Dienstag, 14. Juni 2016

Seit Tagen REGEN - REGEN - REGEN

So herrlich  schön kann REGEN sein:



aus WATSON

Sonntag, 12. Juni 2016

Der Kontrapunkt bei der ARENA ist erwünscht.

Wieder führt eine ARENA Sendung zu einer nachträglichen Diskussion. Es geht um Job oder Herd bei Frauen

Eine Vorbemerkung:
Im Grunde genommen geht es nicht um ein Entweder - oder:
Frau am Herd oder Frau am Werkplatz?

Es dreht sich letztlich vor allem um die eigenen Kinder, die bei der Betreuung einen Anspruch haben auf eine sinnvolle Betreuung und die Förderung der Persönlichkeitssstruktur. 

Weshalb überlassen wir es nicht jedem Ehepaar, wie es mit der
Kinderbetreuung umgehen will?
Weshalb sollten wir nicht frei entscheiden dürfen, wie wir unser Ehemodell gestalten wollen? Geht es doch stets ums Wohl des Kindes.
Für die Entwicklung der Persönlichkeit sind die ersten Jahre von
zentraler Bedeutung.
Es gibt viele Eltern, die haben keine Ahnung von Entwicklungspsychologie und kennen weder die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die einmalige Entwicklung des
menschlichen Gehirns eines Kindes in den ersten Lebensjahren. Die meisten Eltern  merken aber inutitiv, dass es für das Kind schlecht ist, wenn es über Jahre gleichsam anonym betreut wird.

Ich habe in den letzten Jahren in Zürich  verschiedene Male folgende Bilder gesehen:
Da werden  bis zu fünf Kinder pro Betreuungsprson in einem Wagen herumgekarrt.
Die Nannys sind vor allem darauf bedacht. "die anvertraute Fracht" sicher  und unfallfrei über die Runden zu bringen. Sie müssen die erforderliche Präsenzzeiten durchstehen. Bei diesen Spazierfahrten unterhalten sich die Begleiterinnen vor allem unter sich. Mit den Kindern wird kaum ein Wort gesprochen. Sie geben ihren anvertrauten Kleinkindern weder Hinweise, Erklärungen noch Beobachtungsaufgaben.  Die grösseren Kleinkinder werden ebenfalls von Betreuerinnen begleitet.  Alles ist dabei  perfekt organisiert. Die Gruppe wird auf der Sitzbank bei der Tramhaltestelle ordentlich "geparkt", abgefüttert und dann
gemäss bewährtem Ritual in die Strassenbahn verfrachtet. Die Kleinkinder stehen  - Händchen haltend - auf dem Gehsteig bereit. Eine Betreuungsperson sichert beim Einsteigen die Klapptüre, damit sie nicht überraschend geschlossen werden kann. Dann wird das "Kindergut" in gewohnter Manier "verladen". Alles verläuft wortlos und wirkt bestens eingespielt.
Würden jedoch die Eltern von ihrem Arbeitsplatz aus sehen, wie die angeblich professionelle Betreuung ihres
Nachwuchses über die Bühne geht,  würden sie sich wohl bewusst, dass bei diese verordnete Betreuung alles andere als ideal ist.
Jedes Kind benötigt im Grunde genommen eine konstante Bezugsperson, die auch mit ihm spricht, wenngleich es noch gar nicht sprechen kann.
Die Eltern müssen sich eigentlich nicht wundern, wenn ihr Kind  bei diesem unpersönlichen "Hütedienst" später in der Schule zusätzlich gefördert werden muss.
Die Fremdbetreuung finde ich nicht generell schlecht. Wer Grosseltern hat, die einspringen können oder wer sich eine konstante Bezugsperson leisten kann, darf sich glücklich schätzen. Ich habe anderseits volles Verständnis für all  jene Mütter, die im Interesse der Entwicklung des eigenen Kindes, ein paar Jahre im Beruf kürzer treten oder auf das externe Arbeiten verzichten. Diese "Investition" macht sich bezahlt, denn später lässt sich leider das Versäumte nie mehr nachholen.
Es ist erfreulich, dass sich  heute junge Ehepaar dem Zwang  der Fremdbetreuung widersetzen. Viele Mütter, die sich gegen die Karriere und für das Kind entscheidet, haben  immer noch einen schweren Stand. Sie werden dafür finanziell bestraft und werden als rückständisch betrachtet. Wer sich für das persönliche Betreuungsmodell stark macht,  erntet  böse Kritik.
Das zeigte sich auch an der jüngsten ARENA. 

Die ARENA thematisierte dieses heikle Thema in einer offenen Diskussion:

«Arena»: Herd oder Job – für Mütter oft eine schwierige Frage

  Ich zitiere SRF:

Wieso bleiben so viele gut ausgebildete Frauen daheim am Herd, sobald sie Kinder bekommen? Liegt es daran, dass Familie und Beruf kaum vereinbar sind? Braucht es mehr Unterstützung vom Staat? Über Pro und Contra ist in der «Arena» heftig debattiert worden.
Dieser Link öffnet das Video in einem neuen Fenster.: Video «Frauen am Herd?» abspielenDieser Link öffnet das Video in einem neuen Fenster.: Video «Frauen am Herd?» abspielen 

Frauen am Herd? 

KOMMENTAR:

Seit Jonas Projer bei der ARENA das Szepter in der Hand hält, lässt er alle Parteien und alle Meinungen zu. SVP und SP hätten es zwar gerne, dass unliebsame Meinungen ausgeklammerte werden  oder missliebige Kontrahenten  nicht auftreten dürfen. Der Moderator liess sich bislang nicht von seinem bewährtrn Konzept abbringen. Die deutschen Medien versuchten beispielsweise, der AfD die Bildschirmpräsenz zu verunmöglichen. Das wurde zum Rohrkrepierer. Die AfD profitierte von der "Lügenpresse". 

 

Wenn  beide extremen Seiten die neue ARENA kritiseren, so ist dies für mich ein Zeichen, dass sich Projer richtig verhält und  sich von keiner Seite instrumentalisieren lässt.

Bei der letzten Diskussion kritisierten beispielsweise militante Feministinnen, dass eine Frau einen Kontrapunkt setzten durfte gegenüber dem gängigen Mainstream der generellen Vereinbarkeit von Kind und Karriere.

 

Ich zitiere Blick-online:

 

Anita Weyermann in der «Arena» 

«Ich nehme es in Kauf, 

keine Topkarriere zu machen»

Die «Arena» diskutierte die Vereinbarkeit mit Beruf und Familie. Nicht nur mit Poltikern. Ex-Profiläuferin Anita Weyermann sagt, sie sei lieber bei ihren vier Kindern als öfter bei der Arbeit.
Bewusste Entscheidung: Anita Weyermann in der «Arena».
Bewusste Entscheidung: Anita Weyermann in der «Arena».
SRF
Vor gut zwei Wochen wurde die Volksinitiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub lanciert. Seither diskutiert die Schweiz über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So auch in der SRF-«Arena». Die Seite, welche gegen weitere staat­liche Anstrengungen ist, war für einmal nicht mit Politikern besetzt, sondern mit «Weltwoche»-Journalist Philipp Gut und Anita Weyermann, Ex-Profi-Leichtathletin und vierfache Mutter – inklusive Drillinge.
«Ich bin froh, dass ich 20 Prozent arbeiten und bei meinen Kindern sein kann», sagte Weyermann. Wenn Frauen mehr arbeiten wollten, dann sollten sie das tun. Sie müssten aber auch akzeptieren, dass sie das Geld für Krippenkosten verwenden müssten. Sie selbst habe auf ein Masterstudium verzichtet, denn sie habe gewusst, dass sie eine Familie gründen wolle. Sie nehme es auch bewusst in Kauf, keine Topkarriere in der Wirtschaft machen zu können. «Frauen haben heute alle Freiheiten.

KOMMENTAR: Es wundert mich nicht, dass die offene Auslegeordnung bei der ARENA von gewissen Gruppierungen nicht geschätzt worden ist.  Ich gehe davon aus, dass sich Jonas Projer auch weiterhin von keiner Seite unter Druck setzen lässt.


Hier das Muster eines Druckversuches linker Politikerinnen:

Ich zitiere BLICK:

#Frau am Herd-Shitstorm tobt über der «Arena»Frauen machen sich über Jonas Projer lustig

Die «Arena» zum Thema Gleichberechtigung sorgt auf den sozialen Medien für Diskussionen. Insbesondere linke Politikerinnen melden sich zu Wort.


FAZIT: Die ARENA ist gut beraten, sich von keiner Seite instrumentalisieren zu lassen. In der Themenwahl hat sich der Moderator an aktuellen Zeitfragen zu orientieren und darf  sich auf keinen Fall dem Druck von Interessevertreter beugen. Bei der Auswahl der Referenten  entscheidet Projer bis anhin richtig: Er lädt Persönlichkeiten ein, die Aussagen klar und unmissverständlich auf den Punkt bringen können. Unliebsame Meinungen klammert er  nicht aus. Kontrapunkte sind für ihn bei Debatten erwünscht, sogar notwendig. 

Samstag, 11. Juni 2016

Floskelrhetorik ( Beispiele aus Blick-online)

Verlierer nutzen die Floskelrhetorik

Die Erfolgs-Floskel: 

 Manche Verlierer sind besonders dreist und reden selbst die ärgste Niederlage zu einem Erfolg schön. Die 23 Prozent Ja-Anteil beim bedingungslosen Grundeinkommen kommentiert Mitinitiant Daniel Häni so: «Das ist mehr als jeder Fünfte, das ist ein sagenhaftes Ergebnis.»

Die Kleinredner-Floskel: 

 Wenn man die Niederlage zum Erfolg hochstilisieren mag, kann man sie ja doch noch kleinreden. So wie SVP-Rösti beim Asylgesetz: «Es gibt in Zukunft wichtigere Vorlagen, es ging nicht um Sein oder Nichtsein.»

Die Chancen-Floskel: 

 Oder man versucht den Gewinnern ein schlechtes Gewissen einzureden, indem man von verpassten Chancen spricht, wie etwa der Gewerbeverband bei der Milchkuh-Initiative: «Mit dem Nein ist eine Chance für eine gesicherte Strassenfinanzierung ohne Benzinpreiserhöhung vergeben worden.»

Erklärungsgründe für die Niederlage 

Natürlich sucht man auch immer wieder nach Erklärungen, weshalb es mit dem eigenen Begehren nicht geklappt hat. Anstatt einfach das Fazit zu ziehen, dass die eigene Forderung einfach nur Mist war, greift man gerne auf ein ganz anderes Floskel-Arsenal zurück.

Die Propaganda-Floskel: 

 Kämpft man gegen einen übermächtigen Gegner oder halt einfach gegen den Rest der Welt, sehen sich Verlierer rasch einmal als Propaganda-Opfer. Wie etwa Salvisberg: «Die Gegner sind mit einer riesigen Propagandawelle eingefahren – selbst die Bundesbetriebe, das hat mir weh getan.» Oder SVP-Nationalrat Andreas Glarner: «Die Propagandamaschine ist das Einzige, das bei Frau Sommaruga funktioniert.»
Bittere Pille: SVP-Asylchef Andreas Glarner fährt beim ersten Test vor dem Volk eine historische Niederlage ein.
Propaganda-Opfer Andreas Glarner: «Die Propagandamaschine ist das Einzige, das bei Frau Sommaruga funktioniert.» Walter Bieri
 
Die Medien-Floskel: 

Oder dann waren es eben doch die bösen Medien, die wieder mal zu einseitig berichtet haben. «Ein Grossteil betrieb Hofberichterstattung», kritisiert Salvisberg.

Die Geld-Floskel: 

 Oder dann ist es das Geld, von welchem man selbst zu wenig und die anderen viel zu viel hatten. «Politik, Wirtschaft und Verwaltung haben alles gegen unsere Initiative aufgefahren, was sie hatten: Viel Geld und noch mehr Unwahrheiten», erklärt Pro-Service-public-Mann René Schuhmacher.

Die Mobilisierungs-Floskel: 

Wenn man den Fehler aber doch eher bei sich sucht, liegt es an der eigenen Basis, die nicht zur Urne ging. «Selbstkritisch muss ich sagen, dass die Mobilisierung bei dieser Abstimmung zu schlecht geklappt hat», sagt SVP-Rösti.

Die Analyse-Floskel: 

 Wer sich hingegen lieber nicht allzu lange über die Gründe seiner Niederlage auslassen mag, greift zur Analyse-Floskel. So wie etwa die CVP der Stadt Luzern nach dem Verlust des Stadtpräsidentenpostens: «Die Gründe für dieses Resultat sind vielfältig und werden von der Partei in den nächsten Wochen analysiert.»

Ankündigungen und Warnungen

Natürlich schaut man nach einer Niederlage auch nach vorn. Und so wird der Blick in die Zukunft nicht selten zur Flucht nach vorn – verbunden mit Ankündigungen, Warnungen und Drohungen.


Die Dranbleib-Floskel: 

Nach einer Niederlage zeigt man sich weiterhin kampfbereit und hebt den Droh- oder Warnfinger. Vorzeigebeispiel ist hier Service-public-Mann Schuhmacher: «Wir bleiben dran. Wenn es irgendwann wieder einen offensichtlichen Missstand gibt, werden wir erneut aktiv. Wenn nötig auch mit einer Volksinitiative.» Oder in den Worten von SVP-Nationalrat Thomas Aeschi: «Wir werden weiterkämpfen, dass nicht mehr so viele Asylanten in die Schweiz kommen werden.»


Die Hingucker-Floskel: 

 In eine ähnliche Kategorie wie das Dranbleiben gehört das Hingucken, wie es Peter Salvisberg verspricht: «Diverse Politiker wollen verschiedenste Anliegen aufnehmen – da werden wird genau hinschauen, wie es mit dem Service public weitergeht.» Oder etwa auch SVP-Aeschi: «Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren ganz genau hinschauen und aufzeigen, was falsch läuft mit dem Asylgesetz.»

Lancierte die Service-Public-Initiative: Peter Salvisberg, Geschäftsleitungsmitglied der Zeitschriften wie «K-Tipp» und «Saldo».
Hingucker Peter Salvisberg: «Diverse Politiker wollen verschiedenste Anliegen aufnehmen – da werden wird genau hinschauen, wie es mit dem Service public weitergeht.» Peter Gerber
 
Die Versprechen-Floskel: 

Eine andere Variante ist, die Gegner beim Wort zu nehmen und auf die Einhaltung gemachter Versprechen zu pochen. Auto-Schweiz betont nach dem Nein zur Milchkuh-Initiative: «Nun sind die Gegner der Initiative aufgefordert, ihre Versprechungen hinsichtlich des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds einzuhalten.»



Die Forderungs-Floskel: 

Angriff ist die beste Verteidigung, lautet das Motto jener Verlierer, die den Gewinnern gleich neue Forderungen auftischen. Das macht SVP-Aeschi: «Es braucht mehr Grenzkontrollen und mehr Rückübernahmeabkommen.»


KOMMENTAR: Es ist nicht korrekt, wenn alle Reaktionnen als Floskeln (Worthülsen) bezeichnet werden.  Die Aussage von Peter Salvisberg  nach der Abstimmung ist keine Hohlformel.  Wenn er bekannt gibt, man werde nun genauer hingucken, wie es mit den zahlreichen Versprechen bestellt ist (Aussagen von Politikern, man werde den Service public ernst nehmen.) Wir dürfen davon ausgehen, dass die Initiaten diese Versprechen  tatsächlich auch überprüfen werden. Floskeln wären pure Leerformeln. 

LINK:



Mit Floskeln kann ein Redner manche beeindrucken, und er läuft kaum Gefahr, damit anzuecken. Es sei denn, es werde nachgefragt. Zurück zu der am Anfang ...
www.rhetorik.ch/Hohl/Hohl.html

Freitag, 10. Juni 2016

Wie Sie eine Abi- Rede "basteln" können

Matthias Kaufmann hat auf Spiegel-online hat einen Redegenerator entwickelt:

Mit unserem Abi-Reden-Generator können Sie schnell eine passende Ansprache zusammenbauen. Sie ist gegliedert in die wichtigsten Bausteine, von der Gratulation über die gesellschaftliche Perspektive bis hin zum lateinischen Sinnspruch, der nie fehlen darf.

Am besten, Sie klicken sich durch alle Varianten - und nehmen keine allzu ernst.




DPA

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Zum Autor
Matthias Kaufmann
Jeannette Corbeau
Matthias Kaufmann ist Redakteur im Bildungsressort von SPIEGEL ONLINE.


Darf Anita Fetz ihr Verprechen vergessen?

Millionenbetrüger Behring

20 min: Print

Was macht Anita Fetz mit Behrings Spendengeld?

SP-Ständerätin Anita Fetz hat vom mutmasslichen Finanzbetrüger Dieter Behring Spendengeld erhalten. Was passiert damit bei einer Verurteilung?

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Anita Fetz (SP, BS) spricht während der Wintersession 2015 im Ständerat. Für ihren Wahlkampf hatte sie 2003 25'000 Franken von Finanzhasardeur Dieter Behring erhalten. 2004 sagte die Ständerätin, dass sie das von Behring erhaltene Geld einer gemeinnützigen Organisation zukommen lassen werde, falls der Financier verurteilt würde.
Hunderte verschwundene Millionen, über 2000 Geschädigte: Anfang Juli urteilt das Bundesstrafgericht in Bellinzona nach zwölf Jahren der Ermittlungen über den ehemaligen Basler Financier Dieter Behring. Vorgeworfen werden ihm gewerbsmässiger Betrug und qualifizierte Geldwäscherei.
Umfrage
Sollte die sozialdemokratische Ständrätin Anita Fetz das von Finanzbetrüger Behring erhaltene Geld spenden?

8 %

87 %

5 %

Den Prozess verfolgen dürfte auch die Basler Ständerätin Anita Fetz, denn Behring hat ihr im Jahr 2003 25'000 Franken für ihren Wahlkampf gespendet (siehe Box). Drei Jahre später kündigte Fetz in der «Basler Zeitung» an: «Vorgesehen ist, dass ich ihn (den Betrag in Höhe der Behring-Spende, Anm. d. Red.) einer gemeinnützigen Organisation zukommen lasse, falls Herr Behring verurteilt wird.» Das Geld des Spekulanten hatte Fetz auf einem Sperrkonto deponiert, nachdem Behring 2004 verhaftet worden war.
«Ein Versprechen darf man nicht vergessen»

An das Versprechen erinnert sie nun der Sozialdemokrat und ehemalige Schaffhauser Stadtrat Werner Geel in einem E-Mail: «Ich frage Dich, ob Du, falls Behring verurteilt wird, die damals erhaltene Spende an eine gemeinnützige Institution überweisen wirst.» Fetz müsse sich jetzt ernsthaft überlegen, welcher Organisation sie die Spende überweisen wolle, führt Geel aus. Eine Antwort hat er bislang nicht erhalten.
SVP-Nationalrat Lukas Reimann, der sich für mehr Transparenz in der Parteienfinanzierung einsetzt, sagt: «Es ist ein No-go, sein Versprechen gegenüber den Bürgern einfach zu vergessen. Das gehört sich nicht für unabhängige und ehrliche Politiker.» Sich als Sozialdemokratin auf solche Geschäfte einzulassen, sei schon fahrlässig genug gewesen.

«Zu meinem Wort stehe ich»

Fetz hält auf Anfrage fest: «Ich äussere mich nicht zu einer Geschichte, die seit 12 Jahren abgeschlossen ist». Die Stiftungsaufsicht habe sie in ihrem Untersuchungsbericht voll entlastet – und: «Zu meinem Wort stehe ich. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.»

Kommentar: Ist für Fetz nun die Sache abgeschlossen, oder lösst sie das Versprechen ein? Welches Wort der Politikerin zählt?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Der Wunsch, unsere Mitmenschen durchschauen zu können ist gross

Die Gesichtsleser finden immer wieder Menschen, die einfache Rezepte schätzen
und sogar bereit sind, dafür zu bezahlen.

Viele gehen davon aus, es sei möglich, Menschen auf Grund von Gesichtsmerkmalen umfassend zu 
analysieren. Obwohl wir heute längst wissen, wie fahrlässig es ist, aus dem Gesicht signifikante Merkmale zu Persönlichkeitsbeurteilungen schlüssig zu beurteilen, boomt dieser Markt.

In meiner Tätigkeit begegne ich oft selbsternannten Experten, die  derartige Gesichtsanlysen propagieren.

Ich zitiere aus der Zeitschrift FACES (Juni 16)

Unter dem Titel "Let's face it!"

macht Pietro Sassi eine Analyse nach einer Foto über die Person des Fussballstars Ronaldo.
Bildergebnis für Fussballstar Ronaldo

Hier seine Beurteilung

STIRNKANTEN:

Die Person hat ein gutes technisches Verständnis, wo er den Ball treffen muss.

DICHTE DER AUGENBRAUEN:

Sie verrät Leidenschaft, Temperament

BREITER NASENRUECKEN:

Die Person ist belastbar, kann mit Druck umgehen.
Belastbarkeit ist jedoch begrenzt

AUSGEPRAEGTE UNTERLIPPE:

In Sachen Frauen hat der Stürmer von Real Madrid einen exklusiven Geschmack

DAS UEBER DEN AUSSENRAND HERAUSRAGENDE INNENOHR:

Verrät grosses Selbstbewusstsein

DER ABSTAND ZWISCHEN AUGE UND BRAUEN IST AM AEUSSEREN ENDE  GROESSER:

Das zeigt, dass der Sportler ein Perfektionist ist

DAS AUSGEPRAEGTE AUGENBRAUENPOLSTER:

Signalisiert manuelle Begabung, handwerkliches Geschick

KOMMENTAR: Es ist erstaunlich, wie viele Leute derartige Analysen ernst nehmen.
Mich erinnert es an das Phänomen  bei Kartenlesern und Wahrsager,n die ebenfalls regen Zulauf haben.
Wenn wir Horoskope lesen, wird uns schnell bewusst, dass es nicht schwer fällt, Formulierungen zu finden, die in der Regel bei allen Menschen mehr oder minder gut zutreffen. Wir hatten schonwährend des Psychologiestudiums Feldversuche gemacht mit intuitiven Prognosen und Beurteilungen. Die Probanten waren nachher überrascht, dass diese spontanen Urteile nicht belegt werden konnten. Sie wurden aber weitgehend als richtig beurteilt.

LINK:


Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
5. Mai 2015 ... Sterndeutern vage, positive Formulierungen. ... Diese Formulierung spiegelt beispielsweise ... zierten Wünsche zählen zur Plausibilitäts-.
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/05_07/05_15.pdf

 

Nur Zufall?

Publikation erst nach der Abstimmung

Erst kurz  nach der Abstimmung über die Milchkuhinitiative wurde die jüngste STAU-Statistik publiziert.
Diese zeigt, dass die Staustunden um 6% zugenomme haben. 
Ich zitierer20 Min:

Stau-Statistik



«Die Bürger sind vom Bund beschissen worden»

Die Statistik für 2015 weist eine deutliche Stauzunahme gegenüber dem Vorjahr auf. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung sorgt für Kritik.

storybild Vor allem an Feiertagen wird die Fahrt auf der A2 Richtung
Gotthard zur Geduldsprobe: Mehrere Kilometer Rückstau
zwischen Quinto und Airolo am Ostermontag. (28. März 2016)

Während 22'828 Stunden hat sich 2015 der Verkehr auf den Schweizer Nationalstrassen gestaut, damit nahm die Zahl der Staustunden um sechs Prozent zu. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat diese Zahlen am Montag publiziert – «just einen Tag nach der Abstimmung über die Milchkuh-Initiative», wie der Gewerbeverband in einer Medienmitteilung anmerkt.

SVP-Nationalrat Walter Wobmann ist erbost. «Die Stimmbürger sind vom Bund beschissen worden», kritisiert er. Es sei völlig klar, dass der Publikationszeitpunkt nicht Zufall, sondern Kalkül sei. «Man wollte den Leuten nicht zeigen, wie schlimm es um die Stausituation in unserem Land steht.»


Bund spricht von Zufall
Das Astra widerspricht. Die Auswertungen seien dieses Jahr aufwendiger gewesen als in anderen Jahren, weil sie zum ersten Mal auf Basis eines neuen Verkehrsmodells erfolgt seien. Die Prüfung und Plausibilisierung der Stau-Zahlen nehme eine gewisse Zeit in Anspruch, so Sprecher Thomas Rohrbach. «2015 war die komplette Auswertung Ende April bereit, 2012 erst Mitte August und 2011 gar erst im November.» Es gebe keinen einheitlichen Zeitpunkt für die Kommunikation.

KOMMENTAR:

Grund für die Zunahme der Staus sind laut dem Bundesamt für Strassen (Astra) vor allem die Verkehrsüberlastungen und nicht Unfälle oder Baustellen. Ich befahre oft  am späteren Abend zwischen 22.00 und 24.00 Uhr wöchentlich die A1 Bern und Winterthur. Auf der Nordumfahrung Zürich stecke ich regelmässig im Stau, aber nicht wegen Verkehrsüberlastung, sondern wegen den ewig vorhandenen Nachtbaustellen. Oft wird von 3 auf 1 Spur reduziert. Dass dieses unprofessionelle Verfahren nicht nötig wäre, zeigen die Baustellen auf den Autobahnen rund um die Schweiz.