Donnerstag, 5. März 2015

Unterschiedliche Begriffe-unterschiedliche Wahrnehmung

In den Medien wird von Flüchtlingen, Einwanderern oder Asylanten gesprochen und geschrieben.

Ein Blick ins Netz veranschaulicht die unterschiedliche Wertung:
Mit Bildern:


Aber auch mit Worten:

EINWANDERER/IMMIGRANT

Überschreiten Menschen im Zuge ihrer Migration Ländergrenzen, werden sie aus der Perspektive des Landes, das sie betreten, Einwanderer oder Immigranten (von lat.: migrare, wandern) genannt. (Aus der Perspektive des Landes, das sie verlassen, heißen sie Auswanderer oder Emigranten.) Die Soziologie bezeichnet (aus Wikipedia)

ZUWANDERER

Ein Zuwanderer ist nach Wikipedia:

  • in der Soziologie bezüglich einer gewissen Gesellschaft ein zu einem vergangenen Zeitpunkt nichtheimischer Mensch, siehe Migrant
  • in der Biologie eine in einem gewissen System nichtheimische Tierart, siehe Neozoon
FLUECHTLING
(Quelle UNHCR)

Ein Flüchtling ist eine Person, die ". . . aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will . . ." (Genfer Flüchtlingskonvention von 1951).
Menschen verlassen ihre Heimat aus unterschiedlichsten Gründen: Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen oder auch der Wunsch nach einem besseren Leben veranlassen Menschen dazu, Zuflucht in einem anderen Land zu suchen. Aus völkerrechtlicher Sicht muss man jedoch zwischen jenen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten und jenen, die „freiwillig“ in ein anderes Land reisen, unterscheiden. Mit Hilfe des Asylverfahrens wird festgestellt, wer ein Flüchtling ist.

MIGRANT

Flüchtling vs. Migrant

Flüchtlinge werden zur Flucht gezwungen; Migranten suchen zumeist aus eigenem Antrieb, Möglichkeiten ihren wirtschaftlichen Status zu verbessern. Auch sogenannte 'Boatpeople', die sich in Booten von der afrikanischen Küste nach Europa aufmachen, sind überwiegend Migranten.
Während Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen beschließen auszuwandern, noch durch ihren Heimatstaat geschützt sind, müssen Flüchtlinge ihre Heimat verlassen, weil ihr Heimatland sie nicht mehr schützen kann oder will. Diese unterschiedlichen Schicksale und Beweggründe wirken sich auf die rechtliche Stellung im Ankunftsland aus: Während Staaten in Bezug auf Migranten weitestgehend frei sind, über ihre Aufnahme zu entscheiden, sind sie durch internationale Abkommen verpflichtet, den Schutz von Flüchtlingen zu garantieren. 

ASYLANT 

(nach DUDEN)



Jemand, der um Asyl (2) nachsucht; jemand, der Asylrecht beansprucht (wird gelegentlich als abwertend empfunden)

Beispiele

  • Asylanten aufnehmen, abweisen, in ihr Land zurückschicken
  • anerkannte Asylanten
Dieses Wort stand 1980 erstmals im Rechtschreibduden.
Synonyme: 


Emigrant, Emigrantin

Zum Begriff Fremdarbeiter (aus Wikipedia):

Fremdarbeiter ist eine Bezeichnung für Arbeitskräfte, die insbesondere seit Beginn der Industrialisierung aus dem Ausland zur Arbeit in ein Land gekommen sind. Grundsätzlich werden mit diesem Begriff zwei Gruppen bezeichnet:
  • Arbeitsmigranten, die freiwillig in einem fremden Land arbeiten.
  • Zwangsarbeiter, die gezwungen werden, im Krieg oder infolge eines Krieges in einem fremden Land zu arbeiten.
Einwanderer, die für immer aus einem anderen Land immigrieren, werden nicht als Fremdarbeiter bezeichnet, ebenso wenig Sklaven, die zur Arbeit aus einem anderen Land verschleppt wurden. In der Regel umfasst der Begriff auch keine Arbeitskräfte, die kurzfristig für einen bestimmten Auftrag im Ausland arbeiten, zum Beispiel zur Montage einer Industrieanlage.
Während der Begriff Fremdarbeiter durch seinen Gebrauch während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland negativ konnotiert ist, wird er in der Schweiz weiter neutral verwendet. In Deutschland wird er zumeist durch die Begriffe Arbeitsmigranten oder Wanderarbeiter ersetzt.



FAZIT:
Mit Worten können wir werten.
Das wurde zur Beeinflussung stets auch politisch genutzt:
Freiheitskämpfer / Terrorist
Kernkraftwerk/Atomkraftwerk
LINK (Die Macht der Worte):
10. Okt. 2004 ... Wer mit Worten arbeitet, muss die Macht verantworten. ... Die Macht der Worte wird einem besser bewusst, wenn wir uns (z.B. mittels einer ...
www.rhetorik.ch/Fenster/Fenster.html

Mittwoch, 4. März 2015

Medienrhetorik

Umgang mit Ueberraschungen


Plötzlich ist sie da - die heikle Situation

Hintergrundinformationen zur nachträglichen Vertiefung eines INTENSIVSEMINARES während  dieser Woche:


Bevor die Krise da ist, sind die Medien da

Umgang mit überraschenden Fragen

LINKS:

18 Okt. 2013
Mehr zum Werkzeug "im Umgang mit Ueberraschungen" kann im ... www.rhetorik.ch/Aktuell/11/06_25/index.html. Columbo Technik. Kommissar Columbo aus der TV Serie wurde bekannt für seine Phrase " Übrigens, ich hätte ...
21. Juni 2013 ... In Krisensituationen hat sich das CCC Modell bewährt: C = Care Opfer stets zuerst ... Eine andere CCC Formel: C = Charisma. C = Chance.
www.rhetorik.ch/CCC/CCC.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
18. März 2009 ... AUCH ÄRZTE MÜSSEN. MEDIENTAUGLICH SEIN horrorsturz: Der Horrorsturz des Schweizer Skirennfahrers Daniel Albrecht auf der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/03_18/03_09.pdf
18. März 2009 ... Leidet das Inselspital unter einem Paparazzi-Trauma? Im Gegensatz zum Universitätsspital Innsbruck informierte das Inselspital über den ...
22. Jan. 2009 ... Auch Ärzte müssen für derartige überraschende Auftritte trainiert werden. Die Voten von drei Ärzten der Universitäts-Klinik für Allgemeine und ...
18 Mar 09: Auch Ärzte müssen medientauglich sein · 01 Feb 09: Ärzte vor Mikrofon und Kamera · 22 Jan 09: Ärzte müssen auch medientauglich sein.
1. Febr. 2009 ... Ärzte müssen auch medientauglich sein ... Es veranschaulicht, dass es auch für Ärzte möglich ist, sich mediengerecht auszudrücken, ohne ...
20. Jan. 2011 ... Ärzte müssen medientauglich sein · Ärzte vor Mikrofon und Kamera ... In Krisensituationen müssen die Verantwortlichen sagen, weshalb sie ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_20/
27 Juni 2012
Wenn es brennt, muss ich mich den Medien stellen. Ein Politiker muss vor einer Krise gelernt haben, bei Ueberraschungen den Kopf nicht zu verlieren. (Umgang mit Ueberraschungen) 20 Min nach der Medienkonferenz: ...
04 Juni 2009
2. Voraussetzungen zur Schlagfertigkeit (Einstellung, antizipieren, Vorbereiten- aber wie?) 3. Fallbeispiel. 4. Sie brauchen immer einen Pfeil im Köcher (Standards). 5. Umgang mit Ueberraschungen (Innehalten- denken). 6.
http://knill.blogspot.com/

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3. Apr. 2013 ... einem Beispiel oder einem Bild gekop- pelt werden. Erfolg durch Charisma. Hier hilft uns uns die CCC-Formel: Charisma – Chance – Check.
rhetorik.ch/Aktuell/13/04_02/sn.pdf
3. Mai 2003 ... Krisen, Kommunikation, Publizistik, Krisenkommunikation, Krisenvorbereitung, Krisenfall Medien, Journalisaten, Oeffentlichkeit.
www.rhetorik.ch/Krisenkommunikation/Publizistisch.html
5. Juli 2002 ... Es gibt bei der Krisenkommunikation wenige Grundprinzipien, die einzuhalten sind. Krisen kommen immer unverhofft. Wenn sie das sind, kann ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jul_05_2002.html
5. Okt. 2011 ... Krisen managen heisst nicht nur Krisen erkennen und vorbeugen. Viele Unternehmen haben allmählich erkannt, dass das Meistern von Krisen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/10_05/
12. Jan. 2013 ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Aktuell Krisenkommunikation · SBB Unfall in Neuhausen · Glacier Express Entgleisung ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/01_1

Dienstag, 3. März 2015

Wie durch Zusammenschneiden eine neue Aussage entsteht, (Lustige Manipulation)

Folgender geschickte Zusammenschnitt suggeriert: Als sei  Blocher  Köppels Vordenker, oder Köppel der Papagei Blochers 

Lustige Veranschaulichung, wie manipuliert werden kann.
aus Giacobbo/Müller:

Suchen Sie den LINK

http://www.joiz.ch/news/christoph-blocher-und-roger-koeppel-einer-meinung

oder:

Sexgeschichte und keine Ende

Viel Lärm um Nichts?


Ich zitiere 20 Min:

Zuger Sexskandal




Im Haar von Grünen-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin lassen sich keine K.-o.-Tropfen nachweisen. Jolanda Spiess überrascht dies nicht.


Bildergebnis für jolanda spiess-hegglin

Das Institut für Rechtsmedizin der Uni Zürich hat im Haar von Grünen-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin keine Spuren von K.-o.-Tropfen gefunden. Die Untersuchung bestätigt das Ergebnis einer bereits analysierten Urin- und Blutprobe.

Das Institut für Rechtsmedizin der Uni Zürich hat im Haar von Grünen-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin keine Spuren von K.-o.-Tropfen gefunden. Die Untersuchung bestätigt das Ergebnis einer bereits analysierten Urin- und Blutprobe. Markus Hürlimann hat wegen der Affäre vorübergehend sein Amt als Zuger SVP-Kantonalpräsident abgegeben. Auf der MS Rigi war es zum rauschenden Landammann-Fest gekommen. Nach Mitternacht wurde im Restaurant Schiff weitergefeiert.


Die Zuger Grünen-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin hatte stets den Verdacht geäussert, ihr seien während der Landammann-Feier kurz vor Weihnachten K.-o.-Tropfen verabreicht worden. Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich hat nun eine Haarprobe von Spiess-Hegglin untersucht. Resultat: Die Probe zeigt keine Spuren von GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure). Auch eine bereits ausgewertete Blut- und Urinprobe konnte Spiess-Hegglins Verdacht nicht erhärten.

Bildstrecken Zuger Sexskandal20 Kantonsräte müssen im Sex-Skandal aussagen
Die Blut- und Urinproben seien auf alle bekannten Stoffe, wie beispielsweise Beruhigungsmittel untersucht worden, sagte Mediensprecher Marcel Schlatter. Weil sich GHB jedoch nur gerade bis acht Stunden nach der Einnahme nachweisen lasse, wurde eine Haarprobe noch auf diesen speziellen Stoff hin untersucht.


Jolanda Spiess äussere sich persönlich nicht direkt zum Resultat, teilte ihr Mediensprecher Patrick Senn am Montagnachmittag mit. Sie liess über Senn jedoch ausrichten: «Das war nicht anders zu erwarten.» Vom Resultat sei Spiess-Hegglin denn auch nicht überrascht, teilte Senn weiter mit: «Aufgrund eigener Gespräche mit Rechtsmedizinern oder forensischen Toxikologen war ihr von Anfang an klar, dass die Chancen für einen Nachweis von K.o.-Tropfen durch eine Haaranalyse klein sind.» Für Jolanda Spiess ändere sich deshalb mit dem heutigen Resultat nichts.Die Strafuntersuchung wegen möglicher Delikte gegen die sexuelle Integrität werde trotz des Ergebnisses fortgesetzt, teilte die Zuger Strafverfolgungsbehörde mit. Wann die Untersuchung, in die  SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann involviert ist, abgeschlossen wird, sei noch unklar. Weitere Einvernahmen würden noch anstehen.

Kommentar: Die Parteien schweigen. Solange die Untersuchung nicht abgeschlossen ist, finde ich dies korrekt. Thomas Aeschi, Präsident der SVP des Kantons Zug ad interim, wollte jedenfalls die jüngste Entwicklung auf Anfrage von 20 Minuten nicht kommentieren. Auch bei Barbara Beck-Iselin, Co-Präsidentin Alternative – die Grünen Zug, gabs am Montag keine Stellungnahme.
In den Leserkommentaren wird immer wieder vermutet, Frau Spiess habe gegenüber ihrem Mann eine Ausrede gesucht, um sich rein zu waschen.
Immer wieder taucht die Frage auf: Weshalb ging diese Frau an die Oeffentlichkeit? Was hat ihr der Medienwirbel gebracht?
Die ganze Geschichte wirkt in der Oeffentlichkeit immer absurder.
Aufwind erhalten nun jene Stimmen, die den den Rücktritt BEIDER Politiker fordern.
Vermutlich gibt es wohl bei diesem Sexskandal am Schluss keine Sieger. Alle Beteiligten werden vermutlich verlieren.
Es gibt nur einen Profiteur: Das ist der Boulevardjournalismaus.

Der Stand der Dinge entlastet zwar den angeschuldigten Politiker. Offen ist aber dennoch:

Es ist immer noch  unklar, was sich genau in der «Captains Lounge» nach der Landammann-Feier abgespielt hat. Liegt ein Sexualdelikt vor? Kam es zu einvernehmlichen Sex oder haben sie nur «fremdgeknutscht», wie Hürlimann selbst beteuert?



NACHTRAG BLICK:
Die Grüne Kantonsrätin überrascht das Resultat nicht, wie sie über ihren Sprecher Patrick Senn ausrichten lässt.
Dennoch hält sie an ihrer Version der Geschichte fest: Irgendjemand hat ihr eine Substanz verabreicht, auch wenn nichts nachgewiesen werden kann. Die Begründung: «Frau Spiess hatte mit mehreren Rechtsmedizinern Kontakt – darunter z.B. Professor Dr. Wolfgang Weinmann vom Rechtsmedizinischen Institut der Universität Bern – die ihr alle dasselbe sagten: Die Chance, dass bei einer einmaligen Einnahme von K.o.-Tropfen ein Nachweis möglich ist, ist äusserst gering», so Senn.
Stimmt das? Markus Baumgartner (56), Rechtsmediziner am Zentrum für Forensische Haaranalytik am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich widerspricht:«Diese Aussage kann ich nicht unterschreiben. Es gibt zahlreiche Literatur, die zeigt, dass mit einem geeigneten Verfahren eine einmalige Applikation von GHB mittels Haaranalyse nachgewiesen werden kann.»
Dazu brauche es eine erste und zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Haarprobe. Das war laut Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Polizei, der Fall.
Zur aktuellen Haaranalyse nimmt Baumgartner keine Stellung. Aber allgemein gilt: «War GHB im Spiel, kann das eine Haaranalyse zeigen.» Denn Haare seien wie ein Fahrtenschreiber. «Sie zeichnen alles auf», so Baumgartner. «Wenn im entsprechenden Haarabschnitt kein erhöhte GHB-Konzentration festgestellt werden kann, ist dies ein deutliches Indiz dafür, dass kein zusätzliches GHB eingenommen oder appliziert worden ist.»
Das ist bei Spiess der Fall: «Es deutet nichts darauf hin, dass Frau Spiess K.o.-Tropfen verabreicht wurden», sagt auch Schlatter.
Die Affäre ist trotzdem noch nicht vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. Noch sind nicht alle Zeugen befragt. Wann mit einem Abschluss der Untersuchung zu rechnen ist, lässt sich laut Schlatter noch nicht sagen. (kab


NACHTRAG (aus Blick-online)

Montag, 2. März 2015

Aus "PERSOENLICH"-BLOG


Köppel muss künftig mit medialem Gegenwind rechnen

Bild des Benutzers Marcus Knill
Marcus Knill
Roger Köppel wird ausgebuht und ausgeklatscht. Das liegt in der Sache: Eindeutige, profilierte Meinungsmacher polarisieren.  Mit seiner Kandidatur zum Nationalrat muss nun der harte erfolgreiche Debattierer künftig mit Kritik, Gegenwind, Neid und weiteren Klatschen rechnen.
An Donnerstag sorgte Roger Köppel mit der Bekanntgabe seiner Nationalratskandidatur für die SVP für einen Medienhype. Am Freitag stand der "Weltwoche"-Chef dann bei den Swiss Music Awards auf der Bühne, um eine Rede für Krokus zu halten. Die Band wurde mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Vielleicht hätte Köppel besser auf diesen Auftritt verzichtet. Ich hätte ihm jedenfalls davon abgeraten.
Schon bevor Köppel die Bühne betrat, wurde im Publikum laut gepfiffen. Köppel versucht die Situation nun nachträglich zu schönen: "Ich wäre fast ein bisschen enttäuscht gewesen, wenn es keine Pfiffe gegeben hätte." Er stand jedenfalls da, redete und redete und redete, war erstmals nervös, zog sein Hemd aus und stand dann plötzlich im Krokus-T-Shirt da.

Dann machte Köppel den grössten Fehler, er stellte sich und die "Weltwoche" ins Zentrum, statt die Jubilare: "Früher fürchtete man einen Imageschaden, wenn man Krokus hörte, man machte es im Geheimen. Das ist ein bisschen wie bei der Weltwoche: Jeder liest sie, aber niemand gibt es zu." Daraufhin eskalierten die Buhrufe.
Schlimmer noch als ausgelacht zu werden ist es, weggeklatscht zu werden. Ich empfinde dieses "Weggeklatscht werden" als eine ganz schmerzvolle Klatsche.
Fazit: Politiker und Persönlichkeiten, die sich exponieren, müssen immer mit Gegenwind rechnen. Vor allem, wenn es um herausragende Persönlichkeiten geht, die nicht zur Norm gehören.
Meine Prognose: Roger Köppel wird künftig bei seinen Journalistenkollegen und nicht nur von den linken Medien eine grosse Welle an Kritik einstecken müssen, weil alle befürchten, der gewiefte Rhetoriker werde künftig zu viel Macht vereinen - als Nationalrat und Chefredaktor. In verschiedenen Medien hat die Demontage des missliebigen Analytikers bereits begonnen (zum Beispiel im Tages-Anzeiger, Giacobbo/Müller). Dies wird wohl  erst der Anfang sein. Wie kann nun Roger Köppel diese unangenehme Situation  überwinden? Für Beobachter wird es spannend werden.


 

 

 

 

Teilzeitarbeit rächt sich

Es klingt nach mehr Lebensqualität 
und Teilzeitarbeit wird auch für Männer gefordert.

Was vielen aber nicht bewusst ist:

Ich zitiere Spiegel:

Geringer Verdienst Teilzeit treibt viele Frauen in die Armut

Geringer Verdienst: Teilzeit treibt viele Frauen in die Armut
Die Zahl der Frauen mit Job steigt, doch jede elfte gilt als armutsgefährdet. 
Der Grund: Viele verdienen trotz Vollzeit zu wenig - 
und immer mehr arbeiten Teilzeit. mehr... 


Kommentar:

Das gilt nicht nur für Frauen.
Wer Teilzeit arbeitet ist sich oft nicht bewusst, 
was dies für die Rente für negative Folgen hat.
Das gilt auch für Männer.

Sonntag, 1. März 2015

Die Medienwelt verliert einen kritischen Geist

Soeben aus 20 Min erfahren:

Soziologe Kurt Imhof ist tot
Bildergebnis für kurt imhof 

Der Zürcher Soziologieprofessor Kurt Imhof ist an Krebs gestorben. In seinen letzten Mails hat Imhof betont, wie er gegen den Krebs ankämpfen wolle.

Der Soziologe arbeitete unter anderem im Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie und ergründete jedes Jahr die Qualität der Medien.

Der Zürcher Soziologieprofessor Kurt Imhof ist am Sonntagmorgen 59-jährig in Zürich gestorben. Er erlag im Zürcher Unispital einem Krebsleiden, das ihn seit Dezember vergangenen Jahres in wachsendem Mass plagte.

SRF:

  • Mit dem Soziologieprofessor hat die Schweizer Medienlandschaft einen bissigen Kritiker verloren.

    Aus TAGI:

    Kurt Imhof fuhr Motorrad, rauchte, war einer der wenigen
    echten Intellektuellen unter den Professoren und legte
    sich mit der gesamten Medienbranche an.
    Vergangenen Sonntag starb er. Mehr...

KOMMENTAR:
 

Ich schätzte seit vielen Jahren  die Diskussion und den persönlichen Meinungsaustausch (Medienkritik) mit Kurt Imhof. Wir verlieren mit ihm einen prominenten Soziologen und Medienwissenschafter. Imhof war  eine engagierte Persönlichkeit, die das gesellschaftliche Geschehen fundiert ergründete und stets zu seiner Meinung stand, die nicht immer auf Gegenliebe gestossen ist. Für mich war er ein wichtiger Querdenker.

Mir fehlt künftig seine  Stimme.
Sein typisches Lachen während seinen Ausführungen werde ich stets in Erinnerung behalten. Seine Vorlesungen habe ich bewundert und geschätzt. 
LINKS:
22. Apr. 2002 ... In der Schweiz sind vor allem Mediensoziologe Kurt Imhof von der Uni Zürich und der Medienwissenschafter Roger Blum von der Uni Bern ...
www.rhetorik.ch/Medienskandale/Medienskandale.html
5. Mai 2008 ... Mich haben in der letzten von Urs Leuthard moderierten Arena die Voten von Kurt Imhof überzeugt. Ich erhielt von ihm die Erlaubnis zur ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/05_05/
8. Dez. 2008 ... Dezember Martin Senti und Kurt Imhof in der Weiterbildungsreihe "Medien,Macht und Qualität" über das Thema: "Macht der Medien, die Macht ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/12_08/
15. Aug. 2010 ... Kurt Imhof publizierte mit einem grösseren Autorenteam ein Jahrbuch über die Qualität der Medien. Diese wissenschaftliche ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/08_15/
24. Okt. 2010 ... Und der Zürcher Soziologe Kurt Imhof spricht gar pauschal von einer " Medienkrise Schweiz". In seinem kürzlich publizierten Jahrbuch "Qualität ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/10_24/
18. Nov. 2007 ... Ein Soziologieprofessor (Kurt Imhof?) vertrat angeblich die Meinung, gewisse Themen würden zu stark aufgebauscht, skandaliert, moralisch ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/11_18/index.html
25. Apr. 2003 ... Nach Kurt Imhof einem Medien-Soziologen in Zürich - wird die SARS- Panikmache vor allem durch die Medien dramatisiert. Gefördert wird ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Apr_25_2003.html
2. Juni 2002 ... Jeder Werber will besser sein und grössere Beachtung finden als sein Konkurrent. Nach Mediensoziologe Kurt Imhof arbeiten deshalb viele ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jun_02_2002.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
8. Jan. 2014 ... sonderen Seite. Auf schweizerischer. Ebene haben sich hinsichtlich Medien- kritik zwei Adressen etabliert. 1. Kurt Imhof und die Medienkritik.
www.rhetorik.ch/Aktuell/14/01_08/sn.pdf
19. Mai 2008 ... Gerhard Blocher disqualifiziere sich damit selber. Für Soziologieprofessor Kurt Imhof ist der Bruder des alt Bundesrates "der Hooligan der SVP" ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/05_19/