Sonntag, 15. September 2013

Musik zum Sonntag

Diese Klänge erleichterten den Einstieg in den heutigen Tag:

js bach cantata bwv 93 wer nur den lieben gott lasst ... - YouTube

www.youtube.com/watch?v=fbPAJDFhQDs
24.06.2011 - Hochgeladen von Bachstiftung
Fourth movement (soprano and alto aria) from cantata BWV 93 "Wer nur den lieben Gott lässt walten ...

Müssen wir dies einfach so hinnehmen?


Die Oeffentlichkeit muss  vor gefährliche Wiederholungstätern geschützt zu werden.



Die Therapeuten von Gewalttätern versuchen uns nach den tragischen Vorkommnissen  weis zu machen, dass wir halt dieses kleine Risiko bei gefährlichen Wiederholungstätern hinnehmen müssten. Mit der Begründung:
Nur in ganz seltenen Fällen komme es  zu erneuten Tötungen. Falls wir nicht bereit wären, dieses Risiko  auf uns nehmen, käme uns das Ganze letztlich viel teurer zu stehen. Denn die meisten Täter müssten später doch frei gelassen werden und diese würden uns somit - ohne Therapie - noch mehr Schaden anrichten
Wir stellen die Frage: Müssen überhaupt gefährliche Wiederholungstäter frei gelassen werden?
Jeder Mord der durch fahrlässige Freigänge und vorzeitige Entlassungen ausgeübt wird, ist ein Mord zu viel.
Ich zitiere Tagi:



Sozialtherapeutin Adeline M. tot aufgefunden
Sozialtherapeutin Adeline M. tot aufgefunden
Adeline M. und der verurteilte Vergewaltiger Fabrice A. wurden gestern als vermisst gemeldet. Heute wurde die Leiche der Sozialtherapeutin gefunden. Die Suche nach dem Flüchtigen läuft.

Artikel zum Thema

Nach dem Tod der 34-jährigen Adeline M. in Genf ziehen Parlamentarier die Kantone zur Verantwortung: «Es gibt immer eine zweite, dritte oder vierte Chancen für Straftäter. Damit muss Schluss sein», sagt SVP-Nationalrätin Natalie Rickli gegenüber der «SonntagsZeitung». Sie fordert in einem Vorstoss, dass Sexual- und Gewaltverbrecher im Wiederholungsfall automatisch verwahrt werden müssen.
Politiker aus verschiedenen Parteien pflichten Rickli bei. Und selbst bei Sicherheitsdirektoren findet die Idee Unterstützung. Der Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi verlangt, dass die Risikobeurteilung von Straftätern kantonal vereinheitlicht wird.
Die Waadtländer Sicherheitsdirektorin Jacqueline de Quattro (FDP) fordert einen strengeren und schweizweit einheitlichen Strafvollzug. «Unser Justizsystem kümmert sich zu sehr um die Täter. Sie erhalten viel Aufmerksamkeit und Pflege», sagt de Quattro der «NZZ am Sonntag». Dies gelte besonders für die Westschweiz. «Ich weigere mich, dies zu akzeptieren.»
«Polizisten haben Wichtigeres zu tun»
Es gehe nicht, dass jeder Kanton eigene Regeln für den Strafvollzug habe. Auch inhaltlich hat die Regierungsrätin klare Vorstellungen: «Ein verurteilter Gewaltstraftäter darf nicht Jahre vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis Ausflüge machen. Auch nicht mit Polizeieskorte, Polizisten haben Wichtigeres zu tun.»
Nur Häftlinge, die eindeutig Fortschritte gemacht hätten und die von mehreren, unabhängigen Experten einstimmig als nicht mehr gefährlich eingestuft würden, dürften gegen Ende der Strafzeit an die Freiheit gewöhnt werden. De Quattro will ihre Forderungen in die Konferenz der kantonalen Polizei- und Justizdirektoren einbringen.
Sie erhält Unterstützung auf nationaler Ebene. Der Genfer FDP-Nationalrat Hugues Hiltpold fordert vom Bundesrat einen Bericht über die Vorteile eines einheitlichen Strafvollzugs. CVP-Präsident Christophe Darbellay findet, «die Kantone müssen sich besser koordinieren, etwa mehr Daten austauschen.»
«Es herrscht nur noch Wut»
Anita Chaaban wiederum, die 2004 mit der Verwahrungsinitiative einen Erfolg feierte, kündigt im Interview mit der «SonntagsZeitung» Pläne für eine neue Initiative an: Es brauche ein zentrales Täterregister, in dem die Fälle auch nach fünfzehn, zwanzig Jahren nicht gelöscht werden.
Darin sollen die Gutachten, die Namen der Gutachter, die Urteilsbegründungen und die Namen der Richter stehen. Chaaban ist ob des neuen Falles konsterniert: «Es herrscht nur noch Wut.»

Kommentar: Wir lange dauert er, dass der Volkswille umgesetzt wird? Der Souverän hat allmählich das Gefühl, er werde nicht ernst genommen oder durch "fremde Richter" ausgehebelt.

Samstag, 14. September 2013

EINfältige Medien?

Ueli Maurer meint: «Den Medien fehlt die Vielfalt»

Bundespräsident Ueli Maurer sieht den freiheitlichen und demokratischen Staat in Gefahr, weil bei den Medien ein selbst auferlegtes Meinungskartell herrsche. Für seine Rede erhielt er beim Verband Schweizer Medien nur gedämpften Applaus.
Bundespräsident Ueli Maurer   bei seiner Ansprache im  Saal Versailles des Grand Hotel Victoria Jungfrau.
Bundespräsident Ueli Maurer bei seiner Ansprache im Saal Versailles des Grand Hotel Victoria Jungfrau.
Bild: Markus Hubacher

Kronleuchter glitzerten im festlichen Saal Versailles des Grand Hotel Victoria-Jungfrau. Bundespräsident Ueli Maurer hielt – so begann er seine Ansprache vor den Schweizer Verlegern – als Erstes Ausschau nach dem Notausgang. Er habe sich über die Einladung des Verbands Schweizer Medien gefreut und sofort begonnen, Zeitungsartikel zu sammeln, die unseriös, oberflächlich und teilweise falsch gewesen seien. Und er hätte so viele gefunden, dass er damit aufgehört habe.
«Ich bin in Sorge über die Medienlandschaft», sagte Maurer. Die Medienprodukte seien langweilig und geprägt durch eine selbst verfügte Gleichschaltung. «Sie nehmen nicht die Themen des Volkes auf; die Medien nehmen die Themen der Medien auf. Verwaltung und Politik wird nicht mitgeteilt, was das Volk denkt und will, sondern, was die Medien denken und wollen.»
Ueli Maurers Beispiele für gleichgeschaltete Meinungen: Der Klimawandel ist dem Menschen anzulasten. Atomenergie ist böse. Einwanderung ist eine Bereicherung. Internationale Lösungen sind immer besser als nationale. Die Schweiz ist immer im Unrecht.

Eine rote Linie

Die Medien zeichneten sich selber eine rote Linie, wo es Tabuzonen gebe. Maurers Fazit: «Die Medien leisten heute nicht mehr, was für einen funktionierenden freiheitlichen und demokratischen Staat nötig wäre.» Der Applaus der Verleger und Verlegerinnen auf die Rede war eher gedämpft. Hatte sich doch ihr Präsident Hanspeter Lebrument in seiner Ansprache überzeugt gezeigt, dass sich die Qualität der Medien, auch durch die Schaffung der guten Journalistenausbildung auf verschiedenen Ebenen, eindeutig verbessert hat. Den Verlegern sei es gelungen, die Medienvielfalt aufrechtzuerhalten. Die privaten Medien brauchten keine neuen regulatorischen Massnahmen. Die Angriffe auf die privaten Medien ortete er von anderer Seite. Medienwissenschafter würden sie schlechtreden, was sich auch auf Leser und Inserenten auswirke.


(Berner Oberländer)

KOMMENTAR:

Mit der Kritik Maurers, die Medien wären gleichgeschaltet und würden vor allem die Themen der Medien, die sie selbst traktandieren, aufnehmen, damit  hat er eine Schwachstelle zahlreicher Medien beleuchtet. In der Praxis würden oft Themen von einem anderen Medium unbesehen übernommen und es komme dadurch  offensichtlichen zu Dominoeffekten. Gottlob gibt es doch noch eigenständige Produkte und der Trend, die Medienvielfalt aufrecht zu erhalten, ist aus meiner Sicht heute spürbar.

Neue HP meines Bruders Paolo



Paolo J. Knill

Dr. phil., Dr. h.c.

Professor Emeritus Lesley University, Cambridge MA
Rektor European Graduate School, Wallis, Switzerland
Portal für intermediale Kunsttherapie
Prof. Knill ist Mitbegründer des Expressive Therapy Programms an der Lesley University und er entwickelte die intermodale Vorgehensweise in den Expressive Arts. Sein Hintergrund in den Künsten und den Wissenschaften sind grundlegend für seinen Werdegang als Therapeut, Supervisor and Berater. Er unterrichtet an der European Graduate School, publiziert und tritt international auf.

Lösungskunst


Lehrbuch der kunst- und ressourcenorientierten Arbeit

Ein Buch von Paolo Knill und Dr. Herbert Eberhart mit einem Überblick über Geschichte, Theorie und Praxis der Intermedialen Kunsttherapie.
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Die schönsten Städte der Schweiz

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Die schönste Stadt der Schweiz
Wo gefällt es Ihnen am besten? Was ist Ihre Schweizer Lieblingsstadt. (Bilder: keystone/Swiss Image/Thinkstock)
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Luzern

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Bern

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Zürich

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Basel

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St. Gallen

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Winterthur

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Solothurn

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Chur

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Schaffhausen

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Zug

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Aarau

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Lugano

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Sion

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Freiburg

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Biel

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Lausanne

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Appenzell

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Bellinzona

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Genf

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Schwyz

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Stans

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Glarus

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Altdorf

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Neuenburg

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Liestal

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Sarnen

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Herisau

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Delsberg

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Yverdon-les-Bains

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La Chaux-de-Fonds

Punkte: 14
KOMMENTAR:
Dass Chur Schaffhausen knapp geschlagen hat, erstaunt mich.
Sonst kann ich  die Rangierung nachvollziehen

Freitag, 13. September 2013

Was ist wichtiger: Die Sicherheit der Bürger oder die Freiheitsrechte der gefährlichen Gewalttäter?

So darf es nicht weitergehen!


Das Volk hat eindeutig verlangt, dass gefährliche Gewalttäter weggesperrt bleiben müssen. Dieser Auftrag des Volkes war eindeutig. Doch die Gesetzgeber tun sich schwer damit.
Die Politiker zörern, diese Initiative konkret umzusetzen.
Die fragwürdigen Fälle häufen sich:
Im Fall Carlos standen die Kosten der sogenannten Wiedereingliederung in keinem Verhältnis zu der Wiedergutmachungssumme für das Opfer.
Es kann bei uns etwas nicht stimmen, wenn die Freiheitsrechte der Opfer mehr gewichtet wird als die Sicherheit der Offentlichkeit. Ich weiss: Den Gerichten und Vollzugsbehörden sind heute die  Hände vielfach gebunden, indem sie den Tätern den  Freigang und kostspielige Therapien - laut Strafgesetz - erlauben MUESSEN. Sie dürfen Gewalttäter nicht lange wegsperren. Bei uns wird die Wiedereingliederung höher gewertet als die Sicherheit der Bürger. Die Frage ist berechtigt: Müssen wir somit  das Risiko - einfach so - auf uns nehmen, dass ein Straftäter im Ausgang erneut vergewaltigen oder vielleicht morden kann? Ein Therapeut sagte mir: Wenn wir Menschen wieder eingliedern wollen, müssen wir halt dieses Risiko in Kauf nehmen. Müssen wir das eigentlich?
Schon wieder erleben wir einen unverständlichen Fall:

Die Therapeutin ist tot- der Vergewaltiger ist noch  auf freiem Fuss
Sie war dabei
Ich zitiere 20 min:

Sie war sogar dabei


Adelines Killer hat vor der Tat ein Messer gekauft

Damit er Pferde-Hufe behandeln kann, hatte der verurteilte Vergewaltiger Fabrice Anthamatten die Erlaubnis, Messer zu kaufen. Und genau das hat er kurz vor seiner Tat getan.




1|10
Am 13. September 2013 fand die Polizei den Leichnam der Sozialtherapeutin Adeline Morel im Bois d'Avault bei Versoix.
Der mutmassliche Mörder der Therapeutin Adeline Morel hat kurz vor seiner Tat ein Messer gekauft. Wie «Le Matin» berichtet, soll es Fabrice Anthamatten sogar in Begleitung seines Opfers gekauft haben, bevor sie zur Reit-Therapie gingen. Er sei dazu befugt, weil er ein Messer braucht, um die Hufe von Pferden zu behandeln.
Ob er Morel damit getötet hat, ist noch nicht klar. Gemäss «Le Matin» soll Anthamatten seine Opfer bereits bei zwei früheren Vergewaltigungen, für die er verurteilt wurde, mit Messern bedroht haben.
Die Leiche der 34-jährigen Therapeutin wurde heute Freitag in der Nähe einer Reithalle wenige Kilometer ausserhalb Genfs gefunden. Der Täter ist offenbar nach Norden geflüchtet. Wie die «Badische Zeitung» berichtet, hat die Polizei am Freitagnachmittag im deutschen Weil am Rhein bei Basel mit einem Grossaufgebot ein Haus umstellt.
Unterwegs zur Reittherapie
Die Frau arbeitete seit 2007 im Zentrum für Sozialtherapie «La Pâquerette» in Genf und war als Kriminologin und Psychologin tätig, wie der Direktor der Genfer Universitätsspitäler HUG, Bertrand Levrat, am Freitag vor den Medien erklärte. «Sie war erfahren und hatte in ihrer Karriere bereits 200 Freigänge mit Häftlingen absolviert.»
Die Psychologin sollte den wegen zweifacher Vergewaltigung zu insgesamt 20 Jahren Haft verurteilten Insassen am Donnerstagmorgen zu einer Reittherapie begleiten. Das Zentrum für Sozialtherapie «La Pâquerette» innerhalb des Gefängnisses Champ-Dollon hatte dafür die Verantwortung, wie die Chefin des Genfer Strafvollzugs, Sandra Favre, erklärte.
Als der Häftling und seine Begleiterin um 11 Uhr nicht zum Rendez-vous erschienen und die Sozialtherapeutin auf Handyanrufe nicht reagierte, wurde Alarm geschlagen.
Erster Freigang ebenfalls mit Frau
Laut Favre hatte der Entführer und mutmassliche Mörder der Sozialtherapeutin sein erstes Delikt 1999 begangen. Er wurde 2001 in Frankreich erstmals wegen Vergewaltigung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Wegen einer weiteren Vergewaltigung wurde er in Frankreich zum zweiten Mal zu fünf Jahren verurteilt.
2008 wurde der verurteilte Vergewaltiger nach Genf ausgeliefert, um seine Haftstrafen abzusitzen, wie Favre weiter ausführte. Diese hätten sich unterdessen auf 20 Jahre kumuliert.
Nach Verbüssung von rund zwei Dritteln der Strafe seien ihm aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens begleitete Freigänge erlaubt worden. Der erste fand am 3. September statt, der zweite am 12. September - jeweils in Begleitung einer Frau.

Kommentar: Nach meinem Dafürhalten kann etwas nicht stimmen bei der Beurteilung der Gefährlichkeit von Gewalttätern. Es darf nicht sein, dass ein Vergewaltiger seiner Therapeutin über Monate etwas vorspielen kann, um dann im Freigang seine Bedürfnisse auszuleben.


Serien-Vergewaltiger täuschte alle! Adeline vertraute ihrem Mörder  
Serien-Vergewaltiger täuschte alle! Adeline vertraute ihrem Mörder
Im Zweifel müsste gelten: Freigänge werden bei gefährlichen Gewalttätern nicht erlaubt.  Höchstens in Begleitung von zwei Polizisten. Vielleicht bewirkt der jüngste tragische Fall von Versoix ein Umdenken bei den zuständigen Stellen. Mit der Missachtung des Volkswillens darf es  nicht mehr so weitergehen. Es besteht Handlungsbedarf!

Zum Nachdenken aus TAGI:

Der Satz, der in solchen «Fällen» immer bemüht wird, von Politikern, von Psychologen, von Juristen ist, dass es die absolute Sicherheit nicht gebe. Die Haltung, die dahintersteckt, ist so unerträglich wie der Satz selbst. Nicht nur, weil damit Opfer und ihre Angehörigen schulterzuckend als Kollateralschäden des Systems abgetan werden. Der Satz ist vor allem auch unerträglich dumm. Weil es nicht um Ersttäter geht, von denen niemand wissen konnte, dass und wie gefährlich sie sind.
Mit diesem Risiko muss man tatsächlich leben. Aber nicht mit demjenigen, das von Männern mit einer eindeutigen Vorgeschichte ausgeht, die schwerste Gewalttaten begangen, die getötet oder vergewaltigt haben, die Leben und Familien zerstörten, denen Therapeuten stundenlang zuhörten, über die es seitenlange Gutachten gibt, die also sozusagen vom System erfasst worden sind.
Dieses System funktioniert aber nicht. Sonst wären Pasquale, Lucie, Marie und Adeline noch genauso am Leben wie der vierjährige Florian, der von seinem einschlägig vorbestraften Vater vor drei Jahren in einem Winterthurer Hotel ermordet worden ist.
Ein Staat hat deutlich zu machen, dass er Gewalt nicht duldet, sondern ächtet. Und noch mehr hat er dafür zu sorgen, dass der Schutz potenzieller Opfer in jedem Fall vorgeht. Er kann, weil schwere Gewalttäter das höchste Rechtsgut überhaupt verletzen, bei ihnen nicht dieselben Regeln anwenden wie bei Hochstaplern oder Drogendealern. Er kann nicht einfach ein Experiment machen und mal schauen, wie sich solche Täter in freier Wildbahn verhalten: vielleicht gut, dann klopfen sich die Experten gegenseitig auf die Schultern; vielleicht nicht, dann wird halt wieder mit der nicht existierenden absoluten Sicherheit argumentiert.
Aber sie muss sich maximieren lassen, diese Sicherheit. Weil eine Gesellschaft ein Anrecht hat, vor bekanntermassen gefährlichen Tätern geschützt zu werden. Ein Staat, der das nicht tut, der vielmehr ein System toleriert, das Tote fordert, kann sich nicht zivilisiert nennen.

(Tages-Anzeiger)
PIKANT:

Pikant: Bereits 2003 floh gemäss «Le Matin» ein Häftling auf einem begleiteten Freigang. Er war mit seiner Therapeutin auf dem Weg zu einer Spitaluntersuchung. Nach diesem Vorfall entschied der damalige Staatsanwalt Daniel Zappelli, dass aus Sicherheitsgründen in La Pâquerette keine Häftlingsbegleitungen mehr ohne Polizeischutz durchgeführt werden dürfen. Daraufhin setzte die Anstaltsleitung dieses Programm vorübergehend aus. Wegen eines Rekurses eines Häftlings, der sich über die Einmischung Zappellis beklagte, entschied das Genfer Verwaltungsgericht, dass die Verfügung des Staatsanwalts illegal gewesen sei.
Das Zentrum La Pâquerette ist auf psychisch auffällige, gefährliche Verbrecher spezialisiert und dem Gefängnis Champ-Dollon sowie universitären Einrichtungen angeschlossen. Es ist seit 1986 in Betrieb und eine schweizweit einzigartige Einrichtung zur Betreuung von Gefangenen mit langen Haftstrafen. Die Insassen leiden an schweren Persönlichkeitsstörungen, gelten aber als resozialisierbar.

Der Stolpersteinbück


SCHON WIEDER STELLT ER SICH SELBST DAS BEIN!




Vergrößern SZ-Magazin: Warum zeigt Steinbrück hier den Stinkefinger?
SZ-Magazin vom 13. September 2013
Foto: Magazin Süddeutsche Zeitung
Wie kam es zu diesem Foto?
Auf dem Cover des aktuellen „Süddeutsche Zeitung Magazins“ (erscheint am Freitag) zeigt Peer Steinbrück (SPD, 66) den Stinkefinger!
Das Foto ist Teil der Serie „Interview ohne Worte“, für die sich der Kanzlerkandidat ablichten ließ.
Inhalte des Interviews: Peer Steinbrück über nicht so nette Spitznamen, Angela Merkels Krisenmanagement und das Geheimnis seiner glücklichen Ehe.

Den Stinkefinger zeigt Steinbrück auf diese Frage: „Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“, bestätigte das SZ-Magazin BILD.de.

KOMMENTAR: Das ist keine fiese Anti-Steinbrück-Kampagne. Der Kanzlerkandidat hat grünes Licht gegeben zu dieser angeblich humorvollen Aufnahme. Damit ist er einmal mehr über eine weitere unbedachte Aktion gestolpert. Ob er damit die Pluspunkte nach dem Duell schon wieder verspielt hat? 


Spiegel fragt: Kann dieses Endspiel gut gehen?

Hochrisiko-Wahlkampf: Steinbrücks Endspiel
Volles Risiko: Mit ausgestrecktem Mittelfinger und einem Führungsanspruch für Gespräche mit der Union nimmt Peer Steinbrück die Schlusskurve des Wahlkampfs. Kann das  gut gehen?

Banker Ackermann mit dem unbedachten Victory Zeichen lässt grüssen!!!
Der Berater Steinbrücks signalisierte noch STOP. Doch der eigenwillige Peitschenrhetoriker hörte nicht auf ihn. Wer nicht hören will muss fühlen!

SPIEGEL:


Ein Mann fürs Grobe  
Peer Stein­brück reckt den Mit­tel­fin­ger, er ist un­be­herrscht, ag­gres­siv und nar­ziss­tisch. Manch­mal tritt er eher wie ein Proll und nicht wie ein Kanz­ler­kan­di­dat auf. Könn­te Deutsch­land ru­hig schla­fen, wenn er re­gie­ren wür­de?  mehr...

FAZIT: Wenn Stolper-Steinbrück an einer Wahlveranstaltung seine unbedachte Geste damit rechtfertigen wollte: Ein Wahlkampf darf doch auch LOCKERHEIT, HUMOR beinhalten. Seine Geste sei  mit Schauspielerei angemacht, so verkennt der  Kanzlerkandidat, dass bei allen Kommunikationsprozessen letztlich die WIRKUNG zählt. Und in diesem Fall wird der angeblich, lockere, humorvolle Politiker eindeutig missverstanden. Steinbrück ist somit einmal mehr über sich selbst gestolpert.