Mittwoch, 26. Oktober 2016

Wir benötigen immer mehr Strom

Trotz Stromsparlampen und effizienteren Haushaltgeräten
steigt der Stromverbrauch.

Die E - Bikes boomen und Elektroautos  sind zukunftsweisend.
Das gilt es mit zu berücksichtigen.

Aus SRF:

Internet verbraucht in der Schweiz so viel Strom wie ein AKW


Das Internet ist ein wahrer Stromfresser. Alleine in der Schweiz verschlingt das Internet so viel Energie wie die Produktion eines ganzen Kernkraftwerks. Und die Tendenz ist steigend: Denn die Anzahl der Suchanfragen, Musik- und Videoclip-Streamings nehmen zu.
Ein Mann steht inmitten vieler Kabel. 
Bildlegende: Kabel über Kabel: Wie viel Strom verbraucht das Internet? 


Verschickt man von seinem Computer ein Mail, benötigt das noch nicht allzu viel Strom. Doch die Aktion löst eine ganze Kaskade von Energieverbrauchern aus: «Einerseits bei der Kommunikation zum Rechenzentrum, dann im Rechenzentrum selbst, das die E-Mail entgegennimmt, abspeichert und dann ans nächste Rechenzentrum weitervermittelt», erklärt Christian Tschudin, Professor an der Universität Basel und spezialisiert auf das Internet und verteilte Systeme.
Denn die Wege im Internet sind oft verschlungen: Die Reise der Daten beträgt unter Umständen hunderte von Kilometern und beschäftigt mehrere Rechenzentren – auch wenn das Mail nur gerade an den Büronachbarn gegenüber geht.

Videos machen bald 90 Prozent des Datenverkehrs aus

Einen weitaus grösseren Anteil am Energieverbrauch des Internets haben aber Videos die gestreamt werden – zum Beispiel bei Youtube. Mit den neuen Online-Diensten für Filme und Serien die jetzt aufkommen, soll Schätzungen zufolge bis in einigen Jahren gegen 90 Prozent des Datenverkehrs von Videos verursacht werden.
Und zahlreiche weitere Dienste, wie zum Beispiel das Speichern von Daten in der sogenannten Cloud, machen in Zukunft noch mehr Rechenzentren nötig. Der Stromverbrauch hinter den Kulissen könnte also noch stark ansteigen.

Bewährte Kommunikationsregeln

Die wichtigsten Regeln der Kommunikation

Quelle: Ostendis
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Gute Kommunikation ist das A und O der Zusammenarbeit.

Kommunikation braucht ein Gegenüber, mit dem ich etwas teile und den ich teil haben lasse am Gespräch. Nur auf dieser Grundlage ist Verstehen überhaupt möglich. Denn: wer immer nur von sich ausgeht und den anderen nicht anhört, der verletzt die Voraussetzung für faire und gute Kommunikation. Denn das Ziel jedes guten Gesprächs sollte das Verstehen des anderen sein. Gelingt das, dann endet die Kommunikation mit einem Gewinn. Im Idealfall mit einem Gewinn für alle Gesprächsteilnehmer.
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Wer andere nicht sprechen lässt, verletzt eine wichtige Grundregel der Kommunikation: Kommunizieren bedeutet miteinander sprechen. Und nicht: Monologe und Vorträge halten.

Kommunikation ist Austausch von Informationen

Wir leben in einer Welt, in der wir von Informationen überflutet werden. Weniger ist oft mehr! Das gilt auch für die Kommunikation. Denn ein Zuviel an Informationen ist kaum mehr verdaubar. Deshalb ist es auch immer wichtig, sich zu überlegen, wie viel ich zu einem gewissen Zeitpunkt mitteile. Und welche Informationen mein Gegenüber wirklich interessieren. Zudem ist es ganz wichtig zu entscheiden, wem ich welche Informationen anvertrauen kann. Denn Kommunikation hat auch mit Vertrauen zu tun. Wem ich nicht vertrauen kann – aufgrund früherer Erlebnisse – mit dem teile ich sehr ungern gewisse Dinge. Wenn ich davon ausgehen kann, dass er oder sie alles weitererzählt, dann ist Vorsicht angesagt. Für jeden Menschen ist es deshalb sehr wichtig, mindestens eine Vertrauensperson zu haben, der man alles sagen kann – auch die aller persönlichsten Dinge und Geschichten.

Vertrauen ist grundlegend

Ob bei schriftlicher oder mündlicher Kommunikation: Vertrauen ist absolut wichtig. Früher hat man Briefe versiegelt – damit sie nicht von falschen Händen geöffnet werden bzw. damit man sieht, ob der Brief von falschen Händen geöffnet wurde. Heute sind selbst private E-Mails nicht mehr sicher vor fremdem Zugriff. Und stell dir nur einmal vor, dein Telefon wird abgehört… das wäre der Anfang vom Ende des offenen, persönlichen Gesprächs. Wäre dies der Fall – beispielsweise in einem Kontroll-Staat – wäre dies ein unglaublicher Einschnitt in die Privatssphäre. Würde jemand mithören und ich wäre mir dies bewusst, so würde ich meine Kommunikation sofort ändern – weil das Vertrauen erschüttert wird, das es braucht, um offen zu kommunizieren. Ohne dieses Vertrauen würde ich vieles zurückhalten. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass ich darauf vertraue, dass mein Gegenüber meine Infos streng vertraulich behandelt.
 Schriftliche und mündliche Kommunikation – die Unterschiede

Alles, was man schriftlich hat, ist handfest da, Schwarz auf Weiss. Ich kann somit jemanden anzeigen, der mich schriftlich beleidigt hat. Falls er mich mündlich beleidigt, braucht es bereits Zeugen. Schriftliches besitzt aus diesem Grund generell mehr Beweiskraft. Deshalb werden die meisten Verträge schriftlich fixiert und eher selten mündlich per Handschlag. Deshalb kommt der allgemeine Ratschlag nicht von ungefähr: Unterscheide mündliche und schriftliche Kommunikation und setze sie jeweils so ein, dass du keinen Nachteil daraus ziehst. Verträge und alles, was absolut wichtig ist, sollten schriftlich vereinbart werden. Wenn du jemanden die Meinung sagen willst, dann ist es jedoch besser, dies in einem Gespräch zu tun. Sonst kann er das Schriftliche später gegen dich verwenden.

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Schriftliche Kommunikation bleibt länger erhalten. 
Alles Wichtige deshalb immer schriftlich!
Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen mündlicher und schriftlicher Kommunikation zeigt sich in den Antwortmöglichkeiten bzw. in der Interaktion. Schriftliche Kommunikation ist zuerst einmal ein Monolog – erst wenn der andere zurückschreibt, entsteht ein Dialog. Ein Gespräch hingegen gibt dem Gegenüber immer die Möglichkeit, einem ins Wort zu fallen und zu reagieren. Das Gespräch ist deshalb viel lebendiger. Vor- und Nachteile sind also abzuwägen! Wenn dich dein Gegenüber in einem mündlichen Gespräch nie ausreden lässt, dann ist es von Vorteil, ihm oder ihr alles mal schriftlich mitzuteilen. Doch der andere kann sich dann natürlich dem Austausch von Informationen und Meinungen einfach verweigern indem er nie zurückschreibt. Dann ist ev. mündliche Kommunikation angesagt.
Gruppengespräche – die wichtigsten Regeln

Die Kommunikation in Gruppen zu leiten, ist eine grosse Herausforderung! Ganz wichtig ist auch hier das Vertrauen und das Einander-Zuhören. Lass die anderen ausreden. Und falls dir jemand ins Wort fällt, dann mach ihn darauf aufmerksam, dass du mit deinem Speech noch nicht zu Ende bist. Das ist ganz, ganz wichtig. Sonst entsteht eine ungesunde Gesprächskultur. Denn wer nicht ausreden darf, dem wird quasi ein Maulkorb verpasst… Doch manchmal ist es auch wichtig, nicht zuletzt als Gesprächsleiter, dass man das Gespräch unterbricht, sobald es abschweift oder ausufert. Hier ist aber immer Vorsicht angebracht, damit man niemanden vor den Kopf stösst. Am besten ist es, wenn man ganz vorsichtig darauf hinweist, dass man noch viele wichtige Dinge auf der Traktandenliste hat, über die noch zu verhandeln ist. Manchmal kann man gewisse Dinge, die momentan nicht Priorität haben, auf einen späteren Zeitpunkt oder auf eine spätere Sitzung verschieben. Denn unter den Gesprächsteilnehmern hat es auch immer mindestens ein oder zwei Leute, welche die Qualität eines Meetings an der Effizienz und an der Dauer der Sitzung messen. Und sie haben Recht: viele Sitzung könnten kürzer ausfallen wären sie besser vorbereitet oder würde der Gesprächsleiter sie besser moderieren. Eigentlich geht es bei Meetings und Sitzung jeweils darum, Probleme zu lösen, Entscheidungen zu treffen und die weiteren Schritte zu planen. Hole als Gesprächsleiter dabei alle ins Boot. Animiere die Teilnehmer zum Mitdenken! Auch sie sollten sich wenn möglich gut auf ein Meeting vorbereiten.Fazit: bei Gruppengesprächen ist es wichtig, einander zuzuhören und ausreden zu lassen. Der Gesprächsleiter sollte sich seriös vorbereiten und den Gesprächsverlauf moderieren und in die richtigen Bahnen zu lenken. Für die Entscheidungsfindung ist es enorm wichtig, sich alle Argumente zuerst anzuhören und nicht eigenmächtig zu entscheiden. Vorbereitung aller Beteiligten kann die Qualität von Sitzungen erheblich steigern.

Gespräch unter vier Augen – Big Talk und kein Small Talk!

Diese Art von Kommunikation ist besonders wichtig in heiklen Angelegenheiten. Als Firmenleiter oder als Personalchef sowie als Fussballtrainer oder generell als Verantwortlicher für ein Team ist es wichtig, diese Form des Gesprächs zur richtigen Zeit einzusetzen. Und bitte nicht am Telefon! Unter vier Augen kann man viele Missverständnisse klären und einem Mitarbeiter wieder klar machen, wie wichtig er für das Team ist. Wer zu lange mit einem solchen Gespräch wartet, der läuft Gefahr, dass sich ein Unzufriedener einzelner schnell mal mit anderen aus der Gruppe zusammenschliesst und eine Allianz gegen den Chef schmiedet. Sobald Unzufriedenheit, mangelnde Motivation und Einsatzbereitschaft erkennbar werden, solltest du als Chef das Gespräch unter vier Augen suchen.


big-talk
Tipp: für ernste Gespräche unter vier Augen ist es manchmal besser, eine entspannte Atmosphäre zu wählen. Deshalb:
 Raus aus dem Büro!
auseinander-leben
Wer zu lange mit einer Aussprache wartet, der lebt sich auseinander und verliert allmählich das Vertrauen des anderen. Dies gilt für alle Beziehungen – nicht nur in Paarbeziehungen sondern auch innerhalb eines Teams!
***********
Aus: Kunert/Knill "Team und Kommunikation"

Ebooks zum Download






Fit fürs Team



Spitäler haben Teams im Operationsaal oder in Pflegebereichen, auf der Intensivstation, bei der Physiotherapie, aber auch in der Küche oder bei Reinigungsequipen. Es gibt Kaderteams und verschiedene kooperierende Teams innerhalb der Abteilungen. Die Institution als Ganzes ist hingegen so wenig ein Team wie das Intercityteam, das Reisende über die Lautsprecher begrüsst. Damit Teams leistungsfähig sind, brauchen Sie Pflege und Spielregeln.
Nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, können Sie die Frage "Wo steht Ihr Team?" in einem Test evaluieren.

von Marcus Knill

Einführung

Die Erfahrung bei Supervisionen machte mir in Kliniken verschiedene Dinge bewusst: Es gibt zahlreiche Missverständnisse und Problemfelder bei der Teamarbeit und Teamentwicklung. Die häufigsten Problemfelder zeichnen sich ab bei den Fragen, wie ein Team geleitet werden soll, wie Teams mit Konflikten umgehen und wie sie erfolgreich sind. Die grössten Missverständisse resultieren aus der überlieferten Meinung, ein gutes Team sei eines, das keine Konflikte kennt. Ein anderes Missverständnis ist auch die Ansicht, ein Team bedürfe keiner Führung. Und wichtig ist auch zu wissen, dass jeder Einzelne im Team Verantwortung trägt und diese nicht dem Team als Ganzes delegieren kann.
Gefährlich wird es dann, wenn Schwachstellen übersehen oder bewusst ausgeklammert werden oder wenn die Warnsignale der Überforderung unerkannt bleiben. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten deshalb unbedingt die Auswirkungen von Stress-Situationen kennen. Das betrifft zum Beispiel:
  • Leistungsreduktion
  • Psychosomatische Auswirkungen (Schlafstörungen, Erhöhte Krankheitsanfäffigkeit)
  • Emotionale Überreaktionen
  • Mobbing
  • Burn-out Symptome
  • Müdigkeit
Anderseits ist es zwingend notwendig, den Umgang mit Druck zu lernen:
  • Offene Streitkultur,
  • Konflikdösungsstrategien anwenden können.
  • Entspanngstechniken kennen wie Bewegung, Sport.
  • Belastungen aussprechen anstatt zu schweigen
  • Entspannungstechniken
  • Antizyklisches Verhalten bewusst anwenden: Taxifahrer, fahre langsam, ich habe es eilig.


Konfliktkultur

Nicht nur in Spitälern, auch bei Teams in anderen Organisationen (Firmen, Schulen) mangelt es leider allzu oft am Training im Umgang mit Konflikten. Die wenigsten Teammitglieder wenden konsequent die Methoden an, die sich bewährt haben, wie:
  • FRAGEN statt SAGEN
  • Interessendifferenzen unter VIER AUGEN austragen (nicht im Plenum)
  • Immer freundlich mit der Person sein aber hart in der Sache bleiben (Harvard Prinzip: Ich versuche die Gegenseite zu verstehen, aber ich bin nicht einverstanden mit....)
  • Nein sagen lernen. (Mitunter haben es viele Teammitglieder nie gelernt haben, diese bewährten Grundregeln im Alltag konkret umzusetzen).
Bei Differenzen im Team müssen die negativen Schwingungen rasch festgestellt und schon im Ansatz aufgefangen werden.


Zur Teambildung: Wie kann ich Betroffene zu Beteiligten machen?

Die Gesamtleistung des Teams ist grösser als die Summe der Einzelleistungen sofern folgende Spielregeln beachtet werden:




Eigene Stärken fürs Team gezielt einsetzen

Jedes Teammitglied muss die eigenen Stärken und Fähigkeiten kennen, sowie auch die eigenen Schwachpunkte. Nun gilt es, die besonderen individuellen Fälügkeiten dem Team voll und ganz zur Verfügung zu stellen. Das einzelne Mitglied ist verpflichtet, auch ohne Aufforderung, diese Stärken einzubringen, damit das Team die individuelle Stärke des einzelnen Mitgliedes nutzen kann.
Beispiel: Falls jemand im Team sehr gewandt im Schreiben ist, nützt es dem Team wenig, wenn niemand diese Stärke erkennt. Es darf nicht sein, dass jemand aus falscher Bescheidenheit das eigene Licht unter den Scheffel stellt und möglicherweise eine unbegabte, aber ehrgeizige Person Berichte verfasst.




Konkurrenzdenken vermeiden

So wie ein Chor aus lauter Solisten unharmonisch klingt - weil jeder nur auf seine Stimme achtet d.h. sich nicht anpasst - so dürfen sich die einzelnen Teammitglieder nicht auf Kosten der Gruppe abheben. Konkurrenzdenken vermeiden heisst: Sich anpassen können, sich eingliedern können.
Vielen fällt es schwer, die eigenen guten Ideen im Team mit Anderen zu teilen und die Lorbeeren für die eigenen Ideen gemeinsam zu ernten.




Verantwortung nicht abwälzen

Wer von der Einstellung ausgeht, das Team werde das gestellte Problem schon lösen, ("ich bin ja nicht dafür verantwortlich"), der killt die gute Team- Arbeitsatmosphäre.
Jedes Teammitglied ist nicht nur für den eigenen Teilbereich, sondern auch für den Gesamtauftrag verantwortlich. Die Verantwortung auf andere abwälzen, stört letztlich den Arbeitsfrieden. Jeder ist mitveranwortlich am Gelingen der Teamaufgabe.




Offen kommunizieren

Erfolgreiche Zusammenarbeit bedarf eines offenen Kommunikationsverhaltens. Selbst unter Zeitdruck müssen Fragen stets geduldig beantwortet werden und alle Mitglieder sind auf dem gleichen Wissenstand zu halten. Bei der Teamarbeit ist die Querinformation etwas vom Wichtigsten. Offene Kommunikationskultur bedeutet nicht nur, Unangenehmes offen austragen. Es geht - wie gesagt - auch um Offenheit hinsichtlich dem Weitergeben von neuen Erkenntnissen oder Informationen.




Teamgeist kommt vor dem Ego

Eine der Team- Erfolgsformeln heisst: Das "Wir" in den Vordergrund rücken. Das heisst beispielsweise nicht: "Ich habe dies geschafft", sondern: "Wir haben das und das geschafft." Wenn es darum geht, Kollegen in Schutz zu nehmen; handeln Sie! Nehmen Sie die Kollegin in Schutz. Leiten Sie auch Lob rechtzeitig weiter, wenngleich Sie das Lob für sich alleine ernten könnten.




Schweigen hat nichts mit Integration zu tun

Bei der Teamarbeit müssen wir uns nicht völlig unterordnen. Selbstlose Anpasser sind keine guten Teammitarbeiter. Ein gutes Team lebt von unterschiedlichen Meinungen. Konträre Positionen gehören zu Meinungsbildungsprozessen. Diskussionen sind erwünscht. Wer erst nach Abschluss einer Arbeit meckert, weil er etwas anderes haben wollte - aber zu Gunsten des lieben Friedens geschwiegen hat - kann die anderen Teammitglieder zur Weissglut treiben. Schweigen, wenn etwas gesagt werden müsste, hat nichts mit Integration zu tun.


Im Team unter Kollegen die richtigen Worte finden



Ideen

Falls Sie im Team einen Vorschlag unterbreiten, kann das entweder unbedacht geäussert oder aber besser formuliert werden:

Anstatt: "Ich habe ein Super-Idee." (Wirkt etwas überheblich)



Besser: "Ich stelle mir dies so vor"

Bei Entschuldigungen (z.B. falls Sie versehentlich die Daten des Tages beim PC gelöscht haben):

Anstatt: "Ich weiss nicht, wie ich dies gut machen kann."



Besser: "Das tut mir wirklich leid."





Lob



Anstatt: "Nicht schlecht!" oder übertrieben: "Das Beste seit Jahren!"



Besser: "Ihre Zusammenfassung hat mich richtig überzeugt!"





Kritik



Anstatt: "Was ist das für ein Quatsch!"



Besser: "Eine ausgefallene Idee. Ich sehe folgende Probleme bei der Umsetzung: ..."

"Wie lässt sich dies bewerkstelligen, wenn ... ?".


Heikle Situationen im Team - was tun?

Es kommt bei allen Teams tagtäglich zu heiklen Situationen oder zu Differenzen. Vielleicht weiss jemand alles besser oder es wird gerne über Abwesende gelästert. An konkreten Beispielen gehen wir der Frage nach, was bei konkreten heiklen Situationen zu tun ist, ohne den Rückhalt im Team zu verlieren:




Ich soll die Fehler eines Kollegen decken

Empfohlene Reaktionen:
  • Bei Bagatellen nicht petzen.
  • Bei Fehlern mit ernsten Folgen. Den Kollegen überzeugen, dass er selbst Farbe bekennt.




Ein Kollege stöbert in meinen Sachen

Empfohlene Reaktionen:
  • Fragen: "Suchen Sie etwas Bestimmtes?"
  • "Im Wiederholungsfäll deutlich sagen: "Ich wünsche nicht, dass .... "
  • "Wichtige Unterlagen wegsperren"
  • Hört die Schnüffelei nicht auf: Aussprache mit vorgesetzter Stelle.




Ein Mitarbeiter erntet Lob, das eigentlich mir zusteht

Empfohlene Reaktionen:
Nicht sagen: "Es ist nicht der Rede wert." Sondern deutlich machen: "Es war kein einfaches Problem. Aber ich habe das ganz gut hingekriegt." Problematischer ist es, wenn sich die Chefin mit fremden Federn schmückt. Dann lohnt es sich künftig, die guten Ideen nur noch vor Zeugen zu erzählen.




Einer wird unerwartet befördert. Durch Neid wird das Teamklima vergiftet.

Empfohlene Verhaltensweisen:
  • &Uumml;berlegen: Was führte zur Beförderung? (Qualität beachten).
  • Die Person, die mit einem Karriereschub gerechnet hatte, sollte mit der Chefin reden.
  • Auf keinen Fall den Beleidigten spielen.


Die Arbeit eines Kollegen bleibt immer bei mir hängen.

Empfohlene Reaktionen:
  • In Ruhe abklären, warum beim Partner alles in Zeitlupe abläuft. (Vielleicht hat er Probleme oder er will zu perfekt arbeiten).
  • Eventuell lassen sich die Aufgaben tauschen.
  • Falls der Partner faul ist, hilft die Rüge von oben.




Eine Kollegin wird vom Chef bevorzugt.

Empfohlene Reaktionen:
  • Falls die Mitarbeiterin tatsächlich mehr leistet: Den eigenen Einsatz überdenken.
  • Wenn die bevorzugte Person einen Sympathiebonus hat: Sich nicht aus Trotz zurückziehen.
  • Besser ist es, mit der bevorzugten Person zu sprechen und zusammenzuarbeiten.
  • Falls Sie Stärken haben, -über die nur Sie verfügen: Diese Stärken bewusst weiterentwickeln. Sie werden so zur unentbehrlichen Team-Person.




Ein Neuer im Team weiss alles besser.

Empfohlene Reaktionen:
  • Sich nicht auf langwierige Debatten einlassen, in kleinen Dingen nachgeben.
  • Unter Umständen mit leicht ironischem Ton sagen: "Bekanntlich wissen Sie das ja besser!"


Jedes Teammitglied kauft einmal einen Kuchen oder sonst etwas zum Kaffee, nur eine Person macht nie mit.

Empfohlene Reaktionen:
Vielleicht mit Humor den Geizhals ansprechen:

"Wir freuen uns, dass du morgen eine Torte mitbringst".

Falls der Fingerzeig keine Früchte zeigt: Konsequent bleiben, indem die Person bei der nächsten Einladung im privaten Kreis nicht eingeladen wird (wenngleich dies unhöflich scheint.)


Fazit: Störungen gehören dazu.

Wenn gearbeitet wird, sind Störungen und Konflikte etwas Normales. Bei der Teamarbeit müssen jedoch negative Schwingungen rasch aufgefangen werden. Das lange Abwarten, Hinausschieben, Überhören, Übersehen, aufs Eis legen oder Verdrängen wäre völlig falsch.
Auch angebliche Bagatellen müssen situationsgerecht angesprochen werden.


Fünf Verhaltensweisen haben sich bei heiklen Situationen gut bewährt:

  • rasch reagieren (eine Überlegungsphase lohnt sich jedoch).
  • unter vier Augen kritisieren
  • fragend das Problem angehen
  • offen, direkt reden (unmissverständlich) d.h. keine Reizwörter brauchen
  • freundlich bleiben
Wie bei Beurteilungsgesprächen oder beim Überbringen einer schlechten Nachricht haben beide Seiten das Recht, sich zu äussern. Beide Partner hören der Gegenseite aktiv zu. Gemeinsam wird gleichsam eine Vereinbarung getroffen, die zu einer Verhaltensänderung führt.

Ohne Veränderung kommt es letztlich zu keiner längerfristigen Verbesserung.
Die Veränderung ist am besten möglich mit einem gezielten "on the job" Seminar d.h. eine echte Teamsitzung wird fachgerecht supervisioniert. (Wenig Zeitaufwand bei grossem Rendement).



Wo steht Ihr Team?"

Schätzen Sie Ihr Team mit den folgenden Test.


Montag, 24. Oktober 2016

Eindeutig reden

Klar und eindeutig reden!

  Quelle NZZ:

 

Der Wert der klaren Sprache


Tom Peters
Tom Peters (Bild: Bentley.edu)
»Es wurden Fehler gemacht«,

 »Man wird sich dieses Problems annehmen«

Oder:

»Nach Sachlage der Dinge musste die Entscheidung so getroffen werden« 


– wer kennt Formulierungen dieser Art nicht?


 Passivkonstruktionen und Verallgemeinerungen sollen Distanz zwischen den oft unangenehmen Sachverhalten und der mitteilenden Person schaffen und diese aus der Verantwortung nehmen.

AUS RHETORIK.CH

Kommentar:
Eindeutig formulieren kann gelernt werden.
Es lohnt sich solche abgeschwächte Formulierungen von Politikeren und Beamten zu beachten.
Solche vage Formulierungen finden Sie überall:

  • "Der Stand der Dinge ist folgender... "
  • "Betrachten wir die Fakten ... "
  • "Wir werden entsprechenende Massnahmen einleiten..."
  • "Wenn wir bedenken, dass die Sachlage den ..."
  • "Wir haben alle Aspekte geprüft und werden die Probleme mit grossem Elan anpacken ..."
  • "Wir werden die Angelegenheit mit gesundem Menschenverstand angehen ...


Glaubwürdiger und wirksamer sind Sätze wie:
Ich zitiere wieder NZZ:


 »Ich habe einen Fehler gemacht«,

 »Ich kümmere mich persönlich binnen einer Woche um das Problem«,

 Oder:

 »Nachdem ich die Vor- und Nachteile abgewogen habe, habe ich so entschieden«.


 In (fast) keinem seiner Vorträge lässt es sich Tom Peters nehmen, ausführlich auf die Notwendigkeit und Vorteile einer klaren Sprache einzugehen. Tom Peters, einer der einflussreichsten Management-Analytiker, Ex-McKinsey-Partner, Berater der US-Regierung und Autor des Klassikers »In Search of Excellence« schwärmt geradezu von der »magischen Kraft« einer Entschuldigung (»Ich war’s. Punkt«).


 Sie bietet in der Unternehmensführung einen »beispiellosen strategischen Hebel«. Eine ähnliche »Macht« spricht er dem schlichten Wort »Danke« an der richtigen Stelle zu.
Genau wie der einflussreiche amerikanische Schriftsteller Raymond Carver (1938 – 1988) fragt Peters: »Warum nicht einfach die Wahrheit sagen?«. Sowohl Carver als auch Peters machen klar, dass Lügen neben dem moralischen Preis einen unangemessenen Zeit- und Kraftaufwand kosten.


 Mit klaren Aussagen erzielen Manager positiven Auswirkungen – sie können es sich schlicht nicht leisten, die Wahrheit zu übertünchen. Das konsequente Eingestehen von eigenen Fehlern ist vielleicht nur ein kleiner Anfang, aber beobachten Sie doch mal in ihrem Umfeld, wer die »magische Kraft« einer Entschuldigung nutzt.

Erkenntnis für Ihr Selbstcoaching :

  • Nennen Sie die Dinge beim Namen: Sagen Sie »Nein«, wenn Sie »Nein« meinen – und »Ja«, wenn Sie »Ja« meinen. Auch wenn dies manchmal Irritationen hervorruft, werden Sie langfristig an Glaubwürdigkeit und Authentizität gewinnen.
  • Achten Sie in Nachrichtensendungen oder Zeitungsartikeln auf Formulierungen, die dem »Schema der Beschönigung« entsprechen. Das hilft Ihnen, dieses selbst zu vermeiden
  •  Sammeln Sie solche vagen Worthülsen:

  • Beispielsweise hören Sie folgende Passage am Radio:

    "Wenn irgendwelche nicht näher erläuternde Umstände es erlauben, könnten wir gewiss versuchen, etliche Aspekte immerhin den gewünschten Gegebenheiten anpassen."

    Dies ist die Antwort aus einem Interview mit einem Behördemitglied.

    "Wissen Sie," fährt der Befragte selbstsicher weiter; "wenn die Angelegenheit mit gesundem Menschenverstand angegangen wird und alle am gleichen Strick ziehen, so ist dies gewiss der erste Schritt in die richtige Richtung. Ich würde meinen: Es geht vorab darum, gemeinsam das nämliche Ziel anzustreben, getragen vom Willen, anstatt zu diskutieren, Hand anzulegen. Denn: Wer der Zukunft ins Auge blickt, stellt fest: Am Ende des Tunnels wird es immer wieder hell."
      LINKS:
  • Reden und nichts Sagen, Reden mit leeren Phrasen und Worthuelsen.
    www.rhetorik.ch/Hohl/Hohl.html
    Für Leute, die "gescheit" reden wollen, werden hier ein paar Aussagen vorgeschlagen, die intelligent tönen, aber nichts sagen. Siehe auch die Beiträge Reden ...
    www.rhetorik.ch/Quasseln/Quasseln.html
     

  • 12. Mai 2002 ... "Airbagrhetorik" ist eine defensive Art der Kommunikation. Worthaufen drängen sich zwischen die Gesprächspartner. Diese leeren Worte im ...
    www.rhetorik.ch/Airbag/Airbag.html
    12. Sept. 2007 ... Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich (www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft im ...
    Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
    Der Vorteil der Airbag-Rhetorik liegt auf der Hand: Niemand kann die Redner später an den Aussagen messen. Wenn das Pu- blikum solche Standardphrasen ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/07/09_12/09_07.pdf
     
  • 4. Juli 2006 ... Wir sahen oft einen Politiker der überzeugen konnte, dann hat uns aber Joschka Fischer immer wieder enttäuscht, wenn er ins Quasseln kam ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/06/07_04.html
    7. Febr. 2004 ... Airbagrhetorik · Quasseln · Reden und nichts sagen · Fussballrhetorik. Durch gezieltes Abschweifen Nach dem Motto gewisser Politiker: ...
    Quasseln · Airbagrhetorik · Reden und nichts sagen ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/12/04_08/index.html
     
  • Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
    (Fortsetzung von Seite 1) gar eine Rezession kommt. Viele erwarten eine solche Beruhigung nach den Olympi- schen Spielen im Jahre 2008. Geopolitisch ...
    www.rhetorik.ch/Weichspueler/alpha.pdf
    4. Apr. 2007 ... Es lohnt sich, diese Weichspüler gezielt zu eliminieren. Erstaunlich: Viele Redner benutzen "Flicklaute". Damit werden Denkpausen akustisch ...
    www.rhetorik.ch/Weichspueler/Weichspueler.html
     


  • vor 3 Tagen ... In meinem zweiten Semester an der Uni hatte ich genug von trockenen Vorlesungen und freute mich auf Seminare mit lebhaften Diskussionen.
    Einfachheit durch verständliche adressatengerechte Sprache. ... Wer kompliziert, zu lange, unstrukturiert, abstrakt und trocken spricht, wird schlecht verstanden.
    17. Febr. 2010 ... Fast jeder Beruf hat seine Sprache, die für das Laienpublikum ... Im Fernsehsimulator gibt es mitunter Leute, die eine komplizierte Fachsprache ...
    1. Jan. 2002 ... Seit langem hatten Erwachsenen Mühe mit der Sprache der ... Medien komplizierte Sachverhalte einfach und "strassengängig" zu vermitteln.
    Durch Analogien und Beispiele können auch komplizierte Zusammenhänge klar ... immer wieder fest, dass Fachleute gerne behaupten, die einfache Sprache, ...
    www.rhetorik.ch/Spiel/Spiel.html
     

Sonntag, 23. Oktober 2016

Amerika vor der Entscheidung

Amerika vor der Entscheidung

Nachlese nach dem dritten TV Duell

von Marcus Knill


Die TV Debatten beeinflussen zwar Wahlen, doch sie sind  nicht entscheidend. Wir können sie nur als Marksteine auf dem langen Weg zur Präsidentschaftswahl sehen. Dennoch haben sie einen Verstärkereffekt.

Rückblick:


Im ersten Duell wurde Hillary Clinton intensiv vorbereitet und gecoacht.

Ihr Verhalten wirkte zu aufgesetzt, zu einstudiert.

Trump versuchte sich beim ersten Auftritt zurück zu nehmen.

Wie zu erfahren war, verzichtete er  auf Berater.

Der Ausgang des ersten Duells wurde  unterschiedlich beurteilt, doch punktete damals   Clinton am meisten.



Bei der zweiten Konfrontation erlebte dann  die Oeffentlichkeit  eine widerwärtige Schlammschlacht.

Dieses abscheuliche Duell  wird in die Mediengeschichte eingehen.

Trump verlor trotz aggressivsten Verhaltens enorm an Terrain. Nach der Publikation seiner frauenverachtenden Aeusserungen in einem alten Video, verlor er auch aus den eigenen Reihen prominente Anhänger.

Viele sahen bereits das Knock Out des Provokateurs, obschon Hillary Clinton in vielen Kreisen nach wie vor immer noch auf  grosse Ablehnung stösst.


Uebrigens: Die Demokratin Clinton und der Republikaner Trump sind laut Umfragen die unbeliebtesten Kandidaten der jüngeren amerikanischen Geschichte.

Vor der dritten Debatte stellen wir uns  die Frage: Wie werden sich  nun die beiden Kontrahenten in der letzten Runde schlagen?



Kaffeesatzleser prognostizierten: Trump wird jetzt aus der Defensive heraus alle Register ziehen und  wild um sich schlagen. Clinton müsste somit gar nicht mehr viel machen. Wenn sie die Nerven  nicht verliere und auf der Sachebene  gelassen argumentiere, werde sie eindeutig gewinnen, schrieb ein Prognostiker.

Ich ging davon aus, dass Trump - jetzt  kurz vor der Wahl - peinliche E - Mails veröffentlichen und  in der Vergangenheit der Clintons wühlen würde.

Anderseits hat Hillary Clinton genügend Finanzkraft, um   überraschend gegen den missliebigen Rivalen eine wirkungsvolle Kampagne inszenieren zu lassen.

Sie würde aber am meisten gewinnen, wenn sich  zurücknimmt und Trump
zappeln lässt.




Ueberzeugungskraft und Glaubwürdigkeit siegen in der Regel.


Wer sich mit Kommunikation und Rhetorik auseinandersetzt, staunt, wenn  bewusst wird, dass der Inhalt der Botschaft (das WAS) gleichsam nur die Spitze des Eisberges ist, das heisst, dass vor allem jene Faktoren, die bei Uerberzeugungsprozessen entscheidend sind  (der grösste Teil des Eisberges),  sich aber unter der Oberfläche befinden. Ausschlaggebend ist und bleibt  das WIE bei  Kommunikationsprozessen. d.h. der Gesamteindruck, die Erscheinung,  die Ausstrahlung (Charisma), die Stimme, der Blick, die Wirkung, das Image und der Ruf einer Persönlichkeit.

Das Phänomen Trump beruht möglicherweise darauf: Er wirkte für viele unverbraucht. Er foutierte sich  um die fragwürdigen Regelwerke der Sprachpolizisten mit der überkorrekten Korrektheit, die in den USA skurrile Formen angenommen haben. Dank seines  Selbstbewusstseins  konnte er erstaunlich viele Menschen beeinflussen.  In der Praxis bestätigt sich immer wieder: Nur wer an das glaubt, was er sagt, der kann überzeugen. Und Trump glaubt wohl   an alle seine  Stussgeschichten.

Er hat ferner einen Instinkt dafür, was die breite Bevölkerung ärgert.

Es hatte lange den Anschein, dass Trump sagen und machen kann, was er will.  Seine stattliche Fangemeinde durfte sich sehen lassen.

Bis zur publizierten Videogeschichte schien an ihm jegliche Kritik  abzuperlen.

Aber es gibt auch  die Volksweisheit: "Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht."

Der Bruch des Kruges zeichnete sich  vor der dritten Debatte deutlich ab - auch in den Umfragewerten.



Unterstellungen, Verschwörungstheorien und Vermutungen



Aus purer Verzweiflung verlangte Trump vor dem dritten Auftritt einen Drogentest für beide Akteure.

Er zog dabei die Schublade "Psychokrieg", indem er behauptete, Hillary Clinton habe vor dem zweiten Duell "leistungsteigernde Substanzen" zu sich genommen.

Trumps Verschwörungstheorien und seine unhaltbaren Vermutungen und Behauptungen wirkten wei ein  Aufbäumen vor dem endgültigen Absturz (Für Trump manipulieren die Medien. Er behauptete, Moderatoren würden parteiisch moderieren und Mikrofone ungleich einstellen). Ferner scheint er bereits zu wissen, dass auch die bevorstehenden Wahlen manipuliert werden. Trumps Feindbilder wirken wie Stohhalme, an denen er sich, um nicht zu ertrinken, festklammert.



Zum dritten Duell:


Wie zu erwarten war, wurden die  gehackten E-Mails  thematisiert. Die Enthüllungen von Wikileaks hätten  Hillary Clinten  enorm schaden können. Aber Clinton verstand es, ihre Schwachpunkte rasch unter den Teppich zu kehren.  Weil Trump so stark im Focus des Medien stand,  perlten die Angriffe an ihr ab. Für sie: Trump sei Dank. Im Duell gelang es Trump höchstens, die Abwärtsspirale ein wenig zu bremsen. 
Auf eine Detailanalyse verzichte ich nach diesem finalen Schlagabtausch in Las Vegas. Erwähnenswert ist dennoch:
Die Kandidaten schonten sich nicht. Sie gerieten heftig aneinander. Clinton wirkte natürlicher, konzentrierter, war viel aggressiver als erwartet. Für Trump sind die Frauengeschichte eine inszenierte Kampagne der Gegenseite. Er glaubt an eine Verschwörung. Bei diesem Eiszeitduell verweigerten beide den Handschlag. Was aufgefallen ist: Trump legt sich  auf die Anerkennung von Wahlergebnis nicht fest. Donald Trump hält die Wahl weiterhin für manipuliert. Hillary Clinton wirft ihm vor, damit die US-Demokratie zu beschädigen, Obschon Hillary Clinton beim heiklen Thema Clinton Stiftung Mühe bekundete, hat sie punktemässig Trump wiederum geschlagen. Der eigentliche Sieger dieser Debatte ist aber aus meiner Sicht der Moderator.
Diese Duell gab jedenfalls hinsichlich Sachthemen am meisten her.  


Wer sich fragt, wer wohl Trump am meisten geschadet hat - während der letzten Monate, weiss jetzt die Antwort: Er sich selbst. 








FAZIT:


Nach der dritten Debatte gibt es wohl nicht mehr viele, die an einen Sieg Trumps glauben.
Das Wort Erdrutschsieg machte die Runde.
Viele Amerikaner haben übrigens bereits abgestimmt.
Die "Oktober- Surprise" mit der Publikation der Steuer- und Videogeschichte Trumps war zu dominant.

Hillary Clinton wird nun problemlos - dank Trumps Verhalten - ins Weisse Haus einziehen. Mit einem anderen Kandidaten hätte sich jedoch der Sieg der Demokraten schon früher abgezeichnet.



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Details aus BLICK online:

Die Highlights des 3. TV-Duells

Das macht Schlagzeilen. Trump lässt offen, ob er den Ausgang der Wahlen annehmen wird.
Handschlag. Gibt es zwischen den beiden Kandidaten an diesem Abend keinen.
Trump zieht Diktatoren dem US-Präsidenten vor. «Putin und Assad sind schlauer und stärker als Barack Obama»
Der lustigste Satz von Clinton. «Als ich Osama bin Laden jagte, war er Moderator bei ‹Celebrity Apprentice›.»
Marionetten-Schlagabtausch. Trump: «Putin will dich nicht im Weissen Haus.» Clinton: «Weil er eine Marionette will.» Trump: «Du bist die Marionette.»
Der widerlichste Satz stammt von Trump. «Clinton ist eine scheussliche Frau.»
Clinton besonders effektiv. Sie bringt Trump dazu, Ronald Reagan zu kritisieren, die Ikone der Republikaner.
Das Versprechen, das Clinton nicht halten kann. «Ich werde keinen Penny Schulden machen.»
Das Versprechen, das Trump nicht halten kann. «Wir werden eine Job-Maschine schaffen, alle werden arbeiten und sehr viel Geld verdienen.»
Clinton böse. «Der Mörder von Orlando kam in Queens zur Welt, im selben Ort wie Donald Trump.»
Google-Tipps von Clinton. «Trump hat nie zugegeben, dass er für den Irak-Krieg war. Googled einfach 'Donald Trump Irak' dann findet ihr die Wahrheit.»
Feldherr Trump. «Wir haben vor drei Monaten schon gesagt, dass wir Mosul einnehmen werden, damit haben wir die Feinde gewarnt, die grossen Generäle drehen sich im Grab um wegen unserer Dummheit.»
Clintons Ansage. «Ich werde keine US-Soldaten in den Irak schicken, um das Land zu besetzen.»
Clinton mit Biss 1. «Als Trump keinen Emmy gewann, twitterte er, die Emmy-Vergabe sei ein Beschiss.»
Clinton mit Biss 2: «Als ich mich in China für Frauenrechte einsetzte, nannte er Miss Universe Alicia Machado eine Fress-Maschine.»
Trump mit Biss. «Clinton dürfte gar nicht als Präsidentin kandidieren, sie ist eine Kriminelle.»
Clinton im Angriff. «Es ist unmöglich zu wissen, ob er die Wahrheit sagt, er hat seine Steuererklärung nicht publik gemacht.»
Trumps Sarkasmus. «Niemand hat mehr Respekt für Frauen als ich. Niemand.»
Clinton wirkungsvoll. «Der Trump Tower hier in Las Vegas ist aus chinesischem Stahl gebaut worden.»
Clinton bringt Trump zum Verstummen. «Trump hat Arbeiter ohne Papiere benutzt, den Trump Tower zu bauen.»
Clinton mit dem Clinton-Plan. Wie bereits Bill Clinton in den 90er-Jahren will sie die Mittelklasse stärken, damit die ganze Wirtschaft wächst.
Ein historischer Moment. Ein US-Präsidentschaftskandidat stellt sich auf die Seite des russischen Präsidenten. «Putin war gescheiter als du in Syrien, überall auf der ganzen Welt.»
Trump spricht fromme Wähler an. «Es ist nicht okay, einer Mutter ein Baby aus dem Bauch zu reissen.»
Längst ist nicht mehr die Frage wichtig, wer am 20. Januar 2017 ins Weisse Haus einziehen wird. Das dürfte Hillary Clinton sein. Ihre zentrale Aufgabe: sie muss das Land nach diesem Wahlkampf zusammenführen.
Nie zuvor in der US-Geschichte ist der demokratische Prozess in der ältesten Demokratie der Welt derart in den Dreck gezogen worden. Das zu korrigieren, ist wahrlich nicht einfach. Clinton wird daran gemessen werden, ob sie das schafft.





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Wann sind Medienberichterstattungen ausgewogen?

d.h. Wann machen Sie im Umgang mit der Kritik ihren Job
richtig?
 
Watson weist darauf hin, dass Journalisten  niemanden schonen dürfen. Selbst, wenn sie Trumps Verhalten völlig daneben finden, dürfen sie die Kontrahentin nicht überhöhen.

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Ich zitiere:

Roger Cohen von der «New York Times» plädiert dafür, keine der beiden Lager zu schonen. Gleichzeitig lässt er keine Zweifel offen, was am Ende herauskommt:
«Weder Fairness noch Ausgewogenheit können verhindern, dass aus gründlicher Berichterstattung klar hervorgeht, dass Clinton zwar Mängel hat, aber Trump schrecklich ist.»
Roger Cohen quelle: new york times

Dass Clinton als geeignete Kandidatin mit Fehlern und Trump als komplett ungeeignet rüberkommt, ist kein Beleg für unfaire oder unausgewogene Medienberichterstattung, im Gegenteil: Es zeigt, dass die Medien ihren Job gemacht haben.

Clinton im Fokus:

Clintons sonderbare Nähe zur Wall Street – Wikileaks veröffentlicht Redeauszüge

Altes Video holt Hillary Clinton ein: 2008 schwatzte sie leichtsinnig über die Ermordung Barack Obamas

Hillary Clintons grösstes Problem ist weder der fehlende Penis noch die Lügen – sondern ihre Paranoia

E-Mail-Affäre fordert prominentes Opfer – Wikileaks-Schlamassel bei US-Demokraten

Trump im Fokus:

Vier Frauen werfen Trump sexuelle Übergriffe vor – seine Reaktion ist unerhört 

Die bizarren Hintergründe des Schock-Videos, das Trump stürzen könnte

«NY Times» veröffentlicht Trumps Steuerdaten – hat er seit 18 Jahren dem Staat nichts gezahlt?

«Unglaublich respektlos»: Nach Trumps Attacke gegen Eltern eines toten Soldaten hagelt es Kritik



  


Samstag, 22. Oktober 2016

Nicht das ROT der Kravatte von Trump dominierte, sondern Clintons WEISS

Weiss wie die Unschuld




Clinton erschien in einem weissen Hosenanzug - 
wie schon nach dem Wahlsieg in Kalifornien,
als sie genügend Stimmen für die Nominierung 
beisammen hatte. Bei der ersten Debatte hatte 
sie Rot getragen, bei der zweiten Blau. Legt 
man alle drei Outfits zusammen, hat man 
Amerikas Nationalfarben.

Zur Aussagekaft der Farbe WEISS.

Weiss ist die Farbe von Priestern und Medizinern.
Aus www. lichtkreis:

Weiß symbolisiert  Reinheit, Sauberkeit, Ordnung, Leichtigkeit, Vollkommenheit





Die Farbe Weiß
Alles Attribute, die  für eine zukünfige Präsidentin wünschenswert sind.

 Im Gegensatz zu Schwarz, der völligen Abwesenheit von Farbe, ist Weiß die Summe aller Farben des Lichts. Es verkörpert also physikalisch gesehen nicht das Nichts, sondern Alles. Weiß hat keinen negativen Zusammenhang, so ist sie die vollkommenste Farbe. Weiß symbolisiert: Licht, Glaube, das Ideale, das Gute, der Anfang, das Neue, Sauberkeit, Unschuld, Bescheidenheit, Wahrheit, die Neutralität, die Klugheit, die Wissenschaft, die Genauigkeit.
 
  In vielen Sprachen ist Weiß mit dem Glänzen des Lichtes verwandt. "Bianco" auf Italienisch, "Blanc" im Französischen. "Leukos" im Griechischen heißt Leuchten.
Weiße Tiere werden als Gott nahe Lebewesen betrachtet.

 Zeus erschien Europa als weißer Stier, der Heilige Geist zeigte sich als weiße Taube, Christus ist das weiße Lamm. In Indien sind weiße Rinder die Verkörperung des Lichtes. In China sind Reiher und Ibis, heilige Vögel der Unsterblichkeit. Daher wurde die Farbe der Götter auch Farbe der Priester. Weiß ist die liturgische Farbe der höchsten Festtage in der katholischen Kirche. Der Papst trägt als Ranghöchster immer Weiß.



Alles was hygienisch sein soll, ist weiß. Sauberkeit ist leicht zu kontrollieren. Arbeitskleidung in Krankenhaus und Lebensmittelgeschäften sind weiß. Weiß ist die Farbe der  Unschuld. Das weiße Opferlamm, als Symbolbild Christi. Die weiße Lilie heißt Madonnenlilie, als Symbol der unbefleckten Empfängnis Marias.


Die Farbe Weiß verbinden wir Menschen mit purer Reinheit, Licht und strahlendem Schnee. In der Magie kommt diese Farbe bei Ritualen zum Einsatz, welche spirituelle Erleuchtung, Reinigung, Hellsehen, Heilung und Wahrheitsfindung zum Ziel haben. Weiß stellt die Ausgewogenheit aller Farben dar und kann für jede andere Farbe eingesetzt werden, da ihr Lichtspektrum nahezu alle Farben enthält. (Quelle: www.hexenpfad.de)


Eskimos verwenden ca. 200 verschiedene Namen für die Farbe Weiß, je nach Farbton und Beschaffenheit ihrer weißen Umwelt. Die deutsche Sprache kennt so unterschiedliche Bezeichnungen wie: brillantweiß, käseweiß, kreidebleich, schlohweiß, schneeweiß, titanweiß, albino und viele viele mehr. Hinzukommt, dass ein und derselbe Farbton immer wieder anders wirkt, je nach Umfeld.

Wer die positiven Assoziationen mit der Farbe Weiß (Unschuld, Sauberkeit, Weisheit, Heiliges)  auf Clinton überträt, muss sich fragen:



- Ist Hillary Clinton so sauber, so unschuldig, so rein?
Aber die Berater waren geschickt, als Kontrapunkt zu Trump 
 Clinton  WEISS zu empfehlen.
Die Farbe weckt Assoziation: Ranghöchste (im Hinblick aufs Präsdidentenamt).