Sonntag, 3. Januar 2016

So killen wir selbsverschuldet die Karriere



FRAUENRHETORIK



Meine Frau Hildegard hat jahrelange Erfahrungen gesammelt in der Frauenrhetorik. Sie hat Wiedereinstiegerinnen für den Berufsalltag fit gemacht.
Bildergebnis für hildegard knill
Bei Ihrer Tätigkeit stellte sie immer wieder fest, dass bei vielen Frauen die sogenannten "Weichspüler" dominieren. Sie publizierte  im ALPHA folgenden vielbeachteten Beitrag, der auf  Abschwächungen hinweist, die wir zu wenig beachten.
LINK:

4. Apr. 2007 ... ... um sich nicht festlegen zu müssen. Es lohnt sich, diese Weichspüler gezielt zu eliminieren. Erstaunlich: Viele Redner benutzen "Flicklaute".
www.rhetorik.ch/Weichspueler/Weichspueler.html

Karrierekiller

(20 Min weist in einem  Beitrag ebenfalls auf Formulierungen hin, mit denen vor allem Frauen ihre Karriere selbst verbauen):

Frauen befördern sich selbst ins Aus

 «Es tut mir leid, aber …» oder «Nur ganz kurz, ich hätte da noch etwas …». Mit solchen Sätzen sabotieren Frauen unbewusst ihre eigene Karriere.






Frauen sabotieren ihre Karriere oft unbewusst selbst mit dem, was sie sagen. «Nur ganz kurz, ich hätte da noch etwas ...». Diese Formulierung benutzen Frauen im Geschäftsleben viel zu oft. Sie ist kontraproduktiv, denn indirekt sagen Frauen damit, dass das,
 was sie zu sagen haben nicht so wichtig ist.






Weniger Lohn, kleinere Auftiegschancen, ungerechte Arbeitsbedingungen – obwohl Frauen heute genauso gut ausgebildet sind wie Männer, sind ihre Karrierechancen noch immer klar schlechter. Das hat mehrere Gründe. Neben Diskriminierung spielt auch die schlechte Vereinbarkeit von Job und Familie eine Rolle. Doch Experten sehen noch einen weiteren Schuldigen: Die Frauen selbst. Sie sabotieren ihre Karriere oft unbewusst mit dem, was sie sagen. «Es gibt unzählige frauen-typische Sätze, mit denen sich Frauen selbst ins Aus befördern», sagt Judith Baumberger, Inhaberin der Firma Human Resources Services und ehemalige Präsidentin des Business & Professional Women (BPW) Clubs Zürich. Wir haben ein paar Beispiele zusammengetragen:

«Es tut mir leid, aber …» Frauen haben die Angewohnheit, sich zu entschuldigen, bevor sie etwas gesagt haben. Das ist absolut unnötig. «Es ist grundsätzlich ein Problem der Frauen, dass wir uns viel zu oft entschuldigen – auch für Sachen, für die wir überhaupt nichts können», so Baumberger. «Mit Entschuldigungen liefert man sich dem Gegenüber aus», findet auch Clivia Koch, Präsidentin Wirtschaftsfrauen Schweiz. Man überlasse so dem Arbeitskollegen das Urteil, ob die Idee anerkennenswert sei oder nicht.

«Nur ganz kurz, ich hätte da noch etwas …». Auch diese Formulierung benutzen Frauen im Geschäftsleben viel zu oft. Sie ist kontraproduktiv, denn indirekt sagen Frauen damit, dass das, was sie zu sagen haben, nicht so wichtig ist.

«Ja also, hmmm … ähm … Ich bin mir nicht sicher.» Frauen haben laut Baumberger oft Mühe damit, Fragen direkt zu beantworten. Sie brauchen viel Zeit, um zu reagieren, schweifen ab, sind wenig schlagfertig. «Im besten Fall macht das einen verunsicherten Eindruck, im schlechtesten Fall hinterlässt es das Gefühl, man hätte etwas zu verbergen», so Baumberger.

«Denken Sie, der Bereich könnte profitabler werden, wenn ...?» Laut Koch verpacken Frauen ihre guten Ideen oft in eine Frage statt ein selbstbewusstes Statement abzugeben. «Auch wenn einem nicht immer alle zustimmen, erschafft man sich Respekt, wenn man die Fähigkeit hat, Ideen glaubwürdig und mit Überzeugung darzulegen.»

•«Ich muss meinen Mann erst fragen.» Besonders Frauen mit Familie wollen ihren Mann in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen. Doch diese Ausdrucksweise impliziert Unterwürfigkeit. «Der Satz ist der grösste Karrierekiller überhaupt», findet Baumberger. «Ein Mann würde so etwas zudem niemals sagen.»

«Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann.» Auch die Angewohnheit, sich selbst wenig zuzutrauen, ist eine weibliche. «Männer verkaufen sich besser. Selbst wenn sie den Anforderungen nicht gewachsen sind», sagt Baumberger.
Dass Frauen im Berufsleben eine andere Sprache sprechen als Männer, musste auch Hollywood-Star Jennifer Lawrence erfahren. In einem Essay für Lena Dunhams Newsletter «Lenny» schreibt sie:

 «Vor einigen Wochen habe ich bei der Arbeit meine Meinung geäussert – auf eine direkte, unmissverständliche Art und Weise, nicht aggressiv, einfach unverblümt. Ein Arbeitskollege sagte: ‹Whoa! Wir sind alle im gleichen Team hier!›, als ob ich ihn angeschrien hätte. Ich war so schockiert, denn nichts von dem, was ich gesagt hatte, war persönlich, beleidigend oder, um ehrlich zu sein, falsch. Alles, was ich den ganzen Tag höre oder sehe, sind Männer, die ihre Meinung sagen, doch wenn ich das tue, könnte man meinen, ich hätte etwas Beleidigendes getan.»
KOMMENTAR:
In meiner Tätigkeit habe ich festgestellt, dass nicht nur Frauen indirekt reden. Vor allem in sozialen Berufen, in Schulen und Spitälern sind indirekte, pseudofreundliche Aussagen stark verbreitet.
Es geht nicht darum, aus Frauen "Machas" (weibl. Machos) zu machen. Vielfach liegt es nur am Ton. Fragen sind übrigens nicht per se schlecht. Wer fragt führt. Es geht bei Kommunikationsprozessen stets um Verständlichkeit, Klarheit, Eindeutigkeit,  ohne zu verletzen d.h. ums UEBERZEUGEN, um GLAUBWUERDIGKEIT.
Mit meinen Analysen möchte ich unseren Lesern vor allem bewusst zu machen, dass wir uns  immer wieder  Marotten aneignen und diese  ausmerzen sollten. Dies ist nur möglich, wenn wie diese Marotten erkennen!
LINK (Analyse aus der Fachzeitschrift PERSOENLICH): 

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
5. Okt. 2012 ... Marianne Stamm – Winzerin und rhetorische. Weichspülerin. Medienrhetorik. * Marcus Knill (www.knill.com) ist Experte für Medienrhetorik.
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/10_05/09_12.pdf

Die Sängerin Natalie Cole ist tot

Der musikalische Dialog mit ihrem verstorbenen Vater 

bleibt wohl noch lange in den Ohren:

  Bildergebnis für Natalie Cole mit «Unforgettable»

 

 

 

Unforgettable NATALIE COLE - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=PdBKXdc4dgw
24.01.2010 - Hochgeladen von CrRWz
Unforgettable NATALIE COLE .... Ciao Natalie, resterai unforgettable! ... This song and your music will always ...

Wird Auto abfackeln zu einer Silvestertradition?

 Autos brennen wieder!

Wieder brannten in der Silvesternacht in den Vororten von 
Frankreichs Grossstädten die Autos. 
Die Polizei nahm 622 Menschen fest. 
Aus SRF:
 
Bildlegende: Die Autos brennen wieder: Die Jugendliche in den 
Vororten machen so auf sich aufmerksam.  
 Archivbild aus der Nähe von Grenoble 2010

Samstag, 2. Januar 2016

Haben Sie in neuen Jahr Vorsätze gefasst? Ich nicht, aber...

.. wenn sie sich im neuen Jahr vorgenommen haben,  sich zu verbessern, so gibt es  zum Umsetzung
bewährte Werkzeuge.

Ich zitiere SRF:

Bei Vorsätzen scheitern viele. Das kann an fehlendem Durchhaltevermögen liegen – oder einfach an mangelnder Vorbereitung.
Notizblock mit guten Vorsätzen 
Studien zeigen, dass gut die Hälfte aller Menschen dabei zum Schluss kommt, dass es an der Zeit ist, eine lästige, ungesunde oder sogar gefährliche Gewohnheit aufzugeben. Nur acht Prozent schaffen es jedoch, diesen Vorsatz tatsächlich umzusetzen. Das Gros gibt über kurz oder lang wieder auf.
Das Problem: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und Gewohnheiten graben sich tief in unser Gehirn, lassen sich nur schwer wieder entfernen oder durch neue ersetzen. Hirnforscher gehen davon aus, dass es sechs bis neun Monate dauert, um einen neuen neuronalen Pfad im Gehirn auszubilden, der uns dann zur Gewohnheit wird.

Grundsätzlich gilt: An die Stelle der alten Gewohnheit muss eine neue, bessere treten, sonst ist der Rückfall vorprogrammiert. Ergo haben spontane, aus einer Laune heraus gefasste Neujahrsvorsätze eine deutlich tiefere Aussicht auf Erfolg als solche, mit denen wir uns eingehend auseinandergesetzt haben.
Ein bewährtes Hilfsmittel für die Planung und Umsetzung eines solchen Vorhabens ist das 4-Phasen-Modell der angewandten Psychologie:
  • Abwägen Was will ich eigentlich? Warum will ich das? Welche positiven und negativen Konsequenzen hat mein Vorsatz? Will ich alle Ziele erreichen, oder gibt es solche, die mir wichtiger sind?
  • Planen Wie verfolge ich mein Ziel? Wo verfolge ich es und wann? Macht es Sinn, Zwischenziele zu stecken? Und wie gehe ich mit Hindernissen und Rückschlägen um?
  • Handeln Versuchen Sie möglichst viel Spass an der Umsetzung zu haben! Je langfristiger das Ziel, desto wichtiger ist es, sich Teilerfolge bewusst zu machen. Rückschläge sollten als einzelnes Ereignis betrachtet werden und nicht als Grund, zu resignieren.
  • Bewerten Wurde das Ziel erreicht, ist es Zeit zurückzuschauen und sich selber zu reflektieren: Was lief gut, was weniger gut, was hätte ich anders machen sollen? Und es ist wichtig, sich auf die Schulter zu klopfen, das Erreichte zu geniessen und zu feiern, bevor das nächste Ziel ins Visier genommen wird.
  • KOMMENTAR: Bei meinen Beratungen habe ich gesehen, dass ich nie mehrere Verhaltensweisen ändern darf. Ich würde mich nur überfordern und es bleibt alles beim Alten. Bewährt hat sich: Sich nur EINEN Vorsatz vornehmen - diesen notieren,  visualisieren und sofort umzusetzen. Ich muss mir ein BILD (Piktogramm) zeichnen, das ich überall - als Appell -  mit einem kleinen Kleber vor Augen führe (Agenda, Telephon, Armaturenbrett, WC usw). Danach geht es darum, sich diesen Vorsatz, so wie wie die schlechten Gewohnheiten angewöhnt haben, zu verankern. Wenn Sie nur einmal über eine Wiese gehen, bleiben  keine Spuren zurück.Wenn Sie jedoch immer wieder auf dem selben Pfad gehen, bildet sich ein Trampelpfad der langfristig sichtbar bleibt. Die neue Gewohnheit muss deshalb auch X mal wiederholt werden, bis sie in unserem Gehirn Spuren hinterlässt und zur positiven Gewohnheit wird. 
  • KENNEN SIE DIE BELIEBTESTEN VORSAETZE?
  • 1. Mehr Zeit für sich haben


    2. Geld sparen


    3. Endlich mehr Sport treiben


    4. Passend dazu: Einen Marathon laufen


    5. Endlich wieder mal ausmisten


    6. Etwas verändern


    7. Sein Äusseres verändern

Stadl gerettet?

Der erste Stadl mit Francine Jordi war ein grosser Flop.
Die Kritik vernichtend.
Die Macher haben nun etwas gelernt, aber....
LINK:

13. Sept. 2015 ... Die Stadlshow hat sich angeblich vom alten Musikantenstadl emanzipiert. Sie wollte neu, frisch, modern sein und vor allem auch Junge ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/09_13/index.html


Nun wurde das Steuer herumgerissen und der Kurs dem traditionellen Publikum angepasst.
Francine Jordi und Alexander Mazza haben es aus meiner Sicht
viel besser gemacht als bei der letzten Sendung.

Silvester-Stadlshow in Linz: 

Heile Welt trotz unklarer Zukunft

Silvester-Stadlshow in Linz
Silvester-Stadlshow: Ausgelassenheit in Linz Bild: Schwarzl

Durch die Korrektur wurde sicherlich vieles 
wettgemacht. Leider konnte das alte Publikum
noch nicht zurückgeholt werden.
Ob sich nun die Programmverantwortlichen 
dazu bewegen lassen, den Stadl mit Francine Jordi 
weiterzuführen, steht  somit auf einem anderen Blatt.
Es ist ein Bedürfnis des Publikums, in 
unsicheren Zeiten für ein paar Stunden
die Sorgen abzustreifen und 
in eine heile Welt einzutauchen.






Es war sicherlich klug, auf bewährt bekannte Titel und Stars zu setzen.
Dabei kamen zwangsläufig auch Unterhalter der "vorletzten" Generation zu Zug


MEDIENSPIEGEL:
FM1Today-vor 2 Stunden
Stadlshow: Quoten der Silvester-Sendung
Schlagerportal.com-vor 4 Stunden
Nachrichtenbild für "Silvesterstadl" von Krone.at

Schunkelnder Rutsch - "Silvesterstadl": Auf altem Kurs ins neue Jahr

Krone.at-30.12.2015
Wieder sehr nahe ans gute, alte und bewährte "Musikantenstadl"- Konzept nähert sich die neue "Stadlshow" am Silvesterabend. "Es war ein ...
Nachrichtenbild für "Silvesterstadl" von bluewin.ch

 

Fachartikel schreiben- aber wie?

TIPPS von Mark Lubkowitz
GELB: KOMMENTAR  Knill-Blog

1. Prägnant schreiben
Unter Fachleuten herrscht anscheinend ein ungeschriebenes Gesetz: Gelingt es ihnen, ihr Wissen in endlos verschachtelte Sätze zu pressen, die sich über einen vollständigen Absatz erstrecken und darin komplexeste Verkettungen von Fremdwörtern zu platzieren, so dass die Sätze wieder und wieder gelesen werden müssen, um ihren wahren Sinn zu begreifen, dann erscheinen die Autoren ihrer Leserschaft als besonders intelligent. Aber das ist falsch. Die Kunst ist es, einfache, kurze, prägnante Sätze zu schreiben. Genehmigen Sie Ihren Lesern Pausen, um das Fachwissen zu verarbeiten. Quälen Sie sie nicht. (Ja, der erste Satz gilt damit als Negativbeispiel).


KOMMENTAR: Kurz, verständlich und klar zu schreiben ist bei Beratungen unser Hauptanliegen. Wir empfehlen stets: Kurze Sätze! Ersetzen wir die Nomen wenn möglich mit VERBEN.

2. These definieren
Definieren Sie eine These, eine Kernaussage für den Artikel, und zwar noch bevor Sie die ersten Sätze schreiben. Beschränken sie sich im Artikel darauf, diese eine These zu argumentieren, denn für mehr ist in einem Fachartikel kein Platz. Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, mehrere Thesen zu verbinden und einen gigantischen Bogen spannen zu wollen. Dafür sind Bücher da. Sollte Ihnen die Definition der Kernaussage Schwierigkeiten bereiten, dann stellen Sie sich folgende Fragen: Was ist der Mehrwert des Artikels? Welchen Erkenntnisgewinn soll er dem Leser verschaffen? Was macht den Artikel besonders und damit notwendig? Womit hat der Artikel es verdient, einen Teil der kostbaren Zeit des Lesers abzuschöpfen?


KOMMENTAR: Die Dachbotschaft möglichst rasch definieren. Fokussieren wir uns auf diese EINE Kernaussage.
Doch muss sie dann auch noch veranschaulicht werden.
 


3. Zielgruppe beachten
Selbst wenn die Veröffentlichung eines Artikels Teil Ihrer jährlichen Zielvorgaben sein sollte: Sie schreiben den Artikel weder für Ihren Chef noch für sich selbst. Sie schreiben den Artikel für den Leser, schließlich soll der Artikel auch eine Veröffentlichung erfahren. Deshalb ist es wichtig, sich genau vor Augen zu führen, wie die Zielgruppe des Mediums und des Artikels definiert ist. An dieser Zielgruppendefinition müssen Sie sowohl die Ansprache des Artikels als auch dessen Tiefgang ausrichten. So ist ein Software-Entwickler in der Regel an anderen Fakten interessiert als ein Interface-Designer oder C-Level-Manager.


KOMMENTAR: Adressatengerecht schreiben heisst, für die entsprechende Leserschaft schreiben. Die Zielgruppe muss vor dem Schreiben geklärt werden.


4. Leser verorten
Erfährt der Leser nicht bereits im ersten Absatz, worum es auf den folgenden Seiten eigentlich geht, dann muss er sich dieses Wissen während des Lesens selbst erarbeiten. Das lenkt vom eigentlichen Inhalt des Artikels ab. Vergegenwärtigen Sie dem Leser deshalb die These des Artikels. Oft reicht dazu ein einziger Satz aus; es dürfen aber auch mehrere sein. Übrigens bietet die Überschrift in Print-Publikationen oft nicht genügend Raum, um die Kernaussage eines Artikels klar verständlich zu kommunizieren. Umso wichtiger ist also der erste Absatz des Artikels.Verorten Sie den Leser. Erläutern Sie ihm früh worum es eigentlich geht.


KOMMENTAR: Schreiben Sie in den ersten Zeilen, um was es geht. 

5. Eigenlob streichen
Natürlich dient ein Fachartikel auch dazu, sich selbst oder das eigene Unternehmen in ein gefälliges Licht zu rücken. Dennoch ist ein Fachartikel nicht dazu geeignet, sich selbst mit Lob zu überschütten und ständig die eigenen Vorteile herauszuarbeiten. Bleiben sie bescheiden, streichen sie beschönigende Adjektive. Möchten Sie Ihre eigene Qualifikation oder die Leistungen des Unternehmens herausarbeiten, dann gliedern sie diese Informationen in einen separaten Textteil aus. Viele Zeitschriften sehen dafür sogar explizit eigene Elemente vor, etwa Profil-, Biografie- oder Autorenkästen.



KOMMENTAR: Es genügt, das eigene Profil in  der Autorenbeschreibung zu erwähnen.

6. Witze vermeiden
Sollte in Ihrem Innern kein begnadeter Texter stecken, dann werden Sie Witze, Ironie, Sarkasmus oder Spitzfindigkeiten nur schwerlich sauber pointieren können. Selbstredend sind locker formulierte Texte deutlich angenehmer und flüssiger zu konsumieren. Ein Witz, der nicht verstanden oder nicht als solcher erkannt wird, schreckt den Leser jedoch ab und hinterlässt womöglich einen faden Nachgeschmack.


KOMMENTAR: Verzichten Sie in Fachartikeln auf Ironie und Witze. Das irritiert die Leser.

7. Inhalt beleben
Für sechs Seiten Text mit wenigen Absätzen, fehlenden Zwischenüberschriften und geringster oder gar komplett fehlender Bebilderung gibt es den Begriff Bleiwüste. Er bezieht sich darauf, dass ein nur aus Text bestehender Artikel abschreckend wirkt, er nicht zum Verweilen einlädt und er von niemanden gelesen werden will. Die Lösung, die sowohl für Print als auch Online gilt: Reichern Sie den Artikel mit Bildelementen an, etwa Fotos, Screenshots, Tabellen, Infografiken, Charts, Kästen, Listings oder Zitaten. Viele Fachzeitschriften geben dabei sogar die Anzahl an Bildelementen je Druckseite vor. Dadurch lässt sich errechnen, wie viele Bildelemente ausreichend sind. Fügen Sie dann noch Zwischenüberschriften ein, dann transmutieren Sie eine Bleiwüste nicht nur in eine Oase, sondern sie verleihen dem Artikel noch die notwendige logische wie optische Struktur.


KOMMENTAR: Eine Buchstabenwüste animiert  nicht zum Lesen.
Entscheidend sind  nicht nur  Bilder und Zwischentitel.
Der Text sollet  einen "Kino im Kopf" erzeugen.
Schreiben wir so, dass der Leser die Worte gleichsam sieht, hört und mitempfindet.


8. Leser respektieren
Gehen Sie nicht pauschal davon aus, dass Sie klüger als die Leser Ihres Artikels sind. Sie mögen ein Experte sein und haben etwas wichtiges zu sagen, Arroganz ist dennoch fehl am Platz und verprellt die Leser. Eine herablassende Wortwahl ist deshalb ebenso unangemessen, wie extrem breitgefächertes Wissen vorauszusetzen oder einfachste Begriffe an jeder Stelle im Text zu erklären. Gehen Sie stattdessen davon aus, dass ein fachliches Grundwissen beim Leser besteht und erläutern Sie dann bestimmte erklärungsbedürftige sowie selten genutzte Begriffe in einem Glossar-Kasten.


KOMMENTAR: Wir dürfen zwar davon ausgehen, dass die Konsumenten unseres Fachbeitrages ein angemessenes Grundwissen haben. Dennoch wird es geschätzt, wenn anspruchsvolle Begriffe in einem Glossar-Kasten erläutert werden.

9. Manuskript gegenlesen
Reichen Sie Ihr Manuskript im Kollegenkreis und - falls vorhanden - an die Marketingabteilung weiter, damit diese einen Blick darauf werfen und eventuell missverständliche Passagen, Betriebsinterna oder gar Fehler aufspüren. Auch den Besten passiert es, dass sie während des Schreibens betriebsblind werden. Sie vergessen dann mitunter mal entscheidende Details, weil sich diese zwar vordergründig in ihrem Kopf befinden, dieses Wissen dem Leser aber vielleicht gar nicht zur Verfügung stehen kann. Nehmen Sie das Feedback der Kollegen oder gar der Redaktion sachlich entgegen. Es handelt sich schließlich um Anmerkungen zur Verbesserung ihres Artikels, und nicht um Sie persönlich zu kränken.


KOMMENTAR: Alle Autoren in meinem Bekanntenkreis lassen ihre Fachbeiträge von einer externen Person gegenlesen. Dadurch kann ich Aussagen umformulieren, die missverständlich oder unverständlich formuliert sind.
 
10. Vorgaben erfüllen
Beachten Sie die Vorgaben, die die Redaktion an einen Artikel zur Veröffentlichung stellt. Grundsätzlich sind das mindestens der Umfang des Artikels und die Anzahl der Bildelemente. Teilt Ihnen die Redaktion mit, dass der Text 5000 Zeichen und drei Bildelemente aufweisen muss, dann liefern sie der Redaktion möglichst 5000 Zeichen - 300 mehr oder weniger sind nicht weiter schlimm. Geben Sie deutlich zu wenig ab, muss die Redaktion den Text eventuell längen. Geben Sie deutlich zu viel ab, dann muss der Artikel eventuell aufwändig gekürzt werden. Das Längen und Kürzen von Texten kann dazu führen, dass sich Fehler einschleichen.


KOMMENTAR: Das zeichengerechte Schreiben ist eine Frage des Trainings. Redaktionen schätzen es immer, wenn sie den Text nicht zeitaufwändig kürzen müssen.


Freitag, 1. Januar 2016

Feuerwerkflop in Zürich

Riesenfeuerwerk vom Nebel verschluckt 

Quelle: Tagi-online 

 

Der grosse Silvesterzauber über dem 
Zürcher Seebecken ist zu einem seltsamen 
Schauspiel geworden. Wegen Umständen, 
die der Albtraum jedes Feuerwerkers sind.

KOMMENTAR

Der Grund: Die Luft war zu feucht. 
Jede Explosion produzierte Nebel.
Für Tele Züri eine enttäuschende Uebertragung.
Ich bin froh, dass wir in Uhwiesen geblieben sind.