Donnerstag, 24. Juli 2014

Rudern als Lebensschule

Rudern prägte meine Leben

In der Kantonsschule widmete ich meine Freizeit dem Rudersport.
In der NZZ las ich jüngst einen ausführlichen Beitrag über
den "Rudersport als Lebensschule"

 

mit dem Titel:

Die Psyche rudert mit







Mehr als körperliche Ertüchtigung: Ambitionierte Breitensportler rudern auf dem Vierwaldstättersee.
Mehr als körperliche Ertüchtigung: Ambitionierte Breitensportler rudern auf dem Vierwaldstättersee. (Bild: Adrian Baer / NZZ)
 
 
 

In diesem Beitrag stand: Wer rudert, erfährt vieles über seine Mitmenschen. Denn, wer im selben Boot sitzt, kann seine psychischen Eigenschaften nur schlecht verheimlichen.
Tatsächlich haben wir damals nicht nur muskuläre Defizite behoben. Es werden nämlich nirgends so viele Hauptmuskelgruppen einbezogen, wie auf dem Ruderboot.
Anstatt in einer Verbindung die Kameradschaft zu pflegen,  förderten wir den Körper im Kraftausdauer-Bereich und erzeugten eine «aerobe Ausdauer». So erreichten wir eine hohe Leistungsfähigkeit von Herz, Kreislauf und Atmung.


Von aussen betrachtet macht Gemeinsamkeit aus dem Rudervergnügen eine Sklaverei  (Analogie "Galeere"?)
 

Wer jedoch als Wettkämpfer rudert, hält sich sich  an die Weisheiten von Zen. Die Buddhisten leiten den Bogenschützen an, sich vom Schuss überraschen zu lassen. Ruderer erfahren Gleiches beim Eintauchen der Ruderblätter. Der Schlagmann darf nie den Takt abzählen, sondern er muss dem inneren Rhythmus vertrauen. Was nach Drill aussieht, war bei jedenfalls uns nie als solcher gedacht. Es ging darum gemeinsam als Einheit einem Ziel entgegen zu steuern.

Für mich war das gemeinsame Rudern im Vierer eine angewandte Teamschulung.
Diese echte Teamarbeit inspirierte mich beim Scheiben des Buches TEAMKOMMUNIKATION.

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Kann Rhetorik trainiert werden?



Raus mit der Wahrheit


Der Sinn von Rhetorik-Kursen und Executive Coaching besteht nicht darin, glaubwürdiger lügen zu lernen, sondern unbequeme Tatsachen zu vermitteln, ohne sich Vertrauen zu verscherzen. Der Bedarf an Nachhilfe ist erheblich.

Für den Bundespräsidenten war das Doppeljubiläum an der Eberhard-Karls-Universität eine willkommene Gelegenheit, ein paar unwillkommene Wahrheiten loszuwerden. Zum Stichwort »500 Jahre Rhetorik in Tübingen, 30 Jahre Seminar für Allgemeine Rhetorik« fielen dem Staatsoberhaupt nämlich vor allem Defizite ein. Defizite, die seiner Ansicht nach weniger eklatant wären, würde die „älteste Kommunikationswissenschaft der Welt“ an hiesigen Hochschulen noch so gepflegt wie in England oder Frankreich. „Einerseits beschreiben wir uns selbst als Kommunikationsgesellschaft, andererseits sind immer weniger Menschen in der Lage, verständlich zu kommunizieren“, befand Roman Herzog – und verriet den Festgästen, für ihn sei es manchmal „geradezu eine Strafe“, deutschen Wissenschaftlern, Experten und Politikern bei ihren öffentlichen Äußerungen zuzuhören.

Herzogs geschliffene Brand-Festrede über „Rhetorik in der Demokratie“ stammt aus dem Jahr 1997, aber sie wäre kaum weniger treffend, wenn sie neueren Datums wäre und „Rhetorik im Wirtschaftsleben“ hieße. Die Redekunst nach altgriechischem Vorbild systematisch zu erlernen, ist für den Manager-Nachwuchs nach wie vor Kür, nicht Pflicht. Das Studium der Rhetorik und ihrer Wirkungsmacht gehört in Deutschland nicht zur obligatorischen Ausbildung der Akademiker, sondern zur freiwilligen Fortbildung – woran nach verbreiteter Einschätzung vor allem Joseph Goebbels schuld ist, dessen Hetzreden das Mundwerkszeug der Opinion Leaders nachhaltig in Verruf gebracht hatten. Rhetorische Raffinesse schien seither suspekt, als sei sie das Kainsmal der Demagogen und Winkeladvokaten, die wissen, wie man die Wahrheit biegen muss, um plausibel zu lügen. Das Ideal bei der Erziehung der Wirtschaftswunderkinder hieß gerade heraus zu reden, argumentative Winkelzüge und sprachliche Spitzfindigkeiten waren verpönt. Selbst Walter Jens, die langjährig omnipräsente Medienfigur, blieb als „Tübinger Rhetorik-Professor“ im Grunde ein Exot, dessen persönliches Renommee auf sein Ressort kaum abfärbte.
Da sie nie gelernt haben, wie es richtig geht, reden manche hochrangige Manager um den heißen Brei herum, rücken scheibchenweise mit der Wahrheit heraus, reden sich auch mal um Kopf und Kragen. Manche murmeln so monoton, als hätten sie nie ein Rhetorikseminar besucht. Glaubt man Insidern, ist die Zahl der PR-Verantwortlichen, die sich mit diesem Problem herumschlagen müssen, nicht eben klein. „Der Vorstand selbst ist nicht selten das größte kommunikative Risiko“, stöhnt Stefan Wachtel, der als Partner der Frankfurter Coaching-Agentur Expert Executive Führungskräfte für wichtige Auftritte fit macht. „Wenn man sich vorstellt, wie viele deutsche Finanzvorstände in London Analysten mit erbärmlicher Präsentationskunst überzeugen wollen, wird einem schwindlig.“
„Überzeugen“ ist das Schlüsselwort. Sinn der Übungen sei nicht, Adressaten wider besseres Wissen zu überreden, sagen seriöse Rhetoriklehrer unisono. Doch wie jeder Einkäufer woanders die Trennlinie zieht zwischen Verkaufsgenies, die fähig wären, den Inuit Klimanlagen für ihre Iglus aufzuschwatzen, und vertrauenswürdigen Kundenberatern, so streiten sich auch die Gelehrten, welche rhetorischen Mittel, welche Techniken der Persuasion in der Außen- und Innenkommunikation von Unternehmen erlaubt sind – und welche ethisch inakzeptabel.
Immerhin: Zur platten (Not-)Lüge bekennt sich niemand, „Ehrlichkeit“ ist die Standardantwort auf die Frage nach der wichtigsten Tugend professioneller Kommunikatoren. Allerdings war derjenige, der einst sagte, dass alle Kreter lügen, selber Kreter. Was stimmt? Im allgemeinen hielten sich die Kollegen an den alten Grundsatz „Never lie to the press“, sagt Horst Avenarius, Präsident des Deutschen Rates für Public Relations. „Aber manchmal weichen sie einer Ant- wort aus, manchmal sagen sie nicht die ganze Wahrheit – aber wer tut das schon? – bisweilen desinformieren sie auch.“ Insbesondere für Sprecher der Regierungsparteien und Ministerien sei es wohl „zur Zeit sehr schwer“, ehrlich zu sagen, was Sache ist. Diese Ansicht teilt wohl auch Altmeister Wolf Schneider, der unlängst in der Süddeutschen Zeitung ätzte: „Wähler werden nun einmal lieber angelogen als mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert.“
Diese Erkenntnis taugt gleichwohl nicht als Freibrief, mit Rhetorik-Tricks die Öffentlichkeit zu täuschen, denn damit riskiert man seine Glaubwürdigkeit. Für Roman Herzog bildet sie „das wichtigste Kapital des Redners überhaupt“. Wer sie verliert, wird – wie Ulrich Lissek von der Deutschen Telekom den PR-Forschern der Uni Hohenheim sagte – „berufsunfähig“.
„Alles, was man sagt, sollte wahr sein“, lautet die Maxime der Pragmatiker, „aber man sollte nicht immer alles sagen, was wahr ist.“ Allein schon Letzteres kann eine rhetorische – und mimische – Herausforderung sein. Ein Pokerface liegt nicht jedem. Dass es dem Menschen instinktiv peinlich ist, Fehler zuzugeben, macht die Aufgabe nicht gerade leichter. Ein archaischer Impuls drängt uns zur Schmerzvermeidung – Spott tut weh. Typisch, was unlängst der Pressesprecher eines deutschen Berufsverbandes mitteilte: „In unsere Pressemitteilung hat sich leider ein Schreibfehler eingeschlichen.“ Er schrieb nicht: „Wir haben uns verschrieben.“ Oder gar: „Ich habe mich verschrieben.“ Eine rhetorische Figur verleiht dem öffentlich dokumentierten Fehler ein Eigenleben – so entstand einst das nichttotzukriegende Druckfehlerteufelchen.
Bei wirklich relevanten Sachverhalten greifen simple Ablenkungsmethoden ohnehin nicht. Zwar rät uns auch dann der Instinkt, den Kopf einzuziehen, sobald uns bewusst wird, dass wir etwas tun oder getan haben, das jemand gegen uns verwenden könnte. Sich wegzuducken, kann sich aber kein Kommunikationsprofi und kein Manager leisten. Dass trotz dieses Wissens viele Führungspersönlichkeiten im entscheidenden Moment versagen, führt der Schweizer Kommunikationsberater Marcus Knill zurück auf schlichte „Angst, die Wahrheit zu sagen“. Wenn jemand nicht gelernt habe, mit schlechten Nachrichten umzugehen, dann werde eben „beschönigt, ausgewichen, oft sogar gelogen“. Folgt man Knill, dem Experten für Krisenkommunikation, so leidet die Reputation von Firmen und Personen stärker unter unprofessioneller Kommunikation als unter den negativen Fakten. Statt sich „mit Airbag-Rhetorik zu polstern“, sollten Manager wie auch Politiker auf eine kritische Frage lieber „eine kurze, konkrete, überzeugende Antwort geben“.
Das will trainiert sein – und da bietet der Markt nicht nur Kompetentes und ethisch Korrektes. Wachtel moniert, dass längst nicht jeder, der sich Coach nenne, über eine fundierte Ausbildung verfüge. „Manager zahlen Tausende von Franken, um lügen zu lernen“, empört sich Knill, „die haben Trainer, die sind Theaterregisseure.“ Der Schweizer sieht die PR-Verantwortlichen in der Pflicht, als „Hofnarren“ ihren Chefs den Spiegel hinzuhalten und sie in der Simulation üben zu lassen, wie man souverän mit kritischen Fragen umgeht: „Tausendmal, bis die Antwort überzeugt, aber nicht gelogen ist.“
Einig sind sich beide Experten, dass ein Firmenvorstand sich die Zeit nehmen muss, an sich zu arbeiten. Der Generation der DAX-30-Vorstände, die seit 2003 ans Ruder gekommen sind, sei dies bewusst, so Wachtel. Sie seien aufgeschlossen für das – in angelsächsischen Ländern längst akzeptierte – Konzept des „Corporate Speaking“. Dazu gehören für den Coach mit dem Spezialgebiet Finanzmarkt-Kommunikation sechs Schritte:
– Die eigene Rolle klären,
– festlegen, was der Auftritt bewirken soll,
– Stichwortmodule erarbeiten (anstelle des klassischen Vorlesetextes),
– das eigentliche Coaching,
– die passende Kleidung wählen (samt Fototermin),
– abschließend die Wirkungskontrolle.
Bei allen Trainingsmaßnahmen – sei das Ziel nun Krisenkommunikation, die Verkündung schwerwiegender Managemententscheidungen oder das Überzeugen von Investoren – geht es letztlich darum, sich das Vertrauen der Stakeholder zu erhalten, wozu immer eine gute Portion Offenheit gehört. „Die Reputation wird nur gefährdet, wenn man keine Argumente nennen kann und daher die öffentliche Auseinandersetzung scheut“, ist die Erfahrung von Horst Avenarius. „Mit Gegenwind aus Politik und Medien umzugehen, dafür wird ein Vorstand bezahlt.“
Misslich ist es, wenn jemand zwar gute Argumente hat, aber sein Lampenfieber nicht in den Griff bekommt. Damit erfüllt er zwar das beliebte Trainingsziel, „authentisch“ zu sein, schadet aber dem Aktienkurs seiner Firma, weil er den Eindruck erweckt, überfordert zu sein. „Es kommt nicht darauf an, wie einer ist“, warnt deshalb Stefan Wachtel, „sondern wie er wirkt.“ Was im Umkehrschluss ein wenig zynisch klingen mag, weil es als Plädoyer fürs Schauspielern missverstanden werden könnte. Davon wiederum rät Marcus Knill ganz entschieden ab: „Ein Mensch muss echt sein. Wenn einer falsch spielt, wenn das, was er sagt, nicht übereinstimmt mit dem Wie, das merkt sogar ein Hund.“

Quelle: Froitzheims Wortpresse

Mittwoch, 23. Juli 2014

Die Folgen der wolkenbruchartigen Niederschläge

Dieses Bild spricht für sich:




Die Frauenfelder Allmend steht unter Wasser



















Sparsam, bescheiden und verschwiegen

ALDI Begründer Karl Albrecht war alles andere als mediengeil

Karl Albrecht starb, wie er stets gelebt hatte: abgeschieden von der Öffentlichkeit, bedacht auf möglichste Unsichtbarkeit

aus die ZEIT:

Aldi-Mitgründer Karl Albrecht: Sparsam bis zum Letzten
Aldi-Mitgründer Karl Albrecht  |  © Aldi Süd/dpa

Große Worte werden sich wohl alle Gäste dieser Beisetzung gespart haben. Denn die waren auch Karl Albrechts Sache nicht. Vermutlich gab es nicht einmal einen Redner, der über das Leben des Aldi-Gründers, immerhin einer der reichsten Männer der Welt, gesprochen hat. Denn er selbst hat auch nie viele Worte über sein Aldi-Imperium, sein Vermögen oder gar die Familie verloren. Absolute Verschwiegenheit und Sparsamkeit, das war bei Karl und seinem Bruder Theo Albrecht die Devise. Die beiden Aldi-Gründer haben sich daran gehalten. Bis in den Tod.
Die Welt musste bis zuletzt gar über das genaue Geburtsdatum des 94-jährigen Karl Albrecht spekulieren (der Februar 1920 wird angenommen). Selbst der Ort seiner Geburt ist nicht wirklich bekannt (vermutlich Essen).

KOMMENTAR:
Ich schätze Persönlichkeiten, die das Private nicht an die grosse Glocke hängen. Karl Albrecht ist damit gut gefahren. Anderseits könnte ein Unternehmer auch die Medien nutzen.
Erkenntnis: Wer den Medien nie den kleinen Finger gibt, läuft nie Gefahr, die ganze Hand zu verlieren. 
LINKS:

Ich kannte eine Person, die verstand es, gekonnt zu schweigen: Viele schätzten die Person als gute Zuhörerin, weil sie zugleich Signale der Zuhörens vermittlen  ...
www.rhetorik.ch/Schweigen/Schweigen.html
30. Juli 2004 ... Im Umgang mit Medien gibt es nur eines: Sich situationsgerecht zu verhalten. Reden ist nicht immer Gold. Schweigen auch nicht immer Silber.
www.rhetorik.ch/Schweigen/ProKontra.html



Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
präsenz (“Mediengeilheit”) beschäftigt uns seit Jahren. Wird eine bekannte Persönlichkeit von dieser Krankheit befallen, macht sie bei- nahe alles, um in die  ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/04_08/04_08.pdf
8. Apr. 2008 ... Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich (www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft im ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/04_08/
19. Sept. 2012 ... Fast jeder Globi, jede Bimmel will heute in den Fernsehhimmel, die Mediengeilheit ist gefragt, man übt sich darin unverzagt. Schreiberlinge ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/09_19/
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
19. Sept. 2012 ... Virus «Mediengeilheit» jegliche Zurückhaltung verloren haben. Die Ver- lockung ist gross, auch das Privatleben offen- zulegen. Vielen fällt es.
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/09_19/sn.pdf
15. Nov. 2001 ... schimpfte er nachträglich wie ein Rohrspatz. Freitagabend in der Sendung " Banzai" (SAT 1) war zuerst geplant, zu enthüllen, wieviel Naddels ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Nov_15_2001.html
30. Jan. 2008 ... Quelle: Blick, Die Auswirkungen des Virus Mediengeilheit haben wir in verschiedensten Beiträgen ausführlich beschrieben. Wird ein Promi von ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/01_30/

Unsensible Behörde

Die Behörden kommen hinsichtlich Unterbringung von Asylanten unter Druck

Die Unterbringung von Asylanten in Villen istkontraproduktiv.

Die Leserechos sind eindeutig: Dies ist für die Bevölkerung eine schlechtes Signal.

Ich zitiere BLICK-online:

«Asylbewerber gehören nicht in eine Villa!»

Die Gemeinde Oensingen SO kaufte für 1,2 Millionen das Anwesen von Franz Marti (91). Dass darin nun Asylbewerber wohnen sollen, dafür hat dieser kein Verständnis.



Auf diesem Anwesen wollte die Gemeinde Oensingen SO einen Werkhof bauen. Das sagte sie zumindest, als sie im letzten Herbst Franz Marti (91) 1,21 Millionen Franken zahlten.

Marti hatte 50 Jahre lang mit seiner Frau Marie († 91) in der grossen Villa mit Swimmingpool gelebt.
Die Entscheidung, in ein Altersheim zu gehen, fiel ihm nicht leicht: «Wir haben zugestimmt, weil es meiner Frau gesundheitlich nicht mehr so gut ging und ich auch nicht mehr der Jüngste bin. Und weil wir davon ausgingen, dass auf unserem Grundstück ein Werkhof entsteht und das Haus für Büroräume genutzt wird.»
Im letzten September zog das Ehepaar Marti aus. Doch der Bau des Werkhofs wurde bis heute nicht in Angriff genommen.
Stattdessen besuchten vor einem Monat zwei Gemeindevertreter Franz Marti in seiner Alterswohnung. Seine Frau Marie war inzwischen verstorben.
«Man sagte mir, in mein Haus würden Asylbewerber einziehen», erzählt Marti. Dabei habe man ihm beim Verkauf versichert, dass das nicht passieren werde. Er fühlt sich getäuscht.

DAS URTEIL DER LESER:
Asylbewerber in einer Villa – ist das passend ?»
  • 76,9% Nein, das provoziert nur!
  • 5,9% Ja, denn die Flüchtlinge erlebten zuvor die Hölle auf Erden.
  • 17,2% Manchmal muss man praktisch denken.

  KOMMENTAR:                
Dieser Fall zeigt, dass mit dem Zuweisungszwang auf die Gemeinden (Wenn sie ihr SOLL nicht erreichen, gibt es happige Beträge für nicht aufgenommene Asylanten)  zu solchen grotesken Situationen kommen kann. Da stimmt es etwas mit dem Modus der Zuweisungen nicht. 



Dienstag, 22. Juli 2014

EInfallsreich kommunizieren



Kreatives Sprechdenken fördern - aber wie?



Die Situation ist allen bekannt. Sie diskutieren und plötzlich  sollten sie ein neues Argument oder eine kreative Lösung eines Problems aus dem Hut zaubern können. Viele gehen davon aus, dass das Entwickeln von kreativen Gedanken Begabung ist und sind sich nicht bewusst, dass wir unsere Denkfähigkeit beeinflussen können. Einfallsreiches Kommunizieren lässt sich fördern!
Ich hatte die Gelegenheit, verschiedenste Veranstaltungen mit Neuropsychologe Prof. Lutz Jäncke zu konzipieren.
Immer wieder hat es mich erstaunt, wie der Neurowissenschafter der Universität Zürich komplexe Erkenntnisse anschaulich darlegen konnte.


 

Im ALPHA vom 19./20. Juli erklärte er, was in unserem Gehirn vorgeht, wenn wir einen Einfall haben. Ideen werden vor allem im Stirnhirn generiert. In diesem Gebiet oberhalb der Augen werden Funktionen beherbergt, wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle, Disziplin, Arbeitsgedächtnis. Es erlaubt oder verhindert das kreative Denken.

Wenn wir die Erkenntnisse Jänckes auf die kommunikativen Prozesse bei Interviews übertragen, so ist es  das Stirnhirn, das auch während des Sprechens neue Ideen produziert und uns Zugang zu vorhandenen Informationen produziert.
Neue Einfälle sind die Folge des Kombinierens von Informationen. Diese intellektuelle Leistung eine völlige andere Form als die Gedächtnisleistung.

So gesehen ist der Umgang mit unserem Wissen ausschlaggebend.
Nach Jäncke verlieren viele Menschen durch das Ansammeln von Informationen, die Fähigkeit, Informationen neu zu kombinieren.


Meditative Ruhe kann den Prozess des Kombinierens von gespeicherten  Informationen mit den persönlichen Erfahrungen fördern.


 LINK:

knill blog: Erholen aber wie?

knill.blogspot.com/2014/07/erholen-aber-wie.html
vor 3 Tagen - Wir haben unseren eigenen Modus gefunden, uns zu erholen. Es freut uns dass die Erholungsforschung unsere Erkenntnisse teilt.
Wenn ich mich entspanne, wenn ich Kontrolle und Spannung zurückfahre, habe ich immer wieder erkannt, dass dann die besten neuen Einfälle geerntet werden können. Wer an einer Präsentation stundenlang hirnt, kommt nicht weiter. Wer sich von Denkzwängen löst, wird hingegen plötzlich fündig.
Das erlebe ich immer wieder bei meiner Tätigkeit. Je mehr ich mich von einem Problem entferne (ich begebe mich beispielsweise auf einen Spaziergang), desto schneller nähere ich mich einer kreativen Lösung.

Auf der Suche nach Argumenten, Einfällen oder  Lösungen hat sich vor allem die Technik der Brainstormings bewährt.


LINK: 
So verhält es sich auch mit Kreativität Besondere Begabungen stecken in jedem von uns. Es gilt die verbrgenen Talente zu entdecken, zu fördern und ihnen ...
www.rhetorik.ch/Kreativitaet/Baustein.html
... kennt auch die Osborn Methode. Mehr über Kreativitätstechniken kann in den Beiträgen Team und Kreativität oder Bausteine der Kreativität gefunden werden.

Prof. Dr. Lutz Jäncke: "Ihr Hirn kann mehr als Sie ... - YouTube

www.youtube.com/watch?v=oVr_Pbo88Ow
17.12.2012 - Hochgeladen von BrainDateAG
Gastreferent am Afterwork-Event "Ihr Hirn kann mehr als Sie denken" am 29. Oktober 2012 im ...
Es fehlt: kreativität

Montag, 21. Juli 2014

Wulff sieht sich als Medienopfer und teilt nun aus

Mit dem jüngsten Konter macht sich Wulff keinen Gefallen

Nach dem jüngsten Interview wird die Kränkung deutlich und wirkt kontraproduktiv.
Es ist ein Unterschied, ob ein Aussenstehender sich für Wulff stark macht oder ob sich ein gekränkter Politiker selbst verteidigt. Für mich zeigt Wulff mit seinem jüngsten Verhalten erneut, 
dass er im Umgang mit heiklen Situationen nichts gelernt hat.
Wulff fehlt eine Frau als Hofnärrin, die ihm bewusst macht, was es heisst: Sich weise verhalten.




Im Gespräch mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Spiegel» teilte Wulff aus. Zur Rolle der deutschen Journalisten sagte er: «Das erinnert mich an eine Jagdgesellschaft, die ein nicht zum Abschuss freigegebenes Tier erlegt und anschliessend sagt: War trotzdem richtig, das Tier hatte sicher Tollwut.»
Wulff sieht sich als Opfer der Medien. Diese hätten ihn aus politischen Gründen zum Rücktritt gezwungen. Die angegebenen Gründe wie die angeblichen Vorteilsnahmen seien nur vorgeschoben gewesen: «Ich war einigen mächtigen Medienschaffenden zu unbequem geworden», sagte er dem «Spiegel». Sein Bekenntnis, dass der Islam zu Deutschland gehöre, hätte viele Journalisten verärgert. Andere hätten ihm seine Kritik an den Banken und der katholischen Kirche verübelt. Die Journalisten hatten den Eindruck, dass er vom Springer-Verlag «zum Abschuss freigegeben wurde». Da wollten auch die anderen Medien nicht abseits stehen und schossen sich auf ihn ein, so Wulff.
Als Konsequenz aus seiner Affäre forderte Wulff, dass die Regeln des deutschen Presserates überarbeitet werden. Auswüchse in der Berichterstattung sollten strenger geahndet werden können. Die Medien müssten sich immer wieder kritisch fragen, ob sie mit ihrer grossen Macht auch verantwortungsvoll und korrekt umgingen. «Was ich beklage, ist die Verrohung des Diskurses, diese ganze Häme, mit Diffamierung und Denunziationen», sagte Wulff. So hätten sich etwa Journalisten darüber lustig gemacht, dass sein Lieblingsbuch das Märchen «Der kleine Prinz» sei und nicht ein Buch aus dem literarischen Kanon.
In den deutschen Medien wurde das Interview breit besprochen. «Nach dem Freispruch durch die Justiz erhofft sich der frühere Bundespräsident nun auch eine Rehabilitierung durch die Öffentlichkeit», schreibt der «Tagesspiegel». Doch ob Wulff sich mit solchen Interviews einen Gefallen tut, sei eine andere Frage. Offenbar sei das Ausmass der Kränkung so gross, dass es dieser Art der Aufarbeitung bedarf, so der «Tagesspiegel». Die «Welt» berichtet, dass das Gespräch mehrmals vor dem Abbruch gestanden sei.
Christian Wulff war von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetreten, nachdem mehrere Medien über angebliche Vorteilsnahmen von ihm berichtet hatten. Zudem hatte er das niedersächsische Parlament nicht korrekt über einen privaten Hauskredit informiert, der ihm von einem befreundeten Unternehmer genehmigt wurde. Für Aufruhr sorgte ferner ein Anruf bei Kai Diekmann, dem Chefredaktor der deutschen «Bild»-Zeitung. Wulff versuchte, Einfluss auf deren Berichterstattung zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn wegen des Vorwurfs der Vorteilsnahme im Amt und der Korruption. Wulff wurde freigesprochen.(Quelle Tagi-online)

KOMMENTAR: Die Analogie mit der Jagdgesellschaft tönt zwar gut und ist mediengerecht. Nur müsste dieses Bild aus berufenem Munde kommen, nicht vom angeschossenen Politiker selbst. Dem gekränkten Politiker  fehlt nämlich immer noch die Einsicht, dass er mit seinen Vorteilnahmen und dem unannehmbaren Anruf bei Kai Diemann selbstverschuldete Fehler gemacht hat und durch seine Uneinsichtigkeit  mit beigetragen hat, dass die Medien damit gereizt wurden, die vielen Geschichten  zu thematisieren.
Mit der erneuten Medienschelte kann Wulff nicht mit einer Rehabilitation durch die Oeffentlichkeit rechnen.