Montag, 25. Juli 2016

Unglaublich

Das konnte man sich nicht im Traum vorstellen:

Trump liegt jetzt vor Clinton

Donald Trump hat einer «CNN»-Umfrage zufolge stark zugelegt. Das Resultat, wenn jetzt gewählt würde. Mehr...

Sonntag, 24. Juli 2016

Köln im Marzili?

Ein 25-jähriger Nigerianer soll im Marzilibad drei junge Frauen sexuell belästigt haben. Der Bademeister reagierte und hielt den Mann fest, bis die Polizei eintraf.

storybild Am Dienstag kam es im Marzilibad zu einem sexuellen Übergriff
auf drei Mädchen in Teenageralter. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)
Eine Jugendliche rief am vergangenen Dienstag im Marzilibad nach dem Bademeister: Ein Mann habe sie und zwei weitere Mädchen im Teenageralter sexuell belästigt. Die Badeaufsicht reagierte sofort und hielt den 25-jährigen Nigerianer bis zum Eintreffen der Polizei fest, wie «Der Bund» schreibt.
Regina Aeberli, Sprecherin der Kantonspolizei Bern, bestätigt den Vorfall gegenüber der Tageszeitung: «Es laufen Ermittlungen wegen sexueller Belästigung.» Was genau dem Mann vorgeworfen wird, ist nicht bekannt. Auch zu seinem Aufenthaltsstatus macht die Polizei keine Angaben.
Die drei Mädchen haben laut Aeberli vorbildlich reagiert. «Bei Belästigungen sollen Frauen klar zeigen, dass sie den Kontakt nicht wollen und notfalls um Hilfe rufen», sagt die Polizeisprecherin. Auch mögliche Zeugen eines Übergriffs sollen den Vorfall melden. «Frauen sollen sich sofort bei uns melden, wenn sich jemand aufdringlich verhält», sagt auch Marzilibad-Chef Beat Wüthrich zum «Bund». Diese Fall zeige, dass die Badeaufsicht funktioniere – auch beim dichten Gedränge im Schwimmbecken und auf der Liegewiese der letzten Tage.

KOMMENTAR: Es ist wichtig, dass der Sachverhalt genau abgeklärt wird. Jedenfalls dürfen solche Vorfälle nicht aus Angst vor fremdenfeindlichen Aspekten unter den Teppich gekehrt werden.
Wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, müssen sie auch kommuniziert werden.

Samstag, 23. Juli 2016

Krisenkommunikation

22. Juli 2016: München im Ausnahmezustand

Polizei verschafft sich in den sozialen Medien die Informationshohheit




Viele Fragen sind nach dem Anschlag in München noch offen.

Die Verlautbarungen der Medien nach der Attentat mit 9 Toten in München veranschaulicht uns, wie mit ungesicherten informationen umgegangen werden muss.
Die Polizei ging lang von der falschen Annahme aus, es wären mehrere Täter.
Doch gelang es den Medienverantwortlichnen, weitgehend Hypothesen und Vermutungen auszuklmmern.
Immer wieder war die  analoge Formulierung zu hören und zu lesen: "Die Annahme, dass.... ist nicht erhärtet."
Ueber längere Zeit war zu lesen, es wären noch weitere Schüsse gefallen. Doch in den Verlautbarungen war zu vernehmen:  "Dass weitere Schüsse gefallen sind, kann nicht erhärtet werden."
Erstaunlich, wie die Münchner Polizei sehr schnell die Plattform der sozialen Medien zu nutzen verstand.
Die Polizei informierte prominent auf diesen Kanälen.
Das war klug. Denn wenn sich auf den sozialen Medien Unsicherheit breit macht, lohnt es sich auf diesen Kanälen die Informationshoheit zu sichern.

Es wurden laufend nur die gesicherten Fakten publiziert: Beim Täter handelt es sich um einen 18 jährigen Deutsch-Iraner.
Sein Motiv zu töten, ist aber noch unklar.
War auch noch erwähnenswert ist:
In der Krisensituation in München wurden die Bürger über das SMARTPHON-WARNSYSTEM  KATWARN aufgefordert, die Häser nicht zu verlassen. Man soll auch aus dem Umland nicht in die bayrische Landesahauptstadt fahren.
Dieser Informationskanal hatte sich bewährt.

FAZIT: Panik und widersprüchliche Aussagen sind Gift in Krisenistuationen.
Deshalb lohnt es sich, Krisensitautionen zu antizipieren und vorzubereiten.

NACHTRAG 20 Min:

Münchens Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins ist nach dem Anschlag im In- und Ausland bekannt. Auf Social Media wird er gar als Held gefeiert. 

Vieles ist hier noch unklar: Marcus da Gloria Martins gibt den Journalisten an einer Medienkonferenz Auskunft:
(Quelle: Youtube/phoenix)
Auch auf Twitter wird der nun wohl beliebteste Polizeisprecher Deutschlands gefeiert. «Marcus Da Gloria Martins hat nicht nur einen tollen Namen, er macht auch gerade einen aussergewöhnlichen Job» oder «Marcus da Gloria Martins for President!», lauten beispielsweise zwei der lobenden Kommentare:
  NACHTRAG aus SPIEGEL:

Smartphone-Warnsystem für Notfälle: So funktioniert Katwarn - oder auch nicht

Smartphone-Warnsystem für Notfälle So funktioniert Katwarn - oder auch nicht

Am Freitagabend warnten die Behörden die Bewohner Münchens auch mithilfe von Katwarn: Wie funktioniert das Informationssystem, wer bekommt die Pushmeldungen - und warum gibt es jetzt viele Beschwerden? Von Lena Greiner mehr... Video | Forum ]

Freitag, 22. Juli 2016

Trump bleibt Trump

In seiner Rede festigt Trump seine alte Kernbotschaft:

Ich werde für Ruhe, Ordnung und Sicherheit sorgen.

Präsidentschaftskandidaten Trump liest seine Antrittsrede vom Teleprompter ab. Stockend, laut, Wort für Wort.

Es ist ein anderer Donald Trump, der vor die  Delegierten der Republikaner tritt. Nicht mehr so demagogisch, wie auf seinen Vorwahlaufmärschen. Weder Macho, noch Narzisst.
Trump gibt sich erstmals präsidial. Erstmals kommt er ohne Beschimpfungen aus.
Seine Versprechen bleiben, die  verklausulierten Appelle ans weiße Amerika. Nach Trump ist die USA von innen bedroht (Kriminalität). Aber auch von aussen (Terrorismus). Er will das Land abgrenzen. Gegen Mexiko. Auch mit dem  Einreisestopp für Muslime. Recht und Ordnung. "America First!" lautet die gleiche "neue" Verpackung.
Im Video: Donalds Märchenstunde
Quelle SPIEGEL:
Es ist Trumps wichtigste Rede. Nach einem brutalen Vorwahlkampf, der Partei und Nation entzweite, und nach einem chaotischen Parteitag tritt er vor sein größtes - und kritischstes - Millionenpublikum. Da muss alles passen.
Doch Trump ist nicht gut, wenn er nicht Trump sein darf. Seinem Vortrag fehlen Seele, Schwung, Inspiration.

Drei Ziele muss er erreichen: vereinen, umarmen, beruhigen. Alle drei verfehlt er.

  • Vereinen: Trump muss die gespaltene Partei einen und sich als Kandidat aller Republikaner profilieren, nicht nur als der seiner 16 Millionen Vorwahlfans. Am Vortag ließ Ted Cruz den Parteitag implodieren, als er Trump die Gefolgschaft versagte. Doch Trump erwähnt diesen größten Eklat seiner Krönungsmesse nicht. Kein Friedensangebot, keine Geste der Größe, nicht mal ein Zeichen der eigenen Loyalität zur Partei, die ihm misstraut: Trump ist nur für einen - Trump.
  •  
  • Umarmen: Trump muss darüber hinaus noch viel mehr Amerikaner ansprechen, um den hasserfüllten Ton dieser Wahl zurechtzurücken - Frauen, Minderheiten, Einwanderer, Muslime, Homosexuelle. Doch Frauen kommen in seiner Rede nicht vor, Schwarze nur als Arme in den "inner cities" (Codewort für "Ghettos"), Latinos nur als illegale Einwanderer, die "zu Zehntausenden auf unsere Gemeinden losgelassen werden" - und der einzige Feind, der, wie er vorsichtig buchstabiert, der "LGBTQ-Gemeinde" droht, ist Trump zufolge die Terrormiliz IS.
    Die einzige Gruppe, die er immer wieder lobt: Polizisten.
  •  
  • Beruhigen: Trump muss die Alliierten besänftigen, die er mit immer neuen Schreckschüssen schockiert, zuletzt mit seinen Zweifeln an der Nato, ein historischer Tabubruch. Doch diesen Fauxpas stellt Trump nicht klar. Auch der restliche außenpolitische Teil seiner Rede reduziert sich auf "eine Erniedrigung nach der anderen", die die USA in der Welt erlitten - dank Hillary Clinton. "2009, vor Hillary, gab es den IS noch nicht mal", fabuliert er zum Beispiel. "Dies ist das Erbe Hillary Clintons: Tod, Zerstörung, Terrorismus und Schwäche."
KOMMENTAR: TRUMP schaffte das, was niemand für möglich gehalten hat: Er ist offizieller Präsidentschaftskandidat. Niemand glaubt ernsthaft daran, dass er das Rennen gegen Clinton gewinnen könnte.
Ich wäre vorsichtig mit einer 100igen Prognose.
Das UNMOEGLICHE könnte nämlich doch noch eintreffen:
1. Wenn der Drang der Bevölkerung nach Sicherheit blind macht.
2. Wenn die grosse Anzahl der Hillary Gegner zum Trumplager wechseln würden.
Dann würde das UMGOELICHE doch noch TATSACHE. 
Wenn jedoch TRUMP alle Minderheiten, alle Schwarzen usw. einfach konsequent ausklammert, schmelzen seine Chancen, das Unmögliche zu schaffen.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Unfassbar

Der Täter war integriert hatte Prifilegien und er erarbeitete sich sogar Sonderkonditionen

Nun wurde  der junge Flüchtling plötzlich zum Täter.
Müssen wir das neue Risiko hinnehmen?

Aus die WELT:


Bluttat bei Würzburg


Attentäter Riaz A. galt als "sehr gut integriert"

Der Würzburg-Attentäter lebte in einer Pflegefamilie, ein Privileg für "sehr gut integrierte Jugendliche". In einem vom IS verbreiteten Video drohte er "Ungläubigen" – und konkret 
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Der Appell des bayerischen Innenministers hatte fast schon einen flehentlichen Unterton: "Klar ist, dass wir uns von solchen Leuten unser Leben nicht kaputt machen lassen. Wir leben unser Leben weiter", sagte Joachim Herrmann (CSU) am Dienstagmittag über die blutige Axt-Attacke in einem Regionalzug bei Würzburg am Montagabend.
Zwei der fünf schwer verletzten Opfer des 17-jährigen Afghanistanflüchtlings Riaz A. schweben nach Polizeiangaben noch in Lebensgefahr. Er hatte vier Touristen aus Hongkong im Zug sowie danach eine Passantin angegriffen, die zufällig den Fluchtweg des Täters kreuzte.

"Jeden Tag an jedem Ort"

Es ist ein Verbrechen, das das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig beeinträchtigen kann. Wenige Tage nach dem islamistischen Anschlag von Nizza wird deutlich, wie schnell die Warnung der Sicherheitsbehörden vor einer abstrakten Bedrohungslage konkret werden kann – auch in Deutschland.
Das betonte auch der bayerische Innenminister, der ansonsten selten Lücken bei der Sicherheit und Ordnung eingesteht: "Grundsätzlich müssen wir in der Tat schon davon ausgehen, dass im Prinzip jeden Tag an jedem Ort und mehr oder minder weltweit solche Taten verübt werden können. Wir sind davor nicht sicher." Und weil die Attentäter immer öfter Alltagsgegenstände zu Waffen machten – in Nizza ein Lastwagen, in Würzburg eine Axt und ein scharfes Messer –, seien die Taten "extrem schwierig zu verhindern", wie Herrmann sagt.
Nils Böckler, Terrorismusforscher am Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt, sprach von einem Low-Level-Terrorismus, der zur Propaganda der Miliz Islamischer Staat (IS) passe: "Schon früh hieß es da: Bringt die Ungläubigen um, egal auf welchem Weg!"
Die Organisationen hätten sich gesagt: Wir sind oft aufgeflogen mit unserer Planung, mit unserer Kommunikation, wurden frühzeitig entdeckt, wie das etwa bei der Sauerland-Gruppe der Fall war. "Deshalb setzt man jetzt verstärkt auf Low-Level-Anschläge, weil das aus der Ferne auch wie eine große Bewegung aussieht", erklärte der Psychologe.
So geschah die Bluttat von Würzburg ausgerechnet an dem Abend, als sich die bayerische Staatsregierung bei der Transatlantischen Gesellschaft mit hochrangigen Militärs über die neuen Methoden der terroristischen Kriegsführung beriet, insbesondere die Strategien der islamistischen Gotteskrieger: "Der Frontalangriff des sogenannten IS weltweit ist ein Fakt", sagte Herrmann.

"Soldat des Kalifats"



Allerdings tauchte am Nachmittag ein Bekennervideo auf, dass der IS-Propagandakanal Amaq auf YouTube verbreitete. Der Täter hält darin ein spitzes Messer oder eine Schere in der Hand, spricht Drohungen gegen "ungläubige" Länder aus. Riaz A. wird in dem Video mit dem Namen "Muhammad Riyad" genannt. In paschtunischer Sprache kündigt er eine "Operation" in Deutschland an und bezeichnet sich als "Soldat des Kalifats" und des Islamischen Staates. Der Anschlag diene dazu, dass "die Ungläubigen mit der Zeit verschwinden. Die in unsere Länder kommen und Frauen und Kinder und Männer ermorden." Amaq hatte zuvor schon eine Bekennererklärung veröffentlicht.
Das bayerische Innenministerium bestätigte am Dienstagabend die Echtheit des Videos.
Zudem wird auch dem Gerücht nachgegangen, dass sich etwas am Aufenthaltsstatus des jungen Mannes ändern sollte, was ein Auslöser für die Gewalttat gewesen sein könnte. Außerdem ist eine handgemalte IS-Flagge im Zimmer des Jungen gefunden worden. Und ein Brief in paschtunischer Sprache, der offenbar schwer zu entschlüsseln ist. Es könnte ein Abschiedsbrief an den Vater sein. Passagen sprechen aber auch davon, dass Muslime sich zur Wehr setzen, agieren und sich behaupten müssten. Das spricht dafür, dass sich der 17-Jährige selbst radikalisiert haben könnte.

KOMMENTAR: Mit den Einzeltätern "einsame Wölfe", die sich rasch radikalisieren lassen, bekommt der die IS Gewalt in Europa eine neue Dimension.
Die Propagandakänale der IS müssen ernster genommen werden.
Wir dürfen uns nicht an die neue Entwicklung gewöhnen!

Mittwoch, 20. Juli 2016

Herrliche Vollmondnacht

Vollmond rollt an. Bild: Leserreporter/Michelphotography

17 jähriger Flüchtling aus Afghanistan attackiert mit Axt Passagiere

Täter wird erschossen

In einem Regionalzug ist ein 17-jähriger Mann am Montagabend in der Nähe von Würzburg mit Axt und Messer auf Fahrgäste losgegangen. Drei Menschen wurden schwer verletzt, ein weiterer erlitt leichte Verletzungen, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Es gebe 14 weitere Betroffene, die sich im Zug aufgehalten hätten, aber nicht verletzt seien. Der Angreifer wurde von der Polizei erschossen. Das bestätigte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums am Montagabend in München.

«Täter floh aus dem Zug»

«Ein Passagier hat während der Attacke die Notbremse gezogen. Der Täter floh aus dem Zug», sagte ARD-Korrespondent Henning Pfeifer. «Anschliessend ging der Täter mit einer Axt auf die Polizei los. Die Polizei hat ihn daraufhin erschossen.»
Der Täter sei ein 17-jähriger Afghane, sagte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann. Nach ersten Erkenntnissen sei der junge Mann als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. Herrmann sagte auch, dass die Tat einen islamistischen Hintergrund haben könnte.
Der Angriff erreignete sich zwischen Würzburg-Heidingsfeld und Ochsenfurt, der Zug sei von Treuchtlingen nach Würzburg unterwegs gewesen. (Quelle SRF)

Kommentar: Seit Nizza ist die Bevölkerung nicht mehr bereit, 
überraschende Angriffe "mit einfachen Mitteln ausgeführt" einfach nur so hinzunehmen.
Nach der Attacke mit Messer und Axt zog ein Passagier sofort die Notbremse. Wenngleich es nur wenige sind, die unverhofft die Bevölkerung attackieren, müssen die Aengste der Menschen ernst genommen werden. Das Sicherheitsbedürfnis der Oeffentlichkeithat ist und bleibt ein Urbedürfnis. Gewalttätige Einwanderer müssen unbedingt rasch ausgeschafft werden können. 
NACHTRAG: