Montag, 3. Dezember 2012

Krimis mit Sendungsbewusstsein


Für viele haben Krimis vor allem Unterhaltungscharakter.
Wer die Themen der Tatortfilme während der letzten Jahre verfolgt, kann feststellen, dass immer mehr gesellschaftspolitische Aspekte bewusst eingeflochten werden.
Es gab eine Phase, das musste das Männerbild der Kommissare bewusst korrigiert werden.
Es gab hernach eine Zeit lang nur noch Kommissarinnen. Dann wollten die TV-Macher den Polizisten, Staatsanwälten und Kommissaren dem Ruf der Unfehlbarkeit  nehmen. So wurden sie als Menschen gezielt mit Schwächen und Mängeln überzeichnet. Es ging so weit, bis die Ganovenjäger selbst die kiminellen Handlungen vollzogen. Den Krimi mit dem Polizisten als Mörder hatte ich vielleicht verpasst.

Hernach folgten Krimis, bei denen die Psychologie dominierte.
Später jene Sendungen mit Kriminalistinnen, die ständig das Problem mit dem eigenen Kind oder mit dem Ehepartner hatten. Die Absicht war offensichtlich: Es ging darum, zu zeigen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Karriere normal ist und somit alle Frauen bei einem Vollzeitjob  mit dem Nachwuchs Probleme haben. Es war ein Wunder, dass die Kinder nicht mit auf den Drehplatz geschleppt wurden.

Hinsichtlich Thematik wurden die Tendenzen immer deutlicher erkennbar. Oft wusste man zum zum voraus, dass die Wohlhabenden die Mörder sein mussten. Vorurteilen wollte man gezielt begegnen, indem beispielsweise die Schwarzen nicht schuldig sein durften oder Menschen aus dem Slum apriori keine Schuld treffen durfte.

In jüngsten Tatort vom Sonntag wurde nun für einmal die Jugendgewalt thematisiert.
Ich finde es gut, wenn aktuelle Vorkommnisse thematisiert werden, so dass sich die Zuschauer die Sicht von verschiedenen Seiten mitempfinden können. Krimiautoren hoffen, dass solche gesellschaftkritische Filme Auswirkungen haben können auf die Gesetzgebung.


Ich zitiere aus Tagi online:

Der gestrige «Tatort» handelte von einem urbanen Horror: Nach einer Tramfahrt wurde ein Lehrerpaar von Lumpenproleten brutal verprügelt. Auch danach schonte der Film seine Zuschauer nicht.
 ... endete als Horror. Eine Jugendgang verprügelte René und Anne Winkler brutal. Letztere starb an den Folgen des Überfalls.



Zur Einstimmung der bevorstehenden Lehrerweiterbildungsseminare - Sekundarstufe
(Beitrag aus swch-BLOG)

Überzeugen heisst, zuerst in den Spiegel schauen

Sechs Führungsfrauen trainieren mit dem bekannten Kommunikationsprofi Marcus Knill, wie sie in schwierigen Situationen überzeugen können. Kurs 104 nennt sich Seminar und stellt an die Teilnehmerinnen hohe Anforderungen. Ein Techniker steht dem versierten Trainer zur Seite, Kamera und Beamer ersetzen den Spiegel, denn hinschauen ist eine Einstellung, und das beginnt bei sich selbst.


Als erstes fällt auf, wie offen man als Gast empfangen wird. Gute Kommunikation hat viel mit Offenheit zu tun, wird nach einleitenden Worten klar. Das beginnt bei sich selbst, man kann und soll sich nicht verstecken. Bevor frau also fragt, muss sie sich selbst Fragen stellen: Bin ich bereit, in den Spiegel zu schauen, und sehe ich da, was wirklich ist oder sehe ich bloss, was ich sehen will?

Wahrnehmen, beschreiben, beurteilen
Ein saloppes Fingerschnippen Knills, und Techniker Faro Burtscher lässt das wohlbekannte Bild des Kätzchens vor dem Spiegel auf der Leinwand erscheinen.


Die Folie macht alles klar. Knill schöpft mit seinen Materialien aus dem Vollen und dieses eingespielte Kursleiterteam - zwei Männer - wird kaum Mühe haben mit den handverlesenen sechs Teilnehmerinnen.


Situationen aushalten und meistern
Die souveräne Art des Kursleiters macht auch unsicher. Das soll so sein, denn hier wird nicht bloss theoretisiert, sondern konkret trainiert, insbesondere für schwierige Situationen. Vor laufender Kamera analysieren die Teilnehmerinnen die Überzeugungskraft der männlichen Redner an der swch-Eröffnungsfeier. Nicht ganz überraschend kommt der Moderator an der Feier gut weg: Er hatte kaum Inhalte zu transportieren, sein Inhalt war die gut geölte Show. Wenn das nun als prominentes Positivbeispiel diente, begäbe sich ein Kurs für Schulleitende aufs Glatteis. Die Gefahr ist allerdings klein, alle Anwesenden sind kompetent genug, leere Worthülsen von überzeugend dargestellten Inhalten zu unterscheiden. Beruhigend, im Kreis dieses Seminars klappt alles wunderbar.


Da wird nichts gespielt, das ist Ernstfall und die Kamerabilder werden später vertieften Analysen dienen. Diese Sorgfalt macht es aus, dass das Klima auch dann entspannt bleibt, wenn frau an die Grenzen geht und sich exponiert. Knill fordert und behütet gleichzeitig, er beherrscht diese hohe Kunst und schafft damit ein fruchtbares Lernumfeld.

Die andere Seite
Die Kamera des Berichtenden sucht sich eine eigene Aufgabe und spürt den Händen der Sprecherinnen nach, ohne allerdings eine weitere Interpretation zu wagen.

Vorbildliche Lern- und Kommunikationskultur
Wo gelernt wird, sind viele Rückmeldungen zu machen: Alles Lob erfolgt schriftlich, alle Kritik mündlich und in Form von Lernbildern. In diesem Raum wird nicht nur Kommunikation trainiert, da wird auch auf Lernkultur grossen Wert gelegt und das hat Stil. Eine von Knills Folien bringts auf den Punkt:
"Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen, nicht umgekehrt."
(Jean Cocteau)

Es stimmt zuversichtlich, wenn sich Schulleitende derartigen Ausbildungen stellen und sich für Stil und Kultur einsetzen. Offen bleibt die Frage, weshalb vertiefte Kommunikationskompetenzen kaum zur Lehrer- und Schulleiterausbildung und zu den Auswahlkriterien bei Anstellungen gehören und weshalb dieser Kurs nur von Frauen besucht wird. Vielleicht gehört diese Frage aber nicht hierher, Kursleitende würden sonst arbeitslos, und das möchte man insbesondere Knill nicht gönnen.




Ueberzeugen in Beruf und Alltag


  VORINFORMATION FUER UNSER SEMINAR (Wiederholung 1. Teil)

 



Es liegt mir daran, anlässlich der Arbeit mit Videofeedback folgende Zusatzinformationen zu vermitteln, die Sie jederzeit zu Hause wieder abrufen können.

Mit dieser kurzen Einführung will ich Ihnen bewusst machen, dass Kommunikation etwas GANZHEITLICHES ist. Wir werden uns vor allem mit der Wirkung der Personen beschäftigen und der Frage nachgehen, weshalb wir im Alltag überzeugen oder auch nicht.
Wir verzichten bei unserer Arbeit  auf rezeptorientierte oder theaterorientierte Tipps oder Rezepte. Dafür gehen wir der Frage nach, wie wir auch unter Druck und in schwierigen Situationen dennoch natürlich, glaubwürdig und echt kommunizieren können. Weil wir in unterschiedlichen Rollen überzeugen müssen, können wir nicht einfach alles ungefiltert sagen, was wir denken. Es gilt stets die Balance zu finden zwischen - sich ernst nehmen und sich adressatengerecht verhalten. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen NATUERLICHKEIT und KONZESSIONEN gegenüber den Adressaten (Anpassungen). Die Kunst des Ueberzeugens besteht darin, beide Anliegen (Natürlichkeit und Rücksichtnahme) unter einen Hut zu bringen.


Selbstsicherheit ist gut und wichtig. Doch hat übertriebene Selbstdarstellung nichts mehr zu tun mit der geforderten Natürlichkeit. Offen, klar, eindeutig formulieren ist nicht zu Verwechseln mit Tatklosigkeit. Auch wenn Sie Sie selbst bleiben, müssen wir uns immer situativ verhalten. 90 Prozent des Eindrucks wird durch unser Erscheinungsbild und unser Auftreten, unser Verhalten bestimmt.
 
Deshalb sind:
- Die Rolle, die wir innehaben
- unsere Kleider
- unsere Körpersprache
- unsere Stimme
- und das, was wir sagen
keine Nebensächlichkeiten.
Wir müssen in verschiedensten Situationen überzeugen können, ohne Theater zu spielen. Wir müssen künftig unsere Aussagen konkret auf den Punkt zu bringen.
Schwerpunkte unserer Ausbildung sind: Wahrnehmung, Zuhören, Verstehen- Verstanden werden. Verständlichkeitshelfer.
Das Wichtigste vorweg:
Das Zauberwort: EINSTELLUNG

Bei der Einstellung geht es um die innere Haltung. Stimmt die innere Haltung mit dem überein, was wir denken, so stimmt die Stimme ebenfalls mit dieser Stimmung überein und der Körper sendet automatisch die Signale, die unserer Einstellung sendet.


Wir können nur überzeugen, wenn unsere EINSTELLUNG mit dem - was wir sagen - übereinstimmt!
Ich kann andere nur überzeugen, wenn ich selbst von meiner Aussage überzeugt bin.
Er ist erstaunlich, wie viel verziehen wird, wenn man die eigene Ueberzeugung - das Feux sacré - spürt. Mein Wunsch für den Alltag: Dran- bleiben und sich weiterhin Spiegel als Lernhelfer zu Nutze machen. Es gibt Hofnarren, denen ich vertrauen kann. Bestimmen Sie Ihre Hofnärrin oder Ihren Hofnarren. Um die Nachhaltigkeit zu sichern, gilt es nun: TUN - TUN - TUN (lernen Sie weiterhin praxis- und prozessorientiert )



LINKS:

Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar

  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html - Cached - Similar
  3. Überzeugend antworten

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - Cached - Similar


  1. Natuerliche Kommunikation

    Kommunikation, Training, Natuerlichkeit Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Natuerlich/Natuerlich.html - Cached - Similar
  2. [PDF]

    IST NATÜRLICHES KOMMUNIZIEREN LERNBAR?

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML 22. Juni 2005 ... Willkommen im Simulator: Natürlich kommunizieren? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ... ernst ist – alles andere als natürlich ist. Die ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_22/06_2005_black.pdf - Similar

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  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar
  2. Die Balance finden

    Wir müssen die situationsgerechten Balance finden im Spannungsfeld: Ich- Bezogenheit und Integrationsfähigkeit.d.h. Beides darf nicht vernachlässigt werden. ... www.rhetorik.ch/Balance/Lang.html -Cached - Similar

Kommunikation verbindet

Brücke in Pfünz im Altmühltal



Mit einer verbesserten Kommunikation werden Brücken gebaut, Gräben ausgeebnet und Mauern überwunden.
Deutschland wurde nach dem zweiten Weltkrieg mit einer Mauer getrennt. Auch Religionen können  Menschen trennen.
Bei Kommunikationsprozessen trennen uns im Alltag vor allem Missverständnisse.
Sprachen,  Kulturen , auch Religionen sind oft Mauern, die nur durch bewusste Beziehungen und Freundschaften überwunden werden können. Kommunikation bringt Menschen zusammen.
Es lohnt sich, Mauern zu überwinden.

 Ueberall: Im Beruf, in der privaten Beziehung oder generell im Alltag kann eine offene Kommunikationskultur Menschen zusammenbringen.

Sonntag, 2. Dezember 2012

200 Jahre Grimms Kinder- und Hausmärchen


1000 Märchen

www.1000-maerchen.de/Teilen
Märchen der Gebrüder Grimm, H.C. Andersen und anderer Autoren. Die Autoren werden kurz vorgestellt.
Märchen sind zeitlos. Sie haben die Menschen schon immer fasziniert. Es sind auch Erzählstoffe für Erwachsene.  In den Märchen werden Hoffnungen, Aengste, Sehnsüchte und Wünsche buchstäblich verdichtet. Die Anfangs und Schlussformel sind bekannt: "Es war einmal...." und "Wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute." Das macht die Märchen zeitlos.
Im Gegensatz zur Sage spielen die Märchen nicht an einem historischen Ort. Es  gibt keinen konkreten Anknüpfungspunkt. Märchen sind universal. Die Sage ist Heimat, das Märchen die Welt. Märchen enden immer gut.

In der Rhetorik wurde das narrative Element (die Kunst des Erzählens) stets gross geschrieben.
Im Management erlebt zur Zeit das "Storrytelling" eine Renaissance. Die Zuhörer schätzen das freie Sprechen und das Erzählen.

LINKS:



12. März 2005 ... Seit der Zeit des Kalifen Harun-al-Raschid weiss man um die Macht des Geschichtenerzählens. Auch die Gleichnisse in der Bibel machen der ...
www.rhetorik.ch/Narrativ/Narrativ.html
 


Ich zitiere H. Untermoser:

Entstehung und Geschichte des Märchens

"Märchen" kommt vom mittelhochdeutschen „maere“ und könnte in die heutige Sprache als "Kunde" oder "Nachricht" übersetzt werden. Es kann nicht genau nachvollzogen werden, wann die Märchen in vorgeschichtlicher Zeit entstanden sind.
Jedoch finden sich in der Literatur des Altertums schon viele Spuren von märchenhaften Erzählungen. Aus den ältesten schriftlichen Aufzeichnungen sind bereits Erzählungen mythischen oder märchenhaften Inhalts überliefert, wie im summerisch-akkadischen Gilgameschepos, bei den Göttergeschichten der Ägypter oder Juden und den Mythen der Griechen und Römer.
Das Märchen gehört zur Literaturform der Epik und ist eine der ältesten Erzählformen. Im 18. Jhdt. wurde „Tausendundeine Nacht“ veröffentlicht und hatte großen Erfolg. Die Vorlage dafür lieferten mündliche Erzählungen eines syrischen Maroniten.
Die Geschichte des Volksmärchens erlebte im 19. Jahrhundert einen großen Aufschwung durch die Veröffentlichung einer Sammlung der Brüder Grimm.
Sie haben die Märchen in einer Weise geändert, dass sie Kindern vorgelesen werden konnten. Von da an wurden in ganz Europa nach dem Vorbild der Gebrüder Grimm Volksmärchen aufgezeichnet und veröffentlicht.
Ein Merkmal eines Volksmärchens ist die kurze und knappe Handlung. Auf Beschreibungen von Landschaften, Personen und Gebäuden wird verzichtet. Jedem Leser und Zuhörer bleibt es sich selbst überlassen, wie wunderbar oder dramatisch er sich die Erzählung ausmalt. Im Unterschied zu den Kunstmärchen wie z.B. Hans Christian Andersen, weisen die Volksmärchen keinen Autor oder Urheber auf, sie beruhen auf mündlichen Erzählungen.
Heute gibt es neue Märchen für moderne Menschen, wie Spiderman, Superman oder Harry Potter. Auch sie behandeln immer wieder die uralten Fragen von "Gut" und "Böse". Leider wird dabei die Fantasie nicht mehr so stark wie früher angeregt, weil die Bilder schon vorgegeben sind.
Viele Märchen enthalten die moralische Botschaft, dass Licht und Liebe, Treue und Ehrlichkeit am Ende immer über das "Dunkle" oder "Böse" siegen. Die Belohnung und Bestrafung soll dabei den kosmischen Gesetzen von Ursache und Wirkung entsprechen.
Soziale Funktion von Märchen
Ursprünglich waren Märchen Geschichten für Erwachsene. Da es keine Medien gab, versuchten die Menschen aus ihren Erfahrungen, die Weisheiten an die Gesellschaft weiterzugeben. Die Unterhaltung dabei war eher Nebensache, das Wichtigste war, Menschen damit in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.
Das Märchen war eine Lebensanleitung, eine Nachricht, eine Botschaft in einer Zeit, wo es keine Bücher und kein Radio gab, oder die meisten Menschen noch nicht lesen und schreiben konnten.
Alle wichtigen Informationen drangen tief in die Herzen ein und blieben das ganze Leben verankert. Das Märchen war ein Wegweiser, ein Lebensfahrplan, bevor man es verniedlichte, alle Grausamkeiten herausnahm und als Unterhaltungslektüre für Kleinkinder gestaltete.

Was haben Märchen, Mythen und Religion gemeinsam?

Mythen sind religiöse Texte und die Figuren waren ausschließlich Götter oder gottähnliche Heroen. Märchen sind Mythen und wurden von Generation zu Generation verändert weitergegeben und trotzdem hat sich ein unbewusstes Weltbild erhalten.
Volkserzählung Märchen Unsere heutigen Märchen, wie wir sie unseren Kindern vorlesen, wurden verharmlost, um nicht mehr als Mythen erkannt zu werden. Ursprünglich erzählten sie von unerhörten Dingen.
Der Zusammenhang zwischen Religion und Märchen besteht darin, dass uns beide ein Weltbild bieten, das helfen kann, uns in dieser Welt zu orientieren.
Beide sind ein Wegweiser, wie wir uns entwickeln und reifen sollen. Auf beiden Seiten wird uns ein "gutes Ende" für ein angemessenes moralisches Verhalten versprochen.
Es gibt auch in der Bibel bestimmte Bücher, wo man sagen kann, dass es Märchen sind, wie beispielsweise das Buch Tobit im Alten Testament.
Auch befinden sich viele Mythen im Alten Testament. Mythen beziehen sich auf das Wirken Gottes vor einem Hintergrund ungenauer Überlieferungen. Märchen sind in ihrem Sinne wahr, sie spiegeln eine Wahrheit des Lebens wieder.
Der Unterschied: Die christliche Religion beruht auf einer Heilsgeschichte, Märchen dagegen sind zeitlos.

Märchen und Psychologie

Heute werden in der modernen Tiefenpsychologie, Märchen als Therapieform eingesetzt. Sie bieten jede Menge Ansätze für die Analyse und Aufarbeitung von Problemen.
Märchen sind symbolhafte Beschreibungen und Darstellungen seelischer Prozesse. Es geht um Ablösungs-und Reifeprozesse von heranwachsenden Menschen auf dem Weg ihrer Selbstfindung. So verschieden die einzelnen Geschichten auch sein mögen, sie erzählen alle das gleiche Kernthema.
Es geht um Mutter, Vater, ein oder mehrere Kinder. In irgendeiner Form kennt jeder von uns diese Familienkonstellation. In der Regel identifizieren wir uns mit der Hauptfigur des Märchens und durchleben das Geschehen. Unsere eigene innere Welt projizieren wir auf die Märchenfiguren und beleben sie. Das Bild wird durchdrungen von eigenen Erfahrungen unserer Herkunftsfamilie.
Märchen erzählen ihre Geschichte in einer Bildersprache und stellen eine Verbindung zu unserem psychischen Erleben her. Um erkennbar zu werden, muss sie entschlüsselt werden. Ein Märchen erzählt eine Handlung in der äußeren Realität. Unbewusst übersetzen wir die Handlung und erfüllen sie mit inneren Bedeutungen. Märchen bieten Bilder, um eigene psychische Vorgänge darin mitzuerleben.
Alle Figuren im Märchen sind Teilaspekte unserer Persönlichkeit und fungieren miteinander, um Aufgaben zu bewältigen. Wenn der Held es geschafft hat, alle Aufgaben zu lösen, haben sich alle Persönlichkeitsanteile in Liebe miteinander vereint und somit ihr Selbst gefunden.
Im Märchen - wie in der Psychotherapie - ist es das Ziel, eine heile ganzheitliche Persönlichkeit zu werden. Besonders Kindern hilft die magische Welt der Märchen, ihre Erlebniswelt mit ihren Ängsten zu bewältigen.
Ich freue mich, wenn ich Ihnen den Sinn von Märchen etwas näher bringen konnte.
Albert Einstein sagte:
„ Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!“
Von Heike Untermoser

ADVENT, ADVENT EIN LICHTLEIN BRENNT

K+K wünscht einen schönen 1. Advent

1. Advent GB Pic : 1


In Deutschland stehen die Windräder öfters still,

Mehrere Windräder stehen in einer Reihe und drehen sich im Wind

2011 haben sich die Tage des Abschaltens von Windrädern in Deutschland deutlich erhöht.
Fehlende Netze lassen wertvolle Leistungen verpuffen.
Es ist unbegreiflich, dass die Bürger diesen ungenutzten Strom berappen müssen.
Mit dem verpufften Strom könnten 11000 Haushalte versorgt werden. Letztes Jahr mussten die Kunden bereits für 400 Gigawattsunden aufkommen, obwohl diese Leistung gar nicht ins Netz eingespeist werden konnte.
Es zeigt sich nun, dass die Schweiz gut beraten war, die Atomkraftwerke nicht vorschnell abzuschalten. Deutschland wird nach der vorschnellen Kurzschlusshandlung noch einige zusätzliche Unannehmlichkeiten erleben.