Montag, 24. Oktober 2016

Eindeutig reden

Klar und eindeutig reden!

  Quelle NZZ:

 

Der Wert der klaren Sprache


Tom Peters
Tom Peters (Bild: Bentley.edu)
»Es wurden Fehler gemacht«,

 »Man wird sich dieses Problems annehmen«

Oder:

»Nach Sachlage der Dinge musste die Entscheidung so getroffen werden« 


– wer kennt Formulierungen dieser Art nicht?


 Passivkonstruktionen und Verallgemeinerungen sollen Distanz zwischen den oft unangenehmen Sachverhalten und der mitteilenden Person schaffen und diese aus der Verantwortung nehmen.

AUS RHETORIK.CH

Kommentar:
Eindeutig formulieren kann gelernt werden.
Es lohnt sich solche abgeschwächte Formulierungen von Politikeren und Beamten zu beachten.
Solche vage Formulierungen finden Sie überall:

  • "Der Stand der Dinge ist folgender... "
  • "Betrachten wir die Fakten ... "
  • "Wir werden entsprechenende Massnahmen einleiten..."
  • "Wenn wir bedenken, dass die Sachlage den ..."
  • "Wir haben alle Aspekte geprüft und werden die Probleme mit grossem Elan anpacken ..."
  • "Wir werden die Angelegenheit mit gesundem Menschenverstand angehen ...


Glaubwürdiger und wirksamer sind Sätze wie:
Ich zitiere wieder NZZ:


 »Ich habe einen Fehler gemacht«,

 »Ich kümmere mich persönlich binnen einer Woche um das Problem«,

 Oder:

 »Nachdem ich die Vor- und Nachteile abgewogen habe, habe ich so entschieden«.


 In (fast) keinem seiner Vorträge lässt es sich Tom Peters nehmen, ausführlich auf die Notwendigkeit und Vorteile einer klaren Sprache einzugehen. Tom Peters, einer der einflussreichsten Management-Analytiker, Ex-McKinsey-Partner, Berater der US-Regierung und Autor des Klassikers »In Search of Excellence« schwärmt geradezu von der »magischen Kraft« einer Entschuldigung (»Ich war’s. Punkt«).


 Sie bietet in der Unternehmensführung einen »beispiellosen strategischen Hebel«. Eine ähnliche »Macht« spricht er dem schlichten Wort »Danke« an der richtigen Stelle zu.
Genau wie der einflussreiche amerikanische Schriftsteller Raymond Carver (1938 – 1988) fragt Peters: »Warum nicht einfach die Wahrheit sagen?«. Sowohl Carver als auch Peters machen klar, dass Lügen neben dem moralischen Preis einen unangemessenen Zeit- und Kraftaufwand kosten.


 Mit klaren Aussagen erzielen Manager positiven Auswirkungen – sie können es sich schlicht nicht leisten, die Wahrheit zu übertünchen. Das konsequente Eingestehen von eigenen Fehlern ist vielleicht nur ein kleiner Anfang, aber beobachten Sie doch mal in ihrem Umfeld, wer die »magische Kraft« einer Entschuldigung nutzt.

Erkenntnis für Ihr Selbstcoaching :

  • Nennen Sie die Dinge beim Namen: Sagen Sie »Nein«, wenn Sie »Nein« meinen – und »Ja«, wenn Sie »Ja« meinen. Auch wenn dies manchmal Irritationen hervorruft, werden Sie langfristig an Glaubwürdigkeit und Authentizität gewinnen.
  • Achten Sie in Nachrichtensendungen oder Zeitungsartikeln auf Formulierungen, die dem »Schema der Beschönigung« entsprechen. Das hilft Ihnen, dieses selbst zu vermeiden
  •  Sammeln Sie solche vagen Worthülsen:

  • Beispielsweise hören Sie folgende Passage am Radio:

    "Wenn irgendwelche nicht näher erläuternde Umstände es erlauben, könnten wir gewiss versuchen, etliche Aspekte immerhin den gewünschten Gegebenheiten anpassen."

    Dies ist die Antwort aus einem Interview mit einem Behördemitglied.

    "Wissen Sie," fährt der Befragte selbstsicher weiter; "wenn die Angelegenheit mit gesundem Menschenverstand angegangen wird und alle am gleichen Strick ziehen, so ist dies gewiss der erste Schritt in die richtige Richtung. Ich würde meinen: Es geht vorab darum, gemeinsam das nämliche Ziel anzustreben, getragen vom Willen, anstatt zu diskutieren, Hand anzulegen. Denn: Wer der Zukunft ins Auge blickt, stellt fest: Am Ende des Tunnels wird es immer wieder hell."
      LINKS:
  • Reden und nichts Sagen, Reden mit leeren Phrasen und Worthuelsen.
    www.rhetorik.ch/Hohl/Hohl.html
    Für Leute, die "gescheit" reden wollen, werden hier ein paar Aussagen vorgeschlagen, die intelligent tönen, aber nichts sagen. Siehe auch die Beiträge Reden ...
    www.rhetorik.ch/Quasseln/Quasseln.html
     

  • 12. Mai 2002 ... "Airbagrhetorik" ist eine defensive Art der Kommunikation. Worthaufen drängen sich zwischen die Gesprächspartner. Diese leeren Worte im ...
    www.rhetorik.ch/Airbag/Airbag.html
    12. Sept. 2007 ... Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich (www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft im ...
    Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
    Der Vorteil der Airbag-Rhetorik liegt auf der Hand: Niemand kann die Redner später an den Aussagen messen. Wenn das Pu- blikum solche Standardphrasen ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/07/09_12/09_07.pdf
     
  • 4. Juli 2006 ... Wir sahen oft einen Politiker der überzeugen konnte, dann hat uns aber Joschka Fischer immer wieder enttäuscht, wenn er ins Quasseln kam ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/06/07_04.html
    7. Febr. 2004 ... Airbagrhetorik · Quasseln · Reden und nichts sagen · Fussballrhetorik. Durch gezieltes Abschweifen Nach dem Motto gewisser Politiker: ...
    Quasseln · Airbagrhetorik · Reden und nichts sagen ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/12/04_08/index.html
     
  • Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
    (Fortsetzung von Seite 1) gar eine Rezession kommt. Viele erwarten eine solche Beruhigung nach den Olympi- schen Spielen im Jahre 2008. Geopolitisch ...
    www.rhetorik.ch/Weichspueler/alpha.pdf
    4. Apr. 2007 ... Es lohnt sich, diese Weichspüler gezielt zu eliminieren. Erstaunlich: Viele Redner benutzen "Flicklaute". Damit werden Denkpausen akustisch ...
    www.rhetorik.ch/Weichspueler/Weichspueler.html
     


  • vor 3 Tagen ... In meinem zweiten Semester an der Uni hatte ich genug von trockenen Vorlesungen und freute mich auf Seminare mit lebhaften Diskussionen.
    Einfachheit durch verständliche adressatengerechte Sprache. ... Wer kompliziert, zu lange, unstrukturiert, abstrakt und trocken spricht, wird schlecht verstanden.
    17. Febr. 2010 ... Fast jeder Beruf hat seine Sprache, die für das Laienpublikum ... Im Fernsehsimulator gibt es mitunter Leute, die eine komplizierte Fachsprache ...
    1. Jan. 2002 ... Seit langem hatten Erwachsenen Mühe mit der Sprache der ... Medien komplizierte Sachverhalte einfach und "strassengängig" zu vermitteln.
    Durch Analogien und Beispiele können auch komplizierte Zusammenhänge klar ... immer wieder fest, dass Fachleute gerne behaupten, die einfache Sprache, ...
    www.rhetorik.ch/Spiel/Spiel.html
     

Sonntag, 23. Oktober 2016

Amerika vor der Entscheidung

Amerika vor der Entscheidung

Nachlese nach dem dritten TV Duell

von Marcus Knill


Die TV Debatten beeinflussen zwar Wahlen, doch sie sind  nicht entscheidend. Wir können sie nur als Marksteine auf dem langen Weg zur Präsidentschaftswahl sehen. Dennoch haben sie einen Verstärkereffekt.

Rückblick:


Im ersten Duell wurde Hillary Clinton intensiv vorbereitet und gecoacht.

Ihr Verhalten wirkte zu aufgesetzt, zu einstudiert.

Trump versuchte sich beim ersten Auftritt zurück zu nehmen.

Wie zu erfahren war, verzichtete er  auf Berater.

Der Ausgang des ersten Duells wurde  unterschiedlich beurteilt, doch punktete damals   Clinton am meisten.



Bei der zweiten Konfrontation erlebte dann  die Oeffentlichkeit  eine widerwärtige Schlammschlacht.

Dieses abscheuliche Duell  wird in die Mediengeschichte eingehen.

Trump verlor trotz aggressivsten Verhaltens enorm an Terrain. Nach der Publikation seiner frauenverachtenden Aeusserungen in einem alten Video, verlor er auch aus den eigenen Reihen prominente Anhänger.

Viele sahen bereits das Knock Out des Provokateurs, obschon Hillary Clinton in vielen Kreisen nach wie vor immer noch auf  grosse Ablehnung stösst.


Uebrigens: Die Demokratin Clinton und der Republikaner Trump sind laut Umfragen die unbeliebtesten Kandidaten der jüngeren amerikanischen Geschichte.

Vor der dritten Debatte stellen wir uns  die Frage: Wie werden sich  nun die beiden Kontrahenten in der letzten Runde schlagen?



Kaffeesatzleser prognostizierten: Trump wird jetzt aus der Defensive heraus alle Register ziehen und  wild um sich schlagen. Clinton müsste somit gar nicht mehr viel machen. Wenn sie die Nerven  nicht verliere und auf der Sachebene  gelassen argumentiere, werde sie eindeutig gewinnen, schrieb ein Prognostiker.

Ich ging davon aus, dass Trump - jetzt  kurz vor der Wahl - peinliche E - Mails veröffentlichen und  in der Vergangenheit der Clintons wühlen würde.

Anderseits hat Hillary Clinton genügend Finanzkraft, um   überraschend gegen den missliebigen Rivalen eine wirkungsvolle Kampagne inszenieren zu lassen.

Sie würde aber am meisten gewinnen, wenn sich  zurücknimmt und Trump
zappeln lässt.




Ueberzeugungskraft und Glaubwürdigkeit siegen in der Regel.


Wer sich mit Kommunikation und Rhetorik auseinandersetzt, staunt, wenn  bewusst wird, dass der Inhalt der Botschaft (das WAS) gleichsam nur die Spitze des Eisberges ist, das heisst, dass vor allem jene Faktoren, die bei Uerberzeugungsprozessen entscheidend sind  (der grösste Teil des Eisberges),  sich aber unter der Oberfläche befinden. Ausschlaggebend ist und bleibt  das WIE bei  Kommunikationsprozessen. d.h. der Gesamteindruck, die Erscheinung,  die Ausstrahlung (Charisma), die Stimme, der Blick, die Wirkung, das Image und der Ruf einer Persönlichkeit.

Das Phänomen Trump beruht möglicherweise darauf: Er wirkte für viele unverbraucht. Er foutierte sich  um die fragwürdigen Regelwerke der Sprachpolizisten mit der überkorrekten Korrektheit, die in den USA skurrile Formen angenommen haben. Dank seines  Selbstbewusstseins  konnte er erstaunlich viele Menschen beeinflussen.  In der Praxis bestätigt sich immer wieder: Nur wer an das glaubt, was er sagt, der kann überzeugen. Und Trump glaubt wohl   an alle seine  Stussgeschichten.

Er hat ferner einen Instinkt dafür, was die breite Bevölkerung ärgert.

Es hatte lange den Anschein, dass Trump sagen und machen kann, was er will.  Seine stattliche Fangemeinde durfte sich sehen lassen.

Bis zur publizierten Videogeschichte schien an ihm jegliche Kritik  abzuperlen.

Aber es gibt auch  die Volksweisheit: "Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht."

Der Bruch des Kruges zeichnete sich  vor der dritten Debatte deutlich ab - auch in den Umfragewerten.



Unterstellungen, Verschwörungstheorien und Vermutungen



Aus purer Verzweiflung verlangte Trump vor dem dritten Auftritt einen Drogentest für beide Akteure.

Er zog dabei die Schublade "Psychokrieg", indem er behauptete, Hillary Clinton habe vor dem zweiten Duell "leistungsteigernde Substanzen" zu sich genommen.

Trumps Verschwörungstheorien und seine unhaltbaren Vermutungen und Behauptungen wirkten wei ein  Aufbäumen vor dem endgültigen Absturz (Für Trump manipulieren die Medien. Er behauptete, Moderatoren würden parteiisch moderieren und Mikrofone ungleich einstellen). Ferner scheint er bereits zu wissen, dass auch die bevorstehenden Wahlen manipuliert werden. Trumps Feindbilder wirken wie Stohhalme, an denen er sich, um nicht zu ertrinken, festklammert.



Zum dritten Duell:


Wie zu erwarten war, wurden die  gehackten E-Mails  thematisiert. Die Enthüllungen von Wikileaks hätten  Hillary Clinten  enorm schaden können. Aber Clinton verstand es, ihre Schwachpunkte rasch unter den Teppich zu kehren.  Weil Trump so stark im Focus des Medien stand,  perlten die Angriffe an ihr ab. Für sie: Trump sei Dank. Im Duell gelang es Trump höchstens, die Abwärtsspirale ein wenig zu bremsen. 
Auf eine Detailanalyse verzichte ich nach diesem finalen Schlagabtausch in Las Vegas. Erwähnenswert ist dennoch:
Die Kandidaten schonten sich nicht. Sie gerieten heftig aneinander. Clinton wirkte natürlicher, konzentrierter, war viel aggressiver als erwartet. Für Trump sind die Frauengeschichte eine inszenierte Kampagne der Gegenseite. Er glaubt an eine Verschwörung. Bei diesem Eiszeitduell verweigerten beide den Handschlag. Was aufgefallen ist: Trump legt sich  auf die Anerkennung von Wahlergebnis nicht fest. Donald Trump hält die Wahl weiterhin für manipuliert. Hillary Clinton wirft ihm vor, damit die US-Demokratie zu beschädigen, Obschon Hillary Clinton beim heiklen Thema Clinton Stiftung Mühe bekundete, hat sie punktemässig Trump wiederum geschlagen. Der eigentliche Sieger dieser Debatte ist aber aus meiner Sicht der Moderator.
Diese Duell gab jedenfalls hinsichlich Sachthemen am meisten her.  


Wer sich fragt, wer wohl Trump am meisten geschadet hat - während der letzten Monate, weiss jetzt die Antwort: Er sich selbst. 








FAZIT:


Nach der dritten Debatte gibt es wohl nicht mehr viele, die an einen Sieg Trumps glauben.
Das Wort Erdrutschsieg machte die Runde.
Viele Amerikaner haben übrigens bereits abgestimmt.
Die "Oktober- Surprise" mit der Publikation der Steuer- und Videogeschichte Trumps war zu dominant.

Hillary Clinton wird nun problemlos - dank Trumps Verhalten - ins Weisse Haus einziehen. Mit einem anderen Kandidaten hätte sich jedoch der Sieg der Demokraten schon früher abgezeichnet.



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Details aus BLICK online:

Die Highlights des 3. TV-Duells

Das macht Schlagzeilen. Trump lässt offen, ob er den Ausgang der Wahlen annehmen wird.
Handschlag. Gibt es zwischen den beiden Kandidaten an diesem Abend keinen.
Trump zieht Diktatoren dem US-Präsidenten vor. «Putin und Assad sind schlauer und stärker als Barack Obama»
Der lustigste Satz von Clinton. «Als ich Osama bin Laden jagte, war er Moderator bei ‹Celebrity Apprentice›.»
Marionetten-Schlagabtausch. Trump: «Putin will dich nicht im Weissen Haus.» Clinton: «Weil er eine Marionette will.» Trump: «Du bist die Marionette.»
Der widerlichste Satz stammt von Trump. «Clinton ist eine scheussliche Frau.»
Clinton besonders effektiv. Sie bringt Trump dazu, Ronald Reagan zu kritisieren, die Ikone der Republikaner.
Das Versprechen, das Clinton nicht halten kann. «Ich werde keinen Penny Schulden machen.»
Das Versprechen, das Trump nicht halten kann. «Wir werden eine Job-Maschine schaffen, alle werden arbeiten und sehr viel Geld verdienen.»
Clinton böse. «Der Mörder von Orlando kam in Queens zur Welt, im selben Ort wie Donald Trump.»
Google-Tipps von Clinton. «Trump hat nie zugegeben, dass er für den Irak-Krieg war. Googled einfach 'Donald Trump Irak' dann findet ihr die Wahrheit.»
Feldherr Trump. «Wir haben vor drei Monaten schon gesagt, dass wir Mosul einnehmen werden, damit haben wir die Feinde gewarnt, die grossen Generäle drehen sich im Grab um wegen unserer Dummheit.»
Clintons Ansage. «Ich werde keine US-Soldaten in den Irak schicken, um das Land zu besetzen.»
Clinton mit Biss 1. «Als Trump keinen Emmy gewann, twitterte er, die Emmy-Vergabe sei ein Beschiss.»
Clinton mit Biss 2: «Als ich mich in China für Frauenrechte einsetzte, nannte er Miss Universe Alicia Machado eine Fress-Maschine.»
Trump mit Biss. «Clinton dürfte gar nicht als Präsidentin kandidieren, sie ist eine Kriminelle.»
Clinton im Angriff. «Es ist unmöglich zu wissen, ob er die Wahrheit sagt, er hat seine Steuererklärung nicht publik gemacht.»
Trumps Sarkasmus. «Niemand hat mehr Respekt für Frauen als ich. Niemand.»
Clinton wirkungsvoll. «Der Trump Tower hier in Las Vegas ist aus chinesischem Stahl gebaut worden.»
Clinton bringt Trump zum Verstummen. «Trump hat Arbeiter ohne Papiere benutzt, den Trump Tower zu bauen.»
Clinton mit dem Clinton-Plan. Wie bereits Bill Clinton in den 90er-Jahren will sie die Mittelklasse stärken, damit die ganze Wirtschaft wächst.
Ein historischer Moment. Ein US-Präsidentschaftskandidat stellt sich auf die Seite des russischen Präsidenten. «Putin war gescheiter als du in Syrien, überall auf der ganzen Welt.»
Trump spricht fromme Wähler an. «Es ist nicht okay, einer Mutter ein Baby aus dem Bauch zu reissen.»
Längst ist nicht mehr die Frage wichtig, wer am 20. Januar 2017 ins Weisse Haus einziehen wird. Das dürfte Hillary Clinton sein. Ihre zentrale Aufgabe: sie muss das Land nach diesem Wahlkampf zusammenführen.
Nie zuvor in der US-Geschichte ist der demokratische Prozess in der ältesten Demokratie der Welt derart in den Dreck gezogen worden. Das zu korrigieren, ist wahrlich nicht einfach. Clinton wird daran gemessen werden, ob sie das schafft.





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Wann sind Medienberichterstattungen ausgewogen?

d.h. Wann machen Sie im Umgang mit der Kritik ihren Job
richtig?
 
Watson weist darauf hin, dass Journalisten  niemanden schonen dürfen. Selbst, wenn sie Trumps Verhalten völlig daneben finden, dürfen sie die Kontrahentin nicht überhöhen.

___________

Ich zitiere:

Roger Cohen von der «New York Times» plädiert dafür, keine der beiden Lager zu schonen. Gleichzeitig lässt er keine Zweifel offen, was am Ende herauskommt:
«Weder Fairness noch Ausgewogenheit können verhindern, dass aus gründlicher Berichterstattung klar hervorgeht, dass Clinton zwar Mängel hat, aber Trump schrecklich ist.»
Roger Cohen quelle: new york times

Dass Clinton als geeignete Kandidatin mit Fehlern und Trump als komplett ungeeignet rüberkommt, ist kein Beleg für unfaire oder unausgewogene Medienberichterstattung, im Gegenteil: Es zeigt, dass die Medien ihren Job gemacht haben.

Clinton im Fokus:

Clintons sonderbare Nähe zur Wall Street – Wikileaks veröffentlicht Redeauszüge

Altes Video holt Hillary Clinton ein: 2008 schwatzte sie leichtsinnig über die Ermordung Barack Obamas

Hillary Clintons grösstes Problem ist weder der fehlende Penis noch die Lügen – sondern ihre Paranoia

E-Mail-Affäre fordert prominentes Opfer – Wikileaks-Schlamassel bei US-Demokraten

Trump im Fokus:

Vier Frauen werfen Trump sexuelle Übergriffe vor – seine Reaktion ist unerhört 

Die bizarren Hintergründe des Schock-Videos, das Trump stürzen könnte

«NY Times» veröffentlicht Trumps Steuerdaten – hat er seit 18 Jahren dem Staat nichts gezahlt?

«Unglaublich respektlos»: Nach Trumps Attacke gegen Eltern eines toten Soldaten hagelt es Kritik



  


Samstag, 22. Oktober 2016

Nicht das ROT der Kravatte von Trump dominierte, sondern Clintons WEISS

Weiss wie die Unschuld




Clinton erschien in einem weissen Hosenanzug - 
wie schon nach dem Wahlsieg in Kalifornien,
als sie genügend Stimmen für die Nominierung 
beisammen hatte. Bei der ersten Debatte hatte 
sie Rot getragen, bei der zweiten Blau. Legt 
man alle drei Outfits zusammen, hat man 
Amerikas Nationalfarben.

Zur Aussagekaft der Farbe WEISS.

Weiss ist die Farbe von Priestern und Medizinern.
Aus www. lichtkreis:

Weiß symbolisiert  Reinheit, Sauberkeit, Ordnung, Leichtigkeit, Vollkommenheit





Die Farbe Weiß
Alles Attribute, die  für eine zukünfige Präsidentin wünschenswert sind.

 Im Gegensatz zu Schwarz, der völligen Abwesenheit von Farbe, ist Weiß die Summe aller Farben des Lichts. Es verkörpert also physikalisch gesehen nicht das Nichts, sondern Alles. Weiß hat keinen negativen Zusammenhang, so ist sie die vollkommenste Farbe. Weiß symbolisiert: Licht, Glaube, das Ideale, das Gute, der Anfang, das Neue, Sauberkeit, Unschuld, Bescheidenheit, Wahrheit, die Neutralität, die Klugheit, die Wissenschaft, die Genauigkeit.
 
  In vielen Sprachen ist Weiß mit dem Glänzen des Lichtes verwandt. "Bianco" auf Italienisch, "Blanc" im Französischen. "Leukos" im Griechischen heißt Leuchten.
Weiße Tiere werden als Gott nahe Lebewesen betrachtet.

 Zeus erschien Europa als weißer Stier, der Heilige Geist zeigte sich als weiße Taube, Christus ist das weiße Lamm. In Indien sind weiße Rinder die Verkörperung des Lichtes. In China sind Reiher und Ibis, heilige Vögel der Unsterblichkeit. Daher wurde die Farbe der Götter auch Farbe der Priester. Weiß ist die liturgische Farbe der höchsten Festtage in der katholischen Kirche. Der Papst trägt als Ranghöchster immer Weiß.



Alles was hygienisch sein soll, ist weiß. Sauberkeit ist leicht zu kontrollieren. Arbeitskleidung in Krankenhaus und Lebensmittelgeschäften sind weiß. Weiß ist die Farbe der  Unschuld. Das weiße Opferlamm, als Symbolbild Christi. Die weiße Lilie heißt Madonnenlilie, als Symbol der unbefleckten Empfängnis Marias.


Die Farbe Weiß verbinden wir Menschen mit purer Reinheit, Licht und strahlendem Schnee. In der Magie kommt diese Farbe bei Ritualen zum Einsatz, welche spirituelle Erleuchtung, Reinigung, Hellsehen, Heilung und Wahrheitsfindung zum Ziel haben. Weiß stellt die Ausgewogenheit aller Farben dar und kann für jede andere Farbe eingesetzt werden, da ihr Lichtspektrum nahezu alle Farben enthält. (Quelle: www.hexenpfad.de)


Eskimos verwenden ca. 200 verschiedene Namen für die Farbe Weiß, je nach Farbton und Beschaffenheit ihrer weißen Umwelt. Die deutsche Sprache kennt so unterschiedliche Bezeichnungen wie: brillantweiß, käseweiß, kreidebleich, schlohweiß, schneeweiß, titanweiß, albino und viele viele mehr. Hinzukommt, dass ein und derselbe Farbton immer wieder anders wirkt, je nach Umfeld.

Wer die positiven Assoziationen mit der Farbe Weiß (Unschuld, Sauberkeit, Weisheit, Heiliges)  auf Clinton überträt, muss sich fragen:



- Ist Hillary Clinton so sauber, so unschuldig, so rein?
Aber die Berater waren geschickt, als Kontrapunkt zu Trump 
 Clinton  WEISS zu empfehlen.
Die Farbe weckt Assoziation: Ranghöchste (im Hinblick aufs Präsdidentenamt). 

Donnerstag, 20. Oktober 2016

AMERIKA MUSS NUN ENTSCHEIDEN

Aus PERSOENLICH.COM:

Nachrichtenbild für "marcus knill" von persoenlich.com

In diesem Duell ging es endlich um Sachthemen

persoenlich.com-vor 19 Minuten
Die TV-Debatten beeinflussen zwar Wahlen, doch sie sind nicht entscheidend. Wir können sie als Marksteine auf dem langen Weg zur ...

Mittwoch, 19. Oktober 2016

FEEDBACK geben-aber wie?


INPUT

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Aus der Praxis für die Praxis

Erkenntnisse aus meiner Tätigkeit

von Marcus Knill

_______________

1. These (Das Wichtigste):
Bildergebnis für Verbesserung
Jedes Feedbackverfahren, jedes Feedback muss immer zu einer VERBESSERUNG führen. Sonst sind alle Bemühungen sinnlos.
Feedbackverfahren dürfen weder zu Pflichtübungen verkommen noch Selbstzweck sein.

2. These:
Bildergebnis für AKzeptanz

Die Rückmeldung muss AKZEPTIERT werden und zur Einsicht führen, sich punktuell zu verbessern

3. These:
Bildergebnis für direkt kritisieren

Feedback muss DIREKT erfolgen

4. These:

Bildergebnis für Nicht an den Pranger stellen

Feedback darf nicht Menschen an den Pranger stellen. 
Deshalb VERTRAULICH evt. ANONYM
Nicht OEFFENTLICH

5. These:

Bildergebnis für Die  Zahl EINS

Nur EIN Lernpunkt (LERNBILD) gemeinsam vereinbaren
und Ueberprüfungstermin (Verbesserungskontrolle vereinbaren)

6. These:

Bildergebnis für selbstkritik


 SELBSTkritik hat Vorrang

7. These:

Bildergebnis für hofnarr

Feedbacknehmer darf "Hofnärrin" bestimmen.
Es darf kein Lernpartner aufgezwungen werden, der vom Feedbacknehmer nicht akzeptiert wird.

8. These:
Bildergebnis für unbeschriebenes blatt

Statt vorgedruckte Formulare haben sich leere Blätter bewährt, auf denen jeder offen seine Rückmeldung geben kann, die ihm wichtig scheinen.

9. These:
Bildergebnis für mitarbeiter loben

LOB ist die wichtigste Rückmeldung.

10. These:
Bildergebnis für Spiegel vorhalten

Feedback geben heisst vor allem, den SPIEGEL vorhalten.

***************

WIRKUNGSVOLL SPIEGELN


- schwerwiegende Konflikte schon 
  vor dem Gespräch bereinigen 
- Situation konkret beschreiben
- Problematik der Hierarchie 
   berücksichtigen


ALS EMPFAENGER WICHTIG:

- Fragen
- Zuhören
- Notizen machen
- Gehörtes mit eigenen 
  Worten zusammenfassen

LINKS aus rhetorik.ch (Navigation über das Suchfenster):



Klicken Sie auf einen der Typen:
www.rhetorik.ch/Typen/Typen.html

Menschenkenntnis fängt stets bei der eigenen Person an: Nur wer sich selbst gut kennt, kann sein Umfeld besser beurteilen.
www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis1.html
Menschenkenntnis, Mimik,Menschen durschauen- ist das moeglich?
26. Mai 2008 ... Quelle: Sendung Radio DRS 2 über Menschenkenntnis. Der Gesprächspartner ( Journalist, Sendeleiter und Moderator) war Stephan Mester.
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/05_26/


Wir möchten auch wissen, wie wir wahrgenommen werden. In einem sogenannten "Feedback" melden wir dem Gespächspartner, was wir verstanden haben, ...
www.rhetorik.ch/Johari/Johari.html

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
24. Apr. 2007 ... «Weichspüler» entdecken würden: Schen- ken Sie diesen Abschwächungen irgendwie ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Mögli- cherweise ...
Wer mit Menschen zu tun hat, sollte sich von den Adressaten regelmässig bespiegeln lassen (Feedback). Erstaunlicherweise verlangen nur wenige Ausbildner ...
In den nachfolgenden Ausführungen müssen wir uns deshalb vorab der Analyse und dem fachgerechten Feedback zuwenden. Das theoretische Grundwissen ...
12. Okt. 2003 ... Rhetorik.ch, 1998-2003 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Quellenangabe erforderlich. Feedback? Knill.com.
Wir zeigen Führungskräften bei unseren Beratungen, wie sie tatsächlich wirken. Intern erhalten Vorgesetzte kaum ein ehrliches Feedback. Kollegen kann man ...
Video und Tonbandnalysenf; Feedback durch Partner. Sich durch einen " Hofnarren" spiegeln zu lassen. Um natürlich zu kommunizieren, ist etwas vom ...
30. Apr. 2004 ... Kritikgespraeche mit dem Chef. ... Reagieren Sie aber nie spontan auf kritikwürdige Vorfälle. Der innere Abstand ist wichtig, um Emotionen ...
Kritikgespraeche fuehren, aber wie. ... Mit Kritikern umgehen · Den Chef kritisieren- aber wie? ... Oder wir ersetzen das Wort "aber" mit Abfangformulierungen.
22. Nov. 2006 ... Zum Beispiel vom Chef? ... "Aber ohne Kritik kommt man nicht weiter. ... Die Ausgangssituation: Dein Chef kritisiert dich an einer Sitzung, vor ...


Killerphrasen
Rhetorik.ch, 1998-2009 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- und Quellenangabe erforderlich. Feedback? Knill.com.

Das Feedback erfolgte somit indirekt über die Schulpflege. Erst später informierte die Behörde ihre Lehrerinnen und Lehrer global über das Gesamtresultat.
www.rhetorik.ch/Beurteilen/Beurteilen.html






Zu unserem Intensivseminar

FEEDBACK

FEEDBACK


F  wie  Fairness, Fremdsicht, fördern

E  wie  Einsicht, EIN Lernbild ankern, 
ehrlich

E  wie Eigenwahrnehmung, 
Einstellung, Entwicklungsziel

D  wie Distanz, Dreiklang 
(Wahrnehmung, Wirkung 
auf  mich, Wunsch)

B  wie Beschreiben, Beobachtung, 
Besserungspunkt, Beurteilung, 
Bewertung von aussen,    
Beziehungsebene muss stimmen 
(Kritik wird bei Störungen
nicht akzeptiert)

A  wie  Anerkennung, Achtsamkeit, 
Augenhöhe, Allein spiegeln nicht
 in der Gruppe, 
Autonomy (autonome, unabhängige, 
eigenständige Rückmeldung)

C  wie  Checkliste, Chef spiegeln- aber wie? 
Certainty (Veränderungen lösen immer 
Unruhe und Vermeidungsmuster aus. 
Deshalb müssen wir für Sicherheit sorgen)

K  wie  Klar, konkret, konstruktiv

10 Fehler beim FEEDBACK- geben

Das sind NO-GOs:


Hier die 10 häufigsten Fehler, die wir unbedingt vermeiden sollten:


1. Handlungen bewerten, nicht Persönlichkeiten

Vermutlich Nummer eins auf der Top Liste ist, das Feedback auf persönlicher Ebene zu platzieren während es immer auf Handlungen bezogen sein sollte. Persönliches Feedback bringt Leute dazu, sich zu rechtfertigen und sich angegriffen zu fühlen. "Was glaubt er mir sagen zu können ich bin zu harsch?" Diese Energie sollte nicht auf Emotionen geleitet werden sondern darauf, den Vortrag zu reflektieren und sein Verhalten zu verbessern. Daher darf auch nur die Handlung selbst bewertet werden und nicht die Person.

2. Ungenaues Feedback

Dieser Fehler geht Hand in Hand mit Nummer eins. Beim Feedback geben ist es wichtig präzise zu sein und zu verdeutlichen was besonders gut war und was nicht. Jemanden zu sagen "Das war eine großartige Präsentation" ist ein tolles Kompliment, hilft aber nicht dabei herauszufinden, was gut gemacht wurde. In diesem Fall sollte man z.b. auf Punkte wie Körpersprache, Artikulation etc. eingehen um die Stärken hervorzuheben

3. Feedback von Fremden (indirekte Rückmeldungen)

Feedback sollte immer persönlich gestaltet werden und nicht durch dritte übermittelt werden. Wer z.B. hört: "Wir haben das Gefühl schlecht gemanaged zu werden" wundert sich vielmehr darüber, wer im Team so etwas hinter seinem Rücken sagt als sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Man verbringt die gesamte Zeit damit, herauszufinden wer was zu wem gesagt hat anstelle das Gesagte anzuwenden. Daher ist es entscheidend, Feedback immer in einem 1:1 Gespräch mitzuteilen.

4. Negatives Feedback verpacken

Eine gern gesehene Methode ist es, negatives Feedback zwischen zwei positiven Statements zu verpacken. Diese Sandwich Methode sollte vermieden werden. In 90% der Fällen, findet man heraus was gespielt wird und blendet die positiven Nachrichten aus. Viel effektiver ist es in einer chronologischen Reihenfolge zu bleiben oder alles Positive und alles Negative zusammenzufassen. Wichtig: Das Feedback sollte Immer mit etwas positiven beendet werden. 

5. Verallgemeinerungen 

Ein weiterer sehr beliebter Fehler ist es, zu viele allgemeine Wörter wie "immer" oder "ständig" zu benutzten. Das Feedback muss sich konkret auf eine Tatsache beziehen, die genau so passiert ist - Es sollte nicht generell ausgesprochen werden. Das führt anderenfalls dazu, dass der Empfänger sich angegriffen fühlt weil er sich an diverse Situationen erinnern kann, in welchen das so nicht passiert ist.

6. Psychoanalysen im Feedback

Eine Psychoanalyse hat im Feedback nichts verloren. Zu behaupten, die Hintergründe einer Person zu kennen, und das Feedback darauf aufzubauen ist ein fataler Fehler, den man unbedingt vermeiden sollte. Dieses Verhalten lenkt die Tatsache von Fakten auf eine persönliche Ebene. Der Empfänger fühlt sich angegriffen und wird sich vielmehr mit den verbundenen Emotionen beschäftigen, als mit dem eigentlichen Feedback. Zudem kann so ein Kommentar zu starken Spannungen innerhalb des Teams führen.

7. Den Sinn verfehlt

Viele Leute verstehen den Sinn des Feedbacks falsch und fangen an persönliche Erfahrungen zu erzählen, Rat zu geben und das Problem des Empfängers zu lösen. Das ist nett gemeint aber sehr ineffizient da die Lösung nicht einfach so kopiert werden kann. Mann muss Zeit haben alles in seinem eigenen Tempo Revue passieren zu lassen und zu verdauen. Dieser Fehler endet auch oft in zu langen und ausschweifenden Feedbacks.

8. Indirekter Angriff im Feedback

Wer indirekt eine Gefahr im Feedback erkennen kann wird dieses nur mit Emotionen wahrnehmen. Nicht selten werden indirekt Kommentare losgelassen, wie z.B: "Wollen Sie in dieser Firma erfolgreich sein?". Das alarmiert sämtliche Alarmglocken des Empfängers und verhindert dass das Feedback sachlich bleibt. Zudem erzeugt es persönliche Spannungen und kann dazu führen dass Misstrauen entsteht. 

9. Unangebrachter Humor

Manche Leute tendieren dazu, Ihr Feedback durch Sarkasmus kund zu geben, wenn sie sich nicht wohl dabei fühlen, eine Sache direkt anzusprechen. Jemandem, der zu spät zu einem Meeting ist, zu sagen: "Schön dass du so früh da bist" greift die Person entweder auf einer persönlichen Ebene an oder wird als Spass missverstanden. Es gibt keinen Hinweis auf die Auswirkungen dieser Handlung und warum diese Person es in Zukunft ändern sollte.     

10. Feedback in Fragen formulieren

Wer sein Feedback in Form einer Frage wider gibt, bringt den Empfänger dazu, diese sarkastisch oder rhetorisch zu verstehen bzw. sich eventuell sogar angegriffen zu fühlen. Fragestellung ist besonders ineffizient und indirekt beim Feedback geben und sollte vermieden werden. 
(Quelle for-startups.org)


FEEDBACKREGELN nach initio

Feedbackregeln: 

Feedback geben leicht gemacht

Feedbackregeln: Wer die Regeln für angemessenes Feedback nicht beherrscht, kann ungeahnte Widerstände hervorrufen – und setzt schlimmstenfalls gute Beziehungen zu Mitarbeitern, Kollegen oder auch Freunden aufs Spiel. Worauf es beim Feedback geben ankommt, erklärt dieser Methoden-Ratgeber aus der Organisationsentwicklung.
Wie muss Feedback beschaffen sein, damit es wirklich angenommen werden kann und „ankommt“? Hier zehn goldenen Feedbackregeln für den Führungsalltag:

  1. Beschreibend, im Gegensatz zu bewertend: Beschreiben Sie Ihre eigene Wahrnehmung und Reaktion. Überlassen Sie dem anderen, diese Informationen zu verwerten oder auch nicht.
  2. Klar und genau formuliert: Das Feedback soll nachvollziehbar sein.
  3. Sachlich richtig. Grundregel: Die Beobachtung muss auch von anderen nachvollzogen werden können.
  4. Ohne moralische Verurteilung: Dadurch mindern Sie den Drang beim Gegenüber, sich zu verteidigen und das Feedback abzulehnen.
  5. Konkret im Gegensatz zu allgemein:  Wenn Sie jemanden sagen, er sei unhöflich, kann er oder sie damit in Bezug auf Verhaltensänderung relativ wenig anfangen. Sagen Sie lieber, was er konkret gemacht hat und inwiefern Sie oder die Gruppe daran gehindert hat, sich zu entfalten.
  6. Beziehen Sie sich auf Beobachtungen im Gegensatz zu Vermutungen, Phantasien oder Interpretationen.
  7. Sprechen Sie veränderbare Verhaltensweisen an und nicht Unzulänglichkeiten, auf die der Betreffende relativ wenig oder gar keinen Einfluss nehmen kann.
  8. Erbeten im Gegensatz zu aufgezwungen: Feedback ist dann am wirksamsten, wenn der Empfänger darum gebeten hat. Wenn Sie jemanden mit Feedback überfallen, brauchen Sie auf keine vertrauensvolle Gesprächsbeziehung zu hoffen.
  9. Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse des Empfängers angemessen. Wenn es Ihnen egal ist, ob es dem Empfänger nützt oder ihm sogar schadet, zerstören Sie Ihre Vertrauensstellung.
  10. Zur rechten Zeit oder möglichst bald: Kein Gang durchs „Museum“! Feedback ist am wirksamsten, je kürzer die Zeitspanne ist zwischen dem betreffenden Verhalten und der Information über die Wirkung des Verhaltens. Berücksichtigen Sie jedoch auch andere Gegebenheiten, z.B. den Grad der momentanen Erregung oder Betroffenheit. In solchen Situationen wird die Bereitschaft, Feedback anzunehmen, gering sein.
Und wie nehme ich konstruktives Feedback entgegen?

  • Zuhören und Aufnehmen. Akzeptieren Sie die Beobachtungen des Anderen.
  • Keine Rechtfertigung, Verteidigung oder Erklärung. Bleiben Sie gelassen, denken Sie in Ruhe über das Gehörte nach.

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Klassische Reaktion auf kritische Rückmeldungen

Niemand liebt negative Botschaften.

Könige liessen früher Boten von negativen Meldungen umbringen.
Nur der Hofnarr durfte dem Herrscher auch unangenehme Wahrheiten mitteilen.
Vergessen wir bei Feedbackprozessen die klassischen Verhaltensweisen nicht:


 (Quelle Karriere fibel)





Feedback-Ratgeber-Gespräch-Tipps
Kaum etwas ist schlimmer, als unerbetener Rat. Sicher, der andere meint es vielleicht nur gut, will helfen. Aber von Fremden oder Freunden will man das gerade nicht hören, nicht jetzt und schon gar nicht so. Und dann gibt es noch diese Scheinheiligen! Das sind die schlimmsten Ratgeber. Jene, die sich nur selbst erhöhen wollen, indem sie anderen die Gunst des eigenen Wissensvorsprungs zukommen lassen. Man erkennt sie leicht daran, dass sie sich nicht darüber freuen, wenn Fehler verschwinden oder es bei einem nach dem Feedback besser läuft, sondern dass das Umfeld bitteschön mitbekommen möge, wer der geniale Urheber war. Im schlimmsten Fall ist der Rat sogar vergiftet. Diese Menschen sind wie Vampire: Sie laben sich am Leid der anderen und sorgen dafür, dass dies auch noch lange so bleibt...

TYPISCHE REAKTIONEN:

Mitarbeiter-Reaktionen: Das SARA-Modell

Immer da, wo es um Kritik und negatives Feedback geht, reichen die Reaktionen der Mitarbeiter von Ablehnung und Ärger bis Akzeptanz und Annahme. Nicht wenige Führungskräfte erleben dabei eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle, wie sie auch für Lebenskrisen typisch ist - erst recht, wenn die Rückmeldungen mit schwerwiegenden Folgen oder Veränderungen für den Mitarbeiter sind.
In der Wissenschaft wird dieses Reaktionsspektrum auch als SARA-Modell bezeichnet. Dahinter verbirgt sich ein Akronym, das sich aus den vier Phasen - Shock, Anger, Resistance und Acceptance - zusammensetzt und unterschiedlich heftig ausfallen können:
SARA-Modell-Grafik
Führungskräfte, die dem Mitarbeiter aufgrund eines 360-Grad-Feedbacks Rückmeldungen geben, sollten darauf gefasst und vorbereitet sein:

  1. Shock (Schock)

    Wer negatives Feedback bekommt, reagiert in der Regel erst einmal geschockt: "Kann ja gar nicht sein! Bestimmt ist da ein Fehler gemacht worden..." Der Grund ist der plötzliche Bruch zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Das muss der Betroffene erst einmal verarbeiten.
  2. Anger (Wut)

    In der zweiten Phase reagieren die meisten mit einer Art Vorwärtsverteidigung: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, muss die Schuld bei anderen liegen. Statt sich selbst ehrlich zu hinterfragen und zu reflektieren (was unangenehmer ist), wird die Verantwortung delegiert: auf miese Umstände, fiese Kollegen, Neider, blödsinnige Befragungen.
  3. Resistance (Widerstand)

    Weil das Feedback mit (teils schmerzhaften, teil aufwendigen) Veränderungen verbunden ist, wächst in Phase 3 der Widerstand: "Ich bin eben so... Das ist zu viel, das kann keiner von mir verlangen!" Nicht wenige sträuben sich mit allen rhetorischen Mitteln, finden immer neue Gründe und Argumente. Für Führungskräfte ist das die schwerste Phase.
  4. Acceptance (Akzeptanz)

    Irgendwann folgt - hoffentlich - die letzte Phase der emotionalen Achterbahnfahrt: Der betroffene Mitarbeiter akzeptiert das Feedback und auch seinen Anteil an der Lage. Jetzt ist der Weg frei für Veränderungen und konstruktive Aufbauarbeit. Aber eben erst in Phase 4.
Führungskräfte sollten sich allerdings darüber bewusst sein, dass diese Reaktionen auch zeitversetzt und erst Tage nach dem Gespräch auftreten können.


Zusatzgedanken für Feedbackseminar

WEITERE HILFREICHE ERKENNTNISSE AUS DEN DISKUSSIONEN

"Sprich nicht UEBER Deinen Chef oder Deine Mitarbeiter-
sondern MIT ihm" 

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Der Feedback Dreiklang 
          WWW
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1. Wahrnehmung (Situation genau beschreiben)

2. Wirkung (Wie wirkt es auf mich? "ICH -Aussage)

3.  Wunsch (Wie wünsche ich mir die Verbesserung?)

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ODER (in Bezug gegenseitiger Zusammenarbeit):

1. Was finde ich gut an Dir? (LOB)

2. Was könnte ich Dir bieten (RAT)

3. Was wünsche ich von Dir (künftig)


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 Wahrnehmungsfallen bei Feedbackprozessen:
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--> Stereotype (wir katalogisieren)

--> Wir lassen uns durch VORINFORMATIONEN
beeinflussen

--> Wir lassen uns durch das Team beeinflussen

--> Fehleinschätzungen werden schlecht revidiert:
- 1. Eindruck prägt
- Haloeffekt überstrahlt

--> Wir nehmen SELEKTIV wahr

--> Informationen werden uminterpretiert
- das was wir hören wollen

--> Wahrnehmungsabwehr:
- wollen es nicht wahr haben

--> Durch die sich selbsterfüllende Prophezeihung:
- Erwartung erfüllt sich

--> Aehnlichkeit mit einer bekannte Person
- fördert Sympathie oder Antipathie

--> Durch den Kontrasteffekt
- Durchschnittliche Darbietung nach einer schwachen Präsentation wird als BESSER beurteilt aber nach einer serh guten Präsentation als SCHLECHTER

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