Uhr
    Die Mediennutzer können über gut und schlecht wirklich selber entscheiden, Dazu braucht es keine Kommunikationsberater. Herr Projer hat die Sendung beispielhaft moderiert. Er hat gezeigt, dass man auch schwierige Themen mit Anstand behandeln kann. Ich wünsche mir, dass die Herren Ganser und Zanetti diese Sendung in einer ruhigen Minute anschauen und ein klein wenig Selbstkritik üben.
  • Marc Furrer, 28.02.2017 15:34 Uhr
    Hr. Widmer & Hr. Mahnig: Nein, das sehe ich völlig anders. Man mag Hr. Ganser kennen oder nicht, man mag von ihm halten was man will, aber wenn man jemanden als Gast in eine Sendung einlädt, muss Fairness, Neutralität & Unvoreingenommenheit gelten. Dies war hier ganz klar nicht der Fall. Bereits bei der Anmoderation wurde Hr. Ganser mit dem Zusatz "umstrittener" Publizist negativ eingeordnet. Dies ist nicht Aufgabe des neutralen Moderators, das kann der Zuschauer selbst entscheiden. Genauso gut könnte man Hr. Zanetti als "umstrittenen Politiker" oder Hr. Schawinski als "umstrittenen Journalisten" bezeichnen, bei beiden würden ohne Frage zahlreiche Leute zustimmen. Dies tut man aber nicht, denn es widerspricht Anstand & Fairness. Bei Hr. Ganser aber gilt offenbar ein anderer Massstab. Dass Hr. Projer dann gleich nochmals unter die Gürtellinie ging, indem er ein gekürztes und somit im Inhalt verfälschtes Email einem Tweet gegenüberstellt, um seinem Gast erneut zu diskreditieren, ist unterste Schublade. Warum kürzt man überhaupt ein Email von lediglich 2 Sätzen? Die Sache ist völlig offensichtlich, weil eben der 2. weggelassene Teil den gezeigten relativiert und somit den Vorwurf entkräftet hätte. Dass dies ausgerechnet in einer Sendung zum Thema "Glaubwürdigkeit der Medien" passiert ist ein Schuss ins Knie sondergleichen. Anzumerken ist auch noch, dass ein privates Email ohne Vorkenntnis & Zustimmung des Verfassers nichts in der Öffentlichkeit verloren hat (im Gegensatz zu einem Tweet, welcher per se öffentlich ist). Dies war Journalismus auf tiefstem Blick-Niveau! Dass Hr. Ganser dann etwas angepisst ist und überreagiert ist zwar bedauerlich, aber infolge des unfairen Vorgehens des Moderators durchaus verständlich. Seinem von ihm mehrfach unfair angegangenen Gast als Reaktion auf dessen Empörung dann noch mit Abschalten des Mikrophons zu drohen, war dann der Unverschämtheit Krönung. Man muss Hr. Ganser weder mögen noch seine Ansichten teilen, aber entweder lädt man jemanden ein und behandelt ihn dann gleichwertig & neutral, oder man lässt es bleiben. Aber eigentlich fand ich den Eklat ganz passend zum Thema der Sendung, denn es hat exemplarisch gezeigt, wie subtil Medien & Journalisten manchmal durch nur kleine Weglassungen die Wahrnehmung verfälschen können, sei dies nun absichtlich oder nicht. Hier muss sich Hr. Projer & das SRF an der Nase nehmen und dringend über die Bücher. Und Nein, ich bin kein Billag-Gegner, ganz im Gegenteil! 
    KOMMENTAR:
    Ich bin sicher, das Fernsehen geht nach dieser Welle an Kritik und Beschwerden über die Bücher und die konstruktive Kritik wird von den Machern ernst genommen.
    Ich werde  später das Konzept detaillierter analysieren.
    Es gibt ein paar wenige Punkte, die künftig unbedingt besser beachtet werden müssen. 

Freitag, 3. März 2017

Gute Zeiten für Sozialbetrüger

 Betrüger dürfen nicht mehr observiert werden

 

Den städtischen Sozialdetektiven sind derzeit die Hände gebunden: 

Sie dürfen potenzielle Betrüger nicht mehr die Taten dokumentieren.

Sozialinspektoren müssen auf ein wichtiges Arbeitsinstrument verzichten. (Archivbild: David Baer)


Sozialinspektoren müssen auf ein 
wichtiges Arbeitsinstrument verzichten. 
(Quelle: Tagi)











90 Prozent der mutmasslichen Sozialbetrüger werden von den spezialisierten Inspektoren der Stadt Zürich heimlich beobachtet. Damit erreichen die Sozialdetektive eine erstaunliche «Erfolgsquote»: Drei von vier Sozialhilfebezügern, die ins Visier der Behörden gerieten, werden überführt, zum Beispiel Einkünfte zu verheimlichen.
Doch den Detektiven wird nun die wichtige Arbeitsmethode weggenommen. Die Stadt hat die Observationen gestoppt, wie die NZZ heute Freitag vermeldet. Grund dafür ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Im letzten Oktober hatte es einer Frau recht gegeben, welche in Verdacht geraten war, ihre Unfallversicherung zu betrügen. Sie hatte sich gegen die Observierung durch einen Versicherungsdetektiv gewehrt. Laut dem Gericht fehlt die Rechtsgrundlage für diesen Eingriff in die Privatsphäre.


In der Zwischenzeit beschränken sich die Detektive auf unumstrittene Methoden wie Abklärungen bei Behörden, Nachforschungen im Ausland sowie Internetrecherchen. Im Gespräch sind laut NZZ auch wieder Hausbesuche. (pu)

KOMMENTAR:

Die Amputation der Sozialdetektive stärkt im Grunde genommen die These:
Täter werden mehr geschützt als die Opfer.
Es müsste doch möglich sein, Täter zu entlarven, ohne Persönlichketsrechte zu verletzen.

Christoph Blocher gestürzt

 Blocher hat beim Sturz die Nase mehrfach gebrochen


Alt-Bundesrat Christoph Blocher hat sich am Dienstagabend nach einem Sturz die Nase mehrfach gebrochen. Er wurde noch in der Nacht operiert, konnte das Spital aber bereits wieder verlassen.
Christoph Blocher sei am Dienstagabend im Bundeshaus wegen einer Wasserlache ausgerutscht. Er sei gestürzt und habe sich die Nase mehrfach gebrochen, sagte Martin Baltisser vom Sekretariat von Blocher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

An der gleichen Stelle rutschte schon SVP-Amstutz aus Dieses Fenster legte Blocher flach Blick:

Nicht der erste Sturz

Es ist nicht der erste Sturz des alt Bundesrates. Ende 2015 hatte sich Blocher nach einem Fehtritt neben den Trottoirrand die Schulter ausgekugelt und musste notfallmässig im Spital Männedorf behandelt werden. Bei der damaligen Teleblocher-Sendung trug er eine Schiene.
Im März 2012 verletzte sich Blocher nach einem Sturz auf dem Perron. Als er in Erlenbach in den Zug Richtung Session in Bern einsteigen wollte, trat er mit einem Fuss neben den Bahnsteig. Damals holte er sich eine blutige Oberlippe und Schürfungen an der Nase.
Eher glimpflich lief ein Sturz 2005 ab. Als Ehrengast purzelte Christoph Blocher am Zürcher Sechseläuten vom «Tele Züri»-Podest. Das Video ist seit damals ein Evergreen auf Youtube.
Auch Ehefrau Silvia Blocher hat schon einen schweren Sturz hinter sich. An Weihnachten 2015 zog sie sich eine Gehirnerschütterung zu und musste danach am Rollator gehen.

KOMMENTAR:
Der Vorfall macht uns einmal mehr bewusst, dass die Medien alle bisherigen Vorkommnisse gespeichert haben. Nach dem Sturz werden in den Medien alle registrierten Stürze aufgelistet.
Bei den Medien  gibt es kein Vergessen. Das hat für den rüstigen Politiker den Nachteil, dass die Leser plötzlich an der Fitness von Christoph Blocher zu zweifeln beginnen. Heute fragen sich sich, ob er am Freitag im Tele-Blocher mit ramponierter Nase auftreten kann. In den bisherigen Sendungen hatte er nämlich noch nie gefehlt. 


NACHTRAG: