Donnerstag, 25. Juni 2015

Wer Negatives wiederholt, festigt es zwangsläufig

Kritiker helfen durch die Wiederholung, das Negative zu verbreiten


Bildergebnis für Kaffee

Durch die Wiederholung ankert eine Botschaft im Langzeitgedächtnis, besonders wenn die Aussage mit einem Bild, einer Geschichte oder etwas Ueberraschendem gekoppelt wird. Das nutzt die Werbung und das Marketing

Die bekannte Radio Moderatorin Judy Mozes (Jerusalem) trat jüngst mit einem Tweed ins Fettnäpfchen, 
weil sie  ihre 75000 Followers mit einer angeblich lustigen Frage  unterhalten wollte. 
Sie fragte locker vom Hocker:

"Wisst ihr, was ein Obama-Kaffee ist?" und beantwortete dann das Rätsel gleich selbst:
"Schwarz und schwach."

Obschon sie den Tweed sofort löschte, wurde er  weit  verbreitet und löste einen enormen Shitstorm aus.
Die nachgereichte Entschuldigung verstärkte erstaunlicherweise die Welle der Entrüstung nur noch.
Wir sehen an diesem Beispiel: Gesagt ist gesagt. Aufschlussreich ist aber, dass die Kritiker
mit der Wiederholung der rassistischen Frage den Gedanken zusätzlich verbreiten.
Ich weiss, dass durch meine Zeilen der unangebrachte Spruch ebenfalls zusätzlich verbreitet wird.

Es gibt Agenturen, die absichtlich provozieren, in der Hoffnung, die Provokation  werde in den Medien kritisiert und durch das Zitieren ungewollt verbreitet.


Fazit: Kritiker sind sich zu wenig bewusst, dass sie durch das Wiederholen unfreiwillig zum Steigbügelhalter eines verwerflichen Gedankens werden.
 

Mittwoch, 24. Juni 2015

Sprachliche Kompetenz als Grundlage für den Erfolg

Wer sich nicht verständlich ausdrücken kann, hat in allen Fächern schlechtere Noten

Ich war diese Woche als Experte bei der Maturitätsprüfung  im Einsatz und habe einmal mehr festgestellt:
Wer über eine sprachlichen Kompetenz verfügt, kann mangelndes Wissen oft kompensieren.


Bildergebnis für mündliche Maturitätsprüfung

Ich erlebte bei der mündlichen Prüfung eine Maturandin, die zwar inhaltlich überzeugte und dennoch schlechter weg kam, nur weil sie nicht fähig war, ihre Gedanken klar und verständlich zu formulieren.

Elisabeth Grünewald von der Pädagogischen Hochschule Bern betont:  

«Die sprachlichen Kompetenzen sind die Grundlage für den Erfolg in allen anderen Fächern».

Ich teile diese Meinung und finde es schade, wenn in einem Gymnasium, das ABC von Präsentationen nicht explizit trainiert wird. 
Bildergebnis für sprachliche Kompetenz

Es zeigt sich auch später im Job: Es lohnt sich, überzeugende und verständliche Auftritte nachträglich zu erwerben.

Viele Akademiker (Rechtsanwälte, Theologen usw.) sehen ein, dass es hilfreich ist, auch nachträglich die Bausteine der Rhetorik in einem Einzelcoaching zu optimieren.
Wir konnten vielen Führungskräften in einer kurzen Intensivschulung weiterhelfen. 

Dienstag, 23. Juni 2015

Ausschreibung

Berufssituation und Berufsrolle » Auftrittskompetenz und Kommunikation »

Auch in heiklen Gesprächen überzeugen

Aus der Praxis für die Praxis

Alle möchten in heiklen Gesprächen verstanden werden. Wer situationsgerecht und adressatengerecht überzeugend spricht, hat zwangsläufig mehr Erfolg (Alltag, Beruf, Politik). In diesem Intensivkurs mit begrenzter Teilnehmerzahl wird ressourcen-, praxis- und prozessorientiert gearbeitet.
Inhalt
Frage-, Antwort- und Lerntechniken
Zuhören und Schweigen als wesentliche Interventionen
Bewusstmachung eigener Stärken und blinder Flecken
Dialogik: überzeugen, aber wie?
Ziel
Werkzeuge im Umgang mit heiklen Gesprächspartnern kennen
Frage- und Antwortverhalten überprüfen
Wahrnehmungsfähigkeit und kommunikative Kompetenz fördern
Schwierige Kommunikationssituationen konstruktiv meistern können
Arbeitsweise
Beraterinputs; Arbeit im Plenum; Partner- und Gruppenarbeiten; fachgerechtes Videofeedback
Ort
Zürich
Zielgruppe
Alle
Hinweise
Es lohnt sich vorgängig im virtuellen Buch www.rhetorik.ch zu «blättern».

Datum und Zeit
DauerLeitungNummerFr.Anmelden
11. Sept. 2015 Fr 18.00–21.00
12. Sept. 2015 Sa 09.00–16.30 
2x   Faro Burtscher, Marcus Knill ZP33.15.41 200.– Kurs ZP33.15.41 Zum Warenkorb hinzufuegen   Status
Legende:
Durchführung garantiert
Durchführung geplant

Verkehrte Welt


Typisch Tsipras:

Sich um Spielregeln foutieren.
Versprechen nicht einhalten.
Pseudovorschläge machen.
Angebot zu spät einreichen.
Und dann: Den schwarzen Peter den
Geldgebern zuschieben.
Tsipras versteht das Katz und Mausspiel.
Denn er weiss genau: Europa wird ihn nicht fallen lassen.
Bei einem GREXIS gehen Milliarden Flöten.
Eine weitere Unterstützung kostet ebenso viel.
Tsipras und Juncker.

Tsipras: «Der Ball liegt jetzt bei den Europäern»

Euro-Gruppe, Euro-Gruppe, Euro-Gipfel, Euro-Gruppe, EU-Gipfel – die Krisentreffen zum Thema Griechenland folgen jetzt immer schneller. Am Montagabend haben die Staats- und Regierungschefs miteinander gesprochen – die Entscheidung fällt später.

Montag, 22. Juni 2015

Meine Prognose: Heute wird Griechenland einmal mehr punkten

So sieht ein strahlender Sieger aus

Griechenland-Krise

Weil sich die Europäer keinen GREXIS leisten können,

kann Griechenland weiter pokern.

Im letzten Augenblick wird es Versprechen geben, die 

aber nachher - wie bislang - nicht eingehalten werden. 

Die Endlosschlaufe wird somit weiter drehen. Wetten?

Obwohl Griechenlands Vorschlag zu spät eingereicht wurde, sagen sie sich: "Aufgeschoben heisst: Wir bleiben in der EU aufgehoben".

Es wäre ein Wunder gewesen, wenn sich Griechenland an Termine oder Spielregeln halten würde.

Nachtrag:

«Der griechische Vorschlag kam schlicht zu spät»

Basler Zeitung -
Ein Sondergipfel entscheidet heute über das Schicksal Griechenlands. Korrespondent Stephan Israel sagt, wie gross die Chancen auf einen Durchbruch im Schuldenstreit sind. Vor entscheidenden Gesprächen am Eurokrisengipfel in Brüssel: Griechenlands ...
Euro-Finanzminister sind skeptisch
Ringen um Griechenland-Hilfen geht weiter

Schade: Aus der Traum

Verständlicher Schreiben ja - aber nicht so:


Sprachprojekt

Sprachprojekt

«Behinderten-Deutsch» sorgt für rote Köpfe


 (Aus 20 Min)

Mit einem 39-seitigen Sprachleitfaden sagt die St. Galler Sozialdepartement dem Behördendeutsch den Kampf an. Einen ersten Bericht hat die Verwaltung bereits übersetzten lassen. Nun sollen weitere Texte auf «Behinderten-Deutsch» veröffentlicht werden.


«falscher Weg»

Über die neuen Sprachregeln können sich jedoch nicht alle freuen. SVP-Nationalrat Lukas Reimann begrüsst, dass die Kantone mehr auf Menschen mit Behinderungen eingehen. «An der konkreten Umsetzung habe ich jedoch meine Zweifel.» Dass der Staat in einer verständlichen Sprache kommuniziert, sollte eigentlich selbstverständlich sein. «Eine Sonderlösung wie in St. Gallen halte ich für den falschen Weg», so Reimann.


Auch bei der FDP stossen die St. Galler Sprachpläne auf wenig Gegenliebe. FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen erinnert sich dabei an einen ähnlichen Fall aus dem Kanton Bern: Vor fünf Jahren versuchte die Stadt Bern ihren Bürgern den Fussgängerstreifen madig zu machen. Dieser sei sexistisch, weil er sich explizit nur an Männer richte. Politisch korrekte Berner sollen deshalb den Begriff «Zebrastreifen» verwenden. «Diesen Sprachirrsinn haben die Behörden dann noch in einem Reglement festgehalten», wettert Wasserfallen. Dass der Kanton St. Gallen nun ebenfalls ein Sprach-Regelwerk aus dem Hut zaubere, sei «ein völliger Blödsinn».
Schiessen die St. Galler mit ihrer behindertengerechten Sprache übers Ziel hinaus? «Ja», meint Hanspeter Wyss, Präsident des Schweizerischen Vereins für die deutsche Sprache. Der oberste Schweizer Sprachhüter warnt vor einer Simplifizierung der Sprache. Eine Vereinfachung der Behördensprache, wie es die Politiker fordern, sei zu begrüssen. «Wird die Sprache jedoch zu sehr vereinfacht, schafft das nur Probleme.» Eine Plansprache für Behinderte sei eine gutgemeinte Idee. «Wenn am Schluss aber nur noch jeder die Hälfte vom Text versteht, ist der Schuss nach hinten losgegangen.»

KOMMENTAR: Verständlich Reden und verständlicher schreiben ist ein wichtiges Anliegen. Wir werden uns demnächst mit dieser Thematik eingehender auseinandersetzen. Sich verständlicher ausdrücken darf nicht zu einer Simplifizierung führen. Verständlicher reden und schreiben will heissen: Sich so ausdrücken, dass uns der Adressat besser versteht.