Dienstag, 16. Juni 2015

Zum Abstimmungssonntag:

Beim Radio und Fernsehgesetz kam es zu einem Abstimmungskrimi

Die knappeste Abstimmung aller Zeiten
(Resultat noch offen)



Der geplante Systemwechsel mit einer allgemeinen Beitrag ohne geräteabhängige Gebühr wurde im Vorfeld der Abstimmung mit harten Bandagen geführt.
Die Angst vor einer neuen Steuer, die eskalieren könnte, wurde au allen Kanälen geschürt.
Immer mehr verlagerte sich die Diskussion über den Systemwechsel wurde die Qualität des service public in Frage gestellt.
Auf Internetforen in Kommentaren der sozialen Medien schrieben vor allem Kritiker und Konsumenten, die mit dem Programm nicht einverstanden sind.
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Stimmberechtigte mit dem Nein ein Zeichen ihrer Unzufriedenheit setzen wollten gleichsam als Tritt ans Schienbein.
Die SRG war bei der Kampagne in einer heiklen Situation:
sie wollte die Medien nicht als Plattform für ein Ja benutzen.
Es durften auch keine SRG Gelder dafür benutzt werden.
Nach meinem Dafürhalten hätte die SRG eine unabhängige Institution mit der Werbekampagne beauftragen müssen, die mit Sponsorengeldern agiert.
Ferner hätte die SRG die Diskussion über den service public aktiver führen müssen.
So wie das Amen in der Kirche war nämlich schon vor Wochen absehbar, dass die Diskussion über den Service public nach der Abstimmung (bei einem Ja oder NEIN) weitergeführt wird.
Der Bevölkerung geht es um die Qualität des "Monopolmediums" SRF .

Es geht künftig um Fragen, wie unsere "staatlichen" elektronischen Medien mit
Medienkritik (Es fehlte ein selbstkritisches Sendegefäss)
Mitsprache der Bevölkerung
(Bei Unterhaltung, Sport usw.)
Programmvielfalt
Transparenz 
Kostendach

Nach meinen Informationen ist die Bevölkerung nicht gegen die Berücksichtigung der Sprachenvielfalt
Das Radio und Fernsehen hat hinsichtlich Informationssendungen eine hohe Reputation.
Die Macher haben einen Leistungsauftrag und dürfen
gemäss den Vorgaben die Programme selbst gestalten.
Allen kann es die SRG nie recht gemacht werden.
Ich wirkte jahrelang bei der Trägerschaft der SRG aktiv mit und stellte damals fest:
Der Einfluss aufs Programm ist recht gering.
Der Dialog mit den Konsumenten müsste deshalb intensiviert werden.

Das Abstimmungsresultat ist für mich der Auftakt für eine Grundsatzdiskussion über die Qualität des Service public.
Hauchdünn mit 3800 Stimmen mehr wurde das RTVG 
angenommen.

Klarer Entscheid bei der Erbschaftssteuer

Mit der eindeutigen Ablehnung erlitt die SP eimal mehr eine weitere Schlappe bei den Umverteilungsversuchen.
Die Gründe: Viele Familienbetriebe fühlten sich betroffen.
Die Bevölkerung will keine Experimente.
Die Rückwirkungsklausel schreckte auch vor einem JA  ab.
Aus SRF:







Die drei F als wichtigste Problemquellen

Die 3 F

F wie gedankliche FIXIERUNG  
          (wir sind in der Fiktion gefangen: "Wenn..., dann...."

Bildergebnis für fixiert

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F wie  FAULHEIT
           (Angst vor der Anstrengung)

Bildergebnis für faulheit


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 F  wie FEIGHEIT
           (Wir ängstigen uns vor den Konsequenzen.
            Es fehlt der Mut zum Risiko)

Bildergebnis für Feigheit

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Oft bewegen wir uns wie im Hamsterrad.
Unser Tun scheint ausweglos.
Wenn wir die 3 F nicht als Problemquelle erkennen,
drehen wir im Kreis.
Wenn es besser werden soll, müssen wir uns gezielt ändern!

Durch falsches Verhalten verstricken wir uns immer mehr.
Wir können dem Teufelskreis nicht entrinnen.

Statt FIXIEREN  lernen Sie die Perspektive zu wechseln.

Bildergebnis für PErspektive wechseln
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 FAULHEIT können wir nur mit Arbeitswillen und aktivem Tun begegnen


Bildergebnis für Leistung

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Und der FEIGHEIT entrinnen wir, indem wir Neues wagen (Mut zum Risiko)

Bildergebnis für Mut zum risiko

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Montag, 15. Juni 2015

Nachlese

Service-Public-Diskussion





Fünf Reformtipps für eine bessere SRG

News-Themen
Bild für das Nachrichtenergebnis
von D. Waldmeier - Publizist Kurt W. Zimmermann und PR-Experte Marcus Knill machen Vorschläge, wie die SRG wieder effizienter und beliebter werden kann.


Service-public-Diskussion


In der Sendung von Roger Schawinski nahm SRG-Generaldirektor Roger De Weck Stellung zum RTVG. Jetzt muss er sich der Service-Public-Diskussion stellen.


Als Misstrauensvotum interpretieren viele Beobachter das hauchdünne Ja zur RTVG-Revision. Beide Lager stellen sich jetzt auf eine heisse Service-Public-Diskussion ein: Was ist der Leistungsauftrag der SRG und wie viel darf sie kosten? Braucht es Korrekturen bei der Organisation? Zwei Experten äussern sich pointiert zu fünf Streitpunkten.



Programm


Mehr Mitsprache für das Volk

«Die Information soll der Hauptauftrag bleiben. Trotzdem muss die SRG eine vielfältige Palette anbieten. Auch Sendungen wie «Glanz & Gloria» oder Fussballübertragungen sollen Platz haben», sagt Kommunikationsexperte Marcus Knill. Diskutiert werden müsse, ob die Kosten enorm teurer Eigenproduktionen – etwa dem «Bestatter» – verhältnismässig sind. «Das Volk sollte allgemein mehr mitreden können. Auch sollten Beschwerden des Publikums ernster genommen werden.»

Auch «Weltwoche»-Kolumnist Kurt W. Zimmermann sagt, dass sich das Programm an den Bedürfnissen der Konsumenten orientieren sollte. «Die Leute wollen Krimis und Unterhaltung – man sollte dies ernst nehmen. Es wäre fatal, wenn man jetzt nur noch trockene Themen bringen würde, die niemanden interessieren.» Dass es ein Grundangebot in allen Sprachregionen brauche, sei aber unbestritten.

Kosten:


In der Deutschschweiz sparen

Für Zimmermann ist die heutige SRG zu teuer: «Das Fernsehen in der Deutschschweiz sollte nicht teurer sein, als es heute in der Westschweiz ist. So könnte man schon einmal 150 Millionen Franken einsparen – ohne dass der Konsument etwas davon merkt.» Laut Zimmermann braucht es auch nicht 17 Radio-Sender und 7 TV-Sender: «Jene Angebote, die nur einen marginalen Marktanteil von unter sechs Prozent haben, sind überflüssig. Dazu zählt auch Radio SRF 2. Wozu soll man etwas produzieren, was gar kein Publikum hat?»

Auch Knill empfiehlt, auf die Kostenbremse zu treten: «Die Leute haben Angst, dass die Gebühren künftig ansteigen – das hat man im Abstimmungskampf deutlich gesehen. Man sollte die Einnahmen aus den Abgaben einfrieren und ein Kostendach für die SRG definieren, welches nicht überschritten werden darf.» Solange die Sender innerhalb des Kostendachs zu finanzieren seien, müssten sie nicht geschlossen werden.

Mentalität:

  
Selbstkritik üben

«Das Erstaunliche am Abstimmungskampf war, dass man aus dem Mund von Roger De Weck nur gehört hat, dass bei der SRG alles picobello ist. Ganz nach dem Motto: Ausser uns ist nur der Herrgott vollkommen», sagt Zimmermann. Normal wäre gewesen, dass man auch Fehler eingestehe und Besserung gelobe. «Eine solche Fähigkeit zur Selbstkritik wäre wünschenswert.»

Knill träumt ebenfalls von mehr Bürgernähe: «Den Dialog mit dem Volk gilt zu intensivieren.» Die SRG dürfe nicht zum Selbstdarstellungsinstitut verkommen, in dem sich die Kollegen ständig gegenseitig in Sendungen einlüden.

Organisation:

  
Mehr Transparenz

Bei der Organisation hat Zimmermann einen radikalen Reformvorschlag: «Da die SRG jetzt über eine Abgabe finanziert wird, kann man sie in ein Bundesamt für Funk (BFF) umwandeln. Ihr Budget müsste jedes Jahr bewilligt werden.» Zimmermann verspricht sich davon eine echte Diskussion über die Kosten. «Die SRG müsste bei den Sparprogrammen bluten, wie es die Armee in den letzten Jahren getan hat.»

«Wichtig ist vor allem, dass Strukturen geschaffen werden, die mehr Transparenz garantieren – sowohl beim Programm als auch bei den Finanzen», sagt Knill. «Hätte Roger De Weck seinen Lohn offengelegt, wäre sein Salär nicht so lange thematisiert worden.»

Werbung: 


Abends Unterbrechungen?

Die beiden Experten sind sich einig, dass es ohne TV-Werbung nicht geht. Knill: «Als Konsument ärgert es mich aber, wenn ich bei einem Krimi unterbrochen werden. Ich möchte keine amerikanischen Verhältnisse. Man sollte sich auf Werbeblocks zwischen den Beiträgen konzentrieren.»

Laut Zimmermann ist ein Kanal, mit dem man die breite Masse erreicht, im Interesse der Wirtschaft. «Man könne sich jedoch überlegen, das Programm abends ab einer gewissen Uhrzeit werbefrei zu machen.»


   

NACHTRAG:

Bei der hitzigen Diskussion über den Service public dürfen wir nicht vergessen, dass die SRG einen
Leistungauftrag zu erfüllen hat. All jene Kritiker, die gewisse Sendungen - einfach so - eliminieren möchten, sollten bedenken, dass man den Leistungsauftrag nicht - einfach so - leichtfertig ändern kann.
Beispielsweise gehört die Unterhaltung explizit zu diesem Leistungsauftrag. Vieles, was heute so vorschnell vorgeschlagen wird, ist lediglich Wunschdenken.

Sonntag, 14. Juni 2015

Dazu kann man nur ein Wort sagen: Dekadent!

Auswüchse  der Tatoosucht
oder: Sind  sich die Träger bewusst, was sich 
mit diesen "verewigten" Bildern angetan haben?
Von den Schmerzen beim Entfernen nicht zu reden.

(Quelle: Blick am Abend)

1. Das ungeborene Kind auf der Haut verewigt.

2. Diese Liebe geht mehr als unter die Haut.

3. Nicht gerade ihre Schokoladenseite.

4. Spareribs sehen deutlich appetitlicher aus.

5. Wurde ihm eine Gehirnwäsche verpasst?

6. Bei ihm sieht man jeden Muskel.

7. Und er öffnet uns sein Herz.

8. Aus der Hand lesen war nie einfacher.

9. Auch dieser Rücken kann entzücken.

10. Eine Frau, die Eier zeigt.

11. Damit er nie den Durchblick verliert.

Samstag, 13. Juni 2015

Frauenpower -- Das waren Frauentage!

Frauen jubeln im Sport

  (Quelle SRF)

Denkste! Die Zeit arbeitet für Griechenland

Die griechische Regierung hat sie 
- die stärkeren Nerven



  • Griechenland: Das sind die Streitpunkte zwischen Tsipras und den Geldgebern

Freitag, 12. Juni 2015

Deutschland = Streikland

Eine Streikflut schadet dem Ruf sowie der Wirtschaft eines Landes

Die Streikwelle der Luftfahrt, Bahn und der Kita Mitarbieter wurden auf dem Buckel der Konsumenten ausgetragen. Statt mit Dialogen und am runden Tisch werden Forderungen mit Streiks durchgedrückt.
Nun streiken auch noch die Postangestellten:

Deutschland wird zum "Streikland"


In dem Post-Tarifkonflikt geht es um Bezahlung und Arbeitszeit für rund 140.000 Beschäftigte bundesweit. Quelle: dpa
Nach Postmitarbeitern in elf Verteilzentren haben die ersten Briefträger und Paketboten im Südwesten am Dienstag die Arbeit niedergelegt. In dem Tarifkonflikt geht es um Bezahlung und Arbeitszeit für rund 140.000 Beschäftigte bundesweit. Quelle: dpa
Briefe wird es nur in wenigen Briefkästen geben. Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Streiks bei der Post aus. Der Arbeitgeber-Präsident warnt: Die vielen Streiks gefährden den guten Ruf der deutschen Wirtschaft.
 Bestreikt werden derzeit bundesweit 83 Briefverteilzentren. Dabei blieben nach Angaben der Post rund 7 Millionen Briefsendungen oder 11 Prozent aller zugestellten Briefe liegen.

Die Post gab sich gelassen. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die Auswirkungen für unsere Kunden aufgrund unserer Ausgleichsmaßnahmen weiterhin gering halten. 
Etwa 88 Prozent der Briefe und 93 Prozent der Pakete kämen pünktlich an."
Hintergrund des Tarifkonflikts ist die Ausgründung von 49 regionalen Paketgesellschaften. Verdi sieht darin einen Bruch bestehender Vereinbarungen mit dem Management. In diesen Unternehmen arbeiten bereits mehr als 6000 Paketboten, die nicht nach dem Haustarif der Post bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifen der Logistikbranche. Verdi will erreichen, dass sie tariflich unter das Dach der Post zurückkehren.

KOMMENTAR: Bei Lohnverhandlungen
gibt es nur einen tauglichen Weg:
Gespräche am runden Tisch.
Jede Seite muss die Problematik der Gegenseite
ernst nehmen. Einseitige Forderungen werden zum Bumerang.
Ein Streikland büsst an Aufträgen ein. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen den Gürtel enger schnallen.
Dadurch werden noch mehr Arbeitsplätze wegrationalisiert und 
Menschen durch Roboter ersetzt.
Wenn die Gewerkschaft VERDI mit flächendeckenden Streiks ihre Forderungen durchsetzt, rächt sich dies  nachträglich.
Vom Streikrecht dürfte man nur als letzte Massnahme Gebrauch machen. In Deutschland scheint aber das Streiken zur Norm zu gehören. Erstaunlich, dass die Bevölkerung diese gravierenden Eingriffe einfach so hinnimmt.